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Palästina Portal


Israelische + Jüdische Stimmen


Deutschsprachige  Stimmen
für andauernde Menschenrechtsverletzungen, Brechung internationaler Gesetze, rechtswidrigem Handeln der israelischen Regierung, der Armee.

 

Persönliche Zeugen

Friedensgruppen und Friedensaktivisten

Offizielle Stimmen

Sumaya Farhat-Naser

Wir leben in Gefängnissen
"Frau Farhat-Naser, Professorin und Schriftstellerin über das Leben in Palästina"

ei: Photostory: Home demolitions in Rafah
(part 1 of 2)
Ich liebe meinen Bruder“
von Adam Maor
(ein Plädoyer für seine Verweigerung des Militärdienstes)
Adam Maor ist ein 19 jähriger Israeli, der vor Gericht steht, weil er sich weigert, an der Besatzung von palästinensischem Land teilzunehmen und an Gewalt gegenüber Palästinensern
mehr >>>
Briefe von Faten Mukarke

 Auf dem Weg zum Frieden

Verlobt mit einem palästinensischen Gefangenen  
Ghada Naser,
die Tochter von Sumaya Farhat-Naser
berichtet.

Bilder und Texte aus Rafah

"Ethnische Vertreibung" mittels Aushungern
Die Not der palästinensischen Bevölkerung ist "von Menschenhand gemacht". Von Rania Awwad

Am Rande der Vernunft
von Laurie King-Irani

An die Zukunft denken:
Überleben und darüber hinaus.
von Edward Said

»Besetzung führt zu Zersetzung.«
 Sahar Khalifa im Gespräch

Bachir Muhammad Ahmad Uwais

verstorben in Administrativhaft
ohne irgendeine Anklage
ohne jedweden Urteilsspruch

Montag, 9. Dezember 2003

Wir erfahren vom Ableben  von Bachir Muhammad Ahmad Uwais
als Folge von Folterungen, erlitten im israelischen Gefängniss.

Die israelischen Besatzungsbehörden haben 2003 ca. 950 Palästinenser in Administrativhaft (Haft ohne Anklage oder Gerichtsverfahren) genommen. Im Jahr 2002 waren es 850 Palästinenser.

11.01.04
Detention of UHCC’s Ambulances & other ambulances for more
than three hours at Howara Checkpoint

While heading to Azoun & Asira Al-Qblya clinic this morning Sunday corresponding to 10/1/2004, the Israeli soldiers put in detention for more than three hours UHCC’s ambulances along other ambulances from different medical & health institutions at Howara Checkpoint.

Based on our medical teams testimonies from what they witnessed this morning, it was noticed that the Israeli Occupation Forces (IOF) did not only keep or hold ambulances, but they aggressed citizens & patients coming to Nablus & leaving the city. Many identity cards were confiscated & no person was allowed to say a word or question when will this detention end; & whoever tried did not escape IOF violence & insults. Eventually our medical teams came back to Nablus & the citizens’ conditions along other ambulances & medical crews at the checkpoint remained the same!!!!!     

 - Union of Health Care Committees (UHCC)

- Al-Moutanabi St. Fraitkh Bldg. Nablus-Palestine.
- Tele-Fax: 00972 9 2372432, 2336668.
- Website:
www.uhcc-pal.org
- P.O. Box: 796, Nablus-West Bank-Palestinian Authority.
 

News der Generaldelegation Palästinas in Deutschland >>>

Dringender Appell
aus dem Bethlehemer Rathaus und den Bürgern Bethlehems

Hilferuf und Appell aus Bethlehem, August 2003
-  Hanna J. Nasser, Bürgermeister von Bethlehem
Wie lange sieht die Welt noch zu?

"Ich bin eine Bestie und ich will ihn umbringen"

 Memorandum,

Das Areal um Rachels Grab in Bethlehem

Hanna J. Nasser, Bürgermeister von Bethlehem

  1.  Während der ganzen Geschichte ist Rachels Grab immer ein Teil der  Stadt   Bethlehems gewesen. Es liegt innerhalb der nördlichen Stadtgrenze von Bethlehem und wird als eine seiner religiösen und historischen Stätten betrachtet.

2.      Nach Beginn des Friedensprozesses in Madrid 1991 unterzeichnete die israelische Regierung und unsere palästinensische Führung 1993 das berühmte Oslo II-Abkommen, in dem beide Parteien in folgendem, was Rachels Grab betrifft, übereinkamen:

 Im Anhang 1, Artikel V, 7 steht klar formuliert:

a)     Während das Grab als auch die Hauptstraße, die von Jerusalem zum Grab führt, unter der Sicherheitsverantwortung Israels steht, soll die freie Bewegung der Palästinenser auf der Hauptstraße weiter bestehen.

b)     Um das Grab zu schützen, werden drei israelische Wachposten installiert: im

Grabareal, auf dem Dach des Waqf Gebäudes und auf dem Parkplatz.

c)      Die gegenwärtige Situation und die bestehenden Praktiken sollen bewahrt werden.

3.   Im Widerspruch zum Oslo-Abkommen und gegen alle internationalen Konventionen, bauten die israelischen Behörden im März 1996 vor das Grab eine Betonwand und sperrten den westlichen Teil der Straße ab und zwangen so den Verkehr am Eingang Bethlehems in eine schmale Spur von 6 m. Selbst dieses Nadelöhr wurde später von israelischen Kräften abgesperrt.

4.    Die israelischen Behörden fahren bedenkenlos in der Erfüllung ihrer Pläne fort und verändern den Charakter des Areals um Rahels Grab und schaffen so in Bethlehem neue Fakten. Im Juli 1999 bauten sie eine 120 x 5 m lange Passage als Gehweg am Grabareal entlang.

5.    Die Nichtachtung der Heiligen Stätten innerhalb des Areals (die Bilal bin Rabah –Moschee und der islamische Friedhof) nimmt unseren Leuten die Freiheit, dort zu beten und verweigert ihnen den Zugang zum Friedhof, um dort ihre Verstorbenen zu beerdigen.

6.    Am 11. September 2002, als die ganze Welt am Jahrestag des schrecklichen Angriffes auf New York und Washington gedachte, hat das israelische Sicherheitskabinett einer Entscheidung zugestimmt, eine Sicherheitszone rund um Jerusalem, einschließlich Rahels Grabareal in Bethlehem, einzurichten und diese unter ständiger israelischer Kontrolle zu halten.

7.    Der Vorwand ist die Sicherheit der Juden auf dem Weg zur Heiligen Stätte. Der wahre Grund jedoch ist, das Gebiet und den nördlichen Eingang von Bethlehem in Besitz zu nehmen, um ihn Israel anzugliedern, um so den „Metropolitan Jerusalem Plan“ zu erfüllen.

8.      Am 5. Dezember 2002 wurde eine illegale Volkszählung durchgeführt, bei der israelische Behörden die Namen und die Nummern der Identitätskarten der Leute dieses Gebietes registrierten.

9.     Die israelischen Besatzungskräfte erließen am Februar 2003 eine Militärorder

(03/14/T), in der sie die Inbesitznahme des palästinensischen Landes und Besitzes um Rachels Grab aus militärischen Gründen bekannt gaben.

10. Der Order war ein Plan  beigefügt, auf der die große Betonmauer eingezeichnet ist, die die israelische Regierung mitten auf der Hauptstraße zu bauen vorhat  und zwar vom Checkpoint bis zum Grabareal, die ganze heilige Stätte und die benachbarten Gebäude und Ländereien mit einschließt.

11. Unsere Bürger ihres Besitzes und Erbes zu berauben und so ihre Arbeitsstätte und ihren Betrieb still zu legen , ist gewiss eine offenkundige Verletzung aller beschlossenen Abkommen, ganz zu schweigen von der Verletzung der einfachen Menschenrechte.

12. Der Bau der Trennungsmauer wird das Gebiet um Rachels Grab praktisch in ein Ghetto verwandeln. Etwa 500 Bethlehemer Bürger werden folglich gezwungen sein, eine Genehmigung zu beantragen, um ihr eigenes Haus und Land betreten zu dürfen. Besuchern ist der Zugang verwehrt. Bewegungsfreiheit gibt es nicht.

13. Die Mauer wird den ganzen nördlichen Teil von Bethlehem beeinträchtigen, in dem sich Werkstätten, Souvenierläden, Restaurants, Kirchen und das Waqf-Gebäude, das einzige Baby-Krankenhaus der Stadt und viele Häuser befinden, in denen etwa 4000 Menschen wohnen. Es wird Bethlehem vom einzig verbleibenden Gebiet trennen, das ihm zur Ausdehnung geblieben war. Außerdem wird befürchtet, dass durch die Isolierung, die Schikanen und den Druck, der bei der Ausführung der oben genannten tyrannischen Order ausgeübt wird, immer mehr unserer Bürger auswandern.

14. Abgesehen von der Abtrennung Bethlehems von den übrigen palästinensischen Gebieten und besonders von Jerusalem wird die Trennungsmauer, ein massiver Bau am wichtigsten Ortseingang Bethlehems, den Tourismus, unsere Haupteinnahmequelle dezimieren und die ganze Wirtschaft unserer Stadt mit dem Ergebnis abwürgen, dass die sowieso schon zu hohe Arbeitslosigkeit und Armut noch mehr anwächst.

15. Die ganze Angelegenheit ist insofern ironisch, weil man die Mauer im Namen der Sicherheit für die paar jüdischen Beter baut, die Rachels Grab besuchen. Deshalb sollte erwähnt werden, dass die heilige Stätte niemals Zeuge eines gewaltsamen Aktes oder Angriffes gegen Gottesdienstbesucher war. In der ganzen Geschichte haben Palästinenser das Grab immer geschützt und für ungestörten Gottesdienst darin gesorgt.

16. Noch ironischer ist: diese Mauer war während 28 Jahren israelischer Besatzung Bethlehems und während der 7 Jahre der 1. Intifada nie als notwendig angesehen worden.

17.    Nach allem ist das Grab seit 1993 immer ein Platz starker    israelischer Militärpräsenz gewesen. Es sind die Israelis, die die  Verantwortung für die Sicherheit dieses Platzes tragen. Die Errichtung der Mauer ist also vollkommen ungerechtfertigt.

18. Während Initiativen ergriffen werden, um die Israelis und die Palästinenser zurück an den Verhandlungstisch zu bringen, helfen die oben genannten unterdrückerischen Maßnahmen ganz sicherlich nicht, Brücken des Vertauens zu bauen, noch helfen sie, der Sache des Friedens in unserer Region zu dienen.

19. Dies ist ein dringender und lauter Appell an alle Menschen guten Willens in der Welt, diesem Befehl entgegen zu treten, sich einzumischen und den Bau der Mauer zu verhindern.

20. Bitte stoppt diese Aggression und erspart unserer Heiligen Stadt diese katastrophale Bedrohung! Bethlehem benötigt weder Ghettos noch eine neue Berliner Mauer. Es benötigt Achtung vor seinen Rechten und seinem Land. Es benötigt eine Öffnung seiner Grenzen und eher eine Verbreiterung seines Hauptzuganges als Absperrung und Landenteignung.

          Hanna J. Nasser  -  Mayor of Bethlehem

Aus dem englischen Ellen Rohlfs

 

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