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Sonntag, 16. Juli 201715:45  -     facebook     LINKS       ARCHIV      BDS      THEMEN

 

Es gibt nichts Antisemitisches in der Entscheidung der UNESCO über Hebron - Orly Noy - 09.07.2017 - Die israelischen Politiker wollen im Grunde die Welt davon überzeugen, dass jeder ein Antisemit ist, der Palästina anerkennt.

Der Beschluss der UNESCO das Grab der Patriarchen/das Ibrahimi-Grab als palästinensisches Weltkulturerbe anzuerkennen, hat wie erwartet zu reflexartigem Geschrei der israelischer Politiker über den Antisemitismus (des Beschlusses) geführt. Und nicht nur bei den rechtsstehenden Politikern. Sogar Merav Michaeli von der Arbeitspartei, die für ihre gemäßigten Ansichten bekannt ist, nannte den Beschluss "geisteskrank".

Ich frage mich, wie viele dieser Politiker sich die Mühe gemacht haben, den Beschluss zu lesen, bevor sie zu Twitter gerannt sind, um ihn als Müll zu anzutun. Anders als Israel es darstellen will, äußert sich die UNESCO nicht zu religiösen Aspekten von Weltkulturerbestätten, oder wem sie in religiöser Hinsicht gehören oder nicht. UNESCO ist nicht das israelische Rabbinat.

Die UNESCO befasst sich mit zwei Fragen: ist eine Stätte es wert in die Liste der Weltkulturerbestätten aufgenommen zu werden, und in welcher Nation liegt sie.

So wie Yonathan Mizrahi letzte Woche schrieb, haben die Palästinenser, seit die UNESCO Palästina 2011 als Staat anerkennt hat, die Möglichkeit Vorschläge für die Aufnahme in die Liste der Weltkulturerbestätten zu machen. Dass das Grab der Patriarchen in diese Liste aufgenommen werden sollte, ist unbestritten. Nicht einmal Israel bestreitet das.

Was die UNESCO festgestellt hat, ist aber, dass das Grab der Patriarchen in Palästina liegt. Das ist alles! In keiner Weise leugnet der Beschluss die jüdische Verbindung zu Hebron oder zum Grab der Patriarchen – im Gegenteil. Tatsächlich verwendet sie jedes Mal, wenn es zu einem Beschluss über Hebron kommt, den hebräischen Namen der Stadt vor ihrem arabischen (Al-Khalil) und anerkennt die Tatsache, dass die Stadt dem Judentum, der Christenheit und dem Islam als heilig gilt. Der palästinensische Beschluss stellt diese Tatsache ganz klar fest.

Man kann sagen, der Beschluss stehe im Widerspruch zur israelischen Politik, aber es ist dumm ihn anti-jüdisch zu nennen. Die Überschneidung von anti-israelisch und antisemitisch existiert nur in der manipulativen Demagogie Israels. Das Grab von Ester und Mordechai in Hamadan im Iran wird von den iranischen Behörden als jüdische Stätte anerkannt, aber niemandem würde einfallen es eine israelische Stätte zu nennen. Genau so wie die Kirche der Brotvermehrung in Nordisrael zwar eine christliche Stätte ist, aber in Israel liegt, und deshalb eine israelische Stätte ist.

Wenn Netanyahu und Bennet behaupten wollen, dass jeder, der Palästina anerkennt, ein Antisemit ist, dann ist das eine ganz andere Sache!        Quelle - Übersetzung: K. Nebauer

 

Dissidenten wie ich hängen von Mondoweiss ab:  ein Israeli beschreibt die herausfordernde Apartheid von innen: sie fürchten die Wahrheit - Ofer Neiman - Hier ist ein Lichtschimmer von Leben von innerhalb der israelischen  Gesellschaft – eine Kultur, die keinen Dissidenten duldet. Vor ein paar Jahren hatte ich einen Kurs an einem Ingenieur-Kolleg im zentralen Israel. Der Inhalt  war völlig  technisch,  also kam natürlich nichts Politisches zur Sprache. Doch in einer Woche bemerkte ich , dass sehr wenig  Studenten kamen. Und einer, der kam , trug ein Militär-Beret zur Schau – das war ungewöhnlich für einen, der keine Uniform trug.

Dann kam gar keiner mehr. Und als mein Studenten-Feedback am Ende des Trimesters kam, war ein Student so kühn und schrieb mir: „Dieser Kerl  ist gegen Israel – also hörte ich auf, an seinem Unterricht teilzunehmen. Mir wurde klar, dass die Studenten wahrscheinlich  über Facebook-Seiten über mich erfuhren , wo Fotos von „Verrätern“ zu sehen waren.  Die Abwesenheit der Studenten und das IDF-Beret sandten mir eine Botschaft: wenn ich mich nicht der rechts-extremen Ideologie anschließen will, kann ich kein Teil  der israelischen Gesellschaft sein.


Die Art von Ächtung ist für israelische Bürger üblich, denen klar  wird, dass unser Regime Kolonisierung, Apartheid und sogar schleichenden Völkermord (Gaza) begeht. Und der Sinn meiner völligen Isolierung ist der Grund, warum ich schreibe, um darum zu bitten Mondoweiss zu unterstützen.


Das Anti-Apartheid-Camp in Israel ist einfach zu klein. Deshalb benötigen wir verzweifelt Verbindung  mit der Außenwelt. Und für die, die Gerechtigkeit und volle Gleichheit  in Palästina-Israel suchen, ermächtigt Mondoweiss über Information, Kommentare und Aktionswarnungen.


In den letzten Jahren wurden die israelischen Mainstream-Medien immer aktiver, besonders  israelische Dissidenten anzugreifen und  sie als „Feinde des Volkes“ zu bezeichnen.  Z.B. die mächtige Zeitung Yedioth Aharonoth hat einen Kreuzzug gegen  BDS unternommen. Sie hat sogar letztes Jahr mit der israelischen Regierung eine internationale  BDS-Propaganda-Konferenz organisiert. Konferenz-Redner bedrohten die BDS-Bewegung und Israelis, die sie unterstützten.


Oder die Schauspielerin  Einat Weizman, die  BDS und die Balad-Partei unterstützt. Sie ist von israelischen Politikern diffamiert und  von Israels  so toleranten und liberalen Theatern auf die schwarze Liste gesetzt worden. Beim Versuch  gegen solch orchestrierte Hass-Kampagnen einzuschreiten, hängen Dissidenten wie ich von Mondoweiss ab.


….Auf lange Sicht hin kann Israel  nicht verhindern, dass die Welt zu viel von Israel erfährt. Besonders  junge Diaspora-Juden entfernen sich  vom Zionismus. Trotz allem versucht Israel, jede Information über seine Verbrechen  zu unterdrücken. Die israelische Armee und die Siedler wenden kleinkarierte Schikanen und Drohungen gegen jene an, die Israels Verbrechen dokumentieren. Mondoweiss‘ Berichte über diese Ereignisse sind wesentlich für  den Schutz der Journalisten  und Menschenrechtsverteidiger. >>>



Die Apartheid + Kolonialpolitik Israels muss beendet werden durch Boykott, Desinvestment und Sanktionen (BDS) >>>


Dokumentation - Meinungsfreiheit - Lücken + Zensur - Manipulation im Nahostkonflikt
Die Hasbara Abteilungen Israels >>>

Die Überschneidung von anti-israelisch und antisemitisch existiert nur in der manipulativen Demagogie Israels.Warum versucht Netanyahu die UNRWA aufzulösen? - Hanin Abou Salem, 22.Juni 2017 - Israel wünscht, dass sich die UNRWA auflöst, weil die Agentur  am palästinensischen Heimkehrrecht festhält.

Netanjahu ruft zur Auflösung der UN-Agentur auf, die Millionen von palästinensischen Flüchtlingen verhilft, anti-israelische Gefühle zu haben und  das palästinensische Flüchtlingsproblem  endlos aufrecht zu erhalten.


Netanjahu sagte nach einem Treffen mit dem US-Botschafter Nikki Haley in Jerusalem: „ Es wird Zeit, dass die UNRWA aufgelöst wird  und sich  mit dem UN-Hochkommissar für Flüchtlinge vereinigt.“


Die UN-Relief and Work-Agency for Palestinian Refugees im Nahen Osten wurde 1949  von der UN –Ratsversammlung  gegründet, nachdem Hundert Tausende von Palästinensern im Krieg nach der Gründung Israels flohen oder aus ihren  Häusern vertrieben wurden.


Seit seiner Errichtung hat die UNRWA für Bildung, Gesundheitsfürsorge, soziale Dienste für jene gesorgt, auf die die Definition „palästinensische Flüchtlinge“ zutrifft.


Die Organisation definierte einen palästinensischen Flüchtling als jemanden, dessen Wohnort zwischen Juni 1946 und Mai 1948 Palästina war und der seine Wohnung und Lebensgrundlage als Folge des 1948er (arabisch-israelischen) Konfliktes verloren hat. Die UNRWA hat auch die grundlegenden Dienste den Palästinensern gegeben, die  als Folge des 1967 er (arabisch-israelischen) Konfliktes vertrieben wurden.


Heute  hilft die UNRWA  mehr als fünf Millionen registrierten palästinensischen Flüchtlingen im Libanon, Syrien, Jordanien, in der besetzten Westbank, Ost-Jerusalem und  im  Gazastreifen.
 
Rückkehr in die Heimat
- Netanjahu  wünscht die UNRWA aufzulösen, weil die Agentur männlichen palästinensischen Flüchtlingen erlaubt, ihren Flüchtlings-Status von einer Generation  zur nächsten weiterzugeben. Diese Weitergabe des Flüchtlingsstatus  hält auch das Rückkehrrecht für Palästinenser aufrecht – Es sichert  ab, dass ihre Hoffnung auf Rückkehr in die Heimat ihrer Vorfahren nicht mit dem Tod der ursprünglichen 1948er Flüchtlingen erlischt.


Israel klagte die UNRWA an , „das palästinensische  Flüchtlingsproblem“  zu verewigen“ indem es den Palästinensern erlaubt, ihren Flüchtlings-Status  auf zukünftige Generationen zu übertragen. Diese Anklage zielt dahin, unsere Aufmerksamkeit von der Tatsache abzulenken, dass allein Israel die Verantwortung für das  Aufrechterhalten des palästinensischen Flüchtlingsproblems hat, indem es den Flüchtlingen das Recht der Rückkehr in ihre Häuser verweigert.


Falls Israel das Rückkehrrecht angenommen hätte, das den palästinensischen Flüchtlingen mit der UN-Generalversammlungs-Resolution 194 von 1948  bewilligt wurde, dann würde das palästinensische Flüchtlingsproblem heute nicht existieren und ihre Nachkommen, die den Flüchtlings-Status der Eltern geerbt haben, würden stattdessen-die Bürgerschaft geerbt haben, entsprechend ihrer Eltern im historischen Palästina.


Als Folge von Israels Unwilligkeit, die palästinensischen Flüchtlingen in ihre Heimat zurückkehren zu lassen, hatte die UN-General-Versammlung wiederholt UNRWAs Mandat verlängert, weil ihr Mandat nur beenden kann, wenn eine  gerechte und anhaltende  Lösung  für das palästinensische Flüchtlingsproblem gefunden wird. Während die UNRWA  keine besondere Lösung für das Problem der palästinensischen Flüchtlinge >>>

Ein offener Brief an Netanyahu: Sind 50 Jahre nicht genug? - Dr.Alon Ben Meir - Lieber Herr Netanyahu -Seitdem Sie den  50.Jahrestag des Sieges des 6-Tage-Krieges gefeiert haben, haben Sie  je darüber nachgedacht, was dieser Triumph dem palästinensischen Volk  und dem moralischen Charakter des Staates Israel gebracht hat? Ich bin mir nicht sicher, wie hart die Geschichte Sie beurteilen wird, aber eines ist sicher – Ich wie auch Millionen Juden in aller Welt sind zu tiefst davon überzeugt, dass kein Ministerpräsident Israels der Zukunft des Landes und seinem Wohlergehen mehr Schaden angerichtet hat als Sie.  Die traurige  Ironie ist, dass für Sie die Tatsachen vor Ort  expugnable in Ihrem moralisch verzerrtem Universum sind.

50 Jahre sind vergangen und als der Ministerpräsident, der am längsten im Amt ist, haben Sie keine Vision über Israels Zukunft und das Schicksal der Palästinenser geäußert. Stattdessen  fühlen Sie sich wohl  mit Scheinheiligkeit, geben vor, das zu tun, was recht ist und verteidigen Ihr endloses Lügen und  die verdrehte Logik, und machen aus Falschheit eine Tugend. Denken Sie, Herr Netanyahu daran, ein moralischer Führer betrügt und täuscht nicht, sondern nimmt eine klare  Position ein, ganz gleichgültig wie unpopulär sie sein mag – Sie haben aber eine Politik verfolgt, an der nichts außerhalb der Grenzen des Anstandes ist.


Sie  erklären, eine Zwei-Staaten-Lösung zu unterstützen, und dass sie bereit seien ohne Bedingungen zu verhandeln, aber alles, was sie gesagt oder getan haben, steht in totalem  Gegensatz zu dieser Erklärung. Wie  bringen Sie eine Zwei-Staaten-Lösung in Einklang  mit Ihrer Erklärung. „Ich denke, dass jeder, der sich dahin bewegt, heute einen palästinensischen Staat zu errichten und Gebiete  räumt, gibt dem radikalen Islam  ein Gebiet, von dem er den Staat Israel angreift?“ Und als Sie 2015 während der letzten Wahlen gefragt wurden, ob unter Ihrer Führung nicht   ein palästinensischer Staat geschaffen wird, sagten Sie: „Gewiss“.
In Ihrer Rede  vor dem Kongress im Mai 2011  erklärten Sie: „Dies ist das Land unserer Vorfahren, das Land Israel, dem Abraham  die Idee von einem Gott brachte,  wo David  gegen Goliath kämpfte und wo  Jesaja eine Vision vom ewigen Frieden hatte.“ Während derselben Rede haben Sie inbrünstig proklamiert, dass in Judäa und Samaria das jüdische Volk kein fremder Besatzer sei.


Sagen Sie mir, wie  diese Erklärungen  mit der Idee eines palästinensischen Staates, der  auf demselben Land errichtet werden  soll, konform gehen, wenn Sie nicht die Absicht haben, jemals  eine Siedlung zu räumen?  Sie bestätigten im September 2016 noch einmal und sagten: „Die palästinensische Führung fordert tatsächlich   unter einer Bedingung einen palästinensischen Staat: keine Juden. Dafür gibt es eine Phrase: dies wird ethnische Säuberung genannt. >>>

Rüstungs-Korruptionsskandal bedroht Netanyahus Administration - Interview mit Shir Hever - 12.07.2017 - [...] - Aaron Maté: Shir, erzähle uns über den letzten Korruptionsfall, dem Netanyahu möglicherweise zum Opfer fallen wird.

Shir Hever:
Die israelische Polizei bezeichnet ihn als Fall 3000. Es geht um einen Rüstungskauf von ThyssenKrupp, einem deutschen Unternehmen, dabei geht es nicht nur um U-Boote, sondern auch um Patrouillenschiffe. Die israelische Marine wollte fünf Kampf-U-Boote von irgendeinem Unternehmen, das sie verkaufen würde. Und TyssenKrupp machte ein günstiges Angebot. Sie haben ein besseres Angebot aus Südkorea bekommen, aber Premierminister Netanyahu intervenierte und verlangte, dass die israelische Marine nicht fünf, sondern neun U-Boote, und zwar von ThyssenKrupp kauft. Er sagte: "Wir müssen diesen Deal sehr schnell abschließen, weil die deutsche Kanzlerin Angela Merkel den Deal unerstützt. In Deutschland gibt es im September Wahlen, und wenn sie nicht wiedergewählt wird, ist der Deal in Gefahr." Das ist der Kontext dazu, weshalb  die israelische Regierung zu dem Deal mit ThyssenKrupp gedrängt hat.


Die Frage ist natürlich, ob ThyssenKrupp israelischen Beamten ein Bestechungsgeld gezahlt hat, um den Auftrag zu bekommen, und welcher Beamte bzw. ob Netanyahu so tief persönlich involviert war, dass er einer der Empfänger war. Der frühere Chef der israelischen Marine gehört zu den Leuten, die am Montag verhaftet wurden, auch seine Bankkonten wurden eingefroren, um ermitteln zu können, welche Art von Geld er von ThyssenKrupp bekommen hat, wenn überhaupt. Tatsächlich gibt es Berichte, dass er ThyssenKrupp sagte, wenn sie nicht einen speziellen Vermittler für den Deal ernennen, nämlich Miki Ganor, der mit Netanyahu eng befreundet ist, und er eine exorbitante Kommission von etwa 2% bekäme (und wenn wir von einem 2-Milliarden-Deal sprechen, ist das eine Menge Geld), wäre der Deal geplatzt.


Aaron Matè:
Okay. Ganor, dieser Miki Ganor, der Mittelsmann, wird von demselben Anwalt vertreten wie Netanyahu, David Shimron, der ebenfalls für eine Befragung festegenommen worden ist. Kannst du hier etwas über die Rolle Shimrons sagen, und was der israelischen Kanal 10 jetzt dazu sagt, und ob sie ein E-Mail haben, die seine Verbindung zu dem deutschen Rüstungsunternehmen beweist.
Shir Hever: Es dreht sich alles darum, wer was weiss. Netanyahu behauptet, dass ihm die Details des Deals nicht bekannt waren, aber wenn du diese direkte Verbindung zum Anwalt David Shimron hast, und der hat als erstes gesagt, er habe keine Ahnung, wer der Mittelsmann ist, und hätte keinen direkten Kontakt zu ThyssenKrupp, aber jetzt gibt es mit diesem E-Mail den Beweis oder zumindest  vermeintlichen Beweis, dass er einen direkten Kontakt zu ThssenKrupp hatte. Das würde heißen, dass er sehr wohl wußte, dass >>>

Mitri Raheb auf der Weltkonferenz Reformierter Kirchen, Leipzig - Jesus brachte die Botschaft der Befreiung - Stephen Brown, 7. Juli 2017 - Jesu Mission kann nicht verstanden werden, wenn man nicht  auf den Kontext der Besatzung schaut, nach dem palästinensischen Christen Mitri Raheb, der auf der Weltkirchenkonferenz der reformierten Kirchen sprach „Jesus wurde  unter Besatzung geboren; er verbrachte  sein ganzes Leben  unter Besatzung und wurde von der Besatzung am Kreuz getötet“ sagte Raheb am 3. Juli, wo er einen Vortrag  vor der Weltkonferenz Reformierter Kirchen  in der deutschen Stadt Leipzig hielt.

„Wie können wir den historischen Jesus verstehen, ohne zu verstehen, was Besatzung bedeutet und wie diese das Leben in seiner Ganzheit  kontrolliert?“ fragte Raheb, der bis Juni an der Evangelisch-Lutherischen Weihnachtskirche in Bethlehem 30 Jahre lang  Pastor war. „Palästina, mein Land,  ist die meiste Zeit der letzten 3000 Jahre  ein besetztes Land gewesen“, sagte er.


Raheb ist der Autor von „Faith in the Face of Empire:  Die Bibel durch palästinensische Augen,  die die Rolle des Empire für einen die Bibel lesenden Palästinenser untersuchen. Von den Babyloniern und den Ägyptern, bis zu den Römern, den Ottomanen, den Briten und dem Staat Israel.


Er sagte, er sei fünf Jahre alt gewesen, als 1967 Israel Bethlehem besetzte. „Ich weiß, was es bedeutet, unter  einer Besatzung zu leben,“ sagte Raheb. „Ich kann mir vorstellen, was es für Jesus bedeutete, unter einer Besatzung geboren zu sein und das ganze Leben unter römischer Besatzung zu sein.


Der palästinensische Christ legte eine Bibelstelle über Lukas 4,16-21 aus, wo Jesus sagt, er sei gekommen, um den Armen gute Nachricht zu bringen, den Gefangenen das sie entlassen und den Unterdrückten, dass sie frei sein werden.


Diese Missions-Erklärung ist hoch politisch.  Hier gibt es nichts über Errettung der Seelen,  aber alles dreht sich um Befreiung,“  sagte Raheb, der Gründer und Präsident des Dar al Kalima-Universität-Kollegs  für Kunst und Kultur in Bethlehem. „Jesus geht es hier nicht nur um jene Gefangenen der ‚Sünde‘, sondern um jene, die vom  Machtreich ins Gefängnis geworfen wurden,“ setzt er fort.


Seit 1967  sind mehr als 700 000 palästinensische politische Gefangene in israelische Gefängnisse >>>

 

Der Preis der Besatzung - Amos Gvirtz, Juli 2017 - Nach dem 6-Tage-Krieg begann, sich ein neuer Typ von Zionismus  durchzusetzen: der fanatische Zionismus. Die vorherrschende Vision des fanatischen Zionismus, da dem klassischen Zionismus entgegengesetzt (ich nenne ihn existentiellen Zionismus), sieht in der Errichtung eines unabhängigen Staates als Lösung der jüdischen Existenz als den Beginn eines messianischen Prozesses und zwar als Erfüllung  von Gottes biblischem Versprechen eines Groß-Israel.

Wir haben hier zwei sehr verschiedene Arten von Zionismus. Der klassische Zionismus errichtete den  Staat mit Hilfe einer Kombination immenser Bemühungen seiner Anhänger, und dem Verständnis, dass die Unterstützung der Supermächte  nicht nur für die Errichtung des Staates wichtig war,  sondern auch  für seine fortdauernde Existenz. Der  fanatische  Zionismus ist überwiegend  von einem allmächtigen Gott überzeugt,  auf den sich die Existenz des Staates gründet. Ich kann nicht anders, als die Frage stellen: wie ist es möglich, dass Juden nach allem – nach dem Holocaust -  noch immer  an dem Glauben festhalten?  Wo war Gott  während des Holocaust?


Die meiste Zeit gibt es zwischen den beiden Strömungen des Zionismus Zusammenarbeit. Diese Zusammenarbeit ist jedoch von der Befolgung der Regierungspolitik der Annexion der Gebiete abhängig.  Falls  es als Folge von Druck von außen irgendeine Abweichung von dieser Politik gäbe, würde der inhärente Konflikt zwischen den beiden Bewegungen  ausbrechen.


Glücklicherweise war  in der Zeit des Friedensvertrages mit Ägypten die politische Macht  des fanatischen Zionismus gering. Diese Kluft zum klassischen Zionismus führte  Geula Cohen  zum Rückzug aus der Likud-Partei und zur Bildung von Tehiya, die erste politische Partei des fanatischen Zionismus.  Zur Zeit der Oslo-Abkommen war die Situation  viel ernster. Dieser Strom des Zionismus hatte mehr Macht angesammelt, und dies kam dem Innersten  des „göttlichen Versprechens“ näher. Es endete  mit dem Mord an  Ministerpräsident Rabin  durch  einen Anhänger des fanatischen Zionismus.


Aber die  größte Gefahr des fanatischen Zionismus wurde  im jüdischen Untergrund   mit dem Versuch demonstriert, (in den 80er-Jahren) den Felsendom auf dem Tempelberg  zu sprengen. Falls dies gelungen wäre, würde der nationale Konflikt in einen religiösen Konflikt mit der ganzen  muslimischen Welt ausgeartet sein und hätte nicht nur Israels Existenz gefährdet, sondern das ganze Weltjudentum. Das Erstaunliche an der ganzen Sache war die gegenüber den Mitgliedern des Untergrunds gezeigte Nachsichtigkeit nach deren Verhaftung. Sie erhielten luxuriöse Bedingungen, während sie  in Haft und im Gefängnis waren und  nach kurzer Zeit wurden sie entlassen. Welche Lobby schützt Kriminelle?


Nach dem  1967er-Krieg begriff die israelische Regierung, dass alle freundlichen Länder gegen die Politik der Annexion wären. Deshalb übernahm sie eine Strategie der  Täuschung und der Des-Information, während sie mit einer Politik der langsamen Expansion weitermachte, aber darauf achtete, dass  bei ihren   >>>

 

 

 

 

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