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Israelische + Jüdische Stimmen


 

Wichtiges Dokument: die Siedler bereiten sich  vor, die West Bank zu terrorisieren

 Did Remez  Coteret

 

Seitdem letzte Woche das Einfrieren des Siedlungsbaus angekündigt wurde, wurde Israel Zeuge eskalierender Siedlerrebellion. Die meisten Aktionen waren ziviler Ungehorsam, die ich nicht so sehr  verurteile, obwohl ihre Organisatoren von meinen Steuern gezahlt werden. Aber die letzte Erfahrung und die IDF-Warnung weisen darauf hin, dass wir einen Anstieg in „Price tag“ Angriffen gegen die Palästinenser erwarten können.

Ein neues Thema an diesem Morgen ( 6.12.09 ) in Yedioth betrachtet die Stimmung unter den Siedlern und endet mit der folgenden Passage: „Wir werden die Soldaten aus den Siedlungen vertreiben“, Zvi Zinger, 6.12.2009, S. 4) ….

Die radikale Rechte goss noch Öl ins Feuer. Ein Artikel in ihrem im Internet verteilten Pamphlet „ Die jüdische Stimme“ schließt einen Aufruf ein, „gezielte Operationen gegen die Bösewichte auszuführen, zivile Verwaltungen zu überfallen und zu plündern und gewalttätig gegen die Palästinenser vorzugehen, den Dienst in der Armee zu verweigern und die israelischen Gerichtshöfe nicht anerkennen.

Der Artikel war von Rabbi Yosef Elitzur von der „Od Yosef Hai“ Yeshiva in Yitzhar geschrieben. Rabbi Yosef Elitzur und die Od Yosef Hai Yeshiva sind Anfang November   mit der Veröffentlichung des „Handbuches über das Töten von Einheimischen“ aufgetaucht. Ein paar Tage später berichtete Haaretz, dass die Yeshiva großzügig mit Geld von der Regierung Israels unterstützt wird. Der Auszug sieht aus, als ob man jemanden fertig machen wolle. …

Meine Kollegin von Yesh Din Roni Pelli ist immer genau im Bilde, was den Blog des rechten Flügels betrifft. Sie schickt es mir per e-mail: neun Seiten  aufmunternde Worte, Hetze zur Gewalt und Organisatorisches. Unten ist ein übersetzter Auszug aus dem Artikel des Rabbiners. Man muss es lesen. … Ein Treffen in der Yeshiva mit dem Rabbiner Yitzhak Ginsburg und die erfolgreiche Meldung über die  de facto Autonomie von Yitzhar. Wahrscheinlich berichtete die Polizei nicht zufällig von einem angezündeten Haus und zwei Fahrzeugen  im nahen Dorf von Ain Abous. . Dies wird wohl als kleines Ereignis in Erinnerung bleiben.

Auszug aus der gemeinsamen Versprechen-Strategie“ von Rabbi Yosef Elitzur  …:

„Befreiung des Geistes führt zur Befreiung der Aktion, und je mehr der Geist befreit ist, um so größer ist  der Widerhall kleiner Taten, und um so größer ihre Folgen ( zu einem verhältnismäßig kleinen Preis) wir bieten ein paar Aktionskurse an :

„Gemeinsame Versprechen“ – Akte gemeinsamer Versprechen, die zwischen Mitgliedern aller Siedlungen koordiniert wird, soll die Luft aus allen Traumballonen der Regierung rauslassen. Zunächst einmal halten wir alle zusammen, da gibt es kein „Teile und herrsche“. 2. Wir werden das Timing bestimmen und  nicht lange auf eine große Polizeikraft und auf Inspektoren warten, die uns  auf den Kopf schlagen, verhaften und zusammenschlagen. Auch wir haben Kraft, und wir werden sie dann nützen, wann wir wollen und dort, wo wir wollen. 3. Erinnern wir uns, dass  es ein Krieg um  das Judentum geht, und unser Hauptfeind sind die Eingeborenen in unserem Land, die es zu erobern versuchen, und   die Gemüter der unehrlichen Juden verwirren wollen, die sich von der Torah weit entfernt haben. Wir diskriminieren nicht: wenn die Juden keine Ruhe haben, werden auch die Araber keine Ruhe haben. Wenn die Araber mit Gewalt gegen die Juden gewinnen, dann werden die Juden mit Gewalt gegen die Araber gewinnen. Natürlich führt dies alles zu lustigen Aktivitäten mit einer Menge Spaß: wir können die Kraft der Frauen, Kinder und alten Leute benützen, um eine bestimmte Zugangstraße zu blockieren und gleichzeitig stärkere Aktionen gegen feindselige Elemente auf derselben Straße  unternehmen. Wir können gleichzeitig ruhige und intensivere Operationen mit weit verbreiteten Akten von Unordnung in einem Sektor unternehmen  u. so weiter.

Vergesst nicht, dass eine Menge solcher Operationen die Öffentlichkeit in einen Zustand hoher Bereitschaft versetzen wird. Bis zum heutigen Tag ist es der Verwaltung nicht gelungen, Yitzhar wegen  des Baustopp zu betreten. Die Polizei hat hier schlechte Erfahrungen  gemacht. Es erfordert immer eine große Truppe und endet mit viel Schaden für die IDF und die Polizei. Auch immer mehr arabischer Besitz und Personen werden beschädigt und ein Sektor brennt ein paar Tage lang von allen Seiten . Wenn in jeder Siedlung eine Polizeipatrouille unerwünscht wird und Inspektoren begreifen, dass sie 10 Minuten Zeit haben, um wegzurennen bevor ihre Reifen durchlöchert werden, dann wird die Regierung die Durchführung ihrer Dekrete schnell fallen lassen.  …

 

(dt. und gekürzt: Ellen Rohlfs)                Inzwischen wurde auf eine Mosche ein Brandanschlag ausgeübt …

 

6.12.09     http://coteret.com 

 

 

 

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