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Montag, 07. August 201717:33  -     facebook     LINKS       ARCHIV      BDS      THEMEN

 




Felicia Langers Rede bei der Kundgebung in Tübingen am 2.8.2017
 „Für die Beendigung der illegalen israelischen Besatzung in Palästina
Für freien Zugang zur Al-Aqsa-Moschee“
 

Liebe Zuhörer, 50 Jahre dauert nun schon die israelische Besatzung, d.h. 50 Jahre Leid der Palästinenser – dies ist auch Teil meines Lebens!

Zakaria Odeh, Direktor der Civic Coalition for Palestinian Rights in Jerusalem, der internationale Beziehungen und internationales Recht in England studiert hat, gab Susanne Knaul für die „Taz“ ein Interview über die Situation am Tempelberg (Haram al Sharif) und seine symbolreiche Bedeutung für die Moslems weltweit. Er sagte unter anderem:

Das Problem sind nicht das Tor und der Metalldetektor, sondern die Entscheidung, wer auf den Haram al-Sharif (Tempelberg) darf und wer nicht. Der Status quo schreibt eindeutig vor, dass Jordanien durch die Vertretung der Waqf in Jerusalem (islamischen Religionshüter) für das Gelände zuständig ist. Das Aufstellen der Detektoren bedeutet eine Verletzung dieses historischen Status quo. Es ist klar, dass Sicherheitsanlagen an der Klagemauer stehen oder vor der Knesset, aber hier geht es ausschließlich um muslimische Gläubige. -  Der Haram al-Sharif ist unser Haus, und deshalb… Wer bist du, so etwas zu tun? So denken die Leute. Dies ist einer der heiligsten Orte für die Muslime. Warum tun die Israelis das, diese Kontrolle und Restriktion, während israelische Siedler und Politiker kommen dürfen, um zu provozieren? Es ist kein Zufall, dass der Shin Beth (Israels Inlandsnachrichtendienst) entgegen der Meinung der Polizei und auch der Regierung dringend dazu rät, die Metalldetektoren wieder abzubauen.

Die größte  Demonstration für Sonntagabend sollte am Kalandia-Checkpoint stattfinden. Nicht im Stadtzentrum von Ramallah, sondern dort, wo israelische Soldaten stationiert sind. Legt man es hier auf Gewalt an?

Sie wissen, dass über vier Millionen Palästinenser nicht nach Jerusalem kommen dürfen. Die Demonstration ist Teil der Aktionen von palästinensischen Parteien und Organisationen. Sie wählten Kalandia, weil das der Übergang zwischen Ramallah und Jerusalem ist. Es ist der Ort, der Jerusalem am nächsten ist. Kalandia hat damit eine symbolische Bedeutung der Solidarität und des Protestes gegen die israelische Politik an der Al-Aksa-Moschee. Dasselbe passiert in Bethlehem und Hebron. Die Proteste finden dicht an den militärischen Kontrollpunkten statt.

Die Journalistin Silke Nora Kehl von der Zeitschrift „Im Lande der Bibel“ fragte Ghaseb Nasser, der in Bethlehem lebt, wie der Alltag in seiner  Stadt unter Besatzung aussieht. Er antwortete:

Wir Palästinenser leben in einem sehr großen Gefängnis ohne Dach. Jerusalem, die Stadt, in der ich geboren bin, darf ich nicht besuchen. Nur mit einer Genehmigung der Israelis. Hier in Bethlehem sind wir durch die große Mauer abgeriegelt. Es ist ein Gefängnis. Wir dürfen nur in die umliegenden Dörfer im Gebiet gehen oder in die Städte Beit Sahour, Beit Jala, Battir. Nachts werden wir immer von den israelischen Soldaten heimgesucht. Sie kommen mitten in der Nacht und wollen jemanden abholen, der von ihnen verfolgt wird. Mit der Beschuldigung, dass dieser Mensch irgendetwas gegen Israel getan hätte. Sie sperren die ganze Familie in ein Zimmer. Dann mischen sie in der Küche unseren Reis mit Zucker und mit Mehl zusammen, sie machen alles kaputt. Dann gehen sie raus, ist das ein Leben?

Und nun etwas über Häuserzerstörungen. Das „Israelische Komitee gegen Häuserzerstörungen“ berichtet, dass seit 1967 mindestens 48.488 Häuser und Wohnungen zerstört wurden. Das ist ein Kriegsverbrechen – ein Verstoß gegen das Völkerrecht.

Seit 1993 hat sich die Zahl der israelischen Siedler auf palästinensischem Boden verdreifacht. Auch das ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Und es werden trotz internationaler Proteste laufend neue völkerrechtswidrige Wohneinheiten genehmigt, denn Israel hat leider keine Sanktionen zu befürchten.

Es gibt auch seit kurzem ein Gesetz, das retroaktiv die Enteignung palästinensischen Bodens legalisiert, das so genannte Legalisierungsgesetz.

Derzeit sind ca. 6.500 Palästinenser im Gefängnis, darunter auch viele Minderjährige. Die Haftbedingungen entsprechen nicht internationalen Standards. Vor allem die Gesundheitsversorgung ist äußerst mangelhaft. 850.00 Palästinenser waren mindestens einmal im Knast seit Beginn der Besatzung.

Nun zu Gaza: Die Lage dort ist nach drei Kriegen und der andauernden Blockade katastrophal:  ein Leben in Ruinen, sauberes Wasser ist ein Luxus, Stromrationierung ist an der Tagesordnung, Fischfang und Bearbeitung der Felder in Grenznähe sind wegen israelischem Beschuss ein riskantes Unternehmen, Krankenhäuser und Betriebe leiden unter massivem Mangel an Ersatzteilen, Abwassereinrichtungen und Kläranlagen können nicht repariert werden. Eine Schande! Und die Welt schweigt!

Der Weltfriedensdienst berichtete im Juli 2017 über „Diskriminierung bei Zugang zu Wasser und Wasser-Apartheid in den palästinensischen Gebieten“: Seit Beginn seiner Militärbesatzung hat Israel sämtliche Wasserressourcen unter seine exklusive Kontrolle gestellt durch Militärerlasse – military orders. Palästinenser brauchen danach für jegliche Arbeiten im Wasserbereich Erlaubnisscheine (permits), die ihnen regelmäßig verweigert werden. So ist die Zahl der seit den Oslo-Abkommen 1993-1995 gebohrten neuen Brunnen im größten, produktivsten und frischesten Grundwasserbecken, dem so genannten Westlichen Aquifer null. Von den Grundwassermengen aus der Westbank, die auch nach Israel hineinfließen, entnehmen die Palästinenser gerade einmal 11%. Fast 90% sind exklusiv für Israel!

Liebe Zuhörer, es gibt aber auch etwas Positives zu berichten: Die Staatlichkeit von Palästina wird derzeit von 136 der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (70,5%) als unabhängiger Staat anerkannt. - Von Deutschland allerdings noch nicht. Das ist auf Dauer nicht annehmbar!

So wie ich am Anfang meiner Rede gesagt habe, war und ist das alles Teil meines Lebens! Ich habe die zerstörten Häuser gesehen, mein juristischer Kampf gegen die Zerstörungen und gegen die Willkür war leider meist vergebens! Ich habe tausende Palästinenser verteidigt, vor Militärgerichten, die die Bezeichnung „Gericht“ nicht verdienten. Ich habe die Wunden von Folter an meinen Mandanten gesehen und darüber geschrieben. Das alles wird eine ewige Anklageschrift gegen die grausame israelische Besatzung sein! Für immer!

Liebe Zuhörer, bitte versuchen Sie, die traurige Wahrheit zu verbreiten. Wer das Unrecht verschweigt, hilft den Tätern! Die wollen keinen Frieden mit Gerechtigkeit! Israelische Friedenskräfte sagen das auch! „Bis zum letzten Atemzug“, das ist der Titel meines neuen Buches und auch ein Motto meines Lebens! Ein weiteres: Zusammen sind wir stark!! Vielen Dank



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Sorge wegen Beschädigung historischer Dokumente in der Al Aqsa Moschee  - 31.07.2017 - Israelische Sicherheitskräfte haben während der zweiwöchigen Krise um die heilige islamische Stätte an historischen Dokumenten in der Al Aqsa-Moschee enormen Schaden angerichtet.

Der Leiter der Manuskriptabteilung der Al Aqsa-Moschee, Radwan Amro, sagte in einer Erklärung, "die Besatzungskräfte haben an den Bibliotheken und Einrichtungen der Al Aqsa-Moschee sowie der Manuskriptabteilung enormen und umfangreichen Schaden verursacht", wie WAFA berichtet.

Amro sagte weiter, spezialisierte Arbeitsgemeinschaften bewerteten und untersuchten den Schaden und würden die Ergebnisse, sobald sie abgeschlossen sind, den offiziellen Stellen vorlegen.

Es bestand die große Sorge, dass Israel aus Abteilungen der Al Aqsa wichtige Dokumente über den Besitz und die muslimische Stiftung in Jerusalem wegen der Abwesenheit der Waqf-Beamten an der Al Aqsa gestohlen haben könnte. Die Waqf-Beamten sind für den Komplex der Al Aqsa verantwortlich. In den letzten zwei Wochen war es ihnen (aber) wie auch allen Palästinensern wegen der Vorfälle am 14. Juli, bei denen zwei Polizisten erschossen worden waren, untersagt das Gelände zu betreten.

Firas Dibs, der Medienverantwortliche des Waqf, dementierte jedoch die Gerüchte von einem Diebstahl von Manuskripten und Dokumenten von der Moschee. 

Dibs sagte in seiner Erklärung, der technische Ausschuss des Waqf habe gerade mit der Begutachtung in der Moschee begonnen, und es würde eine Weile dauern, bis er seinen abschließenden Bericht vorlegen könnte.  Quelle             Übersetzung: K. Nebauer

Ausschüsse sollen von Israel verursachten Schaden in der Al Aqsa-Moschee begutachten - Ramallah - 31.07.2017 - 31.07.2017 - Der Minister für Angelegenheiten Jerusalems und Gouverneur, Adnan Husseini, sagte am Montag, dass das islamische Waqf-Department zur Begutachtung des Schadens und der Inspektion des Objekts (Besitztums) vier Ausschüsse gebildet habe.
Husseini sagte gegenüber Radio Voice of Palestine, dass diese Ausschüsse aus dem Personal des Islamischen Museums, der Manuskriptabteilung, dem Wiederaufbau-Komitee, den Bibliotheken und dem Sharia-Gerichtshof zusammengestellt wurden, um einen ersten Bericht darüber abzugeben, was in der Al Aqsa-Moschee und seinen Einrichtungen während der zweiwöchigen israelischen Belagerung passiert sei.

Der Minister fügte hinzu, der nächste Schritt erfordere spezialisierte Experten, um zu erfahren, ob die Besatzungskräfte Kameras und Abhörgeräte in der Moschee installiert hätten.

Husseini sagte, wenn der Abschlußbericht zeige, dass die Besatzungsbehörden irgendwelche Veränderungen in der Moschee gemacht oder irgendetwas aus ihrem Besitz gestohlen hätten, würde sich die Arbeit auf die Rückgabe dieser Dokumente konzentrieren und dann darauf, Israel an internationalen Gerichtshöfen wegen Diebstahls und Beschädigung wichtiger historischer Dokumente und Eigentums zu belangen, damit Israel für seinen Frevel bestraft würde.

Unterdessen hat auch Ahmed Majdalani, Mitglied des Exekutivkomitees der PLO, gegenüber Voice of Palestine gesagt, die Besatzungsmacht sei mit ihrem Plan gescheitert, Jerusalem von seiner politischen Führung zu trennen, und führte aus, dass die Führung unter Präsident Mahmud Abbas vom ersten Augenblick an an der Seite der Jerusalemiten in ihrer Reaktion gestanden sei, um die Maßnahmen, die die israelische Besatzungsmacht auf dem Tempelberg/Haram al-Sharif getroffen hatten, zu beenden. Er sagte: "Der Sieg unseres Volkes in Jerusalem wurde wegen der einheitlichen nationalen Position und der Einheit der Führung mit dem Volk angesichts der israelischen Maßnahmen erreicht."

Die Organisation Islamischer Staaten (OIC) soll am Dienstag in Istanbul ein außerordentliches Treffen auf Außenministerebene in Zusammenarbeit mit dem Staat Palästina abhalten, um über die jüngste israelische Eskalation in Jerusalem und in der Al Aqsa-Moschee zu sprechen.

Der ständige palästinensische Botschafter bei der OIC Maher Karaki sagte gegenüber Voice of Palestine, dass der Minister für Außenangelegenheiten und Exilanten, Riyad al-Malki, bei diesem Treffen die Delegation Palästinas anführen werde, und dieses die Mitgliedstaaten des OIC und die internationalen Gemeinschaft auffordern solle, unverzüglich zu handeln und Druck auf Israel auszuüben und es zu verpflichten das internationale Recht (Völkerrecht) einzuhalten und seine jüngsten Aktionen in der Al Aqsa nicht zu wiederholen.        Quelle     Übersetzung: K. Nebauer

HaOkets - Die hebräischsprachige Webseite Haokets (“Der Stachel”) ging im August 2003 aus einem Blog von Yossi Dahan and Itzik Saporta hervor. Hintergrund für deren Schritt hin zu einem eher magazinartigen, aber weiterhin nicht kommerziellen journalistischen Format war der Wunsch, eine Alternative zu der Berichterstattung der Mainstream-Medien in Israel, die sich hauptsächlich an Verkaufszahlen orinetieren und die Interessen des Kapitals und der politischen Eliten bedienen, anzubieten.

Haokets tritt für Frieden, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und für die Anerkennung eines nationalen und ethnischen Pluralismus in der israleischen Gesellschaft ein. Die Webseite ist eine Plattform für progressive und kritische Stimmen, die in den Mainstream-Medien in der Regel kein Gehör finden, und dient vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen in Israel als Selbstverständigungs- und Diskussionsforum.

Haokets ist ein nicht kommerzielles, unabhängiges und progressives israelisches Internet-Magazin, das wichtige kritische Diskussionen ermöglicht und wo Hunderte professionelle AutorInnen und KünstlerInnen regelmäßig ihre Artikel, Kommentare, Fotos und Videos zu sozialen, ökonomischen, kulturellen und philosophischen Themen erstveröffentlichen. Inhaltliche Schwerpunkte sind feministische Fragestellungen und insbesondere politische >>>


HaOkets >>>

Sami Chader kämpft für die Zukunft seines Zoos in Palästina - Agnes Fazekas - Der Zoo von Kalkilja war einst ein Besuchermagnet in Palästina. Dann kamen Krieg und Niedergang. Heute kämpft Chef-Veterinär Sami Chader für die Zukunft des Parks. Seinen Tieren beschert er den großen Auftritt, über den Tod hinaus.

Mit dem Tod seiner Schützlinge ändert sich für den Tierarzt Sami Chader nur die Art der Fürsorge. Er denkt einfach um. Der Löwe schleicht nicht mehr hinter Gittern von einer Ecke in die andere. Er steht jetzt mit gefletschten Zähnen über dem Zebra. Unsicher wirkt er. Das muss man ihm nachsehen; er ist nicht mehr so beweglich. Sein Zahnfleisch ist kaugummirosa lackiert, die Puppenaugen sind aufgeklebt. Der Löwe starb an Altersschwäche. Anders als das Zebra, das seine Läufe von sich streckt, als wäre es eingefroren. Es hat zu viel Tränengas geschluckt. „Willkommen in Kalkilja, willkommen im ältesten Zoo Palästinas!“ , sagt Chader voller Freude.

Sami Chader ist nicht verrückt – oder jedenfalls nicht verrückter als die Verhältnisse um ihn herum. Er versucht schlicht, aus der Not eine Tugend zu machen. „Naturkundemuseum“ hat er die von ihm geschaffene Abteilung des Zoos genannt. Hier flickt und stopft er gegen das Unvermeidliche an, als Hüter und Archivar des Lebens, wie er sich selbst sieht.

Wenn Menschen Krieg führen, leiden auch die Zootiere. Von Bomben zerrissen. Von betrunkenen Soldaten niedergeballert. Von einer hungrigen Meute geschlachtet. Oder verendet in ihren Käfigen, weil die Pfleger andere Sorgen haben. >>>

Is the Left ready for the day after Netanyahu? - Orly Noy - 6. 8. 2017 - The political demise of Benjamin Netanyahu could be a watershed moment in Israeli politics. Does the Left have what it takes to swing the pendulum its way?

If things indeed develop as they seem to be and we are nearing the end of the Netanyahu era, then we are indeed facing a watershed moment in Israeli politics. It appears the prime minister could likely be indicted in a number of corruption scandals now that Ari Harow, his former chief of staff, has agreed to turn state’s witness under a plea bargain and testify against his previous boss. It is both easy and tempting to be cynical about the latest developments — certainly from a non-Zionist point of view, which sees no significant difference between Netanyahu and the alternatives, especially when considering that the replacement we are hoping for is not on the horizon.

It will take a long time, and likely a lot of a bloodletting, until Israel’s Jewish population understands that Zionism is a kind of autoimmune disease that brings about its own demise, and that a different arrangement in the form of a state for all its citizens is not only in the best interest of Palestinian citizens — it is in the interest of Israeli Jews as well. This is the only possibility to maintain the  >>>>

6. 8. 2017

Rechtsextreme Israelis geloben den status quo der heiligen Stätten in Jerusalem zu verändern - Jacob Burns, Lubna Masarwa - 01.08.2017 Viele sehen im Rückzug der israelischen Regierung mit den Metalldetektoren eine Kapitulation.

Wo vor Tagen tausende Palästinenser aus Protest in den Strassen in der Jerusalemer Altstadt gebetet haben, um die Al Aqsa zu "verteidigen", wehten letzte Nacht israelische Fahnen, und der stellvertretende Verteidigungsminister Israels rief in einer Rede Israel auf, auf dem Tempelberg seine "volle Amtsgewalt" (authority) durchzusetzen, so dass der Tempel wieder aufgebaut werden könnte.


Als etwa 300 Personen durch Ostjerusalem marschierten, sperrte die Polizei die Route des Marschs für Palästinenser. Der Marsch, der seit 23 Jahren jährlich von den Frauen in Grün, einer Siedlerorganisation, organisiert wird, fand am Abend des jüdischen Festtages Tisha B'Av statt, an dem Juden die Zerstörung der beiden Tempel betrauern.


"In diesem Jahr hat der Marsch eine besondere Bedeutung, weil wir unglücklicherweise in den letzten Wochen von unserem Feind gedemütigt worden sind", sagte Nadia Matar, Mitvorsitzende von Frauen in Grün, gegenüber Middle East Eye. "Die ganze Geschichte mit diesen Metalldetektoren hat unserem Feind ein abscheuliches Siegesgefühl gegen unsere eigene Regierung gegeben, und wir sind sehr enttäuscht", sagte sie.


Die Intensität der Gefühle von Verletzung und Wut der israelischen rechten Religiösen nach dem, was in den letzten Wochen geschehen ist, war offen zu sehen. "Dieses Jahr wurden wir nach allem Schrecklichen, das mit den Arabern passiert ist, daran erinnert, dass noch nicht alles uns gehört... plötzlich haben wir verstanden, wie wichtig es ist, dass wir hier marschieren", sagte Matar später zu den Marschierenden.


"Jeder Platz, auf dem wir gehen, gehört euch, wir marschieren, und wir werden Jerusalem erlösen."


Die israelische Regierung hatte Metalldetektoren am Eingang zur sensibelsten religiösen Stätte Jerusalems installiert, nachdem am 14. Juli drei Palästinenser dort zwei israelische Polizeioffiziere erschossen hatten. Die Maßnahme wurde von den Palästinensern der Stadt als Verletzung des status quo gesehen; es folgten zwei Wochen mit Strassenprotesten. Die Metalldetektoren wurden am 27. Juli entfernt. Entfernung der Metalldetektoren wird als Kapitulation gesehen


Eine am 25. Juli ausgestrahlte Umfrage von Kanal 2 zeigte, dass 77% der Israelis die Entfernung der Metalldetektoren als "Kapitulation" bezeichnen. Diese Sichtweise spiegelte sich in einer Rede des Likudpolitikers Yehuda Glick wieder, einem prominenten Befürworter eines (jüdischen, Ü.) Tempels, der an die Regierung appellierte, zu den "Werten des Volkes" zu stehen.


"Der Krieg gegen uns findet hinter diesen Mauern statt", sagte Glick und bezog sich damit auf die Altstadt von Jerusalem. "Die Gründung des Staates Israel und die Eroberung von Judäa und Samaria wurde vom Volk erreicht, das beschlossen hatte gegen alle Logik und politischen Überlegungen vorzugehen. Jetzt müssen wir aus unserer Kontrolle über den Tempelberg ein (vollendete) Tatsache machen." >>>

Verfechter von "Tod den Arabern" ist Frontmann der EU in israelischer PR-Kampagne - Jonathan Ofir - 04.08.2017 - Die Europäische Union hat letzte Woche eine Videokampagne gestartet, um sich selbst ein positiveres Image zu geben (auf der Facebookseite der EU- Botschaft in Israel) – und wer wäre besser als Experte einzusetzen, als jemand, der einen Genozid an den Palästinensern befürwortet?

Electronic Intifada hat gestern davon berichtet und mit dem Video verlinkt, aber gerade, als der Artikel heute vormittag fertiggestellt war, wurde das Video (von der Webseite) genommen. [...]

Das Video zeigt viele Verbindungen zwischen der EU und Israel, wie Tourismus, Export und Import, Kooperation im Bereich der Technologie- und Rüstungsindustrie und wird von Avishai Ivri präsentiert.


Ivri ist ein bekannter rechts-nationalistischer Experte. Letztes Jahr trat er bei einer Diskussion der israelischen Nachrichtenagentur Walla auf und sprach erst über Elor Azarya, der einen wehrlosen Palästinenser mit einem Kopfschuss aus nächster Nähe tötete:
"Eine Ehrenmedaille für ihn dafür, dass er den Terroristen erledigt hat", sagt er. "Schade, dass er die Kamera übersehen hat!" (damit bezog er sich darauf, dass der Vorfall von einem Palästinenser gefilmt worden war).


Er erklärt:
Ehrlich gesagt, es geht ja nicht darum, dass Azarya einem Terroristen eine   Kugel in den Kopf eines Terroristen geknallt hat – jeder   macht das. Es geht darum, dass er erwischt worden ist ... er ist gefilmt worden. Ich meine, die Anklage wegen "Totschlags" sollte in "fuck-up" geändert werden (fadiha auf Hebräisch).


Die Moderatorin lacht, die ganze Diskussion ist richtig lustig, niemanden scheint diese Sprache zu stören. Etwas später, in der Diskussion über Terror, sagt Ivri zu seinen etwas weiter "links" stehenden Gegenkandidaten: 
   "Ihr fragt uns immer, was ist eure Lösung? Was ist eure Lösung? Hallo??
   Wir rufen nicht "Tod den Arabern", weil es sich reimt!" (Die Anhänger der
   Mitte lachen, richtig amusiert.) "Wir rufen das, weil es unsere Lösung ist! Wir
   schreiben das, verdammt nochmal, mit Spray an die Wand! Wie geheim, denkt
   ihr, halten wir unsere Lösung?"


In dem Bericht von Electronic Intifada über die gestrige Geschichte der EU-Kampagne werden viele Tweets von Ivri über die Jahre vermerkt. Zum Beispiel schrieb er während des israelischen Gemetzels in Gaza 2014:
   "Hier ist eine Strategie, die noch nicht versucht wurde: 1.000 getötete Araber
   für jeden Getöteten von unserem Volk", twitterte er. "Ich denke, sie sind uns
   noch 5.000 von der letzten Woche schuldig."


Eine Woche zuvor hatte er eine effektivere Lösung:
   "Scheiss drauf! Radiert Gaza aus!", schrieb er. >>>




“Fuck it, wipe out Gaza,” says spokesman for new EU campaign >>>

 

 

 

 

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