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Dienstag, 30. Mai 201720:51  -     facebook     LINKS       ARCHIV      BDS      THEMEN

 

 

Israel - Sechs Tage für die Ewigkeit - Heiko Flottau -  28.05.2017 - Vor fünfzig Jahren begann der Sechstagekrieg. Er veränderte den Nahen Osten mit unbewältigten Folgen bis heute. Schlaglichter und Analysen in drei Teilen. Teil 1

Als der deutsche Bundesaussenminister Sigmar Gabriel Ende April anlässlich seines Antrittsbesuches in Israel auch Vertreter der NGOs Breaking the Silence und B’Tselem traf, kam es zum Eklat: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte kurzerhand ein geplantes Gespräch mit Gabriel ab.

Krieg gebiert Krieg

Er empfange „keine Diplomaten anderer Länder, die Israel besuchen und sich dabei mit Organisationen treffen, die unsere Soldaten Kriegsverbrecher nennen“. (1) Die 2004 gegründete Organisation „Breaking the Silence“ veröffentlicht Erlebnisberichte israelischer Soldaten, die ihren Dienst in den besetzten Gebieten verrichten. B‘Tselem deckt seit 1989 Menschenrechtsverletzungen im Gazastreifen und in der Westbank auf.

Offensichtlich will die Regierung Netanjahu – unmittelbar vor dem 50. Jahrestag des Sechstagekrieges – Debatten über die Folgen der israelischen Besatzungspolitik um jeden Preis verhindern. Der Sechstagekrieg zwischen Israel einerseits sowie Ägypten, Syrien und Jordanien andererseits begann am 5. Juni und endete am 10. Juni 1967. Seine Folgen wirken bis heute nach – als stetig wiederkehrende Kriege, die Besetzung ganz Palästinas durch Israel und den bis heute andauernden völkerrechtswidrigen Siedlungsbau in den eroberten Gebieten. >>>

Kommentar Friedensdemos in Israel - Wenig Hoffnung auf zwei Staaten - Susann  Knaul - Trotz aller Proteste: Oppositionschef Izchak Herzog ist kein Hoffnungsträger für diejenigen, die von Israels Friedenslager heute noch übrig sind.

Wer sich ein Bild machen will, wie es um Israel steht, der sehe sich die Opposition an. Izchak Herzog, Chef des aus der Arbeitspartei hervorgegangenen Zionistischen Lagers, ist die Alternative zu Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Unter Herzogs Regie soll es Frieden im Nahen Osten geben, allerdings erst in zehn Jahren, wie es sein Programm vorsieht. Kein Wunder, dass ihn die Demonstranten am Samstagabend vor dem Tel Aviver Rathaus auspfiffen. „Zwei Staaten, eine Hoffnung“, so war das Motto der Veranstaltung, wenige Tage bevor Israels Besatzung in den Palästinensergebieten 50 Jahre alt wird. Doch Herzog ist kein Hoffnungsträger für die, die von Israels Friedenslager heute noch übrig sind.

An der Führungsriege Israels wird sich wenig verschieben in den kommenden Jahren. Ganz egal, wer im Regierungshaus sitzt – die Politik bleibt doch dieselbe. Ein jüdisches und gleichzeitig demokratisches Israel schwebt Herzog vor, was ihn nicht daran hinderte, das Antiboykottgesetz zu unterstützen, >>>

Betreff: KoPI-Konferenz am 9./10. Juni in Frankfurt:
Anmeldung ist noch möglich
 

Liebe Mitstreiter/innen für Recht und Gerechtigkeit, wie Sie/Ihr vielleicht schon gelesen habt veranstaltet der Deutsche Koordinationskreis Palästina Israel KoPI) >>>

zum 50. Jahrestag des Beginns der israelischen Besatzung des Gazastreifen, des Westjordanlandes, der Golanhöhen und von Ost-Jerusalem

am 9. und 10. Juni 2017 in Frankfurt eine große Konferenz.


Im Vorfeld der Veranstaltung hat es, begleitet von einer Pressemeldung des Frankfurter Bürgermeister Becker, massiver Versuche gegeben, die geplante Veranstaltung zu verhindern.

Wir haben im Wege einer einstweiligen Verfügung erreicht, dass die Veranstaltung wie geplant im Ökohaus „ Ka eins“ durchgeführt werden kann. Es war (und ist) uns wichtig, dass die Öffentlichkeit durch diese Veranstaltung erfährt, wie die seit 50 Jahren andauernde israelische Besatzung mit Unterdrückung, Entwürdigung, Enteignung  und Vertreibung der Palästinenser einhergeht. Sie hat extrem negative Auswirkungen nicht nur auf die palästinensische, sondern auch auf die israelische Gesellschaft, die in den letzten Jahrzehnten immer weiter nach rechts abgedriftet ist. Der Konflikt betrifft nicht nur die Menschen in der Region selber, sondern stellt eine Gefährdung des Weltfriedens dar. Der Sprecherkreis hat auch deshalb an der Tagung festgehalten, um ein Zeichen für die Meinungsfreiheit zu setzen, die eine Voraussetzung für Demokratie ist. 

Erfreulicherweise haben sich bereits mehr als Einhundert Teilnehmer/innen für diese Veranstaltung angemeldet. Gerne können es aber auch noch ein paar mehr werden, vor allem auch deshalb, weil es in Frankfurt sicherlich auch Proteste gegen diese Veranstaltung geben wird. Für Freitag ist bereits eine Protestkundgebung vor dem Veranstaltungsort angemeldet.

Der KoPi-Sprecherkreis ruf mit dieser Mail also auf: Kommt nach Frankfurt, unterstützt durch Eure aktive Teilname unser Ziel eines gleichberechtigten und friedlichen Zusammenlebens der Menschen in Israel und Palästina.

für den Sprecherkreis Marius Stark

Palestine Update Nr. 45,  20. Mai 2017 - Vermischte Botschaften und Vieldeutigkeit definieren die Gleichung Palästina:Israel - Meinung - Für die meisten Themen verändert das Berichten über die Situation in Palästina nicht allzu viel außer dass sich die Örtlichkeiten verändern und die Zahlen wie die Namen der getöteten oder verletzten Menschen wechseln. Zur gleichen Zeit muss gesagt werden, dass allzu oft Hoffnungen durch israelische Aktionen und internationales Nicht-Agieren häufig zunichte gemacht werden. Zum Beispiel: US-Präsident Donald Trump hat durch den vielseitigen Ruf nach Innovationen und kreativen Zugängen ermutigt zu Gesprächen  zwischen den beiden Parteien. Aber, Trump hat sich eindeutig geäußert: kein Einfrieren des Siedlungsbaus, bestenfalls kleine Reduktionen!

Inzwischen ist sogar nach solchen Konzessionen und bei Äußerungen, die „business as usual“ sind, die israelische Ultrarechte wütend auf Trump, weil er einige seiner Kampagne-versprechen fallen gelassen hat; das wichtigste davon war der Umzug der Israelischen Botschaft (der USA) nach Jerusalem.

So ist der Friedensprozess verwirrt durch vermischte Signale von überall. Die Bitterkeit wächst; und sogar in Palästina scheint es sehr wenig Hoffnung geben, dass die PLO sich stark verändern könnte und dass die Zwiste zwischen Hamas und PA kleiner würden trotz der zahllosen Versuche, sie zu begleichen. Das große Wort der Afrikaner lautet: „Wenn Elefanten kämpfen, wird das Gras niedergetrampelt“. In der Tat, die Palästinenser schauen machtlos den politischen Intrigen und Arrangements zu, unter denen ihr Leben dennoch verläuft.

Nakba 69 ist gerade vorüber, und es ist bemerkenswert, dass die Erinnerung an 1948 nicht verblasst ist. Die Jugend wächst auf mit dem Wissen um Enteignung und Aussiedlung, zu der ihre Großeltern gezwungen worden sind. Die Alten, die überlebt haben, hängen an den Schlüsseln ihrer Häuser und träumen von der Rückkehr. Sie haben das „Recht auf Rückkehr“ nicht aufgegeben. Israel glaubt, es könne die Palästinenser einlullen mit einer Form von politischem Opium, das sie in die Besetzung mischen. Aber sie täuschen sich.

Der neue Botschafter der USA in Israel, David Friedman hat Zweifel an der Schaffung eines unabhängigen palästinensischen Staates geäußert und zugleich die bekannte Weisheit von sich gewiesen, dass Israel aufhören würde, ein jüdischer und demokratischer Staat zu bleiben, wenn es die ganze besetzte Westbank einverleiben würde. Friedman argumentiert mit wenig Sinn für Realität, dass die vollständige Annexion der Westbank immer noch 65 % Juden in der Bevölkerung enthielte und damit die Mehrheit innerhalb eines vergrößerten israelischen Staates.

So sind dies getrübte und ängstliche Zeiten für die Palästinenser, und der Streik dauert nun schon 37 Tage lang – und immer noch kein Zeichen einer Intervention, das die Parteien an den Tisch bringen würde. Familien der streikenden Gefangenen bleiben bei ihrem Fasten als eine Art des Teilens der Schmerzen ihrer Ehemänner/Brüder/Schwestern. Währenddessen verharrt die Welt in Ängsten und die internationale Gemeinschaft, speziell die UNO, ist schockstarr im Schweigen. Der Streik wurde am 27. Mai (Bericht in Ö1) abgebrochen.

Israel mag sich wenig oder gar nicht darum scheren, ob die Gefangenen sterben, obwohl sie wissen, dass es einen Aufschrei geben wird – für kurze Zeit. Die Aufschreie werden abklingen bis zur Stille, und von den Westmächten neutralisiert werden, die Israel nicht zur Ordnung rufen wollen. Und es gibt, zu vernachlässigen oder schlimmer, keine Zeichen der EU oder anderer einflussreicher politischer Gruppierungen oder Nationen, Aktionen zu setzen, um Israel zu isolieren und es zwingen, gerecht und vernünftig zu sein.

Das mag nicht der Moment für Optimismus sein. Und es ist auch nicht die Zeit, Hoffnung und Mut aufzugeben. Die Bildung einer Koalition von rund 300 Palästinensern, Israelis und Aktivisten aus der jüdischen Diaspora haben sich zusammengetan zu einer direkten Aktion im Dorf Sarura in den Hügeln südlich von Hebron (Westbank), um ein Protestlager auf dem Land zu bauen, von dem  Palästinenser in den 1990ern vertrieben wurden; sie sind diejenigen, die Hoffnung anfachen und aufrecht erhalten.

Die Neuigkeiten in dieser Ausgabe von Palestine Updates bringen das Übliche: Berichte, Analysen, Fragestellung, und sie zeigen auf Richtungen für Solidarität und Förderung des Gewissens der Öffentlichkeit. In Solidarität - Ranjan Solomon, Herausgeber
 

 
 

Die israelische Besetzung hat auch für Israel ihren Preis – Wer zahlt dafür? - Diskussionen über Israels Militärgesetz über palästinensische Gebiete, die 1967 erobert wurden – es sind jetzt 50 Jahre her – bewegen sich gewöhnlich um Moral, Militär, Diplomatie  und gesetzliche Angelegenheiten. Die Auswirkungen auf den Lebensstandard, wirtschaft-liches Wachstum, zwischen-ethnische und arabisch-jüdische Beziehungen und die Ungleichheiten zwischen Zentrum und Peripherie werden selten betrachtet. Ein neuer Bericht versucht, eine lebenswichtige und fehlende Dimension hinzuzufügen, indem er sich auf einige der kritischen sozialen und wirtschaftlichen Rückschläge der Besetzung und des Konflikts zwischen Israel und Palästina fokussiert.

Was aus dieser Analyse hervorgeht, ist, dass die Hauptverlierer in dieser Realität die israelischen Bürger mit niedrigem Einkommen sind, sowohl Araber wie auch Juden. Diese Bürger von Israel werden durch den Wettstreit mit billiger palästinensischer Arbeitskraft geschädigt, der auch das Tor zu billiger Arbeitskraft von anderen Ländern aufgestoßen hat; durch die Praktiken des steuerlichen Sparhaushaltes, die der internationalen Geschäftswelt die Botschaft der steuerlichen Stabilität trotz häufiger Zusammenstöße vermitteln sollten; durch die Auswirkungen der Maßnahmen des „Gürtel-enger-Schnallens“ auf das soziale Sicherheitsnetz und die wichtigsten sozialen Ministerien – Bildung, Gesundheit, Wohlfahrt; und durch die Notwendigkeit, immer größere Geldmengen in Sicherheitseinrichtungen zu investieren statt in Sozialleistungen.  

Umgekehrt greift die Besetzung die wirtschaftliche Sicherheit an, besonders während ausgedehnter Perioden der Gewalt wie die beiden Intifadas und die „Protective Edge Operation“ auf den Gazastreifen 2014. Diese Instabilität trifft nicht nur Israelis mit niedrigem Einkommen, sondern auch große Handelsgesellschaften und Hoch-Verdiener; der Unterschied besteht darin, dass die Regierung von Israel alles in ihrer Macht getan hat, die Wohlhabenden abzuschirmen durch Reduzierung des persönlichen Einkommens und der Gewerbesteuern (?),

Reduktion der Kreditkosten und Vereinfachungen in der Produktion, wodurch die Arbeitskosten niedriger werden. Die Ungleichheit in Israel ist während der letzten drei Jahrzehnte angestiegen, und befindet sich jetzt unter den höchsten in der westlichen Welt.                Lesen Sie mehr in 972 Mag.com >>>



 

Ist die israelische Rechte auf Kollisionskurs mit Trump? - Die israelische politische Rechte war einfach euphorisch über den unerwarteten Wahlsieg von Präsident Trump. Der prominenteste unter ihnen war der Führer der religiös-rechten jüdischen Heimatpartei, Bildungsminister Naftali Bennett. Am Tag nach der Wahl Trumps erklärte Bennett: „Die Ära des Staates Palästina ist vorüber.“

Bennett hat sich geirrt. Es ist seine Euphorie, die vorüber ist. Trumps freundliche Geste gegenüber dem Palästinenser-Präsidenten Mahmoud Abbas und die Stellungnahme seines Beraters für nationale Sicherheit, H.R.McMaster, die von Trump unterstützt wurde: „Würde und Selbstbestimmung für Palästinenser“ – was von der Rechten als Stenogramm für einen palästinensischen Staat eingeschätzt wird – hat Bennett leidenschaftlich gegen den Präsidenten aufgebracht.            Lesen Sie die Analyse in „The Federalist“ >>>
 


 

Israel fängt an, 20% der Einkünfte von Asylsuchern zu konfiszieren. - In einer Tiefeninterview Dokumentation erklärt die Filmemacherin Lia Tarachansky, dass die Einkommen vortäuschende Maßnahme dahin zielt, afrikanische Flüchtlinge abzuhalten, Asyl in Israel zu suchen. Eine neue Verordnung trat anfangs dieses Monats in Israel in Kraft. Afrikanischen Asylsuchern, die in Israel arbeiten, wird ein Teil ihres Verdiensts vom Staat einbehalten und auf ein Konto gelegt, zu dem sie keinen Zugang haben. Nach einem Gesetz, das 2014 in Kraft kam und kürzlich angewendet wurde, werden 20 % des Verdienstes von  Asylsuchern auf ein besonderes Bankkonto gelegt. Die Arbeitgeber werden angehalten, 16 % des Verdienstes, von dem normalerweise die Pension der Arbeiter und zukünftige Erschwerniszulagen ausbezahlt werden, auch auf das gleiche Konto kommen. Und die Asyl-suchenden sollten theoretisch Zugang zu dem ersparten Geld erhalten, wenn sie das Land verlassen.  Das Interview mit Lia Tarachansky, einer in Israel geborenen Russin, bietet eine wichtige Analyse zu dem Thema. Tatachansky ist in einer Siedlung in der von Israel besetzten Westbank aufgewachsen.

Dieses Interview muss man sich anschauen. Man  findet es in „The Real News.Com in >>>    

 

 
 

Israel demontiert Wasserpumpen und zerstört Bauteile im Jordantal - Israelische Streitkräfte erstürmten letzte Woche morgens das palästinensische Dorf Khirbet-al-Dir im Bezirk Tubas in der nördlichen besetzten Westbank und bemächtigten sich zweier Wasserpumpen. Beide Wasserpumpen werden für Trinkwasser und für die Bewässerung eingesetzt. Israel beanstandete, dass die Rohrleitungen ohne Erlaubnis gebaut worden waren. Israels Militär fiel auch in das nahegelegene Dorf Tayasir ein und trugen einen Zaun ab, mit dem ein lokaler Grundbesitzer ein Stück Land eingefriedet hatte; sie gaben an, der Landbesitzer habe die bevorstehende Demolierung des Zaunes beim israelischen obersten Gerichtshof angegeben, der zur Zeit der Demolierung den Fall noch zu behandeln hatte.

Lesen Sie die ganze Geschichte dieser israelischen Grausamkeit in Maaan News >>>

 

 

Reiseerlaubnisse Israels für Gazaer scharf gekürzt - (Bild von Tamar Fleischman in Palestine Chronicle: Checkpoint Erez, derGaza von Israel trennt. Gisha, das Rechtszentrum für Bewegungsfreiheit, eine israelische Organisation, die sich stark einsetzt für die Bewegungsfreiheit von Palästinensern in den palästinensischen Gebieten, sagte aus, dass die den Palästinensern von Israel ausgefolgten Erlaubnisse auf die gleiche Höhe heruntergesetzt wurde wie vor der israelischen Offensive 2014 auf Gaza. „Die Anzahl der Ausreisen durch Palästinenser am Erez Crossing erreichte im April nur 4.677, ein Rückgang von 23 % gegenüber der schon geringen Anzahl von 6.078 Ausreisen im Vormonat und ein Rückgang von 62 % gegenüber dem Durchschnitt von Ausreisen 2016“, sagte Gisha.

Gisha hielt fest, dass sowohl die jüdischen Ferien wie auch das temporäre Reiseverbot durch die Hamas in der Folge der Ermordung eines ihrer Führer in Gaza zu diesem Rückgang beigetragen habe. Aber, stellte Gisha auch fest, der Rückgang ist auch ein Teil der weitergehenden Politik der Verstärkung der israelischen Belagerung; wenn man den Zeitraum mit dem im vergangenen Jahr, wo es auch jüdische Ferien gab, vergleicht, zeigt die Statistik, dass die Anzahl der Leute, die Reiseerlaubnisse erhalten haben, gesunken ist.

(Palestine Chronicle bietet eine Narrative über die Aktionen von „Gisha“ >>>

 

 

Palästinenser, Israelis und Juden aus der Diaspora protestieren in der Westbank - Rund 300 Aktivisten aus Palästina, Israel und der jüdischen Diaspora bildeten am Freitag eine „direkte Aktion“ im Dorf Sarura in den Bergen südlich von Hebron; sie bauten ein Protestlager auf dem Land, von dem Palästinenser in den 1990er Jahren vertrieben wurden. Das Event wurde von einer Koalition von Gruppen organisiert, darunter: das „Zentrum für jüdische Gewaltfreiheit, lokale palästinensische Komitees, Jugend gegen Siedlungsbau, IfNotNow, das „All That’s Left Collective“ und Combatants for Peace. Die Aktivisten kamen am Morgen an und arbeiteten bis in den Nachmittag hinein, als verschiedene Aktivisten – darunter Issa Amro von der Jugend gegen Siedlungsbau – über den Zweck und Sinn dieser Veranstaltung sprachen. Aktivisten, die an dem Event teilnahmen, berichteten direkt und twitterten mit dem Hashtag #WeAreSumud. („Sumud“ heißt „Standfestigkeit“ in Arabisch, und ist ein zentrales Komzept im palästinensischen Widerstand gegen die Besetzung.) Teilnehmer erläuterten auch, dass dieser Außenposten inspiriert worden war durch die „Standing Rock Protestlager“ in den Vereinigten Staaten, die eingerichtet wurden, um den Bau einer Ölleitung durch amerikanisches Indianergebiet herauszufordern und zu verhindern.              Quelle

 

 

Comedian Harel’s Spottvideo „Marwan eats“  - Amos Harel liefert einen zynischen und treffenden Kommentar zur Veröffentlichung des heimlich aufgenommenen Video, das einen Marwan Barghouti zeigt, der offenbar eine Süßigkeit isst. Er fragt, ob Gilad Erdan wirklich möchte, dass Barghouti stirbt. Die Konsequenz – Palästina im Aufstand – würde schrecklich sein.
Das Video  ist verblüffend. >>>

Übers.: Gerhilde Merz 

File:KfarAkeb1454.JPGZehn Kilometer Niemandsland - Tausende palästinensische Jerusalemer leben hinter Israels Trennanlagen. Polizei gibt es dort nicht, illegale Bauten sprießen aus dem Boden.

Susanne Knaul - Saddam Hussein schaut von der Wand aus zu, wie Ahmad Abu Latife Haare schneidet und Bärte stutzt. „Er hat das palästinensische Volk unterstützt“, erklärt Abu Latife das fast die ganze Wand ausfüllende Foto von dem früheren irakischen Despoten. Flink hantiert der 36-jährige schlaksige Friseur mit Kamm und Schere am Kopf seines Kunden, während er über „das Chaos“ schimpft in Kufr Akab, seinem Dorf, das gleich hinter den Grenzanlagen von Kalandia liegt. Jeden Tag Verkehrsstaus, weder Recht noch Ordnung herrsche hier. „Niemand fühlt sich für uns zuständig.“

Kufr Akab ist eine von acht Nachbarschaften, die formal zum Stadtgebiet von Jerusalem gehören, gleichzeitig aber hinter einer hohen Betonwand und Kon­troll­anlagen liegen, die Israel vor zwölf Jahren errichten ließ, um sich vor Terroristen zu schützen. >>>

Antisemitismusjäger in Sachen „Antisemitismus“ nicht up-to date -  29. Mai 2017 von Gastbeitrag  K. K. - Kritikern der Politik Israels – vor allem solch hervorragenden wie Gideon Levy usw. öffentliche Räume in Deutschland zu verwehren mit der Begründung, nichts „Antisemitisches“ verbreiten zu lassen, ist tatsächlich die subtilste Form des zeitgenössischen deutschen Antisemitismus, da eine solche Haltung öffentlicher „Entscheidungsträger“ das wesentlichste Kriterium deutschern Antisemitismus bedient, „man dürfe Juden nicht kritisieren“.

Es ist nicht nur der Dummheit von Mitgliedern des Zentralrats der Juden geschuldet – deren Einwände gegen die Thematik der Kritik leicht mit Verweis auf das GG abzuwehren wäre – sondern meines Erachtens die genuine Absicht der Entscheidungsträger, die mit „klammheimlicher Freude“ mit ansehen, dass der „Judenstaat“ zum Gegenteil dessen verkommt, was das einstige Diaspora-Judentum von den europäischen Nationen immer wieder eingefordert hatte.

Das Beschweigen dieser Entwicklung ist nicht nur der ökonomischen Vernunft geschuldet, auch nicht der Einsicht, dass gerade deutscherseits aufgrund „unserer“ dunklen Vergangenheit Juden nicht kritisiert werden sollten, – denn Gideon Levy, Ilan Pappe, Moshe Zuckermann usw. sind nun mal keine Deutsche – sondern dieser Schweigeverpflichtung liegt doch eher jene „klammheimliche Freude“ oder Genugtuung zu Grunde, dass der mahnende jüdische Ankläger seine eigene moralische Legitimation schon lange verloren hat und man bei seinen schmerzhaften Erinnerungen sich mit Freuden dessen politischer Gegenwart in seinem „Judenstaat“ gedenkt, der ja bekanntlich jedem Juden nicht nur seine Staatbürgerschaft andient.

Dass in deutschen Q-Medien gern jüdische Hardcore-Zionisten beschäftigt werden, die diese Drecksarbeit publizistisch begleiten, vermittelt bei den Entscheidungsträgern vermutlich das gleiche Gefühl wie bei jenen in den KZ, in denen Nazis jüdische „Oberkapos“ einen Teil der Drecksarbeit machen ließen.

Die alte Judenfeindschaft ist längst wieder da, „mitten in der Gesellschaft“, jedoch in einem vollständig anderen Gewand, als dies die modernen „Antisemitenjäger“ begreifen können, die selbst durch Politik und Herausgeber zum bezahlten Teil >>>

Israel first. Israel only. Demokratie zum Teufel! - 29. 5. 2017 - Abi Melzer - Zum Aufruf der zionistischen McCarthy-Organisation „Honestly Concerned“ möchte ich erwidern: Antisemitismus ist nicht Antizionismus. Gegen Antisemitismus sind wir alle, aber Kritik am Zionismus ist absolut berechtigt und sogar notwendig. Und natürlich sind auch wir gegen eine ungerechte und unberechtigte Delegitimierung des Staates Israel. Der Staat existiert und kann gar nicht mehr delegitimiert werden. Es kann und muss aber kritisiert werden. Es geht nur darum, Israel an jüdische und humane Werte zu erinnern und aufzufordern dem Palästinensischen Volk endlich die volle Freiheit und Souveränität zu gewähren. Für die Dämonisierung des Staates Israel sorgen die Israelis und ihre Helfer und Helfershelfer schon selbst.

Wer ist denn schon Sacha Stawaski und wer ist schon Uwe Becker, dass sie im Namen aller Frankfurter behaupten können, dass, wer für den Boykott israelischer Waren wirbt und Sanktionen gegen Israel fordert, in unserer Stadt nicht willkommen ist. Die EU hat soeben Sanktionen gegen Russland gefordert und gegen Iran und Nordkorea bestehen schon seit langem Sanktionen. Warum protestieren Sacha Stawski und Uwe Becker nicht dagegen?

Boykott ist in der Politik absolut erlaubt und seit dem Boykott der Apartheid-Politik der weißen südafrikanischen Regierung, ist Boykott auch in der Protestgesellschaft angekommen. Da können Stawski und Becker protestieren so viel sie wollen. Und die lügnerische Behauptung, dass die BDS-Kampagne in unzulässiger Weise mit der Shoa verknüpft, ist absurd und lächerlich angesichts der Tatsache, dass Leute wie Stawski und Becker immer wieder an die Shoa erinnern und den BDS-Boykott auf eine Stufe stellen mit dem Nazi-Slogan: Kauft nicht bei Juden.

BDS richtet sich überhaupt nicht gegen Juden, zumal sehr viele Juden und Israelis BDS unterstützen. Natürlich nicht solche Zionisten wie Stawski und Broder. BDS richtet sich ausschließlich gegen die Politik der israelischen Regierung, nicht gegen Israel und schon gar nicht gegen Juden oder gar „die Juden“. >>>


Dokumentation - Honestly Concerned >>>

Sonderseite - Sacha Stawski - "Chefredakteur" Vorsitzender von Honestly Concerned und Vorsitzender von "I like Israel" >>>

Entwicklung hinter Mauern - Roland Bunzenthal - Krisen, Katastrophen und Konflikte beeinträchtigen die Wirksamkeit der finanziellen Zusammenarbeit mit Ländern im Globalen Süden

Ein «beklemmendes Gefühl» beschleicht die kleine Gruppe internationaler Entwicklungsexperten auf ihrer Fahrt durch Palästina. Die Delegation der Weltbank sowie der deutschen Entwicklungsbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der französischen Entwicklungsbank AFD ist unterwegs im gepanzerten Auto entlang des konfliktträchtigen Küstengebietes von Gaza und weiter ins Westjordanland. Links und rechts der Schotterstraße erhebt sich die gewaltige Grenzmauer. Vorbei geht es an schwer bewaffneten israelischen Soldaten und vergitterten Checkpoints.

Ziel des Evaluierungsteams ist die dicht besiedelte und von Zerstörung geprägte Stadt Jericho. >>>

VIDEO - Als Tourist in Gaza - 15.08.2016 - Gaza-Stadt ist einer der ältesten Orte der Welt. Überall gibt es Zeugnisse vergangener Kulturen. Doch seit über 15 Jahren kommen keine Touristen mehr in das Kriegsgebiet. Torsten Teichmann besucht neue und alte Attraktionen in Gaza-Stadt. >>>
 

 

 

 

 

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Nachrichten - Berichte

March of the Zealots: a report from ‘Jerusalem Day’

New Settlement Planned for Amona Evacuees — 140,000 to be Forced Out of Jerusalem

If Trump is serious we may be seeing the most significant step in 20 years of Israeli-Palestinian negotiations

Israeli Curriculum to be Taught in Palestinian Schools

PA- No Agreement on Gaza Electricity Crisis

'We are ready to resist'- Palestinians unfazed as Israeli forces destroy protest camp

PA calls on UN to intervene against latest Israeli plans to 'Judaize' East Jerusalem

30. 5. 2017

Regierung hält Kabinettsitzung an Klagemauer ab
Israels Regierung hat zum 50. Jahrestag des Sechstagekriegs seinen Anspruch auf ganz Jerusalem bekräftigt.

Israel begeht 50. Jahrestag der Eroberung Ost-Jerusalems

Israel - Kabinett beschließt umstrittenes Seilbahnprojekt

PCHR Weekly Report On Israeli Human Rights Violations in the Occupied Palestinian Territory (18 – 24 May 2017)

Gaza Power Authority- No Reply from PA on Electricity Crisis

80% of Detainee Demands Reportedly Met

Israeli Military Court Reviews Appeal Case for Elor Azaria

Over 100 Extremist Settlers Storm Al-Aqsa Mosque

One Palestinian Wounded After Israeli Soldiers, Colonists, Invaded Nablus Village

U.S. Jewish activist to undergo surgery on arm broken by Israeli cops

PHOTOS- A week of joint struggle in Sumud Freedom Camp

'50 years of occupation is 50 years too many'

Palestinian Foreign Affairs Ministry congratulates hunger-striking prisoners

Gaza power authority says it has receive no reply from PA over electricity crisis

Palestinian child rehospitalized a week after being injured by tear gas canister

Why the Palestinian Authority Should Be Shuttered

28. 5. 2017

Israeli police detain al-Aqsa mosque guards as 700 Israelis enter Haram al-Sharif during Jerusalem Day parade

Triumphalist light show in Jerusalem weaponizes the city walls to celebrate 50th anniversary of Jewish conquest

In groundbreaking resolution, California Democratic Party decries US support for Israeli occupation

From Manchester to Jerusalem: The limits of Trump's terror narrative

Testing nonviolence in the South Hebron Hills: Day 8 of Sumud Freedom Camp

Award-Winning South African Filmmaker Cancels Participation in Israeli LGBT Film Festival

British Labour to ‘Immediately’ Recognize Palestine if Elected

Human Rights Watch: Executions in Gaza not Rule of Law

Army Injures A Young Palestinian Man Near Nablus

Many Suffer Effects Of Teargas Inhalation In Nabi Saleh

At Least Forty Detainees Moved To Makeshift Clinics

Clashes in Rommana After Israeli Soldiers Invaded It

Israeli Soldiers Conduct Training In Village Near Tubas

Israeli Soldiers Attack The Weekly Procession In Nil’in

UN envoy on Gaza- 'We are walking into another crisis with our eyes wide open'

Iranian Red Crescent to provide Iftar meals to Palestinians in Gaza

Palestinian child drowns off the coast of Gaza

27. 5. 2017


Hunderte inhaftierte Palästinenser beenden Hungerstreik
Fast sechs Wochen lang haben palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen mit einem Hungerstreik für bessere Haftbedingungen protestiert. Nach einer Einigung mit den Behörden ist das Massenhungern beendet.


Hunderte Palästinenser in Haft beenden Hungerstreik


After 41 days of hunger strike: Palestinian prisoners end strike victorious


After 40 days, Palestinians suspend mass hunger strike in Israeli prisons

Israel treats prisoners worse than apartheid, says Robben Island veteran

Baby 'Aya' is only 2 months old, and she’s already a victim of home demolition

A Palestinian’s first-class seat next to Naftali Bennett

The Israeli Left must show up to protest 50 years of occupation

Triumphalist light show in Jerusalem weaponizes the city walls to celebrate 50th anniversary of Jewish conquest

WATCH- Palestinians mark Nakba on both sides of Green Line

Hamas warns Israel of 'consequences' if electricity supply is reduced

Israeli settlers throw garbage, rocks at Palestinian shops in Hebron

EU condemns execution of suspected assassins of Mazen Fuqahaa in Gaza

In Photos- Cities across France hold solidarity sit-ins in support of hunger strike

Rights group demands Israel cancel tenders opened in illegal West Bank settlements

26. 5. 2017

Nahost-Konflikt - US-Gesandter Greenblatt setzt Gespräche fort

Israel treats prisoners worse than apartheid, says Robben Island veteran
 

Fears of death loom as Palestinian prisoners enter 39th day of hunger strike


The message of the hunger strike: No power can break us

A Palestinian’s first-class seat next to Naftali Bennett

The message of the Orb

MADA- 33 Israeli Violations against Media Freedoms in April

Army Abducts Six Palestinians In Tulkarem

Israeli Soldiers Abduct Seven Palestinians In Qalqilia, Jenin, and Bethlehem

Four Palestinian Youth Assaulted and Detained by Israeli Army

Update- Israeli Forces Assault and Detain Al-Aqsa Mosque Guards as Israeli Settlers Overtake Holy Site (VIDEO)

IDF jails conscientious objector for fourth time

Israeli cops assault American Jewish activists

4 year-old Palestinian child injured after being hit by Israeli settler vehcile

25. 5. 2017

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Letter to US President Donald Trump from families of Palestinian prisoners in Israeli jails

'Unexpectable' Trump makes Netanyahu, and Adelson, very happy

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Donald Trump Forced to Change Travel Plans after Palestinians Protest in Bethlehem

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