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 "Keinen vernünftigen Menschen wird es einfallen Tinte mit Tinte wegzuwischen aber Blut versucht man noch immer mit Blut zu entfernen." -  B. v. Suttner

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Update: 21-12-24

----- Original Message -----
 
Sent: Friday, June 04, 2004 6:52 AM
Subject: Es gibt eine Grenze für das Schweigen! - Presseaussendung der Juedischen Stimme fuer einen Gerechten Frieden in Nahost (Oesterreich)

 

Es gibt eine Grenze für das Schweigen!

 

Die von der Regierung Israels angeordneten und von der israelischen Armee ausgeführten Zerstörungen in Rafah sind kein Sonderfall. Sie sind seit langem Teil einer - trotz der militärtechnologischen Überlegenheit und trotz bedingungslosen US-amerikanischen Unterstützung Israels - ohnmächtigen Strategie, die auf Selbstisolierung, wenn nicht Selbstzerstörung Israels hinauslaufen wird.

Israelische Militäroperationen in Gaza versetzen Frauen, Kinder und Männer in Angst und Schrecken. Sie zerstören Häuser und die Lebensgrundlagen der Zivilbevölkerung. Diese Lektion werden die palästinensischen Kinder und Jugendlichen nicht vergessen. Sie werden sich an sie erinnern, wenn sie einst die Geschicke ihres Volkes  in politischen Ämtern und Verwaltungen steuern.

Bulldozer und Panzer gegen Wohnviertel. Solche Aktionen werden der Weltöffentlichkeit als eine politische Form „präventiver“ Notwehr erklärt. Diese Argumentation soll nicht nur der Kritik der Weltöffentlichkeit den Wind aus den Segeln nehmen, sondern auch die Bevölkerung des eigenen Landes hinter die Regierungspolitik und die Armee scharen und Juden in aller Welt sprachlos machen. Kritik und Verurteilung der israelischen Angriffe auf PalästinenserInnen werden in dieser Logik zum Verrat an Israel, zur Verweigerung der ‚legitimen Verteidigung’ des Landes, der ‚Notwehr’ der Opfer gegen die Täter.

Die israelische Regierung missachtet die fundamentalen Rechte der palästinensischen Bevölkerung auf Obdach, Sicherheit, Wasser und Nahrung, auf Gesundheitsversorgung und Bildung. Generationen junger israelischer Menschen, die auf Befehl morden und zerstören, verlernen, worum es bei der Gründung des Staates Israel überhaupt ging: verfolgten Menschen zu ermöglichen, in Freiheit, Gleichheit und Frieden zu leben.

Als in Österreich lebende Jüdinnen und Juden verurteilen wir – zusammen mit den Kräften in Israel, die der Politik der Regierung öffentlich entgegentreten – in aller Deutlichkeit die Politik, die den Anspruch der israelischen Bevölke­rung auf gesicherte Lebensumstände als Legitimation für Zerstörung, Menschenverachtung und Mord an Zivilpersonen missbraucht. Die Grenze des Schweigens ist seit langem überschritten. Wir lassen uns nicht sprachlos machen.
 

Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost(Österreich)  Wien,
 

      

Lassen auch Sie sich vernehmen!

Schreiben Sie an den israelischen Botschafter Avraham Toledo
Botschaft des Staates Israel, Anton Frank Gasse G. 20, 1180 Wien, Tel.: 476 46 ...-0; Fax: 470 47 46;info-assist(at)vienna.mfa.gov.il

Informieren Sie sich auf der Website von Gush Shalom: http://www.gush-shalom.org/english/index.html.

Spenden Sie an Organisationen, die den Wiederaufbau bzw. das friedvolle Zusammenleben unterstützen – Informationen dazu erhalten Sie via nahostfriede(at)gmx.at oder fraueninschwarz-vienna(at)gmx.at  (siehe auch: https://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/hilfe-fuer-palaestina.htm E. Aewnsr)

Benutzen Sie das LeserInnen-Forum in den Tageszeitungen.

Nehmen Sie Kontakt auf zu israelischen Refuseniks während ihrer Haftzeit: www.seruv.org , www.refusersolidarity.net

Laden Sie Ihren Freundeskreis zu offenen Gesprächsrunden ein.

Wien, 3.Juni 2004

 

 

EJJP und EJJP-Mitgliedsgruppen

Quelle

 

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