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Palästina Portal


Israelische + Jüdische Stimmen

Schlimme Dinge geschehen, wenn wir still sind.

 Gideon Spiro, 3.11.08 in Red Rag, wöchentliche Kolumne.

 

Als ich im Reservedienst während des  Juni-Krieges 1967 meinen Militärdienst machte, war ich  während der ersten Tage der Besatzung  der Besatzungsarmee in Ost-Jerusalem zugewiesen worden. Während dieser alten Tage, „waren wir wie die Träumer“ und ich hatte mir noch keine  bestimmten Gedanken über die Lösung eines Konfliktes gemacht, aber ich erinnere mich noch sehr gut, dass ich mich  in der Rolle eines bewaffneten Mannes in Uniform gar nicht wohl fühlte, während ich die zivile Bevölkerung kontrollierte. Meine Einheit war in einem Hotel in Ost-Jerusalem untergebracht, nicht im luxuriösesten, aber in einem für Touristen mit Badezimmer bei jedem Zimmer. Die luxuriöseren Hotels waren für die hochrangigen Offiziere bestimmt, die die werdende Besatzung darstellten.

Hatten wir den Besitzer des Hotels gefragt, ob wir in seinem Haus bleiben durften? Zahlten wir für die Benützung? Ein ranghoher Offizier, dem ich diese Fragen stellte, sah mich an, als  ob ich  geistesgestört wäre. Wir sind die Eroberer und wir herrschen, und eine erobernde Armee fragt nicht um Erlaubnis. Der Besitz  der Besiegten ist für alle frei und die Besatzung kann damit machen, wie es ihr gefällt. Sie kann ihn konfiszieren, wenn sie es wünscht, sie kann ihn nationalisieren, wenn sie will; sie kann ihn zerstören, wenn sie will.

 

Vom ersten Tag an, sah sich Israel selbst als „aufgeklärter Besatzer“ (Später wurde  allen deutlich, dass es so etwas gar nicht gibt.) Und tatsächlich, wir schossen nicht wild um uns in den Straßen – es war nämlich nicht nötig. Die Palästinenser standen noch unter dem Schock der Niederlage, eine der Folgen, unter denen eine Bevölkerung leidet, die den Befehlen der Besatzung unterworfen ist.

Als ich aus dem Reservedienst entlassen wurde, versprach ich mir, dass ich mich nie wieder  bewaffnet und in Uniform  unter einer zivilen Bevölkerung  bewegen möchte. Dieses Versprechen habe ich gehalten. Das war bevor die Besatzung Wurzeln geschlagen hat, bevor die Siedlungen gebaut wurden,  vor dem jüdischen Terroristen-Untergrund, vor Ministerpräsident Yitzhak Rabin, vor dem Bat-Ayin-Untergrund und natürlich bevor die Bombe vor Prof. Zeev Sternhells Haus gelegt wurde.

 

Wenn mir damals jemand erzählt hätte, dass 40 Jahre später die Besatzung noch immer kein Ende gefunden hätte, hätte ich gedacht, sie hätten Wahnvorstellungen …Welches normale Land,  so dachte ich, würde  freiwillig die Last der Kontrolle über ein anderes Volk auf sich nehmen – mit all den Härten, die damit verbunden sind?

Ich nahm an, wenn die Siegesfeiern abgeebbt seien -  nämlich in ein paar Monaten - dass Israel die Gebiete, die es erobert hat, evakuieren wird,  wie  1956 beim Sinaikrieg. David Ben Gurion hatte schon die Errichtung des „dritten Königreiches von Israel“ ausgerufen . Die USA und die Sowjetunion hatten Israel dann „geholfen“, vom hohen imperialen Baum wieder herunter zu kommen, auf den es geklettert war….

Im Rückblick ist es heute klar, dass die Schreckenssaat der Besatzung schon während ihrer ersten Tage gesät worden war. General Chaim Herzog ( später Präsident des Staates, der die jüdischen Untergrundmörder entschuldigte), der erste Gouverneur der besetzten Gebiete ( die damals  noch „fest gehaltenen Gebiete“ genannt wurden und später nach der biblischen Bezeichnung „Judäa und Samaria) begann den Transfer der Palästinenser über den Jordan.

 

Im Lauf des Sieges schwappte über Israel eine Welle  von säkularem Nationalismus’, die von religiösem Zelotentum begleitet wurde. Religiöse Führer und  Personen der Öffentlichkeit von beiden Seiten der politischen Linie, die Labor- und die revisionistische  Bewegung, die meisten säkular, kamen im Juli 1967 zusammen und gründeten die Bewegung des „Ganzen Landes Israel“. Die vereinigte sich später mit der Likud….

Ministerpräsident Levy Eshkol sprach  von „Groß-Israel.“

Der zionistische Ethos der „Erlösung des Landes“ in  Verbindung mit einer religiösen Ideologie, die sich auf ein göttliches Versprechen gründete, das  mehrfach im Buch der Genesis in verschiedenen Formulierungen auftaucht, heißt im Wesentlichen „euch und euren Nachkommen habe ich das Land gegeben“. Es ist die ideologische Begründung, auf der die Besatzung bis zum heutigen Tag beruht.

Zu Beginn der Besatzung gab es warnende Stimmen. Sie sahen voraus, was auf sie zukommen würde. Z.B. Prof.Yeshajahu Leibowitz warnte davor, dass der Staat Israel – wenn er  an der Besatzung festhielte - ein Polizeistaat  würde. Später prägte er das Wort „Judäo-Nazi“, als er die grausame Natur erkannte, die die Besatzung angenommen hatte. Da gab es die Matzpen-Erklärung, die Initiative des Schriftstellers und Künstlers Shimon Tzabar und des Journalisten Haim Hanegbi, die in die Zukunft schauten . Hier ein vollständiges Zitat von ihnen: „Unser Recht, uns gegen Zerstörung zu verteidigen, gibt uns nicht das Recht, andere zu unterdrücken; Besatzung bringt ausländische Herrschaft, ausländische Herrschaft hat Widerstand zur Folge; Widerstand bringt Unterdrückung; Unterdrückung verursacht Terror und Gegenterror; die Opfer des Terrors sind gewöhnlich unschuldige Menschen. Das Festhalten an den besetzten Gebieten macht uns zu einer Nation von Mördern und Mordopfern. Verlassen wir die besetzten Gebieten so schnell wie möglich.“ ( Haaretz, 22.9. 1967)

Nach dem Krieg arbeitete ich als Korrespondent für Al-Hamishmar ( Mapans Tageszeitung) bei der UN und in den USA. Am 24. November 1967 wurde mein Bericht veröffentlicht: „Eine Woche von Veränderungen im Sicherheitsrat“. Man konnte darin lesen: „Drückt Israels hartnäckige Haltung zu „Frieden durch direkte Verhandlungen“ einen ehrlichen Wunsch aus, zu einer Friedensübereinkunft zu kommen, oder ist es vielleicht ein politisches Manöver, das tatsächlich die öffentliche Meinung überwindet, hinter dem sich aber eine Neigung verbirgt, die jetzige Situation auf Dauer hinauszuschieben?  So lange keine zuverlässigen Erklärungen gehört worden sind, die bestätigen, dass Israel nicht nach Annexionen und Eroberungen strebt, bleibt diese Frage offen.“

 

Im April 1972 wurde die 19. Konferenz der Nationalen Studentenunion im Meir Shfeya- Jugenddorf abgehalten. Die Hauptsprecherin der Konferenz war die Ministerpräsidentin Golda Meir. Ich war damals der Herausgeber der Studentenzeitung der Haifaer Uni „Post Mortem“ und auch ein Vertreter der Konferenz. Studenten wurde die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen . In der Zeitung Davar ( Histadrut) las ich dann den folgenden Bericht. „Unter den herausragenden Fragenden war der Herausgeber der Haifaer Studentenzeitung Gideon Spiro, der  nach den Friedensplänen der Regierung fragte , wie z.B. „Was ist vorrangig: Frieden oder Land?“ U.ä. Seine Worte machten den Eindruck, als sei er rechthaberisch und extrem. Und als er von der Ministerpräsidentin nach einem Friedensplan gefragt wurde, antwortete er: „Zurück zu den Grenzen von 1967“. Darauf antwortete die Ministerpräsidentin: „ Ich bitte darum, sich von der Illusion zu trennen, dass es da eine Wahl gebe zwischen Frieden oder Gebieten.“ (4.4.72, Davar) Ein knappes Jahr später zahlten wir für solch eine Arroganz mit dem Yom Kippur-Krieg. Ich muss nicht betonen, dass Golda Meirs Worte stürmischen Applaus erhielten und meine Fragen feindselig entgegen genommen wurden.

 

Ich erzähle diese Geschichte, nicht nur, weil ich mich daran gut erinnere, sondern weil es ausdrückt, was in der israelischen Gesellschaft während der langen Zeit vor sich gegangen ist. Die Stimmen des Friedens wurden von triumphalem Geschrei und der Unterstützung für die Besatzung übertönt und der stürmische Applaus von Hunderten von Vertretern bei der Konferenz symbolisiert das hässliche Phänomen, dass die Öffentlichkeit in Israel heimgesucht hatte: Zusammenarbeit – im Stillen oder aktiv – mit den Ungerechtigkeiten der Besatzung.

Israel errichtete eine der raffiniertesten und grausamsten Apparate von Besatzung und Unterdrückung in der 2. Hälfte des 20. Jahrhundert und zu Beginn des 21. Jahrhundert.

 

In den Besetzten Gebieten errichtet Israel den Staat der Siedler, den Staat der Besatzung und der Apartheid, in dem nur ein Gesetz herrscht, das den Juden Privilegien gibt und ein anderes Gesetz der unterdrückerischen Militärverwaltung für das einheimische palästinensische Volk.

Viele Deutsche behaupteten nach dem 2. Weltkrieg, dass „sie nichts davon gewusst hätten“, was in den KZs und Todeslager vor sich gegangen sei, die meistens sehr weit von ihren Häusern entfernt lagen.

 

In Israel kann keiner behaupten, dass er nichts weiß. Die Schrecken der Besatzung und der Kriegsverbrechen geschahen und geschehen vor unserer Haustür mit der vollen Zusammenarbeit wesentlicher Teile der Bevölkerung. Die israelische Öffentlichkeit weiß, dass das Siedlungsunternehmen illegal war, nach dem Völkerrecht ein Kriegsverbrechen. Sie wusste, dass die Errichtung von Siedlungen mit Raub von palästinensischen Land verbunden war. Sie wusste, dass diese Aktionen  die Ursache für palästinensischen Widerstand sind,  der, solange wie das Siedlungsunternehmen wächst und sich ausdehnt, auch wächst. Dies wiederum lässt die unterdrückerische  Hand der Besatzung härter werden. Die israelische Öffentlichkeit wusste Bescheid über die kollektiven Strafen, über die Zerstörung der Häuser, über die Ausgangssperren, die wochenlang über ganze Gemeinden verhängt wurden,  über die hundert Tausenden von Administrativhäftlingen, über die Folterungen in den Shin Bet-Kellern, über die Straßen „nur für Juden“. Sie weiß Bescheid über die Besatzungsmächte, die auf die zivile Bevölkerung schießen; dies hat den Tod von mehr als 1000 Kindern gekostet. Sie weiß über die täglichen Demütigungen von hundert Tausenden von Palästinensern an den Kontrollpunkten, über das Ausreißen  palästinensischer Olivenbäume, über die Pogrome ( ja so steht es hier! ER), die die Siedler gegen ihre Nachbarn ausführen, über  das nächtliche gewalttätige Eindringen in die Häuser palästinensischer Familien, über die Unterernährung von Teilen der pal. Bevölkerung wegen wirtschaftlicher Not, die die Besatzung verursacht, während die Siedler ihren Nachbarn das Wasser stehlen, um sich in Swimmingpools zu erfreuen.

 

Die israelische Öffentlichkeit wusste Bescheid, nicht nur weil alles in den Zeitungen veröffentlicht wird, sondern weil ein großer Teil von ihnen Partner dieser Verbrechen sind.  vom normalen Soldaten bis zum Anwalt, dem Arzt, dem Dozenten, dem Elektriker, dem Angestellten in den Gemeindebüros, dem Versicherungsvertreter und dem Klemperer, der Reservedienst macht – sie alle werden „das Volk Israel“ genannt – sie wussten und wissen aus erster Hand, was da drüben vor sich geht. Der Soldat auf Urlaub erzählt seiner Freundin von seinen Aktionen und der Anwalt, der Arzt, der Dozent, der Klemperer und Elektriker erzählten seinen Freunden.

Der große Besatzungsapparat  wird von einem sekundären Apparat von Militäreinheiten, der Polizei, dem Geheimdienst, der zivilen Verwaltung, dem militärischen Justizsystem und der Siedlerführung  aufgebaut. Alle zusammen arbeiten wie gut geölte Maschinen über dem gebeugten Rücken des palästinensischen Volkes  und zwar  eng zusammen  mit dem zivilen Apparat  innerhalb der Grünen Linie. Die Besatzung erfreut sich der Zusammenarbeit mit dem Rechtssystem, von den Richtern des Friedens bis zum Obersten Gerichtshof, von der sozialen Versicherung, dem Innenministerium, dem Bildungs- und Gesundheitsministerium. Wenn die Agenten der Besatzung ihre Aufgaben als absolute Herrscher in den besetzten Gebieten  beendet haben, werden sie in ähnliche Apparate innerhalb der Grünen Linie aufgenommen. Militärrichter, die der Besatzungsarmee juristische Unterstützung  gaben, werden Richter im zivilen System und unterstützen  von dort weiter die Besatzung. Militärärzte, die ihren Beruf verraten haben und die Folterungen unterstützt haben, werden ins zivile Gesundheitssystem übernommen. Ranghohe Offiziere … werden ins zivile System eingebunden entweder als Geschäftsleute, Bürgermeister oder Schulleiter und zu unserer Schande sogar als Ministerpräsidenten und Minister , die Kriegsverbrechen begangen haben – und von diesen Positionen unterstützen sie weiter die Besatzung.

Die israelische Gesellschaft  verurteilt die Kriminellen nicht, und spuckt sie auch nicht aus – sie sieht sie als Aktivposten  und arbeitet zusammen mit dem Übel.

Auch der Journalismus arbeitet auf verschiedene Weise mit der Besatzung zusammen, vor allem übernimmt sie die Sprache der Besatzung. Die Besatzungsarmee wird „Verteidigungsarmee“ genannt, die Guerillakämpfer werden alle „Terroristen“ genannt oder „Saboteure“ und die besetzten Gebiete werden, wie schon gesagt,  als Judäa und Samaria bezeichnet. Militärkorrespondenten operieren normalerweise als eine Erweiterung des Armes des IDF-Sprechers. Es ist kein Zufall, dass der Mossadchef Meir Dagan von Kanal 2, dem beliebtesten TV-Kanal, als Mann des Jahres gewählt worden war. Der abstimmende Journalist Emanuel Rozen genoss in vollen Zügen das Image von Dagan wie er mit einem Messer zwischen den Zähnen als Durchschneider arabischer Kehlen gezeigt wurde, während der jetzt im Koma liegende Sharon von Dagan als Experten im Kopfabtrennen gesprochen hatte .

 

Auch die Universitäten sind ein Teil der Zusammenarbeit mit der Besatzung. Die meisten „nationalen Sicherheitsinstitute“, die den verschiedenen Universitäten angeschlossen wurden, beschäftigen frühere Armeeoffizier, die von Killern zu ehrenhaften Akademikern wurden.

„Ariel College“ das in Israel  als ein Teil der Hochschulbildung angesehen wird, arbeitet in den besetzten Gebieten und keine Hochschule boykottiert diese Institution, die unter dem Schutz des Apartheidregimes operiert.

Was die israelischen Künstler betrifft, aus deren Reihen man  mit dem größten Protest gegen die Ungerechtigkeiten der Besatzung rechnen sollte, entpuppen sich die meisten unter ihnen  als Hasen und Feiglinge. Man kann die Künstler an den Finger einer Hand zählen, die  sich gegen die Besatzung stellten und Friedens- und Menschenrechtsgruppen unterstützen. Der überwiegende Teil von ihnen ist „apolitisch“ und bietet seine Arbeit sogar den Soldaten in den besetzten Gebieten an. Tatsächlich singen sie, aber wenn es um Zivilcourage geht, sind ihre Lippen versiegelt …

Die „Bewegung der Qualitätsregierung“ in Israel ist vielleicht das letzte Beispiel für die Schizophrenie  der israelischen Gesellschaft. Was könnte edler sein, als für eine gute Regierung zu kämpfen, gegen Korruption und zu Gunsten einer   vernünftigen Verwaltung? Jedes Jahr vergibt die Bewegung den Preis „Ritter der Qualitätsregierung“  Das Problem ist, dass die Bewegung an der Grünen Linie , der Grenze von 1967 hält. Was jenseits dieser Linie geschieht, interessiert nicht. Der Führer der Bewegung, Eliad Shraga, der mit der Armee verbunden  ist (Offizier einer Elite-Fallschirmtruppe, wie es die Internetsite der Bewegung nennt),  wurde auf Kanal 7, der Siedlerstation interviewt . Er sprach erhabene Worte über Integrität und den Kampf gegen die Korruption, als ob er sich nicht an eine Bande von Landräubern und Übertreter von Menschenrechten wenden würde. 2007 geschah es, dass die Bewegung den Preis dem Siedler MK Aryeh Eldad gab „in Anerkennung für seinen besonderen Einsatz, die Regeln des Gesetzes einzuhalten  und die Qualität der Regierung in Israel zu stärken. MK Dr. Aryeh Eldad ist ein wunderbares Beispiel für die Integration von öffentlicher Aktivität mit Integrität und sauberen Händen,“ nicht weniger. Die Bewegung  empfand nicht die Absurdität,  einem Siedler solch einen Preis zu geben, der in den besetzten Gebieten lebt und  sich am Landraub beteiligt, der die Apartheid rechtfertigt, der zur Todesstrafe des Ministerpräsidenten aufruft, weil er eine Meinungen zum Ausdruck brachte, die für ihn unannehmbar waren. Kurz gesagt, dieser Mann ist ein  klassischer Faschist. Aber für all dies bekommt er Anerkennung als ein Beispiel und als Beispiel für Integrität.  Diejenigen, die mit MK Eldad in jenem Jahr den Preis teilten, einschließlich des früheren Vizepräsidenten des Obersten Gerichtshofes Mishal Cheshin und des Journalisten Mickey Rosenthal, sahen dies nicht als eine unannehmbare Situation an, aus der Perspektive der Integrität, und es fiel ihnen nicht ein, zu erklären, dass sie nicht Teil einer  solchen Gruppe sein  wollten. In dieser Hinsicht bin ich besonders traurig, dass der frühere MK Ariyeh „Lova Eliav“ ein ehrenwerter und geachteter Mann (selbst wenn er von der zionistischen Linken kommt), damit einverstanden war, in dieser Bewegung als Ehrenpräsident zu dienen und bei dieser Farce mitzumachen.

 

Diese Kritik wird aus der Perspektive eines Menschenrechtsaktivisten geschrieben. Das mit Atombomben bestückte Israel stellt heute eine Gefahr für sich selbst und andere dar, aber es ist wichtig zu betonen, dass das Bild Israels nicht nur finster ist. In Israel gibt es eine eindrucksvolle Liste von Menschenrechtsorganisationen und Organisationen, die gegen die Besatzung kämpfen und in meinen Augen sind sie das „wunderbare Israel“. Diesen beispielhaften Gruppen ist es aber bis jetzt nicht gelungen, die Machtordnung in Israel zu verändern – aber sie sind unsere Hoffnung, den Krieg zwischen Gog und Magog zu entscheiden.

 

(Dieser Artikel wurde auf Anfrage des „Öffentlichen Komitees gegen Folter“  geschrieben, anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Schweigen am Rande“ im Artists House in Tel Aviv am 25.10. – 18.Nov. 2008)

 

(Aus dem Hebr. George Malent; dt. Ellen Rohlfs)

http://www.hagada.org.il/hagada/htm/modules.php?name=news&file=article&sid=6270

 

 

 

 

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