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Sonntag, 06. August 201718:25  -     facebook     LINKS       ARCHIV      BDS      THEMEN

 

Rechtsextreme Israelis geloben den status quo der heiligen Stätten in Jerusalem zu verändern - Jacob Burns, Lubna Masarwa - 01.08.2017 Viele sehen im Rückzug der israelischen Regierung mit den Metalldetektoren eine Kapitulation.

Wo vor Tagen tausende Palästinenser aus Protest in den Strassen in der Jerusalemer Altstadt gebetet haben, um die Al Aqsa zu "verteidigen", wehten letzte Nacht israelische Fahnen, und der stellvertretende Verteidigungsminister Israels rief in einer Rede Israel auf, auf dem Tempelberg seine "volle Amtsgewalt" (authority) durchzusetzen, so dass der Tempel wieder aufgebaut werden könnte.


Als etwa 300 Personen durch Ostjerusalem marschierten, sperrte die Polizei die Route des Marschs für Palästinenser. Der Marsch, der seit 23 Jahren jährlich von den Frauen in Grün, einer Siedlerorganisation, organisiert wird, fand am Abend des jüdischen Festtages Tisha B'Av statt, an dem Juden die Zerstörung der beiden Tempel betrauern.


"In diesem Jahr hat der Marsch eine besondere Bedeutung, weil wir unglücklicherweise in den letzten Wochen von unserem Feind gedemütigt worden sind", sagte Nadia Matar, Mitvorsitzende von Frauen in Grün, gegenüber Middle East Eye. "Die ganze Geschichte mit diesen Metalldetektoren hat unserem Feind ein abscheuliches Siegesgefühl gegen unsere eigene Regierung gegeben, und wir sind sehr enttäuscht", sagte sie.


Die Intensität der Gefühle von Verletzung und Wut der israelischen rechten Religiösen nach dem, was in den letzten Wochen geschehen ist, war offen zu sehen. "Dieses Jahr wurden wir nach allem Schrecklichen, das mit den Arabern passiert ist, daran erinnert, dass noch nicht alles uns gehört... plötzlich haben wir verstanden, wie wichtig es ist, dass wir hier marschieren", sagte Matar später zu den Marschierenden.


"Jeder Platz, auf dem wir gehen, gehört euch, wir marschieren, und wir werden Jerusalem erlösen."


Die israelische Regierung hatte Metalldetektoren am Eingang zur sensibelsten religiösen Stätte Jerusalems installiert, nachdem am 14. Juli drei Palästinenser dort zwei israelische Polizeioffiziere erschossen hatten. Die Maßnahme wurde von den Palästinensern der Stadt als Verletzung des status quo gesehen; es folgten zwei Wochen mit Strassenprotesten. Die Metalldetektoren wurden am 27. Juli entfernt. Entfernung der Metalldetektoren wird als Kapitulation gesehen


Eine am 25. Juli ausgestrahlte Umfrage von Kanal 2 zeigte, dass 77% der Israelis die Entfernung der Metalldetektoren als "Kapitulation" bezeichnen. Diese Sichtweise spiegelte sich in einer Rede des Likudpolitikers Yehuda Glick wieder, einem prominenten Befürworter eines (jüdischen, Ü.) Tempels, der an die Regierung appellierte, zu den "Werten des Volkes" zu stehen.


"Der Krieg gegen uns findet hinter diesen Mauern statt", sagte Glick und bezog sich damit auf die Altstadt von Jerusalem. "Die Gründung des Staates Israel und die Eroberung von Judäa und Samaria wurde vom Volk erreicht, das beschlossen hatte gegen alle Logik und politischen Überlegungen vorzugehen. Jetzt müssen wir aus unserer Kontrolle über den Tempelberg ein (vollendete) Tatsache machen." >>>

Verfechter von "Tod den Arabern" ist Frontmann der EU in israelischer PR-Kampagne - Jonathan Ofir - 04.08.2017 - Die Europäische Union hat letzte Woche eine Videokampagne gestartet, um sich selbst ein positiveres Image zu geben (auf der Facebookseite der EU- Botschaft in Israel) – und wer wäre besser als Experte einzusetzen, als jemand, der einen Genozid an den Palästinensern befürwortet?

Electronic Intifada hat gestern davon berichtet und mit dem Video verlinkt, aber gerade, als der Artikel heute vormittag fertiggestellt war, wurde das Video (von der Webseite) genommen. [...]
Das Video zeigt viele Verbindungen zwischen der EU und Israel, wie Tourismus, Export und Import, Kooperation im Bereich der Technologie- und Rüstungsindustrie und wird von Avishai Ivri präsentiert. 

Ivri ist ein bekannter rechts-nationalistischer Experte. Letztes Jahr trat er bei einer Diskussion der israelischen Nachrichtenagentur Walla auf und sprach erst über Elor Azarya, der einen wehrlosen Palästinenser mit einem Kopfschuss aus nächster Nähe tötete:

"Eine Ehrenmedaille für ihn dafür, dass er den Terroristen erledigt hat", sagt er. "Schade, dass er die Kamera übersehen hat!" (damit bezog er sich darauf, dass der Vorfall von einem Palästinenser gefilmt worden war).



Er erklärt:


 Ehrlich gesagt, es geht ja nicht darum, dass Azarya einem Terroristen eine   Kugel in den Kopf eines Terroristen geknallt hat – jeder macht das. Es geht darum, dass er erwischt worden ist ... er ist gefilmt worden. Ich meine, die Anklage wegen "Totschlags" sollte in "fuck-up" geändert werden (fadiha auf Hebräisch).



Die Moderatorin lacht, die ganze Diskussion ist richtig lustig, niemanden scheint diese Sprache zu stören. Etwas später, in der Diskussion über Terror, sagt Ivri zu seinen etwas weiter "links" stehenden Gegenkandidaten:


   "Ihr fragt uns immer, was ist eure Lösung? Was ist eure Lösung? Hallo??
   Wir rufen nicht "Tod den Arabern", weil es sich reimt!" (Die Anhänger der
   Mitte lachen, richtig amusiert.) "Wir rufen das, weil es unsere Lösung ist! Wir
   schreiben das, verdammt nochmal, mit Spray an die Wand! Wie geheim, denkt
   ihr, halten wir unsere Lösung?"



In dem Bericht von Electronic Intifada über die gestrige Geschichte der EU-Kampagne werden viele Tweets von Ivri über die Jahre vermerkt. Zum Beispiel schrieb er während des israelischen Gemetzels in Gaza 2014:


   "Hier ist eine Strategie, die noch nicht versucht wurde: 1.000 getötete Araber
   für jeden Getöteten von unserem Volk", twitterte er. "Ich denke, sie sind uns
   noch 5.000 von der letzten Woche schuldig."



Eine Woche zuvor hatte er eine effektivere Lösung:


   "Scheiss drauf! Radiert Gaza aus!", schrieb er.

Ivris letzte Woche gestartetes Video spricht die Ängste wegen Europa an, von denen vermutet wird, dass viele Israelis sie haben. Er beginnt damit folgendermaßen >>>



“Fuck it, wipe out Gaza,” says spokesman for new EU campaign >>>

Palestine Update Nr. 60 Neue Narrativen zur politischen Geschichte Meinung Ranjan Solomon, Redakteur - Diese Ausgabe der Palestine Updates bringt Perspektiven von unten zum palästinensischen Kampf.  Palästina wird seit 70 Jahren von einem rassistisch-kolonialen Regime tyrannisiert.  Während dieser Zeit war Israel eifrig, Narrativen über den Israel-Palästina-Konflikt von einer Warte aus zu schaffen, die jüdische Menschen gegenüber der arabischen Bevölkerung in Israel wie auch jener in den besetzten Gebieten und in der Diaspora bevorzugt. Die Mainstream Medien, die wie überall kontrolliert sind durch zionistische Gruppen, berichten Neuigkeiten aus Israel/Palästina in einer Art, die Araber als rohe Terroristen vorstellt, die Israelis um jeden Preis auslöschen wollen. Die öffentliche Wahrnehmung, besonders im Westen, sieht Palästinenser in einem negativen Licht.

Die politischen Umstände, unter denen Israel geschaffen wurde, hat die Palästinenser massiv und grausam marginalisiert. Palästinenser sehen sich einer Unterdrückung gegenüber, die in der Weltgeschichte keine Parallele hat. Juden würden argumentieren, dass sie während des Holocaust in nie dagewesener Weise zum Opfer gemacht wurden. Vergleiche aber bieten wenige oder überhaupt keine Lösungen. Nur die Unterdrückten können ihr Leiden verstehen und beschreiben. Die Besetzung und der Holocaust sind nur unterschiedliche Formen von politischer Unterdrückung. Einem ganzen Volk Menschlichkeit abzusprechen und Besetzung eines ganzen Volkes unterscheiden sich nicht. Diejenigen, die eine solche Interpretation zurückweisen verleugnen die harte Wahrheit über Besetzung.

Palästinenser haben eine lange und reiche Geschichte. Unter ihnen befinden sich Politikanalysten, Historiker, Soziologen, Anthropologen; sie haben die Palästinenser befähigt, ständig ihren Glauben zu stärken und Geduld anlässlich der Unterdrückung zu wahren. Diese Gruppe der palästinensischen „Intelligentsia“ sucht in vielen Bemühungen, eine allgemeine gleiche Narrative über ihre Situation zu kreieren.

Rifat Kassis, einer der führenden Sozialdenker Palästinas und prominenter Menschenrechtsaktivist markiert, dass diese Einheit oben ebenso essentiell ist wie an der Basis. „Wir brauchen eine wirkliche Einheit aller Parteien und nicht nur ein „Papierübereinkommen“ zwischen Hamas und Fatah. Wir müssen den zivilen Widerstand stärken, stärken die BDS-Kampagne international, und daran arbeiten, die Menschen zu schützen und ihre Existenz zu erhalten, indem wir sie unterstützen, standfest zu sein und Widerstand zu leisten“.

Kassis ist mit dieser Forderung nicht allein. Viele andere palästinensische Intellektuelle sind ebenso enttäuscht vom Fehlen einer konkreten Führerschaft und erkennen die Notwendigkeit von dringender und profunder struktureller Veränderung durch politischen Diskurs. Klar, nichts wird sich verändern, ehe die vorherrschenden politischen Trennungen weggeräumt sind. Sie sind das Hindernis für den Frieden. Aber zusätzlich wird die Veränderung auch durch Druck von außen kommen und durch internationale Solidarität. Das wird in Folge ein neues Lesen der Geschichte nach sich ziehen, und nicht die jetzt vorherrschenden stereotypen Ansichten zum Konflikt.

In der Hoffnung, dass die Artikel in dieser Ausgabe den LeserInnen neues Verständnis bieten oder ihre bereits vorhandenen Ansichten und Informationen stärken. - Ranjan Solomon, Redakteur

 

 

Israel beichtet das Massaker, das IDF (Israel Defence Force) zu verbergen sucht. - „Ich sah eine ziemlich große Anzahl von Leichen,“ erinnerte sich das frühere Knesset-Mitglied und israelischer Regierungsminister Yair Tsaban über das Massaker, das in dem palästinensischen Dorf Deir Yassin durchgeführt wurde, gegenüber dem Direktor Neta Shoshani. „Ich erinnere mich nicht an die Leiche eines kämpfenden Mannes. Überhaupt nicht! Ich erinnere mich vor allem an Frauen und alte Männer… Ein alter Mann und eine Frau, in der Ecke eines Zimmers hockend, mit dem Gesicht zur Wand, und beide in den Rücken geschossen,“ erinnert er sich. „Das kann nicht in der Hitze der Schlacht geschehen sein. In keinster Weise!“

Trotzdem, trotz beträchtlichen Aussagen, die das Gegenteil beweisen, bestehen Kritiker schmähend, dass ein derartiger Angriff nie stattgefunden habe, und dass die Dorfbewohner von Deir Yassin etliche vor-staatliche Milizen angegriffen hätten, welche für ein unabhängiges Israel in sicheren Grenzen gekämpft hätten. Einige der Überlebenden redeten ungenau von Augenzeugen und Teilnehmern an den Scheußlichkeiten, die von Shoshani bei der Suche nach Erinnerungen für die Dezimierung des Dorfes für eine Dokumentation mit dem Titel „In Deir Yassin geboren“ festgehalten wurden. (Das Massaker begann am Morgen des 9. April 1948 als Teil einer Operation, mit der die Blockade einer Straße nach Jerusalem  zerstört werden sollte, einem der vielen Ereignisse, die letztendlich zu dem führten, was Israel „Unabhängigkeitskrieg“  nennt)

Aber, wie jede Nation, deren gewaltsame Aggression zum geostrategischen oder politischen Sieg über weniger vorbereitete Verteidigungskräfte führt, hat die israelische Regierung die Dokumentation, die Fotos und Aussagen, und die Darstellungen von Zeugnissen über das entsetzliche Blutbad von Deir Yassin weggeräumt. Sieben Jahrzehnte nach dieser Tat wurden zahlreiche Anfragen von Shoshani und Haaretz von Israel nicht bewilligt unter dem Vorwand, die Information würde ohne Notwendigkeit zu weiteren Kontroversen führen und möglicherweise die Reputation des Landes beschädigen. Ein einfacher flüchtiger Blick auf die Informationen, die Shoshani für die Dokumentation zusammengetragen hat, beweist Israels böse Ahnungen mehr als vermutet.

Lesen Sie die ganze Narrative auf Free Thought Project website >>>

 

 

Archive strafen Israels Narrative über den Palästina-Konflikt Lüge - Frühe Mitglieder der zionistischen Bewegung und später Israelis haben ständig versucht, die Narrative des Konflikts mit den Palästinensern zu kontrollieren, auch durch die Wegnahme photographischer Belege von Palästina und der palästinensischen Geschichte.

Das scheint der Schluss zu sein, den zwei Frauen – eine Israelin und eine Palästinenserin – erreicht haben, die den größten Teil ihres Lebens genutzt haben, um Bilder zu erforschen, die mit dem Konflikt und dessen Gebrauch und Schicksal in Verbindung stehen. Sie kamen zum Schluss, dass im Palästinensisch-israelischen Konflikt ein Bild genauso gefährlich sein kann wie eine Schrift. Bilder sind mächtig. Wenn richtig eingesetzt kann ein Bild 1000 Worte ersetzen.

Rona Sela, Kuratorin und Lektorin an der Tel Aviv Universität, erklärte gegenüber „Al Monitor“, wie sie vor 20 Jahren zum ersten Mal auf diese Bilder stieß: „Ich habe Mitte der 1990er Forschungsarbeiten durchgeführt“, fing sie an. „Mein Schwerpunkt war die Analyse der zionistischen Photographie in den frühen Stadien des Staates Israel. Ich forschte über den Weg, den institutionelle zionistische Propaganda-Abteilungen von den 1920ern bis 1948 anwendeten, um durch visuelle Bilder eine nationale Identität zu formen, um das Bewusstsein der Leute für nationale Themen aufzubauen. Da die palästinensische Narrative in der zionistischen fehlte, habe ich angefangen, in palästinensischen Bildern zu kramen.“

Al Monitor verfügt über den ganzen Artikel. >>>
Dazu mehr >>>

 

 

Die Identität Jerusalems und der laufende Israel/Palästina Konflikt - Restriktionen im Zugang zur Heiligkeit der Heiligen Stadt Jerusalem bleibt Zündstoff für das Feuer im palästinensisch-israelischen Konflikt, schreibt Dr. Ibrahim Natil.

Die Identität und der besondere Status der Altstadt von Jerusalem haben schon seit der Besetzung der Stadt 1967 die innersten Themen des israelisch-palästinensischen Konflikts komplizierter gemacht. Die Israelis übernahmen die Altstadt von König Hashemite von Jordanien und annektierten sie 1948 als einen Teil der Westbank, nachdem die jüdisch-israelischen Streitkräfte die palästinensischen Araber besiegt hatten; und sie besetzten den Westteil der Heiligen Stadt. Die israelische Besetzung hat die demographische und die Struktur des Erbes der Stadt geändert und wiederholt unablässig, dass sie gemäß ihrer „biblischen Doktrin“ die Stadt nach 3000 Jahren Besetzung aus der „Kontrolle der Fremden“ übernommen habe.

Jerusalem hat wegen seiner Lage und dem Faktum, dass es die Heilige Stadt ist, eine signifikante Rolle bei der Bildung der nationalen Identität. In Ostjerusalem sind die berühmten und allerheiligsten Stätten und Schreine sowohl der Muslime wie auch der Christen. Die Palästinenser werden am freien Zugang zu Jerusalem sowohl von der Westbank wie auch vom Gazastreifen aus gehindert. Diese Schreine werden als die Darstellung der innersten Werte der palästinensischen nationalen Identität betrachtet. Die derzeitige Protestwelle bedroht auch die seit langem existierende Vorstellung der Israelis, dass „Jerusalem vereint sei unter israelischer Souveränität und die Juden freien Zugang haben zur Al-Aqsa Moschee“.

Die lokalen Bürger sind spirituell und kulturell mit der Moschee verbunden. Jerusalemiten fragen jeden Morgen zuerst „Wie geht es der Moschee?“ – und nicht „Wie geht es deiner Familie, den Kindern, deinem Geschäft?“

Den ganzen Artikel finden Sie in „Independent Australia“.>>>

 

 

Israelische Beschädigung historischer Dokumente in der Al-Aqsa-Moschee - Israelische Sicherheitskräfte haben enorme Schäden an historischen Dokumenten in der Al Aqsa Moschee während der zweiwöchigen Krise über den heiligen Ort der Muslime verursacht. Der Chef der Manuskript-Abteilung in der Al Aqsa Moschee hat sich beklagt, dass „die Besetzungsbehörde enorme und extensive Zerstörungen an den Bibliotheken und Arbeitsgeräten der Al Aqsa und der Abteilung für Manuskripte verursacht hat. Spezialisierte Komitees sind dabei, die Schäden festzustellen und zu registrieren und werden den offiziellen Körperschaften alle Ergebnisse überreichen, sobald sie fertig sind. Man ist sehr besorgt über den Diebstahl wichtiger Dokumente aus Al-Aqsa Abteilungen betreffend Eigentum und muslimische Stiftungen in Jerusalem wegen des Mangels an Waqf-Beamten in der Al Aqsa Moschee.

Mehr Details in Palestine News Network - englisch >>>
 

 

Rabbies for Human Rights (Rabbiner für Menschenrechte) gegen jüdische Zeichen im palästinensischen Hebron - „Die Siedler versuchen, ihre Zeichen anzubringen, um die Identität von Hebron zu verändern, die palästinensische Geschichte auszuradieren und vorzugeben, dass es uns überhaupt nicht gibt“, sagt Issa Amro, Bewohner von Hebron.

Die Rabbies for Human Rights haben eine Petition beim Höchstgericht vorgelegt, um gegen die israelischen Kennzeichen in Hebron vorzugehen; sie warnen davor, dass die palästinensische Geschichte in der Stadt in der Westbank dadurch verwischt und nicht mehr erkennbar gemacht wird.  

Die (jüdischen) Zeichen in Hebräisch und Englisch führen Fußgänger zu den jüdischen Gebieten der Stadt, die sich in den kleinen Sektoren unter israelischer Militärkontrolle befinden. Die Projekte „Kennzeichnung der jüdischen Gemeinde in Hebron“ sind die neuesten in einem israelisch-palästinensischen Kulturkrieg über die Identität der Stadt, in der bis zu 200.000 Palästinenser wohnen, aber deren jüdische Geschichte auf biblische Zeiten zurückzuführen ist. Die jüdische Gemeinde in Hebron hat auch Mauerbemalungen auf einige der Steinwälle  auf der Straße gemalt, um damit die jüdische Geschichte der Stadt herauszuheben. Eine solche Mauerbemalung (mural) zeigt Juden in altertümlichen religiösen Kaftans, die auf der Straße spazierengehen.

In ihrer Petition gegen die Zeichen, die vom Komitee für die Erneuerung von Hebrons jüdischer Gemeinde errichtet worden waren, wird von den Rabbies for Human Rights festgehalten: „In einer systematischen, vorsätzlichen Weise reißt das ‚Committee of the Renewal of the Jewish Community of Hebron‘ die palästinensische kulturelle Identität in der Shuhada Street in Hebron herunter und ersetzt sie durch eine Narrative, die für die Stellung ihrer Mitglieder  steht.         Quelle


 

 

Buchbesprechung: Trefft den Hüter der Vergangenheit Palästinas denn die Wahrheit kann nicht für immer begraben bleiben.  - „Nazareth, die überlieferte biblische Stadt, voll von den Geistern der Vergangenheit der Christenheit – oder so ähnlich lautet die Narrative. Ahmad Mrowat, der 6 ½ Fuß große Turm mit freundlichem Aussehen, möchte euch eine andere Seite von der arabischen Hauptstadt (und darüber) zeigen. Mit alten Photographien, Dokumenten und Artifakten, die er als Sammler aufstöbert, malt der 37jährige Archivspezialist langsam ein Bild davon, was zwischen biblischen Zeiten und dem Nakba-Tag geschehen ist – Nakba ist die Bezeichnung für den Exodus von 1948, als nach Angabe einer Mauerbemalung (Mural) an der Stadtgrenze „mehr als 750.000 Palästinenser gezwungen wurden, ihr Heim und ihr Land zu verlassen – durch die zionistischen Streitkräfte“.

„Die Geschichten von denen, die auf diesem Fleckchen verbauter Erde lebten und wie sie vor der Nakba (Arabisch für Katastrophe) lebten, versinkt in Dunkelheit. Das ist weitgehend so, weil die Israelis viel aus den palästinensischen Archiven weggenommen haben, was nach Dr. Rona Seli, der Kuratorin und Forscherin an der Universität von Tel Aviv an Dokumenten über die Geschichte vorhanden war und sie veranlasste zur Herstellung eines neuen Films mit dem Namen „Geplündert und verborgen: Palästinensische Archive in Israel“.  (IDF antwortete auf eine Anfrage per Email um einen Kommentar nicht). Mrowat hat sein ganzes erwachsenes Leben der Vervollständigung und Korrektur dieser Angaben gewidmet – sicher für die rund 12 Millionen Palästinenser, die weltweit leben, aber großteils doch für die Nachkommen.

Um die Bedeutung seiner Arbeit zu verstehen, betrachten Sie dieses: Im Juni hat der israelische Schriftsteller Assaf Voll eine „Geschichte des palästinensischen Volkes“ veröffentlicht: „von der Antike zur Moderne“; diese wurde als kostenloser Download zur Verfügung gestellt und kam auf die virtuellen Bücherborde. Die Tatsache, dass sie sich einen Platz auf der Bestsellerliste von Amazon sicherte, ist umso überraschender, wenn sie betrachten, dass jede der 120 Seiten leer war. Das Buch führte zum Aufruhr und wurde inzwischen von der Seite gestoßen. Ein Artikel in Haaretz, einer israelischen Zeitung, sagte, sein „Autor“ habe der lokalen Radiostation Kol Hai gegenüber erklärt: „Das palästinensische Volk glaubt, es sei ein Volk, und jemand muss ihm die Wahrheit sagen, auch wenn das wehtut.“
Lesen Sie die detaillierte Version in Ozy.com >>>

 

 

Buchbeschreibung - Briefe aus Palästina - Palästinenser berichten von ihrem Leben, ihrem Land und der Macht der Gewaltlosigkeit   -  Viele Bücher behandeln den Israel/Palästina-Konflikt aus der israelischen Perspektive. Wenige jedoch reflektieren den palästinensischen Standpunkt. „Briefe aus Palästina“ bieten einer amerikanischen Hörerschaft die seltene Gelegenheit, aktuellen Menschen aus Palästina zuzuhören, wenn sie beschreiben, was leben in den besetzten Gebieten der Westbank oder in Gaza heißt, oder als PalästinenserIn in den USA aufzuwachsen. Ihre Berichte sind lebendig, treffend, brennend und tragisch, oft aber auch eingefasst in surrealistischen Humor. Wenn sie die Palästinenser in ihrer ganzen Menschlichkeit betrachten, können die amerikanischen LeserInnen über die üblichen Stereotypen hinaussehen.
 

Als Paperback im Handel (US$ 2.77)  und mit Free App zu lesen

Übers.: Gerhilde Merz

Musik, Kinderchöre und Kamele in der Wüste - Vor drei Jahren  tötete ( morden ist verboten, auszusprechen)  Israel zwischen dem 21 und 28. Juli 37 palästinensische Kinder  unter  7 Jahren. - Amira Hass, 1. August 2017

1.Meine Freundin B. lebt in Kobar. Während der vier Jahre des Lebens ihres jungen Sohnes hat sie es fertig gebracht, ihn vor  Berichten über Militär, Tod und Besatzung, Schießen und Gewehren fernzuhalten. Sie und ihr Mann  schufen um ihn ein Insel mit Kinderbüchern und Spielzeug und machten sicher, dass das Fernsehen mit seinen schrecklichen  Bildern in seiner Gegenwart nicht angemacht wurde.


Letzte Woche zwang sich die Realität in ihr Leben. Jeden Tag kamen Armee-Bulldozer, bauten eine Barrieren am Eingang des Ortes immer höher und weiter und vertieften ein Loch  in den Asphalt. Jeden Tag  schaufelten die Bewohner die Erde an den Rand der Barriere, so dass ihre Autos durchfahren können. Und wenn meine Freundin dort mit ihrem Wagen passieren will – und den Sohn neben sich hat, wunderte er sich und fragte, wer diese hohen Erdhaufen gemacht habe. Die Armee, antwortete sie. Er dachte zuerst, sie hätte  „the Jag“ ( die Henne) gesagt und war  sehr verwirrt. Und dann musste sie ihm erklären, was die Armee  ist, wessen Armee dies sei und warum diese gegen jeden, groß oder klein ist


Kommentar1: Wenn B. bis jetzt in der Lage war, ihren Sohn vor dem Lexikon der Gewalt der Siedlungsverteidigungskräfte schützen  konnte, sagt das etwas über die relative  Ruhe  in dem Dorf Kobar aus.  Aber fast eine Woche  von nächtlichen Überfällen mit Dutzenden von Soldaten, die sich zwischen den Häusern bewegten und die Bewohner schlugen, Tränengas und gummiummantelte Metallkugeln herum schossen, erinnerten sie, dass die relative Ruhe eine Täuschung war.


Kommentar 2.: Die Shin Bet-Sicherheitsdienste und die IDF waren das Thema  des übertriebenen Lobs in dieser Woche. Ihr Stand in Bezug auf die Metalldetektoren am Eingang zum Tempelberg bewies tatsächlich, dass sie das allgemeine bild verstehen. In andern Worten: die kollektive Rache-Kampagne, die sie letzte Woche in Kobar durchführten, kam nicht von einem Mangel des Verständnisses oder der Kenntnis, dass die Drangsalierung des ganzen Dorfes und die Verfolgung all seiner Bewohner würde nur  noch mehr  Zorn wecken, auch unter jenen, die gegen  den Angriff  auf die Westbanksiedlung  Halamish sind oder Bedenken haben. Diese kollektive  Rache ist nicht ein Fall eines Schießens aus der Hüfte. Es ist ein Teil des Planes. Teil der logischen Kontrolle. Ihr eskaliert, ihr stachelt an, ihr verhaftet mehr junge Leute, ihr verletzt mehr Kinder, um mehr Gründe zu haben, präventiv zu handeln und zu unterdrücken und den Apparat aufrecht zu erhalten. >>>

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Nachrichten - Berichte

Palestinian journalist Shamsiyya is arrested after filming harassment at a checkpoint in occupied Hebron – Mondoweiss

'I will not be bullied, intimidated threatened over my unshakeable support for Palestinian liberation' -- Linda Sarsour

Youngest Palestinian Detainee to Begin Hunger Strike

Israeli Occupation Forces Attack Peaceful Sit-in Demonstration in Khursa [VIDEO]

Bethlehem Area Villagers Urge Intervention as Israeli Government Prepares to Demolish 14 Homes in Al-Walaja Village

Israeli Soldiers Attack Nonviolent Protesters in Ni’lin

Army Abducts A Child, Injures Several Palestinians Near Jenin

Army Abducts A Child And A Man In Hebron; Colonists And Soldiers Injure Three Palestinians

Halamish settlers raid Kobar village, Israeli forces intervene, injure 1 Palestinian, escorting the fleeing settlers

The war on Israeli BDS supporters

Israel is going to miss Mahmoud Abbas

A cross sectional study of the relationship between the exposure of pregnant women to military attacks in 2014 in Gaza and the load of heavy metal contaminants in the hair of mothers and newborns

The Young Palestinian Men of East Jerusalem Have Nothing to Lose

5. 8. 2017

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Israeli court finds settler homes built on West Bank plots controlled by the Palestinian Authority

‘Disappointed’ AIPAC targets Gillibrand for removing her name from boycott bill

Far-right Israelis vow to change status quo at Jerusalem holy sites

Anklage gegen Netanjahu möglich

 

Korruptionsvorwürfe gegen Netanjahu erhärten sich

Army Abducts A Child, Injures Several Palestinians Near Jenin

Army Abducts A Child And A Man In Hebron; Colonists And Soldiers Injure Three Palestinians

Israel Issues Demolition Orders Against Twenty Homes Near Jerusalem

Army Abducts Two Palestinians In Jerusalem

Army Injures One Palestinian In Bethlehem

Israeli Soldiers Injure One Palestinian, Abduct Another, In Qalandia

The war on Israeli BDS supporters

20,000 take part in annual J'lem pride march

Support for two states keeps dropping

Israel releases at least 3 Palestinian corpses for burial in West Bank

Israeli forces injure 2 Palestinians in Kafr Qaddum clashes, detain activist in Hebron

Israeli forces detain Jerusalemite lawmaker, 2 months after release from prison

“Fuck it, wipe out Gaza,” says spokesman for new EU campaign

A cross sectional study of the relationship between the exposure of pregnant women to military attacks in 2014 in Gaza and the load of heavy metal contaminants in the hair of mothers and newborns

Israeli court finds settler homes built on West Bank plots controlled by the Palestinian Authority

4. 8. 2017


Polizei informiert Gericht über Korruptionsvorwürfe gegen Netanjahu
Israels Premier des Betrugs, der Untreue und Bestechlichkeit verdächtigt – Ex-Stabschef Harov als Kronzeuge

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu gerät durch Korruptionsvorwürfe immer stärker unter Druck. Die Polizei habe dem Gericht mitgeteilt, Netanjahu werde des Betrugs, der Untreue und Bestechlichkeit verdächtigt, berichteten mehrere israelische Medien am Donnerstagabend. Ein Kommentator des TV-Senders Channel 10 sprach von einer "dramatischen Entwicklung".

Gleichzeitig verhängte das Gericht eine Nachrichtensperre über Details zu Verhandlungen der Ermittler mit Netanjahus ehemaligem Stabschef Ari Harov


Israels Premier Netanjahu offiziell unter Korruptionsverdacht
Die Anschuldigungen lauten Betrug, Untreue und Bestechlichkeit.

 

Netanjahus Ehefrau wegen Verdachts der Veruntreuung befragt
Die israelische Polizei hat die Ehefrau von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wegen des Verdachts der Veruntreuung öffentlicher Gelder befragt. Sara Netanjahu sei am Mittwoch zwei Stunden lang vernommen worden, berichtete der israelische Rundfunk. Sie wird verdächtigt, öffentliche Gelder für Zwecke der privaten Haushaltsführung abgezweigt zu haben. - derstandard.at/2000062188039/Netanyahus-Ehefrau-wegen-Verdachts-der-Veruntreuung-befragt

Netanjahu verärgert Palästinenser mit Grundsteinlegung
Gerade waren blutige Unruhen wegen der Tempelberg-Krise abgeebbt. Jetzt legt Netanjahu den Grundstein für ein neues Siedlerviertel im Westjordanland. Die Palästinenser warnen vor „schwerwiegenden Folgen“. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Donnerstag den Grundstein für ein neues Viertel in der israelischen Siedlerstadt Beitar Illit im Westjordanland gelegt. „Wir setzen uns im ganzen Land entschlossen für die Besiedlung ein“, sagte der Vorsitzende der rechtsorientierten Regierungspartei Likud nach Angaben seines Büros. „Es gibt keine Regierung, die mehr für die Besiedlung von Erez Israel unternimmt, als meine Regierung.“ Nach Angaben des israelischen Rundfunks ist der Bau von 1100 neuen Wohnungen für strengreligiöse Juden geplant. Von palästinensischer Seite wurde der Schritt scharf kritisiert.

Der Begriff Erez Israel bezieht sich für gewöhnlich auf das Land der biblischen Verheißung, vom Mittelmeer bis zum Jordan-Fluss. Es schließt die besetzten Palästinensergebiete ein. >>>

 

Israeli forces close entrance to Wadi Fukin for settlement groundbreaking ceremony

Israel backs Palestinians intelligence chief as Abbas successor

Streit um Berichterstattung - Israel plant Gesetz gegen Al Dschasira

Israel’s siege on Palestinian music

Israeli soldiers shot dead 16-year-old Palestinian near Gaza border

Demographic hysteria leaves Jerusalemites by the waysid

Palestinian visitors melt Irish hearts as football finally takes centre-stage

In Israel-centric remarks, Kushner faults Palestinian leaders for inciting violence at 'Temple Mount'

Israel stellt weiteren Abschnitt von neuer Sperranlage um Westjordanland fertig
 

Israeli construction of southern section of Annexation Wall completed

Updated- Israeli Soldiers Abduct Twenty-Two Palestinians In The Occupied West Bank

Israeli Soldiers Abduct Ten Palestinians In Jerusalem

OIC to Ask UN Security Council for Al-Aqsa’s Protection

Palestinian Charged with Death of Jewish-Israeli Girlfriend

Kushner- No Solution to Israeli-Palestinian Conflict
 

Trump’s new pick to solve Israeli-Palestinian conflict pushed moving U.S. embassy to Jerusalem

 

In leaked audio, Jared Kushner calls Israeli measures at Al-Aqsa 'reasonable'

As two-state solution appears less likely, support for it keeps dropping

Demographic hysteria leaves Jerusalemites by the wayside

Hamas to dissolve administrative committee if PA halts all punitive measures in Gaza

BDS ban- Five Jewish, Muslim, and Christian leaders denied entry to Israel for supporting Palestinian human rights

Residents of Israeli-Arab town anxious about proposed land swap

Geopolitical Dirty Dreams- Israel’s ‘Victory Caucus’

Shedding Legal Light on the Gaza Electricity Crisis

Ensconced at New York Times, pro-Israel advocate Bari Weiss smears Sarsour as a ‘hater’

3. 8. 2017

Am Berichten gehindert: Korrespondenten klagen gegen Israels Polizei
Verband kritisiert Beschränkungen bei gewaltsamen Zusammenstößen am Tempelberg

Jared Kushner zum Nahostkonflikt - "Wir wollen keinen Geschichtsunterricht"

Abbas meets with Hamas delegation to discuss national reconciliation

G4S complicit in Israel's attempt to take over al-Aqsa

Jodi Rudoren says Palestinians experience 'apartheid' -- but not in NYT

In Israel-centric remarks, Kushner faults Palestinian leaders for inciting violence at 'Temple Mount'


Abgeordnete verabredeten Duell an der Grenze
Zwischen Israel und Jordanien kriselt es. Zwei Abgeordnete wollten den Streit nun auf ihre Weise klären - und sich auf einer Brücke gegenübertreten. Doch zur erwarteten Prügelei kam es nicht.

PPS- “Army Abducts Nineteen Palestinians In the West Bank”

Israeli Soldiers Abduct Seven Palestinians In Nablus, One In Jerusalem

Israeli Soldiers Abduct Three Palestinians In Bethlehem

Army Abducts Two Palestinians In Rafah, One In Ramallah

Army Confiscates A Garbage Truck Near Nablus

Dear Jewish community, let's stop being scared of the Palestinian flag

Palestinian teen detained after stabbing Israeli man in central Israel

Israeli Supreme Court temporarily halts home demolitions in al-Walaja

Israelis wrongfully accuse Ma’an of producing video advocating for anti-Israeli violence


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