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Edward Said

 

 

Edward William Said (* 1. November 1935 in Jerusalem, Palästina, † 25. September 2003 in New York) war ein bekannter Literaturtheoretiker und -kritiker. Er war auch das Sprachrohr der Palästinenser in den USA.

Said wurde als palästinensischer Christ in Jerusalem geboren, verbrachte aber den Großteil seiner Kindheit in Kairo. Er erhielt an der Princeton University seinen Bachelor of Arts und an der Harvard University seinen Master of Arts und den Ph.D.. Er unterrichtete als Professor für English and Comparative Literature an der Columbia University, außerdem auch in Harvard und Yale.

Am bekanntesten ist sein Buch Orientalismus, welches die Bilder, die der Westen vom Nahen Osten hatte, als falsch und romantisierend aufzeigte. Das Buch ist eine schonungslose Abrechnung mit der westlichen Wissenschaft der Orientalistik: eine tiefe Feindseligkeit gegenüber dem Islam sei im westlichen Denken tradionellerweise gegeben, auch in den akademischen Disziplinen, die wird von ihm als Orientalismus bezeichnet, in dem ein "aufgeklärter Westen" eine "mysteriösen Orient" beherrschen will. Seine Ideen entwickelt er mit Foucaults Konzept des Diskurses.

Said setzte sich sehr für die Rechte der Palästinenser in Israel und den besetzen Gebieten ein und war auch für mehrere Jahre Mitglied im Exil-Parlament Palästinas. Allerdings überwarf er sich mit Yassir Arafat wegen des Abkommen von Oslo, das er als falsch ansah. Said bevorzugte einen gemeinsamen Staat für Israeli und Palästinenser, er wurde dadurch bei der palästinensischen Führung so unbeliebt, dass einige sogar das Verbot seiner Bücher forderten. Viele seiner Essays sind in Le Monde diplomatique erschienen.

 

Literatur

  • Said, Edward W.: Am falschen Ort Autobiografie, Berlin Verlag, Berlin 2000, ISBN 3827003431
  • Said, Edward W.: Das Ende des Friedensprozesses Oslo und danach, Berlin Verlag, Berlin 2002, ISBN 382700419
  • Said, Edward W. / Barenboim, Daniel: Parallelen und Paradoxien Über Musik und Gesellschaft Berlin Verlag, Berlin 2004, ISBN 3827005140
  • Said, Edward W.: Freud und das Nichteuropäische Dörlemann Verlag, Zürich 2004, ISBN 3908777070

Quelle  Wikipedia, der freien Enzyklopädie

 

Nachruf: Heimatlos zwischen Orient und Okzident

Naher Osten: Palästinas Stimme: Edward W. Said ist tot - FAZ.NET - Feuilleton

 

 

 

Süddeutsche Zeitung/Volksstimme 26.9.2003

Edward Said gestorben - Palästinas prominenteste Stimme in den USA

New York (dpa) - Der prominenteste Fürsprecher der palästinensischen Unabhängigkeit in den USA, der Autor und Literaturprofessor Edward Said, ist tot. Er starb am Donnerstag in New York nach langer schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren, wie die Columbia-Universität bekannt gab. Said litt seit mehr als zehn Jahren an Leukämie.

 

 

Der jüdische Dirigent Daniel Barenboim und der palästinensische Schriftsteller Edward Said bekamen im letzten Jahr in der Sparte Völkerverständigung den Prinz-von-Asturien-Preis. dpa

UN-Generalsekretär Kofi Annan würdigte den palästinensisch-amerikanischen Schriftsteller und Gelehrten als einen Interpreten der islamischen Welt. Said habe sich enorme Verdienste damit erworben, den Westen mit der arabischen Welt vertraut zu machen - und umgekehrt. Saids politische Ansichten habe er zwar nicht immer geteilt, sagte Annan, doch er habe die Leidenschaft bewundert, mit der dieser sich für seine Vision vom Frieden zwischen Israelis und Palästinensern einsetzte. «Der Nahe Osten und die USA haben eine wichtige Stimme verloren.»

 

Said, der 1935 in Jerusalem als Sohn einer wohlhabenden und hoch gebildeten Familie arabischern Christen zur Welt kam, siedelte nach einem Zwischenstopp in Kairo 1951 in die USA über. Er studierte an den Universitäten Havard und Princeton.

An der Columbia-Universität in New York lehrte er englische Literatur und vergleichende Literaturwissenschaften. 1967 übernahm er dort den gleichnamigen Lehrstuhl.

In seinem Hauptwerk «Orientalismus» kritisierte Said den Umgang der Forschung mit arabischen und islamischen Gesellschaften als «kolonialistisch». Diese umfangreiche Studie bildet zusammen mit den Bänden «The Question of Palestine» und «Covering Islam» eine Trilogie, in der Said seine grundsätzliche Haltung zur Palästina-Frage und zum Orientalismus darlegte und den «Eurozentrismus» der Nahost-Debatten anprangerte.

Als leidenschaftlicher Verfechter eines palästinensischen Staates unterstützte er über viele Jahre Palästinenserführer Jassir Arafat und die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO. Der Gelehrte war 1977 der erste Exil-Palästinenser, der in den palästinensischen Nationalrat gewählt wurde. Dass er schon frühzeitig die Anerkennung des Existenzrechtes Israels, Respekt vor den Leiden der Juden durch den Holocaust und eine Zweistaatenlösung forderte, trug ihm bei vielen Arabern Argwohn und Anfeindungen ein.

Zum Bruch mit der PLO kam es allerdings nicht deshalb, sondern weil Said 1991 das sich abzeichnende Friedensabkommen ablehnte, das zwei Jahre später im Vertrag von Oslo festgeschrieben wurde. Er sah darin die Aufgabe des Rechtes der Palästinenser auf Selbstbestimmung. Said verließ den Nationalrat und wurde zu einem der schärfsten palästinensischen Kritiker Arafats, dem er vorwarf hauptsächlich an der Erhaltung seiner Machtposition interessiert zu sein.

1996 wurden seine Schriften in den palästinensischen Autonomiegebieten verboten.

 

Auf Kritik stießen manche Äußerungen Saids aber auch in den USA und in Israel, so 1989, als er Verständnis für den palästinensischen Terrorismus äußerte. Die Palästinenser seien «die Enteigneten und was sie mit Gewalt und Terrorismus tun, ist verständlich», erklärte Said. Aber er fügte hinzu: «Ich lehne Terrorismus absolut in jeder seiner Formen ab. Nicht nur den palästinensischen Terrorismus - ich bin auch gegen den israelischen Terrorismus, gegen die Bombardierung von Flüchtlingslagern.»

 

 

Taz 26.9.2003

Edward Said ist tot

Der Literaturwissenschaftler Edward Said ist

gestorben. Er war der wichtigste palästinensische Intellektuelle BERLIN taz Der Schriftsteller Edward Said ist am Donnerstagmorgen in New York gestorben. Er starb an den Folgen der Leukämie, an der er bereits seit elf Jahren litt. Berühmt wurde Edward Said, der seit 1967 in den USA an der Columbia University lehrte, vor allem durch sein politisches und publizistisches Engagement für die palästinensische Bewegung.

In den USA avancierte er in den Siebzigerjahren zum

wichtigsten intellektuellen Fürsprecher der

palästinensischen Sache. 1977 wurde er als

unabhängiger Intellektueller in den Palästinensischen Nationalrat gewählt. 1991 verließ er den Nationalrat jedoch wieder: Aus Protest gegen den Vertrag von Oslo, den er als Ausverkauf palästinensischer Interessen deutete.

 

Tagesspiegel 26.9.2003

Edward Said in New York gestorben

Der palästinensische Autor und Literaturprofessor Edward Said ist am Donnerstag in New York gestorben. Said wurde 67 Jahre alt, wie die Columbia-Universität in New York mitteilte. Er litt an Leukämie. In seinem Hauptwerk „Orientalismus“ hatte Said den Umgang der Forschung mit arabischen und islamischen Gesellschaften als „kolonialistisch“ kritisiert. Der Schriftsteller lebte seit 1951 in den USA. (Nachruf

folgt) dpa

 

Bieler Tagblatt 26.9.2003

Nachruf

Christ und Amerikaner

In New York ist am Donnerstag im Alter von 67 Jahren der palästinensische Kulturkritiker und Literaturwissenschaftler Edward Said nach längerer Krankheit an Krebs gestorben.

sus/ist/TA. Said, der an der Columbia University

Englisch und vergleichende Literatur lehrte, war einer der einfluss- reichsten Intellektuellen der arabischen Welt. 1935 in Jerusalem als christlicher Araber geboren, wanderte er nach dem ersten israelisch-arabischen Krieg 1948 mit seinen Eltern nach Kairo aus, wo er den grössten Teil seiner Kindheit verbrachte.

Seit seinem Studium lebte Edward Said in den USA. Dort setzte er sich kritisch mit dem Verhältnis des Westens zum Orient auseinander. Sein Hauptwerk «Orientalismus»

ist eine scharfe Abrechnung mit dem ideologischen Zugriff der westlichen Forschung auf den Orient. In seiner Autobiografie «Am falschen Ort» erzählt er das schmerzhafte Heranwachsen zwischen den Kul- turen. Einst Berater Arafats, hat sich Edward Said schliesslich zu dessen erbittertem Kritiker entwickelt.

 

Berliner Morgenpost 26.9.2003

Palästinensischer Literaturprofessor Edward Said tot

Seinen Ruhm gewann er als radikaler Fürsprecher der palästinensischen Sache: Edward Said wurde 1935 in Jerusalem geboren, nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg (1948) übersiedelte die Familie nach Kairo. 1963 wurde Edward Said Professor an der Universität von Columbia. Als sein Hauptwerk gilt das Buch "Orientalismus" (1978), in dem er dem Westen vorwarf, er konstruiere den Orient, den zu erforschen er vorgebe, und erniedrige ihn damit zu einem kolonialen Objekt. Said bescheinigte den Israelis in zahlreichen Aufsätzen, sie hätten ihren Staat auf den Grabsteinen der palästinensischen Gesellschaft errichtet. Er unterstützte Jassir Arafat und seine PLO bis zum Friedensvertrag von Oslo - danach entzog er der PLO seine Unterstützung. Gleichwohl plädierte er als einer der wenigen arabischen Intellektuellen dafür, den Holocaust nicht zu leugnen. Gestern ist der streitbare und umstrittene Intellektuelle nach langer, schwerer Krankheit gestorben

 

 

Lausitzer Rundschau 26.9.2003

Edward Said gestorben - Palästinas prominenteste

Stimme in den USA

New York (dpa) - Der Autor und Literaturprofessor

Edward Said, der prominenteste Fürsprecher der palästinensischen Unabhängigkeit in den USA, ist tot. Er starb am Donnerstag in New York nach langer schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren, wie die Columbia-Universität bekannt gab.

Der jüdische Dirigent Daniel Barenboim und der

palästinensische Schriftsteller Edward Said bekamen im

letzten Jahr in der Sparte Völkerverständigung den Prinz-von-Asturien-Preis.

 

Said litt seit mehr als zehn Jahren an Leukämie.

UN-Generalsekretär Kofi Annan würdigte den palästinensisch-amerikanischen Schriftsteller als einen Interpreten der islamischen Welt. Said habe sich enorme Verdienste damit erworben, den Westen mit der arabischen Welt vertraut zu machen - und umgekehrt. Saids Ansichten habe er zwar nicht immer geteilt, sagte Annan, doch er habe die Leidenschaft bewundert, mit der dieser sich für seine Vision vom Frieden zwischen Israelis und Palästinensern einsetzte. «Der Nahe Osten und die USA haben eine wichtige Stimme verloren.»

Said, der 1935 in Jerusalem als Sohn einer

wohlhabenden Familie arabischer Christen zur Welt kam,

siedelte nach einem Zwischenstopp in Kairo 1951 in die

USA über. Er studierte in Havard und Princeton. An der Columbia-Universität in New York lehrte er englische Literatur und vergleichende Literaturwissenschaften. Auch als Musikkritiker hatte Said einen Namen und veröffentlichte regelmäßig Beiträge.

In seinem Hauptwerk «Orientalismus» kritisierte Said,

der Mitglied des PEN-Clubs ist und mehrfach

ausgezeichnet wurde, den Umgang der Forschung mit

arabischen und islamischen Gesellschaften als «kolonialistisch». Diese Studie bildet zusammen mit den Bänden «The Question of Palestine» und «Covering Islam» eine Trilogie, in der Said seine Haltung zur Palästina-Frage und zum Orientalismus darlegte und den «Eurozentrismus» der Nahost-Debatten anprangerte.

Als leidenschaftlicher Verfechter eines

palästinensischen Staates unterstützte er über viele

Jahre Palästinenserführer Jassir Arafat und die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO. Der Gelehrte war 1977 der erste Exil-Palästinenser, der in den palästinensischen Nationalrat gewählt wurde. Dass er schon frühzeitig die Anerkennung des Existenzrechtes Israels, Respekt vor den Leiden der Juden durch den Holocaust und eine Zweistaatenlösung forderte, trug ihm bei vielen Arabern Argwohn und Anfeindungen ein.

Zum Bruch mit der PLO kame es allerdings nicht

deshalb, sondern weil Said 1991 das sich abzeichnende Friedensabkommen ablehnte, das zwei Jahre später im Vertrag von Oslo festgeschrieben wurde. Er sah darin die Aufgabe des Rechtes der Palästinenser auf Selbstbestimmung. Said verließ den Nationalrat und wurde zu einem der schärfsten palästinensischen Kritiker Arafats, dem er vorwarf hauptsächlich an der Erhaltung seiner Machtposition interessiert zu sein. 1996 wurden seine Schriften in den palästinensischen Autonomiegebieten verboten.

 

 

Edward W. Said ist tot 26.09.2003

 

Edward W. Said (Bücher), Literaturkritiker und prominentester Anwalt eines unabhängigen Palästinas ist am Mittwoch im Alter von 67 Jahren an Leukämie gestorben. "He was an exemplar of Americanmulticulturalism, at home both in Arabic and English, but, as he once put it, 'a man who lived two quite separate lives,' one as an American university professor, the other as a fierce critic of American and Israeli policies and an equally fierce proponent of the Palestinian cause", schreibt Richard Bernstein in seinem Nachruf in der New York Times. Wir suchen einige aktuelle Artikel von und über Said.Vor kurzem erst kritisierte Said in der London Review of Books die sogenannte Road Map, die für ihn weniger ein Plan zum Frieden als vielmehr zur Befriedigung war: "All dem liegt die Vorstellung zu Grunde, dass die Heftigkeit des palästinensischen Widerstands das eigentliche Problem ist und nicht die israelische Besatzung, gegen die er sich richtet."

Edward W. Said, geboren 1935, wuchs in Jerusalem und Kairo auf und emigrierte als Teenager in die USA. Er war Professor für Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaften an der Columbia University.

Ein Überblick über Schriften und Artikel von Edward Said findet man im Edward Said Archive und bei www.edwardsaid.org.Berühmt wurde Said mit seinem 1978 erstmals erschienenen Buch "Orientalism: Western Conceptions of the Orient", in dem er die Theorie aufstellte, der Orient - vor allem die arabische Welt

- sei eine Erfindung des Westens (mehr dazu hier). Das Buch wurde kürzlich wieder aufgelegt und von Christopher Hitchens in Atlantic Monthly kritisiert:

"The cosmopolitan Edward Said was ideally placed to explain East to West and West to East. What went wrong?" Die Dozentin für Englische Literatur, Clare Brandabur, lieferte in Counterpunch eine Replik. Zuvor hatte Said, ebenfalls in Counterpunch, darüber nachgedacht, warum das Buch damals wie heute für Streit sorgt. Weitere Nachrufe im Guardian (mit links zu Artikeln von Said), ein Abschiedsbrief von Adhaf Soueif, ebenfalls im Guardian, bei der BBC, und the Nation. Viele Nachrufe finden sich auch in arabischen Medien, etwa auf der Seite der Electronic Intifada, bei Muslim Wake Up, Arab News, im Palestine Chronicle schreiben Mustafa Barghouthi und George Naggiar).

 

 

 

The Guardian 25.9.2003 http://www.guardian.co.uk/israel/Story/0,2763,1049793,00.html

World-renowned scholar Edward Said dies

George Wright and agencies

Thursday September 25, 2003

Edward Said, the world-renowned scholar, writer and

critic has died aged 67, it was announced today.

Said died at a New York hospital, his editor Shelly

Wanger said. He had suffered from leukaemia since the

early 1990s.

He was born in 1935 in Jerusalem - then part of

British-ruled Palestine - and raised in Egypt before

moving to the United States as a student. He was for

many years the leading US advocate for the Palestinian

cause.

His writings have been translated into 26 languages

and his most influential book, Orientalism (1978), was

credited with forcing Westerners to re-examine their perceptions of the Islamic world.

His works cover a plethora of other subjects, from

English literature, his academic speciality, to music

and culture. His later books include "Musical

Elaborations" in 1991, and "Cultural Imperialism" in

1993.

Many of his books - including The Question of

Palestine (1979), Covering Islam (1981), After the

Last Sky (1986) and Blaming the Victims (1988) - were influenced directly by his involvement with Palestine. He was a prominent member of the Palestinian parliament-in-exile for 14 years before stepping down 1991.

Said, a professor at Columbia University for most of

his academic career, was consistently critical of

Israel for what he regarded as mistreatment of the Palestinians. He prompted a controversy in 2000 when he threw a rock toward an Israeli guardhouse on the Lebanese border.

Columbia did not censure him, saying the stone was not

directed at anyone, no law was broken and that his

actions were protected by principles of academic

freedom.

He wrote two years ago after visits to Jerusalem and

the West Bank that Israel's "efforts toward

exclusivity and xenophobia toward the Arabs" had

strengthened Palestinian determination.

"Palestine and Palestinians remain, despite Israel's

concerted efforts from the beginning either to get rid

of them or to circumscribe them so much as to make

them ineffective," Said wrote in the English-language

Al-Ahram Weekly, published in Cairo.

His outspoken stance made him many enemies; he

suffered repeated death threats and in 1985 he was

called a Nazi by the Jewish Defence League and his

university office was set on fire.

After the signing of the Oslo peace accords between

Israel and the Palestine Liberation Organisation

(PLO), Said also criticised Yasser Arafat because he

believed the PLO leader had made a bad deal for the Palestinians.

In a 1995 lecture, he said Arafat and the Palestinian

Authority "have become willing collaborators with the

(Israeli) military occupation, a sort of Vichy

government for Palestinians."

Salman Rushdie once said of Said that he "reads the

world as closely as he reads books".

The Irish critic Seamus Deane described him as: "That

rare figure: a truly public intellectual who has a

powerful influence within the academy and also a

potent public presence. He's a very brilliant reader,

of both texts and political situations."

Hamid Dabashi, chairman of Columbia's Middle East and

Asian Languages and Cultures Department, said: "Over

the past three decades he was the most eloquent

spokesman for the plight of the Palestinians."

Said is survived by Miriam, his second wife.

 

 

Sydney Morning Harald 26.9.2003

Palestinian scholar Edward Said dies in New York

Palestinian intellectual Edward Said, whose writings

included the book Orientalism, died in New York at age

67 today after a battle with leukemia, a colleague at

Columbia University said.

Said was a literary critic and theoretician but was

also known as a prominent Palestinian activist.

Arab commentators said Said would be remembered as a Palestinian patriot and a towering intellectual who broke ground in the theory of literature and Orientalist studies.

For many years he was a member of the Palestinian

National Council but he broke with Yasser Arafat in

the belief that the Oslo peace accords signed in 1993

betrayed Palestinian refugees.

Said called the Oslo accords "a Palestinian

Versailles" that further eroded Palestinian human and

national rights, and opposed a segregated two-state

solution to the Palestinian-Israeli conflict,

proposing an integrated, democratic country instead.

"I spoke to Mrs Edward Said and she told me he has

passed away this morning at a New York hospital," said

Hamid Dabashi, chairman of Columbia's Middle East and

Asian Languages and Cultures Department.

Said was a professor of comparative literature at

Columbia. His books include Orientalism, A Question of Palestine and The End of the Peace Process.

His theory of Orientalism said that false and

romanticised images of the Middle East and Asia were

used to justify Western colonialism and imperialism in

the region.

"Over the past three decades he was the most eloquent

spokesman for the plight of the Palestinians," Dabashi

said.

Said's friends recalled him saying he was "not dead

and not alive" as doctors gave him larger doses of

chemotherapy to battle his cancer.

Abdelwahab al-Badrakhan, deputy editor of the leading

pan-Arab newspaper al-Hayat, said: "We lost a peak of

Arab intellect. Edward Said set himself apart by

knowing the feelings of the street.

"He articulated the basis for Palestinian patriotism

and added to his fundamental rejection of Zionism the

idea of Palestinian-Israeli co-existence," Badrakhan

told Reuters in London.

In 2000, Said visited an area of southern Lebanon

recently evacuated by the Israeli military.

In keeping with the custom there of tossing "stones of celebration" across the border with Israel, Said threw such a stone. But when a photographer captured the moment, the widely published picture was used by opponents to paint Said as a rock-throwing militant.

Chibli Mallat, a leading human rights lawyer who

worked with Said on a framework for a democratic

Palestine and a democratic Iraq, called Said's passing

"a unique loss."

"As a supporter throughout his life of a single state

in Palestine-Israel where Jews and Arabs have the same

rights, he has traced against the odds a humanistic

future for an otherwise intractable conflict," Mallat

said by telephone from Beirut.

Said was born in Jerusalem, a Palestinian of Christian

faith, but spent most of his childhood in Cairo,

Egypt. Educated at Princeton University and Harvard

University, he taught at Harvard, Johns Hopkins and

Yale University as well as Columbia.

Journalist Amy Goodman, host of the New York-based

television show Democracy Now! called Said, "The voice

of permanent exile of a man living out of place

continually trying to establish a safe home for his

people."

"He was a voice of rage, of compassion, a voice of the Palestinian people," she said.

Reuters

 

http://electronicintifada.net/v2/article1979.shtml

Edward Said: A lighthouse that navigated us

Ilan Pappe, The Electronic Intifada, 25 September 2003

We, who supported the Palestinian cause, have been

orphaned with the untimely death of Edward Said. For

Israeli Jews, like myself, he was the lighthouse that

navigated us out of the darkness and confusion of

growing in a Zionist state onto a safer coast of

reason, morality and consciousness.

I am sorry I only met Edward in 1988, but I feel

fortunate for the time we did spend together. His

insights of, and inputs on, the global reality in

general and the Palestine one in particular will guide

us all for many years to come. But above all, we shall

miss Edward's unique ability of articulating in the

public sphere the evil inflicted upon the Palestinians

in the past against the continued effort in the

Western media of sidelining, if not altogether

eliminating, the plight and tragedy of Palestine.

There is no one who could easily feel his place on

that stage -- no one who could in few sentences

associate so clearly the wrongs of the past with the

tragedy of the present in the land of Palestine.

The academic and intellectual world would equally be disorientated without his original thoughts and conceptualization on the West's relationship with the world. We should be grateful, nonetheless, that so many of our colleagues went in his footsteps as he so brilliantly deconstructed the power bases and more sinister interests behind the knowledge production in West on the Orient in general and the Middle East in particular.

For those of us who knew him more personally, we have

all lost a dear and genuine friend, with whom one

could talk about the most abstract philosophical

issues and with the same ease move to more mundane

problems in life -- which usually paled in comparison

with his endless and brave struggle against his fatal

illness.

Something of this mixture and balance was also in his

books. He will be remembered, and justly so, for

"Orientalism" and the works that followed shaping and contributing to the post-Colonialist and Cultural Studies. But I will also cherish the "The Politics of Dispossession" -- these short and lucid interventions, quite often immediate reactions to a recent crisis or juncture in the life of Palestine and the Palestinians, but always contextualizing the event and Said's thoughts within the much more broader view on the march of history.

A few weeks ago we had our last meaningful

conversation -- on the phone -- in which he beseeched

me, as he did others I am sure, not to give up the

struggle for relocating the Palestinians' refugee

issue at the heart of the public and global agenda. He

stressed the need to continue the effort of changing

the American public opinion on Palestine and he was

very hopeful and encouraged by he what recognized as a significant change in European public opinion.

Edward probably left more than one spiritual and moral

will to us. The one I am taking is the one above. In

his memory and out of respect to his intellectual

genius as well as to his moral courage, we should

regroup our energies and reorganize our efforts to

impress on the world that there will be no justice and

no peace in Palestine, no stability in the Middle East

and no tranquility in the US relationship with the

Muslim world, without the return of Palestinian

refugees to their home, the end of the Israeli

occupation of the West Bank and the Gaza Strip and the

building of a state in Palestine that would respect

human and civil rights, as did Edward all his life.

May his soul rest in peace.

 

Ilan Pappe is a senior Israeli academic at the

Department of Political Science and M.A, University of

Haifa and the author of many books relating to the

conflict.

 

 

http://www.palestinechronicle.com/story.php?sid=20030925152906727

Tribute to Edward Said - Barghouthi

"A man with great courage and clear conviction Edward

Said was a shining light in a confused world. As a

true intellectual giant, Said inspired all fields with

his accomplishments .."

By MUSTAFA BARGHOUTI

It is with heartbreaking sorrow that the Palestinian

National Initiative announce the tragic death of

Edward Said who passed away today after eleven years

fighting leukemia. At this time our thoughts and love

are with his family. We wish them strength and courage

and assurance that Edward will be a man forever

remembered not only for his incredible achievements

but for his remarkable qualities as a friend. Though

words may do little at such a time to assuage the pain

and grief something must be said to pay homage to a

man and a life we should truly celebrate.

A man with great courage and clear conviction Edward

Said was a shining light in a confused world. As a

true intellectual giant, Said inspired all fields with

his accomplishments. The passion which infused his

intellectual abilities presented him as a man with

clear visions to be greatly admired, trusted and

respected.

Though his beliefs and commitments presented him with

many challenges his statements and many testimonies of

outrage at the hypocrisies, contradictions, and

indignities so rife in the world gave him the

integrity and honesty for which he was renowned.

A prolific writer Said addressed all issues of

culture, colonialism, imperialism, language and

literature. As a Palestinian exile much of his

political writing came from personal memories yet he

remained objective and grounded not only affirming the Palestinian presence but also pointing toward a future where peace is possible. Among spokespeople for the Palestinian cause surely there was none so articulate, so inspiring, so admired.

For the Palestinian National Initiative, a movement

striving for democracy in Palestine itself co-founded

by Dr. Said, the death of this

unique and most prominent leader, a man of values and

integrity who truly believed in freedom and justice is

a great loss. The Mubadara remain determined to follow

in his foot steps, and remain committed to his vision, conveying all his hopes and values not just of a free Palestine, and free Palestinians but of freedom for all, the world over.

The sense of loss felt by the death of such a great

intellect, gentleman and friend is immeasurable. His

eminent work of decades and all that he stood for will

remain forever a monument for justice, and human

rights. As a man of courage, graciousness, hope and

dedication, his memory will remain forever in our

hearts.

About the Author: Dr. Mustafa Barghouthi is the

founder of the Palestinian National Initiative

 

 

Independent - Politik (26-09-2003)

Palestinian, intellectual, and fighter, Edward Said

rails against Arafat and Sharon to his dying bre

26 September 2003The last time I saw Edward Said, I

asked him to go on living. I knew about his leukaemia.

He had often pointed out that he was receiving "state-of-the-art" treatment from a Jewish doctor and

- despite all the trash that his enemies...

 

Homepage von Edward Said:

http://www.edwardsaid.org/

 

www1.news.ch

Donnerstag, 25. September 2003 / 21:47:44

Palästinensischer Intellektueller Said gestorben der linksgerichtete palästinensische Intellektuelle Edward Said.

New York - Einer der weltweit bekanntesten Kritiker sowohl Israels als auch der Autonomiebehörde, der linksgerichtete palästinensische Intellektuelle Edward Said, ist tot. Er starb im Alter von 67 Jahren in New York an Leukämie. Said, ein christlicher Araber, der in Jerusalem geboren wurde, in Kairo aufwuchs und mit 17 Jahren in die USA ging, lehrte an der New Yorker Universität seit 1963 Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaft.

Seit der arabischen Niederlage im Sechs-Tage-Krieg von 1967 befasste Said sich in zahlreichen Büchern mit dem Nahostkonflikt. 14 Jahre lang, bis zu seinem Bruch mit PLO-Chef Jassir Arafat im Jahr 1991, war er Mitglied des Palästinensischen Nationalrates.

Said warf Arafat vor, sich auf den Osloer Friedensprozess eingelassen zu haben; dieser bedeutete seiner Meinung nach nichts anderes als die

bedingungslose Unterwerfung und Entrechtung der palästinensischen Seite und die internationale Legitimation des militärisch in jeder Hinsicht übermächtigen israelischen Staates.

Zugleich kritisierte Said die Autonomiebehörde unter Arafat als undemokratische, korrupte und polizeistaatliche Autokratie.

Said verurteilte die Anschläge von radikalislamischen Gruppen gegen unschuldige Zivilisten. Er plädierte für ein friedliches Zusammenleben von Juden, Moslems und Christen als gleichberechtigte Bürger in einem binationalen, demokratischen Staat.

bert (Quelle: sda)

 

Kurier.at 25.9.2003

Israel-Kritiker Said gestorben

 

Der Kulturwissenschaftler plädierte für einen binationalen Staat.

New York- Edward Said starb im Alter von 67 Jahren in New York nach jahrelangem Kampf gegen eine Leukämie, wie die Columbia University mitteilte. Said, ein christlicher Araber, der in Jerusalem geboren wurde, in Kairo aufwuchs und mit 17 Jahren in die USA ging, lehrte an der New Yorker Universität seit 1963 Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaft.  Seit der arabischen Niederlage im Sechs-Tage-Krieg von

1967 befasste er sich in zahlreichen Büchern mit dem Nahostkonflikt. 14 Jahre lang, bis zu seinem Bruch mit PLO-Chef Yasser Arafat im Jahr 1991, war er Mitglied des Palästinensischen Nationalrates.

Kritik an Autonomiebehörde

Said warf Arafat vor, sich auf den Osloer Friedensprozess eingelassen zu haben; dieser bedeutete seiner Meinung nach nichts anderes als die bedingungslose Unterwerfung und Entrechtung der palästinensischen Seite und die internationale Legitimation des militärisch in jeder Hinsicht übermächtigen israelischen Staates. Zugleich kritisierte er die Autonomiebehörde unter Arafat als undemokratische, korrupte und polizeistaatliche Autokratie. Kompromisslos auch gegenüber den radikalislamischen Gruppen, deren Anschläge gegen unschuldige Zivilisten er verurteilte, plädierte Said für ein friedliches Zusammenleben von Juden, Moslems und Christen als gleichberechtigte Bürger in einem binationalen, demokratischen Staat. Dabei sprach er sich als Übergangslösung für eine vorübergehende staatliche Teilung aus.

Der Kulturwissenschaftler gründete zusammen mit dem argentinisch-israelischen Dirigenten Daniel Barenboim 1999 in der Europäischen Kulturstadt Weimar das internationale "West-Eastern-Divan-Orchestra" mit Musikern aus dem gesamten Nahen Osten. Der seit 1970 verheirate Said war Vater von zwei Kindern. Zu seinen bekanntesten Werken gehört das in 26 Sprachen übersetzte Buch "Orientalism" aus dem Jahr 1978. Seine Autobiografie erschien auf deutsch unter dem Titel "Am falschen Ort". Sein Buch "Das Ende des Friedensprozesses. Oslo und danach" enthält Artikel zum Nahostkonflikt aus den Jahren 1995 bis 2002.

 

Times of India 26.9.2003

A passionate chronicler of the Palestinian cause

SIDDHARTH VARADARAJAN

TIMES NEWS NETWORK[ FRIDAY, SEPTEMBER 26, 2003

01:22:25 AM ]

 

NEW DELHI: Edward Said, one of the world’s leading scholars of comparative literature and a passionate advocate of the Palestinian cause, died in New York on September 25. He was 68 and had been suffering from leukaemia for several years.

Formally speaking a professor of English and comparative literature at Columbia University, Said was truly a polymath whose academic and journalistic work recognised few disciplinary or geographical boundaries. He wrote with equal felicity — and passion — about Palestine, Joseph Conrad, the demonisation of Islam, the writings of Giuseppe Di Lampedusa or the music of Richard Wagner. But his most visceral attachment was to the struggle of Palestinians for self-determination, statehood and dignity. His writings about Palestine, he said once in an interview, ‘‘have the tone of a witness to events that might otherwise go unrecorded’’. Born in Jerusalem to a family of Palestinian Christians, Said studied in Cairo, Princeton and Harvard. His initial work was on Conrad, but as the struggle of the Palestinians took

shape in the 1960s, his intellectual pursuits began to broaden.

In his highly influential Orientalism, published in 1976, Said studied the way in which Western literary representations of Asia and the Middle East were symbiotically linked to the perpetuation of colonial power. He followed this up with The Question of Palestine, an authoritative, scholarly debunking of pro-Israel historiography and an attempt to ‘‘articulate a history of (Palestinian) loss and dispossession that had to be extricated, minute by minute, word by word, inch by inch’’.

In Covering Islam, Said offered a remarkably robust analysis of the biased manner in which the Western media reported about Muslims and the Islamic world. In recent years, Said emerged as an eloquent critic of the Palestinian peace process, the US ‘roadmap’’ and the many compromises Yasser Arafat has made since the Oslo accords.

 

zusammenstellung: sylvia jerusalem

  

 

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