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Hagai El-Ad's Rede in einer Diskussion über Siedlungen im UN-Sicherheitsrat
14.10.2016

Mitglieder des Sicherheitsrates, Ladies and Gentlemen, bevor ich beginne, möchte ich meinen tiefsten Dank ausdrücken für die einmalige Gelegenheit vor diesem renommierten Forum zu sprechen und mit den Mitglieder des Sicherheitsrates zu kommunizieren.

Was ich Ihnen sagen möchte, ist nicht dazu gedacht Sie zu schockieren. Aber es ist dazu gedacht Sie zu bewegen.

In den vergangenen 49 Jahren und mehr ist das Unrecht, bekannt als die Besatzung von Palästina und die israelische Kontrolle des Lebens der Palästinenser in Gaza, der Westbank und Ost-Jerusalem, Teil der internationalen Ordnung geworden. Das erste halbe Jahrhundert dieser Realität wird bald vorüber sein. Im Namen von B'Tselem, dem israelischen Informationszentrum für Menschenrechte in den besetzten Gebieten, bitte ich Sie heute inständig aktiv zu werden. Jeder Mangel an entschlossenem Handeln wird zu nichts führen außer zu einem weiteren halben Jahrhundert Besatzung.

Ladies and Gentlemen, was bedeutet es praktisch 49 Jahre, ein Leben lang, unter Militärherrschaft zu leben? Wenn Gewalt ausbricht, oder wenn bestimmte Ereignisse für globale Aufmerksamkeit sorgen, bekommen Sie einen flüchtigen Einblick in bestimmte Aspekte des Lebens unter Besatzung. Aber was ist mit der übrigen Zeit? Was mit den vielen "gewöhnlichen" Tagen der 17.898 Tage andauernden Besatzung, die bis heute anhält? Unter Militärherrschaft zu leben, bedeutet vor allem unsichtbare, bürokratische, tägliche Gewalt. Es bedeutet unter einem endlosen Genehmigungsregime zu leben, das das Leben der Palästinenser von der Wiege bis zum Grab kontrolliert: Israel kontrolliert das Bevölkerungsregister; Israel kontrolliert die Arbeitserlaubnisse; Israel kontrolliert, wer ins Ausland reisen darf – und wer nicht; Israel kontrolliert, wer vom Ausland zu Besuch kommen darf – und wer nicht; in manchen Dörfern hat Israel Listen von Personen, die das Dorf besuchen dürfen oder die berechtigt sind welche Felder zu bearbeiten. Genehmigungen können manchmal verweigert werden; Genehmigungen müssen immer wieder erneuert werden. Mit jedem Atemzug atmen Palästinenser unter Besatzung. Mach eine falsche Bewegung, und du kannst deine Bewegungsfreiheit verlieren, deinen Lebensunterhalt oder sogar die Möglichkeit zu heiraten und mit deiner geliebten Frau eine Familie zu gründen.

Mittlerweile gibt es – immer präsent – die Siedlungen und die Siedler. Sie sind israelische Staatsbürger, die – scheinbar – in einer Erste Welt-Demokratie leben, die jenseits der Grenzen ihres Landes gewissermassen nur für sie existiert.  >>>


 


"B'Tselem" wehrt sich -  Hagai El-Ad - (gefunden bei Reiner & Judith Bernstein) -  Am 06. Oktober 2015 fand im UN-Sicherheitsrat eine Anhörung zum Thema „Illegale Siedlungen: Hindernisse des Friedens und der Zwei-Staaten-Lösung“. Zu den Eingeladenen gehörten die US-amerikanische Organisation „Americans for Peace“ – die Abteilung von „Peace Now“ –, der Geschäftsführende Direktor von „B’tselem (Im Angesicht, Gen. 27,1)“ Hagai El-Ad und der belgische Rechtswissenschaftler François Dubuisson. Die Anhörung war von Malaysia, Ägypten, Senegal, Togo und Venezuela beantragt worden, die für die Achtung der Menschenrechte nicht bekannt sind.

Am 15. Oktober drohte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu „B’Tselem“ an, dass der Organisation künftig verwehrt werden solle, Ersatzdienstleistende zu beschäftigen. Am 16. Oktober verwahrte sich der Sprecher des „State Department“ gegen die Kritik Netanjahus.

Wir dokumentieren die Reaktion El-Ads, die am 16. Oktober in der Tageszeitung „Haaretz“ mit dem Titel „B’Tselem head: Why I spoke against the occupation at the UN“ erschien.

Ich habe vor den Vereinten Nationen gegen die Besatzung gesprochen, weil ich ein Mensch sein will. Und Menschen, die Verantwortung für ein Unrecht gegen andere Menschen übernehmen, haben die moralische Pflicht, aktiv Stellung zu beziehen.

Ich habe vor den Vereinten Nationen gegen die Besatzung gesprochen, weil ich Israeli bin. Ich habe kein anderes Land. Ich habe keine andere Staatsbürgerschaft und keine andere Zukunft. Ich bin hier aufgewachsen und werde hier begraben werden. Ich sorge mich um das Schicksal dieses Ortes, das Schicksal seiner Menschen und um ihr politisches Schicksal, das auch mein Schicksal ist.

Ich habe vor den Vereinten Nationen gegen die Besatzung gesprochen, weil meine Kollegen bei B’Tselem und ich nach so vielen Jahren der Arbeit zu mehreren Schlussfolgerungen gekommen sind. Hier ist eine davon: Die Realität wird sich nicht ändern, wenn die Welt nicht interveniert. Ich befürchte, dass unsere arrogante Regierung dies auch weiß, deshalb bemüht sie sich um Angstmacherei gegen eine solche Intervention. >>>

 

 

Interview mit Sarit Michaeli von B'Tselem - Strategie der schleichenden Aneignung - Die Nichtregierungsorganisation B'Tselem untersucht vom israelischen Militär verursachte Menschenrechtsverstöße in den palästinensischen Gebieten. Im Gespräch mit Kai Schnier erklärt Sprecherin Sarit Michaeli, warum eine friedliche Beilegung des Nahostkonflikts mit jedem Tag unwahrscheinlicher wird und weder die israelische Politik noch die Generäle an Deeskalation interessiert sind.

Frau Michaeli, mit Schimon Peres ist vor Kurzem ein israelischer Staatsmann gestorben, der sich zeitlebens für eine friedliche Lösung des Nahostkonflikts eingesetzt hat. Bis zuletzt stritt der Friedensnobelpreisträger für eine Zweistaatenlösung. Wie wahrscheinlich ist es, dass Peres' Wunsch posthum in Erfüllung geht?


Sarit Michaeli: Hält man sich strikt an die öffentlichen Aussagen von Premierminister Benjamin Netanjahu, dann ist eine Zweistaatenlösung weiterhin das erklärte politische Ziel der israelischen Regierung. Redet man allerdings unter vier Augen mit Ministern und Knesset-Abgeordneten, dann stellt man fest, dass eine solche Lösung eigentlich längst vom Tisch ist. Das vermeintliche Interesse an einem israelisch-palästinensischen Versöhnungsprozess ist mittlerweile nur noch ein Lippenbekenntnis.>>>

Unesco verabschiedet umstrittene Jerusalem-Resolution - Wegen einer Resolution zu Ostjerusalem ist zwischen der Unesco und Israel heftiger Streit entbrannt. Die israelische Regierung wirft der Organisation vor, den "islamistischen Terrorismus" zu unterstützen.

Die Unesco hat eine umstrittene Resolution zu Ostjerusalem verabschiedet. Der Exekutivrat habe den Text unverändert angenommen, sagte ein Sprecher am Sitz der Uno-Kulturorganisation in Paris. Israel hat seine Zusammenarbeit mit der Unesco wegen dieser und einer anderen geplanten Resolution bereits in Teilen ausgesetzt. Die Regierung in Jerusalem wirft der Organisation vor, den "islamistischen Terrorismus" zu unterstützen. >>>

 

 

Trump and Clinton blast UNESCO statement on Jerusalem - Allison Deger - Israel is clashing with a United Nations body tasked with honoring heritage sites after it passed a draft resolution harshly critical of Israel as the “occupying power” over Jerusalem, and both US presidential campaigns joined in rejection.

Prime Minister Benjamin Netanyahu expressed especially harsh words yesterday, dubbing the document submitted by the United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO) as “delusional.” The group failed to mention by name the Temple Mount, a sacred site in Judaism believed to be located inside of the walls of the Noble Sanctuary, a religious plaza in the Old City that shelters the al-Aqsa mosque.

“To say that Israel has no connection to the Temple Mount and the Western Wall is like saying that China has no connection to the Great Wall of China or that Egypt has no connection to the pyramids,” Netanyahu said. >>>

Woche der Kultur Palästinas in Gaza eröffnet - 18. 10. 2016 - Im Gazastreifen wurde die Woche der Kultur Palästinas eröffnet. Es geht hauptsächlich um Gastronomie, Musik, typische Trachten und Literatu.

Bei der Eröffnung sind Personen aus der akademischen Welt, Honoratioren von palästinensischen Sippen und Familien und vor allem Schüler und Studenten (anwesend), ihnen allen ist klar, dass die Kultur ein Erbe ist, das bewahrt werden muss.

Mit seinen tausendjährigen Wurzeln zeichnet sich Palästina wegen seines kulturellen Reichtums aus und auch, weil es eines der Völker bewahrt hat, das unter Kolonialismus und Besatzung besonders gelitten hat.

Das palästinensische Volk zeigt stolz seine Traditionen und Gebräuche, Erbe einer Geschichte, die von der noch immer präsenten israelischen Besatzung gebeutelt worden ist.

Mit einem Erbe und einer Kultur, die international immer mehr anerkannt werden, schaut Palästina nach vorne. Seine tiefen Wurzeln stützen sie angesichts jedem Versuch einer ethnischen Säuberung. Quelle  Übersetzung: K. Nebauer

Gaza’s population hits 2 million -  The two millionth person has been born in Gaza, with the birth of a baby boy named Waleed officially recognised as reaching the milestone in the densely populated Palestinian territory. “There are now more than two million residents in the Gaza Strip after baby Waleed Shaath was born last night in Rafah in southern Gaza,” interior ministry spokesman Iyad Bezm told AFP on Wednesday. The ministry said the population of the Gaza Strip was now 50.66 per cent male and 49.34 per cent female. The 2,000,001st person, a girl named Lana Ayad, was born shortly afterwards. Gaza, a tiny enclave squeezed between Egypt, Israel and the Mediterranean Sea and just 12 kilometres across at its widest point, has one of the highest population densities in the world, according to the United Nations. The territory could be “unliveable” by 2020, the UN said last year, due in large part to “high population density and overcrowding”….
http://gulfnews.com/news/mena/palestine/with-baby-waleed-gaza-population-reaches-2m-1.1911390

Gaza - Child killed by Israeli military fire in Gaza, army denies involvement -The Palestinian Health Ministry in Gaza has reported that a child was killed on Wednesday evening >>>

 

Partisan Report on Antisemitism discredits Home Affairs Select Committee - House of Commons Home Affairs Committee Report:

•Depends on evidence from almost exclusively pro-Israel, anti-Corbyn sources


•Advocates re-defining antisemitism so as to intimidate and silence pro-Palestinian voices, including making it a punishable offence to use the word Zionist “in an accusatory context”

•Dismisses the Chakrabarti Report’s principled recommendations for fair and transparent disciplinary Labour Party procedures in cases of alleged antisemitism and other forms of racism, proposing draconian, politically motivated measures instead

London, October 16 – The House of Commons Home Affairs Select Committee today issued a Report on Antisemitism in the UK that, while correctly identifying the far Right as the source of most hate crime, shows such bias in its sources and assessment of evidence that it calls into question the committee’s reputation and competence.

The Report, from a Tory dominated committee, takes up the weapons that have been used to try to unseat Jeremy Corbyn as Labour leader by smearing those he has attracted to the Party with charges of antisemitism. The apparent collusion of Labour committee members reflects the dirty war being waged against Corbyn’s radical leadership by elements within the party.

Prof Jonathan Rosenhead, from the Jewish-led campaign group Free Speech on Israel (FSOI), said the select committee had aligned itself with >>>

Partisan Report on Antisemitism discredits Home Affairs Select Committee House of Commons Home Affairs Committee Report:
•Depends on evidence from almost exclusively pro-Israel, anti-Corbyn sources
•Advocates re-defining antisemitism so as to intimidate and silence pro-Palestinian voices, including making it a punishable offence to use the word Zionist “in an accusatory context” •Dismisses the Chakrabarti Report’s principled recommendations for fair and transparent disciplinary Labour Party procedures in cases of alleged antisemitism and other forms of racism, proposing draconian, politically motivated measures instead
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Gaza's women are being besieged on all sides - Between an endless siege that chokes the economy and a traditional society facing increased gender violence, Gaza’s women have few options for survival. - Reem Amer and Tanya Rubinstein

Over the past few weeks the Israeli media has focused much of its time on the all-female flotilla to Gaza, which was stopped by the Israeli army on the way from Sicily to the Strip. As was made clear by the recent Channel 2 report, the women aboard the flotilla are working to raise global awareness over the situation in Gaza, and are trying to make a change.

But what the media tends to miss in its coverage is the situation in Gaza itself. Women living under occupation and siege suffer from specific crises, as opposed the rest of the population. They suffer from both the Israeli army’s violence as well as the violence of their own society. They suffer from restrictions to health care, hygiene, and basic necessities, along with difficulties in areas of employment. The struggle against Israel’s policies vis-a-vis Gaza compels us to stand alongside women as they struggle for rights in their own society.>>>

Israel’s false spin on UNESCO Jerusalem vote - Charlotte Silver - "Netanyahu’s choice of words is significant: he is asserting that the Israeli state, rather than the Jewish religion, has a `connection` to these sites, which are in the occupied West Bank. Getting such a `connection` written into UN resolutions would for Israel be a step toward asserting sovereignty over them" >>>

18. 10. 2016

Danksagung
Felicia Langer

Der Sender ARTE hat kürzlich einen kanadischen Dokumentarfilm über die israelischen Siedlungen im Westjordanland gezeigt (Die Siedler der Westbank: Die Prophezeiung). Der Film war so realistisch, dass ich nach wenigen Augenblicken nicht weiterschauen konnte. Mir war, als ob der Film mir Teile meiner Vergangenheit zeige, und zwar so schmerzliche Teile, dass das „Wiedererleben“ meine Seele zutiefst erschütterte.

Ich habe in Israel als Anwältin viele Jahre gegen die völkerrechtswidrige israelische Besiedlung palästinensischen Bodens gekämpft, leider meist erfolglos. Dieses Unrecht, das schon so lange besteht und immer intensiver weitergeht, ist mir so zuwider, dass es mich sprichwörtlich krank macht, Bilder dazu zu sehen, ich kann es nicht mehr ertragen…

Mein Sohn Michael sitzt neben mir, um den Film zusammen mit mir anzusehen. Er erkennt sofort meine Erschütterung und beruhigt mich mit viel Liebe und Verständnis… Dafür danke ich ihm von Herzen.

Am 14. Oktober wurde in Tübingen im Rahmen des Arabischen Filmfestivals der Film „ 3000 Nights“ gezeigt, der größtenteils in einem Frauengefängnis in Israel für Palästinenserinnen spielt. Die einsitzenden Frauen kämpfen um ihre Würde und gegen die Grausamkeit der israelischen Besatzer. Ich bin eingeladen, am Ende des Films ein paar Worte als Zeitzeugin der Verhältnisse zu sagen. Deswegen muss ich mir den Film nolens volens ansehen. Und noch einmal droht mich meine Vergangenheit fast zu ersticken. Michael sitzt wieder neben mir und versucht, mir zu helfen. Damals, als ich Situationen, wie die im Film gezeigten, hautnah erlebte, war er noch ein Kind und dann Heranwachsender – jetzt beruhigt er mich und spricht mir Mut zu. Der Film geht zu Ende und ich stehe auf und bedanke mich bei der Filmemacherin Mai Masri. Ich spreche zu den Zuschauern über meine Gefühle als Augenzeugin und Zeitzeugin und über das Leid der Palästinenser. – Unser aller Pflicht als Menschen mit Gewissen ist es, die Wahrheit ans Licht zu bringen und rückhaltlos auszusprechen. Schweigen angesichts von Unrecht kommt unterlassener Hilfeleistung oder sozusagen Mittäterschaft gleich.

Ich habe gelernt, dass ich durchaus eine starke Frau bin, aber mir ist auch immer bewusst, dass sich die Stärke und Kraft, die mich bei meinem Einsatz für Recht und Gerechtigkeit leiten, aus dem liebevollen Rückhalt und der Unterstützung meiner Lieben speist. Deswegen möchte ich die Gelegenheit nutzen, meine Dankbarkeit auszudrücken.

An vorderster Stelle möchte ich meinem Sohn Michael danken, der mir vor allem seit dem Tod meines geliebten Lebensmenschen Mieciu eine große Stütze ist – zusammen mit seiner Frau Silvie, die mir lieb und teuer wie eine Tochter ist. Das hat auch schon mein geliebter Mieciu seit langem so empfunden und auch immer wieder ausgesprochen.

Dann bin ich meinen Enkelkindern für ihre Liebe und Unterstützung dankbar; wenn sie mir ihre Liebe und Anerkennung zeigen, wird es mir warm ums Herz…

Und auch meinen lieben Freunden nah und fern gilt mein tiefer Dank, dafür dass sie mich nicht vergessen haben und mich nach Kräften unterstützen und ermutigen. Es ist so gut, dass es sie gibt.

Dieser mannigfaltige Rückhalt gibt mir immer wieder die Kraft, weiter zu kämpfen gegen das Unrecht, gegen die verbrecherische israelische Politik gegenüber den Palästinensern und mich einzusetzen für die palästinensischen Flüchtlinge überall und für die Opfer der völkerrechtswidrigen Besatzung seit 1967, also seit fast 50 Jahren.

Meine inständige Bitte an alle lautet: Nur nicht aufgeben!

So, wie ich es vor Jahren einmal gesagt habe: „…bis zum letzten Atemzug.“

Dank Euch allen!


Homepage - Felicia Langer >>>
Bücher von Felicia Langer >>>
Texte im "Das Palästina Portal" >>>

Israel droht Aktivisten - Inge Günther  - Die israelische Bürgerrechtsorganisation B’Tselem kritisiert den Siedlungsbau vor dem Weltsicherheitsrat - und zieht dadurch den Zorn der Regierung auf sich. - Der internationalen Gemeinschaft geht schon lange das Verständnis für Israels Siedlungsbau ab. Dass allerdings die israelische Bürgerrechtsorganisation B’Tselem es jetzt wagte, ähnliche Kritik vor dem Weltsicherheitsrat zu äußern, hat ihr daheim den geballten Zorn des politischen Establishment zugetragen. Als einen „Chor von Nestbeschmutzern“ tat Premier Benjamin Netanjahu am Wochenende die Aussagen von B’Tselem-Direktor Hagai Elad sowie von Lara Friedman, Sprecherin der amerikanischen Freunde von Peace Now, vor dem UN-Forum ab. Zur Strafe soll jetzt auf Netanjahus Initiative hin B’Tselem das Recht aberkannt werden, Volontäre im Rahmen eines soziales Jahres zu beschäftigen.

Konkret ändert sich für die israelischen B’Tselem-Aktivisten, die seit Jahren gegen Palästinenser gerichtete Übergriffe von Siedlern und der Armee dokumentieren, dadurch wenig. >>>


Israelis Exert Pressure to Cancel UNESCO Vote >>>
 

After Israeli PM `attack,` B`Tselem vows to continue efforts to end the occupation >>>

Liebe Freundinnen und Freunde und  Nah-Ost-Interessierte, am Donnerstag, den 10. Nov. 2016, 11:30 Uhr, findet am Landgericht Berlin, Tegeler Weg 17-21;  Saal 143, findet mein Prozeß gegen die Welt N24 und Broder statt wegen Unterlassung seiner Äußerungen:

a)„Frau Höger liebt tote Juden, nur mit den lebenden hat sie ein Problem“; wenn das geschieht wie in dem Artikel vom 13.05.2011
http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article13369958/Das-Problem-einer-Linken-mit-lebenden-Juden.html

b) als „lupenreine Antisemitin“ gehöre sie zur „Königsklasse des Antisimitismus, die den Antisimitismus für eine Erfindung der Juden halten, von der vor allem sie profitieren“ wenn das geschieht, wie in dem Artikel „lupenreiner Antisemitismus - Alkoholismus und Antisemitismus habe viel gemein“ vom 22.04.2011 http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article13243519/Alkoholismus-und-Antisemitismus-haben-viel-gemein.html

c) die Klägerin stehe als „linke Politikerin auf Platz 4 der beschämenden Rangliste des Wiesenthalcenters“ wenn das geschieht, wie in den Artikel „linke Politikerinnen auf der Liste der Antisemiten 2014“ vom 29.12.2014
 http://www.welt.de/politik/ausland/article135851827/Linke-Politikerinnen-auf-Liste-der-Antisemiten-2014.html

Ich würde mich über eine rege Teilnahme vieler Interessierter sehr freuen.
Solidarische Grüße Inge Höger - MdB DIE LINKE - www.inge-hoeger.de

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Aktuelle  Kurznachrichten

Unesco nahm umstrittene Resolution zu Ostjerusalem an

Israeli Extremists Storm Al Aqsa, Ibrahimi Mosques

Mexico Seeks to Withdraw UNESCO Vote, New Session Refused

In Kansas City- can asking a question critical of Israel lead to prosecution

PPS- “Israeli Soldiers Kidnap Seven Palestinians In The West Bank”

IDF soldiers shoot flare at teen`s face, killing him

Israeli Soldiers Attack Villagers, Force Them Out Of Their Olive Orchards, Near Nablus

Israeli Army Kidnap 15 Palestinians, Including 10 Children, In Jerusalem, And 3 In Ramallah

Palestinian culture is flourishing — thanks to Miri Regev

Committee- 'Overwhelming majority' of Palestinian minors in Israeli custody are 'tortured'

More than 200 Israelis tour Al-Aqsa amid heightened restrictions on Jewish holiday

18. 10. 2016

Women told not to walk on main road in ultra-Orthodox Jerusalem town

Israeli forces shoot towards Palestinian crew trying to repair Gaza electricity lines

Settlers Attack Palestinian with Knife and Clubs

UNRWA official warns of 'increasing frustration' in Gaza Strip

Israeli Navy Opens Fire On Fishing Boats In Gaza Waters

Israeli Soldiers Kidnap Two Palestinians In Nablus, One In Bethlehem

Israeli court extends detention of Palestinian football team board member over photo

Army Kidnaps Two Palestinians Near Hebron

On anniversary of prisoner exchange, Palestinian groups vow to kidnap more Israeli soldiers

Israeli Soldiers Open Fire On A Number Of Homes, Lands And Workers, In Southern Gaza

Israeli worshipers take to Al-Aqsa compound for Sukkot

Gaza court sentences man to death for 'collaborating with Israel'

Syriza calls upon Greek government to recognize state of Palestine

Israeli forces detain 17 Palestinians, including 10 high school students in Jerusalem

ISIS bulldozes graves of 2 Fatah cofounders in Syria's Yarmouk refugee camp

Israeli authorities order Salfit-area village to stop paving main road

One of the world's largest floor mosaics to be opened to public in Jericho

17. 10. 2016

Settlers Attack Palestinian with Knife and Clubs

Israeli PM Blasts Human Rights Organizations for Speaking Out against Military Occupation

Israeli Court Releases Eman Abu Sbeih, Prevents Her From Talking To The Journalists, Using Social Media

UK Parliament admonishes pro-Palestinian movement in report on anti-Semitism

Israeli Soldiers Kidnap Five Palestinians In Hebron

'When the media doesn't talk to Arabs, coverage is negative'

Israel Places West Bank And Gaza Under Strict Siege During Sukkot

Israeli forces shoot, injure 2 Palestinian in Jenin-area clashes

Egypt opens Rafah border crossing for second consecutive day, letting 783 Gazans out

Israeli Colonists Attack Palestinian Picking Olives Near Nablus

PPS- “Israeli Army Kidnaps Six Palestinians Near Nablus”

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After Israeli PM 'attack,' B'Tselem vows to continue efforts to end the occupation

Israeli settlers harass Palestinian families picking olives southwest of Nablus

Palestinian sentenced to death in Gaza for 2011 murder

Business forum anticipates growth in Palestinian-Jordanian trade

Israeli army says reports of rocket fire false

16. 10. 2016

Israeli occupation forces shoot and kill 10-year-old Palestinian boy

Israel's false spin on UNESCO Jerusalem vote

Members of the European Parliament show support to Women’s Boat to Gaza

PA Welcomes Passing of UNESCO Resolution

Jerusalemite Palestinian Organizer Nasser Abu Khdeir Freed after 5 1/2 Years Imprisonment

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