a

Mittwoch, 26. Juli 201715:58  -     facebook     LINKS       ARCHIV      BDS      THEMEN

 

Die bittere Konfrontation mit der Wahrheit - Der Israeli Miko Peled schildert in seinem Buch „Der Sohn des Generals“, wie für ihn das Ideologie-Gebäude des Zionismus langsam zusammenbrach - Arn Strohmeyer

Ich muss gestehen, dass ich mit einem beträchtlichen Misstrauen zu diesem Buch gegriffen habe. Wenn der Sohn eines der prominentesten israelischen Generäle seine eigene und die Geschichte seines Vaters erzählt, (beide überzeugte Zionisten), was kann man da anderes erwarten als ein Hohelied auf den Besatzungs- und Apartheidstaat Israel? Aber bei der Lektüre wird man mehr als angenehm enttäuscht. (...)

Matti Peled gründete mit dem Publizisten Uri Avnery und anderen Linkssozialisten den „Israelischen Rat für den israelisch-palästinensischen Frieden“. Er forderte die eigene Regierung auf (zu einer Zeit also, als dies noch gesetzlich verboten war), mit der PLO Jassir Arafats zu verhandeln, weil diese die legitime Vertreterin des palästinensischen Volkes sei. Er forderte zudem den Rückzug Israels aus den 1967 besetzten Gebieten, wandte  sich gegen die Siedlungspolitik und setzte sich für die Errichtung eines unabhängigen palästinensischen Staates im Westjordanland und im Gazastreifen mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt ein – Forderungen, die auch in der Charta des Rates standen und zur damaligen Zeit äußerst radikal waren.

Matti Peled sagte außerdem voraus, dass die Armee, die er selbst mit aufgebaut hatte, eine brutale Streitmacht ohne Moral  werden würde, wenn ihre Hauptaufgabe darin bestehe, eine ganze Nation zu unterdrücken, von der es klar war, dass sie Widerstand gegen die Besatzung leisten würde. Außerdem machte er sich Sorgen um den Zustand der jüdischen Demokratie, die er als Folge der Besatzung in der Gefahr sah zu korrumpieren – Prophezeiungen, die sich inzwischen erfüllt haben. Matti Peled machte diese Äußerungen als Zionist, der er sein Leben lang blieb, aber er war sich bewusst, dass nur ein gerechter Frieden unter Gleichen Israels Zukunft sichern könne. (...)

In San Diego (USA), wo Miko Peled eine Karateschule betreibt, nimmt er Kontakt zu dort lebenden Palästinensern auf, tritt mit ihnen gemeinsam bei Vortragsveranstaltungen auf, unternimmt Reisen ins Westjordanland und in den Gazastreifen, kommt mit vielen Palästinensern in Kontakt und kann aus allen diesen Begegnungen nur den Schluss ziehen: „Warum dämonisieren wir diese Menschen, warum fürchten wir sie, wo wir sie doch mit offenen Armen begrüßen sollten?“ Er ist überzeugt: Die Palästinenser wollen den Frieden, aber das zionistische Israel will ihn nicht.

Miko Peled lässt damit auch die Positionen seines Vaters weit hinter sich. Er lehnt den Zionismus ab, weil er für ihn identisch ist mit Gewalt, Unterdrückung und Rassismus. Frieden in Palästina kann es – davon ist er überzeugt – nur außerhalb des ideologischen Paradigmas des zionistischen Staates geben. Er macht den zionistischen Siedlerkolonialismus für die offene politische Wunde im Nahen Osten verantwortlich, die hier seit der Ankunft der ersten jüdischen Siedler klafft. Er zitiert den französischen Schriftsteller Franz Fanon, der schrieb: „Der Kolonialismus ist keine Maschine, die des Denkens fähig ist, ein Körper, der Vernunft besitzt. Er ist nackte Gewalt und gibt nur auf, wenn er mit einer noch größeren Gewalt konfrontiert ist.“


Deshalb nennt Miko Peled das ausführende Organ dieser Gewalt, die israelische Armee, eine „Schande“ und eine „Terrororganisation“, fordert die jungen Israelis zur Wehrdienstverweigerung auf, wirft Israel vor, aus dem Gazastreifen ein riesiges Gefängnis, ja ein „Konzentrationslager“ gemacht zu haben. Die ständigen brutalen Angriffe gegen den Gazastreifen sieht er als Fortsetzung des permanenten Krieges gegen die Palästinenser >>>

Belastete Beziehungen - Israelischer Wachmann kehrt aus Jordanien zurück - (...) Nach Angaben des israelischen Außenministeriums hatte ein jordanischer Arbeiter den Wachmann am Sonntag in einer Wohnanlage neben der Botschaft mit einem Schraubenzieher angegriffen und verletzt. Der Israeli habe den Angreifer zur Selbstverteidigung daraufhin erschossen und dabei versehentlich auch den unbeteiligten jordanischen Vermieter tödlich verletzt. >>>

Dr. med. Nizar Hijjeh, Leiter der Kinderherzchirurgischen Abteilung am Al Makassed Hospital in Ostjerusalem: „Ich gebe die Hoffnung nie auf“ - Korzilius, Heike - Nizar Hijjeh arbeitet zäh daran, am Al Makassed Hospital eine Kinderherzchirurgie nach deutschem Vorbild zu etablieren. Er verzichtet persönlich auf vieles, weil die Kinder ihn brauchen.

Von irgendwo erklingt leise klassische Musik. Ein Kind weint. Im Halbdunkel schaut Dr. med. Nizar Hijjeh (50) sichtlich stolz auf das, was in den vergangenen vier Jahren unter seiner Leitung entstanden ist: eine hochmoderne Intensivstation mit zehn Betten im palästinensischen Teil von Jerusalem, wo Kinder nach einer Herzoperation betreut werden können. „Wir operieren hier das gesamte Spektrum“, sagt Hijjeh, der in Marburg studiert hat und einen deutschen und einen palästinensischen Pass besitzt. Seit knapp einem Jahr sei es möglich, Kinder an die Herz-Lungen-Maschine anzuschließen. Ende 2017 sollen erstmals Kunstherzen eingesetzt werden. „Wir arbeiten hier nach deutschen Qualitätsstandards“, sagt der Kinderherzchirurg.

Noch kein Nachfolger in Sicht

Das Al Makassed Hospital ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung mit 250 Betten. Neben dem Augusta Victoria Hospital, das vor allem onkologische Patienten versorgt, ist Al Makassed zentrale Anlaufstelle für palästinensische Patienten aus Ostjerusalem sowie aus Gaza und dem Westjordanland, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung in ihrer Heimatregion nicht mehr behandelt werden können. Hijjeh hat sich für die >>>

Israelischer Minister sagt, die Palästinenser selbst würden eine 'dritte Nakba' über sich bringen - Jonathan Ofir - 24.07.2017 - "Wir steuern nicht auf eine dritte Intifada zu, wir steuern auf eine dritte Nakba zu", sagte der israelische Minister für regionale Kooperation Tzachi Hanegbi von der Likudpartei, am Samstag auf TV-Kanal 2 und benutzte das arabische Wort für Katastrophe, das sich auch auf die Vertreibung und Enteignung des palästinensischen Volkes durch Israel bezieht, die mit der Staatsgründung 1948 (und bereits vorher, Ü.) begann.

"Das hier ist wie der Beginn einer Nakba", sagte er. "Ich bete, dass sie nicht eine dritte Nakba über sich bringen."


"Sie werden die Kontrolle verlieren. Die ganze Situation wird sich außer Kontrolle hochschaukeln, und das Endresultat wir ihr Elend sein und eine dritte Nakba, was ich ihnen ausdrücklich nicht wünsche."


Während das zum Schluss angefügte Mitgefühl manche Menschen trösten mag, für viele andere, insbesondere Palästinenser, kommen seine Erklärungen der Androhung eines Genozids gleich. Dass die Palästinenser dies "über sich selbst bringen", vermutlich um die Verantwortung Israels für eine solche genozidale Aktion abzumildern, bietet seinen potentiellen Opfern nicht viel Trost.


Das ist keine neue Idee im israelischen Diskurs. Es ist interessant, Hanegbis Worte mit ähnlichen Statements des israelischen Historikers Benny Morris zu vergleichen, der ein selbsternannter "Linker" ist. In einem Interview mit Ari Shavit 2004 in Ha'aretz mit dem Titel: "Survival of the fittest", beklagt Morris, dass Ben-Gurion 1948 "den Job nicht zuende gebracht" hat.


"Wenn er sich schon auf die Vertreibung eingelassen hatte, hätte er einen ganzen Job machen können. Ich weiss, das das den Arabern, den Liberalen und den politisch korrekten Typen die Sprache verschlägt. Aber meine Meinung ist, dass dieser Platz ruhiger wäre und weniger Leiden sehen würde, wenn die Angelegenheit ein für alle Mal erledigt worden wäre. Hätte Ben-Gurion eine umfangreiche Vertreibung durchgeführt und das ganze Land gesäubert – das ganze Land Israel, bis zum Jordan-Fluss. Es wird sich herausstellen, dass das ein fataler Fehler von ihm war. Hätte er eine vollständige Vertreibung durchgeführt, hätte er den Staat Israel auf Generationen stabilisiert." 


Allerdings ist sich Morris bewußt, dass ein solches Vorgehen unter normalen Umständen problematisch sein kann. Trotzdem sagt er:
"Ich bin bereit Ihnen zu sagen, dass ich unter anderen Umständen, unter apokalytischen Umständen, die in fünf oder zehn Jahren da sein können, Vertreibungen sehen (erkennen) kann. Wenn wir feststellen, dass wir von Atomwaffen umgeben sind oder es einen großen arabischen Angriff gegen uns gibt und die Situation eines Krieg mit Arabern, die aus dem Hinterhalt auf Konvoys schießen, die auf dem Weg zur Front sind, dann sind Vertreibungshandlungen völlig gerechtfertigt. Sie können sogar unbedingt erforderlich sein."


Beachten Sie, dass Morris sich nicht nur auf "Transfer und Vertreibung" der Araber aus der Westbank und aus Gaza bezieht, sondern auch "vielleicht sogar aus Galiläa und dem Dreieck" (zum "Dreieck" gehören mehrere palästinensische Ortschaften an und nahe der Waffenstillstandslinie von 1949, im zentralen und im Haifa-Distrikt.) >>>

Ist Michael Wolffsohn senil? - Abraham Melzer - 25. 7. 2017 -  Die Frage ist nicht unberechtigt, wenn man seinen letzten Beitrag vom 6.7.2017 in der Jüdischen Allgemeine liest (...)

Es liegt an Merkel, Steinmeier und Gabriel, dass es zwischen ihnen und Trump, May, Orban, Kaczyński, Erdogan und, versteht sich, Netanjahu kriselt und kracht.Die soeben erwähnten sind ja unschuldige Schafe in den Augen Wolffsohns, während die deutschen Politiker die Wölfe sind, die die Zähne fletschen und zubeißen möchten. Trump, ein lupenreiner Demokrat; May, eine „gewählte“ Volksvertreterin; Orban, von der Mehrheit der Ungarn gewollt; Erdogan, ein Demokrat wie er im Buche steht; und Netanjahu, ein Volksheld und moralisch über alles erhaben. Wenn man es so betrachtet, dann wurde ja Hitler auch demokratisch gewählt, und zwar von der Mehrheit der Deutschen. Wolffsohn wirft nun der deutschen Politik vor, sie wolle diese erhabenen und über jeden Zweifel integren Politiker „in die Pfanne hauen“. Nein, sie müssen nicht in die Pfanne gehauen werden, aber doch hin und wieder an demokratische Spielregeln erinnert werden, Netanjahu ganz besonders.

Erst vor wenigen Tagen besuchte er seinen Kollegen Victor Orban, der verdächtigt wird, ein Antisemit zu sein, in Budapest. Aber da Orban Rechtsaußen steht ist er Netanjahu genehm, obwohl die jüdische Gemeinde in Ungarn vor Zorn und Wut gekocht hat. Einige Tage vor diesem Treffen nahm Orban teil an einer Gedenkfeier für den Admiral Miklosz Horty, der immerhin im Zweiten Weltkrieg mit den Nazis kollaboriert hat und dafür sorgte, dass hunderttausende von Juden den Nazis ausgeliefert wurden. Wie konnte Orban diesen Kriegsverbrecher loben, am Abend des Besuches des Ministerpräsidenten des Juden-Staates? Und wie konnte Netanjahu das ignorieren?

Der eitle und arrogante Besserwisser Wolffsohn erwähnt hämisch und vollkommen deplatziert, dass Deutschland angeblich neue, alternative Partner sucht: China, Indien, Mexiko, Argentinien und Iran, „der sich anschickt, Israel und die gemäßigten arabischen Staaten direkt und indirekt militärisch zu umzingeln.“ Dabei wird doch der Iran, und das sollte ein Bundeswehrprofessor wissen, selbst umzingelt von den USA und ihren Verbündeten. Und Wolffsohn erlaubt sich noch ein Urteil über die „demokratischen und menschlichen Qualitäten dieser o.g. Staaten. Ist etwa Israel „demokratisch und menschlich“ über jeden Zweifel erhaben? Da gibt es aber sehr viele >>>



Quelle facebook - zum Vergrößern auf das Bild klicken
 

Die Angst der Juden vor den Judenfreunden - Eine jüdische Buchhandlung in Berlin muss unter dem Druck von Linken schließen. Die linke Israelverehrung verkehrt sich so in ihr Gegenteil. - Kommentar von Armin Langer - 25. Juli 2017 - Ein paar Dutzend Menschen, einige von ihnen schwarz gekleidet, nehmen auf winzigen, unbequemen Hockern in einer Neuköllner Buchhandlung Platz. Die uralte jüdische Schiwa-Tradition besagt, dass Trauernde niedrig sitzen sollen. Schon der Prophet Hiob trauerte auf diese Art.

Die meisten Besucher im Raum sind israelische Wahlberliner. Sie sind vor einigen Jahren in die deutsche Hauptstadt gezogen und haben ihren Frieden mit Deutschland geschlossen. Einige verließen ihre Heimat aus politischen Gründen und deshalb, weil sie ihre Hoffnung an eine offene israelische Gesellschaft verloren haben. Einige sind aus finanziellen Gründen nach Berlin gekommen: In Israel hat sich herumgesprochen, dass ein Becher Schokopudding in Berliner Discountern nur 19 Cent kostet. In Israel kosten Lebensmittel das Vielfache.

Nun starren sich diese Israelis fassungslos auf deutschem Boden an, denn ihre von zwei Israelis betriebene Lieblingsbuchhandlung muss wegen Drohungen schließen. >>>

Obliterated Families
Animation - Die Geschichten von Familien, deren Leben während der israelischen Offensive auf den Gazastreifen im Jahr 2014 zerstört wurden
 

Every Israeli Should Read the Palestinian Assailant’s Last Will and Testament - No one dared ask why Omar al-Abed, a 20-year-old with dreams and aspirations, bought a knife and set out to kill - Gideon Levy - 23. 7. 2017 -Every decent Israeli should read Omar al-Abed’s last testament. The real betrayal is not to read his last words. The real betrayal is to think that metal detectors and targeted killings, more detentions and home demolitions, torture and disinheritance could prevent the numerous attacks that are yet to come. The real betrayal is to bury your head in the sand.

Without denying the horror of his terrible deed, every Israeli must pay attention to Abed’s words and draw the unavoidable conclusions. The entire West Bank, and the Gaza Strip too, of course, will turn into Omar al-Abed, there’s no telling when. Anyone who thinks it could be otherwise should look to history. This is what occupation and resistance to it look like: massive, pointless bloodshed.

“These are my last words,” wrote the young man from the West Bank village of Kobar before setting out to kill settlers in the adjacent settlement of Halamish. “I am young, not yet 20. I had many dreams and aspirations, but what kind of life is this, with our women and youths murdered without justification?”

What could we have told Abed? That their women and youths were not being murdered without justification? Abed lived in a beautiful village, in a reality that could not be uglier. His neighbor Nael Barghouti, for example, who was released from an Israeli prison after serving 33 years for murdering a bus driver, was returned to prison — in an act of terrible arbitrariness — ostensibly for violating the terms of his parole. Another neighbor, naturally, is Marwan Barghouti, who in a more just and less stupid world would have long been free ago to lead his nation.

Abed set out to kill settlers because “they desecrate the Al-Aqsa mosque and we sleep,” because “it’s a disgrace that we sit by idly.” As Israeli Border Police officers conducted a sickening search for corpses in the morgue of East Jerusalem’s Makassed Hospital, Abed planned his bloody deed. As his peers in Jerusalem tried to rescue the bleeding body of their friend, lest Israel abduct it, as is its wont, he was unable to remain silent >>>

Playing with fire: Israel’s sweeping disregard for the wellbeing and security of East Jerusalem residents has led to four fatalities and dozens of injuries, and disrupted the lives of tens of thousands of residents - B`tselem press release - The harsh measures following the 14 July killing of two Border Police officers by three Israeli citizens led to harsh consequences: four Palestinians were killed and over one hundred demonstrators were injured by police. A few hours after the incidents of 21 July in Jerusalem, a Palestinian perpetrated a stabbing attack in the settlement of Halamish, killing three Israeli civilians and injuring another >>>

ZOA Calls on Trump to Fire Tillerson Over `anti-Israel` Global Terrorism Report - Amir Tibon - Right-wing supporters of Israel have expressed outrage at two specific parts of the report: A reference to Israeli settlements and “a lack of hope” among Palestinians as factors contributing to Palestinian terrorism; and a subsequent paragraph stating that the PA only rarely encourages violence against Israelis and is a trusted partner in fighting terrorism in the West Bank. Similar conclusions also appeared in last year`s State Department terrorism report, which drew much less criticism. ZOA President Mort Klein, whose right-wing organization strongly supported Trump`s 2016 election bid, told Haaretz: “When Obama was in the White House you almost expected the State Department to put out anti-Israel reports like this one. I didn’t think they would have the chutzpah to do it under Trump.” >>>

Everything you need to know about tensions at Jerusalem's holiest site - Over the last week a series of escalating events on the Temple Mount/Haram al-Sharif has threatened peace and security at the holy site and for Jerusalem as a whole. Ir Amim have created the following primer to help make sense of these rapidly spiraling events and to raise the call for a swift, agreed resolution of the current conflict. -  Ir Amim >>>

25. 7. 2017

Drei Palästinenser bei Zusammenstößen auf dem Gelände der Al Aqsa-Moschee getötet - 21.07.2017 - Drei Palästinenser wurden am Freitag während den großen Demonstrationen in Ost-Jerusalem getötet, mit denen gegen die neuen israelischen Sicherheitsmaßnahmen auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee nach den tödlichen Attentaten von letzter Woche protestiert wurde. 

Israelische (Besatzungs)Kräfte haben den Protest in Ost-Jerusalem sowie Solidaritätsmärsche in der Westbank und im Gazastreifen mit Gewalt unterdrückt; das Palästinensische Rote Kreuz berichtete Ma'an, dass am Freitag in Ost-Jerusalem und der Westbank mindestens 390 Palästinenser verletzt worden sind.

Laut der Dokumentation von Ma'an sind in diesem Jahr bisher 49 Palästinenser getötet worden, 14 von ihnen allein im Juli.  

Palästinenser in Ras al-Amud von Siedler getötet: Wie medizinische Quellen Ma'an berichteten, wurde einem palästinensischen Jugendlichen, dem 18-j. Muhammad Mahmoud Sharaf aus Silwan, von einem Siedler in den Nacken geschossen, er erlag wenig später seinen Verletzungen. Kurz zuvor zirkulierten in sozialen Medien Fotos von Siedlern, die auf den Dächern der Altstadt standen und auf palästinensische Demonstranten zielten. Gleich nach seinem Tod, wurde Sharaf begraben aus Angst, die israelischen Behörden könnten seine Leiche beschlagnahmen. 

Ein weiterer Palästinenser, Muhammad Abu Ghanam, ein 20-j. Student der Universität von Bir Zeit, wurde von der israelischen Polizei im Jerusalemer Stadtteil at-Tur angeschossen und erlag im Makassed-Hospital seinen Verletzungen. Zeugen berichteten, dass israelische Besatzungskräfte das Krankenhaus am Freitag nachmittag stürmten, um Palästinenser festzunehmen, die während der Zusammenstöße verletzt worden waren. Abu Ghanams Körper wurde von Palästinensern über die Mauer des Krankenhausgeländes befördert, damit er nicht von den Besatzungskräften beschlagnahmt würde. Die israelischen Behörden beschlagnahmen für gewöhnlich die Überreste getöteter Palästinenser und verhindern, dass ihre Familien sie begraben; sie behalten sie als Faustpfand für Verhandlungen. Während des Begräbnisses in At-Tur feuerten israelische Besatzungskräfte Blendgranaten (sound bombs) auf den Friedhof.

Bei einer Demonstration in Abu Dis im Jerusalemer Distrikt wurde dem 17-j. Muhammad Mahmoud Khalaf (oder Lafi) von israelischen (Besatzungs)Kräften in die Brust geschossen; er starb laut dem palästinensischen Gesundheitsministerium am Freitag nachmittag in Ramallah. Khalaf hatte erst vor kurzem sein Highschool-Schlussexamen, das tawjihi, abgelegt.           Quelle     Übersetzung/gekürzt: K. Nebauer  


 

VIDEO - Abu Ghanams Körper wurde von Palästinensern über die Mauer des Krankenhausgeländes befördert, damit er nicht von den Besatzungskräften beschlagnahmt würde.


 

 




Politologe aus Palästina über Tempelberg - „Israel verschärft die Situation“ - Zakaria Odeh betont die symbolische Bedeutung des Tempelbergs. Und erklärt, warum die Saudis und Ägypter in der aktuellen Krise so zurückhaltend sind.

taz: Herr Odeh, Präsident Mahmud Abbas hat die Sicherheitskooperation mit Israel aufgekündigt. Was bedeutet das?
- Zakaria Odeh: Was er genau gesagt hat, ist, dass im Moment die Kommunikation gestoppt wird. Es soll keine Treffen mehr geben und keine telefonischen Absprachen. Niemand weiß genau, ob das die Sicherheitskoordination umfasst. Es sind derzeit heftige Debatten darüber im Gange. Die meisten Palästinenser sind dafür, die Sicherheitskooperation mit Israel einzustellen, denn trotz der Zusammenarbeit setzt Israel die Gewalt gegen die Palästinenser fort und schafft in den besetzten Gebieten ständig neue Tatsachen.

Besteht die Gefahr, dass die Fatah-nahen Al-Aksa-Brigaden zum bewaffneten Widerstand zurückkehren werden? - Die Aufkündigung der bisherigen Zusammenarbeit muss nicht unbedingt zu neuer Gewalt führen. Wer die Situation im Moment verschärft, ist nicht die palästinensische Führung sondern Israel mit den einseitigen Maßnahmen an der Al-Aksa-Moschee. Die Israelis denken, dass sie mit Metalldetektoren mehr Sicherheit erreichen, aber das Gegenteil ist der Fall. >>>

 

 



Jerusalemer Krankenhaus ruft internationale Gruppen auf die 'Stürmung' des Krankenhauses zu stoppen
- 23.07.2017 - Am Freitag brachten Palästinenser den Körper eines jungen Mannes in einem blutigen Leintuch über die Mauer eines Jerusalemer Krankenhauses, nachdem er für tot erklärt worden war, damit er nicht von israelischen Sicherheitskräften beschlagnahmt würde. Israelische Kräfte haben es sich zur Praxis gemacht das Krankenhaus, das in besetztem Gebiet liegt, zu besetzen. Vor fünf Tagen veröffentlichte das Al-Makassed Islamic Charity Society Hosptal in Ost-Jerusalem einen Appell an die Welt: "Makassed appelliert an internationale Organisationen sofort zu intervenieren, um dem Krankenhaus Schutz zu bieten, nachdem es von israelischen Besatzungskräften gestürmt worden ist."

 Jerusalem_18.07.2017: Die Verwaltung des Makassed Islamic Charity Society Hospital appelliert dringend an alle internationalen Institutionen und humanitären Organisationen, um das Krankenhaus zu schützen, nachdem es seit gestern ständig von israelischen Besatzungskräften durchsucht wird. Eine verstärkte Einheit der israelischen Besatzungspolizei und Wachleuten durchstreift noch immer die Korridore des Hospitals, um verletzte Palästinenser zu suchen, die in die Intensivstation des Hospitals aufgenommen wurden. Die Verwaltung erklärt in ihrem Appell, dass die israelischen Besatzungskräfte seit gestern abend das Krankenhaus umstellen, während mehrere Soldaten vor der Intensivstation der Chriurgie stehen und die Arbeit des medizinischen Personals des Krankenhauses behindern und dazu noch Freunde von Patienten daran hindern das Krankenhaus zu betreten sowie die Personalausweise und Genehmigungen des Personals und von Besuchern des Krankenhauses kontrollieren.

Die Verwaltung des Makassed Hospitals betont, dass die Einschüchterung von Patienten und ihrer Freunde sowie des medizinischen Personals durch die Besatzungskräfte eine schwerwiegende und flagrante Verletzung des internationalen humanitären Rechts und von Konventionen einschließlich der Vierten Genfer Konvention darstellt und ruft alle internationalen und Menschenrechts-Organisationen auf, dringend zum Schutz der Ostjerusalemer Krankenhäuser und der Verwundeten zu intervenieren.

Die Krankenhausverwaltung hat auch begonnen mit dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammenzuarbeiten, damit sie rasch und unverzüglich intervenieren und das Chaos, das die israelischen Besatzungskräfte innerhalb des Krankenhausgeländes und in den Räumlichkeiten verursacht haben, beenden.   Quelle        Übersetzung: K. Nebauer 

Israel ist ein Apartheidstaat. - Völkerrecht Ein Meilenstein-UN-Bericht verurteilte die israelische Besatzung Palästinas als „Apartheid" – und wurde dann kassiert. Die Realität vor Ort spricht eine klare Sprache. - Jakob Reimann - Israel ist des internationalen Verbrechens der Apartheid schuldig,“ mit diesen Worten stellte Richard Falk vergangene Woche einen frisch erschienenen UN-Bericht vor, während seine Kollegin Virginia Tilley klarstellt: „Wir reden nicht länger vom Risiko der Apartheid, sondern von der Anwendung von Apartheid.“

Ein folgenschwerer Bericht
- Die beiden international renommierten US-Wissenschaftler leiteten für die UN-Organisation „Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien“ (ESCWA) die Untersuchung über die Behandlung der Palästinenser durch Israel, die zu dem Schluss kommt: „Fern jedes vernünftigen Zweifels, belegen die Beweise, dass Israel schuldig ist, ein Apartheidregime gegen das palästinensische Volk errichtet zu haben.“ Der Bericht räumt ein, dass es jedoch eines ordentlichen internationalen Gerichtsverfahrens bedarf, um diesen Schlussfolgerungen die nötige Autorität zu verleihen und regt daher an, UN-Gerichte sollten diese Aufgabe übernehmen. In all seiner Brisanz ist der Bericht ein historischer Meilenstein, denn es ist das erste Mal, dass eine UN-Organisation die permanenten Verbrechen Israels als „Apartheid“ bezeichnet.

Die Reaktionen und Diffamierungen der üblichen Verdächtigen waren so plump wie vorhersehbar. So sagte, der israelische UN-Botschafter Danny Danon der Bericht sei „ekelhaft und eine unverschämte Lüge,“ die US-Regierung war „schockiert,“ und das israelische Außenministerium verglich den Bericht mit Der Stürmer >>>

 

 

 

 

 

#########
Kostenlos  ist nicht  Kostenfrei
 
Sponsern Sie
"Das Palästina Portal"

Nachrichten - Berichte

Öffentliche Sitzung des Weltsicherheitsrats über Israel-Palästina-Konflikt
 

Muslime wollen Tempelberg weiter boykottieren
 


Everything you need to know about tensions at Jerusalem's holiest site

 

Israeli government removes metal detectors; installs cameras at al-Aqsa Mosque entrance

 

The slow killing of Jerusalem

 

These are the Israeli leaders who want to destroy al-Aqsa



'The metal detectors are just the first step': Palestinians say the Israeli takeover of Al Aqsa is a red line that can't be crossed

 

The Story Behind the Jerusalem Attack- How Trump and Netanyahu Pushed Palestinians to A Corner

Is Abbas serious about freezing security coordination with Israel

Arab List MK: Israeli authorities install additional cameras around al-Aqsa amid ongoing unrest against new security measures

BDS ban: Five Jewish, Muslim, and Christian leaders denied entry to Israel for supporting Palestinian human rights

Netanyahu has no vision for peace, Gillibrand says at town hall aroused by boycott bill

Boteach likens Jews pushing for Palestinian state to Jews who helped Nazis

Israeli forces invade Khan Younis, fire shells

PPS- “Israeli Army Abducts 24 Palestinians in The West Bank”

Israeli Troops Abduct Three Palestinians In Hebron

Army Injures Two Palestinians, Abducts Two, In Nablus, And One in Jenin

Israeli Soldiers Abduct Four Palestinians In Ramallah

Army Abducts Six Palestinians In Bethlehem

Even in death, Palestinians aren't granted their freedom

Calling Bibi's bluff- Israel depends on a liberal, open Europe

A cinematic rejection of Gaza's isolation

More demolition of Bedouin homes and draconean verdicts four years after a protest

25. 7. 2017

Israel stoppt Einsatz von Metalldetektoren am Tempelberg
 

Nahost: Israel stoppt Einsatz von Metalldetektoren am Tempelberg


Als die Entscheidung des Sicherheitskabinetts bekannt wurde, versammelten sich spontan einige hundert Palästinenser zu einer Freudenkundgebung an einem Zugang zum Tempelberg. Als ein Demonstrant ein Feuerwerk abbrannte, setzte die israelische Polizei Blendgranaten ein, um die Menge zu vertreiben.


Tote bei Schüssen in israelischer Botschaft in Jordanien
 

Nach tödlichem Zwischenfall: Israel: Nun auch Ärger mit Jordanien - heute-Nachrichten


Anschlag in Jordanien macht Tempelberg-Krise noch brisanter


Army Injures 21 Palestinians Near Al-Aqsa Mosque, In Jerusalem


Israeli minister says Palestinians are bringing a ‘third Nakba’ upon themselves
 

Israeli Cabinet Convenes to Discuss Al-Aqsa Gates
 

Israel ‘Willing to Consider’ Alternatives to Metal Detectors in Jerusalem


The long and under-reported history of Judeo-Christian terror around Al-Aqsa


Palestinians haul university student’s body over hospital walls to keep Israelis from confiscating it
 

The Story Behind the Jerusalem Attack- How Trump and Netanyahu Pushed Palestinians to A Corner


Israeli minister says Palestinians are bringing a 'third Nakba' upon themselves

Israeli Army Bombards Central Gaza

Palestinians haul university student's body over hospital walls to keep Israelis from confiscating it

Krisensitzung des UNO-Sicherheitsrates

Army Seriously Injures A Young Man In Hizma

VIDEO- Major Clashes in Hebron as Thousands Take to the Streets

Army Abducts A Mother And Her Son In Nablus

Israeli Soldiers Abduct Seven Palestinians In Bethlehem And Jerusalem

Settlers Terrorize Jenin Village Families

UK Banks Profit from Israeli Crimes against Palestinians

Israeli Soldiers Abduct An Elderly Palestinian Author In Hebron

Many Palestinians Suffer The Effects Of Teargas Inhalation Naer Bethlehem

Netanyahu has no vision for peace, Gillibrand says at town hall aroused by boycott bill

24. 7. 2017

PA and Hamas both call for national unity over Al-Aqsa, on their own terms



Neue Kameras könnten Detektoren ersetzen
Mittlerweile installierte Israel neue Sicherheitskameras am Tempelberg, die die Metalldetektoren eventuell ersetzen könnten. Bislang lehnen die Palästinenser allerdings beide Maßnahmen strikt ab. Israels Regierung und die Palästinenserführung berieten sich jeweils über das weitere Vorgehen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte an, das Haus des Attentäters vom Westjordanland werde abgerissen.


 

Six things that must be said about the violence in Jerusalem and West Bank

 

Why the metal detectors at Al-Aqsa are such a big deal

 

Palestinian activists banned from entering Jerusalem and using social media

Irish president meets leader of anti-Israel boycott movement

Israel protests after Michael Higgins shakes hands with Omar Barghouti at trade union conference and praises organizers for inviting him

The Spirit of '68 Lives On: Zionism as racism, and the network of lies

Amid fuel crisis, Gaza’s swimmers find themselves covered in sewage

Israeli Soldiers Abduct Twelve Palestinians In Jenin, Qalqilia And Bethlehem

U.N. Official in Gaza Seized by Israeli Occupation Forces

Israeli Forces Abduct Palestinian Girl from Hebron-area Village Entrance

Israeli Soldiers Abduct Two Palestinians, Including A Legislator, In Salfit And Tubas

Journalists Syndicate, Ministry of Information Protest Israeli Treatment of Palestinian Journalists

23. 7. 2017

Lage in Israel spitzt sich zu: Oberrabbiner ruft dazu auf, Terroristen zu töten
 

Three settlers stabbed to death and three Palestinians shot dead in turmoil over security measures at al-Aqsa mosque compound (Updated)


Why the metal detectors at Al-Aqsa are such a big deal
The IDF warned against them. The Shin Bet urged they be removed. And yet the government refused to take down the metal detectors at the entrance to one of Islam's holiest sites

 

Several Palestinians shot dead in Jerusalem clashes

Nahost-Konflikt - Krisensitzung des UNO-Sicherheitsrates

IDF to demolish home of teen terrorist who called for more violence before attack

Amid fuel crisis, Gaza’s swimmers find themselves covered in sewage

Israeli Soldiers Kill A Palestinian Near Jerusalem

Palestinian Teen Killed By Explosive Device Dropped By Israeli Soldiers During Training

Settlements to Cut Off Ramallah from Jerusalem

Dozens Hold The Weekly Nonviolent Procession In Bil’in

Army Injures Eleven Palestinians In Beit Ummar, Abduct One

PA information ministry denounces Israel's targeting of journalists at protests

Palestinians haul university student’s body over hospital walls to keep Israelis from confiscating it


Mehr  im CHRONOLOGISCHEM Archiv >>>
 

Kontakt  |  Impressum  | Haftungsausschluss  |  Arendt Art  |  Nach oben  |  facebook | Das Palästina Portal gibt es seit dem 10.4.2002

 

 

 

 

 

Zurück | Weiter