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Zerstörungen in Silwan - Gebiet Al - Bustan - Ostjerusalem

Texte - Karten - Fotos

 

 

25.09.2010 - Nach der Ermordung von zwei Palästinensern am vergangenen Mittwoch im Ostjerusalemer Stadtteil Silwan blieben befürchtete Ausschreitungen bei zwei Freitagsdemonstrationen aus. - P. R. aus Silwan -  Israelisches Miltiär hatte in Silwan, Ostjerusalem die vollständige Kontrolle übernommen. Im Stadtteil Sheik Sharrah, wo israelische Siedler einige Familien aus ihren Häusern geworfen haben, fand wie immer eine friedliche Demonstration statt unter Beteilung vor allem iraelischen und internationaler Friedensaktivisten. In Al Masara/Bethlehen wurde die gewaltfreie Demonstration schon nach wenigen Minuten von den israelischen Soldaten mittels Soundbombs und Tränengas auseinander gesprengt. Der Protest richtete sich dieses Mal gegen den Landraub und gegen Produkte aus israelischen Siedlungen. Dazu wurden Kartons mit der Aufschrift von Siedlungsprodukten verbrannt. Bevor jedoch die Teilnehmer des Protestes den Stapel Kartons in Brand stecken konnten, wurde er vom Militär mit einem Brandsatz entzündet.

Aktuelle Fotos aus Silwan und vom Geschehen 25.09.2010 >>>

 

 

23.9.2010 -  Gedenken an den Getöteten in Silwan

 

22.9.2010 - Heute morgen haben Siedler im Ostjerusalemer Stadtteil Silwan, bekannt durch die häufigen Zerstörungen palästinensischer Häuser oder deren Besetzung durch jüdische Siedler, zwei junge Palästinenser erschossen. - Korrespondent vor Ort P.R.- Gewaltige Auseinandersetzungen fanden seit gestern und in der vergangenen Nacht statt. Nach der Ermordung der jungen Leute hatte das israelische Militär eine Ausgangssperre für den arabischen Stadtteil unterhalb des Tempelberges verhängt. Die aufgeheizte Atmosphäre verstärkte sich heute mittag dann, als sich der Trauerzug Richtung Al Aksa Moschee auf dem Tempelberg und zur Beerdigung in Bewegung setzte. Als der Trauerzug mit den wütenden und aufgebrachten Menschen auf der am Tempelberg vorbei führenden Straße ankam, wurden die  vorbei fahrenden israelischen Busse angegriffen und die Fenster zerstört. Ein Polizeifahrzeug ging in Flammen auf. Ein massives Polizei- und Militäraufgebot  begleitete die gespenstische Szene. Agressive Siedlerfrauen aus Silwan griffen ihre eigene israelische Polizei verbal heftig an, weil sie deren Aufforderung, das abgesperrte Gebiet nicht zu  betreten, nicht Folge leisten wollten. Nach der Beerdigung kehrte meinen Beobachtungen nach vorläufige Ruhe ein. Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in Silwan weiter entwickeltt >>>

Aktuelle Fotos aus Silwan und vom Geschehen 22.09.2010 - P.R. >>>

Toter bei Krawallen in Ostjerusalem - Ein israelische Wachmann hat im arabischen Ostteil Jerusalems einen Palästinenser getötet. Laut Polizei hatte der Mann zuvor mit Steinen geworfen, die palästinensische Seite bestreitet das. >>>

Krawalle in Ostjerusalem - ein Toter - Nach den Todesschüssen kam es im Stadtteil Silwan südlich der historischen Altstadt Jerusalems zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Dutzenden Palästinensern und israelischen Polizisten. >>>

East Jerusalem clash turns deadly - One Palestinian killed and five others wounded in clash with Jewish settlers in Silwan neighbourhood. >>>

Settlers Open Fire at Funeral Procession, Police Cars Burning - Around 2 PM settlers were firing live ammunition from the settlements at the funeral procession of one of the martyrs killed this morning by the private settler security guards here in Silwan. >>>

2 confirmed dead in Silwan shooting - Officials in Israel confirmed reports Wednesday that two Palestinians were killed after an Israeli settler guard opened fire in a flashpoint neighborhood of occupied East Jerusalem. Officials at the Abu Kabeir forensic center said their teams received two corpses, but they have yet to identify the second Palestinian killed in the shooting in Silwan >>>

Israeli Forces Tear Gas Surrounded Mourners >>>
Dokumentation
- Gewalt in Silwan >>>
Dokumentation - Jerusalem - Hauptstadt zweier Staaten >>>

 

 


Innerhalb der roten Linie die Häuser, die zerstört werden sollen.  Links oben die Mauer des Tempelberges.

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JERUSALEM, 28. Juni 2005 (WAFA) – Die Stop-the-Wall-Kampagne machte darauf aufmerksam, dass Silwan als eine der Jerusalemer Wohngegenden am stärksten von Judaisierung bedroht sei, sei es durch fortwährende Siedlerangriffe oder Häuserbesetzungen.

Stop the Wall berichtete, dass die israelischen Siedlungen in Silwan mitten zwischen den Häusern der Leute lägen – nur jeweils ein kleiner Abstand trenne die einen von den anderen – dadurch würde deren Aufgabe, nämlich letztendlich das ganze Wohnviertel in eine Siedlung zu verwandeln, offensichtlich.

 

Im April 2005 verkündeten die israelischen Besatzungskräfte (IOF) und die Jerusalemer Stadt­verwaltung ihren Plan, 122 Häuser in den beiden Gebieten Al Bustan und Wadi Hilwa abzu­reißen.

 

Diese Häuserzerstörung ist Teil eines Besetzungsplanes, der vorsieht, alle Grundstücke, welche die Altstadt umgeben, zu „evakuieren“ und zu enteignen – dort, wo sich auf den die Altstadt umgebenden Hügeln und Bergen Tur Silwan, Abu Tur sowie weitere Bezirke befinden. Die geplanten Siedlungen sollen auch Autoparkplätze, Freizeitanlagen und Gewerbegebiete einschließen.

 

In Al Bustan sind 88 Häuser unmittelbar vom Abriss bedroht, vier Häuser sind bereits zerstört worden. Die fortgesetzte Politik der IOF, Jerusalemiten ins Visier zu nehmen, war darauf ausgerichtet, es für die Menschen unmöglich zu machen, eine Unterkunft zu finden und zu bauen. Als Teil des schleichenden Besatzungsplanes sollten die in der Stadt in Ghettos lebenden Palästinenser konsequent verarmen, unterjocht und hinausgedrängt werden.

 

Fast 1.000 Menschen werden durch die Besatzungspläne aus ihren Häusern vertrieben, um die gesamte Anwesenheit der Palästinenser in diesem Gebiet zu eliminieren und den Weg für die Siedlungserweiterung frei zu machen.

 

Siedler werden wie schon früher weiterhin zahlreiche palästinensische Häuser und Grundstücke an der westlichen Zufahrt zu Silwan, angrenzend zur Altstadt, übernehmen.

Die Besatzungskräfte IOF ( = Israel Occupation Forces) bauen gegenwärtig einen Tunnel unter dem Gebiet von Silwan und haben auch schon mit dem Aufbau einer Siedlung begonnen, wie man im Hintergrund des Fotos erkennen kann. (Palestine News Agency, 28.06.2005)

 

Im März 2004 besetzten jüdische Siedler zwei Gebäude, die zusammen zwölf Wohnungen hatten, zusätzlich zu den Häusern und Grundstücken, die in den vergangenen Jahren bereits durch Siedler übernommen worden waren. Ein großer Teil von ihnen liegt in Wadi Hilwa, das auf Al Bustan blickt und an die Altstadt grenzt

 

 

Die IOF baut aktuell in Silwan einen Tunnel (siehe rechts) und hat schon mit dem Aufbau einer Siedlung begonnen. Der Fußgängertunnel soll sowohl die Siedlungserweiterung in dem Gebiet gewährleisten als auch die Fremdenverkehrsindustrie der Besatzung ankurbeln, indem er diesen Bezirk näher an die Altstadt heranbringt. Vorzugsweise in und um die Altstadt herum hat die Besatzung wiederholt das Graben von Tunneln veranlasst, mit dem Ziel, zu kontrollieren und zu beschlagnahmen.

 

Ein Großteil der Zufahrt zu Silwan wird schon durch die Siedler und deren Siedlung „City of David“ (= Davidstadt) kontrolliert. Der Parkplatz als Teil der Siedlung wurde eingerichtet, um den Siedlern die Anfahrt und das Herumreisen in dem Gebiet und speziell in Silwan zu erleichtern.

 

Den Wohnungen in Al Bustan droht gewaltige Zerstörung. Die Zerstörung der 88 Häuser würde die größte Abrissaktion in Jerusalem seit der Besetzung im Jahre 1967 bedeuten.

 

29.06.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahouk
 


Mehr Texte und Bilder bei Stopp the Wall (englisch)

 


 

 

 

ICAHD: Rundgang in Ostjerusalem am 5. Juli

 

 

 JERUSALEM, 29. Juni 2005 (WAFA) – Jeff Harper, Koordinator des israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen (ICAHD = Israel Committee Against House Demolitions) wird einen Rundgang in Ostjerusalem, der auch Silwan einschließt, leiten.

 

In einer e-mail an WAFA (Palestine News Agency) schrieb ICAHD, dass Halpers Aktion die Lebens­fähigkeit eines künftigen palästinensischen Staates, die Schaffung von Arbeitsplätzen in Gaza, die dortige Evakuierung und die gegenwärtige politische Situation fokussiere.

 

„Wir sind besonders erfreut, jene Diplomaten begrüßen zu dürfen, die erst kürzlich angekommen sind und von niemandem im israelischen Friedenslager darüber unterrichtet wurden, wie kritisch Israelis die gegenwärtige politische Karte lesen und den Weg nach vorne einschätzen“, schloss ICAHD. - WAFA, Palestine News Agency

 

30.06.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahouk

 



16. Juni 2005 - Al-Haq:

 Zerstörung von Häusern in Silwan muss verhindert werden

 

Auf dieser Karte,  ist zu erkennen, das der palästinensische Teil von Jerusalem langsam eingekesselt wird.

Blau sind die Siedlungsgebiete.
Braun die Palästinensischen Gebiete

Zum Vergrößern bitte die Karte anklicken

     

Diese Karte zeigt das Gebiet von Silwan (orange), das von Zerstörung und Siedlungserweiterung bedroht ist. Die Gebiete, in denen Siedlungen bereits bestehen, sind ebenfalls ausgewiesen.

(28.06.2005, Palestine News Agency)


Zum Vergrößern bitte die Karte anklicken.

   

Karte die die West Bank zeigt
Kann stark vergrössert werden - PDF
 

WAFA Palestine News Agency

 

 

 Weitere Karten zum Nahostkonflikt

Die Menschenrechtsorganisation Al-Haq hat sich in einem offenen Brief an die ausländischen Generalkonsuln in Jerusalem gewandt und sie aufgefordert, ihren Einfluss geltend zu machen und die Zerstörung von 88 Häusern in Silwan zu verhindern. In dem Brief heißt es, dass die Behauptungen der israelischen Behörden, dass die Häuser ohne Genehmigung gebaut worden seien, nicht der Wahrheit entsprechen. "Jerusalem ist eine besetzte Stadt und die Zerstörung und Vernichtung von in dieser Stadt vorhandenem Privateigentum ist verboten. Die Zerstörung von solchem Besitz stellt nach Artikel 147 der Vierten Genfer Konvention eine flagrante Verletzung internationalen Rechts dar," heißt es wörtlich in dem Brief.

Al-Haq ruft die internationale Gemeinschaft auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und Israel dringend aufzufordern, die Menschenrechtsverletzungen durch die Armee zu beenden. Die internationale Gemeinschaft müsse Maßnahmen ergreifen um die Häuserzerstörungen zu verhindern, da sonst ca. 1000 Bürgerinnen und Bürger ihr Obdach verlieren würden.

ICAHD: Jerusalemer Stadtverwaltung beabsichtigt die Zerstörung von 88 Häusern in Ostjerusalem

 

WAFA Palestine News Agency

 

JERUSALEM, 24. Mai 2005 (WAFA): Das israelische Komitee gegen Hauszerstörungen (Israeli Committee Against House Demolitions = ICAHD) berichtete, dass die israelische Stadtverwaltung von Jerusalem beabsichtige, im Gebiet el-Bustan des Dorfes Silwan – Ostjerusalem – 88 Häuser zu zerstören.

 

In einer Presseerklärung teilte das ICAHD am Dienstag mit, dass die Stadtverwaltung die Zerstörungsaktion mit dem Codename „The Cherry in the Crown“ (= Die Kirsche* in der Krone) belegt habe. Einige der Häuser in diesem Gebiet wurden vor 1967 gebaut, ein anderer Teil wurde in den Siebzigerjahren errichtet. Die ersten vier Häuser haben bereits Abrissbefehle erhalten.

 

„Es gab nie ein Amtsgericht, das entschieden hätte, dass irgendeines dieser Gebäude illegal oder ohne Genehmigung gebaut worden wäre. Demnach werden diese Zerstörungen gemäß der Bauvorschrift (5) 212 des israelischen Bau- und Planungsrechts ausgeführt, die einen Abriss von Häusern, die von den Gerichten nie als illegal befunden wurden, erlaubt."

 

Das ICAHD forderte die internationale Gemeinschaft auf, gegenüber der israelischen Regierung sowie der Jerusalemer Stadtverwaltung ihrem Missfallen über solche Abrisse Ausdruck zu verleihen, die den Geist, wenn auch nicht die Buchstaben der Roadmap verletzten.

 

ICAHD-Bereichskoordinator Meir Margalit wird Führungen für Journalisten und Diplomaten nach Silwan am Samstag, den 28. Mai, um 16.00 Uhr und am Donnerstag, den 2. Juni, um 17.00 Uhr abhalten.

 

*Cherry hat zwei Bedeutungen ... der Übersetzer hat sich für das Wort "Kirsche" entschieden.

 

 

25.05.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahouk

Sent: Tuesday, June 21, 2005 4:39 PM

 


 

 "Our lives begin to end the day we become silent about things that matter" M.L.King


 

 

 

 

 

 

 

 


Auch diese Häuser werden abgerissen. Quelle

Von meinem Kurztrip nach AlQuds habe ich wie immer nicht nur schöne Eindrücke mitgenommen. Der Weg durch das besetzte Palästina führte mich von Nablus nach Ramallah, die Strassen rechts und links mit Israelfahnen geschmückt...-Wo sind wir eigentlich???-  Nicht nur mit Israelfahnen, an jedem zweiten Laternenmast eine leuchtend orangene Fahne mit dem Emblem der Siedlerbewegung. Muss das denn wirklich sein, es tut schon weh, im arabischen Teil von AlQuds die ganzen blau-weissen Fahnen auf den von Juden widerrechtlich besetzen Häusern zu sehen. Genauso schmerzt es, wenn man sich gerade aus Nablus, dem tiefsten Palästina herausbewegt hat und dann einem ueberall der Davidstern entgegenstrahlt. Jeder Bewohner Nablus', der auf seinem Hausdach eine palästinensische Flagge hissen würde!  - voll im Recht -  riskiert einen nächtlichen Einmarsch israelischer Soldaten in sein Haus, alles oft genug vorgekommen.

Diese Siedlungscontainer sowie das besetzte Haus liegen auf der Hauptzufahrtsstraße nach Silwan, die das Tal hinunterführt.
(Palestine News Agency, 28.06.2005)

Die Flaggen waren neu gehisst worden anlässlich eines der zahlreichen Feiertage auf israelischer Seite...Hoffentlich ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Strassen in Palästina wieder von diesem aufdringlichen Besatzungssymbol befreit sind.

Dann erfuhr ich in Alquds von einem neuen israelischen Projekt, welches ich hier gern einmal kurz skizzieren moechte:

Im Süden der Stadt, direkt an die Altstadt angrenzend liegt ein palästinensisches Wohnviertel, Silwan-Bustan genannt. Den rund 1000 Bewohnern, die zum Teil seit den 40ern, 50ern in ihren Häusern dort leben, zum Teil seit den 80ern, 90ern, kam und kommt dieser Tage eine "demolition-order" ins Haus, eine Aufforderung, ihre Häuser abzureißen, im Fall einer Weigerung würde dies per Gewalt von Israel durchgeführt werden, selbstverständlich auf Rechn! und der dann ehemaligen Bewohner. Der fadenscheinig vorgeschobene Gründe dieser " ethnischen Säuberung und groß angelegten Deportation" ( O-Ton Roman Bronfman, israelisches Knessetmitglied) lautet, dass sich an eben diesem Ort wertvolle archäologische Güter befinden, welche es nun zu bewahren gilt. Traurig, wer diesem Argument Glauben schenkt und der ganzen Aktion zustimmt.

Es existiert nämlich in Israel ein nicht wirklich verheimlichter so genannter masterplan 2020, eine detaillierte Darstellung, wie Jerusalem in eben jenem Jahr einmal aussehen soll ( wird?). Und auf genau diesem masterplan befindet sich in Silwan-Bustan eine jüdische Wohnsiedlung...

Ein Ziel Sharons, auf den die ganze Aktion zurückgeht, ist es, die wegen des Gazarückzugsplan so aufgebrachten Gemueter ein wenig zu besänftigen, ein Zugeständniss an die Siedler und all die, die den Rückzugsplan verurteilen. Des weiteren ist die Motivation der israelischen Regierung dahingehend, eine durchgehenden Siedlungsring um Ostjerusalem aufzubauen. Dieser wuerde - un! d tut es jetzt schon - in dramatischer Weise die geographische und politische Landschaft in der Region verändern. Er schneidet nicht nur die palästinensischen Bewohner Jerusalems von ihren Verwandten und Bekannten im besetzten Palaestina ab, sondern erschwert/verwehrt gleichzeitig den Zugang der Palästinenser zu ihrer rechtmäßigen Hauptstadt.

Die geplante Zerstörung ist die grösste ihrer Art seit 1967. Ihr werden 88 Häuser zum Opfer fallen, ca. 1000 Menschen werden ihre Heimat verlieren. Natürlich hat sich unter den Bewohnern eine Widerstandsbewegung gebildet, doch jeder weiss, es ist  nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Bulldozer anrücken werden. Ein weitere Tragödie im Puzzlespiel um die Manifestierung eines zionistischen israelischen Staates nimmt ihren Lauf.

Und die Welt schaut zu.  ......  Hanan


Palästinensische Häuser in Ost-Jerusalem sollen einem Park für Siedler weichen

Foto und Text: Peter Schäfer

 

Mitten in Silwan liegt ein Haus in Trümmern. Nachbarn gehen achtlos daran vorbei. Sie sehen weg, wie wenn ihnen der Anblick des Haufens aus gerissenem Beton, Fensterrahmen und losen Steinen zuviel wäre. Ein Mann kommt aus der Toreinfahrt einer Baustoffhandlung auf der anderen Straßenseite. "Das war meins", sagt er. "Bis vor einem Monat habe ich hier mit meinen vier Kindern gewohnt." Muhammad Odeh (28) konnte vorerst bei Verwandten unterkommen, ein paar Straßen weiter. Aber das sei keine Lösung auf Dauer, weil auch deren Haus von der Zerstörung betroffen sei. "Sieh her", erklärt er in seinem kleinen Büro am Rande des mit Zementsäcken und anderen Baumaterialien vollgestellten Hofs, "hier ist die Zerstörungsanordnung für mein Haus." Die wurde ihm überbracht, und eines Morgens kam eine große Planierraupe, begleitet von ein paar Dutzend israelischen Polizisten, und riss sein Haus ein. Nach fünfzehn Minuten war der Spuk vorbei. Die umgerechnet 3.000 Euro Kreditrückzahlung jährlich waren umsonst. Der Besitz der jungen Familie löste sich in Nichts auf.. ..... mehr >>>

 

Lese auch:

Das israelische Siedlungsprojekt E1
Peter Schäfer 07.07.2005
Eine neue Siedlung könnte die Etablierung einen palästinensischen Staats untergraben
Israel plant, auf besetztem Gebiet im Osten Jerusalems eine neue Siedlung für 50.000 Einwohner zu bauen. Damit wird Jerusalem von seinem palästinensischen Hinterland abgeschnitten und das Versprechen eines palästinensischen Staates wohl unerfüllbar.


Mehr (englisch) unter http://electronicintifada.net/v2/article3917.shtml

Siehe auch: (englisch) ei: The process of transfer continues: The Jerusalem Municipality plans to demolish 88 houses in Silwan, East Jerusalem

 

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