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Quo vadis Barack Obama?
Felicia Langer

 

Die Palästinenser möchten der 194. Mitgliedsstaat in der UNO werden, nachdem sie 44 Jahre  eine völkerrechtswidrige, kolonisatorische israelische Besatzung, Enteignung, Folter und Vertreibung erleiden mussten. Ich war nicht nur Zeitzeugin sondern nur zu oft auch Augenzeugin.

 

Während Israel ca. 20 Jahre lang leere Verhandlungen führte, besiedelte es illegal die besetzten Gebiete. Um die Entstehung des Staates Palästina fast unmöglich zu machen, wohnen jetzt auf geraubtem israelischen Boden (und Wasser) ca. 500.000 Siedler. Als Antwort haben die USA schon früher ihr Veto angelegt, um die völkerrechtswidrige, friedensresistente Politik Israels zu schützen und die Verurteilung dieses Staates zu verhindern. Es gab schon immer USA-Vetos zu Gunsten der israelischen Besiedlungs- und Enteignungspolitik etc.

 

Am 21.09.2011bei der Eröffnung der UN-Vollversammlung hat Obama eine Rede gehalten – eine historische Rede, um den Palästinensern und den Mitgliedern der Vollversammlung klar zu machen, dass man Frieden nur durch Verhandlungen erzielen kann. Deshalb sollen die Palästinenser ihre Hoffnungen nicht auf die UNO setzen. In dieser Rede verschweigt Obama total das Völkerrecht, z.B. das Selbstbestimmungsrecht und die Tatsache, dass Besatzung grundsätzlich eine temporäre Erscheinung sein muss. Das Rückkehrrecht der Palästinenser, die Grenzen von 1967 und der Status von Jerusalem wurden nicht erwähnt. Als ob Obama kein Jurist wäre, der Präsident der USA…!

Die palästinensische Abgeordnete Hanan Aschrawi sagte, (Haaretz 21.9.) es würde der Eindruck erweckt, dass Israel Palästina okkupiert …

Das alles sagte Präsident Obama der im Jahre 2009 in Kairo erklärte, dem legitimen Streben der Palästinenser nach Würde, Chancen und einem eigenen Staat nicht den Rücken kehren werde. Anstatt sein Versprechen zu erfüllen, hat Obama über die Sicherheit Israels gesprochen: „unsere Freundschaft mit Israel ist tief und andauernd, und Amerikas Einsatz für die Sicherheit ist unerschütterlich.“

 

Ich habe mich gefragt, vor welchem Forum spricht der Präsident: vor der israelischen Knesset, vor AIPAC (pro israelische Lobby) oder vor den Republikanern im Kongress vor der Wahl …? Nicht umsonst hat der israelische Außenminister Avigdor Lieberman den Präsident umarmt. Diese Umarmung des Faschisten Lieberman spricht Bände!

 

Noch eine „Perle“ aus der Rede: der Präsident sagte, dass „Israels Kinder aufwachsen  wohl wissend, dass in der gesamten Region gelehrt wird, sie zu hassen“. Der Präsident hat offensichtlich noch keine israelischen Kinderbücher gelesen, die voller Hass und Verachtung gegenüber den Palästinenser sind.

 

Das Massaker in Gaza,  während der Aktion „das gegossene Blei“ (2008-2009) ist ihm sicher auch bekannt. Bestimmt hat er von dem Tod Hunderter palästinensischer Kinder gehört, von Tausenden getöteten Kinder während der Besatzung und von den palästinensischen Kindern in israelischen Gefängnissen. Kein Mitleid, kein Verständnis, nur Opportunismus pur.

UND  DAS  IST DER  FRIEDENSNOBELPREISTRTÄGER !

Wohin Präsident Obama?

 

Diese Rede ist kein Schritt in Richtung Frieden mit Gerechtigkeit. Im Gegenteil.

Schade.                 

 

 

President Obama Addresses United Nations

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