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Das Palästina Portal

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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 128
 


6.9.2011
 

 

Projekttag Israel - Kritische Worte aus der Planungsgruppe - Rainer Kabbert - Bremen. Politische Bildung ist kein einfaches Terrain. Auch, wenn es um Israel geht. Die Bremer Schulbehörde plant nun über das Land einen Projekttag, der zur Hälfte von der israelischen Botschaft finanziert wird. In der Landeszentrale für politische Bildung und im Landesinstitut für Schule regt sich leise Kritik an dem Projekt. Denn mancher der Beteiligten fragt sich, ob denn hier die Grundprinzipien des Politikunterrichts noch gelten, auf die sich die Bundesländer verständigt haben. - Der Projekttag Israel unter der Schirmherrschaft von Bürgerschaftspräsident Christian Weber ist für November geplant und wendet sich an rund 160 Jugendliche im 11. und 12.Schuljahr. Organisiert wird er vom Landesinstitut für Schule. Michael Huesmann, in der Bildungsbehörde zuständig für überregionale Kontakte wie zur Kultusministerkonferenz, spricht von Workshops, die von der israelischen Botschaft angeboten werden. (...) "Die Heterogenität des israelischen Lebens soll dargestellt werden", umreißt Huesmann die Zielsetzung. Dabei geht es etwa um "Facetten der israelischen Zivilgesellschaft" oder "Von der Orange zur Hightech-Industrie." Das Thema "Israelische Armee" sei abgelehnt worden, erinnert sich Huesmann. Aber wäre das nicht gerade ein Thema, um Israel auch in ihrer konfliktgeladenen Dimension mit den Jugendlichen zu diskutieren? >>>

Botschaft setzt Kulturminister der Länder unter Druck - Arn Strohmeyer - Wenn das Image eines Landes durch eine desaströse Politik nicht mehr zu retten ist, muss die Propaganda ran, um die schlimme Wirklichkeit wieder in rosiges Licht zu rücken. genau das geschieht z.Zt. mit Israel. Kürzlich hatte eine globale BBC-Studie ergeben, dass Israel in der internationalen Bewertungsskala mit Iran und Pakistan das Schlusslicht bildet. Diesem Staat, der von sich behauptet, die „einzige Demokratie“ im Nahen Osten zu sein, steht wegen seiner Politik gegenüber den Palästinensern das Wasser offenbar bis zum Hals. Wie sonst könnte man sich sonst erklären, dass Israels Botschaft in Berlin - wie aus sicherer Quelle verlautete - nun an die Kulturministerien der Bundesländer mit der Aufforderung herangetreten ist, in den Schulen Aufklärungsunterricht über Israel zu erteilen. Wie es weiter heißt, haben mehrere Bundesländer dieses Ansinnen abgelehnt, einige haben sich aber gehorsam bereit erklärt - etwa das Bundesland Bremen, das als besonders Israel-treu gilt. >>>

Dokumentation - Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation im Nahostkonflikt - Die Hasbara Abteilungen >>>

 

 

Bundeskanzlerin muss sich endlich in der Palästina-Frage positionieren - Zum Treffen der EU-Aussenminister im polnischen Sopot, die sich nicht auf eine gemeinsame Haltung zu einem möglichen Aufnahmebegehren eines Palästinenserstaates in die Vereinten Nationen einigen konnten, erklärt der Nahost-Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages Günter Gloser: Die SPD-Bundestagsfraktion fordert die Kanzlerin auf, sich energisch in die Diskussion um die Haltung der EU zu Palästina einzubringen und eine erneute Isolation Deutschlands zu vermeiden. Angela Merkel muss in der Frage einer möglichen Anerkennung Palästinas im Rahmen der Vereinten Nationen ihre Position überdenken und eine Spaltung Europas verhindern. Die Bundeskanzlerin trägt die größte Verantwortung >>>

Lese auch: Appell an die Bundeskanzlerin - Felicia Langer >>>

 

 

Palestinian statehood – a non-starter? - Interview with the Israeli human rights lawyer Ms Lynda Brayer, Haifa, Israel. - Dr. Ludwig Watzal - Since 9/11 we have been facing a kind of neocolonial déjà vu. The old imperial and colonial powers are all over the place and reoccupying one country after another on their periphery and the so-called critical and enlightened civil society keeps quiet or even applauds to this kind of open aggression. Please could you describe the national and international setting for this unprecedented process of recapture of the former colonies? Actually this neo-colonialism began immediately following the collapse of the former USSR. The first Gulf War took place because the US no longer feared any interference from the Soviets. The lack of a balance of power in the world today seems to account for all the neo-colonialist ventures, all of which have taken place as a result of the perpetual need of capital to accumulate. As we know though, capital reached its peak in the early 1970's  >>>

Unter anderem auch hier erschienen >>>

 

 

UN-Bericht stellt Völkerrecht ins Abseits - Am vergangenen Freitag wurden die Ergebnisse des UN-Untersuchungsberichts zu dem israelischen Überfall auf die Flottille im Mai 2010 bekannt. Dabei bewertete der Bericht der UN-Kommission unter der Leitung des ehemaligen neuseeländischen Ministerpräsidenten Geoffrey Palmer nicht nur den Angriff, sondern auch die israelische Blockade des Gaza-Streifens als rechtmäßig. Hierzu erklärt der Generaldelegierte Palästinas, Salah Abdel Shafi. - „Seit Bestehen der Vereinten Nationen hat es noch keine UN-Organisation oder ein in ihrem Auftrag handelnder Untersuchungsausschuss geschafft, bedenkenlos und verantwortungslos gegen das eigene Regelwerk und das allseits akzeptierte Völkerrecht zu verstoßen. Die Schlussfolgerung des Palmer-Berichts, die israelische Blockade des Gaza-Streifens und somit auch das israelische Verhalten gegenüber den Passagieren der Flottille seien rechtmäßig, bringen eine Kehrtwende in die internationale Gerichtsbarkeit. Unrecht und Gewalt werden nicht verfolgt, sondern erhalten einen Freiheitsschein. >>>


Botschafter und Botschaften Er wurde beschimpft, mit Eiern beworfen - und jetzt des Landes verwiesen. Gaby Levy war jahrelang Israels Mann in Ankara. Seine Geschichte ist auch die Geschichte des Verfalls der türkisch-israelischen Beziehungen >>>

Türkische und israelische Fluggäste verhört - Krise mit Ankara wird tiefer – Auch Streit um Gasfeld - Unbestätigte Berichte über eine erniedrigende Behandlung von israelischen und türkischen Flugpassagieren durch die jeweiligen Sicherheitsbeamten in beiden Ländern haben am Montag die diplomatische Krise zwischen Ankara und der Regierung in Jerusalem wegen der Gaza-Hilfsflotte noch tiefer erscheinen lassen.

Give the Palmer report the contempt it deserves - Khalid Amayreh - On Friday, 2 September, a pro-Israeli body at the United Nations released a brazenly unbalanced report concluding that Israel's four-year blockade of some 1.7 million Palestinians in the Gaza Strip was "legal" and "within the barometers of international law." The scandalous report, dubbed as the Palmer report, also concluded that the manifestly criminal Israeli assault on a Turkish ship carrying solidarity activists and humanitarian materials to besieged Gazans, which occurred 18 months ago and killed at least nine Turkish citizens and injured many others, was also legal. >>>
 

Presseerklärung von Annette Groth und Inge Höger - Palmer/Uribe Bericht zum Angriff auf die Mavi Marmara ist fehlerhaft, parteiisch und unglaubwürdig

Anlässlich des Palmer/Uribe Berichts zu dem Überfall auf die Mavi Marmara am 31.05.2010 erklärt Annette Groth, menschenrechtspolitische Sprecherin der LINKEN: „Der Palmer/Uribe Bericht über den Angriff auf die Mavi Marmara ist nicht objektiv, unglaubwürdig und fehlerhaft.
Er widerspricht dem im September letzten Jahres erschienen UN-Untersuchungsbericht über den Angriff, der – ebenso wie zahlreiche andere Untersuchungen - feststellte, dass die Blockade völkerrechtswidrig und eine nach humanitärem Recht verbotene Kollektivstrafe der Bevölkerung ist. Der UN-Untersuchungsbericht bestätigte auch, dass der Angriff auf die Mavi Marmara in internationalen Gewässern völkerrechtswidrig war. Er kam zu dem Ergebnis, dass die Tötungen mindestens einiger der türkischen Aktivisten Exekutionen gleichkamen. Ebenso wie die Turkelkommission hat die Palmer/Uribe Kommission sich fälschlicherweise auf das humanitäre Völkerrecht gestützt. Dazu müsste der Angriff auf die Mavi Marmara als „bewaffneter Konflikt“ eingestuft werden. Davon kann keine Rede sein. Vielmehr ist hier das Völkerrecht anwendbar. Der Bericht unterstellt zudem allen Aktivisten und Aktivistinnen auf Konfrontation aus gewesen zu sein und nicht humanitäre Ziele verfolgt zu haben. Das ist eine Unterstellung, gegen die wir uns entschieden wehren!“


Inge Höger, abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE erklärt: „Schon die Zusammensetzung der Kommission ist höchst problematisch
. Dazu hat die LINKE sich von Anfang an kritisch geäußert. Der ehemalige Präsident Kolumbiens Alvaro Uribe, der Mitglied der Kommission ist, war selbst für systematische Menschenrechtsverletzungen verantwortlich. Seine Nichtachtung von Menschenrechten und Menschenrechtsaktivisten ist bekannt. Abgesehen von den fehlerhaften Analysen und Unterstellungen hatte die Palmer/ Uribe Kommission auch nicht das Mandat, die Angriffe auf die Mavi Marmara erneut zu untersuchen, sondern sie sollte lediglich auf die israelischen und türkischen Berichte eingehen. Ihr Ziel war die Beilegung der Spannungen zwischen den beiden Staaten, die seit dem Angriff auf die Mavi Marmara und der Ermordung von neun türkischen Aktivisten bestehen. Dieses Mandat ist darauf angelegt, zugunsten eines Kompromisses das völkerrechtswidrige Verhalten Israels unter den Teppich zu kehren. Da Israel eine formelle Entschuldigung gegenüber der Türkei verweigert, wurde der israelische Botschafter mittlerweile ausgewiesen. Anstatt die Wogen zu glätten hat der Palmer/Uribe Bericht mit seinen Verdrehungen nun für eine weitere Zuspitzung der Beziehungen und Spannungen in der Region gesorgt.“

 




Young photographers in Nablus - Mathilda Project Coordinator at TYO - These photos were taken around the city of Nablus by young Palestinians between the ages of 11 and 15, all participants in the Triple Exposure project at Tomorrow’s Youth Organization, Nablus. After some technical training, the participants were lent cameras for one week at a time, to take home and photograph their lives, surroundings, and whatever else caught their eye. >>>

 

Historic Declaration by Palestinians, Israelis in Support of Israeli Social Protest, Anti-Colonial Struggle - Some 20 political parties and social movements from both sides of the Green Line issued an historic declaration in support of the social protests currently rocking Israel and their necessary linkage to the struggle against Israel’s occupation and colonial policies. - May 2011 Hebron conference, jointly organised by the left parties in Hebron, the AIC and Tarabut-Hithabrut. This joint declaration is one of the follow-up activities of the conference's steering committee (Photo: Yousef Katalo for the AIC) Together for putting an end to occupation and racism, in support of the struggle of the Palestinian people to attain their national rights and against national and social oppression >>>

 

 

Netanyahu Gags Shabak Director, Subverts Knesset Oversight Regarding Eilat Attack - For those of you who harbor quaint notions about Israeli democracy, tonight’s post should further disabuse you of your illusions. In most western democracies, the legislative branch of government exercises some oversight of military and intelligence functions. In the U.S., this includes House and Senate committees charged with reviewing, approving and funding the U.S. military and various intelligence agencies, both overseas and domestic. Though there is always a tenseness in this relationship and the executive branch at times resists such oversight, the legislative bodies have ultimate authority and can use their subpoena power if their rights to oversee their charges are rejected. Not so in Israel >>>

 


5.9.2011
 

 

Besetztes Palästina von A bis Zet: Canaan von Palästina  (1.Teil) - Reham Alhelsi - „Ya Abu Nidal, lahhiq ibnak, lahhiq darak,  beeile dich, die Soldaten  überfallen dein Haus und wollen Deinen Sohn verhaften.“ Ein Nachbar rennt zu Canaan, der gerade sein Land pflügt und seine Oliven- und Mandelbäume pflegt, und sagt ihm, was in seinem Hause los ist. Innerhalb weniger Sekunden rennt Abu Nidal den Hügel hinunter zum Dorf und seinem Haus. Nachbarn, Verwandte, andere Dorfbewohner standen außerhalb des Hauses. Einige versuchten, mit den Besatzungssoldaten  zu reden. Andere standen nur herum und schüttelten den Kopf und sprachen über die Besatzung und dass fast 20 Jahre lang sinnlose Verhandlungen ihnen nichts gebracht haben. !“Wo ist die palästinensische Polizei, von der sie zu uns reden? Wo ist sie, wenn wir sie brauchen? Sagen sie nicht, dass sie uns beschützen.“ Sagte ein Nachbar zornig.
(...)  Abu Nidal bahnt sich seinen Weg durch die Menge bis zu den Soldaten, die seinen 17jährigen Sohn festhalten. Erst in der letzten Woche hatte Nidal sein Abitur gemacht und die Familie hat diese Leistung ihres ältesten Sohnes und des ersten ihrer Kinder gefeiert, der nun zur Universität gehen wird (...)
Und nun sind israelische Besatzungssoldaten  gekommen, um Nidal zu kidnappen und ihn in eine dunkle überfüllte Zelle zu stecken. (...) Die Soldaten waren gekommen, um ihn zu verhaften, da er Steine auf die Soldaten geworfen habe, wie sie behaupten. „Ihr schießt ohne Grund auf unsere Kinder und tötet sie, und wenn einige eurer Soldaten behaupten, dass palästinensische Jugendliche Steine auf sie geworfen haben, überfallt ihr unsere Häuser und kidnappt unsere Kinder. Welche Beweise habt ihr denn? Warum verhaftet ihr nicht die Siedler, die letzte Woche das Dorf überfallen haben und mit scharfer Munition auf unsere Häuser und Familien  >>>

 
 

USA drohen mit Veto bei UN-Abstimmung - Washington will Antrag auf Palästinenserstaat »abschmettern«. EU-Außenminister uneins - Die USA wollen die Palästinenser laut einem Zeitungsbericht mit einer letzten diplomatischen Offensive davon abbringen, diesen Monat bei der UNO die Anerkennung eines eigenen Staates zu beantragen. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama habe einen Vorschlag für neue Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern vorgelegt, berichtete die New York Times am Samstag. Dadurch solle Palästinenserpräsident Mahmud Abbas von seinem Vorhaben abgebracht werden, bei der am 20. September beginnenden UN-Generaldebatte die Anerkennung eines Palästinenserstaates zu beantragen. Nach Einschätzung von US-Regierungsvertretern und ausländischen Diplomaten könnte der Schritt allerdings zu spät kommen. >>>

Internationale Organisationen unterstützen UN-Mitgliedschaft von Palästina >>>
US-Offensive gegen UN-Votum für Palästinenserstaat >>>

Ausnahmsweise ein widerlicher Link aus der Hasbaraabteilung >>>

 
 

Die Libyen-Strategie -  Der Libyen-Krieg kann als Modell für künftige westliche Militärinterventionen gelten. Dies legen Untersuchungen deutscher Regierungsberater und Publizisten nahe. Demnach knüpft der Libyen-Krieg, in dem die NATO durchweg als Luftwaffe, dagegen fast ausschließlich einheimische Kräfte als Bodentruppen operierten, an die aus westlicher Sicht erfolgreichen Kriege gegen Jugoslawien an. Fehler etwa aus dem Afghanistan-Krieg, den der Westen auch mit eigenen Bodentruppen führt, würden auf diese Weise vermieden, heißt es in einer von der Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) publizierten Analyse: Es gelinge so, im eigenen Lande benötigtes Geld zu sparen und das Leben westlicher Soldaten zu schonen. Allerdings müssten die am Boden operierenden Kräfte, im Fall Libyens der Nationale Übergangsrat und seine Milizen, zu einem taktisch geschickten Umgang mit der neu eroberten Macht bewegt werden, um so den Sturz des Landes in einen dauerhaften Bürgerkrieg à la Irak zu verhindern, rät die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Der Think-Tank nennt konkrete Vorschläge für die Stabilisierung eines durch Krieg an die Macht gebrachten Regimes. - Durchschlagende Wirkung - Wie es in einer von der Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) publizierten Analyse heißt, seien die Kriege der NATO gegen Jugoslawien in den 1990er Jahren ohne Zweifel für den Westen ziemlich erfolgreich gewesen. Damals habe das Kriegsbündnis nur die Luftwaffe, aber keine Bodentruppen gegen Serbien eingesetzt. >>>

 
 

Türkei mit Härte gegen Israel - Ankara offenbar bereit zum Bruch der Blockade Gazas - Rainer Rupp - Nach der Veröffentlichung des sogenannten Palmer-Berichts der UNO zur israelischen Erstürmung des türkischen Schiffes »Mavi Marmara« am 31. Mai 2010 schlägt die Türkei eine harte Gangart gegen den jüdischen Apartheid-Staat ein. Der Report wirft Israel »exzessive und unverhältnismäßige Gewaltanwendung« beim militärischen Überfall auf die Gaza-Hilfsflotte am 31. Mai 2010 vor, bewertet die Blockade des Gazastreifens aber als legal. Am Sonntag verweigerte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erneut eine Entschuldigung für die Ermordung von acht türkischen Staatsbürgern und eines türkischstämmigen US-Bürgers. Ankara wies noch am Freitag den israelischen Botschafter aus und kündigte die militärische sowie die umfangreiche rüstungstechnische Zusammenarbeit auf. Die Börsenkurse der entsprechenden israelischen Unternehmen sackten daraufhin deutlich ab. Am Sonnabend erklärte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu vor Journalisten außerdem, daß sein Land eine Einsatzgruppe der Kriegsmarine ins östliche Mittelmeer schicken werde, um dort die illegalen Blockadeaktivitäten der israelischen Marine gegen Gaza zu überwachen. Unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten hochrangigen Vertreter der Regierung in Ankara präzisierte >>>

Report: Turkey seeking strategic alliance with Egypt - Erdogan to visit Egypt on September 12 to discuss strengthening military and diplomatic ties; move comes as Israel-Turkey diplomatic crisis deepens. >>>

 

 

4.9.2011 - Gerd Buurmann sammelt weiterhin Gewaltaufrufe, Gewaltfantasien,  verleumdet Walter Herrmann (Kölner Klagemauer) in seinem Blog.

Neu dokumentiert und erweitert:

Zur Person Gerd Buurmann >>>
"Schlimmer als Hitler" - Als erstes eine Textanalyse - >>>
Der Verleumder - Gerd Buurmann mit seinen Texten über Walter Herrmann. - Eine Auswahl davon >>>
Gewaltdrohungen - Eine Auswahl von Gewalteinträgen, Gewaltverherrlichungen, Gewaltaufrufen die als Kommentare im Blog von Gerd Buurmann zu finden sind >>>
Gerd Buurmann + die Gewalt - Wie reagierte Gerd Buurmann auf diese Gewalteinträge? >>>

Es gibt sogar Einträge, die man als Mordaufruf interpretieren kann.
Dr. Nathan Warszawski - (Wenn es kein Doppelgänger ist, so ist "Dr. Nathan Warszawski, Aachen, jüdischer Vorsitzender der Gesellschaft für Jüdisch-Christliche Zusammenarbeit (1), Mitglied der Jüdischen Gemeinde Aachen und Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Aachen") schrieb im  August 10, 2010 um 10:41 pm

"(...) Wenn Hitler rechtzeitig ermordet worden wäre, wären 50.000.000 weniger Menschen in den furchtbaren 12 Jahren gestorben. Ein Mord an Hitler wäre gerechtfertigt, was die offiziellen Feierlichkeiten des demokratischen Deutschlands zum 20. Juli hinreichend belegen.

Nun darf man W.H. nicht mit A.H. gleichsetzen, jedoch vergleichen. Auch W.H. stellt eine Gefahr für viele Menschen dar.
Der Satz von BB darf im demokratischen Deutschland ohne Angst zitiert werden:
„Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“
Wenn dieser Satz nicht mehr zitiert werden darf, dann haben wir keine Demokratie mehr."

 


More Evidence of Israeli Plans for September Violence Emerge - More evidence has emerged this week that Israel and its settlers are preparing to use extreme violence in response to peaceful Palestinian protests this Septemeber. The International Middle East Media Center reports that extreme right-wing settler groups have prepared plans to attack peaceful Palestinian protests following the UN vote on statehood in Septemeber (original article here). In a chilling echo of the Israeli rhetoric used before the Cast Lead attacks on Gaza in 2008, an eight-page document urges settlers to “transform September from a threat to a historic opportunity to change the rules of the game”. >>>
 


4.9.2011
 

 

Kriegshunde - Uri Avnery - SO GRAUEN erregende Hunde sind seit Sherlock Holms Hund von Baskerville* nicht mehr gesehen worden. Sie sind von einem leidenschaftlichen Bewunderer, dem verstorbenen „Rabbi“ Meir Kahane herangezogen worden, der vom israelischen Obersten Gerichtshof als Faschist gebrandmarkt wurde. Ihre Aufgabe ist es, die Siedlungen zu schützen und die Palästinenser anzugreifen. Es sind Siedlerhunde oder besser Hundesiedler.
 
Alle unsere Fernsehstationen haben lang und breit über sie berichtet und ihre Wirksamkeit und Aggressivität gelobt. Und dies alles zur Vorbereitung für den „September“.
 
SEPTEMBER ist nicht nur der Name eines Monats, der siebte nach dem alten römischen Kalender. Er ist ein Symbol einer schrecklichen Gefahr, einer unaussprechlich existentiellen Bedrohung.
 
In den nächsten paar Wochen werden die Palästinenser die UN ersuchen, den Staat Palästina anzuerkennen. Sie haben schon eine große Mehrheit in der UN-Vollversammlung zusammenbekommen. Danach wird nach der offiziellen Beurteilung unserer Armee die Hölle losbrechen. Massen von Palästinensern werden sich erheben, die Trennungsmauer angreifen, die Siedlungen stürmen, Front gegen die Armee machen, Chaos schaffen.

„Die Palästinensische Behörde ist dabei, ein Blutbad zu planen,“ behauptet Avigdor Lieberman vergnügt. Und wenn Lieberman Gewalt voraussieht, wäre es unklug, ihn zu ignorieren. Seit Monaten bereitet sich unsere Armee für genau solch eine Eventualität vor. In dieser Woche verkündete sie, dass sie auch die Siedler trainiert und ihnen genau sagt, wann es ihnen erlaubt sei, zu schießen, um zu töten. So bestätigt sie, was wir alle wissen: dass es keinen klaren Unterschied zwischen Armee und Siedlern gibt – viele Siedler sind Offiziere in der Armee, und viele Offiziere leben in Siedlungen. „Die Armee verteidigt alle Israelis, egal, wo sie sind,“ ist die offizielle Linie. >>>

Israelisches Militär rüstet jüdische Siedler mit Tränengas- u.a. Granaten aus - Donald Macintyre, Jerusalem - Das israelische Militär ist dabei, die jüdischen Siedler der Westbank zu trainieren und plant sie mit Tränengas- und Blendgranaten auszurüsten, um gegen palästinensische Demonstranten vorzugehen, wenn ihre Führer im nächsten Monat die UN-Anerkennung erreichen wollen. Die Einberufung von Siedlern, die schon mit einem Trainingskurs für ihre lokalen Sicherheitsoffiziere eröffnet wurde, hat schon begonnen. Sie ist ein Teil einer umfassenden militärischen „Operation Sommersaat“, um sich mit möglicher Gewalt zu befassen, je nach dem, ob die UN einen palästinensischen Staat anerkennt oder nicht. Entsprechend einem Dokument, das der israelischen Zeitung Haaretz zugespielt wurde, wird die Annahme des israelischen Verteidigungsestablishment die sein, dass die UN-Maßnahme ein  „Massenchaos“ auslösen wird – herausgefordert durch die moderate palästinensische Führung in Ramallah. Dies schließt Märsche zu den Haupt-Kontrollpunkten, israelischen Orten, Bildungszentren, Versuche, Symbole der (israelischen) Regierung zu  beschädigen, ein, behauptet Israel. >>>

Die Zukunft des Staates Palästina -  Francis Boyle - Mit der palästinensischen Unabhängigkeitserklärung vom 15.November 1988, die von der PNC angenommen wurde und die alle Palästinenser in aller Welt vertritt, wurde das Exekutivkomitee der PLO als provisorische Regierung für den Staat Palästina – auf meinen Rat hin – eingesetzt. Zusätzlich vermittelt die Unabhängigkeitserklärung allen Palästinensern rund um die Welt – auf meinen Rat hin - automatisch die Staatsbürgerschaft des Staates Palästina. Deshalb wird das Exekutiv- Komitee der PLO in seiner Funktion als provisorische Regierung des Staates Palästina weiter die Interessen aller Palästinenser in aller Welt vertreten, wenn Palästina ein UN-Mitglied wird. Also werden alle Rechte erhalten: für alle Palästinenser und die PLO. Keinem werden die bürgerlichen Rechte aberkannt. Die PLO wird nicht ihren Status verlieren. Diese rechtliche Vereinbarung verletzt nicht die palästinensische Charta, sondern wurde schon von der PNC angenommen. Leider hat ein Oxforder Professor Guy Goodwill-Gill eine Notiz zirkulieren lassen, die voll verzerrter Darstellungen ist. Die Darstellung gründet sich auf viele irrige Annahmen. Dieser Professor ist sich  all der rechtlichen und technischen Einzelheiten  nicht bewusst, die ursprünglich >>>

 

 

In der Debatte um Israel und Palästina geht es auch um die Zukunft Deutschlands - Fünf Fragen an Deutschland - Kommentar von Dominique Vidal - Aus Auschwitz kehrte mein Vater im Frühjahr 1945 zurück mit dieser Überzeugung, an der er bis heute, mit 88 Jahren, festhält: Weit entfernt davon, um die Kritik des Historikers Ian Kershaw zu paraphrasieren, nur "eine Geschichte zwischen Juden und Deutschen zu sein", gehe die Shoah die ganze Menschheit an. Ich verstehe natürlich, dass die Nachkommen jener, die eines der schrecklichsten Massaker der Geschichte verübt haben, sich um die Zukunft eines Teils ihrer Opfer und deren Nachkommen sorgen, die sich - aus welchen Gründen auch immer - dafür entschieden haben, in Israel zu leben. Aber die Art und Weise, wie das geschieht, wirft mindestens fünf grundsätzliche Fragen auf. >>>

 

 

EU-Außenminister ringen um Kompromißformel zum Palästinenserstaat (SB) - Allenfalls halbherzige Unterstützung der Palästinenser - Nachdem US-Präsident Barack Obama seinen markigen Worten keine Taten folgen und sich von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu auf ganzer Linie ausmanövrieren ließ, schwanden die ohnehin illusorischen Hoffnungen der palästinensischen Führung auf eine erfolgreiche Vermittlung Washingtons im Nahostkonflikt. Da sich US-amerikanische Unterhändler in jüngerer Zeit kaum noch in Jerusalem und Ramallah blicken ließen, setzen die Palästinenser um so mehr auf die Europäer. So hofft Ministerpräsident Salam Fajad, daß die EU-Mitgliedsstaaten den Antrag der PLO auf eine Anerkennung Palästinas als Vollmitglied der Vereinten Nationen unterstützen werden: "Was wir brauchen und worauf wir bestehen sollten, ist ein wirklicher Staat, der seinen Söhnen und Töchtern das Leben eines freien Volkes ermöglicht, unter der Souveränität des Gesetzes und im Respekt gegenüber allen Freiheitsrechten. Es kann nicht geschehen, wenn die Besatzung nicht aufhört. Wir erwarten die aktive Hilfe der internationalen Gemeinschaft, um das zu erreichen." >>>

 

 

"Israel Education 'Blitz'" - Bremer Schulbehörde gestattet Indoktrination von Schülern durch deutsche Israel-Lobby-Organisation?  - Institut für Palästinakunde - Spätestens eine EU-Umfrage aus dem Jahr 2003 - bei der 60% der Befragten angaben, dass sie Israel für die grösste Bedrohung des Weltfriedens hielten - dürfte den Lenkern Israels klar gemacht haben, dass Israel ein Image-Problem hat. Ein Image das sich durch die Bombardierung des Libanons, 2006, das Blutbad in Gaza, 2008/9, und die mörderische Kommandoaktion auf der Mavi Marmara, 2010, sicher nicht verbessert hat. Nachdem im September in der UN, anlässlich des Antrags Palästina als Staat anerkennen, mit einem weiteren PR-Desaster zu rechnen ist haben sich verschiedene israelische Institutionen zusammengetan, um einen Education 'Blitz' zu starten. Einen solchen "Education 'Bitz'" plant nach allem Anschein auch eine bekannte deutsche Israel-Lobby-Organisation, die 'Deutsch-Israelische Gesellschaft', zumindestens in Bremen. Sie verfüge - erklärt die DIG in einem Anschreiben an Bremer Schulen - über geeignete Referenten und Referentinnen, die bereit seien in die Schulen und Klassen zu gehen, um den Schülern und Schülerinnen das von der DIG vertretene Weltbild Israels und Palästinas nahe zu bringen. Angeboten werden in dem Anschreiben Vorträge mit Titeln wie „Die Geschichte Israels von Abraham bis heute” (der klassische Topos, um den Palästinensern das Heimatrecht abzusprechen), „Die Gründung Israels - Zionismus und Staatswerdung” sowie „Gesprächsrunde(n) zum Thema "Antisemitismus" im Zusammenhang mit Israel”. Als Adressaten nennt die DIG dabei nicht etwa nur Schüler der Oberstufe, sondern auch Fünft- oder Sechstklässsler. >>>
 

Die Hasbara Abteilung meldet: Israel Education 'Blitz' - This September, a number of events – namely, the UN vote on the recognition of a Palestinian state, the Third Durban Conference, the beginning of the new academic year, and the High Holidays – will coincide to place Israel firmly in the public spotlight. In the background, the assault on Israel’s legitimacy continues to penetrate into the heart of some Jewish communities, to the point that rather than serving as a source of unity, Israel is turning into a deeply polarizing issue.

The anticipated heightened focus on Israel presents an opportunity to launch a targeted Israel re-engagement effort. The goal: To re-engage Jewish communities with Israel in new ways and to use the concepts of 'broad tent' and 'red lines' to reconnect across the dividing lines.

To date, the following documents have been prepared:
1) Reut - A Call for Action

2) MAKOM - Moving from Confrontation to Engagement
3) Gil Troy - How to Win, and Not Lose, in September
4) MAKOM - Am Chofshi B'Artzenu Educational Booklet

5) Eran Shayshon - To help Israel, Jews must broaden the tent

Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation im Nahostkonflikt - Die Hasbara Abteilungen >>>

 

 

How US "charities" break tax laws to fund Israeli settlements - Mike Coogan - In spite of US government statements about its displeasure with the expansion of Israeli settlements, US based organizations are abusing the 501(C)3 section of US tax codes to provide billions in subsidies to do exactly that. There are hundreds of these tax-exempt, so-called charities funneling money to illegal Israeli settlements, often with the names no more creative than “American Friends of name an Israeli settlement.” One such organization, American Friends of Ariel Inc., paints a picture of how these US based front groups collect tax-deductible donations, and use them to build and expand illegal Israeli settlements, and in some cases, purchase weapons for the settlers within them. In many cases, including that of American Friends of Ariel Inc., the organization does not make substantial efforts to disguise the fact that the US based tax exempt entity is nothing more than a shell organization being used to transfer money abroad. For example, the president of American Friends of Ariel, Ron Nachman, also  >>>

 

 

Civilians and civilian infrastructure hit in Gaza Strip, interim report. - On 19 August 2011, around 9:30 P.M., the Israeli air force fired a missile into a street in the heart of Gaza City, killing Mu’ataz Kreqa’, his two-year-old son Islam, and his brother Munzar. The IDF Spokesperson’s announcement of 20 August said that Mu’ataz Kreqa’ “had been the operations officer in charge of rockets. . . [and] had played a major role in planning and firing long-range rockets at Israel” in the period preceding the attack on his life. According to B'Tselem's information, about an hour before the incident, Islam Kreqa' had been lightly bruised and his father had taken him to a-Shifaa Hospital. Munzar Kreqa', a physician, had treated the infant. The three then left the hospital and rode on Mu'ataz Kreqa's motorcycle, to the a-Shaja'iyah neighborhood of Gaza City. A few minutes after they started on their way, an airforce missile struck them, killing them instantly. Several bystanders were wounded in the incident. B'Tselem wrote to the military judge advocate general, demanding that he order a criminal investigation in the case. >>>

 


3.9.2011
 

 

Im Zweifel für Israel - UN-Bericht zum Überfall auf Gaza-Flottille - Knut Mellenthin - Die Blockade des Gaza-Gebiets durch die israelischen Streitkräfte ist rechtmäßig. Israelische Angriffe auf Schiffe, die sich in internationalen Gewässern befinden, sind ebenfalls legal. Daß israelische Soldaten dabei von der Schußwaffe Gebrauch machen, ist legitime Selbstverteidigung. Daß am Ende neun türkische Fahrgäste eines Hilfsschiffs erschossen wurden, sieben von ihnen durch mehrere Schüsse in »sensible« Teile des Körpers und in den Kopf, fünf mutmaßlich von hinten, und mindestens einer, als er schon verletzt am Boden lag – das freilich war »exzessive und unverhältnismäßige Gewaltanwendung«. Letzteres wird die israelische Regierung wahrscheinlich als unfair verurteilen und darin wieder einmal einen Beweis sehen, daß die ganze Welt gegen sie ist. Ansonsten aber können Benjamin Netanjahu und seine Leute eigentlich zufrieden sein  >>>

Analyse: Ankara riskiert den Bruch mit Israel - Lange Zeit unterhielten die Türkei und Israel exzellente Beziehungen. Die militärische Zusammenarbeit zwischen der islamisch geprägten Türkei und dem jüdischen Staat sorgte bei vielen für Verwunderung. Das hat sich geändert - in den Beziehungen der beiden Länder bricht eine Eiszeit an. Scharf reagierte Ankara auf einen lange erwarteten und jetzt von der «New York Times» veröffentlichten Bericht, in dem die Vereinten Nationen eine eindeutige Verurteilung Israels wegen des Angriffs auf die Gaza-Hilfsflotte vor 15 Monaten unterlassen und das israelische Vorgehen weitgehend als legal bezeichnen. Der israelische Botschafter Gabi Levy, der sich zurzeit in Israel aufhält, darf nicht zurück. Mehrere andere israelische Diplomaten >>>

Gaza-Streit zwischen Israel und Türkei eskaliert - Die USA haben Israel und die Türkei zur Beilegung ihres Streits über den blutigen Einsatz gegen die Gazahilfsflotte vor 15 Monaten aufgefordert. - (...) Der seit Monaten schwelende Streit um den israelischen Angriff auf eine türkische Gaza-Hilfsflotte war am Freitag eskaliert. Die Türkei wies den israelischen Botschafter aus und legte alle Militärabkommen mit Israel auf Eis. Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül drohte mit weiteren Schritten. Israel bedauerte die Entwicklung. >>>

  As Turkey Freezes Israel Ties, Critics Decry "Whitewashed" UN Report on Gaza Flotilla
Finkelstein und Huweida Arraf bei Democracy now

Türkischer Außenminister verärgert über unzureichend transparenten Gaza-Flottillen-Bericht >>>
Israel- We hope to mend Turkey ties, but will not apologize for Gaza flotilla >>>
Gaza-Hilfsflotte- Türkei weist israelischen Botschafter aus >>>
15 Monate nach dem Einsatz auf das Schiff Mavi Marmara für den Gazastreifen hat ein UN-Bericht nach einem Bericht der "New York Times" Vorwürfe gegen beide Seiten erhoben >>>
Palmer Report- “Israel Used Excessive Force Against Flotilla" >>>>
Dokumentation - Free Gaza Bewegung - Gaza Freedom Flotilla >>>

 
 

Appell an die Bundeskanzlerin - Felicia Langer - Sehr geehrte Frau Dr. Merkel, nach 44 Jahren israelischer Besatzung – die längste in der jüngeren Geschichte – wird sich Palästina an die UN-Vollversammlung wenden. Nach Jahren der Entrechtung, Vertreibung, Enteignung, Kolonisierung, Haft und Folter, die auch die Gegenwart kennzeichnen, wird die palästinensische Führung die Aufnahme des Staates Palästina in den Grenzen von 1967 als 194. Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen beantragen.

Im Jahre 1974 hat die UN-Vollversammlung mit den Resolutionen 3236 und 3327 das volle Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes anerkannt. Die PLO hat bereits 1988 den palästinensischen Staat ausgerufen, was die Akzeptanz der Zwei-Staaten-Lösung bedeutet. Die Rolle der UNO in der Palästina-Frage wurde faktisch gelähmt, durch häufiges Veto der USA und das Schweigen der Welt. 44 Jahre israelischer Straffreiheit, etwa 20 Jahre eines „Friedensprozesses“ ohne Frieden sind mehr als genug für die Palästinenser. Es ist ihre ultima ratio, sich an die UNO zu wenden, um Hilfe zu suchen.

Israel weiß Bescheid, dass die Mehrheit in der UN-Vollversammlung den Antrag akzeptieren wird, auch die Mehrheit in Europa. Deutschland hat aber bekannt gemacht, dass es den Antrag ablehnen wird.

Ich möchte an Ihr Gewissen appellieren, Frau Dr. Merkel:

Ich habe das Leid der Palästinenser, die Getöteten, die Verletzten, Erwachsene und Kinder, mit eigenen Augen gesehen und die Mütter, von denen ich die arabische Sprache gelernt habe, getröstet. Ich wollte eine Brücke zwischen Israelis und Palästinensern bauen – für Frieden.

Was für eine falsche „Staatsräson“ ist es, nur Israel zu unterstützen und das Leid und das Unrecht, das Israel den Palästinensern antut, zu ignorieren. Es ist keine Wiedergutmachung für unsere Toten!

Das sage ich, eine Holocaust-Überlebende, deren Mann in fünf Nazi-KZs inhaftiert war; fast alle Mitglieder unserer Familien wurden durch Nazis ermordet. Unsere Lehre aus dem Holocaust ist: „Nie wieder Unrecht gegenüber den Nächsten! Nie wieder Rassismus und Diskriminierung!“ Das ist auch die Lehre der israelischen Friedenskräfte, die ebenso wie sehr viele Deutsche den Antrag der Palästinenser befürworten. Leider ist es nicht die Lehre der friedensresistenten israelischen Regierungen…

Frau Dr. Merkel, Sie sind doch für die Zwei-Staaten-Lösung; Ihre oben genannte Haltung steht dazu im Widerspruch! Sie tun Israel auch keinen Gefallen, wenn Sie diesen Schritt zum Frieden ablehnen. Nur Frieden mit Gerechtigkeit kann Israel Sicherheit garantieren!

Frau Dr. Merkel, Sie haben noch Zeit, Ihre Entscheidung zu ändern. Denken Sie bitte an den „arabischen Frühling“, der wird auf das palästinensische Volk nicht verzichten! Danke. Mit freundlichen Grüßen Felicia Langer                                                 
Collage oben rechts E. Arendt -  vergrößern und mehr >>>
  Grafik unten links Ben Heine


Jetzt wird es spannend: Kanzlerin Merkel hatte ihre Gegenstimme versprochen. Jetzt ist es nochmals an der Zeit sie und vor allem ihren Außenminister eines besseren zu überzeugen.
Bitte nehmt Euch die Zeit nochmals kurze und sachliche Emails an den Außenminister, mit Kopie an die Kanzlerin (oder umgekehr)  zu schicken. JEDE STIMME ZÄHLT, wir Ihr an diesem  Aufruf von Avaaz sehen könnt....

Bundeskanzlerin | Kontakt
angela.merkel@bundestag.de
poststelle@auswaertiges-amt.de.

Avaaz - Deutschland: 48 Stunden, um Palästina anzuerkennen >>>

 

 

Berufliche Benachteiligung von Frauen in Palästina - Vergeudete Talente - Obwohl palästinensische Frauen oft besser ausgebildet sind als Männer, sind ihre Arbeitschancen schlechter. Die Folge: Vor allem junge Akademikerinnen müssen Stellen annehmen, die nicht ihrer Qualifikation entsprechen. Ein persönlicher Erfahrungsbericht von Viola Raheb - Dem "Arab Human Development Report 2005" der UN zufolge hat sich die Situation der Frauen in der arabischen Welt in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Beim Thema Frauen und Arbeit ist diese Veränderung aber nur begrenzt erfreulich. Zwar hatten die arabischen Länder zwischen 1990 und 2003 mit 19 Prozent den weltweit höchsten Anstieg des Frauenanteils an der wirtschaftlichen Aktivität. Trotzdem erreichte die Beteiligung von Frauen insgesamt immer noch nur ein Drittel und war somit die niedrigste der Welt. Die arabische Welt mag ihr Image mit dem Anstieg des Frauenanteils vor der internationalen Gemeinschaft schön reden – in Wirklichkeit bleiben die Perspektiven für Frauen jedoch bescheiden. Bereits bei der Bildung sind Frauen in vielen arabischen Ländern schlechter >>>

 

 

Israel deports children to preserve "Jewish character" of state - Jillian Kestler-D'Amours The Electronic Intifada Jerusalem 1 September 2011 Israel arrested and attempted to deport a migrant worker and her young child last month. ( Oren Ziv / ActiveStills ) JERUSALEM (IPS) - After Israel attempted to deport the first migrant workers’ child educated in its school system, human rights groups are calling on the Israeli government to develop a clear immigration policy and an official protocol that will minimize the psychological impact of detaining and deporting young children. “We ask the government to show humanity and compassion to these children and to their families and to try to work out a policy which will not on one hand deport the children and at the same time bring [new] people into Israel again and deprive them of their right to raise a family,” Moriel Matalon, chairman of the Israel branch of the United Nations Children’s Fund (UNICEF) said. >>>

 
 

Gelder gesperrt - Um zu zeigen, wie Israel auf die mögliche Anerkennung eines Palästinenserstaates reagieren könnte, hat Finanzminister Juval Steinitz von der Likud-Partei die Zahlung von 106 Millionen US-Dollar an die PA gestoppt. Bei dem Geld handelt es sich um palästinensische Steuereinnahmen, die die israelische Besatzungsmacht kassiert und zu deren Weitergabe sie verpflichtet ist. Sein Kollege Uzi Landau, der Infrastrukturminister und Mitglied der ultranationalistischen Partei »Unser Haus Israel« (Yisrael Beitenu) ist, warnte, daß Israel mit der Aufnahme eines Palästinenserstaates in die UNO seine »Souveränität auf das Jordantal und die großen Siedlungsblocks« in den besetzten palästinensischen Gebieten ausweiten werde und »vermutlich noch mehr«. Mit anderen Worten: Israel plant, diese Gebiete völkerrechtswidrig zu annektieren. Weil es angeblich zu Unruhen kommen könnte, sollte der Staat Palästina anerkannt werden, haben die israelischen Streitkräfte (IDF) Siedler in den besetzten Gebieten ausgebildet und mit Tränengas und Blendgranaten ausgestattet, berichtete die Tageszeitung Haaretz. >>>
 

Israelische Armee bildet bewaffnete Siedler in Aufstandsbekämpfung aus (SB) - Paramilitärische Offensive soll Massenprotest niederschlagen - Die Siedlerbewegung in den besetzten Gebieten wird angesichts ihres enormen Einflusses auf die Regierungspolitik Israels nicht selten als Staat im Staate bezeichnet. Diese Einschätzung trifft insofern zu, als die radikale Fraktion der Siedler weit über ihren zahlenmäßigen Anteil an der Gesellschaft hinaus ihre Partialinteressen auf aggressive Weise durchzusetzen versteht und damit eine rote Linie zieht, die sowohl palästinensische Anliegen abwürgt, als auch im politischen und sozialen Diskurs Israels Unverzichtbarkeiten zementiert. Damit repräsentiert sie die Speerspitze des Besatzungsregimes, das Okkupation nicht nur als unumkehrbar festschreibt, sondern darüber hinaus als grundsätzlich grenzenlosen Prozeß expansiven Raubes zu entufern trachtet. Diese Ausnahmestellung der Siedler wäre in einem Staatswesen, das sich selbst zur einzigen Demokratie im Nahen Osten überhöht, unmöglich, trieben die Pioniere jüdischer Landnahme nicht das zionistische Projekt und damit die Staatsdoktrin voran. Daher sind sie keineswegs ein extremer Fremdkörper, der den Bogen überspannt und außerhalb der Gesellschaft auf Abwege geraten ist, sondern außerordentlich erfolgreich darin, für sich in Anspruch zu nehmen, das Interesse der Mehrheit mit Spaten und Sturmgewehr in vorderster Front in Stellung zu bringen. Wir nehmen uns, was uns seit jeher gehört, lautet das Credo der radikalen Siedler. Wenngleich nur >>>

Dazu wurde gestern schon gemeldet:

Israel rüstet Siedler im Westjordanland mit Waffen für September aus  >>>
Israel mulls arming 'trained' settlers - Army plans to provide tear gas and stun grenades in West Bank  >>>
IDF training Israeli settlers ahead of 'mass disorder' expected in September - Chaim Levinson - The IDF has conducted detailed work to determine a “red line” for each settlement  >>>
Leaked Document: Israeli Forces Train And Arm Settlers To Attack Palestinian Protesters . >>>
Israel Intensifies Training of Settler Security Teams - Isabel Kershner - >>>

 
 

Freedom Theatre: Schauspielschüler sagt Tournee ab - Zwei Mitarbeiter freigelassen - 'Freedom Theatre' bittet um Spenden für Anwaltskosten  Aus Jenin erreichen wie schon zuvor 'gemischte' Nachrichten. - Institut für Palästinakunde - Gute Nachrichten - Die gute Nachricht ist, dass das Engagement für die Festgenommenen - darunter auch das von einigen von Ihnen - sowie die Berichterstattung von Amira Hass vermutlich dazu beigetragen hat, dass die beiden Angestellten des 'Freedom Theatre' - Adnan Naghnaghiye und Bilal Saadi - am Montag (22. Aug) freikamen. Der Schauspielschüler Rami Hwayel wurde jedoch wegen illegalen Betretens seiner Heimat im 48'er Israel zu vier Wochen Gefängnis verurteilt - und soll in einigen Tagen freikommen.  Bitte lesen Sie hier weiter.

Ergänzende Links: Crime and Punishment - an appeal from The Freedom Theatre (freedom theatre)

Crime and Punishment - An appeal for moral and financial support following a new wave of harassments against The Freedom Theatre by the Israeli army - Jacob Gough - Freedom Theater - Due to these cruel and unnecessary arrests The Freedom Theatre has hired a lawyer to represent its members. The fee has risen dramatically and is now around 5000 EUR. We fear that it may increase further as the cycle of Israeli arrests does not seem to end. The Freedom Theatre is unable to allocate this money from our project funding and the families of the innocent arrestees are also unable to cover the fees. We therefore ask our friends and supporters around the world to contribute to the legal costs.

 

 

Wadi Ara next in line for Judaization project - Sophie Crowe - The small village of Harish has become a hot spot of contentious debate since plans were unveiled to build an ultra-Orthodox only city in the predominantly Palestinian region. Harish is a village in the Wadi Ara, a region in northern Israel that falls in the Haifa District and “The Triangle” in Israel. Wadi Ara is home to roughly 120,000 Palestinians and 10,000 Jews. Harish was built as a kibbutz in 1992, one of a string of settlements positioned along the Green Line as a means of strengthening Israel’s hold on the border, a strategy conceived of by then housing minister Ariel Sharon. Failing in its original formulation, today it is home to only 1000 people. Since 2009, plans to transform Harish into an ultra-Orthodox city have been pushed forward by members of the ultra-Orthodox Shas party, namely Interior Minister Eli Yishai and Housing Minister Ariel Atias. >>>

 


1.9.2011
 

 

Israel rüstet Siedler im Westjordanland mit Waffen für September aus -  Das Israelische Militär rüstet Siedler des Westjordanlandes mit Aufstandbekämpfungswaffen aus, um diese im September gegen palästinensische Demonstranten ein zusetzten, so berichtet die israelische Agentur Haaretz. - In einem Militärdokument wird angenommen, dass Auseinandersetzungen in den besetzten Gebieten zunehmen werden, je näher der Tag der UN-Abstimmung über die palästinensische Unabhängigkeit rückt. Laut dem Dokument ist es wahrscheinlich, dass die Aktivisten zu israelischen Knotenpunkten und Gemeinden sowie Bildungseinrichtungen marschieren könnten und Bemühungen unternehmen Symbole der israelischen Regierung zu zerstören. Das Dokument beweist die Bewaffnung der Siedler im Westjordanland mit nicht-tödlichen Waffen, unter anderem Tränengas und Schallgranaten. Das Militär erwartet ebenso Demonstrationen an den internationalen Grenzen, wie zum Beispiel im Libanon oder Syrien. Des Weiteren wird ein System von zwei sogenannten roten „Grenzlinien“ errichtet, die um alle jüdischen Siedlungen in der Nähe von palästinensischen Dörfern gezogen werden. Den Soldaten ist es erlaubt Tränengas auf die Demonstranten oder Palästinenser zu feuern, wenn diese die erste Linie übertreten. Nach Durchbrechen der zweite Grenzlinie wird scharfe Munition auf die Füße der Aktivisten geschossen. Trotz Anfragen von Siedlergruppen gab das Militär noch keine genauen Details bekannt, wann es erlaubt ist die Waffen zu benutzen. >>>
 

Israel mulls arming 'trained' settlers - Army plans to provide tear gas and stun grenades in West Bank to repel any Palestinian protests next month, report says. - The Israeli army is planning to provide tear gas and stun grenades to settlers in the occupied West Bank who have been trained to repel any violent protests when the Palestinians seek statehood at the United Nations next month, an Israeli newspaper says. According to Haaretz, the Israeli army has also conducted a strategy to determine a "red line" for each settlement in the West Bank, which will determine when soldiers will be ordered to shoot at the feet of Palestinians if they cross the line. Asked to confirm the report, the military issued a written statement on Tuesday, saying it was in the process of training settlement response teams "to deal with any possible scenario". >>>


IDF training Israeli settlers ahead of 'mass disorder' expected in September - Chaim Levinson - The IDF has conducted detailed work to determine a “red line” for each settlement in the West Bank, which will determine when soldiers will be ordered to shoot at the feet of Palestinian protesters if the line is crossed. It is also planning to provide settlers with tear gas and stun grenades as part of the defense operation. >>>


Leaked Document: Israeli Forces Train And Arm Settlers To Attack Palestinian Protesters - Israeli settlers living in violation of international law in the West Bank have been issued stun grenades and tear gas by the Israeli military, in preparation for anticipated protests by Palestinians following the UN statehood declaration later this month. >>>


Israel Intensifies Training of Settler Security Teams - Isabel Kershner - "There are more than 100 settlements in the West Bank, only some of which are fenced. Each has its own rapid response team armed with military-issued M-16 automatic rifles."


Who needs a ceasefire anyway? - Adam Keller - Crazy Country - "...who can independently monitor and judge the Security Services of the State of Israel, in exercising their authority to issue and implement death sentences?"

 
 

Besatzung des Westjordanlandes? Ein Fallbeispiel -  Andreas Hackl  - Das Dorf al-Walaja wird bald völlig von der israelischen Sperrmauer eingeschlossen sein - Kaum wo ist die israelische Besatzung des Westjordanlandes so greifbar wie im palästinensischen Dorf al-Walaja. Und selten sieht man das Absurde daran so deutlich wie hier. Nur wenige Meter neben der schmalen Dorfstraße stehen die frischen Rohbauten der jüdischen Siedlung Har Gilo aufgereiht. Die Häuser sind noch nicht fertig, aber schon jetzt schirmt sie eine meterhohe Mauer vom palästinensischen Dorf und den Gefahren des Westjordanlandes ab. Während die Innenseite der Wand mit sandfarbenen Steinen verziert ist, hat man die Außenseite, die zu den Bewohnern von al-Walaja zeigt, im matten Betongrau belassen. >>>
 

Einige Meldungen der vergangenen Jahre:

AL WALAJA - Aug 19, 2007 - Bulldozer zerstören beim Mauerbau uralten Wald des Klosters Cremisan nahe Bethlehem - Am 15. August rollten monströse gepanzerte Bulldozer im Dörfchen Al Walaja ein. Die kleine Gemeinde unweit der Sehenswürdigkeiten Bethlehems im südlichen Teil des besetzten Westjordanlandes ist seit Jahren Zielscheibe der Hauszerstörungspolitik der Besatzungsmacht. Mehr als 17 Wohnhäuser und zahlreiche Hütten und Ställe wurden seit Beginn der israelischen Besatzung vor 40 Jahren in Trümmer gelegt. Doch diesmal kamen die Bulldozer nicht, um ein Haus einzureißen. Diesmal fuhren sie geradewegs in den uralten Wald am Dorfrand. >>>

Straße zur Grundschule von Al Walaja zerstört - Nov 25, 2007 - Die Besatzungsarmee verwüstete in Al-Walaja, einem palästinensischen Dorf wenige Kilometer westlich von Bethlehem, ein Straßenstück, das die Grundschule an das Wohngebiet anbindet. Am Sonntag dem 18. November rückten gigantische Bulldozer unter Militäreskorte ins Dorf vor und rissen ein 1 Kilometer langes Straßenstück auf, das zur Grundschule führt. Die Schule war erst im letzten September eröffnet worden. Im Zuge der selben Militäroperation wurde die Hühnerfarm Khalil Shalebs westlich von Al Walaja zerstört. >>>


Haus in Al-Walaja wieder aufgebaut - 14.8.2010 - Anna-Lena Roth - Al-Walaja - Im palästinensischen Dorf Al-Walaja in der Nähe von Jerusalem baut Familie Abu Ahmad nach mehrmaliger Zerstörung durch israelische Behörden ihr Haus wieder auf. Siham Abu Ahmad musste zweimal mitansehen, wie ihr Haus zerstört wurde. Jetzt baut sie es gemeinsam mit ihrem Mann und den drei Söhnen mit der Hilfe von internationalen Volunteers wieder auf. Zum ersten Mal wurde das Haus 2006 von israelischen Bulldozern eingerissen, da auf dem Grundstück der Familie die Mauer gebaut werden sollte, die die palästinensischen Gebiete von Israel trennt. Innerhalb eines Jahres wurde das wiederaufgebaute Heim 2007 erneut zerstört um der Mauer Platz zu machen. Die fünfköpfige Familie Abu Ahmad kam in der Zwischenzeit bei Verwandten unter. Seit einiger Zeit schreitet der Bau der Mauer voran >>>
 

Das Schicksal Al Walajas

 
 

Palästinensische Börse - Hoffen auf den Boom im Westjordanland - In Nablus wird nur drei Stunden täglich von Sonntag bis Donnerstag gehandelt. Ganze zehn Händler sind registriert. Dennoch hofft man an der einzigen palästinensischen Börse auf eine goldene Zukunft. - Nablus. Nablus liegt im nördlichen Westjordanland. Noch sind wenige Firmen gelistet, und die unsichere politische Situation schreckt Investoren ab. Dennoch hoffen Mitarbeiter der Palestine Exchange auf eine goldene Zukunft. Es ist gerade einmal Mittag, aber Ahmad Aweidah kann sich schon entspannt in seinem Schreibtischstuhl zurücklehnen: „Es war ein guter Tag“, urteilt der Vorstandsvorsitzende der Palestine Exchange (PEX), des einzigen Börsenplatzes in den Palästinensischen Autonomiegebieten. Um ein Prozent ist der Al-Quds-Index, so etwas wie der palästinensische Dax, heute >>>

 
 

A Child in Palestine"A Child in Palestine" (Naji al-Ali) - Institut für Palästinakunde -  Mit 'A Child in Palestine' hat 'Verso' einen 117 Seiten starken Bild- bzw. Cartoonband vorlegt, der neben bekannten auch viele unbekannte Zeichnungen des Karikaturisten Naji al-Ali (1936-1987) zeigt, dessen bekannteste Figur der Handala ('Hanzala') ist: Ein kleiner Junge, ein Flüchtlingskind, das dem Zuschauer den Rücken zudreht - das Symbol des trotzigen Widerstands gegen das harte Flüchtlingsschicksal. Der Herausgeber des Bandes hat jede Zeichung - so nötig - mit einem erklärenden Text versehen und die Bilder einer von fünf Kategorien zugeordnet: Palästina, Menschenrechte, US-Dominanz und arabische Kollaboration, Friedensprozess und Widerstand. Bitte lesen Sie hier weiter.

 
 

Hanzala - Naji Al-Alis unsterblicher SohnIn memoriam Naji al-Ali (1938 - 1987) - Institut für Palästinakunde -  Am 29. August 1987 erlag der palästinensische Künstler und Karikaturist Naji Al-Ali im Londoner Charing Cross-Krankenhaus den Schussverletzungen, die ihm ein Attentäter am 22. Juli auf dem Weg zu seinem Büro in der Londoner Innenstadt zugefügt hatte. Naji al-Ali, der 53 Jahre alt wurde, stammte aus Al-Shajara, einem in Galiläa im Norden Palästinas gelegenenen Dorf, dessen Bewohner 1948 vertrieben wurden. Nach der Vertreibung lebte er mit seiner Familie im palästinensischen Flüchtlingslager Ain El-Helweh bei Saida (Libanon). Er galt stets als "Sohn des Flüchtlingslagers", dessen kritische Feder die Ironie und die Bitterkeit, ja auch den Zynismus der Lagerbewohner wiederspiegelte Bitte lesen Sie hier weiter.

 
 

Weltfriedentag 2011 - WIR SAGTEN DOCH MAL NIE WIEDER?!

Es ist an der Zeit - Hannes Wader

 


31.08. 2011
 

 

Das System entlarven - Haaretz, The New York Review of Books und Foreign Affairs über Breaking the Silence - Mit "Die Besatzung der Gebiete: Zeugenaussagen israelischer Soldaten 2000-2010" betrat "Breaking the Silence" politisches Neuland. Bislang dokumentierte die israelische Reservistenorganisation die alltägliche Besatzungsrealität in den besetzten Palästinensergebieten. Doch mit diesem 347-seitigen Bericht wird die Politik durchleuchtet, die den anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Gebieten zugrunde liegt. Das Ergebnis ist, so das angesehene literarisch-intellektuelle US-Magazin „New York Review of Books“ in einer ausführlichen Besprechung „eins der bedeutendsten Bücher über Israel / Palästina in dieser Generation“

(http://www.nybooks.com/articles/archives/2011/feb/24/israel-palestine-breaking-silence/ ). Weil darin „Breaking the Silence“ die Puzzleteile des Besatzungsalltags akribisch zusammensetzen, so Autor David Shulman, und am Ende entsteht ein Gesamtbild, das die Raison d’Etre der Besatzung offenlegt: die Verdrängung der Palästinenser und die gleichzeitige Besitznahme von immer mehr Land.

Ins selbe Horn schlägt die Publizistin Ilana Hammerman in Israels Qualitätszeitung „Haaretz“ ( http://www.haaretz.com/culture/books/soldiers-testimonies-on-the-occupied-territories-1.377196 ): Die im Bericht minutiös dokumentierte grausame Willkür einzelner Soldaten sei nicht der Verrücktheit des Einzelnen geschuldet. Vielmehr stecke dahinter ein logisches System, so Hammerman; der Bericht „demonstriert die Reichweite der militärischen Kontrolle über die besetzten Gebiete, die wie das gigantische Siedlungsprojekt darauf abzielt, nicht die Bürger des souveränen Staats Israel zu verteidigen, sondern die zivile, politische und wirtschaftliche Kontrolle zu vertiefen.“

Dem widerspricht Elliott Abrams - berüchtigt für seine Rolle in der Gestaltung der US-Politik in Nicaragua und El Salvador in den 80ern und der sogenannten Demokratieoffensive von Bush Junior in Nahen Osten, die bekanntlich in der Invasion Iraks kulminierte, sowie für seine Verwicklung in der Iran-Contra-Affäre - im „Foreign Affairs“(http://www.foreignaffairs.com/node/67860). In dem Sprachrohr des USA-Politestablishments bestreitet er, dass israelische Politik auf die Annexion von Land und die Verdrängung der Palästinenser hinaus ist. Die dokumentierten Fakten vor Ort tut er entweder als Einzeltaten von Soldaten, sprich als Kollateralschäden, die notwendigerweise bei der Terrorismusbekämpfung entstehen, oder als das Werk einer komplett vom israelischen Mainstream isolierten religiösen Siedlerbewegung. Insgesamt empfiehlt er sich nicht von den Tatsachen vor Ort und von etwaigen Menschenrechtsverletzungen leiten zu lassen und sich auf das Große Ganze einer ‚Realpolitik’ zu konzentrieren.

In diesem Zusammenhang versucht er „Breaking the Silence“ zu desavouieren, indem er ihr abspricht eine Menschenrechtsorganisation zu sein, indem er einen Gegensatz zwischen Menschenrechte und Politik konstruiert. Damit unterstützt er indirekt die Kampagne gegen „Breaking the Silence“ und andere israelischen Menschenrechtsorganisationen, die darauf abzielt, die Finanzmittel dieser Organisationen zu kappen und sie so zum Schweigen zu bringen.

medico international lässt sich hiervon nicht einschüchtern. Wir unterstützen "Breaking the Silence" dabei die eigene Gesellschaft auf diese Verhältnisse aufmerksam zu machen; eine Vorbedingung für die Fähigkeit der Zivilgesellschaft die bestehenden Ungerechtigkeiten auch überwinden zu können. Gerade in diesen Tagen erscheint uns die Unterstützung dieser Initiativen wichtiger denn je. So unterstützten wir „Breaking the Silence“ bei der Erstellung des Berichts; zudem übersetzten wir Teile davon und stellten ihn der breiten Öffentlichkeit in Deutschland vor:
Link  http://www.medico.de/themen/krieg/nahost/dokumente/breaking-the-silence/4010/

PS: Ein Bericht über „Breaking the Silence“ in deutscher Sprache können Sie am Donnerstag, dem 1. September 2011, 10:05 bis 10:30 Uhr, auf (SWR2 http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/leben) hören.
Link: Soldaten sprechen über Gaza: http://www.medico.de/themen/menschenrechte/dokumente/israelische-soldaten-bestaetigen-menschenrechtsverletzungen-in-gaza/3272/ .   Verfasser: Tsafrir Cohen
 

Bild oben links: Tours - Breaking the Silence offers guided tours to Hebron and the South Hebron Hills, allowing an unmediated encounter with the reality of military occupation. The tour guides, all former combatants who served in these areas, share from their experiences to help illustrate the Israeli government's policies enacted by the IDF.
 

Vom Elitesoldaten zum Menschenrechtsaktivisten - Warum der fromme Jude Yehuda Shaul nicht von Hebron loskommt - Bettina v. Clausewitz -  >>>

Siedler-Konflikt Hebron - Im Käfig - Aus Hebron berichtet Leonie Schultens -

Interview: Yehuda Shaul of Breaking the Silence - Christopher Brown - >>>

Breaking the Silence › Israeli soldiers talk about the occupied territories >>>
Breaking the Silence › Videos >>>

Kriegsdienstverweigerer - Seruvniks - Refuseniks >>>
IDF - Die Besatzer - Soldaten oder Terroristen? >>>
Dokumentation - Hebron und die Siedler >>>

 
 

Neue Fassung - Philosemiten sind auch Antisemiten - Abraham Melzer -  Wenn man davon ausgeht, dass Philosemiten nur Antisemiten sind, die Juden lieben, und wenn man weiß, wie sehr Johannes Gerloff Juden liebt, dann ist er für mich einer der gefährlichsten Antisemiten, die mir bekannt sind. Wenn ich an ihn denke, und Gott sei Dank tue ich das nur selten, dann fällt mir nur der alte, bewährte jiddische Spruch ein: „Gott, beschütze mich vor unseren Freunden, vor unseren Feinden kann ich mich selbst schützen.“ In dem von ihm mit herausgegebenen „Israelnetz – Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten“, einem Forum für Gehirnwäsche und zionistische Propaganda der übelsten Sorte, ist nun eine neuerliche Perle aus der Feder dieses „Israel-Experten“ aufgetaucht. Wenn im Impressum nicht stände, dass das Israelnetz ein Arbeitsbereich des Christlichen Medienverbundes KEP e.V. ist, dann müsste man davon ausgehen, dass es sich um ein Produkt der israelischen Hasbara handelt. Und was bedeutet „Hasbara“? Im Gegensatz zur Propaganda vieler anderer Staaten wird die israelische Propaganda „Hasbara“ genannt, weil seitdem die Nazis ihre Propaganda auch tatsächlich Propaganda nannten, dieser Begriff politisch nicht mehr korrekt ist, weshalb in Israel die von dort aus verbreitete Propaganda nun„Hasbara“ genannt wird. In wörtlicher Übersetzung bedeutet Hasbara „Aufklärung“ und hängt mit dem anderen Substantiv „Hesber“, das „Erklärung“ bedeutet, zusammen. Ein witziger israelischer Konsul in Miami wollte amerikanischen Juden einmal ernsthaft erklären, was „Hasbara“ ist, und meinte: „Hasbara means truth-telling“. Hier trifft die israelische Hasbara auf die Intentionen eines Johannes Gerloff, der sich stets bemüht, die Wahrheit zu berichten, in der Hoffnung, dieses Bemühen werde ihn am Jüngsten Tag erlösen. Glücklicherweise ist Gerloff nicht besonders weise und in seinem Eifer ziemlich blind, und so hat er einen abscheulichen und erfreulicherweise auch primitiven Artikel veröffentlicht, in dem er dem braven Pfarrer Dr. Jochen Vollmer „ehrliches“ Gift entgegenschleudert, weil dieser einen bemerkenswert sachlichen, fairen und sehr informativen Artikel über die Rolle Israels im Nahostkonflikt veröffentlicht hat . >>>

Bild rechts oben - Abraham Melzer und Erhard Arendt - "Zwei stolze Deutsche"

Der Israel-Palästina-Konflikt und die Befreiung der Theologie - Vom Nationalgott Jahwe zum Herrn der Welt und aller Völker - Jochen Vollmer - >>>
Zwischenruf zu Vollmers Nationalgott - Ein Kommentar von Johannes Gerloff. >>>

 
 

Netanjahu fürchtet UN Abstimmung zur Unabhängigkeit Palästinas - Schlesinger - In wenigen Wochen kommt es in der Vollversammlung der Vereinten Nationen zur Abstimmung, ob ein unabhängiger Staat Palästina aufgenommen werden soll oder nicht. Seit längerem zeichnet sich weltweit eine große Mehrheit ab, die für die palästinensische Unabhängigkeit stimmen wird. Allen voran haben sich die Länder Süd- und Mittelamerikas, aber auch viel Nationen Afrikas und Asiens dafür ausgesprochen. Seit Bekanntwerden des palästinensischen Plans hat sich Israel vehement dagegen gestemmt. Washington ist dabei treu an ihrer Seite. Noch im vergangenen Jahr hat sich Präsident Obama in einer Rede vor der UN für ein unabhängiges Palästina geworben: Those of us who are friends of Israel must understand that true security for the Jewish state requires an independent Palestine — one that allows the Palestinian people to live with dignity and opportunity. >>>

 

 

Pressemitteilung, 30.08.2011 - Tsafrir Cohen, medico international  - "Freedom Theatre" aus Jenin auf Tournee in Deutschland - Theaterschaffende rufen zur Unterstützung auf - Junge Studenten der Theaterschule des "Freedom Theatre" aus dem palästinensischen Flüchtlingslager Jenin werden vom 06.09. bis 28.10.2011 auf Tournee durch 11 deutsche Städte gehen. Es ist die erste Inszenierung seit der Ermordung seines jüdisch-palästinensischen Gründers Juliano Mer Khamis direkt vor dem Theater im April 2011.

In ihrem neuesten Stück "Sho Kman?" (Deutsch: Was noch?) zeigen die Schauspielschüler den Lebensrhythmus ihrer Generation im Zeichen von Besatzung und Gewalt.

"Das neue Stück ist ein Zeichen der Entschlossenheit weiterzumachen und gleichzeitig eine Auseinandersetzung mit der Realität in Palästina, die in dem Mord an Juliano Mer Khamis kulminierte", erklärt Tsafrir Cohen, medico-Referent für Palästina und Israel.

Gemeinsam mit 13 namhaften Intendanten und Theaterschaffenden ruft die sozialmedizinische Hilfs- und Menschenrechtsorganisation medico international "zur Unterstützung des Freedom Theatre auf, das den politischen Weg von Juliano Mer Khamis weiter beschreiten möchte" und als "sprichwörtliche Insel der Vernunft, der individuellen wie gesellschaftlichen und politischen Emanzipation" fungiert. Zu den Unterzeichnern gehören u.a. Thomas Ostermeier, Intendant der Schaubühne am Lehniner Platz und Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theaters Berlin und Vorsitzender der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein

Theaterschaffende rufen zur Unterstützung des Freedom Theatre Jenin auf - pdf - „Wie sieht die Zukunft in einem Käfig aus? Wie kannst du Gefühle ausdrücken, wenn du nicht weißt, mit wem du sie ausdrücken kannst? Was bedeutet es, an einem Ort aufzuwachsen, an dem andere deine Zukunft immer kontrollieren? Ein Ort, an dem die Schwachen keinen Platz in der Gesellschaft haben und der einzige Weg zu überleben ist, Stärke zu zeigen? Wer sind wir?“ Das Freedom Theatre aus dem Flüchtlingslager Jenin kommt wieder nach Deutschland. In ihrem neuesten Stück zeigen die jungen palästinensischen Schauspielschüler den Lebensrhythmus ihrer Generation im Zeichen von Besatzung und Gewalt – eine Realität, die reaktionäre Erklärungsmuster bestärkt und patriarchale innerpalästinensische Machtstrukturen verschärft.In diesem Teufelskreis möchte das Freedom Theatre ein Ort sein, an dem der Einzelne die Wahl einer freien Entscheidung und einer eigenen politischen Haltung hat sowie Unrecht als Unrecht erkennt. Ein geschützter Raum, in dem >>>

 

 

Öffnet den Grenzübergang Rafah dauerhaft und ohne Einschränkungen! - Eine tödliche Belagerung von 1,6 Millionen Menschen in Gaza wurde 2006 von Israel auferlegt. Diese Blockade wurde teilweise und kurzzeitig aufgehoben, als das revolutionäre Ägypten Hosni Mubarak stürzte und deutlich machte, dass die Emanzipation und Freiheit von Palästina ein gemeinsames, damit verbundenes Ziel ist.
Dennoch warten heute und jeden Tag etwa 35 000 Menschen darauf, die Grenze zu überqueren. In der Zwischenzeit haben israelische Luftangriffe auf ‘das grösste Freiluftgefängnis der Welt’ in der vergangenen Woche mindestens 15 Menschen getötet, darunter zwei Kinder, und wenigstens 50 Menschen verletzt. Die Verweigerung der Bewegungsfreiheit für die Palästinenser ist auch eine Beleidigung des immensen, fortgesetzten Kampfes der Ägypter für ihre Menschenrechte und Würde.
Beteiligen Sie sich an den verstärkten Aufrufen aus Ägypten:
Der ägyptische Botschafter soll aus Tel Aviv zurückgerufen und der israelische Botschafter aus Ägypten ausgewiesen werden; der Grenzübergang Rafah soll ohne Einschränkungen geöffnet werden und alle Schritte zur Normalisierung mit Israel wie auch die Erdgaslieferungen zwischen den beiden Ländern müssen gestoppt werden.
Initiative ergreifen:
Am 26. August überreichen Aktivisten in Südafrika die Petition bei der ägyptischen Botschaft ihres Landes.
An den folgenden vier Freitagen bis zum 30. September fordern wir zur Teilnahme an internationalen Aktionen in Solidarität mit Gaza und in Unterstützung der fortgesetzten ägyptischen Volksbewegung auf:
Fordern Sie, dass der Oberste Rat der ägyptischen Streitkräfte die menschliche Würde und Freiheit des eigenen Volkes und der Menschen in Gaza respektiert und den Grenzübergang ohne Einschränkung und permanent öffnet.
Aufruf zur Aktion:
1.Organisieren Sie eine Delegation, um die Petition bei der ägyptischen Botschaft Ihres Landes, bei Konsulaten und Vertretungen an einem Freitag vorzulegen.
2.Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer ägyptischen Boyschaft auf. Hier ist die Kontaktinformation für die ägyptische Botschaft in Berlin: Ägyptische Botschaft in Berlin, Stauffenbergstr. 6-7, 10785 Berlin; Tel. 030 477 54 70; Fax 030 477 10 49; Embassy@egyptian-embassy.de
[http://www.egyptianembassy.de/index.php?option=com_content&view=article&id=10&Itemid=8&lang=de]
3.Unterschreiben und verteilen Sie die Petition: https://www.change.org/petitions/government-open-the-rafah-crossing-permanently-and-unconditionally.
4.   “Like” und “Share” die Facebookseite mit Freunden und Organisationen: https://www.facebook.com/pages/Open-the-Rafah-crossing-permanently-and-unconditionally/140279296059112.
Schicken Sie uns bitte eine E-Mail über ihre Aktionen an:
rafahcrossingcampaign@gmail.com
Sie können Informationen über Ihre Aktionen auch auf dem Facebook aufstellen: https://www.facebook.com/pages/Open-the-Rafah-crossing-permanently-and-unconditionally/140279296059112
Weitere Informationen erhalten Sie unter: rafahcrossingcampaign@gmail.com   http://openrafah.uspcn.org/

http://openrafah.uspcn.org/aufruf-zur-aktion-german/

 


30.08. 2011
 

 

Vom Elitesoldaten zum Menschenrechtsaktivisten - Warum der fromme Jude Yehuda Shaul nicht von Hebron loskommt - Bettina v. Clausewitz - Junge Armeeveteranen der israelischen Menschenrechtsorganisation "Breaking the Silence" haben auf einer DVD festgehalten, wie der militärische Alltag junger Israelis aussieht. Einige von ihnen, wie zum Beispiel Yehuda, sind mittlerweile zu Friedensaktivisten geworden. >>>

Siedler-Konflikt Hebron - Im Käfig - Aus Hebron berichtet Leonie Schultens - Der Hass wohnt in Hebron - auf engstem Raum leben hier jüdische Siedler, israelische Soldaten und palästinensische Einwohner zusammen. Der 23-jährige Yehuda Shaul versucht das Unmögliche: Frieden zu stiften in einer zerrissenen Stadt. >>>

„Israel hat die rote Grenze überschritten“ - Ein Gespräch mit Yehuda Shaul von „Breaking the silence“ über den Gaza-Krieg - Arn Strohmeyer - Yehuda Shaul, ein orthodoxer Jude, ist der Mitbegründer der Organisation „Breaking the silence“, die von ehemaligen Soldaten und Soldatinnen der israelischen Armee ins Leben gerufen wurde, um die Verletzungen von Menschenrechten in den besetzten Gebieten öffentlich zu machen. Sie spricht aber auch die Folgen und Traumatisierungen der Besatzung bei den israelischen Armeeangehörigen an. Die Organisation sammelt Zeugnisse, die sie in Dokumentationen, Ausstellungen und Filmen präsentiert. Yehuda Shaul ist ihr derzeitiger Generalsekretär. Yehuda Shaul war selbst Soldat in der israelischen Armee und musste – wie er erzählt – schreckliche Dinge in den besetzten Gebieten tun. Er habe sich damals nichts dabei gedacht und nicht zuletzt durch die Kameraden gedeckt gefühlt. Irgendwann kurz vor seiner Militärzeit habe er so etwas wie ein inneres Bekehrungs- oder Erleuchtungserlebnis gehabt. Er habe sein Tun aus der Distanz angesehen, sei völlig schockiert >>>

Breaking the Silence

Interview: Yehuda Shaul of Breaking the Silence - Christopher Brown - Palestinians detained at an army post after breaking curfew (Breaking the Silence) - Standing at 6’1, with strong build, a full beard, and long dark hair, Yehuda Shaul seems like an unassuming young man. Wearing dark cargo pants, and a long-sleeved blue shirt, he paces back and forth taking in the whole room. It’s hard to notice at first but his blue velvet kippa (skull cap) rests easily on his head. His voice is mellow and calm. He has a disarming smile that lights up his entire face when he’s happy and talking about the things he loves (one of which is football). But behind the smiles and the passion for the world’s most popular sport is a young man who has seen and done things no young person should ever have to endure. >>>

Yehuda Shaul in Hebron - Rosh HaShana Eve


Breaking the Silence › Israeli soldiers talk about the occupied territories >>>
Breaking the Silence › Videos >>>

Kriegsdienstverweigerer - Seruvniks - Refuseniks >>>
IDF - Die Besatzer - Soldaten oder Terroristen? >>>
Dokumentation - Hebron und die Siedler >>>

 

 

EU-Außenbeauftragte pocht auf den Verhandlungstisch - (...) Wie der palästinensische Chefunterhändler, Saeb Erekat, nach dem Gespräch weiter mitteilte, spricht die EU den Palästinensern nicht das Recht ab, sich an die Vereinten Nationen zu wenden. Aber das Verhalten der EU hänge vom Inhalt eines solchen Antrages ab, habe Ashton betont. „Darüber können wir verhandeln“, sagte Erekat. Die EU-Mitgliedstaaten haben sich noch auf keine einheitliche Linie in dieser Frage festgelegt. >>>

Abbas: Vorwürfe an Israel und die USA - Palästinenserpräsident Abbas hat den USA und Israel vorgeworfen, sie hätten seinem Volk keine Perspektive eröffnet. >>>

UNO-Generalversammlung - Israel erwartet breite Zustimmung für Anerkennung Palästinas - Vertraulicher Bericht von UNO-Botschafter Prosor: Nur wenige Staaten werden dagegen stimmen - Israel erwartet einem Medienbericht zufolge breite Zustimmung bei der Abstimmung in der UNO-Generalversammlung zur Aufnahme eines palästinensischen Staats bei den Vereinten Nationen. Nur wenige Staaten würden im September gegen die palästinensische Initiative stimmen, schrieb Israels UNO-Botschafter Ron Prosor in einem vertraulichen Bericht an das israelische Außenministerium >>>

 

 

Die BDS Gruppe Berlin lädt mit Unterstützung der BDS Gruppe München ein zu einem BDS-workshop in Berlin vom 17. – 18. September 2011 - „Die europaweite Kampagne gegen Agrexco“ - BDS – Boykott, Desinvestition, Sanktionen – steht für die weltweite Kampagne, zu der die palästinensische Zivilgesellschaft am 9. Juli 2005 aufgerufen hat. In Anlehnung an frühere Bewegungen gegen die Apartheidpolitik der Regierungen Südafrikas ist BDS Teil eines internationalen Netzwerks und wirkt in allen zivilgesellschaftlichen Bereichen sowie insbesondere auch auf politischer Ebene.

BDS als Mittel des gewaltlosen Widerstands ist eine Antwort der Zivilgesellschaften auf das Versagen internationaler Politik, israelische Regierungen zur Aufgabe von Besatzungs-, Apartheid- und Kolonisationspolitik zu bewegen.

„ … Diese gewaltlosen Strafmaßnahmen müssen solange aufrecht erhalten bleiben, bis Israel seiner Verpflichtung nachkommt, den Palästinenser_innen das unveräußerliche Recht der Selbstbestimmung zuzugestehen, und zur Gänze den Maßstäben internationalen Rechts entspricht, indem es:

1. Die Besetzung und Kolonisation allen arabischen Landes beendet und die Mauer abreißt;
2. Das Grundrecht der arabisch-palästinensischen Bürger_innen Israels auf völlige Gleichheit anerkennt; und
3. Die Rechte der palästinensischen Flüchtlinge, in ihre Heimat und zu ihrem Eigentum zurück-zukehren, wie es in der UN Resolution 194 vereinbart wurde, respektiert, schützt und fördert … “

Warum
BDS? - Warum Boykott? - Boykott ist die individuelle Möglichkeit jeder /s einzelnen, an der Basis der Gesellschaft ihre Macht zu nutzen, indem sie sich verweigern. So wurde z.B. durch den Nichtkauf von Waren aus Südafrika der Zusammenbruch des rassistischen Apartheidregimes dort beschleunigt. Übertragen auf Israel bedeutet das, dass Konsumentinnen und Konsumenten direkten Einfluss ausüben können, indem sie Firmen boykottieren, die von der israelischen Politik von Besatzung, Apartheid und Kolonisation profitieren.

Warum Desinvestition? - Forderung nach Rücknahme wirtschaftlicher Investitionen und Beteiligung an Unternehmen und Konzernen, die unmittelbar von der israelischen Besatzungspolitik profitieren.

Warum Sanktionen? - Forderung nach staatlichen Maßnahmen gegen Israel wegen anhaltender Menschenrechts-verletzungen und Verstößen gegen Internationales Recht.

Der workshop beginnt am Samstag, den 17. September 2011 um 12:00 Uhr und endet am Sonntag, den 18. September 2011 um 16:00 Uhr. - Ort: Deutsch-Arabisches Zentrum, Uthmannstr. 23, 12043 Berlin-Neukölln , U-Bahn Karl-Marx-Straße - mehr pdf >>>

 

 

The Israeli left needs both peace and welfare - What's the big deal? Next month will mark 18 years since the Oslo Accords, which deepened the occupation. The world won't come to an end if the Palestinians were to wait a few more years. - Akiva Eldar - If MK Shelly Yachimovich beats her four male fellow candidates to lead the Labor Party, it will be the first time that two major Israeli parties are headed by women at the same time. The last time that the two main parties were led by women was nearly 40 years ago, when Golda Meir was head of the Labor Alignment and Shulamit Alona led Ratz, the Movement for Civil Rights and Peace. Unfortunately, both Yachimovich and Kadima chairwoman Tzipi Livni bring to mind the inflexible, arrogant woman who brought about the Yom Kippur War debacle - not her rival, who proudly waved (and still waves) the twin flags of peace and equality. >>>

 


29.08. 2011
 

 

Träume - Utopien - Illusionen - Zukunft - Wünsche - Meinungen

Drei Viertel der Welt erkennen Palästina an - Während sich die palästinensische Autonomiebehörde darauf vorbereitet durch ihren Antrag am 20. September Mitglied der UN zu werden, haben mittlerweile 124 von den 193 Mitgliedsstaaten angekündigt Palästina als unabhängigen Staat anzuerkennen. Weltkarte bezüglich der Anerkennung eines unabhängigen palästinensischen Staates. Grün markierte Länder erkennen Palästina an. Die Einwohnerzahl dieser Staaten beträgt über 5.2 Milliarden Menschen, was 75% der Weltbevölkerung entspricht. Der Außenminister der PA (Palästinensische Autonomiebehörde; die. Red.), Riyad Al-Malki, besucht im Moment den afrikanischen Kontinent, um noch mehr Staaten dazu zu bewegen, Palästina anzuerkennen. Am 20. September werden die Palästinenser versuchen bei der 66. Generalversammlung der Vereinten Nationen ihr Anliegen für eine Mitgliedschaft in der UN zu einer Abstimmung zu bringen. >>>
 

Jahre wurden in Konzessionen an die Kolonisatoren verloren. Die Palästinenser hatten Recht, einen säkularen Staat von Anfang an, zu fordern Für die Palästinenser wird sich der Kreis bald schließen - Sam Bahour - Die palästinensische Nationalbewegung hat ihr Ende erreicht. Da die palästinensische Führung – falls es so eine legitime Körperschaft noch heute gibt – sich vorbereitet, dieses Problem der Eigenstaatlichkeit im September vor die UN zu bringen, so werden die nächsten Wochen und Monate Zeugen des letzten verzweifelten Versuchs sein, die internationale Gemeinschaft dahin zu bringen, ihre Verantwortung zu übernehmen und sicher zu stellen, dass ein palästinensischer Staat in den besetzten Gebieten Realität wird. >>>
 

US Palestinian Community Network’s response to the Palestinian Authority September statehood bid - For Immediate Release - US Palestinian Community Network’s response to the Palestinian Authority September statehood bid - Media contact: Andrew Dalack - Email: ajdalack@gmail.com - Telephone: 734-645-6860 - In recent months, the Palestinian Authority has been intensifying diplomatic efforts to declare statehood at the United Nations. Wasting no avenue, the PA has been seeking to mobilize popular forces in Palestine and in the shatat (diaspora) behind this initiative. Students, community associations, solidarity campaigns, and organizers, across the US, have all been called upon to “make Palestine the 194th state.” We call on all Palestinian and Arab community associations, societies and committees, student organizations, solidarity campaigns, to reject fully and unequivocally the Statehood initiative as a distraction that unjustifiably and irresponsibly endangers Palestinian rights and institutions. >>>
 

UN statehood bid 'threatens Palestinian rights' - The Palestinian team responsible for preparing the United Nations initiative in September has been given an independent legal opinion that warns of risks involved with its plan to join the UN. An initiative to transfer the Palestinians' representation from the PLO to a state will terminate the legal status held by the PLO in the UN since 1975 that it is the sole legitimate representative of the Palestinian people, according to the document. >>>
 

Palestinian Americans "unequivocally reject" PA’s UN statehood bid - Palestinian Americans have called on Arabs, Palestinians and their allies everywhere to reject a bid by the Palestinian Authority (PA) to ask the United Nations next month to admit the “State of Palestine” as a full member. >>>

Abbas: “We Are Willing To Listen to Suggestions, Alternatives To UN Move” - Saed Bannoura - Palestinian President, Mahmoud Abbas, stated Saturday that the Palestinian leadership is willing to listen to proposals and suggestions from the International Community to return to the negotiations table with Israel, instead of heading to the UN in September. Abbas added that the Palestinian decision to head to the UN this September to seek full Palestinian membership, and international recognition of the Palestinian right to statehood, does not aim at isolating Israel, or confronting the United States. “Accepting Palestine as a member state at the UN will set the foundations for peace, justice, stability and coexistence, instead of the current aggression, assaults and injustice” >>>

Palestinian statehood, the anxiety-free edition - Shmuel Rosner - Initially, the plan was to seek a two-thirds majority vote - to obtain a nonbinding resolution under the "Uniting for Peace" procedure - The PA has since backed away from this option and is now planning to seek a simple majority in the General Assembly, which would allow Palestine to be recognized as a "nonmember state" of the UN, alongside Kosovo, Taiwan, and Vatican City. [Rosner quoting Khaled Elgindy >>>

 
 



Der David – Der Westen und sein Traum von Israel  -  Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Die Idee der Rückkehr der Juden nach Palästina begeisterte am Ende des 19. und im 20 Jahrhundert im Westen Millionen von Menschen. Alle Gesellschaftsschichten fühlten sich dem zionistischen Projekt verbunden, insbesondere auch in der Zwischenkriegszeit. Die religiöse Legende vom Kampf zwischen dem kleinen Hirtenjungen David und dem überdimensionierten Goliath spukt bis heute noch in den Köpfen westlicher säkularer Israelfans und christlicher Fundamentalisten herum. Diese und andere Traumbilder sind es, die zu einem Trugbild über die wahre Verfasstheit dieses Staates beigetragen haben, sodass sowohl liberale Intellektuelle immer noch ihr Image vom „schönen, liberalen Israel“ pflegen, das angeblich so heterogen und differenziert sei, das man es kaum verstehen könne, als auch rechte und konservativ-christliche Extremisten, welche das Land als „modernes, waffenstarrendes Sparta“ verehren, das durch seine Kolonialpolitik die „Erlösung“ des „Landes Israel“ herbei führen könne. In beiden zionistischen Säulen, der Rettung >>>

Daniel Cil Brecher - Der David – Der Westen und sein Traum von Israel - PapyRossa Verlag
Neue Kleine Bibliothek 166, 251 Seiten - EUR 15,90 - ISBN 978-3-89438-468-5

 

 

Palästinenser fürchten um ihre tausendjährigen Wasserquellen im Westjordanland - Tom Perry - In den Felsen gehauene tiefe Zisternen , die verstreut in der Wüste jenseits von Bethlehem liegen haben seit Jahrhunderten den Winterregen gesammelt, um die Hirten und ihre Herden während des Sommers zu versorgen. Unter einer glühenden Sonne erklärt ein Beduine, wie viele der Zisternen, an die er sich aus seiner Kindheit erinnert, in den letzten paar Jahren wieder völlig hergestellt wurden und seiner Gemeinschaft von Ziegenhirten zum Überleben helfen. Die israelischen Behörden, die das Westjordanland kontrollieren, haben seit November mindestens drei Zisternen in diesem Gebiet zerstört. Er folgert daraus: „Vielleicht tun sie das, damit wir weggehen“, sagte Falah Hedawa, 64, der auf Kissen in seinem Zelt sitzt, das in den Hügeln aufgeschlagen ist, die zum Toten Meer hinunter führen. Draußen in der Wüste markiert ein Tümpel die Stelle, wo einst eine der Zisternen war, die aus einem Hügelhang herausgehauen war und die dort lag, bevor sie vor kurzem zerstört wurde. Eine matschige Spur führt hinunter zu einem Wadi, einem Tal, das bei Regen zu einem Fluss wird. Israel hat 20 das Regenwasser sammelnde Zisternen in der ersten Hälfte dieses Jahres im Westjordanland zerstört – nach dem Büro des UN-Amts für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) >>>

 

Berliner und Nichtberliner, schreibt die Berliner Parteien an....  Als Anregung ein Brief von Renate und Frank Dörfel - Berlin - www.palaestina-heute.de

Sehr geehrte Damen und Herren,

gehen wir durch die Straßen Berlins, sei es in unserem stillen Schlachtensee, sei es im quirligen Prenzlauer Berg, so werden wir immer unruhiger: der Wahltag naht und wir sind unentschlossen. Die vielen Plakate helfen da nicht weiter:

strahlende Gesichter mit überwiegend unvorstellbar regelmäßigen, weißen Zähnen, doch wo sind die Aussagen hinter den Gesichtern?
unsäglich dümmliche Slogans auf gelbem Grund – das kann doch nicht sein, dass die uns für so dumm halten?
ebenfalls nichtssagende Sprüche auf dunkelblauem Hintergrund – was soll das nur, dass hier sogar einzelne Bäume sich für eine Partei erklären – wenn Bäume wählen könnten…

Unser Unwohlsein ist wohl auch daher zu verstehen, dass uns das lokalpolitische Geschehen hier in Berlin relativ fern ist. Das ist sicher falsch, gibt es doch viele Fragen, die für unseren Alltag von Wichtigkeit sind und die in den Rathäusern und in den Kommunalparlamenten entschieden werden, doch die Zeit, uns mit all den Fragen zu beschäftigen, nehmen wir uns dann doch nicht.

Worauf sollen wir nun unsere Wahlentscheidung gründen? Einfach so wählen wie bisher immer – das ist sehr unbefriedigend.

Also entscheiden wir uns, eine Frage herauszugreifen, die uns besonders wichtig ist, und festzustellen, wie die Parteien hierzu stehen. Es ist eine Frage an der Schnittstelle von internationaler, „großer“ Politik, von Fragen der Menschenrechte und des Friedens und lokalen Entscheidungen.

Wir beschäftigen uns seit Jahren mit der Situation in Nahost und damit, wie wir den Menschen dort helfen können, zu einem friedlichen Leben mit Zukunftsperspektiven zu kommen. Sehr hilfreich können hierbei auf kommunaler Ebene Städtepartnerschaften sein.
Im Internet[1] finden wir eine Liste von 17 Partnerstädten Berlins (Brüssel, Budapest, Buenos Aires, Istanbul, Jakarta, London, Los Angeles, Madrid, Mexiko-Stadt, Moskau, Paris, Peking, Prag, Taschkent, Tokio, Warschau und Windhuk). Es ist keine Stadt in Nahost darunter ist. Schade!
Wäre Ihre Partei bereit, eine Initiative zur Einrichtung einer Städtepartnerschaft Berlin-Ramallah mitzutragen?
(Es könnte ja aus Gründen des „Gleichgewichtes“ parallel eine Partnerschaft mit Tel Aviv eingegangen werden oder – falls so etwas möglich wäre -- sogar eine Dreieckspartnerschaft Berlin-TelAviv-Ramallah.)

Auf der Web-Site der Deutschen Botschaft Tel Aviv[2] finden sich 8 Namen von israelischen Orten als Partnerstädte Berlins, also wohl mit Berliner Bezirken.
Von den 12 Bezirken haben offenbar nur die Bezirke Neukölln, Marzahn-Hellerdorf, Lichtenberg und Treptow-Köpenick keine Städtepartnerschaft mit einem Ort in Israel. Und bei keinem der Bezirke finden wir etwas über eine Partnerschaft mit einer Stadt im Westjordanland oder im Gaza-Streifen. Angesichts der Verantwortung, die Deutschland (und hier aus historischen Gründen auch gerade Berlin) für die Situation in Nahost trägt ist dies ein Bild extremer Einseitigkeit, was noch erschreckender wird, wenn man im Internet die Selbstdarstellungen der Partnerorte sieht.
Wäre Ihre Partei bereit, Initiativen im Bezirk zu ergreifen oder zu unterstützen, um Partnerschaften zwischen der Berliner Bezirken und Orten in Palästina zu gründen?

Solche Partnerschaften könnten wichtige Hoffnungszeichen für die Menschen in Palästina sein.

Ja, wir werden unsere Wahlentscheidung wohl von der Antwort auf diese Frage abhängig machen. Hierin berühren sich lokale Politik mit den Fragen von Frieden und Menschenrechten.

Wir senden diese Anfrage an einige der laut Veröffentlichung der Landeswahlleiterin für Berlin angetretenen Parteien sowie als Anregung zu eigenen Aktionen an eine Reihe von Menschen, von denen wir vermuten, dass sie wie wir angesichts der in den nächsten Tagen bevorstehenden Entscheidungen der UNO über die Staatlichkeit Palästinas mehr Engagement der deutschen Politik erhoffen.

Mit freundlichen Grüßen und in Erwartung Ihrer Antwort(en),
Renate und Frank Dörfel
14129 Berlin

www.palaestina-heute.de

[1] http://www.berlin.de/rbmskzl/staedteverbindungen/staedtepartnerschaft_ueberblick.de.html
[2] http://www.tel-aviv.diplo.de/Vertretung/telaviv/de/05_20-_20Studium_2C_20Sprache_2C_20Austausch/Austausch/St_C3_A4dtepartnerschaften.html

 

 

International online vote on a logo for human rightsB'Tselem is pleased to take part in the Logo for Human Rights initiative. Nearly everybody knows that a heart symbolizes love and a dove means peace. But what is the symbol for human rights? The answer is that there is none. There are 6.8 billion people living on this planet. All of them have human rights – and yet we still have no way of overcoming language barriers to communicate this universal bond symbolically. The “Logo for Human Rights” initiative aims to fill this gap and make a peaceful contribution to strengthening human rights.

15,375 logo suggestions from over 190 countries – that is the result of the submission phase of the global online competition “A Logo for Human Rights.” Since the initiative started on 3 May, people from all over the world have participated in the logo competition, the largest of its kind so far. They sent in suggestions and rated the ideas of others.

The 10 finalists chosen by the jury are now online and the voting to choose the best one has started. From 27 August to 17 September 2011, people can vote for their favourites at www.humanrightslogo.net. All people worldwide are encouraged to participate by choosing their favourite logo. This would put the original idea of the competition into practice: the creation of a human rights logo by the people for the people.

The winning logo will be presented on 23 September 2011 in New York alongside the meet¬ing of the United Nations General Assembly. The presentation will be broadcast worldwide via internet. Further information and to take part: www.humanrightslogo.net.

 
 

1900-1700 Palestine Between

 

 


Kenneth Lewan
Ist Israel Südafrika
Das Buch wird gegen einen 'Solidaritätsbeitrag  (5€ + 2€ Versandkosten) verkauft.
Weitere Infos hier >>>

Rezension -
Das Buch ist aktueller denn je. Von der BRD-Presse totgeschwiegen, zeigt es Israel so wie es ist >>>
 



Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina.


"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs
3. erweiterte Auflage

Selbstverlag - Preis 12.- € - Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de
 

Die Erde habt ihr uns genommen

100 Jahre Zionistische Siedlungspolitik in Palästina

Dr. Viktoria Waltz -
 (217 Seiten - 24MB - pdf) online und kostenlos abrufbar.

 

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