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 UN-Experte:
Palästinensischer Terror ist unvermeidliche Folge der Besatzung

 

Ein von den UN in Auftrag gegebener Bericht unterstellt, dass der palästinensische Terrorismus eine unvermeidliche Folge der israelischen Besatzung und der israelischen Gesetze sei, die  denen der Südafrikanischen Apartheid gleichen – eine Behauptung, die Israel am Dienstag zurückwies, da sie den Hass zwischen Juden und Palästinensern anheizen würde.

 

Der Bericht von John Dugard, einem unabhängigen Ermittler des israelisch-palästinensischen Konfliktes für den UN-Menschenrechtsrat, wird im nächsten Monat vorgestellt, steht aber schon auf der Website der UN.

Dugard, ein südafrikanischer Anwalt, der sich schon in den 80ern gegen die Apartheid ausgesprochen hat, sagt : „der normale Menschenverstand sagt uns, dass man unterscheiden muss zwischen Taten und sinnlosem Terror, wie er von Al-Qaida begangen wird, und Taten, die im Lauf eines  nationalen Befreiungskampfes gegen Kolonialismus, Apartheid oder militärische Besatzung begangen werden.“

„Während palästinensische terroristische Taten beklagt werden müssen, müssen sie als schmerzvolle, aber unvermeidliche Folge von Kolonialismus, Apartheid oder Besatzung gesehen werden,“ schreibt Dugard, dessen 25 Seiten langer Bericht Israel  wegen  seiner Taten und einer Politik anklagt, die allen drei Punkten entsprechen.

Er nennt die Kontrollpunkte und Straßensperren, die die palästinensische Bewegung sehr beschränken, und die Hauszerstörungen, die er mit „Judaisierung Jerusalems bezeichnet.

 

„So lange wie die Besatzung dauert, wird es Terrorismus geben“, behauptet er.

Terrorakte gegen die militärische Besatzung müssen im historischen Kontext gesehen werden,“ sagt Dugard. Deswegen sollte alles unternommen werden, dass die Besetzung schnell zu einem Ende kommt. Bis dies nicht geschehen ist, kann man keinen Frieden erwarten, und Gewalt wird es weiterhin geben.

Israels Botschafter in Genf verriss Dugards Analyse.

 

„Was die Al-Qaida und die palästinensischen Terroristen gemeinsam haben, ist, dass beide absichtlich  auf Zivilisten zielen mit der puren Absicht, sie zu töten,“ sagte Itzhak Levanson. Da Professor Dugard diese wesentliche Tatsache ignoriert, zeigt er seine Unfähigkeit, in seiner Beurteilung objektiv zu sein“.

Prof. Dugard würde der Sache des Friedens besser dienen, wenn er nicht den Hass zwischen Israelis und Palästinensern schüren würde, die gerade mit ernsthaften Gesprächen angefangen haben, um diese kontroverse Situation zu lösen.

 

Dugard wurde 2001 als ehrenamtlicher Experte von der jetzt nicht funktionierenden UN-Menschenrechtskommission berufen, um die Verletzungen nur von israelischer Seite zu untersuchen, woraufhin Israel und die USA seine Berichte sofort als einseitig abwiesen . Israel verweigerte ihm 2006 auch, eine vom UN-Mandat beauftragte Mission nach der Gaza-Offensive  im Gazastreifen durchzuführen.

Der Bericht wird im nächsten Monat bei der ersten regulären Sitzung dieses Jahres des UN- Menschenrechtsrats vorgestellt. Die neue Körperschaft wurde weitgehend kritisiert, sogar von ihrem Gründer dem früheren UN-Generalsekretär Kofi Annan, weil sie die meiste Zeit dazu verwendete, nur die eine Regierung, nämlich Israel, wegen angeblicher Verletzungen zu kritisieren.

  Haaretz, 26.3.08

 

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