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Was Hitler nicht tun konnte

 Adam Keller
Crazy Country, 28.6.11
http://adam-keller2.blogspot.com/2011/06/what-hitler-could-not-do.html 

 

„Was Hitler nicht gelang, geht heute weiter in der Diaspora,“ stellte Yaacov Ne’eman, Justizminister von Israel, fest. Vom Podium der Präsidentenkonferenz in Jerusalem, die auf Initiative von Israels Ministerpräsident zusammengerufen wurde, griff Ne’eman die Diasporajuden scharf an, von denen prominente Vertreter in der Halle anwesend waren, und wiederholte, dass Mischehen zwischen Juden und Nichtjuden die Verwirklichung von Hitlers Ziel war. Das Problem in der Diaspora ist nicht die Konversion, sondern die Assimilation. Stellen wir uns der Wahrheit: was der verfluchte Hitler nicht fertig brachte, geschieht heute in der Diaspora, wo heute eine schreckliche Assimilation vonstatten geht.

Mischehen als die Realisierung von Hitlers Traum? Hier ist etwas merkwürdig. Hitler war – um wenigstens das zu sagen – weit davon entfernt über Mischehen begeistert zu sein. Er drückte seine klare Meinung darüber nicht nur in langen Reden voller Hass und Gift aus, sondern auch in einem offiziellen Gesetz, das am 15. September 1935 als das „Nürnberger Gesetz zum Schutz des arischen Blutes und der arischen Ehre“ bekannt wurde. Bewegt vom Verständnis, dass die Reinheit des deutsch-arischen Blutes eine wesentliche Bedingung für die weitere Existenz des deutschen Volkes ist. Inspiriert von der unbeugsamen Bestimmung, die Existenz der deutschen Nation für alle Zeiten zu sichern, hat der Reichstag einstimmig das folgende Gesetz angenommen, das folgendermaßen verkündet wurde: Heiraten zwischen Juden und Untertanen des deutschen Staates oder solchen mit verwandtem Blut ist verboten. Heiraten, die trotzdem geschlossen wurden, sind ungültig, auch wenn sie im Ausland geschlossen wurden, um das Gesetz zu umgehen. Außerehelicher Verkehr mit deutschen Untertanen ist verboten.

Zehn Jahre nach diesem berüchtigtem Gesetz war Nazideutschland völlig besiegt, und Adolf Hitler beging in den Ruinen Berlins Selbstmord. Und drei Jahre später, am 10. Dezember 1948 nahm eine internationale Versammlung in Paris ein Dokument an, das dahin zielte, genau das Gegenteil des mörderischen Nazirassismus zu sein: „Die Universale Erklärung der Menschenrechte“, die die unveräußerlichen Rechte aufzählen, auf die jedes menschliche Wesen ein Recht hat – einschließlich des Artikels16: Heiratsfähige Männer und Frauen haben ohne Beschränkung durch Rasse, Staatsbürgerschaft oder Religion das Recht, eine Ehe zu schließen und eine Familie zu gründen.“

 

Das Recht eine Ehe zu schließen und eine Familie zu gründen, ohne Beschränkung durch Rasse, Staatsbürgerschaft und Religion! Wussten Sie das, Herr Justizminister Yaakov Neeman? Und der Staat Israel unterzeichnete dieses Dokument schon 1949. Was für ein Skandal! Wer war der damalige Justizminister?

 

(dt. Ellen Rohlfs)

 

 

 

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