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Israelische + Jüdische Stimmen

 

27. Dezember 2009:  Das Internationale jüdische antizionistische Netzwerk  IJAN

 

In Solidarität mit dem Kampf für palästinensische Selbstbestimmung angesichts der israelischen Unterdrückung im Gazastreifen und in der Westbank

Widerstand und Solidarität kann unterdrückt werden, aber ihr Geist bleibt stark.

Am Jahrestag des brutalen Angriffs auf den Gazastreifen fährt Israel und seine Verbündeten fort, das menschliche Leben,  die menschliche Freiheit und Würde zu missachten.

 

   Nachdem es die Grenzen geschlossen und kontrolliert hatte, bombardierte Israel brutal den Gazastreifen und fiel dann in ihn ein: Es hinterließ 1417 palästinensische Tote, einschließlich 313 Kindern und Jugendlichen.

 

    Seit dem Angriff, der Häuser, Brunnen, Fabriken, Schulen, Krankenhäuser, Polizeistationen und andere öffentliche Gebäude zerstörte, verursachte die Blockade Voraussetzungen für einen Genozid durch Kontaminierung der Wasservorräte, auf Grund der Weißen Phosphor-Munition,  der sehr verschmutzen Abwässer, die ins Meer fließen, durch Verhinderung  der Lieferung von Lebensmitteln, Medikamenten und anderem humanitären Notwendigem. Die Menschen, die im Gazastreifen leben, bekommen schon die schrecklichen langfristigen Auswirkungen zu spüren wie Geburtsschäden und Krebs  besonders bei Kindern.

 

    Während die Belagerung und die Blockade des Gazastreifens  weitergeht, eskaliert Israels Diebstahl von Land  und die  Hauszerstörung in Ost-Jerusalem -   die zwangsweise Vertreibung oder Zerstörung  von Häusern von mehr als 600 Palästinensern ( ca. 300 Kinder) in Ost-Jerusalem und andern Teilen der Westank allein in diesem Jahr.

 

    Israel baut die Apartheidmauer weiter als Teil der Zerstückelung und Unterdrückung der Westbank und der militärischen Kontrolle, des Landraubs und zur Kontrolle der palästinensischen Wasservorräte.

 

    Und innerhalb Israels geht der Land- und Wasserraub weiter, der vom Jüdischen Nationalfond angeführt wird; doch die Beduinen mit ihren Aktivisten widerstehen dem Aufruf,  70 000 Beduinen  sollten von ihrem Land im Negev verschwinden.

 

Als Folge davon sieht sich Israel internationaler Verurteilung gegenüber. Durch seinen barbarischen Angriff auf den Gazastreifen kam es weltweit zu Massendemonstrationen. Seine Barbarei inspirierte humanitäre Bemühungen, die Belagerung zu brechen, rief zu strafrechtlicher Verfolgung und Erlassen zur Verhaftung von israelischen Kriegsverbrechern auf .Es kam zum  Abbruch diplomatischer Beziehungen mit Venezuela, Bolivien und Mauretanien.

 

Der Goldstone-Bericht vom September 2009 - autorisiert vom südafrikanisch jüdischen Richter und langzeitigen Unterstützer Israels, Richter Richard Goldstone -  verurteilte die israelische Belagerung des Gazastreifens wegen der Verletzung des internationalen Rechts, wegen Kriegsverbrechen und möglicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er empfiehlt, dass die UN Israels Straflosigkeit beendet und  den „Menschenrechtsrat drängt, Aktionen zu übernehmen, die den Schutz der Opfer absichert, weitere Gewalt verhindert und die Lebensbedingungen der betroffenen Menschen verbessert.“

 

Gleichzeitig rufen die Palästinenser zu  Boykott, Divestment und Sanktionen gegen Israel auf, was schnell an Einfluss und aktiver Unterstützung gewinnt – international und sogar innerhalb Israels selbst.

 

Als Antwort hat Israel seine Unterdrückung verstärkt, während die USA – das Israel finanziell unterstützt und schützt –  Informationen zensiert und internationale Foren boykottiert, die sich mit Israels Verbrechen in Palästina befassen. Und Ägypten kollaboriert ( und lässt den Rafahübergang geschlossen)

 

   Israelische militärische Verhaftungen von palästinensischen Grassroot-Führern und Aktivisten in der Westbank eskalierten, einschließlich Abdallah Abu Rahmeh, Mohammad Othman, Jamal Juma und Dutzende andere.

 

    Die USA weisen den Goldstone-Bericht zurück und verweigern seine Vorlage bei den UN.

   

   Die USA boykottieren die Weltkonferenz gegen Rassismus und Diskriminierung in Genf auf der Grundlage des Berichtes der Durban-Konferenz von 2001, das  Israel einen Apartheidstaat nennt, während gleichzeitig jede Diskussion über Wiedergutmachung seiner eigenen rassistischen Geschichte des Völkermords und Sklaverei zum Schweigen gebracht wird.

 

   Ägypten macht mit der Blockade mit Israel gemeinsame Sache und verteidigt sein brutales Regime vor seiner eigenen Widerstandsbewegung, den natürlichen Verbündeten des palästinensischen Kampfes und baut seine eigene eiserne Mauer  20-30 Meter tief auf ihrer Seite der Rafahgrenze

 

   Israel und Ägypten haben zusammen jede internationale Bemühung, den Gazastreifen mit humanitärer Hilfe auszustatten, untergraben.

 

Man fragt sich, ob die wirkliche Motivation hinter Israels Entscheidung die ist, den gewaltfreien Widerstand zu brechen, um Gewalt ….als einzige Option zu lassen und so einen Vorwand für weitere ethnische Säuberung und Völkermord am palästinensischen Volk zu haben.

Und nun weigert sich Ägypten, über 1400 internationale Delegierte sich  in Gaza mit  50 000 Menschen zu einem friedlichen Marsch zu vereinen, um für die Menschen im Gazastreifen auf Würde und Menschlichkeit zu bestehen. Diese Absprache mit den USA und Israel kann auf keinen Fall gerechtfertigt werden. Es macht eher die unterdrückerischen Interessen und Aktionen der ägyptischen Regierung deutlich, die dafür wirtschaftliche und militärische Hilfe bekommt. Sie ist einer der Empfänger, die die größte US-Hilfe erhält.

An diesem Jahrestag der Belagerung des Gazastreifens steht das Internationale Jüdische Antizionistische Netzwerk auf Seiten des palästinensischen Volkes im Gazastreifen und der Westbank, in Ost-Jerusalem und Israel, einschließlich der Beduinen  im Negev, die weiter um ihre Emanzipation und Selbstbestimmung kämpfen und für die Flüchtlinge. Wir stehen zusammen mit den Aktivisten in Ägypten, die aus Solidarität mit dem palästinensischen Volk kämpfen und für ihre Rechte auf Arbeit, auf  eigene Wahl, ein Recht auf Wohnung und politische Rechte und gegen sexuelle Unterdrückung, für religiöse Freiheit in Ägypten. Wir stehen mit jenen, die gegen Rassismus, staatliche Unterdrückung und fortgesetzte Kolonisierung und Umweltverschmutzung in jedem Land kämpfen …

 

(Dt. Ellen Rohlfs)

 

Am 31. Dezember 2009, werden IJAN-Aktivisten  mit in Gaza, Israel und überall in der Welt in Solidarität  mit den Menschen des Gazastreifens marschieren und so unsere kollektive Humanität und Würde zu bestätigen.                   (dt. Ellen Rohlfs)

  


 

 

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