Montag, 24. Juli 201713:10  -     LINKS      facebook       ARCHIV     THEMEN

 

 

 

Wenn Propaganda-Lügen dem Frieden im Wege stehen
Der israelische Historiker Ilan Pappe hinterfragt in seinem neuen Buch die wichtigsten Mythen der israelischen Politik
Arn Strohmeyer

In Deutschland nimmt die inquisitorische Jagd der Israel-Lobby auf vermeintliche „Antisemiten“ immer drastischere, brutalere, aber auch kuriosere Formen an. Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen, Seminare und Ausstellungen (sogar Konzerte wie kürzlich in München) werden auf den Index gesetzt, und es wird mit allen erdenklichen diffamierenden, verleumderischen und denunzierenden Mitteln versucht, solche events – unter dem Vorwand sie seien „antisemitisch“, zu verhindern. Dass solche Methoden totalitär sind und die hohen demokratischen Güter der Meinungs-, Informations- und Wissenschaftsfreiheit sowie der Menschenrechte und des Völkerrechts nur mit völliger Verachtung strafen, schert diese Leute nicht im geringsten. Diese Art von Gesinnungsjagd hat das einzige Ziel, jeden Diskurs über Israels verbrecherische Politik gegenüber den Palästinensern zu verhindern und ist längst zu einer eigenständigen fanatischen Ideologie geworden, die den Antisemitismus, der ja eigentlich bekämpft werden soll, eher fördert als ihn aktiv anzugehen.

Aber Gott sei Dank gibt es immer noch couragierte Verleger und Autoren, die keine Angst vor dieser selbsternannten Zensurpolizei haben und im besten Sinne aufklärerische Bücher publizieren, die sich mutig und tabulos mit der israelischen politischen Realität auseinandersetzen. So ist es dem noch jungen Cosmics-Verlag mit ihrem Mentor Abraham Melzer zu danken, dass er das neueste Buch des israelischen Historikers Ilan Pappe herausgebracht hat, das den fast harmlosen Titel trägt „Was ist los mit Israel? Die zehn Hauptmythen des Zionismus“. Aber hinter dieser Zeile verbirgt sich politisch-intellektueller Sprengstoff allergrößten Ausmaßes.


Ilan Pappe ist durch sein inzwischen zum Standardwerk gewordenen Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“ einem großen Publikum bekannt geworden. In diesem Text legte er schonungslos die Vertreibungspolitik der zionistischen Führung und später (nach der Staatsgründung im Mai 1948) der israelischen Regierung bloß, die er ein „Verbrechen gegen die Menschheit“ nennt – ein Kapitel, das bis heute in Israel vollständig tabuisiert ist. Pappe musste einen hohen Preis für seinen wissenschaftlichen Mut zahlen. Nach beispiellosen Mobbing-Attacken auf ihn verließ er Israel und forscht und lehrt heute über den Nahen Osten an der Universität von Exeter (England).


Dass Pappe sich kritisch mit den Mythen der israelischen Geschichte und Politik auseinandersetzt, hat seinen guten Grund und auch in Israel eine Tradition. Denn erstens wird wohl in keinem anderen Staat so intensiv Politik mit Mythen gemacht wie dort, die dann zumeist nur eine andere Form der staatlichen Propaganda (Hasbara) sind. Das fängt bei dem Anspruch auf das Land an, der aus biblischen Erklärungen abgleitet wird, die aber keinerlei historische Aussagekraft haben. Das ganze zionistische Geschichtsbild ist aus Mythen zusammengesetzt – der Vertreibung nach der Eroberung Jerusalems >>>

 




Ilan Pappe

Was ist los mit Israel?
Die zehn Hauptmythen des Zionismus

 Cosmics-Verlag Neu-Isenburg 2016

ISBN 978-3-9817922-6-3, 14.95 Euro

 

 


Was ist los mit Israel?
Rezension von Dr. Ludwig Watzal

 Die zehn Hauptmythen des Zionismus. - In Deutschland wird die israelische und zionistische Version der Geschichte weitestgehend akzeptiert. Sie basiert jedoch auf einer Ansammlung von Mythen, die das Ziel verfolgen, das moralische Recht und das ethische Verhalten der Palästinenser ins Zwielicht zu rücken und ihren Anspruch auf ihr Land als illegitim erscheinen zu lassen. Dass diese Geschichtsklitterung funktioniert, liegt daran, dass diese Mythen von den Mainstream-Medien und der politischen Klasse in Deutschland als Wahrheit akzeptiert werden und bei jeder sich bietenden Gelegenheit dem Volk unter die Nase gerieben werden. (...) Der im britischen Exil lebende israelische Historiker Ilan Pappe hat in seinem jüngsten Buch „Was ist los mit Israel?“ sich mit den zehn Hauptmythen des Zionismus auseinandergesetzt und sie als das entzaubert, was sie sind, nämlich Legenden, bestehend aus Halbwahrheiten und Fabrikationen von Geschichte. Der Autor konfrontiert die zionistischen Mythen mit der Realität vor Ort und klopft erstere daraufhin ab, ob sie der Wahrheit standhalten. Ohne eine solche unvoreingenommene Betrachtung der Geschichte könne es keinen dauerhaften Frieden in der Region geben, so Ilan Pappe. >>>

 

Meinungsfreiheit - Lücken + Zensur - Manipulation im Nahostkonflikt - Die Hasbara Abteilungen Israels >>>
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Die Präsidentin der Göttinger Universität, ehemals Excellenz-Universität, hat zum dritten Mal die Nakba-Ausstellung verschoben, diesmal auf das Sommersemester 2017. Es müssen, so die Begründung, mindestens zwei "neutrale wissenschaftliche Gutachten" eingeholt werden.

Die Vortragsreihe findet wie geplant statt. Moshe Zimmermann wird am 22.11. um 18 Uhr im Zentralen Hörsaalgebäude 004 über "Die Angst vor dem Frieden" referieren.

Flyer zum Vergrößern anklicken.

Die Presseerklärung von Prof. Irene Schneider und Prof. Kai Ambos als Veranstalter lautet: „Die Präsidentin hat erneut die Ausstellungseröffnung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ verschoben – nun auf das Sommersemester 2017.
Als Veranstalter bedauern wir dies und sind über dieses Vorgehen sehr enttäuscht. Wir haben die Angelegenheit dem Senat der Universität zur Ermöglichung einer universitätsöffentlichen Diskussion vorgelegt und unsere Stellungnahmen auch den bisher nur einseitig informierten Presseorganen zur Kenntnis gebracht.

Die Ausstellung wird nun am 30.11.2016 , 18 Uhr in der Galerie Feuerwache Am Ritterplan 4 eröffnet
. Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Irene Schneider, RiLG Prof. Dr. Dr. hc Kai Ambos



Das Schreiben von Prof. Kai Ambos vom Freitag, 11.11. an die Präsidentin Beisiegel
- Sehr geehrte Frau Präsidentin Beisiegel, ich habe gestern abend von Frau Kollegin Schneider erfahren, dass Sie beabsichtigen, die Nakba-Ausstellung nun einer wissenschaftlichen Prüfung zu unterziehen, um sie dann ggf. im SoSe 2017 zu zeigen. Vor einigen Stunden hat mir Herr Bielke die entsprechende PM weitergeleitet.

Ich bin sehr enttäuscht von Ihrem Vorgehen und fühle mich in meiner Wissenschaftsfreiheit und wissenschaftlichen Reputation verletzt.


Wir – Frau Schneider und ich – haben Sie vor mehreren Monaten, über unser Vorhaben – Ausstellung und begleitende wiss. Vortragsreihe zur Situation in Palästina/Israel – informiert. Erst als wir beginnen wollten (am 1. November), haben Sie reagiert und auf Verschiebung gedrängt. Nach einer ersten Verschiebung auf 8.11. – die Vortragsreihe hat letzten Dienstag begonnen –, haben Sie auf erneute Verschiebung – auf der Grundlage eines Präsidiumsbeschlusses – der Ausstellungseröffnung auf 15.11. gedrängt. Wir haben in beiden Fällen alles vorbereitet – Einladungen und Plakate gedruckt, Werbung gemacht etc. – und zum 15.11. sollte Herr VP Diederichsen die Ausstellung eröffnen. Nun wollen Sie die Ausstellung erneut verschieben, um sie wissenschaftlich (neutral!) prüfen zu lassen.

Während dieses gesamten Vorgangs haben Sie mich einmal – am 28.10. – angerufen und um Zustimmung zur ersten Verlegung gebeten. Ich habe Sie per email nach der zweiten Verlegung auf 15.11. um eine Begründung und eine Übersendung des erwähnten Präsidiumsbeschlusses gebeten. Ich habe bis heute eine solche Begründung leider nicht erhalten, sondern kenne nur die Pressemitteilungen, zuletzt ein Entwurf einer neuen, die mir Herr Bielke vor wenigen Stunden übermittelt hat.

Sie haben Studierende, die uns Antisemitismus vorwerfen, zu einem Gespräch empfangen; uns haben Sie aber nie die Möglichkeit gegeben, unsere Position darzulegen.
Sie haben mich zwar eingeladen, an Ihrer Israel-Reise der vergangenen Woche teilzunehmen, aber ich konnte daran wegen anderer Verpflichtungen nicht teilnehmen.

Als ordentlicher Professor der Universität Göttingen glaube ich von Ihnen – als Präsidentin meiner Universität – erwarten zu können, dass Sie die Wissenschaftsfreiheit der Wissenschaftler/-innen unserer Unversität gegen agitatorische Kampagnen jeder Art verteidigen. Wie Sie es selbst laut GT von heute sagen (S. 10): „Die Universität ist ein Ort des kritischen Diskurses und der - auch kontroversen - Diskussion." >>>

 

Campus: Nakba-Ausstellung Studentische Kritik an AStA-Vorgehen - Die Fachgruppe Arabistik/Islamwissenschaft, Turkologie, Iranistik, Indologie (atii) hat sich für die Ausstellung "Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948" ausgesprochen. Damit bezog die Fachgruppe an der Uni Göttingen Position gegen die vom AStA geforderte Absage. Göttingen. Die Fach-/Basisgruppe atii, die selbst dem AStA angehört, informiert in dem offenen Brief auch darüber, dass die Universitätsöffentlichkeit und damit auch die studentischen Gruppen seit Oktober 2015 über die geplante Ausstellung informiert waren. >>>


 

Kontakt:
Prof. Dr. Ulrike Beisiegel
Wilhelmsplatz 1
37073 Göttingen
Tel. +49 551 39-4311
Fax +49 551 39-4135
praesidentin@uni-goettingen.de

 

Statement der Universität: Die von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Göttingen geplante Ausstellung "Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948" wird von der Universitätsleitung in Absprache mit dem Dekan der Philosophischen Fakultät um ein halbes Jahr verschoben. Nach der zunächst kurzfristigen Verschiebung um 14 Tage, in denen offene inhaltliche Punkte geklärt werden sollten, stellt die Universitätsleitung fest, dass ihr keine neutrale wissenschaftliche Expertise zu der Ausstellung vorliegt. Deshalb wurde entschieden, externe wissenschaftliche Analysen in Auftrag zu geben und erst dann die Ausstellung unter Einbeziehung der Ergebnisse und mit einem adäquaten Raum für Gegenpositionen in der Universität zu zeigen. Die Ausstellung kann dann so präsentiert werden, wie es den Ansprüchen einer Forschungsuniversität entspricht. Auf diesem Weg könnte der notwendige fundierte inhaltliche Diskurs mit den unterschiedlichen Narrativen adäquat erfolgen. Damit geben wir der Meinungsfreiheit den angemessenen akademischen Rahmen.


 

Entscheidung des Universitätspräsidiums zur Nakba-Ausstellung Erneut verschoben -  Angela Brünjes - Die Ausstellung "Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948" wird vorerst nicht in der Universität Göttingen eröffnet. Die Universitätsleitung teilte am Sonntagabend mit, dass sie die Ausstellung in einem halben Jahr nach den "Ansprüchen einer Forschungsuniversität" zeigen werde.

Nach zweimaliger Verschiebung der Eröffnung, zuletzt auf den 15. November terminiert, ist nun ein Termin im Sommersemester 2017 vorgesehen. Für die Wanderausstellung des Vereins "Flüchtlingskinder im Libanon" liege der Universität Göttingen keine neutrale wissenschaftliche Expertise vor, begründete die Hochschule ihre Entscheidung. Danach sind "externe wissenschaftliche Analysen in Auftrag zu geben und erst dann die Ausstellung unter Einbeziehung der Ergebnisse und mit einem adäquaten Raum für Gegenpositionen in der Universität zu zeigen." >>>

 

Brief von Abraham Melzer - Sehr geehrte Frau Beisiegel, ich kann mir nicht helfen, aber die dritte Verschiebung der Nakba-Ausstellung auf den St. Nimmerlein-Tag erinnert mich an den Rauswurf der jüdischen Professoren aus den deutschen Universitäten. Es ist eine Schande und ich hoffe, dass es ein Nachspiel haben wird. Ich hoffe, dass man solche Uni-Präsidenten schnellstens aus den Unis verjagen wird, wie seinerzeit die jüdischen Professoren.

Ich hoffe, dass es zu einem riesen großen Skandal wird, denn es reicht uns langsam, dass zionistische Agenten bestimmen können, was in deutschen Hochschulen gelehrt und an deutschen Universitäten gezeigt und in deutschen Städten von Bremen bis München gehört werden darf.

Seien Sie dann so ehrlich und sagen sie offen unter welchem Druck sie standen und stehen. In München war es Frau Knobloch, in Bremen war es Herr Weinthal, in Frankfurt war es Herr Lustiger, in Aachen , Düsseldorf, Nürnberg, Berlin und wer weiss wo noch, waren es die jüdischen Gemeinden. Zu ihnen gesellen sich in der Regel die Deutsch-Israelischen-Gesellschaften, die Christlich-Jüdischen-Gesellschaften, die Gewerkschaften, die Kirchen und manche Parteien, in München waren es jüngst die Grünen, , usw. usw.in Hildesheim die Amadeo-Antonio-Stiftung und in Göttingen der American Jewisch Commitee.

Was ist denn aus Deutschland geworden. Wer regiert eigentlich dieses Land? Wann werden endlich einige mutige Abgeordnete aufstehen und eine Anfrage im Bundestag stellen, wie die Bundesregierung dazu steht? Wann werden Parteien und Organisationen endlich auf die Straße gehen, um für unsere Freiheit zu demonstrieren.

 

Rede zur Eröffnung der Nakba-Ausstellung in Tübingen - Prof. Dr. Ernst Tugendhat - Schirmherr der Nakba-Ausstellung im evangelischen Gemeindehaus „Lamm“ am Markt in Tübingen vom 13.- 26.6.2010 - doc -  Rede zur Eröffnung am 13.6.2010 >>>
 


Vorherige Jagdaktionen anlässlich der Nakba Ausstellungen:
Nakba-Ausstellung in Göttingen 2016
Nakba- Ausstellung  Bremen - 2015
Nakba-Ausstellung in Überlingen - 2013
Nakba Ausstellung - München - 2013
Nakba Ausstellung Köln - 2012
Nakba-Ausstellung Düsseldorf - 2011
Nakba Ausstellung Freiburg - 2010

Clemes Messerschmid Wasserkrise in Palästina

Leserbrief zum Artikel "Vorwurf und Vorurteil" von Jakob Wetzel vom 8.11.2016 - Karin Nebauer - Sehr geehrte Redaktion der Süddeutschen Zeitung: dass eine renommierte Zeitung wie die SZ einen Artkel über 3/4 Seite mit den Ansichten eines angeblichen Experten in Antisemitismusfragen voller Unwahrheiten und verqueren Ideen abdruckt, habe ich bisher nicht für möglich gehalten. Dafür hätte es eine ganze Reihe seriöser Experten gegeben.

Die BDS-Bewegung (BDS für Boykott, Investitionsentzug und Sanktionen) ist eine gewaltfreie Bewegung im Widerstand gegen die israelische Besatzung palästinensischer Gebiete. Ziel ist der Rückzug Israels aus den von ihm seit 1967 besetzten und völkerrechtswidrig mit jüdischer Bevölkerung besiedelten Gebieten. Damit wäre dann auch BDS beendet. Davon, dass BDS "Israel eindeutig das Existenzrecht abspricht", kann überhaupt keine Rede sein. Sie schreiben: "Gemeint ist, dass Israel von der Landkarte verschwindet." Schauen Sie sich BDS doch genau an. Abgesehen davon, dass weder offen noch verklausuliert Israel das Existenzrecht abgesprochen wird, meinen Sie denn, dass einer der höchst gerüsteten Staaten der Welt sich von der Landkarte wischen lässt?

Die inzwischen nicht nur von Wissenschaftlern wie Ilan Pappé u.a., sondern auch von "zionistischen" Historikern wie Benny Morris belegten ethnischen Säuberungen, ohne die die Errichtung des israelischen Staates nicht möglich gewesen wäre, werden von Riebe scheinbar als umstritten dargestellt. Der Staat Israel wurde von der zionistischen Bewegung unter Herzl Ende des 19. Jahrhunderts als nationales Projekt anvisiert und gezielt an seiner Verwirklichung gearbeitet. Es war schon den Vordenkern klar, dass die palästinensische Bevölkerung diesem Projekt im Wege stand, weshalb es verschiedene Vorstellungen gab, sich ihrer zu entledigen, wie z.B. den sogen. Transfer.

Riebe unterstellt u.a., dass die BDS-Bewegung mit dem von der UN bestätigten Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge auf die "Rückkehr aller Flüchtlinge" abzielt. Dabei geht es um das Rückkehrrecht, nicht die tatsächliche Rückkehr, was rechtlich ein großer Unterschied ist. Schade, dass Sie einem Artikel mit derart unqualifizierten Aussagen so viel Raum gegeben haben. Dass Israel die BDS-Bewegung mit Sorge betrachtet und sie mit allen Mitteln (diplomatisch, finanziell, einer eigenen Hasbara-Abteilung) zu diskreditieren versucht, ist bekannt.

Zum Schluss möchte ich Sie noch daran erinnern, dass die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini kürzlich ausdrücklich das Recht auf freie Meinungsäußerung einschließlich Aktionen der BDS-Bewegung bestätigt und verurteilt Drohungen und Gewalt gegen Menschenrechtsaktivisten unter allen Umständen. Zuvor hatten 30 Mitglieder der europäischen Parlaments und 350 europäische Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, kirchliche Gruppen und politische Parteien die Europäische Union aufgefordert, das Recht von Bürgern und Organisatoren auf Boykott Israels in Reaktion auf seine Besatzung und die Verletzungen der Rechte der Palästinenser zu verteidigen.

Federica Mogherini, Hohe Vertreterin der EU für Außenpolitik, bestätigt Recht auf BDS - 28.10.2016
                
                 BDS Movement Freedom Justice Equality
                 1. END OCCUPATION
                 2. END APARTHEID
                 3. REFUGEES' RIGHT OF RETURN
 
Federica Mogherini, Hohe Vertreterin der EU für Außenpolitik, verurteilt Angriffe auf Verteidiger der Menschenrechte und bestätigt das Recht europäischer Bürger auf Freiheit der Meinungsäußerung und der Vereinigung, einschließlich durch Teilnahme an der von Palästinensern angeführten BDS-Bewegung (Boykott, Investititionsentzug und Sanktionen).


In Antwort auf die von MEP Martina Anderson eingereichte Frage, ob sich die EU-Kommission auf die Verteidigung des Rechtes von BDS-Aktivisten auf Ausübung ihres demokratischen Rechts auf freie Meinungsäußerung verpflichten wird, stellte die Hohe Vertreterin fest: "Die EU steht fest zum Schutz der Freiheit der Meinungsäußerung und der Freiheit der Vereinigung in Übereinstimmung mit der Charta der grundlegenden Rechte für die Europäische Union, die im Territorium von EU-Mitgliedsstaaten anzuwenden sind, einschließlich in Hinblick auf BDS-Aktionen, die in diesem Territorium durchgeführt werden."
Mogherini bekräftigte auch, dass "Freiheit der Meinungsäußerung, wie es das Fallrecht des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs betont, auch anwendbar ist auf Information oder Ideen, 'die den Staat oder einen Teil der Bevölkerung beleidigen, schockieren oder beunruhigen'".

Nachdem es Israel nicht gelungen ist die wachsende Unterstützung und die Auswirkungen von BDS zu verhindern, hat es eine bisher nicht dagewesene anti-demokratische Kampagne gestartet, um den Aktivismus für die palästinensischen Rechte zum Schweigen zu bringen und BDS zu verbieten.
Zu den von Israel veranlassten Angriffen auf die BDS-Bewegung gehört (die Ausübung von) Druck auf >>>

Henryk M. Broder for Bundespräsident - Dr. Ludwig Watzal - Verkörpert Broder schon zu Recht für viele den Niedergang der schreibenden Zunft, so könnte er diese Eigenschaften nahtlos auf das Bundespräsidentenamt übertragen. Neben seinen journalistischen Fähigkeiten verfügt Broder aber noch über ein weiteres politisches Pfund, mit dem er innerhalb der politischen und medialen Klasse punkten kann: Seine vermeintliche Antisemitismus-Expertise. Vom traditionellen Antisemitismus hält Broder wenig, wie er auf einer öffentlichen Anhörung des Innenausschusses in bester Broderscher Manier den anderen Teilnehmern zur Kenntnis gab. Antisemitismus sei ein Ressentiment, das auf die Existenz eines Menschen abziele. Der Antisemitismus, über den die Gesellschaft am liebsten diskutiere, stamme aus der „Asservatenkammer des letzten und vorletzten Jahrhunderts“. Über welchen Antisemitismus sollten sie auch diskutieren?

Die eigentliche Gefahr stelle der moderne Antisemit dar. Er glaube nicht an die Protokolle der Weißen von Zion, sondern fantasiere über die Israellobby, die die Politik der USA bestimme. „Der Anti-Zionist hat die gleiche Einstellung zu Israel, wie der Antisemit zum Juden“. Er störe sich daran, dass es Israel gebe. Heute habe man es mit einem neuen Phänomen zu tun: „Einem Antisemitismus ohne Antisemiten.“ Ein guter Rat Broders an Politiker: „Überlassen sie die Beschäftigung mit dem guten, alten Antisemitismus à la Horst Mahler den Archäologen, den Archivaren und den Historikern. Kümmern Sie sich um den modernen Antisemitismus im Kostüm des Antizionismus und dessen Repräsentanten, die es auch in ihren Reihen gibt.“

Broder verwechselt wie immer – obwohl er in jüngeren Jahren anders dachte – Kritik an einem Unterdrückungs- und Besatzungsregime und an dessen Ideologie, des rassistischen Zionismus, mit Antisemitismus. Bei Broders halluziniertem modernen Antisemitismus handelt es sich gar >>>

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