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 Ein Goliath im Gewand des David

Die „Israel Defense Forces“ sichern dem jüdischen Staat die unangefochtene
militärische Vorherrschaft im Nahen Osten.

Jürgen Rose
2012

 

1. Streitkräfte und Existenzsicherung

 

„Jeder Staat hat eine Armee, seine eigene oder eine fremde“ (1), lautet ein bekanntes Bonmot, welches Winston S. Churchill zugeschrieben wird, jenem Kriegspremier des British Empire, der im Existenzkampf seines Landes gegen die großdeutsche Wehrmacht seine Landsleute mit der Formel „Blood, Sweat and Tears“ darauf eingeschworen hatte, dem nationalsozialistischen Wahn des „GröFaZ“ (2) bedingungslosen Widerstand entgegenzusetzen – welcher schlußendlich vom totalen Sieg der Alliierten und zugleich von der bedingungslosen Kapitulation des Nazi-Reiches gekrönt wurde. Bis auf den heutigen Tag bedeutsam an jener Aussage erscheint der Verweis auf den Daseinszweck des Militärs, die für den britischen Staatsmann nämlich zuallererst darin lag, die schiere Existenz des Staates und seine nationale Souveränität zu sichern.

 

Jener Auffassung zufolge ist ohne eine verteidigungsfähige Armee eine Existenzgarantie für den Staat nicht zu haben. Andererseits folgt indes hieraus: Verfügt ein Staat über eine schlagkräftige, kampferprobte Streitmacht, besteht kein Anlaß für existentielle Sorgen, zumindest, was die militärische Dimension seiner Sicherheit angeht. Erst recht, quasi in potenzierter Form, gilt dies unter der Prämisse, daß seine Streitkräfte nicht allein konventionell bewaffnet sind, sondern darüber hinaus auch noch über ein nukleares Arsenal, also die ultimative Waffe schlechthin, verfügen.

 

Unter dieser Perspektive betrachtet muß das in weiten Teilen der Politik, der Medien und der Öffentlichkeit jahrzehntelang unhinterfragt tradierte historische Narrativ sowohl des Palästina-Konfliktes im allgemeinen als auch die aktuelle Debatte um einen Angriffskrieg gegen den angeblich nach Nuklearwaffen strebenden Iran im speziellen erhebliche Irritationen erwecken. Denn das überragende Charakteristikum dieser Debatte markiert die gebetsmühlenhafte Beschwörung des Existenzrechts Israels als eines jüdischen (sic!) Staates in sicheren Grenzen. Denn Israel selbst „[sieht] seine eigene nationalstaatliche Existenz in der arabischen Region nach wie vor in Gefahr …: Hamas, Hisbollah, Syrien und Iran begreift es als Erzfeinde, die die Existenz des jüdischen Staates im Orient weiterhin bekämpfen würden, … .“ (3)

 

Vor diesem Hintergrund sah sich die „mächtigste Frau Europas“ (oder auch der Welt), Dr. Angela Merkel, am 18. März 2008 vor der Knesset in Jerusalem veranlaßt klarzulegen: „…die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar“ (4) und ihr Gelübde gar zum „Teil der Staatsräson“ der Bundesrepublik Deutschland zu erklären, nachdem sie bereits zwei Jahre zuvor anläßlich der 42. Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik im Hinblick auf den Iran konstatiert hatte: „Wir wollen und wir müssen die Entwicklung iranischer Nuklearwaffen verhindern. … Der Iran hat mutwillig – ich muss das leider so sagen – die ihm bekannten ‚roten Linien‘ überschritten.“ (5) Woraufhin prompt die Sentenz folgt: „Ich sage dies ganz besonders als deutsche Bundeskanzlerin: Ein Präsident, der das Existenzrecht von Israel in Frage stellt, ein Präsident, der die Existenz des Holocaust leugnet, kann nicht erwarten, dass Deutschland in dieser Frage auch nur die geringste Toleranz zeigt.“ (6) Wer solchermaßen habituell das Existenzrecht eines Staates beschwört, suggeriert seinem Auditorium, daß jenes permanent auf dem Spiele steht, also jenes Staatswesen unablässig existenzgefährdender Bedrohung ausgesetzt ist.

 

Dies muß freilich den unvoreingenommenen Zeitgenossen in gewisses Erstaunen versetzen, denn bekanntlich verfügt Israel seit seinen Gründertagen über eigene Streitkräfte, die in ungezählten Schlachten gegen jeden Feind ihre erdrückende Überlegenheit (7) immer aufs Neue unter Beweis gestellt haben und aus jeder kriegerischen Auseinandersetzung als Sieger hervorgegangen sind. Zudem besitzt Israel nicht nur eine der schlagkräftigsten konventionellen Armeen der Welt, sondern verfügt seit etwa fünfzig Jahren auch über ein beachtliches Arsenal an nuklearen Waffen. Jede dieser Tatsachen rechtfertigt schon für sich allein genommen die Frage, ob und inwieweit das ständige Gerede von der gefährdeten Existenz des jüdischen Staates – zumindest unter militärischen Aspekten – nicht lediglich an den Haaren herbeigezogen ist. Hieraus wiederum resultiert hinreichender Anlaß, die berühmten – und wegen kontinuierlich begangener Verstöße gegen die Menschenrechte sowie das humanitäre Völkerrecht, die bereits unter ihren Vorläuferorganisationen begonnen haben, auch berüchtigten (8) – «Israel Defense Forces (IDF)» einer genaueren Analyse zu unterziehen. Hierzu sollen in einem ersten Teil zunächst Auftrag und Doktrin der «Israelischen Verteidigungsstreitkräfte» untersucht werden, um in Teil zwei dann Struktur und Ausstattung zu analysieren sowie abschließend zu einer Einschätzung des militärischen Kräfteverhältnisses in der Konfliktregion Palästina/Nahost zu gelangen.

 

2. Auftrag und Doktrin der IDF

 

Offiziell, so ist der Homepage der «Tzva haHagana leJisra’el», abgekürzt «Zahal», zu entnehmen, besteht deren Auftrag, ihre „Mission“, darin, „to defend the existence, territorial integrity and sovereignty of the state of Israel“ und „to protect the inhabitants of Israel and to combat all forms of terrorism which threaten the daily life.“ (9) Allem Anschein nach beschränkt sich die Funktion der IDF demzufolge auf Schutz und Verteidigung des Staates und seiner BürgerInnen. An selber Stelle findet sich auch eine Taxonomie der wesentlichen Elemente der Doktrin, welcher die «Israelischen Verteidigungsstreitkräfte» bei ihrer Auftragserfüllung folgen (10). Unter dem Rubrum „Main Doctrine” wird diese in drei Komplexe, nämlich „Basic Points (Grundlagen)“, „Prepare for Defense (Vorbereitung der Verteidigung)“ und „Move to Counter-Attack (Übergang zum Gegenangriff)“ gegliedert und unter letzteren weiter zu konkreten sicherheitspolitischen Zielbeschreibungen operationalisiert. Die Grundlage der Doktrin bilden folgende Prämissen:

 

•          “Israel cannot afford to lose a single war

•          Defensive on the strategic level, no territorial ambitions

•          Desire to avoid war by political means and a credible deterrent posture

•          Preventing escalation

•          Determine the outcome of war quickly and decisively

•          Combating terrorism

•          Very low casualty ratio” (11)

Die Defensive beruht auf zwei Pfeilern, nämlich:

•          “A small standing army with an early warning capability, regular air force
            and navy [und]

•          An efficient reserve mobilization and transportation system” (12)

Die Gegenoffensive schließlich umfaßt:

•          “Multi-arm coordination

•          Transferring the battle to enemy's territory quickly

•          Quick attainment of war objectives” (13)

 

Die gegenwärtige(!) Doktrin der «Israelischen Verteidigungsstreitkräfte» wird demnach geprägt von einer zwar defensiven Orientierung auf der strategischen Ebene, in dem Sinne, daß Israel keine Angriffskriege zum Zwecke territorialer Expansion (so wie in seiner historischen Gründungsphase in den ersten beiden Jahrzehnten) mehr plant. Operativ und taktisch jedoch ist die Doktrin, nach der die «Zahal» operiert, ganz klar daraufhin ausgerichtet, nach dem unmittelbaren Auffangen eines potentiellen Aggressors das Gesetz des Handelns zu bestimmen, indem sie schnellstmöglich koordiniert mit allen Teilstreitkräften zum Angriff übergeht und die Schlacht auf das Territorium des Feindes verlagert, um dort die vorzugsweise nach dem Muster des „Blitzkrieges“ (14) zu führende militärische Auseinandersetzung siegreich und unter möglichst geringen eigenen Verlusten zu beenden – die Möglichkeit, daß die «Israel Defense Forces» sich auch nur bei einer einzigen Gelegenheit einmal einem Gegner als unterlegen erweisen könnten, wird schlechterdings ausgeschlossen.

 

Gerade die letztere Maxime impliziert im Sinne glaubwürdiger Abschreckung eines jeden potentiellen Gegners zwingend eine Doktrin strategischer Überlegenheit gepaart mit unter allen Umständen gesicherter Eskalationsdominanz, deren Realisierung in der Folge wiederum ebenso zwingend ständige und vorauseilende Aufrüstung sowie „die permanente Zurschaustellung des eigenen militärischen Potenzials“ (15) erfordert. In seiner konkreten militärischen, d. h. taktisch-operativen und rüstungstechnologischen Umsetzung bedeutet dies, daß die „IDF doctrine and tactics stress quality of weapons versus quantity; integration of the combined firepower of the three branches of the armed forces; effective battlefield command, communications, and real-time intelligence; use of precision-guided munitions and stand-off firepower; and high mobility.” (16) Um Abschreckung glaubwürdig zu machen, verfolgte die israelische Armee schon sehr früh die dogmatische Praxis, nicht nur jedweden militärischen Angriff, sondern auch jeglichen Akt des Terrorismus auf dem gesamten Territorium des tatsächlichen oder auch vermeintlichen Gegners zu vergelten, wobei darüber hinaus auch präventive militärische Maßnahmen bis hin zu umfassenden kriegerischen Akten nicht ausgeschlossen waren und werden (17). Das Problem dabei: „Unterwirft die Gegenseite sich nicht ihrer Logik, gerät man zum Gefangenen der eigenen Politik.“ (18)

 

Neben den bisher dargelegten, für das Publikum bestimmten Elementen der Doktrin der «Zahal» existiert indes noch deren eher klandestiner Teil, welcher sich auf die israelische Innenpolitik, insbesondere das dortzulande vorherrschende staats- und gesellschaftspolitische Selbstverständnis bezieht. Unter diesem Aspekt nämlich „[gilt] seit dem konstitutiven „Unabhängigkeitskrieg“ von 1948 … das Militär als effizientes Instrument für die Durchsetzung des Zionismus, später der israelischen Interessen. Israel gelingt es, mithilfe zweier Kriege (1948 und 1967) das ganze Gebiet Palästina/Erez Israel unter seine Kontrolle zu bringen, nebst ägyptischer und syrischer Territorien.“ (19) In der Folge wurden die «Israel Defense Forces» zum Träger der Besatzungspolitik, deren wesentliches Ziel zunächst darin besteht, sowohl die eingebürgerten als auch die nicht eingebürgerten Palästinenser unter militärischer Kontrolle zu halten, und darüber hinaus „die Siedlungspolitik in den palästinensischen Gebieten mithilfe des Militärs“ abzuschirmen. „Israel sichert sich mithilfe der Kontrolle dieses Kollektivs die Bedingung für die Fortsetzung der zionistischen Zielsetzung der ‚Judaisierung des Landes der Urväter‘.“ (20) Historisch erwuchs daraus eine „Schlüsselfunktion des Militärs bei der Implementierung des zionistischen Projektes in Erez Israel“ sowie für die Aufrechterhaltung einer „ebenfalls historisch gewachsene[n] politische[n] Ordnung, in der die zentrale politische Frage des Zionismus auf militärische Angelegenheiten reduziert, somit entpolitisiert wird“. (21)

 

Innergesellschaftlich entwickelte sich hieraus ein spezifischer Militarismus, „… dessen Träger die politischen, akademischen, juristischen und wirtschaftlichen Eliten des Landes sind, ebenso wie die Medien und ein Großteil der jüdisch-israelischen Gesellschaft.“ (22) Charakteristisch für dieses Phänomen des auf einem ausgeprägten sozialen Konsens beruhenden „Zivilmilitarismus‘“ ist eine „in weiten gesellschaftlichen Kreisen verinnerlichte Haltung, der militärische Weg sei unabdingbar für die Sicherung der nationalstaatlichen Existenz. Er müsse immer wieder eingeschlagen werden, um die als Erzfeinde begriffenen Gegner zu zerschlagen.“ (23) Über die Jahre hinweg wurde in der politischen Kultur Israels eine Praxis der „Unerlässlichkeit des Krieges“ etabliert, die bedingt, „daß Israels Kriege beinahe automatisch breite öffentliche Unterstützung in der Gesellschaft erhalten.“ (24) Insgesamt gesehen fungiert Israels Militär also sowohl nach außen wie nach innen als „Wächter des Nationalstaates“, wobei es einen Sonderstatus als apolitisch begriffener Sicherheitsakteur genießt (25).

 

Eine Analyse der israelischen Militärdoktrin bliebe unvollständig ohne Berücksichtigung von deren nuklearer Komponente, die heutzutage untrennbar in die allgemeine militärische und politische Strategie Israels integriert ist (26). Zwar hat Israel aus Gründen der Staatsraison die Produktion und den Besitz von Massenvernichtungswaffen niemals offiziell bestätigt und verfolgt diesbezüglich seine sogenannte „Politik der Ambiguität“. Israels Staatspräsident Shimon Peres – übrigens einer der entscheidenden Drahtzieher des israelischen Massenvernichtungswaffenprogramms – merkte diesbezüglich einmal an: „Ambiguity is not a bomb, ambiguity is an attitude and if the ones who want to destroy Israel have an ambiguous fear it is ok. Then you don’t need bombs.“ (27) Doch weiß die Welt nicht erst seit gestern, daß Israel Atommacht ist. Ungeachtet dessen galt die 1969 zwischen Golda Meir und Richard Nixon abgestimmte Formel, daß „Israel nicht als erstes Land in der Region Atomwaffen einführen wird“. Das hinter dieser Verschleierungstaktik steckende Kalkül bestand darin, einerseits die Feinde Israels abzuschrecken, andererseits dank dieser Mehrdeutigkeit nicht mit Forderungen nach Kontrolle oder gar Abrüstung von Waffen konfrontiert zu sein, die man angeblich gar nicht im Arsenal hatte. So konnten Vorschläge für eine nuklearwaffenfreie Zone Nah- und Mittelost, wie sie etwa von Ägypten kamen, regelmäßig vom Tisch gefegt werden. Zu einer andeutungsweisen Modifikation der Ambiguitätspolitik kam es erst vor wenigen Jahren, als im Verlaufe einer Deutschlandvisite 2006 Israels damaliger Premierminister Ehud Olmert in einem Fernsehinterview zwischen den Zeilen die Existenz israelischer Nuklearwaffen einräumte (28). Wörtlich fragte er in die Mikrophone der deutschen TV-Sender Sat1/N24: „Würden Sie sagen, dass das Niveau der Bedrohung gleich ist, wenn sie (die Iraner) Atomwaffen haben wollen wie Frankreich, die Amerikaner, die Russen und Israel?“ (29) Prompt brandete daraufhin in israelische Zeitungen eine Welle der Empörung auf, die rechte Opposition forderte seinen Rücktritt, die linke äußerte Zweifel an seiner Regierungsfähigkeit. Indes hatte sich der israelische Premierminister mit seiner damaligen Aktion offenbar aufs Engste mit dem ehedem amtierenden US-Verteidigungsminister Robert Gates koordiniert, der kurz zuvor während der Anhörung im Kongreß ein gewisses Verständnis für das iranische Streben nach Kernwaffen zu erkennen gegeben hatte. Teheran suche nach einer wirksamen Abschreckungsoption, da man von Nuklearwaffenstaaten umzingelt sei. Namentlich hatte Gates Pakistan im Osten, Rußland im Norden, die USA im Persischen Golf und eben Israel im Westen genannt. Damit besaß Olmert quasi die Rückendeckung der Garantiemacht, um postwendend auf deutschem Boden den zweiten Schritt zu tun und Israel als offizielle Nuklearmacht zu outen - ohne das deutsch-israelische Sonderverhältnis zu gefährden, das seinen Ausdruck nicht zuletzt in der momentan heftige mediale Erregung auslösenden Lieferung nuklearwaffenfähiger U-Boote aus deutschen Werften fand (30).

 

Die Evolution der israelischen Nuklearstrategie vollzog sich im Gleichklang mit der noch darzustellenden Entwicklung des Arsenals (31). Den Ausgangspunkt für die Entscheidung zur Entwicklung der Massenvernichtungswaffen bildete die Überlegung, daß nur diese das absolute und endgültige Abschreckungsmittel gegenüber der arabischen Bedrohung darstellten. Nur mit deren Hilfe konnten vorgeblich die Araber dazu gebracht werden, alle Pläne für eine militärische Eroberung Israels fallen zu lassen und einem Friedensvertrag zu israelischen Konditionen zuzustimmen. Insbesondere die Nuklearwaffen sollten als ultima ratio sicherstellen, daß es nie wieder zu einem Massaker am jüdischen Volk kommen würde. Als symbolische Metapher hierfür diente die sogenannte „Samson-Option“ (32). Diese rekurriert auf einen biblischen Mythos. Demzufolge war Samson nach blutigem Kampf von den Philistern gefangen genommen worden. Sie stachen ihm die Augen aus und stellten ihn in Dagons Tempel in Gaza öffentlich zur Schau. Samson bat Gott, ihm ein letztes Mal Kraft zu geben, und rief: „Ich will sterben mit den Philistern!“ Er schob die Säulen des Tempels beiseite, das Dach stürzte ein und begrub ihn und seine Feinde unter sich. Treffenderweise trugen die israelischen Nuklearwaffen daher den Decknamen „Tempelwaffen“ (33).

 

Mindestens viermal hat die israelische Regierung ernsthaft den Einsatz dieser Waffen erwogen (34):

1.         Während des 6-Tage-Krieges im Juni 1967 hatte Israel die beiden ersten Uran-Atombomben für den Fall zum Einsatz vorbereitet, daß der Erfolg des konventionell geführten Präventivkrieges gegen seine arabischen Nachbarn ausgeblieben wäre.

2.         Während des Yom-Kippur-Kriegs wurde von der israelischen Regierung ein Nuklearwaffenangriff nicht nur erwogen, sondern am 8. Oktober 1973 tatsächlich der Befehl erteilt, 13 Atomwaffen für den Einsatz gegen die militärischen Hauptquartiere der Angreifer in Kairo und Damaskus scharf zu machen, nachdem Verteidigungsminister Moshe Dayan den Zusammenbruch der israelischen Defensivoperationen im Zweifrontenkrieg prognostiziert hatte. Mit dieser nuklearen Mobilmachung gelang es der israelischen Regierung unter Golda Meir, zum einen von den USA massive Nachschublieferungen an Munition und Rüstungsmaterial zu erpressen. Zum anderen entfaltete die nukleare Abschreckung gegenüber Ägypten und Syrien ihre Wirkung, die in der Folge mit ihren Panzertruppen nicht weiter vormarschierten. Nachdem am 14. Oktober die nukleare Alarmbereitschaft zunächst aufgehoben worden war, machten die Israelis wenige Tage später erneut ihre Atomwaffen scharf, nachdem die US-Regierung ihr Strategisches Bomberkommando in Alarmbereitschaft versetzt hatte, um die Sowjetunion von einer Intervention in den Krieg abzuhalten. Die Krise endete erst, als die Kampfhandlungen mit Inkrafttreten eines Waffenstillstandes eingestellt wurden.

3.         Während des Angriffes auf den Libanon 1982 (Operation Oranim) schlug der damalige Verteidigungsminister Ariel Scharon vor, man solle Syrien mit Nuklearwaffen angreifen.

4.         Als am 18. Januar 1991 die irakischen Streitkräfte im Golfkrieg erstmals Al Hussein-Raketen auf Israel abfeuerten, wurde das israelische Militär inklusive der Nuklearstreitkräfte in volle Gefechtsbereitschaft versetzt. Für den Fall eines irakischen Angriffs mit chemischen oder biologischen Gefechtsköpfen existierte eine unverhüllte nukleare Gegenschlagsdrohung Israels.

 

Israel nutzt sein Atomwaffenarsenal indes nicht nur im Kontext der Abschreckung oder der direkten Kriegsführung, sondern auch auf andere, subtilere, aber nicht weniger wirksame Weise (35). Im israelischen Strategiejargon wird dieses Konzept „Nonconventional Compellence“ (nicht-konventioneller Druck) genannt. Der schon zitierte Schimon Peres charakterisierte diese Strategie mit den Worten: „Ein überlegenes Waffensystem zu beschaffen, bedeutet die Möglichkeit, es für die Ausübung von Druck zu nutzen – das heißt die andere Seite zu zwingen, Israels Forderungen zu akzeptieren, was wahrscheinlich die Forderung einschließt, daß der traditionelle Status quo akzeptiert und ein Friedensvertrag unterzeichnet wird.“ (36) Darüber hinaus garantiert das Nuklearwaffenpotential die uneingeschränkte Unterstützung des amerikanischen Verbündeten einerseits und verhindert eine unangemessene Parteinahme Europas zugunsten der arabisch-palästinensischen Position andererseits – immer getreu der Maxime: „Wenn ihr uns in einer kritischen Situation nicht helfen wollt, werden wir euch dazu bringen, uns zu helfen, oder wir werden unsere Atombomben einsetzen.“ (37)

 

(1)       Zit. n. Popp, Peter Andreas: Historisch-politische Bildung in der Bundeswehr im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft zwei Jahrzehnte nach 1989 / 90, in: Gneisenau-Gesellschaft zur Förderung der Offizierschule der Luftwaffe e.V. (Hrsg.): Militärgeschichte in der Bundeswehr, Gneisenau Blätter, Band 10, Glonn 2011, S. 25; http://www.gneisenau-gesellschaft.de/fileadmin/user_upload/Gneisenau_Blaetter/gneisenau_2011_innenteil_ FINAL.pdf.

(2)       Akronym für „Größter Feldherr aller Zeiten“ – eine in der Wehrmachtführung ab 1943 nach der Schlacht von Stalingrad verbreitete spöttische Bezeichnung für den Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Adolf Hitler. Sie leitet sich von einer Ergebenheitsadresse des Generalfeldmarschalls Wilhelm Keitel ab, der als Chef des Oberkommandos der Wehrmacht am 17. Juni 1940, nach Eingang des französischen Waffenstillstandsgesuchs in Hitlers Hauptquartier geschwärmt hatte: „Mein Führer, Sie sind der größte Feldherr aller Zeiten.“

(3)       Amar-Dahl, Tamar: Israels Kriegspolitik und die Palästinenserfrage, in: Israel & Palästina, Zeitschrift für Dialog, Der deutsch-israelische Arbeitskreis für Frieden im Nahen Os-ten, Schwerpunkt: Israel Sicherheitsdiskurs, Wochenschau-Verlag, 3/2010, S. 36; www.diak.org/aktuell/i+p/i+p-3-10-36.pdf.

(4)       Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (Hrsg.): Rede von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel vor der Knesset am 18. März 2008 in Jerusalem, Bulletin der Bundesregierung Nr. 26-1 vom 18. März 2008, Berlin, 18. März 2008, S. 7; http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Bulletin/2008/03/26-1-bk-knesset.html.

(5)       Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (Hrsg.): Rede von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auf der 42. Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik am 4. Februar 2006 in München, Bulletin der Bundesregierung Nr. 12-2 Berlin, 4. Februar 2006, S. 11; http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Bulletin/2001_2007/2006/02/2006-02-04-rede-von-bundeskanzlerin-dr-angela-merkel-auf-der-42-muenchner-konferenz-fuer-sicherheitsp_2.html.

(6)       Ibd., S.12.

(7)       So die Einschätzung des renommierten israelischen Militärhistorikers Martin van Creveld, der seit 1971 an der Historischen Fakultät der Hebräischen Universität Jerusalem Geschichte und Theorie des Krieges lehrt; vgl. Creveld, Martin van: »Israels militärische Überlegenheit ist erdrückend«. Israels Beziehungen zu Ägypten und der Türkei, Interview mit Ramon Schack, in: zenith – Zeitschrift für den Orient, 16.09.2011; http://www.zenithonline.de/deutsch/politik//artikel /israels-militaerische-ueberlegenheit-ist-erdrueckend-002198

(8)       Vgl. hierzu vor allem das epochale Werk des israelischen Historikers Ilan Pappe: Die ethnische Säuberung Palästinas, Frankfurt am Main 2007. Dort werden sämtliche Details der Verbrechen, die von den Vorläuferorganisationen der 1948 gegründeten israelischen Streitkräfte im Vorfeld und im Zuge der Staatsgründung Israels am palästinensischen Volk begangen wurden, akribisch beschrieben.

In den auf die Gründung des jüdischen Staates folgenden Jahrzehnten kam es wegen der verbrecherischen Kriegs- und Besatzungspolitik israelischer Regierungen immer wieder zu spektakulären Verweigerungsaktionen in den Reihen der IDF. Besonders aufsehenerregend und sowohl innerhalb der israelischen Zivilgesellschaft als auch der Streitkräfte extrem umstritten war die öffentlichkeitswirksam in der Presse erklärte Gehorsamsverweigerung von 27 Piloten der israelischen Luftwaffe, darunter sogar der als Fliegerheld hoch dekorierte Brigadegeneral Yiftah Spektor, die erklärten, keine weiteren Einsätze zu sogenannten „gezielten Tötungen“ im besetzten Gazastreifen und dem Westjordanland zu fliegen; vgl. hierzu u. a. Grossmann, David: Wir zerstören uns selbst. Die 27 israelischen Piloten verweigern ihren Dienst zu Recht, in: Die Zeit, Nr. 43, 16. Oktober 2003, http://www.zeit.de/2003/43/Israel, Follath, Erich/Großbongardt, Annette: Verräter und Patrioten. Die Piloten der israelischen Luftwaffe sind der Stolz der Nation – und spalten sie jetzt. Seit sich 27 von ihnen weigern, Angriffe in den Palästinensergebieten zu fliegen, und dabei auch von Intellektuellen unterstützt werden, streitet das Land erbittert über Recht und Unrecht des Besatzungsregimes, in: Der Spiegel, 41/2003, 6. Oktober 2003, S. 132 – 135, www.spiegel.de/spiegel/print/d-28781131.html, Goodman, Amy: Democracy Now!: Former Israeli Air Force Captain Reports Israeli Pilots Deliberately Missing Targets Over Concerns of Civilian Casualties, 9 August 2006, http://www.democracynow.org/article.pl?sid=06/08/091422204, Marsden, Chris: Israel: Air Force pilots reject participation in targeted assassinations, World Socialist Web Site, 4 December 2003, http://www.wsws.org/articles/2003/dec2003/isra-d04_prn.shtml, Andromidas, Dean: Israeli Pilots Refuse Occupation Orders, in: Executive Intelligence Review, October 3, 2003, http://www.larouchepub.com/other/2003/3038idf_pilots.html, Avnery, Uri: Israeli pilots refuse to fulfil "immoral and illegal orders". Refuseniks face state-sponsored campaign of "defamation, incitement and character assassination", 28 September 2003, http://www.btinternet.co.uk/uavnery57.htm, Anonym: Erklärung israelischer Luftwaffenpiloten und Reservisten, 27.09.2003: "Wir verweigern Angriffe in den besetzten Gebieten", http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Israel/verweigerer2.html, Avnery, Uri: Die prächtigen 27 - israelische Piloten verweigern unmoralische Befehle, ZNet Deutschland vom 27.09.2003 (übersetzt von: Ellen Rohlfs), http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/001920.html, Myre, Greg: Reserve pilots in Israel balk at 'illegal' strikes. 27 sign petition saying they will re-fuse missions to spare Palestinian civilians, in: New York Times, September 25, 2003, http://sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2003/09/ 25/MN250306.DTL sowie Shapira, Yonathan: An Israeli Pilot Speaks Out, January 23, 2003, http://www.counterpunch.org/shapira01232004.html.

In Israel gibt es darüber hinaus die sogenannten „Refuseniks“, eine Verweigerungsbewegung der Infanteriesoldaten, die etwa 500 Soldaten umfaßt und sich bis heute so gehalten hat; vgl. hierzu Friedrich, Rudi: Friedensarbeit und Kriegsdienstverweigerung in Israel. Bericht über eine Vortrags-Rundreise der israelischen Friedensgruppe „New Profile“ durch Deutschland, in: ZivilCourage, Nr. 1, Februar 2007, S. 10f, Oekentorp, Felix: Widerstand gegen israelische Militär- und Besatzungspolitik. Interview mit dem israelischen Kriegsdienstverweigerer Hagai Matar, in: ZivilCourage, Nr. 1, Februar 2007, S. 12f, Friedrich, Rudi: Israel: Hunderte von Soldaten und Reservisten verweigerten Einsatz im Libanon, in: zivil, Nr. 4/2006, S. 16, War Resister’s International (Hrsg.): Kriegsdienstverweigerung in Israel. Ein nicht anerkanntes Menschenrecht, http://www.wri-irg.org/de/co-isr-03.htm, Goodman, Amy: Israelische Soldaten weigern sich. „Ich halte das für Kriegsverbrechen“ Interview mit Yonatan Shapira und Bassam Aramim, Mitglieder der israelisch-palästinensischen Gruppe «Combatants for Peace», Gratis-Flugblatt des Münchner Bündnisses gegen Krieg und Rassismus, August 2006, http://www.gegen-krieg-undrassismus.de, Keller, Adam: Kriegsdienstverweigerung – außerhalb des Rampenlichts, in: Rundbrief „KDV im Krieg“, Nr. 1/2006, S. 20 – 22 sowie amnesty international Deutschland (Hrsg.): Urgent Action Nr: UA-030/2003, AI-Index: MDE 15/016/2003, 29.01.2003.

Der Autor persönlich hatte in den Jahren 1994 und 1995 die Gelegenheit zur intensiven Begegnung mit einem ehemaligen „Spieß“, also Kompaniefeldwebel, der israelischen Fallschirmtruppe namens Gadi Sternbach aus Giv‘at Yehsha‘ayahu zwischen Jerusalem und Ashkelon, der sich im Jahr 1982 geweigert hatte, am Angriffskrieg gegen den Libanon teilzunehmen und dafür ins Gefängnis gesteckt worden war.

Sehr aufschlußreich ist auch der sogenannte Goldstone-Bericht, der nach der von den IDF im Zeitraum 27. Dezember 2008 bis 18. Januar 2009 unter der Operationsbezeichnung „Gegossenes Blei“ durchgeführten Offensive im Gazastreifen im Auftrag des UN-Menschenrechtsrates von der «United Nations Fact Finding Mission on the Gaza Conflict» unter Federführung des südafrikanischen Richters Richard Goldstone verfaßt wurde; vgl. United Nations–General Assembly–Human Rights Council (ed.): Human Rights in Palestine and Other Occupied Arab Territories. Report of the United Nations Fact-Finding Mission on the Gaza Conflict, New York, 25 September 2009; http://www2.ohchr.org /english/bodies/hrcouncil/docs/12session/A-HRC-12-48.pdf

Ganz aktuell findet derzeit in Israel ein Gerichtsprozeß statt, der sich um die Berichterstattung darüber dreht, daß Israels Armee entgegen eigenen Angaben gezielt militante Palästinenser getötet hatte, obwohl sie diese auch hätte festnehmen können. Nota bene: Gegenstand des Prozesses sind nicht etwa die illegalen Mordaktionen der «Zahal», sondern ist die Offenlegung derselben durch den Journalisten Uri Blau von der Tageszeitung Haaretz; siehe hierzu: Blau, Uri: License to kill. A Magazine investigation reveals operational discussions in which the fate of wanted men and innocent people was decided, in: Haaretz, 27. November 2008; http://www.haaretz.com/license-to-kill-1.258378 sowie Münch, Peter: In Feindeshand. Weil er aus geheimen Militärdokumenten zitiert hat, wird dem israelischen Reporter Uri Blau nun der Prozess gemacht, in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 127 vom 4. Juni 2012, S. 15; http://www.sueddeutsche .de/medien/journalist-in-israel-vor-gericht-in-feindeshand-1.1373641.

(9)       Israel Defense Forces (ed.): Israel Defense Forces - Doctrine; http://www.idf.il/1497-en/Dover.aspx.

(10)     Ebenfalls als Bestandteil der offiziellen Doktrin der «Israelischen Verteidigungsstreit-kräfte» firmieren die Ethik („Ethics“), das Selbstverständnis („Spirit of the IDF“) sowie die dort geltenden Wertvorstellungen („Basic Values / Values“), auf die an dieser Stelle je-doch nicht weiter eingegangen werden soll; siehe Israel Defense Forces (ed.): a. a. O..

(11)     Israel Defense Forces (ed.): a. a. O..

(12)     Ibd..

(13)     Ibd..

(14)     Vgl. hierzu Shabtai, Shay: Israel’s National Security Concept: New Basic Terms in the Military-Security Sphere, in: Strategic Assessment, Volume 13, No. 2, August 2010, p. 7 – 18; www.inss.org.il/upload/(FILE)1283416564.pdf. Dort heißt es diesbezüglich: „Israel strove for extended periods of calm and for the longest possible postponement of the next military conflict, and when the situation demanded, for a quick decision in the military campaign.”

(15)     Amar-Dahl, Tamar: a. a. O., S. 39.

(16)     Anonymous: Israel Special Weapons Guide – Strategic Doctrine; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/doctri ne.htm

(17)     Vgl. hierzu Seligmann, Rafael: Israels Doktrin führt zum Krieg. Vergeltungsaktionen erschweren den Friedensprozess im Nahen Osten, in: Welt Online, 17. April 2001; http://www.welt.de/103474903.

(18)     Ibd..

(19)     Amar-Dahl, Tamar: a. a. O., S. 37f.

(20)     Ibd., S. 37.

(21)     Ibd., S. 37.

(22)     Ibd., S. 39.

(23)     Ibd., S. 39.

(24)     Ibd., S. 39.

(25)     Vgl. ibd., S. 40.

(26)     Vgl. zum Folgenden Rose, Jürgen: Die »Tempelwaffen« – Israel: fünftstärkste Nuklearmacht, in: W&F – Wissenschaft und Frieden, Nr. 4/2004, S. 51 – 54; http://www.wissenschaft-und-frieden.de/seite.php?artikelID=0342; ders.: Sharons Zündhölzer für Arabiens Öl. Israels Massenvernichtungswaffen (I). Aufstieg zur fünftstärksten Nuklearmacht der Welt, in: Freitag – Die Ost-West-Wochenzeitung, Nr. 26, 18. Juni 2004, S. 8; http://www.freitag.de/politik/0426-israels-massenvernichtungswaffen-i, sowie ders.: Sterben mit den Philistern. Israels Massen-vernichtungswaffen (II). Seit 1967 wurden in den Kriegen und Konflikten mit der arabischen Umgebung mehrfach Nuklearschläge in Erwägung gezogen, in: Freitag – Die Ost-West-Wochenzeitung, Nr. 27, 25. Juni 2004, S. 9; www.freitag.de/2004/27/04270902.php.

(27)     Zit. n. Raska, Michael: Beyond the “Bomb in the Basement”: Israel's Nuclear Pre-dicament and Policy Options'', in: Asian Journal of Public Affairs, vol. 1, no. 2, 2007, p. 22; http://www.spp.nus.edu.sg/ajpa/pdf/Issue02.pdf.

(28)     Vgl. hierzu Rose, Jürgen: Olmerts Outing. Atompoker. Der Premierminister leitet den Wandel der israelischen Nuklearstrategie ein, in: Freitag – Die Ost-West-Wochenzeitung, Nr. 51/52, 22. Dezember 2006, S. 1; www.freitag.de /2006/52/06520102.php.

(29)     Vgl. Empörung über Olmerts Atomwaffen-Geständnis. Es ist ein offenes Geheimnis, aber Israel hat nie öffentlich den Besitz von Atomwaffen zugegeben. Jetzt hat Regierungschef Ehud Olmert erstmals indirekt angedeutet, dass sein Land Nuklearwaffen besitzt und damit Empörung in Israel ausgelöst, in: Spiegel Online, 11. Dezember 2006; http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,453882,00.html; Anonym: Olmerts Eigentor. Der israelische Ministerpräsident hat erstmals angedeutet, dass sein Land im Besitz von Nuklearwaffen ist und sich damit in die Defensive manövriert. Erste Rücktrittsforderungen ließen nicht lange auf sich warten, in: Süddeutsche.de – Politik, 12.12.2006; http://www.sueddeutsche.de/politik/atomwaffenaeusserungolmertseigentor1.838662 sowie Anonym: „Kluger Tabubruch“? Olmerts Atomwaffen-Eingeständnis, in FAZ.NET, 12.12.2006; http://www.faz.net/-gpf-tl31.

(30)     Vgl. zu dieser Thematik Weiland, Severin: Heikler U-Boot-Deal mit Israel, in: Spiegel Online, 3. Juni 2012; http://www.spiegel.de/politik/deutschland/lieferung-deutscher-u-boote-an-israel-provoziert-kritik-a-836715.html; Anonym (heb/dpa/dapd): Netanjahu lobt deutsche U-Boot-Lieferungen, in: Spiegel Online, 3. Juni 2012; http://www.spiegel .de/politik/ausland/atom-u-boote-israels-premier-netanjahu-lobt-deutsche-u-boote-a-836962.html; Gathmann, Florian/ Medick, Veit: Union macht Schröder für U-Boot-Deal mitverantwortlich, in: Spiegel Online, 4. Juni 2012; http://www .spiegel.de/politik/deutschland/u-boot-deal-mit-israel-opposition-verlangt-aufklaerung-a-836855.html; Augstein, Jakob: Die deutsche Atom-Lüge, in: Spiegel Online, 4. Juni 2012; http://www.spiegel.de/politik/ausland/u-boote-fuer-israel-wie-deutschland-die-sicherheit-in-nahost-gefaehrdet-a-836816.html.

Der tiefere Grund, warum der seit langen Jahren bekannte Sachverhalt, daß die Bundesrepublik Deutschland entgegen allen völkerrechtlichen Verpflichtungen und der innerstaatlichen Gesetzeslage Atomwaffenträgersysteme in das nahöstliche Kriegsgebiet liefert, genau zu jenem Zeitpunkt in die öffentliche Debatte gehoben wird, dürfte den immer untrüglicheren Kriegsvorbereitungen Israels gegenüber dem Iran geschuldet sein; einen deutlichen Hinweis hierauf liefert Autor Jörg Lau in der jeglicher Illoyalität gegenüber Jerusalem unverdächtigen Wochenzeitung DIE ZEIT, wo er darauf verweist, daß mit der gesicherten nuklearen Vergeltung jeglicher Angriffskriegsgrund ersatzlos entfallen ist, wenn er schreibt: „Der U-Boot-Deal hat eine übersehene Pointe, weil er Benjamin Netanjahus apokalyptischer Iran-Rhetorik zuwiderläuft: Ein Israel mit Atom-U-Booten, vor denen die Staaten der Region sich fürchten, steht nicht wehrlos vor einem »zweiten Auschwitz«, wie der Premierminister gern suggeriert.“ In der Tat! Siehe Lau, Jörg: Freundschaftsdienst. Die wahre Staatsräson: Warum es richtig ist, dass Deutschland atomwaffenfähige U-Boote nach Israel liefert, in: Die Zeit, Nr. 24 vom 6. Juni 2010, S. 1; http://blog.zeit.de/joerglau/2012/06/06/warum-es-richtig-ist-dass-deutschland-atomwaffenfahige-u-boote-nach-israel-liefert_5586.

(31)     Vgl. zu dieser Thematik Hersh, Seymour M.: Atommacht Israel. Das geheime Vernichtungspotential im Nahen Osten, München 1991; Steinbach, John: Israels Massenvernichtungswaffen: eine Bedrohung des Friedens; http://www .antikriegsforum-heidelberg.de/palest/hintergrund/israels_mvw_steinbach.htm; englisches Original: Steinbach, John: Israeli Weapons of Mass Destruction: a Threat to Peace, Centre for Re-search on Globalisation (CRG), 3 March 2002; http://www.globalresearch.ca/articles/STE203A.html; Gerhard Piper: antimilitarismus in-formation: Israels Atomstreitkräfte; http://www.antimilitarismus-information.de/ausgaben/2001/3-01_2.htm sowie Hough, Harold: Israel reviews its nuc-lear deterrent, in: Jane’s Intelligence Review, vol. 10, no.11, November 1998, pp. 11-13.

(32)     Vgl. hierzu Hersh, Seymour M.: a. a. O., S. 144f und S. 233.

(33)     Diese Tarnbezeichnung für die israelischen Nuklearwaffen nennt Seymour M. Hersh: a. a. O., S. 233. Sehr aufschlußreich ist auch die Analyse von Lieutenant Colonel Warner D. Farr, U.S. Army: The Third Temple's Holy of Holies: Israel's Nuclear Weapons, Counterproliferation Paper No. 2, USAF Counterproliferation Center, Air War College, Air University, Maxwell Air Force Base, Alabama, September 1999; http://www.au.af.mil/au/awc/awcgate/cpc-pubs/farr.htm.

(34)     Vgl. Gerhard Piper: a. a. O.; Farr, Warner D.: a. a. O.; Johannsen, Margret: Dynamit und Atom. Rückblicke und Ausblicke auf Entwaffnungsszenarios im Nahen Osten, in: S+F Vierteljahresschrift für Sicherheit und Frieden, Heft 3–4/2003, S. 160; http://www.ifsh.de/dokumente/artikel/131_pdf&filename=Johannsen_157-163.pdf sowie Hersh, Seymour M.: a. a. O., S. 233ff und S. 370.

(35)     Vgl. hierzu Johannsen, Margret: a. a. O., S. 160; Steinbach, John: a. a. O. sowie Farr, Warner D.: a. a. O..

(36)     Zit. n. Steinbach, John: a. a. O..

(37)     Zit. n. Steinbach, John: a. a. O..

 

 

3. Finanzierung, Führungsstruktur und Wehrsystem der IDF

 

Der Rüstungsetat
 


Damit die «Zahal» (die "Israeli- schen Verteidigungsstreitkräfte") ihren Auftrag erfüllen und die strategischen Zielvorgaben der politischen Führung umsetzen kann, investiert der Staat Israel jedes Jahr enorme Summen in sein militärisches Dispositiv. Waren es in den Anfängen seiner Existenz noch durch-schnittlich 9 Prozent des Bruttosozialproduktes (BSP) jährlich, so schnellte dieser Anteil nach den Kriegen von 1967 und 1973 dramatisch empor bis er in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ein Maximum von circa 24 Prozent erreicht hatte (1). Seitdem sank der Rüstungshaushalt kontinu-ierlich wieder auf etwa neun Prozent des BSP. Dennoch wies Israel im Jahr 2008 unter den entwickelten Staaten der Welt den größten Anteil von Rüstungsausgaben am BSP auf; der Pro-Kopf-Betrag an Militärausgaben für jeden Israeli belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 2.300 USD (2). Die Budgetansätze für den israelischen Sicherheitssektor für das Jahr 2010 illustriert nachfolgende Graphik:

 

Quelle: Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT, Informationssystem "Europäische Sicherheitsforschung" (esfo): www.sicherheitsforschung-europa.de – Israel; http://www.sicherheitsforschung-europa.de/servlet/is/2074/israel_budget_a.

 

Für 2012 waren im israelischen Haushalt die folgenden Ausgaben für den Sicherheitssektor vorgesehen (3):

Verteidigungsministerium:   10.357 Mio. EUR       (50.352 Mio. NIS)

Heimatschutzministerium:    2.172 Mio. EUR         (10.559 Mio. NIS)

Ausgaben für zivile Notfälle:   42 Mio. EUR (204 Mio. NIS)

Nationaler Sicherheitsrat:     6,4 Mio. EUR (31 Mio. NIS)

Koordination der Aktivitäten in den »Territories«:  16,7 Mio. EUR (81 Mio. NIS)

Bezogen auf den Anteil am Gesamthaushalt liegen die israelischen Rüstungsausgaben im internationalen Vergleich mit rund 17 Prozent weit vor den auf diesem Gebiet nicht eben als sparsam bekannten USA und erst recht vor Deutschland einsam an der Spitze, während sich der Ansatz für den Bereich öffentliche Ordnung und Sicherheit, wie nachfolgende Graphik zeigt, mit circa 4 Prozent auf vergleichsweise durchschnittlichem Niveau bewegt:


Quelle: Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT, Informationssystem "Europäische Sicherheitsforschung" (esfo): www.sicherheitsforschung-europa.de – Israel; http://www.sicherheitsforschung-europa.de/servlet/is/2074/israel_budget_b.jpg

 

Zwar wird in der öffentlichen Debatte in Israel immer wieder Kritik an den exorbitanten Militärausgaben laut, doch verpufft diese weitgehend wirkungslos. So hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Januar 2012 statt der im Zuge der Sozialproteste versprochenen Kürzung des Verteidigungsetats eine Erhöhung des Militärbudgets angekündigt. Der Verteidigungshaushalt werde um drei Milliarden Schekel (etwa 613.000 Euro) aufgestockt, denn er sei zu dem Schluß gekommen, daß angesichts der Lage in der Region eine Kürzung des Militäretats ein „großer Fehler“ wäre (4).

 

Zusätzlich zu seinem nationalen Rüstungsbudget kann Israel noch über Finanzmittel verfügen, die das Ausland bereitstellt. So war Israel als strategisch bedeutsamer Partner und wichtigster Verbündeter der USA im Nahen Osten seit 1976 Jahr für Jahr der größte Empfänger von Militärhilfe, die das US-amerikanische Verteidigungsministerium bereitstellt (5), wobei die Vergabe dieser Mittel an die Bedingung geknüpft ist, damit ausschließlich Produkte der US-Rüstungsindustrie zu kaufen (6), die wiederum nur für den Eigenbedarf des Landes eingesetzt werden dürfen. Während der ersten Amtszeit der Bush-Regierung von 2001 bis 2005 erhielt Israel im Foreign-Military-Financing-Programm knapp 10,5 Mrd. USD (7). Im Fiskaljahr 2009 belief sich die US-Militärhilfe auf einen Betrag von 3,075 Mrd. USD; wobei noch einmal zusätzliche Zahlungen in Höhe 236 Mill. USD speziell für Entwicklungsprojekte im Bereich der «Ballistic Missile Defense» (BMD) erfolgten (8). Auch aus der Bundesrepublik Deutschland erhält Israel seit Jahrzehnten großzügigste Unterstützung. So illustriert nachfolgende Graphik, daß die Lieferung von insgesamt sechs atomwaffenfähigen U-Booten in das nahöstliche Kriegsgebiet vom deutschen Steuerzahler mit insgesamt über 1.100 Millionen Euro subventioniert wurde rsp. wird (9):


 

 

Die Führungs- und Kommandostruktur der «Israel Defense Forces»

 

Die IDF (10) unterliegen der politischen Kontrolle durch den Premierminister Israels als Oberbefehlshaber sowie den zivilen Verteidigungsminister, dem das Verteidigungs- oder richtiger: das Kriegsministerium unterstellt ist. In der Realität werden jedoch wichtige Entscheidungen vom Premierminister, dem Verteidigungsminister und dem Chef des israeli-schen Generalstabes gemeinsam gefällt. Letzterer wird auf Vorschlag des Verteidigungsministers von der Regierung berufen und auch wieder entlassen. Somit ist eine zivile Kontrolle des Militärs in Israel formal sichergestellt. Bemerkenswert und problematisch zugleich ist freilich der Umstand, daß das israelische Militär keinerlei ziviler Gerichtsbarkeit unterliegt. Zudem ist hervorzuheben, daß die Generalstabschefs in Israel nicht nur innerhalb des militärischen Bereiches, sondern fast immer auch im politischen System und oftmals ebenso im wirtschaftlichen Sektor eine Schlüsselstellung innehaben.

 

Generalstabschefs in höchste Positionen von Staat und Wirtschaft

 

Die nähere Betrachtung der Biographien der israelischen Generalstabschefs (11) ergibt, daß diese nahezu allesamt im Anschluß an ihre militärische Verwendung und Positionen in Staat und Wirtschaft hatten rsp. immer noch innehaben. So fungierten fünf ehemalige Generalstabschefs als Ministerpräsidenten oder stellvertretende Ministerpräsidenten, nämlich Jigael Jadin, Jitzchak Rabin, Rafael Eitan, Ehud Barak und Mosche Ja‘alon. Als Verteidigungsminister amtierten die vormaligen Generalstabschefs Mosche Dajan, Jitzchak Rabin, Ehud Barak und Scha'ul Mofas. Wenn, wie die aufgeführten Fälle demonstrieren, ehemalige Generalstabschefs in genau diejenigen höchsten politischen Führungspositionen im Staate aufsteigen, denen die Kontrolle des Militärs obliegt, muß es selbstredend mehr als fragwürdig erscheinen, von einer gesicherten Unterstellung der Streitkräfte unter die zivile Staatsführung zu sprechen. Auch andere Ministerien, wie das Außen-, das Landwirtschafts-, das Arbeits-, das Handels- und Industrie-, das Entwicklungs-, das Umwelt-, das Tourismus-, das Verkehrs- sowie das Ministerium für strategische Angelegenheiten wurden von ehemaligen Generalstabschefs geführt. Daneben bekleideten jene Befehlshaber auch höchste Positionen in der Wirtschaft des Landes; so war Mordechai Maklef Generaldirektor der Dead Sea Works, welche die Phosphat-Industrie um das Tote Meer erschloß sowie auch Generaldirektor des Citrus Fruits Marketing Council und der Israel Chemicals. Dan Schomron wiederum wurde nach seiner Dienstzeit Vorsitzender des staatlichen Rüstungskonzerns Israel Military Industries. Was sich anhand der diversen Generalstabschefs zeigen läßt, gilt in großem Umfang erst recht für die übrigen Generäle und hohen Stabsoffiziere der «Zahal». Sowohl Staat als auch Wirtschaft sind vollkommen durchdrungen von der Militärelite; zugespitzt läßt sich Israel als „Militärdemokratie“ apostrophieren (12).

 

Dem Generalstabschef untersteht als höchstem militärischen Vorgesetzten in den israelischen Streitkräften der Generalstab (13), dem, wie nachfolgende Graphik illustriert, die klassischen Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine, die Regionalkommandos, die unterschiedlichen Direktorien sowie alle weiteren Kommando-behörden der IDF nachgeordnet sind. Seit kurzem erst untersteht dem Generalstabschef zudem das neu gebildete gemeinsame Oberkommando der israelischen Spezialeinsatzkräfte („Depth Corps“) (14).

 





 

Quelle: Israel Defense Forces (ed.): Structure; http://dover.idf.il/IDF/English/about/structure/default.htm;

 

 

Im Hinblick auf die problematische Verfilzung von Politik, Wirtschaft und Militär ist dem Schaubild zu entnehmen, daß dem Generalstabschef auch die Verwaltung für die Rüstungsentwicklung und die Rüstungsindustrie (Maf’at) unterstehen. Dazu zählen Israel Military Industries (IMI), Rafael (Armaments Development Authority) und Israel Aircraft Industries, Ltd. (IAI) (15). Darüber hinaus ist dem Organigramm als bedeutsamer Umstand zu entnehmen, daß die «Israelischen Verteidigungsstreitkräfte» die Autorität über die palästinensischen Besatzungsgebiete ausüben.

 

Wehrstruktur und Umfang der «Zahal»

 

In den drei Teilstreitkräften dienten im Jahr 2011 aktiv etwa 176.500 Soldaten und Soldatinnen, davon 133.000 im Heer, 34.000 in der Luftwaffe und 9.500 in der Marine (16). Als geplante Personalreserve standen zu diesem Zeitpunkt insgesamt 445.000 Männer und Frauen zur Verfügung, so daß die IDF im Kriegsfall regulär auf bis zu 621.500 Uniformierte anwachsen konnte (17). Berücksichtigt man die Gesamtzahl aller israelischen Bürger, die den Militärdienst absolviert haben und somit prinzipiell als Reservisten für die Streitkräfte verfügbar wären, so beläuft sich dieses Potential auf zusätzlich 2 bis 2,5 Millionen Personen (18). Dieses Zahlenverhältnis von Präsenz- und Reservekräften „show[s] just how dependent Israel is on reserve versus active manpower“ (19). Wegen der geringen Größe des Landes ist darüber hinaus die Mobilmachungsgeschwindigkeit möglichst starker Reservistenkontingente von großer Bedeutung. Ein Verband beliebiger Größe muß daher in höchstens 48 Stunden voll ausgerüstet und organisiert an jedem beliebigen Frontabschnitt einsatzbereit sein. Tatsächlich erreichen die meisten Einheiten dieses Ziel in 24 Stunden, und vor allem Luftwaffenverbände, die aus Reservisten bestehen, sind sogar innerhalb von 12 Stunden einsatzbereit (20). Als paramilitärische Kräfte stehen darüber hinaus 7.650 Angehörige der Grenzpolizei parat.

 

Wehrpflicht auch für Frauen

 

Das Wehrsystem in Israel ist ungeachtet des Anteils professioneller Militärkader (21), der ähnlich wie in anderen Armeen auf freiwilliger Basis gegen entsprechende Besoldung Dienst leistet, durch die – weltweit einzigartig – für beide Geschlechter gleichermaßen geltende allgemeine Wehrpflicht charakterisiert. Letztere beträgt drei Jahre für Männer und zwei Jahre für die Frauen (22). In Berührung mit dem Militär kommen die Israelis bereits von frühester Jugend an, denn „[es] ist nicht übertrieben zu sagen, daß das Aufwachsen von Jungen (weniger stark von Mädchen) in der israelischen Gesellschaft ‚von der Tatsache bestimmt ist, daß sie von Geburt an dazu bestimmt sind, Soldaten zu sein‘.“ (23) Militärische Sozialisation beginnt in Israel also nicht erst mit dem Einfluß des Militärs auf Wehrpflichtige oder Berufssoldaten, sondern bereits im Kindergarten- und Schulalter (24). In weiterführenden Schulen wird unter Aufsicht der Streitkräfte und des Erziehungsministeriums vorbereitende militärische Ausbildung durchgeführt. Es finden Treffen mit Repräsentanten verschiedener Militäreinheiten und Besuche auf Militärstützpunkten im Land statt. Viele Teenager absolvieren einen einwöchigen „Pseudo“-Grundkurs, die sogenannte „Gadna-Woche“, in der sie lernen, Waffen zu benutzen, und während dessen Dauer sie auch Uniformen tragen. Fast alle Jugendlichen nehmen außerdem an dem sogenannten „Yom Hak-heilot“ teil, dem Korps-Tag, an dem Mädchen und Jungen für den Militärdienst vorbereitet werden. Dieses eintägige Seminar, das in Kooperation mit den weiterführenden Schulen stattfindet, wird von nahezu allen Zwölftklässlern besucht. „So kommt es, dass in einem Land mit fast 8 Millionen Menschen der allergrößte Teil in der Armee war oder ist und auch als Reservist Teil der Armee bleibt.“ (25) Auch insofern erscheint der Staat Israel als eine Art „Militärdemokratie“ (s. o.).

 

Ausnahmen bei der Wehrpflicht

 

Grundsätzlich werden von Gesetzes wegen alle tauglichen israelischen StaatsbürgerInnen mit 18 Jahren eingezogen, tatsächlich ist es jedoch so, daß „despite a general impression that the majority of Israeli citizens are conscripted, only about 50% of potential conscripts actually serve in the military.” (26) Ausgenommen von der Wehrpflicht sind alle nichtjüdischen, schwan¬geren oder verheirateten Frauen sowie Juden, die bestimmten strengen Formen der Orthodoxie angehören (Haredim) (27), worüber über letzeres unter dem Aspekt der Wehrgerechtigkeit mittlerweile immer wieder erheblicher Unmut in der israelischen Gesellschaft aufwallt (28). Ebenfalls nicht der Wehrpflicht unterliegen, mit Ausnahme der Drusen, die muslimischen und christlichen israelischen Araber, was auf den mehr noch als in der Zivilgesellschaft im israelischen Militär latent vorherrschenden islamfeindlichen Rassismus hinweist (29). Einwanderer können, je nach Alter und Personenstand bei der Einreise, befreit werden oder einen kürzeren Wehrdienst ableisten (30). In den Genuß einer kürzeren Wehrdienstdauer unter komfortableren Rahmenbedingungen kommen auch Personen, denen die Streitkräfte aus Karrieregründen den Status eines „outstanding athlete“, „outstanding dancer“ oder „outstanding musician“ verliehen haben (31). Hochschulstudenten können vom Wehrdienst zurückgestellt werden. Für Juden, die religiöse Studien in einer entsprechenden Studieneinrichtung (Jeschiwa) mit dem Militärdienst kombinieren wollen, wurden kombinierte Programme namens Hesder eingerichtet (32). Die Minderheiten der Tscherkessen, Samaritaner und der arabischen Negev-Beduinen dienen auf freiwilliger Basis größtenteils ebenfalls in der «Zahal» (33).

 

Manchmal Haftstrafe bei Verweigerung

 

Die Verweigerung des Militärdienstes (34) ist für Männer eine langwierige Prozedur mit mehreren Anhörungen, an deren Ende sich der Verweigerer vor einem Gewissens-Komitee zu verantworten hat (35). Darauf folgen eventuell Gerichtsverfahren (vergleichbar mit der Totalverweigerung in Deutschland), an deren Ende der Verweigerer fast immer vom Wehrdienst befreit ist, allerdings unter Umständen mit einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden kann. Als Alternative zur Verweigerung bieten sich innerhalb der Streitkräfte im Regelfall aber Posten außerhalb der Kampfeinheiten, z. B. beim Erteilen von Zivilschutzunterricht an Schulen. Rechtlich ist es nur orthodox-religiösen Frauen gestattet, der Wehrpflicht aus Gewissensgründen nicht nachzukommen (da nach Auffassung eines Teils des orthodoxen Judentums allein der Mann zur Verteidigung Israels verpflichtet ist) und einen zivilen Ersatzdienst (sherut leumi) von ein oder zwei Jahren zu leisten. Im Gegensatz zu Frauen, die Ersatzdienst leisten, werden Männer, die ihrer Wehrpflicht nicht nachkommen, bis heute oft gesellschaftlich geächtet, da es in Israel meistens als selbstverständlich gilt, daß ein Mann den Armeedienst leistet. Verweigerung kann auch zu sozialen Benachteiligungen führen. Ähnliches gilt für eine Ausmusterung wegen Konsums illegaler Drogen, auch „weicher Drogen“.

 

Nach Beendigung der Wehrpflichtzeit wird jeder Soldat einer Reserveeinheit zugeteilt (36). Formal sind Männer im Rahmen des alljährlichen Reservedienstes (Miluim) bis zur Vollendung des 42. Lebensjahres (rsp. des 51. bei Offizieren) und Frauen bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres zu einem Militärdienst von bis zu 39 Tagen im Jahr, in Notzeiten auch länger, verpflichtet. Tatsächlich werden mittlerweile Frauen allgemein überhaupt nicht und Männer über 35 oft nicht mehr zum Reservedienst einberufen; Männer im Alter von 41 oder 45 Jahren werden üblicherweise endgültig aus dem Militärdienst entlassen. Zwecks Steigerung der Truppenmoral erfolgt die Einberufung miteinander bereits bekannter Kameraden aus der aktiven Dienstzeit zum Reservedienst zumeist in den gleichen Einheiten.

Aufgrund ihres hohen Modernitätsgrades ihres Rüstungsarsenals (37) sowie ihrer in vielen Kriegen stets bewiesenen äußerst bemerkenswerten Kampfmoral gelten die Streitkräfte Israels allgemein als die schlagkräftigsten des Nahen Ostens (38).

 

Die Landstreitkräfte sind in 5 Korps mit 16 Divisionen mit wiederum insgesamt 79 Brigaden gegliedert. An Hauptwaffensystemen (39) stehen diesen Verbänden 3.110 Kampfpanzer (40) (zusätzlich in Reserve eingelagert sind weitere 1.265 ältere Typen (41)), 7.900 Schützenpanzer und gepanzerte Gefechtstransporter (zusätzlich in Reserve eingelagert sind ungefähr 3.566 veraltete Typen (42)), 1.300 Artilleriegeschütze und Raketenwerfer sowie geschätzt 1.500 Panzerabwehrwaffensysteme (43) zur Verfügung.

 

Luftwaffe das Rückgrat der IDF

 

Die israelische Luftwaffe, die «Cheil ha-Awir we-ha-Chalal» oder auch «Israeli Air Force» (IAF) (44) zählt zu den weltweit modernsten Luftstreitkräften und stellt mit ihrem Potential das Rückgrat der «Israel Defense Forces» dar. In ihrer Gliederung entspricht sie der deutschen Bundesluftwaffe während des Kalten Krieges, d. h. in der IAF sind sämtliche Luftangriffs- und Luftverteidigungskräfte sowie die nuklearen Flugkörpergeschwader integriert.

 

Insgesamt besitzt die «Israeli Air Force» 11 Einsatzflugplätze und verfügt über (45):

•          14 aktive Staffeln mit 72 Abfangjägern und 386 Jagdbombern (sowie 5 Reservestaffeln mit weiteren 434 Kampfflugzeugen in Reserve),

•          1 Staffel mit 33 Spezialflugzeugen zur Luftraumüberwachung, Gefechtsführung, Frühwarnung, elektronischen Aufklärung und Kampfführung sowie Seeaufklärung (sowie eine Reservestaffel)

•          3 Staffeln mit 77 Transport- und Tankflugzeugen,

•          3 Staffeln mit 153 Verbindungs- und Schul- sowie Löschflugzeugen,

•          4 Staffeln mit 110 Kampfhubschraubern (sowie eine Reservestaffel),

•          5 Staffeln mit 79 Transporthubschraubern (sowie eine Reservestaffel),

•          3 Staffeln mit Aufklärungs- und Kampfdrohnen (UAV),

•          3 Flugabwehrraketenregimenter mit 26 Batterien »Hawk«, »Patriot« und »Arrow« sowie darüber hinaus 1250 leichte Fliegerabwehrraketen und 920 Flugabwehrgeschütze,

•          3 strategische Flugkörpergeschwader mit bis zu 150 ballistischen Nuklearraketen »Jericho-2« und »Jericho-3« (46).

 

Darüber hinaus ist die IAF auch für die militärischen Aktivitäten Israels im Weltraum sowie dessen Komponenten, wie die »Ofeq«-Aufklärungs- (47) und »Amos«-Kommunikationssatelliten (48) und auch die zugehörigen Transportsysteme, wie die Trägerrakete »Shavit« (49), zuständig.

 

Marine mit nuklearwaffenfähigen U-Booten

 

Die israelische Marine, die «Cheil haJam haJisra'eli» oder auch «Israeli Sea Corps» (ISC) (50), bildet die kleinste Teilstreitkraft der IDF. Sie verfügt über drei Einsatzbasen und besteht aus einer Lenkwaffenkorvetten- und Flugkörperschnellboot-Flottille, einer U-Boot-Flottille und einer Kommando-Flottille mit Spezialeinsatzkräften sowie drei Patrouillenbootgeschwadern mit (51):

•          3 Lenkwaffenkorvetten,

•          10 Flugkörperschnellbooten,

•          3 nuklearwaffenfähigen U-Booten,

•          56 Patrouillenbooten,

•          6 Unterstützungsschiffen,

•          2 Landungsbooten (1 Landungsschiff in Reserve),

•          13 Marinehubschraubern

 

Spezialeinsatzkräfte auch für Attentate

 

Eine besondere Rolle spielen neben den klassisch organisierten Teilstreitkräften noch die Spezialeinsatzkräfte der IDF (52). Unter diesen sind der 1974 gegründete Jechidat Schaldag (53) („Einheit Eisvogel“, Tarnbezeichnung Einheit 5101) der Israelischen Luftstreitkräfte, der Sajeret Matkal (54) („Späher des Generalstabes“) des Heeresnachrichtendienstes Aman sowie die bereits 1948 gegründete Schajetet 13 (55) („Flottille 13“) der Israelischen Marine hervorzuheben. Ferner besitzt „every brigade in the IDF … its own special force branch.” (56) Das Einsatzspektrum dieser Special Forces reicht von nachrichtendienstlicher Aufklärung in der Tiefe des Raumes und der Abwehr feindlicher Aufklärung, über direkte Kommandooperationen und Kampfeinsätze, asymmetrische Kriegführung, Terrorismusbekämpfung, gezielte Tötungen (Attentate), und Geiselbefreiung, Befreiungs- und Rettungsoperationen bis zur bewaffneten Flugbegleitung. Zusammen mit der Jechidat Hiluz we-ha-Pinu'i Behethes 669, der Airborne Rescue And Evacuation Unit (57) der IAF, werden die genannten Spezialeinheiten auf Weisung des derzeitigen Generalstabschefs Generalleutnant Benny Gantz unter einem gemeinsamen, ihm direkt unterstellten Spezialeinsatzkommando mit der Bezeichnung «Depth Force» zusammengefaßt (58), um ihre Schlagkraft im Rahmen einer neudefinierten Einsatzdoktrin zu verstärken. Letztere zielt unter dem Rubrum „War between Wars“ darauf ab, den Kampf gegen Terroristen, Waffenschmuggler sowie gegen die Proliferation von Massenvernichtungswaffen vom eigenen rsp. unmittelbar angrenzenden Territorium still und verdeckt bis weit in die Tiefe, die laut Gantz „so-called outer circle of threats“ (59) zu tragen. Laut nicht näher genannten Quellen aus den IDF, „this ‘outer circle’ encompasses the Horn of Africa and other zones around the Middle East where Iranian, Palestinian and al-Qaida groups operate.” (60) Mit diesem Konzept orientiert sich die eng mit den US-Streitkräften kooperierende «Zahal» an dem von diesen vorgegebenen Trend, der weg von schwergepanzerten Großverbänden hin zu kleinen, hochbeweglichen und -technisierten Spezialkräften weist (61), die tief im Feindesland operieren. Im April 2012 bestätigte Generalstabschef Gantz, daß die Anzahl verdeckter Kommandounternehmen in der Region mittlerweile drastisch zugenommen hat (62). In einem seiner seltenen Interviews, welches er der größten israelischen Tageszeitung Yediot Ahronot gegeben hat, erläuterte er, daß die «Israel Defense Forces» den Auftrag hätten, „to carry out ‚strategic strikes deep inside hostile territory‘.” (63) Im Vergleich zu früheren Jahren, sagte er, habe es „a ‚tens of percent‘ increase in special missions operational tempo“ (64) gegeben und ergänzte: „You almost won’t find a point in time that nothing is happening somewhere around the world. … It’s not my invention, and I am not taking credit. I am escalating all those special operations.“ (65) Das neue «Depth Force»-Kommando der israelischen Spezialkräfte wird mit dem US-amerikanischen Special Operations Command (SOCOM) verglichen, das von Fort Bragg aus operiert; geführt wird es von Generalmajor Shai Avital, der in früheren Jahren schon den Sajeret Matkal kommandiert hatte. (PK)

 

 

Jürgen Rose ist Oberstleutnant der Bundeswehr a. D. und Vorstandsmitglied der kritischen SoldatInnenvereinigung „Darmstädter Signal“.

 

(1)       Vgl. Anonymous: Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces#Budget.

(2)       Ibd..

(3)       Vgl. Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT, Informati-onssystem "Europäische Sicherheitsforschung" (esfo): www.sicherheitsforschung-europa.de – Israel; esfo Informationssystem - Israel http://www.sicherheitsforschung-europa.de/servlet/is/2074/.

(4)       Vgl. Anonym (AFP): Israel erhöht Verteidigungsetat trotz anderslautender Ankündigung; http://www.stern.de/news2/aktuell/israelerhoehtverteidigungsetattrotzanderslautenderankuendigung1771294.html.

(5)       Vgl. Anonymous: Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces#Budget

(6)       Vgl. John A. Battilega, David R. Beachley, Daniel C. Beck, Robert L. Driver, Bruce Jackson (eds.): The Emerging Global Armament System and the Future of Warfare - Country Study Israel; published June 2001; http://www.fas.org/irp/nic/battilega/israel.pdf.

(7)       Vgl. Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte.

(8)       Vgl. Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): Middle East Military Balance Files – Israel, Tel Aviv 2012, p. 3; http://www.inss.org.il/upload/(FILE)1336472780.pdf.

(9)       Vgl. hierzu vor allem Nassauer, Otfried: Weitere Deutsche Nuklearwaffenträger für Israel? - Die Dolphin-U-Boote, 4. Aktualisierung vom Dezember 2011; http://www.bits.de/public/stichwort/dolphin3.htm sowie Anonym (mmq): Deutschland subventioniert U-Boot für Israel; http://www.spiegel.de/politik/deutschland/waffendeal-deutschland-subventioniert-u-boot-fuer-israel-a-774904.html

(10)     Vgl. Pike, John (ed.): Israel Defense Forces Tzvah Haganah L'Yisrael, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/idf.htm

sowie Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte

(11)     Vgl. zum Folgenden Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte

(12)     Vgl. hierzu Klein, Uta: Militär und Männlichkeit in Israel; Beitrag zur 1. Tagung des Arbeitskrei-ses für interdisziplinäre Männerforschung: Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften (AIM Gender) mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Referat Geschichte, 3. Februar 2001; http://www.fk12.tu-dort-mund.de/cms/ISO/de/arbeitsbereiche/soziologie_der_geschlechterverhaeltnisse/Medienpool/AIM_Beitraege_erste_Tagung/Klein.pdf; Balke, Ralf: Die Rolle des Militärs in der israelischen Gesellschaft, Anti Defamation (ADL) Kommission von Bnai Brith Zürich, 13.11.2005; http://www.anti-defamation.ch/index.php?id=26&section=2; sowie Kompetenzkollektion (Shel-lyMontreal): Die IDF – eine Armee mit vielen Facetten; https://israelkompetenzkollektion.wordpress.com/2012/04/22/die-idf/.

(13)     Vgl. zum Folgenden Anonymous: General Staff of the Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/General_Staff_of_the_Israel_Defense_Forces.

(14)     Vgl. Opall-Rome, Barbara: Israel Approves New Joint SOF Command, December 15, 2011; http://www.defensenews.com/article/20111215/DEFSECT02/112150306/Israel-Approves-New-Joint-SOF-Command; Katz, Yaakov: Security and Defense: The war between wars, in: The Jerusalem Post., August 26, 2012; http://www.jpost.com/Features/FrontLines/Article.aspx?id=269516 sowie Anonymous: Depth Corps; http://en.wikipedia.org/wiki/Depth_Corps.

(15)     Vgl. Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT, Informationssystem "Europäische Sicherheitsforschung" (esfo): a. a. O..

(16)     Vgl. hierzu und im folgenden Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 11.

(17)     Anthony H. Cordesman und Aram Nerguizian kommen in ihrer Analyse sogar auf eine volle Mobilisierungsstärke von 633.000 SoldatInnen; vgl. dies.: The Arab-Israeli Military Balance. Conventional Realities and Asymmetric Challenges, Center for Strategic and International Studies (CSIS), Washington, DC, June 29, 2010, p. 8; http://csis.org/files/publication/100629_Arab-IsraeliMilBal.pdf.

(18)     Vgl. Anonymous: Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces.

(19)     Vgl. Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 8.

(20)     Vgl. hierzu Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte.

(21)     Offiziell werden Zahlenangaben zum Umfang der IDF und ihrer Personalstruktur vom israelischen Verteidigungsministerium strikt geheimgehalten, so daß sich die jeweiligen Anteile von Grundwehrdienstleistenden (GWDL) einerseits, Zeit- und Berufssoldaten (SaZ/BS) anderer-seits lediglich schätzen lassen. Grundsätzlich ist aufgrund des hohen Technisierungsgrades der GWDL-Anteil bei Luftwaffe und Marine eher gering, beim personalintensiven Heer dagegen höher. Nimmt man die Verhältnisse der deutschen Bundeswehr während des Kalten Krieges, wo der GWDL-Anteil etwas mehr als die Hälfte des Personalumfangs ausmachte, zum Anhalt und berücksichtigt darüber hinaus das wegen der für Männer und Frauen geltenden Dienstpflicht sehr hohe Wehrpflichtigenaufkommen in Israel, so dürften der Anteil an GWDL in den IDF bei etwa zwei Drittel, also rund 120.000 SoldatInnen liegen, während sich der SaZ/BS-Anteil auf ein knappes Drittel, also circa 56.000 Offiziere und Unteroffiziere, belaufen dürfte. Bemerkenswert ist das mit durchschnittlich 46 Jahren relativ frühzeitige Pensionsalter für die Berufssoldaten; vgl. Arad, Boaz: Israel Needs a Professional Army, Jerusalem Institute for Market Studies, Jerusalem, November 2010, p. 7; http://www.jims-israel.org/pdf/PParmyenglish.pdf

(22)     Vgl. Anonymous: Conscription in Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Conscription_in_Israel sowie Anonymous: Women in the Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Women_in_the_Israel_Defense_Forces.

(23)     Klein, Uta: a. a. O., S. 1.

(24)     Vgl. Klein, Uta: a. a. O., S. 1.

(25)     Kompetenzkollektion (ShellyMontreal): a. a. O..

(26)     Anonymous: Conscription in Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Conscription_in_Israel. Vergleiche darüber hinaus zum Wehrpflichtsystem in Israel und dessen gesellschaftspolitischen Implikationen Balke, Ralf: a. a. O.; Wokoeck, Ursula: Wie allgemein ist der allgemeine Wehrdienst?, Heinrich Böll Stiftung Israel, Tel Aviv, September 2007; http://www.il.boell.org/downloads/07_09_Wehrpflicht_in_Israel.pdf; Klein, Uta: a. a. O.; Arad, Boaz: a. a. O..

(27)     Vgl. Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte.

(28)     Vgl. Anonymous: Conscription in Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Conscription_in_Israel.

(29)     Einerseits aufschlußreich hierfür, aber andererseits auch bezüglich erratischer Ausnahmen erscheint folgende Begebenheit in der »Jechidat Hiluz we-ha-Pinu'i Behethes 669«, der Spezialeinheit der israelischen Luftwaffe zur Rettung abgeschossener oder abgestürzter Piloten: „An administrative error recently led to the first-ever female Muslim Israeli-Arab joining 669 as a paramedic. Since the unit is typically involved in sensitive and highly classified operations, soldiers serving in this unit require an extremely high security classification. Consequently, a Muslim had never been permitted to serve the unit. However, this soldier had just graduated from her paramedics' training course with top honors, and was immediately placed with 669. Subsequent investigation later revealed that an administrative error had been made. Yet, due to her exceptional skills, her commanding officer decided to allow her to remain despite the breach of IDF regulations.” Anonymous: Unit 669; http://en.wikipedia.org/wiki/Unit_669.

(30)     Vgl. hierzu Roller, Timo/Buchali, Stefan/Ugele, Frank: Einzigartiges Israel – Version 2.04i – Militär (»Zahal«), 2. August 2010; http://www.einzigartiges-israel.de/html/178-militaer.html sowie Anonymous: Conscription in Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Conscription_in_Israel; und Anonymous: Women in the Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Women_in_the_Israel_Defense_Forces.

(31)     Vgl. Anonymous: Conscription in Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Conscription_in_Israel.

(32)     Vgl. Anonymous: Conscription in Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Conscription_in_Israel; Anonymous: Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces sowie Roller, Timo/Buchali, Stefan/Ugele, Frank: a. a. O..

(33)     Vgl. Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte.

(34)     Vgl. zum folgenden Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte

(35)     Zur schwierigen Situation der Kriegsdienstverweigerer in Israel informiert detailliert und aktuell der „Rundbrief KDV im Krieg“, der von „Connection e. V.“ in Offenbach herausgegeben wird; http://www.Connection-eV.de.

(36)     Vgl. zum folgenden Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte.

(37)     Vgl. Pike, John (ed.): Israel Military Guide, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/index.html.

(38)     Vgl. Anonym: Israelische Streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Streitkräfte; Kompetenzkollektion (ShellyMontreal): a. a. O.; Creveld, Martin van: »Israels militärische Überlegenheit ist erdrückend«. Israels Beziehungen zu Ägypten und der Türkei, Interview mit Ramon Schack, in: zenith – Zeitschrift für den Orient, 16.09.2011; http://www.zenithonline.de/deutsch/politik//artikel/

israels-militaerische-ueberlegenheit-ist-erdrueckend-002198/; Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O. sowie diess.: The Egyptian Military and The Arab-Israeli Military Balance. Conventional Realities and Asymmet-ric Challenges, Center for Strategic and International Studies (CSIS), Washington, DC, Febru-ary 10, 2011; http://csis.org/files/publication/110210_egypt-arab-israeli_mil_bal.pdf.

(39)     Vgl. Pike, John (ed.): Israel - Army Equipment, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/army-equipment.htm.

(40)     Vgl. hierzu und im folgenden Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 12; siehe auch Anonym: Israelisches Heer; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelisches_Heer.

(41)     Vgl. Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 12.

(42)     Vgl. Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 13.

(43)     Vgl. Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 16.

(44)     Vgl. Pike, John (ed.): Israel Air Force [IAF] / Air Corps (Hel Avir), GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/iaf.htm.

(45)     Vgl. hierzu Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 15f; Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 22 – 29; Anonymous: Israeli Air Force; http://en.wikipedia.org/wiki/Israeli_Air_Force; Anonym: Israelische Luftstreitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Luftstreitkräfte sowie Pike, John (ed.): Israel - IAF Equipment, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/iaf-equipment.htm.

(46)     Vgl. Anonymous: Jericho 1/2/3 (YA-1/YA-3) (Israel), Offensive weapons; http://articles.janes.com/articles/Janes-Strategic-Weapon-Systems/Jericho-1-23-YA-1YA-3-Israel.html; Anonym: Jericho (Rakete); http://de.wikipedia.org/wiki/Jericho_(Rakete); Anonymous: Jericho (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Jericho_(missile); Missilethreat.com (ed.): Jericho 2; http://www.missilethreat.com/missilesoftheworld/id.57/missile_detail.asp; ders.: Je-richo 3; http://www.missilethreat.com/missilesoftheworld/id.58/missile_detail.asp; Federation of American Scientists (ed.): Israel Special Weapons Guide – Nuclear Weapons, January 8, 2007; http://www.fas.org/nuke/guide/israel/nuke/index.html; Nuclear Threat Initiative (NTI) (ed.): Israel – Missile, Last updated: June, 2012, James Martin Center for Nonproliferation Studies at the Monterey Institute of International Studies; http://www.nti.org/country-profiles/israel/delivery-systems/; Cordesman, Anthony H.: Israeli Weapons of Mass Destruction – An Overview, Center for Strategic and International Studies (CSIS), Washington, DC, June 2, 2008; http://csis.org/files/media/csis/pubs/080602_israeliwmd.pdf; Wisconsin Project on Nuclear Arms Control (ed.): Israel Missile Update – 2005. The Risk Report, Volume 11 Number 6 (November-December 2005), Washington, DC; http://www.wisconsinproject.org/countries/israel/IsraelMissile2005.html; Pike, John (ed.): Jericho 1, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/jericho-1.htm; ders.: Jericho 2, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/jericho-2.htm; Livovitz-Dar, Sarah: Strike Range: Jericho Missiles, the Answer to the Threat from Iran, Maariv, Israel, 11 February 2012; http://watchingamerica.com/News/142556/strike-range-jericho-missiles-the-answer-to-the-threat-from-iran/ sowie grundsätzlich Neuneck, Götz: Raketenbedrohung und Weltraumbewaffnung, Naturwissenschaftliche Beiträge zur Friedensforschung, Vorlesung vom 11. Dezember 2007; http://www.znf.uni-hamburg.de/Folien1112.pdf.

(47)     Vgl. Anonym: Ofeq; http://de.wikipedia.org/wiki/Ofeq und Anonymous: Ofeq; http://en.wikipedia.org/wiki/Ofeq.

(48)     Vgl. Anonym: Amos (Satellit); http://de.wikipedia.org/wiki/Amos_(Satellit) und Anonymous: Amos (satellite); http://en.wikipedia.org/wiki/Amos_(satellite).

(49)     Vgl. Anonym: Shavit; http://de.wikipedia.org/wiki/Shavit; Anonymous: Launch vehicle; http://en.wikipedia.org/wiki/Launch_vehicle und Anonymous: Shavit; http://en.wikipedia.org/wiki/Shavit.

(50)     Vgl. Pike, John (ed.): Israeli Sea Corps Tzva Hagana L'Yisrael Heyl Ha'Yam, GlobalSecu-rity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/navy.htm.

(51)     Vgl. hierzu Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 22 – 25; Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 30f; Anonym: Israelische Marine; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Marine; Anonymous: Israeli Navy; http://en.wikipedia.org/wiki/Israeli_navy sowie Pike, John (ed.): Israel - Navy Equipment, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/navy-equipment.htm.

(53)     Vgl. hierzu Anonym: Jechidat Schaldag; http://de.wikipedia.org/wiki/Jechidat_Schaldag sowie Anonymous: Shaldag Unit; http://en.wikipedia.org/wiki/Shaldag_Unit.

(54)     Vgl. hierzu Anonym: Sajeret Matkal; http://de.wikipedia.org/wiki/Sajeret_Matkal

sowie Anonymous: Sajeret Matkal; http://en.wikipedia.org/wiki/Sayeret_Matkal.

(55)     Vgl. hierzu Anonym: Schajetet 13; http://de.wikipedia.org/wiki/Schajetet_13 sowie Anony-mous: Shayetet 13; http://en.wikipedia.org/wiki/Shayetet_13.

(56)     Vgl. Anonymous: Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces. Zu den vom israelischen Militär unterhaltenen Spezialeinheiten siehe auch Anonymous: IDF Special Forces; http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Society_&_Culture/forcestoc.html Forster, Peter: Israels neues Kommando für Vorstösse in die Tiefe des Raumes, in: Zeit-Fragen, Nr. 8 vom 20.2.2012; http://www.zeit-fra¬gen.ch/index.php?id=680 Anonymous: Saye-ret; http://en.wikipedia.org/wiki/Sayeret#Other_units; Anonymous: Sajeret; http://de.wikipedia.org/wiki/Sajeret; Anonymous: Maglan; http://en.wikipedia.org/wiki/Maglan; Anonymous: Yahalom (IDF); http://en.wikipedia.org/wiki/Yahalom_(IDF); Anonymous: Alpinist Unit; http://en.wikipedia.org/wiki/Alpinist_Unit; Anonymous: Duvdevan Unit; http://en.wikipedia.org/wiki/Duvdevan sowie Anonymous: Egoz Reconnaissance Unit; http://en.wikipedia.org/wiki/Egoz_Reconnaissance_Unit

Über die oben genannten Spezialkräfte hinaus existieren mindestens noch weitere folgende Spezialeinheiten:

•          Jechidat Duvdevan – Subordinate to the Paratroopers Brigade, Duvdevan is a specialized unit particularly noted for conducting undercover operations and counter-terror missions in the West Bank and Gaza Strip;

•          Jechidat Egoz – Subordinate to the Golani Brigade, Egoz is an elite unit that specializes in guerrilla and anti-guerrilla warfare;

•          Jechidat Maglan – a commando unit which specializes in operating behind enemy lines;

•          Jechidat Meitar/Moran – a unit operating long range precision-guided missiles;

•          Jechidat 101 – historische Fallschirmjägereinheit;

•          Jechidat Rimon ¬– Aufklärer des Süd-Kommandos;

•          Jechidat Okez – Hundeeinheit;

•          Jechidat ha-Alpinistim – Sondertruppe für den Gebirgskampf, namentlich auf dem Hermon (2814 Meter über Meer), schützt elektronische Horchposten auf dem Her-mon und dem Har Avital;

•          Sajeret Nachal – Eilteeinheit der Nachal-Brigade (Central Command);

•          Sajeret Golani – Aufklärungseinheit der Golani-Brigade (Northern Command);

•          Sajeret Giv'ati – Aufklärungseinheit der Giv'ati-Brigade (Southern Command);

•          Sajeret Schaked – Aufklärungseinheit;

•          Sajeret Zanchanim – Aufklärungseinheit der Fallschirmjäger Brigade;

•          Schajetet ha-Zolelot – U-Boot-Einheit;

•          Palsar 7 – the 7th Armored Brigade reconnaissance unit;

•          Palsar Schirjon;

•          Palsar 188 – the Barak Armored Brigade reconnaissance unit;

•          Palsar 401 – the 401st Brigade reconnaissance unit;

•          Palsar Tzanhanim (paratroopers) (Central Command);

•          Yahalom – Yahalom is the IDF's combat engineering unit for special operations;

•          Unit Yaltam – Salvage and Recovery unit;

•          Unit Yaban – Force Protection unit (allows female fighters);

•          Unit Yanmam – airborne-capable anti-aircraft unit;

•          Lotar Eilat – reserve force counter-terrorism / hostage-rescue unit based at the southern Israeli port city of Eilat.

(57)     Vgl. hierzu Anonymous: Unit 669; http://en.wikipedia.org/wiki/Unit_669.

(58)     Siehe hierzu Katz, Yaakov: a. a. O.; Forster, Peter: a. a. O.; Opall-Rome, Barbara: US Special Ops focuses on raids, Israel focuses on deep recon. Israel May Merge Units For Farflung Missions, November 15, 2011; http://snafu-solomon.blogspot.de/2011/11/us-special-ops-focuses-on-raids-israel.html; dies.: a. a. O., December 15, 2011; Schreiber, Sholom: Israel Escalates Covert Operations Against Hostile Regimes, 31 May 2012; http://jewishvoiceny.com/index.php?view=article&catid=99%3Adefense&id=1245%3Aisrael-escalates-covert-operations-against-hostile-regimes&tmpl=component&print=1&page=&option=com_content&Itemid=282#; Fitsanakis, Joseph: New Israeli special forces command escalates covert action, IntelNews, May 30, 2012; http://intelnews.org/2012/05/30/01-1001/ sowie Anonymous: Depth Corps; http://en.wikipedia.org/wiki/Depth_Corps

(59)     Siehe hierzu Opall-Rome, Barbara: a. a. O.; diess.: a. a. O., December 15, 2011; Fitsanakis, Joseph: a. a. O.; Schreiber, Sholom: a. a. O. sowie Anonymous (UPI): Israel said to escalate covert operations, May 26, 2012; http://www.lebanonwire.com/1205MLN/12052616UP.asp.

(60)     Schreiber, Sholom: a. a. O.. Vgl. auch Opall-Rome, Barbara: a. a. O.; dies.: .: a. a. O., De-cember 15, 2011; Fitsanakis, Joseph: a. a. O.; Anonymous (UPI): a. a. O, May 26, 2012 sowie Anonymous (UPI): Special Reports – Israel's military gets ready for Plan Oz, Tel Aviv, May 30, 2012; http://www.upi.com/Top_News/Special/2012/05/30/Israels-military-gets-ready-for-Plan-Oz/UPI-92111338403193/.

(61)     Vgl. Anonymous (UPI): a. a. O., May 30, 2012.

(62)     Vgl. Katz, Yaakov: a. a. O. sowie Opall-Rome, Barbara: Israel’s Growing Commando Force Eyes V-22s, April 28, 2012; http://www.defensenews.com/article/20120428/DEFREG04/304280002/Israel-8217-s-Growing-Commando-Force-Eyes-V-22s?odyssey=tab.

(63)     Fitsanakis, Joseph: a. a. O..

(64)     Opall-Rome, Barbara: a. a. O., April 28, 2012.

(65)     Schreiber, Sholom: a. a. O. sowie Anonymous (UPI): a. a. O., May 26, 2012.

 

Teil 3

 

 

4. Ausrüstung und Bewaffnung der IDF

 

Da eine umfassende Gesamtdarstellung des Fähigkeitsspektrums und des Rüstungsarsenals der «Israel Defense Forces» (1) an dieser Stelle nicht möglich ist, können im folgenden lediglich einige ausgewählte Sektoren besonderer Relevanz aufgezeigt und analysiert werden. An erster Stelle stehen hierbei: Streitkräfteführung, Informationsgewinnung und Aufklärung (C4ISR) (2)

Um Streitkräfte überhaupt effektiv einsetzen zu können, sind die unter dem Akronym C4ISR zusammengefaßten Fähigkeiten der Streitkräfteführung auf strategischer, operativer und taktischer Ebene durch hochgradig vernetzte und gesicherte Kommunikations- und Informationsflüsse sowie Möglichkeiten umfassender Informationsgewinnung zur Erstellung eines jederzeit präzisen Lagebildes sowie zur Überwachung und Aufklärung gegnerischer Streitkräftepotentiale und deren Aktivitäten das A und O. Gerade auf diesem Gebiet zählen die IDF zu den am modernsten ausgestatteten und befähigtsten Streitkräften der Welt: „Israel is the only country in the region to have made major progress in developing a modern mix of ‚jointness‘ among its military services; integration or netting of its command, sensor, communications, information and intelligence systems; and integrated or ‚combined operations‘ within its individual services.“ (3) Die IDF verfügen über Aufklärungssatelliten (»Amos«) (4), deren Daten zur Gewinnung einer genauen Einschätzung des militärischen Fähigkeitsprofiles eines potentiellen Gegners sowie der Aktivitäten seiner Streitkräfte beitragen. Darüber existiert eine breite Palette unterschiedlicher Flugzeuge (5) sowie unbemannter Flugkörper (UAV/„Drohnen“) (6), die zum Zwecke der Aufklärung, Informationsgewinnung, Überwachung, aber auch zur elektronischen Kampfführung und zum ferngesteuerten Waffeneinsatz verwendet werden können. Auch unterschiedlichste boden-, luft- und schiffsgestützte Radarsysteme (7) zur Frühwarnung, Zielerfassung und Feuerleitung sind vorhanden. Die Formationen der «Zahal» selbst können mit Hilfe von Kommunikationssatelliten (»Ofeq«) (8) im Weltraum sowie unterschiedlichsten vernetzten Funk-, Fernmelde- und Informationssystemen auf Verbands- und Einheitsebene geführt werden. Auf strategischer Ebene existiert das nationale Frühwarnsystem »NCCS«, das im Rahmen der Luftverteidigung die diversen Sensoren und die regionalen Führungsgefechtsstände miteinander vernetzt, das Küstenüberwachungssystem »CSS«, das regionalen Führungseinrichtungen sowie Küstenradare und optische Sensoren verbindet, sowie das Grenzüberwachungssystem »Sentry Tech«, durch das regionale Führungskommandos, Bodenüberwachungsradare, Aufklärungsfahrzeuge und fernbediente Waffenstationen miteinander verbunden werden (9). Viele Systeme aus diesem Bereich entstammen der eigenen nationalen Elektronik-, Informationstechnologie- und Rüstungsproduktion Israels, das übrige wird von der US-amerikanischen und europäischen Rüstungsindustrie geliefert, was auf keinerlei Probleme trifft, da Israel von den USA offiziell den Status eines "Major non-NATO Ally“ verliehen bekommen hat und als Resultat „the US and Israel share the vast majority of their security and military technology.“ (10)

 

Darüber hinaus besteht ein intensiver Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen den israelischen und den NATO-Militärs sowie eine langjährige Ausbildungskooperation. Insbesondere die IAF übt regelmäßig gemeinsam mit NATO-Luftwaffen den Einsatz im Rahmen sogenannter „Verbundener Luftkriegsoperationen (VLO)“ oder im NATO-Jargon „Composite Air Operations (COMAO)“ (11), worunter zum Beispiel auch die vier- bis sechsmal im Jahr in der Wüste im Süden des amerikanischen Bundesstaats Nevada stattfinden-den „Hochwert-Übungen“ Green und Red Flag (12) in den USA zählen.

Grosso modo ist dadurch sichergestellt, daß sich die «Israel Defense Forces» nicht nur rüstungstechnologisch, sondern auch im Hinblick auf die Befähigung zur effektiven Truppenführung zumindest auf dem Stand westlicher NATO-Armeen, wenn nicht sogar darüber, befinden und damit zugleich auch zu einem eng abgestimmten, gemeinsamen Einsatz von Streitkräften mit der Nordatlantischen Allianz in der Lage sind.

 

Panzer- und Artillerietruppen

 

Im Bereich der Landstreitkräfte verfügen die IDF über moderne, hochmobile gepanzerte Verbände, die gemeinsam mit ebenso modernen Artilleriekräften zum „Kampf der verbundenen Waffen“ rsp. zur „Operation verbundener Kräfte“ (13) befähigt sind. Den Kern der israelischen Panzertruppe bilden 1.525 Kampfpanzer »Merkava« (14), darunter 1.140 der modernsten Versionen Mk 3 und Mk 4 (15), die keinen Vergleich mit modernen Kampfpanzern der NATO scheuen müssen (16). Sie sind mit einer 120 mm-Glattrohrkanone ausgestattet, die mit Hilfe des modernen Feuerleitsystems »Knight Mark 4« präzise aus der Fahrt heraus schießen und treffen kann. Um netzwerktauglich zu sein, wurde ein Battle Management-System von Elbit Systems eingebaut. Nachtkampffähigkeit gewährleistet ein Wärmebildgerät. Bei der Konstruktion wurde besonderes Augenmerk auf den Schutz der Besatzung, insbesondere den Schutz vor Minen und Sprengfallen durch einen entsprechend stark gepanzerten und speziell ausgelegten Unterboden gelegt; auch verfügt der Panzer über ein »Automatic Fire and Explosion Detection and Suppression System« (AFEDSS) zur automatischen Brandbekämpfung. Die Version Mark IV ist zusätzlich mit dem Abwehrsystem »Trophy« (17) von Rafael ausgerüstet, das gleichzeitig mehrere aus unterschiedlichen Richtungen anfliegende Panzerabwehrgeschosse und -raketen erfassen und zerstören kann. Angetrieben wird dieser Kampfpanzer von einem MTU-Triebwerk in Verbindung mit einem Schalt-, Wende- und Lenkgetriebe der Firma Renk, beides aus deutscher Produktion. Neben den »Merkava«-Kampfpanzern befinden sich noch 1.040 »Magach« 6B Gal und 7C (18) (modifizierte M60-Panzer aus US-amerikanischer Produktion) im Bestand.

 

Zum integrierten Einsatz mit den Panzerkräften verfügen die IDF über Tausende Schützenpanzer und gepanzerte Mannschaftstransporter für Infanteriekräfte darunter moderne Kampffahrzeuge der Typen »Namer« (19), »Nakpadon« (20), »Nagmachon« (21), aber auch viele ältere wie »Achzarit« (22), »Nagmashot« (23) oder »Puma« (24).

 

An Rohr und Raketenartilleriesystemen kommen beim israelischen Heer unter anderem einige Hundert 155 mm-Feldhaubitzen »Soltam« M-71 (25), 600 Stück unterschiedlicher Varianten der 155 mm-Panzerhaubitze M109 »Doher« (26) sowie 48 Exemplare des M270 »Menatetz« Mehrfach-Raketenwerfers 227 mm (27) zum Einsatz. Zusammen mit diversen Artillerieradarsystemen, wie AN/TPQ-37 (Nurit) (28), AN/PPS-15 (29), EL/M-2112 (30), EL/M-2084 MMR (Raaz) (31), AN/TPQ-48 LCMR (32) und Shilem (33), können diese Waffensysteme sehr effektiv in einem flexiblen, reaktionsschnellen, geschützten und vor allem mobilen und partiell sogar luftbeweglichen Aufklärungs-, Führungs- und Wirkverbund (34), der Streitkräfte gemeinsames Feuer ermöglicht, zum Einsatz gebracht werden.



„Wirkverbund“

Quelle: Rheinmetall Defence "Luftbeweglicher Aufklärungs-, Führungs- und Wirkverbund Mörserkampfsystem"


 

«Israeli Air Force» (IAF)

 

Die israelische Luftwaffe (35) hat ihre allen Gegnern überlegene Schlagkraft in unzähligen Kriegen und Luftgefechten immer wieder unter Beweis gestellt. Aus diesen kriegerischen Auseinandersetzungen ging und geht sie bis heute fast immer als Sieger hervor. Größere Verluste hatte sie nur während des Jom-Kippur-Krieges 1973 bei den Angriffen auf die ägyptischen Brückenköpfe und die Ponton-Brücken über den Suez-Kanal hinzunehmen, die von dort in großer Dichte dislozierten modernsten Flugabwehrsystemen sowjetischer Provenienz geschützt waren. Neben ihrer Befähigung zur hochprofessionellen Durchführung von Einsätzen zur Luftnahunterstützung von Bodentruppen, sogenannter »Close Air Support« (CAS) (36) Operationen, die stets präzise Abstimmung mit der Heeresführung erfordern, sowie zu Abriegelungsmissionen aus der Luft (»Air Interdiction« (AI) (37) hat die IAF mehrfach ihr Potential zur Projektion strategischer Luftmacht über große Distanzen bewiesen; zu nennen sind hierbei unter anderem der (völkerrechtswidrige) Angriff auf den irakischen Atomreaktor »Osirak« nahe Bagdad am 7. Juni 1981 („Operation Opera“) (38) sowie die Zerstörung der am Euphrat gelegenen angeblichen syrischen Atomanlage Al-Kibar am 6. September 2007 („Operation Orchard“) (39), an der auch Kommandos der Jechidat Schaldag sowie Spezialeinsatzkräfte des Sajeret Matkal beteiligt gewesen sein sollen. Derartige Fähigkeiten zur Durchführung „Verbundener Luftkriegsoperationen“ auf strategischem Level bilden die empirisch und historisch fundierte Grundlage für die seit langem anhaltenden Diskussionen über den in Planung und möglicherweise sogar in konkreter Vorbereitung befindlichen Luftkrieg gegen den Iran und dessen Atomanlagen.

 

Mit ihrem Jagdbomber-Arsenal aus insgesamt 368 F-16A/B »Netz« (40), F-16C/D »Barak« (41), F-16I »Sufa« (42), und F-15I »Ra’am« (43), deren Einsatzreichweite mit Hilfe ebenfalls vorhandener fünf Boeing 707 »Re‘em« (44) Tankflugzeuge per Luftbetankung im Prinzip beliebig verlängert werden kann, ist die IAF in der Lage, jedes Ziel im Umkreis von meh-reren Tau¬send Kilometern mit einem breiten Spektrum von Luft-Boden-Waffen (45) entweder flächendeckend oder punktgenau zu vernichten. Im Magazin der Abwurfwaffen befinden sich ungelenkte »Mark 84«-Bomben (46), Streubomben der Typen »M-85« (47), »CBU-58« (48), »Mk-20 Rockeye« (49), »Tal-1« und »Tal-2« (50), »ATAP-300, -500 und -1000« (51) sowie Lenkbomben der Typen »GBU-15(V)21/B« (52), »GBU-28« (53), »GBU-39 Small Diameter Bomb (Barad Khad-)« (54), »GBU-54 LJDAM« (Laser Joint Direct Attack Munition) (55), »Guillotine« (56), »JDAM (Barad Kaved)« (57), »Opher« (58), »PB-500A1« (Laser-guided Hard-Target Penetration Bomb) (59), »MPR-500« (Penetration Bomb) (60), »Pyramid« (61), »Spice-1000/2000 (Barad Plada)« (62). Zum Arsenal der Luft-Boden-Lenkraketen zählen unter anderem die »AGM-45A/B Shrike« (63), die »AGM-62A Walleye« (64), die »AGM-65 Maverick« (65), die »AGM-78D Standard ARM« (66), die »Rafael AGM-142 Popeye« (67), die »Delilah ALCM« (68), die »Gabriel« (69), der »ADM-141 TALD (Tactical Air-Launched Decoy)« (70) sowie das »Modular Stand-Off Vehicle (MSOV)« (71).

 

Um diese Luftangriffskapazitäten im Rahmen „Verbundener Luftkriegsoperationen (VLO)“ (s. o.) voll zur Wirkung bringen zu können, verfügt die IAF über eine Flotte von Spezialflugzeugen zur Luftraumüberwachung, Gefechtsführung, Frühwarnung, elektronischen Aufklärung und Kampfführung; hierzu zählen unter anderem die »B-707 Phalcon EW/ELINT/AEW« (72), die »RC-12D ELINT« (73), die »C-130H ELINT« (74), die »G-500 Shavit SIGINT« (75) sowie die »G-550 Eitam AEW« (76).

 

Zur direkten Luftnahunterstützung (CAS) des Heeres kann die IAF neben den aufgeführten Jagdbombern 110 Kampfhubschrauber der Typen »AH-64A Apache (Peten)« (77), »AH-64D Apache (Saraf)« (78) und »AH-1G/S Cobra (Tsefa)« (79) einsetzen, die neben ihren Bordkanonen unter anderem Lenkraketen der Typen »BGM-71 TOW« (80), »AGM-114 Hellfire« (81), »Spike (LR, ER, NLOS) ATGM« (82) und »AGM-175 Griffin« (83) verschießen können. Zudem können speziell zur Unterstützung diverser Sondereinheiten genutzte »Sikorsky S-65C Yas`ur«-Hubschrauber Panzerabwehrlenkraketen »Nimrod ATGM« (84) verschießen.

 

Schließlich verfügt die IAF über eine breite Palette von Aufklärungsdrohnen, wie die »Aerostar« (85), die »Hermes 450 (Khamsan/ Zik)« (86), die »Hermes 900« (87), die »Heron-2 (Soval)« (88), die »Heron TP (Eitan)« (89) und die »Skylark« (90), sowie die Kampfdrohnen »Harpy« (91) und »Harop« (92).

 

Indessen zeichnet die «Israeli Air Force» nicht allein ihr bemerkenswertes Luftangriffspotential aus, sondern sie betreibt mit dem «Israeli Air Defense Command» (93) das neben dem US-amerikanischen vielleicht komplexeste, weitentwickeltste und ausdifferenzierteste Luftverteidigungssystem weltweit, welches aus diversen bodengestützten Systemen zur Flug- und Raketenabwehr über Fesselballons und Flugzeuge mit Radarerfassungs- und Luftraumüberwachungssystemen sowie Abfangjagdgeschwadern bis hin zu weltraumbasierten Komponenten in Gestalt von Frühwarnsatelliten besteht. All diese Komponenten werden mittels des nationalen Frühwarnsystems »NCCS« mit den regionalen Führungsgefechtsständen der Luftverteidigungskräfte zu einem äußerst effektiven integrierten Luftverteidigungssystem (94) verknüpft. Wie wirksam dieses bereits in der Vergangenheit funktioniert hat, illustriert beispielsweise der Jom-Kippur-Krieg im Oktober 1973: „Im kompletten Kriegsverlauf gelang es keinem einzigen feindlichen Flugzeug, in den israelischen Luftraum einzudringen.“ (95) Und wie gnadenlos effektiv die Jagdfliegerasse der IAF den Luftraum über dem Nahen Osten beherrschten, zeigt der Umstand, daß sie im Laufe dieses Krieges insgesamt etwa 300 ägyptische und über 150 syrische Kampfjets abschossen (96). Auch in den darauf folgenden Jahrzehnten ist nie etwas darüber bekannt geworden, daß es jemals einem feindlichen Kampfflugzeug gelungen wäre, in den israelischen Luftraum einzudringen.

 

Heutzutage verfügt die IAF über 72 moderne F-15A/B/C/D »Baz« (97) Luftüberlegenheitsjäger, die im Bedarfsfall noch durch insgesamt 242 F-16A/B »Netz« (98) und F-16C/D »Barak« (99) Mehrzweckkampfflugzeuge, die sich außer als Jagdbomber (s. o.) auch als Abfangjäger einsetzen lassen, unterstützt werden können. Für den Luftkampf bewaffnet sind diese Maschinen mit diversen Luft-Luft-Lenkraketen der Typen »AIM-7 Sparrow« (100), »Magic R.550« (101), »AIM-9L/M Sidewinder« (102), »AIM-120B/C AMRAAM« (103) westlicher Provenienz sowie aus eigener Produktion die Muster »Shafrir« (104), »Python 3« (105), »Python 4« (106), »Python 5« (107) und »Derby« (108).

 

Bemerkenswert ist die technologische Überlegenheit der israelischen Eigenbauflugkörper, so ist „das Konkurrenzmodell AIM-9L Sidewinder … der Python 3 in den Bereichen Geschwindigkeit, Reichweite und Kurvenflug unterlegen.“ (109) Und für das jüngste Modell dieser Baureihe gilt: „The Python-5 is currently the most capable AAM in Israel's inventory and one of the most advanced AAMs in the world.” (110) Angesichts solcher rüstungstechnologischer Überlegenheit der «Israeli Air Force» kann es nicht überraschen, daß in deren Annalen Hunderte von Abschüssen gegnerischer Kampfflugzeuge bei marginalen eigenen Verlusten verzeichnet sind.

 

Neben der fliegenden Komponente zur Luftverteidigung besitzt die israelische Luftwaffe zur Luftverteidigung bodengestützte Systeme – diese reichen von schultergestützen »FIM-92 Stinger« (111) Flugabwehrraketen, über das mittlere Flugabwehrraktensystem »MIM-23 Hawk PIP3« (112), die Flugabwehrraktensysteme »MIM-104 Patriot/Patriot-PAC 2« (113) zur Flug- und Raketenabwehr in mittleren und großen Höhen bis hin zu den Raketenabwehrsystemen »Arrow-1« und »Arrow-2« (114) als technologischem Glanzstück, deren zweistufige Abfangraketen mit neunfacher(!) Schallgeschwindigkeit ballistischer Kurz- und Mittelstreckenflugkörper bis hinauf zur Stratosphäre in etwa 50 km Höhe zerstören können. In das weiterentwickelte »Arrow-2«-System, das als das technologisch fortgeschrittenste im Dienst befindliche Raketenabwehrsystem weltweit angesehen wird, können Aufklärungsdaten amerikanischer Frühwarn-Satelliten zur Entdeckung feindlicher Raketenstarts eingespeist werden. Eine einzige »Arrow-1«-Raketenabwehrbatterie kann bis zu 6 Ziele gleichzeitig bekämpfen, eine »Arrow-2«-Raketenabwehrbatterie gleichzeitig bis zu 14 Ziele. Neben den Flugkörperstartgeräten, Stromerzeugungs- und Radarkühlaggregaten gehören zu einer solchen Raketenabwehrbatterie noch das Startkontrollsystem »Brown Hazelnut« (115), das Feuerleitsystem »Yellow Citron« (116) sowie das »EL/M-2080 Green Pine« (117) Frühwarn- und Feuerleitradar. Im Juli 2011 erfolgte der erste Test mit der weiterentwickelten »Arrow-3«, mit der Ziele auf Distanzen von über 100 km bis in eine Höhe von 100 km durch direkte Treffer („Hit-to-Kill“) vernichtet werden sollen. Das System soll 2013/2014 von der IAF in Dienst gestellt werden und das Territorium Israels noch sicherer gegen Raketenangriffe abschirmen.

 

In jüngster Zeit haben speziell zur Abwehr von Mörsergranaten und ungelenkten Kurzstreckenraketen entwickelte Abwehrsysteme besondere Bedeutung erlangt. So ist es Rafael Advanced Defense Systems Ltd. gelungen, das mobile Raketenabwehrsystem »Iron Dome« (118) zu entwickeln, das von der IAF im März 2011 in Dienst gestellt wurde und seitdem mit enormer Effektivität die aus dem Gazastreifen gestarteten Qassam-Kurzstreckenraketen abschießt; möglich ist auch die Abwehr von Katjuscha-Kurzstreckenraketen der Hizbollah aus dem Südlibanon. Wie effizient bei diesen Einsätzen die Luftverteidigungs- und Luftangriffskomponenten der IAF zusammenarbeiten, zeigt der Umstand, daß die von »Iron Dome« ermittelten Koordinaten der Abschußpositionen verzugslos an patrouillierende Jagdbomberkräfte (»Combat Air Patrol«) übermittelt werden, die dann die Angreifer blitzschnell selbst ins Visier nehmen. Da »Iron Dome« allerdings nur gegen Artilleriegeschosse und -raketen mit einer Reichweite von 4 bis 70 Kilometern wirken kann ist, entwickeln Rafael und das US-amerikanische Rüstungsunternehmen Raytheon darüber hinaus derzeit gemeinsam zur Ergänzung das System »David's Sling« (119), mit dem sich dann auch Raketen mit einer Reichweite von 70 bis 250 Kilometern bekämpfen lassen sollen. Nach dessen Indienststellung wäre der integrierte Luftangriffs-Luftverteidigungs-Wirkverbund der IAF, der einerseits sicherstellt, daß der israelische Luftraum nahezu hermetisch gegen feindliche Luft- und Raketenangriffe abgeschirmt wird, der andererseits aber auch ermöglicht, potentielle Angreifer über große Distanzen selbst vernichtend zu attackieren, mit einem weiteren hochmodernen Element komplettiert.

 

Atomare, biologische und chemische Massenvernichtungswaffenarsenale

 

Das umfangreiche Nuklearwaffenpotential (120) der «Israelischen Verteidigungsstreitkräfte» enthält klassische Kernspaltungs-, thermonukleare Fusions- sowie Neutronenwaffen – insgesamt schätzungsweise 400 bis 500 Sprengsätze, deren Gesamtsprengkraft auf etwa 50 Megatonnen taxiert wird (121). Mit diesen sind Atomminen, Artilleriegranaten, Torpedos, Marschflugkörper, Raketen und Flugzeugbomben bestückt (122). Um die Nuklearwaffen zum Einsatz bringen zu können, verfügen die «IDF» über ein breites Spektrum von Trägersystemen, das die gesamte Triade aus land-, luft- und seegestützten Waffenplattformen umfaßt (123).

 

So hält die «Zahal» nach wie vor 106 uralte amerikanische Artilleriegeschütze (175 mm M-107 »Romach« und 203 mm M-110), die aus den NATO-Arsenalen schon vor Jahrzehnten ausgemustert wurden, im Dienst (124) – aus dem einzig vorstellbaren Grund, daß diese ansonsten völlig veralteten Geschütze eigens hierfür konstruierte Nukleargranaten verschießen können. Ebenfalls veraltet, aber wegen ihrer Nuklearfähigkeit weiterhin im Bestand gehalten werden zwölf US-Raketenartilleriesysteme »MGM-52 C Lance« (125), die eine Reichweite von rund 130 Kilometern haben. Über große Distanzen hinweg können unterschiedliche Typen von Boden-Boden-Raketen eingesetzt werden. 1971 wurde die zunächst gemeinsam mit Frankreich entwickelte »YA-1 Jericho I« (126) in Dienst gestellt. Es handelte sich bei diesem Flugkörper um eine mobile, zweistufige Feststoffrakete mit einer Reichweite zwischen 480 und 750 Kilometern, mit der ein nuklearer 20 kt-Gefechtskopf verschossen werden konnte. Etwa 100 davon sollen produziert worden sein (127), davon wurden etwa 50 auf mobilen Transport- und Abschußfahrzeugen in Schutztunneln bei Hirbat Zekharyah westlich von Jerusalem, die in die umliegenden Kalksteinformationen getrieben wurden, disloziert (128). Im Laufe der 1990er Jahre soll dieses System außer Dienst gestellt worden sein (129). Möglicherweise ist in den siebziger Jahren eine modernisierte Variante mit der Bezeichnung »YA-2« entwickelt worden, die einen doppelt so schweren Gefechtskopf tragen konnte (130). Die ab Mitte der 1970er Jahre entwickelte und seit 1989 im Dienst befindliche »YA-3 Jericho II« (131) ist eine straßenmobile Mittelstreckenrakete mit einem zweistufigen Feststoffantrieb, die eine Reichweite von 1500 bis 3.500 Kilometern besitzt. Ihr Gefechtskopf soll eine Sprengkraft von 1 Megatonne besitzen und mit einer radargesteuerten Endphasenlenkung nach dem Muster der US-amerikanischen »Pershing II« präzise ins Ziel gebracht werden können (132). Insgesamt etwa 90 Raketen sind auf mobilen Werferfahrzeugen bei Kfar Zekharya teils in den Kalkhöhlen, teils in Abschußsilos untergebracht (133). Um das Jahr 2000 herum soll eine modernisierte »YA-3 Jericho IIA« (134) oder »YA-3 Jericho IIB« (135) mit einer Reichweite von bis zu 7.800 km entwickelt und stationiert worden sein. Ab Mitte der 1980er Jahre entwickelte Israel die »YA-4 Jericho III« (136), eine auf der Trägerrakete »Shavit« (s. o.) basierende dreistufige Feststoffrakete mit einer Reichweite von 4.800 bis 11.500 km, mit der Ziele im gesamten Nahen und Mittleren Osten, Afrika, Europa, Asien sowie große Teile Nord- und Südamerikas und des nördlichen Ozeaniens angegriffen werden können. Bestückt sein soll der Flugkörper entweder mit einem einzigen großen 1 Mt Atomsprengkopf oder bis zu sechs 100 kt MIRV-Gefechtsköpfen (137), die ebenfalls mit einer radargesteuerten Endphasenlenkung punktgenau ins Ziel gebracht werden und somit auch gehärtete Objekte präzise vernichten können. Die »YA-4 Jericho III« könnte sich seit dem Jahr 2008 im Dienst befinden (138).

 

Sehr flexibel kann die israelische Luftwaffe Nuklearwaffen mit ihren Jagdbombern F-16I »Sufa« (139), und F-15I »Ra’am« (140), deren Einsatzreichweite mit Hilfe ebenfalls vorhandener fünf Boeing 707 »Re‘em« (141) Tankflugzeuge per Luftbetankung im Prinzip beliebig verlängert werden kann, einsetzen. Im Arsenal befinden sich unterschiedliche Typen von Atombomben sowie Luft-Boden-Raketen und Marschflugkörper der Typen »AGM-142 Popeye« (142), »Gabriel« (143) und »Delilah« (144). Nuklearwaffenfähige Jagdbomber mit entsprechend zertifizierten Besatzungen sind angeblich auf den Fliegerhorsten Tel Nof, Nevatim, Ramon, Ramat-David, Hatzor und Hatzerim stationiert; einige von ihnen sollen mit Atombomben beladen rund um die Uhr zum Alarmstart in Bereitschaft gehalten werden (145).

 

Seit 2003 besitzt auch die israelische Kriegsmarine die Fähigkeit zum Nuklearwaffeneinsatz. Als Plattform dienen derzeit drei von Deutschland in den Jahren 1999 und 2000 gelieferte »Dolphin« U-Boote im Gesamtwert von rund 675 Mill. Euro, nahezu komplett vom deutschen Steuerzahler finanziert (146). Diese wurden auf deutschen Werften für die Aufnahme der atomaren Bewaffnung eigens zugerichtet und können mit Marschflugkörpern »Popeye Turbo II« (147) rsp. »Delilah« (148) bestückt werden, deren Reichweite nach Beobachtungen der U.S. Navy im Verlaufe von Flugkörpertests vor Sri Lanka im Mai 2000 mindestens 1500 Kilometer beträgt (149). Entwickelt wurden diese Marschflugkörper entweder eigenständig von der israelischen Rüstungsindustrie oder mit diskreter ausländischer Hilfe. Im November 2005, einen Tag vor der Amtsübergabe der rot-grünen Bundesregierung Gerhard Schröders an die neue Regierung unter Angela Merkel, wurde von deutscher Seite der Verkauf zweier weiterer Boote der neuen »Dolphin II«-Klasse (150) sowie die Option auf ein weiteres Boot an Israel genehmigt, wiederum vom deutschen Steuerzahler mit rund 367 Mill. Euro subventioniert, die von der israelischen Marine in den Jahren 2012 und 2013 in Dienst gestellt werden sollen (151). Schlußendlich kam am 20. März dieses Jahres nach längeren Querelen ein Vertrag über das sechste U-Boot zustande, das im Jahr 2017 zulaufen und wie die vorangegangen zu einem Drittel bezuschußt werden soll (152). Bei diesen brennstoffzellengetriebenen, wochenlang tauchfähigen Booten handelt es sich um ein praktisch unverwundbares und damit zugleich eines der gefährlichsten Waffensysteme der Welt, das Israel die Option verschafft, seine militärische Vorherrschaft in der Region mittels nuklearer Vernichtungsdrohung auf Dauer unangreifbar abzusichern – ein wahrlich beeindruckender Erfolg „verantwortungsvoller“ deutscher Rüstungsexportpolitik unter den jeweiligen Bundesregierungen und unbestreitbar ein „großartiger“ Beitrag zum Frieden in Nah- und Mittelost! (153) Und über die baldige Bestellung der U-Boote 7, 8 und 9 wird in Tel Aviv, Berlin und Kiel schon gemunkelt (154).

 

Neben Nuklearwaffen soll Israel auch ein umfangreiches Arsenal biologischer und chemischer Waffen besitzen (155). „1955 ordnete der Premier Minister Ben Gurion an, chemische Waffen herzustellen und zu lagern für den Fall, dass Israel in einen Krieg mit Ägypten treten würde. Der ehemalige Mossad-Agent Victor Ostrovsky behauptet, dass Gifttests an arabischen Gefängnisinsassen im IIBR durchgeführt worden sind. Chemische Entlaubungsmittel wurden von der israelischen Armee gegen palästinensische Gebiete, darunter Ain el Beida 1968, Araqba 1972 und Mejdel Beni Fadil 1973 eingesetzt. Chemische Waffen, darunter Blausäure, Nervengas und Phosphor, wurden im Libanonkrieg 1982 eingesetzt. In den 80ern wurden Giftgase gegen palästinensische Zivilisten sowie gegen palästinensische, libanesische und israelisch-jüdische Häftlinge eingesetzt.“ (156) Die Chemiewaffen-Konvention der UN hat Israel am 13. Januar 1993 zwar unterschrieben, aber nie ratifiziert; die „UN-Konvention gegen biologische und toxische Waffen“ hat es nie unterzeichnet. (PK)

 

 

(1)       Vgl. hierzu sehr detailliert Anonymous: Military equipment of Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Military_equipment_of_Israel sowie Israeli Weapons Ltd.; http://www.israeli-weapons.com/.

(2)       C4ISR steht für command and control, communications, computers, intelligence, surveillance, and reconnaissance, deutsch: Streitkräfteführung auf strategischer, operativer und taktischer Ebene, Kommunikation, Computer, Informationsgewinnung, (Gefechtsfeld)Überwachung und Aufklärung; vgl. Anonym: C4ISR; http://de.wikipedia.org/wiki/C4ISR

(3)       Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 9.

(4)       Vgl. Anonym: Amos (Satellit); http://de.wikipedia.org/wiki/Amos_(Satellit) und Ano-nymous: Amos (satellite); http://en.wikipedia.org/wiki/Amos_(satellite)

(5)       Hierzu zählen u. a. die Gulfstream G550 CAEW (Eitam) als AEW/AWACS, die Gulfstream G500 SEMA (Shavit) für ELINT and EW sowie die King Air A200CT/B-200T (Ztufit); vgl. Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 18.

(6)       Zu den UAVs gehören u. a. Aerostar, Hermes 450 (Khamsan/Zik), Hermes 900, He-ron-2 (Soval), Heron TP (Eitan), Delilah/ Light Defender (Kampfdrohne), Harpy (Antiradiation drone) sowie mini-UAVs vom Typ Skylark LE (Rokhev Shamaim), I-view, Mini-V, dominator, Orbiter, skylite; vgl. Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 18.

(7)       Unter anderem zur Luftverteidigung und Raketenabwehr: EL-2084 MMR, Ramit, FPS-100, AN/TPS-43, EL-2083 Green Pine/Great Pine, Alufa-3, Nautilus, Airstar (Fesselballon); für Artilleriebeobachtung/-feuerleitung und Bodenüberwachung: AN/TPQ-37 (Nurit), AN/PPS-15, EL/M-2112, EL/M-2084 MMR (Raaz), AN/TPQ-48 LCMR, Shilem, Hila und Skystar 300 (Fesselballons) sowie EL/M-2226 zur Küsten-überwachung und die bereits genannten Flugzeugsysteme (s. o.); vgl. Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 14f, 18, 22, 25.

(8)       Vgl. Anonym: Ofeq; http://de.wikipedia.org/wiki/Ofeq und Anonymous: Ofeq; http://en.wikipedia.org/wiki/Ofeq.

(9)       Vgl. Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 10.

(10)     Anonymous: Israel Defense Forces; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_Defense_Forces.

(11)     “The Composite Air Operation (COMAO) concept involves packaging a large number of aircraft, with a variety of roles, to complement each other to achieve a task. Additional benefits of packaging include minimizing attrition by optimizing mutual support and saturating enemy air defences en route to and/or in the target area. COMAOs may be tasked as force packages or force flows.” RAF - Air Warfare Centre (Ed.): Air and Space Warfare, Second Edition, Waddington, November 2009, Chapter 4 - 8; http://www.airpowerstudies.co.uk/AP3002%20Final.pdf.

(12)     Vgl. Anonymous: Red Flag excercises; http://en.wikipedia.org/wiki/Red_Flag_excercises und Anonym: Red Flag (Manöver); http://de.wikipedia.org/wiki/Red_Flag_(Manöver).

(13)     Vgl. hierzu Anonym: Gefecht der verbundenen Waffen; http://de.wikipedia.org/wiki/Gefecht_der_verbundenen_Waffen.

(14)     Vgl. Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 12.

(15)     Vgl. Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 12.

(17)     Vgl. Anonymous: Trophy (countermeasure); http://de.wikipedia.org/wiki/Trophy_(countermeasure).

(18)     Vgl. Pike, John (ed.): Magach (M-48/M-60), GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/magach.htm; Anonymous: Magach; http://en.wikipedia.org/wiki/Magach sowie Anonym:

(19)     Vgl. Anonymous: Namer; http://en.wikipedia.org/wiki/Namer_(vehicle) sowie Ano-nym: Namer; http://de.wikipedia.org/wiki/Namer.

(20)     Vgl. Pike, John (ed.): Nagmash'ot / Nakpadon, GlobalSecurity.org, 2012 sowie Ano-nymous: Nakpadon; http://en.wikipedia.org/wiki/Nakpadon.

(21)     Vgl. Anonymous: Nagmachon; http://en.wikipedia.org/wiki/Nagmachon sowie Pike, John (ed.): Nagmachon GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/nagmachon.htm.

(22)     Vgl. Anonymous: IDF Achzarit; http://en.wikipedia.org/wiki/Achzarit sowie Pike, John (ed.): Achzarit, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/achzarit.htm

(23)     Vgl. Pike, John (ed.): Nagmash'ot / Nakpadon, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/nagmashot.htm sowie Anonymous: NagmaSho't; http://www.israeli-weapons.com/weapons/vehicles/engineer_vehicles/nagmashot/NagmaShot.html

(24)     Vgl. Anonymous: Puma armored engineering vehicle; http://en.wikipedia.org/wiki/Puma_(IDF) sowie Pike, John (ed.): Puma, GlobalSecu-rity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/puma.htm.

(25)     Vgl. Anonymous: Soltam M-71; http://en.wikipedia.org/wiki/Soltam_M-71 sowie Pike, John (ed.): M-68/-71 155mm, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/m-68.htm

(27)     Vgl. Anonymous: M270 Multiple Launch Rocket System; http://en.wikipedia.org/wiki/M270 sowie Pike, John (ed.): M270 MLRS Self-Propelled Loader/Launcher (SPLL), M269 Loader Launcher Module, M993 chassis, GlobalSe-curity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/ground/m270.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/ground/m270-stats.htm.

(28)     Vgl. Anonymous: AN/TPQ-37, Firefinder Artillery Locating Radar; http://www.fas.org/man/dod-101/sys/land/an-tpq-37.htm

(29)     Vgl. Anonymous: AN/PPS-15A(V)1 GSR; http://www.fas.org/man/dod-101/sys/land/an-pps-15.htm.

(30)     Vgl. Anonymous: Persistent Ground Surveillance Radar Family EL/M-2112; www.iai.co.il/sip_storage/FILES/8/36128.pdf sowie Anonymous: EL/M-2112 (Israel), Battlefield, missile control and ground surveillance radar systems; http://articles.janes.com/articles/Janes-Radar-and-Electronic-Warfare-Systems/EL-M2112-Israel.html.

(31)     Vgl. Ben-Dror, Arnon: New Radar System Implemented to Pinpoint High-Trajectory Weapons, 22 February 2009; http://dover.idf.il/IDF/English/News/today/09/02/2101.htm; Anonymous: Israeli army launches Raz radar system to take on rocket, artillery fire news, 09 October 2009; http://www.domain-b.com/defence/general/20091009_artillery_oneView.html; Ano-nymous: EL/M-2084 Multi Mision Radar (MMR); http://www.iai.co.il/36257-44495-en/EUROSATORY_2012_Products_Radars.aspx?btl=1 sowie Anonymous: EL/M-2084 (Israel), Battlefield, missile control and ground surveillance radar systems; http://articles.janes.com/articles/Janes-Radar-and-Electronic-Warfare-Systems/EL-M2084-Israel.html.

(32)     Vgl. Anonymous: AN/TPQ-48; http://www.deagel.com/Ground-Sensors/ANTPQ-48_a002344001.aspx sowie Anonymous: AN/TPQ-48(V) and AN/TPQ-50 Light-weight Counter-Mortar Radars (LCMR) (United States), Battlefield, missile control and ground surveillance radar systems; http://articles.janes.com/articles/Janes-Radar-and-Electronic-Warfare-Systems/AN-TPQ-48-V-and-AN-TPQ-50-Lightweight-Counter-Mortar-Radars-LCMR-United-States.html.

(33)     Vgl. Anonymous: Shilem-Alfa; http://tsahal.miniature.pagesperso-orange.fr/m113_shilem.html.

(34)     Siehe z. B. Rheinmetall Defence (Hrsg.): Luftbeweglicher Aufklärungs-, Führungs- und Wirkverbund Mörserkampfsystem, Kiel 2012; http://www.rheinmetall-defence.de/index.php?fid=5498&lang=2.

(35)     Vgl. Anonymous: Israeli Air Force; http://en.wikipedia.org/wiki/Israeli_Air_Force; Anonym: Israelische Luftstreitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Luftstreitkräfte sowie Pike, John (ed.): Israel - IAF Equipment, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/iaf-equipment.htm.

(36)     „CAS is air action by fixed-wing (FW) and rotary-wing (RW) aircraft against hostile targets that are in close proximity to friendly forces, and requires detailed integration of each air mission with the fire and movement of those forces.“ (U.S. Department of Defense (ed.): JP 3-09.3, Close Air Support, Washington D. C., 08 July 2009, p. I-1;

http://www.bits.de/NRANEU/others/doctrine.htm. Vgl. auch Anonymous: Close air support; http://en.wikipedia.org/wiki/Close_air_support; Anonym: Luftnahunter-stützung; http://de.wikipedia.org/wiki/Luftnahunterstützung; U.S. Department of De-fense (ed.): JP 3-09, Joint Fire Support, Washington D. C., 30 June 2010; http://www.dtic.mil/doctrine/new_pubs/jp3_09.pdf; U.S. Department of Defense (ed.): JP 3-03, Joint Interdiction, Washington D. C., 14 October 2011

http://www.dtic.mil/doctrine/new_pubs/jp3_03.pdf sowie U.S. Department of Defense (ed.): JP 1-02, Department of Defense Dictionary of Military and Associated Terms, Washington D. C., 08 November 2010, as amended through 15 July 2012; http://www.dtic.mil/doctrine/new_pubs/jp1_02.pdf.

(37)     „Air operations conducted to divert, disrupt, delay, or destroy the enemy’s military po-tential before it can be brought to bear effectively against friendly forces, or otherwise achieve objectives. Air interdiction is conducted at such distance from friendly forces that detailed integration of each air mission with the fire and movement of friendly forces is not required.” (U.S. Department of Defense (ed.): a. a. O., 08 July 2009, p. GL-8.

(38)     Vgl. Anonymous: Operation Opera; http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Opera sowie Anonym: Osirak; http://de.wikipedia.org/wiki/Osirak.

(39)     Vgl. Anonymous: Operation Orchard; http://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Orchard sowie Anonym: Al-Kibar-Reaktor; http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Kibar-Reaktor.

(41)     Vgl. Pike, John (ed.): F-16C/D Fighting Falcon, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/f-16cd.htm.

(44)     Vgl. Pike, John (ed.): Boeing 707, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/707.htm.

(45)     Vgl. hierzu Anonymous: Military equipment of Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Military_equipment_of_Israel; Anonym: Israelische Luft-streitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Luftstreitkräfte; Anonymous: List of munitions used by the Israeli Air Force; http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_munitions_used_by_the_Israeli_Air_Force sowie Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 20.

(47)     Vgl. King, Colin/Dullum, Ove/Østern, Grethe: M85 – An analysis of reliability, Norway 2007, p. 11f; http://www.stopclustermunitions.org/wp/wp-content/uploads/2008/07/m85-analysis-of-reliability-npa.pdf

(48)     Vgl. Anonymous: CBU-58; http://www.fas.org/man/dod-101/sys/dumb/cbu-58.htm.

(49)     Vgl. Anonymous: CBU-100 Cluster Bomb; http://en.wikipedia.org/wiki/CBU-100_Cluster_Bomb.

(50)     Vgl. Anonymous: TAL 1 and 2 Cluster Bombs (Israel), Bombs - Cluster and dis-penser munitions; http://articles.janes.com/articles/Janes-Air-Launched-Weapons/TAL-1-and-2-Cluster-Bombs-Israel.html.

(51)     Vgl. Anonymous: ATAP Cluster Bombs (Israel), Bombs - Cluster and dispenser mu-nitions; http://articles.janes.com/articles/Janes-Air-Launched-Weapons/ATAP-Cluster-Bombs-Israel.html.

(52)     Vgl. Anonymous: GBU-15; http://en.wikipedia.org/wiki/GBU-15 sowie Anonym: GBU-15; http://de.wikipedia.org/wiki/GBU-15.

(53)     Vgl. Anonymous: GBU-28; http://en.wikipedia.org/wiki/GBU-28 sowie Anonym: GBU-28; http://de.wikipedia.org/wiki/GBU-28.

(54)     Vgl. Anonymous: Small Diameter Bomb sowie Anonym: http://en.wikipedia.org/wiki/GBU-39_Small_Diameter_Bomb

(55)     Vgl. Anonymous: Joint Direct Attack Munition; http://en.wikipedia.org/wiki/Joint_Direct_Attack_Munition sowie Anonym: Joint Direct Attack Munition; http://de.wikipedia.org/wiki/Joint_Direct_Attack_Munition.

(56)     Vgl. Anonymous: Guillotine Laser-Guided Bomb (LGB) (Israel), Bombs - Precision and guided munitions; http://articles.janes.com/articles/Janes-Air-Launched-Weapons/Guillotine-Laser-Guided-Bomb-LGB-Israel.html.

(57)     Vgl. Anonymous: Joint Direct Attack Munition; http://en.wikipedia.org/wiki/Jdam so-wie Anonym: Joint Direct Attack Munition; http://de.wikipedia.org/wiki/Joint_Direct_Attack_Munition sowie Pike, John (ed.): Joint Direct Attack Munition (JDAM), GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/jdam.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/jdam-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/jdam-pics.htm.

(58)     Vgl. Anonymous: Opher; http://www.deagel.com/Bombs-and-Guidance-Kits/Opher_a000936002.aspx.

(59)     Vgl. Anonymous: PB-500A1 and PB-1000 Penetration Bombs (Israel), Bombs - Pre-cision and guided munitions; http://articles.janes.com/articles/Janes-Air-Launched-Weapons/PB-500A1-and-PB-1000-Penetration-Bombs-Israel.html.

(60)     Vgl. Eshel, Tamir: IMI’s MPR 500 Warhead Approved for use with JDAM; http://defense-update.com/20120212_mpr-500-jdam.html sowie Dunnigan, James: The New Israeli Bunker Buster, March 4, 2012; http://www.strategypage.com/dls/articles/The-New-Israeli-Bunker-Buster-3-4-2012.asp.

(61)     Vgl. Anonymous: Pyramid TV-Guided Bomb (Israel), BOMBS - PRECISION AND GUIDED MUNITIONS; http://articles.janes.com/articles/Janes-Air-Launched-Weapons/Pyramid-TV-Guided-Bomb-Israel.html.

(62)     Vgl. Anonymous: Spice (guidance kit); http://en.wikipedia.org/wiki/Spice_(munition) sowie Anonym:

Spice (Bombe); http://de.wikipedia.org/wiki/Spice_(Bombe).

(63)     Vgl. Pike, John (ed.): AGM-45 Shrike, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-45.htm; Anonymous: AGM-45 Shrike; http://en.wikipedia.org/wiki/AGM_45 sowie Anonym: AGM-45 Shrike; http://de.wikipedia.org/wiki/AGM-45_Shrike.

(64)     Vgl. Pike, John (ed.): AGM-62 Walleye II, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-62.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-62-pics.htm; Anony-mous: AGM-62 Walleye; http://en.wikipedia.org/wiki/AGM-62_Walleye sowie Ano-nym: AGM-62 Walleye; http://de.wikipedia.org/wiki/AGM-62_Walleye.

(65)     Vgl. Pike, John (ed.): AGM-65 Maverick, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-65.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-65-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-65-schem.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-65-pics.htm; Anony-mous: AGM-65 Maverick; http://en.wikipedia.org/wiki/AGM-65 sowie Anonym: AGM-65 Maverick; http://de.wikipedia.org/wiki/AGM-65_Maverick.

(66)     Vgl. Pike, John (ed.): AGM-78 Standard ARM, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-78.htm; Anonymous: AGM-78 Standard ARM; http://en.wikipedia.org/wiki/AGM-78_Standard_ARM sowie Anonym: AGM-78 Standard ARM; http://de.wikipedia.org/wiki/AGM-78_Standard_ARM.

(67)     Vgl. Pike, John (ed.): AGM-142 Raptor/Popeye I Have Nap/Popeye II Have Lite, http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-142-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-142-pics.htm; Anony-mous: Popeye (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Popeye_missile sowie Anonym: AGM-142; http://de.wikipedia.org/wiki/AGM-142.

(68)     Vgl. Ofir, Noam/Yaakov, Or: Delilah's Secrets. This is the story of the Delilah, a so-phisticated cruise missile developed in the State of Israel. For many years the Delilah was highly classified, one of the IDF's biggest secrets. Now, she reveals her secrets in the IAF Magazine, in: IAF Magazine Articles; http://www.iaf.org.il/5642-35312-en/IAF.aspx; Anonymous: Delilah AL and Delilah HL (Light Defender) (Israel), Air-to-surface missiles - Stand-off and cruise; http://articles.janes.com/articles/Janes-Air-Launched-Weapons/Delilah-AL-and-Delilah-HL-Light-Defender-Israel.html; Anony-mous: Delilah (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Delilah_missile sowie Anonym: Delilah (Marschflugkörper); http://de.wikipedia.org/wiki/Delilah_(Marschflugkörper).

(69)     Vgl. Pike, John (ed.): Gabriel III, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/gabriel-specs.htm, http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/gabriel-pics.htm; Anonymous: Ga-briel (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Gabriel_(missile) sowie Anonym: Gabriel (Rakete); http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_(Rakete).

(70)     Vgl. Anonymous: ADM-141 TALD; http://en.wikipedia.org/wiki/ADM-141_TALD; Ano-nymous: ADM-141 TALD; http://www.designation-systems.net/dusrm/m-141.html sowie Anonymous: TALD (ADM-141), ITALD (ADM-141C) and ATALD (Israel), Air-to-surface missiles - Stand-off and cruise; http://articles.janes.com/articles/Janes-Air-Launched-Weapons/TALD-ADM-141-ITALD-ADM-141C-and-ATALD-Israel.html.

(71)     Vgl. Anonymous: Modular Stand-Off Vehicle (MSOV) (Israel), Air-to-surface missiles - Stand-off and cruise; http://articles.janes.com/articles/Janes-Air-Launched-Weapons/Modular-Stand-Off-Vehicle-MSOV-Israel.html.

(72)     Vgl. Anonymous: Israel Aerospace Industries (IAI) Boeing 707-385C Condor (Israel), Airborne early warning; http://articles.janes.com/articles/Janes-Electronic-Mission-Aircraft/Israel-Aerospace-Industries-IAI-Boeing-707-385C-Condor-Israel.html; Ano-nymous: EL/M-2075; http://en.wikipedia.org/wiki/EL/M-2075; Anonymous: IAI Phal-con 707; http://www.fas.org/man/dod-101/sys/ac/row/phalcon.htm; Pike, John (ed.): IAI Phalcon 707, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/phalcon.htm; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/phalcon-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/phalcon-pics.htm sowie Anony-mous: Phalcon; http://www.israeli-weapons.com/weapons/aircraft/phalcon/Phalcon.html.

(73)     Vgl. Anonymous: Hawker Beechcraft RC-12D/H/K/N/P/Q/X Huron (United States), Signals intelligence; http://articles.janes.com/articles/Janes-Electronic-Mission-Aircraft/Hawker-Beechcraft-RC-12D-HK-NP-QX-Huron-United-States.html.

(74)     Vgl. Pike, John (ed.): EC-130H Rivet Fire / Compass Call, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/ec-130h.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/ec-130v-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/ec-130v-pics.htm.

(75)     Vgl. Anonymous: EL/I-3001 Airborne Integrated SIGINT System (AISIS) (Israel), Command information systems; http://articles.janes.com/articles/Janes-C4I-Systems/EL-I3001-Airborne-Integrated-SIGINT-System-AISIS-Israel.html.

(76)     Vgl. Pike, John (ed.): Gulfstream G550, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/g550.htm; Anonymous: Israel Aerospace Industries (IAI) Gulfstream G550 Conformal Airborne Early Warning (CAEW) variant (International), Airborne early warning; http://articles.janes.com/articles/Janes-Electronic-Mission-Aircraft/Israel-Aerospace-Industries-IAI-Gulfstream-G550-Conformal-Airborne-Early-Warning-CAEW-variant-International.html; Anonymous: Israel to receive the first of three Eitam AEW aircraft; Feb 13, 2008; http://rfdesign.com/military_defense_electronics/news/israel_receives_aircraft_0213/ sowie Anonymous: Gulfstream G550 SEMA Gulfstream Delivers Conformal Airborne Early Warning (CAEW) G550 Aircraft To Israeli Ministry Of Defense; http://www.gulfstream.com/news/releases/2006/060920.htm.

(77)     Vgl. Pike, John (ed.): AH-64A Apache, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/ah-64a.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/ah-64-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/ah-64-pics.htm; Anonymous: Boeing AH-64 Apache: http://en.wikipedia.org/wiki/Ah-64#Israel sowie Anonym: Hughes AH-64; http://de.wikipedia.org/wiki/Hughes_AH-64.

(78)     Vgl. Pike, John (ed.): AH-64D Saraf / "Fiery Snake", GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/saraf.htm.

(79)     Vgl. Pike, John (ed.): AH-1 Cobra, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/ah-1-variants.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/ah-1-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/ah-1-pics.htm; ders.: AH-1G Cobra, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/ah-1g.htm; ders.: AH-1F Co-bra, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/ah-1f.htm; Anonymous: Bell AH-1 Cobra; http://en.wikipedia.org/wiki/Bell_AH-1_Cobra#Israel sowie Anonym: Bell AH-1; http://de.wikipedia.org/wiki/AH-1_Cobra.

(80)     Vgl. Pike, John (ed.): BGM-71 / M-220 Tube-launched, Optically tracked, Wire-guided missile (TOW), GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/tow.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/tow-characteristics.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/tow-pics.htm.

(81)     Vgl. Pike, John (ed.): AGM-114 Hellfire Modular Missile System (HMMS), GlobalSe-curity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-114.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-114-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-114-pics.htm.

(82)     Vgl. Anonymous: Spike (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Spike_(missile) sowie Anonym: Spike (Panzerabwehrlenkwaffe); http://de.wikipedia.org/wiki/Spike_(Panzerabwehrlenkwaffe).

(83)     Vgl. Anonymous: AGM-175 Griffin; http://en.wikipedia.org/wiki/AGM-175_Griffin so-wie Anonym: AGM-175 Griffin; http://de.wikipedia.org/wiki/AGM-175_Griffin.

(84)     Vgl. Anonymous: Nimrod (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Nimrod_(missile) so-wie Anonym: Nimrod (Lenkwaffe); http://de.wikipedia.org/wiki/Nimrod_(Lenkwaffe).

(85)     Vgl. Anonymous: Aerostar UAV; http://www.aeronautics-sys.com/aerostar_tactical_uav sowie Anonymous: Aerostar; http://www.israeli-weapons.com/weapons/aircraft/uav/aerostar/Aerostar.html.

(86)     Vgl. Pike, John (ed.): Hermes 450, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/hermes-450.htm: http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/hermes-450-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/hermes-450-pics.htm; Anonymous: Elbit Hermes 450; http://en.wikipedia.org/wiki/Elbit_Hermes_450 sowie Anonym: El-bit Hermes 450; http://de.wikipedia.org/wiki/Elbit_Hermes_450.

(87)     Vgl. Anonymous: Elbit Hermes 900; http://en.wikipedia.org/wiki/Elbit_Hermes_900 sowie Anonym: Elbit Hermes 900; http://de.wikipedia.org/wiki/Elbit_Hermes_900.

(88)     Vgl. Anonymous: Heron; http://www.israeli-weapons.com/weapons/aircraft/uav/heron/heron.html; Anonymous: IAI Heron; http://en.wikipedia.org/wiki/IAI_Heron sowie Anonym: IAI Heron; http://de.wikipedia.org/wiki/IAI_Heron.

(89)     Vgl. Anonymous: IAI Eitan; http://en.wikipedia.org/wiki/IAI_Eitan.

(90)     Vgl. Anonymous: IAI Elbit Skylark; http://en.wikipedia.org/wiki/Elbit_Skylark.

(91)     Vgl. Anonymous: IAI Harpy; http://en.wikipedia.org/wiki/IAI_Harpy sowie Pike, John (ed.): Harpy, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/harpy.htm.

(92)     Vgl. Anonymous: IAI Harop; http://en.wikipedia.org/wiki/IAI_Harop sowie Anonym: IAI Harop; http://de.wikipedia.org/wiki/IAI_Harop.

(93)     Vgl. Anonymous: Israeli Air Defense Command; http://en.wikipedia.org/wiki/Israeli_Air_Defense_Command.

(94)     Vgl. Nuclear Threat Initiative (NTI) (ed.): a. a. O. June, 2012.

(95)     Anonym: Israelische Luftstreitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Luftstreitkräfte.

(96)     Vgl. Anonym: Israelische Luftstreitkräfte; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Luftstreitkräfte.

(97)     Vgl. Pike, John (ed.): F-15 Eagle Fighter, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/f-15.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/f-15-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/f-15-pics.htm.

(98)     Vgl. Pike, John (ed.): F-16A/B Fighting Falcon, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/f-16ab.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/f-16-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/f-16-pics.htm.

(99)     Vgl. Pike, John (ed.): F-16C/D Fighting Falcon, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/aircraft/f-16cd.htm.

(101)   Vgl. Pike, John (ed.): AIM-7 Sparrow, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/aim-7.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/aim-7-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/aim-7-pics.htm; Anonymous: AIM-7 Sparrow; http://en.wikipedia.org/wiki/AIM-7_Sparrow; Anonymous: AIM-120 AMRAAM;http://en.wikipedia.org/wiki/AIM-120_AMRAAM#AIM-7_Sparrow_MRM sowie Anonym: AIM-7 Sparrow; http://de.wikipedia.org/wiki/AIM-7_Sparrow.

(102)   Vgl. Pike, John (ed.): Magic R.550, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/europe/magic.htm; http://www.globalsecurity.org/military/world/europe/magic-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/world/europe/magic-pics.htm; Anonymous: R.550 Magic; http://en.wikipedia.org/wiki/Magic_R.550 sowie Anonym: R.550 Magic; http://de.wikipedia.org/wiki/R.550_Magic.

(103)   Vgl. Pike, John (ed.): AIM-9 Sidewinder, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/aim-9.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/aim-9-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/aim-9-pics.htm; Anonymous: AIM-9 Sidewinder; http://en.wikipedia.org/wiki/AIM-9_Sidewinder sowie Anonym: AIM-9 Sidewinder; http://de.wikipedia.org/wiki/AIM-9_Sidewinder.

(104)   Vgl. Pike, John (ed.): AIM-120 AMRAAM Slammer, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/aim-120.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/aim-120-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/aim-120-pics.htm; Anony-mous: AIM-120 AMRAAM; http://en.wikipedia.org/wiki/AIM-120_AMRAAM sowie Anonym: AIM-120 AMRAAM; http://de.wikipedia.org/wiki/AIM-120_AMRAAM.

(105)   Vgl. Pike, John (ed.): Shafrir, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/shafrir.htm sowie Anonymous: http://en.wikipedia.org/wiki/Python_(missile)#Shafrir-1; http://en.wikipedia.org/wiki/Python_(missile)#Shafrir-2.

(106)   Vgl. Anonymous: Rafael Python 3/ 4/ 5 family (Israel), Airborne systems - Air-launched missiles - Air-to-air missiles; http://articles.janes.com/articles/Janes-Electro-Optic-Systems/Rafael-Python-3-4-5-family-Israel.html; Pike, John (ed.): Python-3, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/python3.htm; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/python3-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/python3-pics.htm; Anonymous: Py-thon (missile);http://en.wikipedia.org/wiki/Python_(missile)#Python-3 sowie Anonym: Python 3; http://de.wikipedia.org/wiki/Python_3.

(107)   Vgl. Pike, John (ed.): Python-4, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/python4.htm sowie Anonymous: Python (missile);http://en.wikipedia.org/wiki/Python_(missile)#Python-4.

(108)   Vgl. Pike, John (ed.): Python-5, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/python5.htm sowie Anonymous: Python (missile);http://en.wikipedia.org/wiki/Python_(missile)#Python-5.

(109)   Vgl. Pike, John (ed.): Derby / Alto, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/alto.htm sowie Anonymous: Python (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Derby_(missile)#Derby.

(110)   Anonym: Python 3; http://de.wikipedia.org/wiki/Python_3.

(111)   Anonymous: Python (missile);http://en.wikipedia.org/wiki/Python_(missile)#Python-5.

(112)   Vgl. Pike, John (ed.): FIM-92A Stinger Weapons System: RMP & Basic, GlobalSecu-rity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/ground/stinger.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/ground/stinger-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/ground/stinger-pics.htm; Anonymous: FIM-92 Stinger; http://en.wikipedia.org/wiki/FIM-92_Stinger sowie Anonym: FIM-92 Stinger; http://de.wikipedia.org/wiki/FIM-92_Stinger.

(113)   Vgl. Pike, John (ed.): HAWK, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/space/systems/hawk.htm; http://www.globalsecurity.org/space/systems/hawk-specs.htm; Anonymous: MIM-23 Hawk; http://en.wikipedia.org/wiki/HAWK sowie Anonym: MIM-23 HAWK; http://de.wikipedia.org/wiki/MIM-23_HAWK.

(114)   Vgl. Pike, John (ed.): Patriot TMD, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/space/systems/patriot.htm; http://www.globalsecurity.org/space/systems/patriot-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/space/systems/patriot-pics.htm; ders.: Patriot Ad-vanced Capability-2 (PAC-2), GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/space/systems/patriot-ac-2.htm ders.: Patriot Advanced Capability-3 (PAC-3), GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/space/systems/patriot-ac-3.htm; Anonymous: MIM-104 Patriot; http://en.wikipedia.org/wiki/MIM-104_Patriot sowie Anonym: MIM-104 Patriot; http://de.wikipedia.org/wiki/MIM-104_Patriot.

(115)   Vgl. Pike, John (ed.): Arrow, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/arrow.htm; http://www.globalsecurity.org/space/systems/arrow.htm; Anonymous: Arrow (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Arrow_(missile) sowie Anonym: Arrow-Rakete; http://de.wikipedia.org/wiki/Arrow-Rakete.

(116)   Vgl. Pike, John (ed.): Arrow, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/arrow.htm; http://www.globalsecurity.org/space/systems/arrow.htm; Anonymous: Arrow (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Arrow_(missile) sowie Anonym: Arrow-Rakete; http://de.wikipedia.org/wiki/Arrow-Rakete.

(117)   Vgl. Anonymous: EL/M-2080 'Green Pine' (Israel), Battlefield, missile control and ground surveillance radar systems; http://articles.janes.com/articles/Janes-Radar-and-Electronic-Warfare-Systems/EL-M2080-Green-Pine-Israel.html; Anonymous: EL/M-2080 Green Pine; http://en.wikipedia.org/wiki/EL/M-2080_Green_Pine sowie Anonym: Green Pine Radar; http://de.wikipedia.org/wiki/Green_Pine_Radar.

(118)   Vgl. Anonymous: Citron Tree (Israel), Command information systems – Land; http://articles.janes.com/articles/Janes-C4I-Systems/Citron-Tree-Israel.html.

(119)   Vgl. Anonymous: Iron Dome Air Defence Missile System, Israel; http://www.army-technology.com/projects/irondomeairdefencemi/; Anonymous: Iron Dome (Iron Cap) (Israel), Defensive weapons; http://articles.janes.com/articles/Janes-Strategic-Weapon-Systems/Iron-Dome-Iron-Cap-Israel.html; Anonymous: Iron Dome; http://en.wikipedia.org/wiki/Iron_Dome sowie Anonym: Iron Dome; http://de.wikipedia.org/wiki/Iron_Dome.

(120)   Vgl. Anonymous: Magic Wand (David's Sling/Stunner) (Israel), Defensive weapons; http://articles.janes.com/articles/Janes-Strategic-Weapon-Systems/Magic-Wand-David-s-Sling-Stunner-Israel.html; Anonymous: David's Sling; http://en.wikipedia.org/wiki/David's_Sling sowie Anonym: David’s Sling; http://de.wikipedia.org/wiki/David's_Sling.

(121)   Vgl. zum Folgenden Rose, Jürgen: Die »Tempelwaffen« – Israel: fünfstärkste Nukle-armacht, in: W&F – Wissenschaft und Frieden, Nr. 4/2004, S. 51 – 54; http://www.wissenschaft-und-frieden.de/seite.php?artikelID=0342; ders.: Sharons Zündhölzer für Arabiens Öl. Israels Massenvernichtungswaffen (I). Aufstieg zur fünftstärksten Nuklearmacht der Welt, in: Freitag – Die Ost-West-Wochenzeitung, Nr. 26, 18. Juni 2004, S. 8; http://www.freitag.de/politik/0426-israels-massenvernichtungswaffen-i sowie ders.: Sterben mit den Philistern. Israels Mas-senvernichtungswaffen (II). Seit 1967 wurden in den Kriegen und Konflikten mit der arabischen Umgebung mehrfach Nuklearschläge in Erwägung gezogen, in: Freitag – Die Ost-West-Wochenzeitung, Nr. 27, 25. Juni 2004, S. 9; www.freitag.de/2004/27/04270902.php.

(122)   Vgl. hierzu Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2010, p. 52; Sam-monds, Neil: Israelische WMDs (Massenvernichtungswaffen), ZNet – 11.10.2002; http://zmag.de/artikel/Israelische-WMDs-Massenvernichtungswaffen, im Original: ders.: Israeli WMD; http://www.zcommunications.org/israeli-wmd-by-neil-sammonds; Federation of American Scientists (ed.): a. a. O.; Cordesman, Anthony H.: a. a. O.; Anonymous: Nuclear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel#Stockpile; Dachs, Gisela: Israels “geheime” Waffen. Das Verschweigen der atomaren, biologischen und che-mischen Rüstung ist nicht mehr zeitgemäß, in: Die Zeit, Nr. 42, 8. Oktober 1998, S. 25; Anonymous: Israel and weapons of mass destruction; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_and_weapons_of_mass_destruction sowie Ano-nym: Israelische Atomwaffen; http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Atomwaffen.

(123)   Vgl. Hough, Harold: Israel reviews its nuclear deterrent, in: Jane’s Intelligence Re-view, November 1998, p. 11ff; Piper, Gerhard: antimilitarismus information: Israels Atomstreitkräfte; http://www.antimilitarismus-information.de/ausgaben/2001/3-01_2.htm; Steinbach, John: Israels Massenvernichtungswaffen: eine Bedrohung des Friedens, http://www.antikriegsforum-heidelberg.de/palest/frameset.htm; englisches Original: ders.: Israeli Weapons of Mass Destruction: a Threat to Peace, Centre for Research on Globalisation (CRG), 3 March 2002; http://www.globalresearch.ca/articles/STE203A.html; Norris, Robert S./Arkin, Willliam M./Kristensen, Hans M./Handler, Joshua: Nuclear Notebook – Israeli nuclear forces, 2002, in: Bulletin of the Atomic Scientists, September/October 2002, S. 73ff; Anony-mous: Israel and weapons of mass destruction; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_and_weapons_of_mass_destruction; Pike, John (ed.): Israel Special Weapons Guide – Strategic Doctrine, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/doctrine.htm; Sammonds, Neil: a. a. O., 11.10.2002, im Original: ders.: a. a. O. sowie Anonymous: Nuclear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel.

(124)   Zu den diversen Trägersystemen vgl. Duval, Marcel: “A la recherche d'un secret : l'arme nucléaire israélienne“ (Einem Geheimnis auf der Spur: die israelische Atom-bombe), in: Défense Nationale, April 1998, S. 91 – 102; Hough, Harold: a. a. O., p. 11ff; Piper, Gerhard: a. a. O.; Steinbach, John: a. a. O.; englisches Original: ders.: a. a. O.; Norris, Robert S./Arkin, Willliam M./Kristensen, Hans M./Handler, Joshua: a. a. O., S. 73ff; Anonymous: Israel and weapons of mass destruction; http://en.wikipedia.org/wiki/Israel_and_weapons_of_mass_destruction; Anonymous: Israel Special Weapons Guide – Strategic Doctrine; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/doctrine.htm; Sammonds, Neil: a. a. O., 11.10.2002, im Original: ders.: a. a. O. sowie Anonymous: Nuclear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel.

(125)   Vgl. Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): a. a. O., p. 13; Pike, John (ed.): Israel Special Weapons Guide – Strategic Doctrine, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/doctrine.htm; Anonymous: Military equipment of Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Military_equipment_of_Israel; Pike, John (ed.): M107 175mm Self-Propelled Gun, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/ground/m107-175.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/ground/m107-175-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/ground/m107-175-pics.htm; Anony-mous: M107 175-mm self-propelled gun; http://www.military-today.com/artillery/m107.htm; Anonym: M107 (Selbstfahrlafette); http://de.wikipedia.org/wiki/M107_(Selbstfahrlafette); Pike, John (ed.): M110 8' Self-Propelled Howitzer, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/ground/m110a2.htm; Anonymous: M110 203-mm self-propelled howitzer; http://www.military-today.com/artillery/m110.htm sowie Anonym: M110 (Haubitze); http://de.wikipedia.org/wiki/M110_(Haubitze).

(126)   Vgl. Institute for National Security Studies (INSS) (ed.): Middle East Military Balance Files – Israel, Tel Aviv 2012, p. 9; Pike, John (ed.): Lance, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/lance.htm ; ders.: Lance MGM-52A, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/systems/mgm-52.htm; http://www.globalsecurity.org/wmd/systems/mgm-52-specs.htm; ders.: MGM-52 Lance, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/mgm-52.htm; Anonymous: MGM-52 Lance; http://en.wikipedia.org/wiki/MGM-52_Lance sowie Anonym: MGM-52 Lance; http://de.wikipedia.org/wiki/Lance_(Rakete).

(127)   Vgl. Anonymous: Jericho 1/2/3 (YA-1/YA-3) (Israel), Offensive weapons; http://articles.janes.com/articles/Janes-Strategic-Weapon-Systems/Jericho-1-23-YA-1YA-3-Israel.html; Nuclear Threat Initiative (NTI) (ed.): Israel Missile Design Charac-teristics, Last updated: May 2012, James Martin Center for Nonproliferation Studies at the Monterey Institute of International Studies; http://www.nti.org/media/pdfs/israel_missile_design_characteristics.pdf; Mis-silethreat.com (ed.): Jericho 1; http://www.missilethreat.com/missilesoftheworld/id.56/missile_detail.asp; Cordes-man, Anthony H.: a. a. O.; Pike, John (ed.): Jericho 1, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/jericho-1.htm; Anonymous: Nuclear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel sowie Anonymous: Jericho (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Jericho_(missile).

(128)   Vgl. Anonymous: Jericho (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Jericho_(missile).

(129)   Vgl. Cordesman, Anthony H.: a. a. O.; Livovitz-Dar, Sarah: a. a. O.; Anonym: Israels Vorrat an Massenvernichtungswaffen; http://www.tawayza.com/weaponry.german.html sowie Pike, John (ed.): Beit Zacha-riah / Zekharyeh / Sedot Mikha / Sdot Micha 31°42'N 34°55'E, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/sedot_mikha.htm.

(130)   Vgl. Cordesman, Anthony H.: a. a. O. sowie Anonymous: Nuclear weapons and Is-rael; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel.

(131)   Vgl. Anonymous: Jericho 1/2/3 (YA-1/YA-3) (Israel), Offensive weapons; http://articles.janes.com/articles/Janes-Strategic-Weapon-Systems/Jericho-1-23-YA-1YA-3-Israel.html.

(132)   Vgl. Anonymous: Jericho 1/2/3 (YA-1/YA-3) (Israel), Offensive weapons; http://articles.janes.com/articles/Janes-Strategic-Weapon-Systems/Jericho-1-23-YA-1YA-3-Israel.html; Nuclear Threat Initiative (NTI) (ed.): a. a. O., May 2012; Pike, John (ed.): Jericho 2, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/jericho-2.htm; Missilethreat.com (ed.): Jericho 2; http://www.missilethreat.com/missilesoftheworld/id.57/missile_detail.asp; Cordesman, Anthony H.: a. a. O.; Anonymous: Nuclear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel sowie Anonymous: Jericho (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Jericho_(missile).

(133)   Vgl. Norris, Robert S./Arkin, Willliam M./Kristensen, Hans M./Handler, Joshua: a. a. O., S. 74; Pike, John (ed.): Jericho 2, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/jericho-2.htm; Anonymous: Nuclear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel sowie Hough, Harold: a. a. O., p. 13.

(13 )    Vgl. Missilethreat.com (ed.): Jericho 2; http://www.missilethreat.com/missilesoftheworld/id.57/missile_detail.asp sowie ders.: Beit Zachariah / Zekharyeh / Sedot Mikha / Sdot Micha 31°42'N 34°55'E, GlobalSe-curity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/sedot_mikha.htm.

(134)   Vgl. Anonymous: Jericho 1/2/3 (YA-1/YA-3) (Israel), Offensive weapons; http://articles.janes.com/articles/Janes-Strategic-Weapon-Systems/Jericho-1-23-YA-1YA-3-Israel.html.

(135)   Vgl. Pike, John (ed.): Jericho 2, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/jericho-2.htm sowie Anonymous: Nu-clear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel.

(136)   Vgl. Cordesman, Anthony H.: a. a. O.; Missilethreat.com (ed.): Jericho 3; http://www.missilethreat.com/missilesoftheworld/id.58/missile_detail.asp; Norris, Ro-bert S./Arkin, Willliam M./Kristensen, Hans M./Handler, Joshua: a. a. O., S. 75; Piper, Gerhard: a. a. O.; Duval, Marcel: a. a. O.; Nuclear Threat Initiative (NTI) (ed.): a. a. O., May 2012; Anonymous: Nuclear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel; Livovitz-Dar, Sarah: a. a. O. sowie Anonymous: Jericho (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Jericho_(missile).

(137)   Vgl. zu MIRV: Anonymous: Multiple independently targetable reentry vehicle; http://en.wikipedia.org/wiki/Multiple_independently_targetable_reentry_vehicle sowie Anonym: Multiple Independently targetable Reentry Vehicle; http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Independently_targetable_Reentry_Vehicle.

(138)   Vgl. Anonymous: Nuclear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel.

(139)   Vgl. Pike, John (ed.): F-16I Sufa (Storm), GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/f-16i.htm; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/f-16i-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/f-16i-pics.htm.

(140)   Vgl. Pike, John (ed.): F-15I Ra'am (Thunder), GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/f-15i.htm; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/f-15i-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/f-15i-pics.htm.

(141)   Vgl. Pike, John (ed.): Boeing 707, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/707.htm.

(142)   Vgl. Pike, John (ed.): AGM-142 Raptor/Popeye I Have Nap/Popeye II Have Lite, http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-142-specs.htm; http://www.globalsecurity.org/military/systems/munitions/agm-142-pics.htm; Anony-mous: Popeye (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Popeye_missile sowie Anonym: AGM-142; http://de.wikipedia.org/wiki/AGM-142.

(143)   Vgl. Pike, John (ed.): Gabriel III, GlobalSecurity.org, 2012; http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/gabriel-specs.htm, http://www.globalsecurity.org/military/world/israel/gabriel-pics.htm; Anonymous: Ga-briel (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Gabriel_(missile) sowie Anonym: Gabriel (Rakete); http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriel_(Rakete).

(144)   Vgl. Ofir, Noam/Yaakov, Or: a. a. O.; Anonymous: Delilah AL and Delilah HL (Light Defender) (Israel), Air-to-surface missiles - Stand-off and cruise; http://articles.janes.com/articles/Janes-Air-Launched-Weapons/Delilah-AL-and-Delilah-HL-Light-Defender-Israel.html; Anonymous: Delilah (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Delilah_missile sowie Anonym: Delilah (Marschflugkör-per); http://de.wikipedia.org/wiki/Delilah_(Marschflugkörper).

(145)   Vgl. Anonymous: Nuclear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel; Cordesman, Anthony H.: a. a. O.; Norris, Robert S./Arkin, Willliam M./Kristensen, Hans M./Handler, Joshua: a. a. O., S. 73; Schwarz, Eugen Georg: Angst vor der Apokalypse, in: Focus, 9/1998, S. 222; Norris, Robert S./Arkin, Willliam M./Kristensen, Hans M./Handler, Joshua: a. a. O., S. 73f sowie Piper, Gerhard: a. a. O..

(146)   Vgl. Anonymous: Nuclear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel; Bergman, Ronen/Follath, Erich/Keinan, Einat/Nassauer, Otfried/Schmitt, Jörg/Stark, Holger/Wiegold, Thomas/ Wiegrefe, Klaus: Made in Germany. Die Bundesrepublik exportiert U-Boote nach Is-rael, über deren technische Ausrüstung seit Jahren spekuliert wird. Experten in Deutschland und in Jerusalem bestätigen nun: Die Schiffe sind mit Atomsprengköp-fen bewaffnet. Und Berlin weiß das seit langem, in: Der Spiegel, Nr. 23, 4.6.2012, S. 20 – 33; Nassauer, Otfried: a. a. O., 2011; Karr, Hans: Uboote der DOLPHIN-Klasse, in: Marineforum, Nr. 6/2000, S. 30f; Nassauer, Otfried/Steinmetz, Christopher: Israe-lische Atomwaffen und deutsche U-Boote. Eine Gefahr für den Weltfrieden?; http://uni-kassel.de/fb10/frieden/regionen/Israel/u-boote2.html; Norris, Robert S./Arkin, Willliam M./Kristensen, Hans M./Handler, Joshua: a. a. O., S. 75; Piper, Ge-rhard: a. a. O.; Anonym: Dolphin-Klasse; http://de.wikipedia.org/wiki/Dolphin-Klasse sowie Mellenthin, Knut: Israel rüstet deutsche U-Boote mit Atomraketen aus. Ein Spiegel-Bericht, ein Dementi und ein Hintergrundartikel; http://uni-kassel.de/fb10/frieden/regionen/Israel/u-boote.html.

(147)   Vgl. Pike, John (ed.): Popeye Turbo, http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/popeye-t.htm; Anonymous: Popeye (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Popeye_missile; Anonym: AGM-142; http://de.wikipedia.org/wiki/AGM-142; Anonymous: Nuclear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel; Nuclear Threat Initiative (NTI) (ed.): a. a. O., May 2012 sowie Anonym: Dolphin-Klasse; http://de.wikipedia.org/wiki/Dolphin-Klasse.

(148)   Vgl. Ofir, Noam/Yaakov, Or: a. a. O.; Anonymous: Delilah AL and Delilah HL (Light Defender) (Israel), Air-to-surface missiles - Stand-off and cruise; http://articles.janes.com/articles/Janes-Air-Launched-Weapons/Delilah-AL-and-Delilah-HL-Light-Defender-Israel.html; Anonymous: Delilah (missile); http://en.wikipedia.org/wiki/Delilah_missile; Anonym: Delilah (Marschflugkörper); http://de.wikipedia.org/wiki/Delilah_(Marschflugkörper); sowie Nuclear Threat Initia-tive (NTI) (ed.): a. a. O., May 2012.

(149)   Vgl. Bergman, Ronen/Follath, Erich/Keinan, Einat/Nassauer, Otfried/Schmitt, Jörg/Stark, Holger/Wiegold, Thomas/ Wiegrefe, Klaus: a. a. O., S. 22; Anonymous: Nuclear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel; Nassauer, Ot-fried/Steinmetz, Christopher: Israelische Atomwaffen und deutsche U-Boote. Eine Gefahr für den Weltfrieden?, a. a. O.; Mellenthin, Knut: a. a. O. sowie Piper, Ger-hard: a. a. O..

(150)   Vgl. Anonym: Dolphin-Klasse; http://de.wikipedia.org/wiki/Dolphin-Klasse.

(151)   Vgl. hierzu vor allem Nassauer, Otfried: a. a. O., 2011; Anonym: Dolphin-Klasse; http://de.wikipedia.org/wiki/Dolphin-Klasse; Anonym (mmq): a. a. O. sowie Anony-mous: Nuclear weapons and Israel; http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_weapons_and_Israel.

(152)   Vgl. Bergman, Ronen/Follath, Erich/Keinan, Einat/Nassauer, Otfried/Schmitt, Jörg/Stark, Holger/Wiegold, Thomas/ Wiegrefe, Klaus: a. a. O., S. 20 – 33.

(153)   Vgl. Rose, Jürgen: Frieden schaffen mit deutschen Waffen?, in: Ossietzky, Nr. 17/2011, S. 636 – 638; ders.: Wider die Heuchelei der Friedensverräter. Frieden schaffen mit deutschen Waffen? Replik auf Volker Beck nicht im Freitag wird, in: NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung, Nr. 314 vom 05.08.2011; http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16806 sowie Augstein, Jakob: Die deutsche Atom-Lüge, in Spiegel Online, 04. Juni 2012; http://www.spiegel.de/politik/ausland/ubootefuerisraelwiedeutschlanddiesicherheitinnahostgefaehrdeta836816.html

(154)   Vgl. Bergman, Ronen/Follath, Erich/Keinan, Einat/Nassauer, Otfried/Schmitt, Jörg/Stark, Holger/Wiegold, Thomas/ Wiegrefe, Klaus: a. a. O., S. 33.

(155)   Vgl. Cordesman, Anthony H.: a. a. O., June 2, 2008; Nuclear Threat Initiative (NTI) (ed.): a. a. O. June, 2012; Feickert, Andrew: Missile Survey: Ballistic and Cruise Mis-siles of Foreign Countries, CRS Report for Congress, March 5, 2004, p. CRS-3; http://www.au.af.mil/au/awc/awcgate/crs/rl30427.pdf; Sammonds, Neil: a. a. O., 11.10.2002, im Original: ders.: a. a. O.; Steinbach, John: a. a. O.; englisches Origi-nal: ders.: a. a. O. sowie Dachs, Gisela: Israels “geheime” Waffen. Das Verschwei-gen der atomaren, biologischen und chemischen Rüstung ist nicht mehr zeitgemäß, in: Die Zeit, Nr. 42, 8. Oktober 1998, S. 25.

(156)   Sammonds, Neil: Israel: die vergessenen Massenvernichtungswaffen; http://www.kritische-stimme.de/Vermischtes/greenleft¬_waffen.htm. Das Akronym IIBR steht für das »Israeli Institute for Biological Research« in Nes Ziona. Es dient für die israelischen Geheimdienste und das israelische Militär als Frontorganisation zur Entwicklung, Testung u. Produktion chemischer u. biologischer Waffen.

 


 

 

5. Das militärische Kräfteverhältnis im Nahen und Mittleren Osten

 

In den 64 Jahren nach seiner Unabhängigkeitserklärung hat Israel fünf größere Kriege geführt, diverse Palästinenseraufstände niederkartätscht sowie eine Vielzahl gewaltsamer Militäroperationen in den Besatzungsgebieten und Nachbarstaaten durchgeführt. Die «Israel Defense Forces» „gehören damit zu den weltweit kampferfahrensten Armeen, ‚allgemein als die schlagkräftigste des Nahen Ostens‘ bezeichnet.“(1) Dessenungeachtet wird gebetsmühlenhaft die bedrohte Existenz des von lauter feindseligen arabischen Nachbarn umzingelten jüdischen Staates, der „einzigen Demokratie im Nahen Osten“, beschworen. An der Stichhaltigkeit dieser These mag sich vielleicht in Anbetracht des zuvor dargestellten gewaltigen Militärpotentials der «Israel Defense Forces» bereits der ein oder andere Zweifel ergeben. Dennoch reicht der einseitige Blick auf allein die IDF für eine fundierte abschließende Lagebeurteilung nicht aus. Letztere erfordert es, jenes militärische Dispositiv Israels in Relation setzen zu den Streitkräftepotentialen seiner potentiellen militärischen Gegner, also einen klassischen militärischen Kräftevergleich vorzunehmen(2).

 

Hierfür sind folgende Kategorien heranzuziehen:

•          Personalstärke und -qualität

•          Gepanzerte Waffensysteme

•          Artilleriesysteme

•          Kampfflugzeuge inklusive Bewaffnung

•          Luftverteidigungssysteme

•          Kampfschiffe

•          Raketensysteme

•          Massenvernichtungswaffen

Als Hauptgegner Israels, mit dem bis heute kein Friedensvertrag existiert, muß in diesem Kontext Syrien betrachtet werden, darüber hinaus sind aber auch Ägypten, Jordanien und der Libanon zu berücksichtigen.

 

Was den schieren Umfang der präsenten Truppe angeht, so werden die IDF zahlenmäßig von den arabischen Nachbarn klar übertroffen. Im Kriegsfall zählen jedoch auch die Reservisten, und hier gilt: „Israel has a small active force, but it has now halted a recent trend toward force cuts and is rebuilding the training and readiness of both its active manpower and reserves. If its high-quality reserves are added to its total actives, its force strength is far more competitive with its Arab neighbors.”(3) Diese Aussage gewinnt nochmals an Stichhaltigkeit, betrachtet man die Qualität der Truppe: “… it is clear that numbers tell only part of the story. Human factors are at least as important as manpower numbers. Training, experience, and personnel management and development are critical ‚intangibles‘ that are hard to compare, virtually impossible to quantify, and which again can differ radically between countries and units. Israel has set much higher training standards …”(4) Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Fähigkeit, anspruchsvolle, realistischen Kriegsszenarien entsprechende Truppenübungen auf Verbands- und höherer Kommandoebene durchzuführen: „Israel has resumed demanding unit and exercise training at the field (FTX) and command post (CPX) level.”(5) Die Qualitätsunterschiede sind jedoch noch weitaus gravierender: „Similar disparities exist in the key elements of military organization, systems, and training that underpin what some experts have called the ‚revolution in military affairs’. Israel is the only country in the region to have made major progress in developing a modern mix of ‘jointness’ among its military services; integration or netting of its command, sensor, com-munications, information and intelligence systems; and integrated or ‘combined operations‘ within its individual services.”(6)

 

Besteht schon auf dem Personalsektor ein bedeutsames Qualitätsgefälle zwischen den IDF und deren arabischen Kontrahenten, so zeigt sich dieses erst recht in Bezug auf die Panzertruppen, Kampfflugzeuge, Luftverteidigungssysteme sowie die Kapazitäten zur Bekämpfung der gegnerischen Luftabwehr (»SEAD – Suppression of Enemy Air Defense«). Im Bereich der gepanzerten Streitkräfte versuchen die arabischen Armeen „to compensate for the IDF‘s superior tactics, training, leadership, and equipment.”(7) Nichtsdestoweniger bleibt zu konstatieren, daß „Israel has a distinct lead in tank quality“(8), während die Waffensysteme seiner Gegner oftmals „are worn and obsolete or obsolescent.“(9) Dieser Qualitätsvorteil wird zudem dadurch verstärkt, daß „Israel has a major lead in sheer numbers of all types of other armored vehicles …“(10) Dazu kommt, daß in einem realen Gefecht die Einsatzbereitschaft von Waffensystemen hochgradig abhängig ist von der Logistik, speziell von Versorgung, Materialerhaltung und Reparaturkapazitäten. Diesbezüglich zeigt sich, daß „Israel retains a major lead in battlefield recovery and repair, overall maintenance, readiness, and armored support vehicle capability. It takes only days of maneuver, or minutes of intensive combat for the ability to recover major weapons and make rapid repairs to be at least as critical as the initial force ratios of weapons committed to combat.“(11)

 

Auf dem Sektor der Artillerie herrschen ähnliche Verhältnisse wie im Bereich der gepanzerten Waffensysteme. Auch hier ist kumulativ eine quantitative Überlegenheit der arabischen Streitkräfte zu verzeichnen, während diese freilich in der Praxis „badly lagged behind Israel in long range targeting capability, the ability to shift and rapidly retarget fires, other artillery battlement systems, the use of counter-battery and other radars, the use of unmanned aerial vehicles (UAVs) as targeting and reconnaissance systems, and mobile ammunition support.”(12) Speziell was die Mehrfachraketenwerfer angeht, suggeriert das Zahlenverhältnis eine völlig irreführende Lage, denn „Israel has developed a family of highly sophisticated rockets for its MRLs, while Syria and Egypt are more dependent on conventional Soviet-Bloc rounds with limited accuracy and lethality.”(13) Die Überlegenheit der IDF auf dem Artilleriesektor reicht allerdings noch viel weiter: „Israel is the only country to have developed, deployed, and realistically exercised ‘precision artillery’ capabilities in terms of training and doctrine for rapid maneuver, the ability to target and register the effect of individual fires in near real or real time, and the ability to shift fires to strike at a mix of individual targets”(14), während der Gegner „lacks the equipment needed to support its massive artillery holdings effectively, and does a poor job of conducting meaningful training for an artillery doctrine that is weak on precision fire, rapid maneuver, and rapid changes in well-targeted fire.”(15) Außerdem mangelt es ihm „in computerized fire management, communications practices, and artillery radars. Israel‘s advantages in precision artillery include the ability to acquire targets and observe fire in real time using unmanned aerial vehicles and long-range ground based and other aerial sensors. Israel also has a major advantage in processing such data, joint air-land targeting and operations, and battle damage analysis.”(16) Die arabischen Streitkräfte besitzen zwar „a number of long-range weapons, but poor long-range targeting and battle damage assessment capability – unless it can take advantage of covert observers using cell phones or similar communications devices.”(17) Dazu kommt, daß die israelische Armee, wie auf dem Sektor der Panzertruppen, „retains a critical lead in battlefield recovery and repair capability, and overall maintenance, readiness, and armored support vehicle capability. This is a critical capability in combat.”(18)

 

Was die Luftwaffen angeht, besitzen die arabischen Streitkräfte eine größere Anzahl an Kampfflugzeugen, als sie unterhalten können. Im Endeffekt bedeutet das „disarming by over-arming.“(19) Verstärkt wird dieses Dilemma durch eine zu große Typenvielfalt, welche die Logistik erschwert und maßgeblich verteuert. Die IAF hingegen „has done the best job of emphasizing overall force quality over numbers and of funding full mission capability with all of the necessary munitions, force enablers, and sustainability.“(20) Im Endeffekt läuft dies darauf hinaus, daß „Israel maintains major air superiority …”(21) Diese Überlegenheit in der Luft wird zukünftig sogar noch zunehmen, denn „Israel has much better real-world access to aircraft improvement programs, and next-generation aircraft such as the F-35 than Syria has to either aircraft upgrades or any next-generation system with ‘stealth’, supercruise, or advanced avionics.”(22) Die Fähigkeit der IAF, jeden Gegner in der Luft zu beherrschen, wird noch dadurch potenziert, daß sie „has a major lead in the quality of air battle management, intelligence, warning, and targeting systems critical to making use of modern airpower and precision weapons.”(23) Speziell auf den Gebieten der Aufklärung und Frühwarnung verfügen die arabischen Pendants lediglich über „aging systems that cannot match Israel in terms of C2, intelligence, surveillance and reconnaissance (ISR) capabilities or electronic warfare (EW).”(24) Die Überlegenheit der israelischen Luftstreitkräfte wird darüber hinaus nochmals „enhanced by superior tactics, overall training, and the use of other technologies such as unmanned aerial vehicles (UAVs). Israel has its own intelligence satellites for surveillance and targeting purposes, and much more advanced ‘netting’ of its communications, battle management, and intelligence systems, plus world-class electronic intelligence and electronic warfare capabilities.”(25) Ähnlich stellt sich die Situation auf dem Gebiet der Flugzeugbewaffnung dar: „… Israel has extensive stocks of state of the art sys-tems and ready access to U.S. weapons and technology.”(26) Demgegenüber sind die Arsenale der gegnerischen Luftwaffen „often badly dated”, was wiederum „particularly serious limits in terms of comparative precision strike, and long-range air-to-air missiles that have high terminal energy of maneuver and effective counter-countermeasures”(27) zur Folge hat. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die „IAF also has a significant advantage in the ability to add specialized external fuel tanks, add on pods with special electronic warfare and precision strike capability, modify and develop external jammers, and adapt wing loading to new munitions needs.”(28)

 

Komplettiert wird das Bild durch den Umstand, daß “Israel has truly advanced attack helicopters such as the AH-64 Apache, and it is also now in the process of taking delivery of 18 AH-64D Apache Longbow helicopters with extremely advanced avionics and ‘fire and for¬get’ capabilities that do not require the aircraft to wait and track the missile to its target.”(29)

 

Was die Kapazitäten auf dem Feld der Luftverteidigung angeht, ist festzustellen, daß die arabischen Streitkräfte zwar über gewaltige Arsenale an unterschiedlichsten Waffensystemen verfügen, „but only the Israeli Air Force has truly modern medium and long-range systems, radars, and command and control facilities.“(30) Insbesondere gereicht es Israel zum Vorteil, daß es „has access to the latest U.S. weapons and technologies and can develop advanced weapons systems of its own.“(31) Darüber hinaus ist einzig die israelische Luftverteidigung in der Lage „to combine surface-to-air missile defenses with anti-missile defenses in a layered defense system, and is examining options to add defenses against short-range rockets and UCAVs.”(32) Demgegenüber leiden die arabischen Luftverteidigungsysteme unter „many obsolescent and obsolete weapons and sensors” sowie ihrer Verwundbarkeit gegenüber „Israeli real-time targeting, precision air and missile attacks, and electronic countermeasures. It has a weak command and control system, as well as serious training and readiness problems.”(33)

 

Die Verhältnisse auf dem Sektor der Marinestreitkräfte sind dadurch charakterisiert, daß Israels arabische Nachbarn zwar signifikante und auch zahlenmäßig größere Kampfflotten unterhalten, aber „only Israel retains significant operational capability in the regional balance.“(34) Die israelische Marine „has relatively modern and effective submarines and surface forces, backed by effective airpower” sowie „effective anti-ship missiles, as well as superior systems and targeting/electronic warfare capabilities.”(35) Einen für die maritime Machtentfaltung kaum zu überschätzenden Faktor bilden darüber hinaus die hochmodernen U-Boote aus deutscher Produktion (s. o.).

 

Eine latente Bedrohung für das israelische Territorium und die dort lebende Bevölkerung bilden die wachsenden Raketenarsenale seiner Gegner, nicht nur bei den regulären Streitkräften, sondern insbesondere auch in den Reihen der Hamas und stärker noch bei der Hizbollah. Gleichwohl ist dem entgegenzuhalten, daß „[t]he emergence of growing missile capabilities does not threaten Israeli security in real terms given the challenges of targeting largely unguided missile systems. However, they have increased Israel‘s desire to field newer defensive counter-fire systems, such as the Trophy active protection system (APS) for Israeli armor, the low altitude Iron Dome defensive systems and high altitude Arrow II counter-ballistic missile system, to defeat short and medium range rocket and missile threats.“(36)

 

Was die Arsenale an Boden-Boden-Raketen längerer Reichweite angeht, sind die israelischen Kapazitäten weitaus moderner, flexibler und schlagkräftiger, insbesondere da allein Israel über nukleare Sprengköpfe für derartige Systeme verfügt. Zwar spielen die zunehmend ausgeklügelteren Raketensysteme Irans eine durchaus signifikante Rolle, doch „according to IISS‘s assessment of Iranian ballistic missile capabilities, the military effectiveness of Iran‘s current ballistic missiles is limited by poor overall accuracy.”(37)

 

Am brisantesten sind sicherlich die Entwicklungen auf dem Gebiet der atomaren, biologischen und chemischen Massenvernichtungspotentiale einzuschätzen. Diesbezüglich bildet der Umstand, daß „Israel is the only country widely reported to have nuclear weapons and advanced ballistic missiles“(38) den Ausgangspunkt der Analyse. Was chemische Kampfstoffe angeht, besitzen sowohl Israel als auch seine arabischen Hauptgegner die Fähigkeit zur Entwicklung und Produktion derartiger Waffen. Dasselbe gilt für biologische Kampfmittel, zu deren Herstellung vermehrt auch gentechnische Verfahren zur Anwendung gelangen. Im Hinblick auf Trägersysteme für Nuklearwaffen „[i]t is clear that Israel has developed missile booster technology and systems that could deliver nuclear weapons that could strike at any target in Iran. Israel has at least two types of long-range ballistic missiles – some-times called the Jericho, and has almost certainly deployed either an improved version of the second or a third type of system. Virtually any Israeli fighter could be equipped with nuclear bombs or stand off weapons, but its F-15s and F-16s seem the most likely delivery platforms.“(39)

 

Zusammenfassend läßt sich im Hinblick auf die militärische Bedrohung Israels und eine potentielle kriegerische Auseinandersetzung mit seinen arabischen Nachbarn festhalten, daß „neither country trained, deployed or provided support structures tailored to meet the needs of confrontation or war with Israel.”(40) Zudem haben die «Israel Defense Forces» längst effektive Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung ihrer Kampfkraft getroffen, wobei die Erfahrungen der jüngsten Konflikte besondere Berücksichtigung finden: „In keeping with the lessons learned from the 2006 war, the ‘Teffen 2012’ plan, put in motion in 2008, Israel looks to prepare the IDF for future combat scenarios including war with Syria, missile strikes from Iran and asymmetric threats from increasingly unstable neighbors. Teffen 2012 will develop Israel‘s MBT holdings, precision strike capability, UAV combat systems, aerial refueling, C4I, battlefield management systems, naval capacity, missile defense and munitions inventory systems.“(41) Angesichts der Erkenntnisse, die eine penible Analyse der militärischen Posture(42) Israels zutage fördert, kann die abschließende Konklusion einzig und allein lauten: Nicht die Existenz Israels ist militärisch bedroht, sondern die Lage ist genau umgekehrt:

 

Im gesamten Nahen und Mittleren Osten verfügt allein der Staat Israel in Gestalt der «Tzva haHagana leJisra’el» über ein militärisches Instrumentarium, das es ihm erlaubt, jeden einzelnen seiner tatsächlichen Feinde oder auch nur potentiellen Gegner mit überwältigender Militärgewalt bis hin zur totalen atomaren Vernichtung zu bedrohen. „Israels militärische Überlegenheit ist erdrückend“(43) – alles andere ist Legende. (PK)

 

(1)       Kompetenzkollektion (ShellyMontreal): Die IDF – eine Armee mit vielen Facetten; https://israelkompetenzkollektion.wordpress.com/2012/04/22/die-idf/.

(2)       Ein derartiger militärischer Kräftevergleich wird seit Jahren regelmäßig am US-amerikanischen Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington, D. C. vorgenommen; vgl. hierzu und zum folgenden insbesondere Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: The Arab-Israeli Military Balance. Conventional Realities and Asymmetric Challenges, Center for Strategic and International Studies (CSIS), Washington, DC, June 29, 2010, p. 8; http://csis.org/files/publication/100629_Arab-IsraeliMilBal.pdf. sowie diess.: The Egyptian Military and The Arab-Israeli Military Balance. Conventional Realities and Asymmetric Challenges, Center for Strategic and International Studies (CSIS), Washington, DC, February 10, 2011; http://csis.org/files/publication/110210_egypt-arab-israeli_mil_bal.pdf

(3)       Cordesman, Anthony H./Nerguizian, Aram: a. a. O., 2011, p. 8.

(4)       Ibd., p. 9.

(5)       Ibd., p. 9.

(6)       Ibd., p. 9.

(7)       Ibd., p. 10.

(8)       Ibd., p. 13.

(9)       Ibd., p. 15.

(10)     Ibd., p. 13.

(11)     Ibd., p. 16.

(12)     Ibd., p. 20.

(13)     Ibd., p. 21.

(14)     Ibd., p. 22.

(15)     Ibd., p. 22.

(16)     Ibd., p. 22.

(17)     Ibd., p. 22.

(18)     Ibd., p. 22.

(19)     Ibd., p. 22.

(20)     Ibd., p. 23.

(21)     Ibd., p. 23.

(22)     Ibd., p. 24.

(23)     Ibd., p. 26.

(24)     Ibd., p. 26.

(25)     Ibd., p. 26.

(26)     Ibd., p. 27.

(27)     Ibd., p. 27.

(28)     Ibd., p. 27.

(29)     Ibd., p. 27.

(30)     Ibd., p. 27.

(31)     Ibd., p. 28.

(32)     Ibd., p. 28.

(33)     Ibd., p. 29.

(34)     Ibd., p. 30.

(35)     Ibd., p. 30.

(36)     Ibd., p. 48.

(37)     Ibd., p. 50.

(38)     Ibd., p. 51.

(39)     Ibd., p. 53.

(40)     Ibd., p. 53.

(41)     Ibd., p. 38.

(42)     Ibd., p. 15. Für den US-amerikanischen Begriff Posture „gibt es keine deutsche Entsprechung. Er bezeichnet die Gesamtheit aller für ein militärisches System wichtigen materiellen und immateriellen Komponenten und schließt Strategie, Organisation, Ausrüstung und Bewaffnung, Taktik, Führungssystem und Operationsplanung ein“; Stratmann, Karl-Peter: NATO-Strategie in der Krise?, Baden-Baden, 1981, S. 9.

(43)     Creveld, Martin van: »Israels militärische Überlegenheit ist erdrückend«. Israels Beziehungen zu Ägypten und der Türkei, Interview mit Ramon Schack, in: zenith – Zeitschrift für den Orient, 16.09.2011; http://www.zenithonline.de/deutsch/politik//artikel /israels-militaerische-ueberlegenheit-ist-erdrueckend-002198/. 

 

 

 

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