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Dienstag, 21. März 201716:39  -     LINKS      facebook      ARCHIV      BDS      THEMEN

 

 

 

USA boykottieren Israel-Debatte - Die USA haben eine Sitzung des UNO-Menschenrechtsrats boykottiert, weil das Gremium die Situation in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten erörtern wollte. Dies zeige die schon länger bestehenden Vorurteile des Rates gegen Israel, teilte das US-Außenministerium zur Begründung für das Fernbleiben in Genf mit. >>>

Der israelisch-palästinensische Konflikt unter Trump - 09. 3. 2017 - Kerstin Müller - Donald Trump hat mit seiner Abkehr von der Zwei-Staaten-Lösung eine fundamentale Änderung der amerikanischen Politik im Nahen Osten eingeleitet. Das hat in Israel nicht nur die Siedlerbewegung ermutigt, sondern auch die Debattenlage im ganzen Land schlagartig verändert.

“I’m looking at two states, I’m looking at one state, and I like the one that both parties like…”
US-Präsident Donald J. Trump

Das “Landraub-Gesetz” – Die Siedlerbewegung auf dem Vormarsch? - Israelis streiten über die Siedlungen seit dem Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 als die israelische Armee die Westbank besetzte. Im April 1975 (Gründung der Siedlung Ofra) nach dem traumatischen Yom Kippur Krieg, begannen kleinere radikale Gruppen damit, dort neue Siedlungen zu gründen. Die Annexion der gesamten Westbank ist seit jeher das Ziel der Siedlerbewegung. Ideologisch wurde damit auch die „Grundsteinlegung“ zu einem religiösen Zionismus gemacht, der den säkularen Gründervätern und -müttern die Stirn bieten sollte. Dennoch war sie bisher immer mehr eine Sehnsucht einer radikalen Minderheit als eine wirkliche Option für den israelischen Staat - verhindert durch die säkulare Mehrheitsgesellschaft und die Friedensbewegung im Lande, sowie die internationale Gemeinschaft.

Wenn es allerdings ein Zeichen für die gewachsene Kühnheit dieser israelischen Siedlerlobby gibt, dann ist es das aktuell verabschiedete sogenannte „Landraubgesetz“.

Das kontroverse Gesetz, das am 06. Februar 2017 von der Knesset verabschiedet wurde, erlaubt Israel die Enteignung von privatem palästinensischem Land, auf dem jüdische Siedlungen gebaut wurden. Es erlaubt den Siedlern und Siedlerinnen auf dem „geraubten“ Land wohnen zu bleiben ohne sie zu Eigentümer/innen zu erklären. Aber die palästinensischen Eigentümer/innen haben nicht mehr das Recht zu klagen oder das Land zurück zu bekommen „solange es keine diplomatische Lösung für die Westbank gibt“. Laut Peace Now werden durch das Gesetz auf einen Schlag rückwirkend 3.921 Häuser in 72 sogenannten Siedlungen und Outposts legalisiert. Auch 16 sogenannte „demolition orders“ (Zerstörungsbefehle), die bereits gegen Outposts ergangen sind, werden damit für mindestens ein Jahr eingefroren. >>>

Palestine Update Nr. 27, 13. März 2017 – Gebete zum Verstummen zu bringen heißt religiöse Identität und Rituale zu verweigern - Israel versucht, ein anderes Gesetz in Kraft zu setzen in Verletzung religiöser Freiheit. - Ranjan Solomon

Kommentar des Redakteurs - Die Knesset (Parlament Israels) ist in der letzten Zeit bizarre Wege gegangen. Sie hat einen Schwall von Gesetzen angenommen, die die Araber zu „Nicht-Menschen“ degradieren. Rechtseinsprüche rund um die Welt haben Israels Muster, diskriminierende Gesetze zu erlassen, absurd und klar als Verletzungen der internationalen Menschenrechts-Standards benannt. 2012 hat Adalah, des Rechtszentrum für arabische Minderheitenrechte in Israel, einen Bericht herausgebracht, „The Discriminatory Laws Database“ (Datensammlung diskriminierender Gesetze), in der mehr als 50 Gesetze gesammelt und analysiert worden sind, die seit 1948 erlassen wurden und direkt oder indirekt palästinensische Bürger von Israel in allen Bereichen des Lebens diskriminieren“. Jedes dieser Gesetze wurde, wie der Bericht sagt, mit der Absicht der Diskriminierung erlassen und auch auf diskriminierende Weise durchgeführt. Das große Problem hier ist, dass diese rechtlichen Vorkehrungen kaum fixiert werden können, weil Diskriminierung im israelischen Gesetz verankert ist. Es ist letztlich ein Staat, der sich selbst als auf Ethnizität basierend charakterisiert. Wenn du kein Jude bist, kannst du nicht Israeli sein im wahren Sinn des Wortes.

2016 identifizierte Adalah fünf Hauptbelange des Gesetzes: Gewaltsamer Ortswechsel (Vertreibung), Diskriminierung, Politik des „Schießens um zu töten“, Lücken in der Bildung und Berufsarbeit, schrumpfender Spielraum der Zivilgesellschaft. Jedes dieser Beispiele hat seine besondere Auswirkung auf palästinensische Bürger von Israel. 

In der letzten Woche verschlechterte sich die Knesset um einen weiteren Schritt. Sie ist daran, ein Gesetz in Kraft zu setzen, nach dem die Gebetsrufe von den Moscheen und Minaretten in Jerusalem und Israel verboten werden sollen. Israel sucht Wege, um die Stimme des Gebets zum Verstummen zu bringen! Beeinträchtigte halten das Gesetz sowohl für rassistisch wie auch im Widerspruch zu dem Recht auf Religionsausübung. Schlimmer: Israel leugnet sogar das Vorhandensein arabischer Muslime. Ein palästinensisches Mitglied der Knesset nannte den Gesetzesentwurf eine „Kriegserklärung … zwischen Gesundheit und Rassismus“ gegen die palästinensische Minorität Israels; wogegen ein anderer ihn einfach als „ein rassistisches Vergehen“ nannte. Der Ärger unter den arabischen Richtern war augenfällig und einer wurde hinauskomplimentiert, nachdem er eine Kopie des Gesetzesentwurfs in kleine Stücke zerrissen hatte. Israel wendet subtile Wege an, um die palästinensische Identität durch dieses Gesetz und seine Anwendung anzupassen. Wie erwartet hat Israel für diese Sache handfeste öffentliche Unterstützung erhalten. Die Unterstützer  des Gesetzes erklären, sie wünschten ihren kostbaren Schlaf ohne die Gebetsrufe am frühen Morgen, die durch auf Minaretten montierte Lautsprecher ausgestrahlt werden. Diejenigen, die durch diese Argumente hindurch ein überflüssiges Gesetz sehen, das klar die Einschränkung der Basisrechte der palästinensischen Bürger von Israel bedeutet, sind in der Mehrheit Muslime.

Der Gesetzesentwurf muss als nicht irgendein rassistisches Gesetz gesehen werden, das auf Palästinenser zielt … Aber entgegen eines der anderen Gesetze, die unsere Basisrechte einschränken, zielt dieses Gesetz speziell auf Muslime. Arabische Muslime erkennen es als eine weitere kolonialistische Taktik, die ihre de facto Existenz leugnet. Israel hat immer versucht, die arabische Narrative seiner Kolonisation zu vertuschen. Dieses Gesetz zieht den Schleier weg.

Eine internationale Verurteilung war schnell da. Jordanien und die Türkei waren gegen das neue Gesetz und verurteilten es unabhängig von einander. Ein Sprecher der jordanischen Regierung nannte das Gesetz einen Bruch der rechtlichen Verpflichtung auf den Friedensvertrag von 1994, der Israel festlegt, Jordaniens Rolle, die islamischen heiligen Stätten in Jerusalem zu schützen, zu „respektieren“. Die Präsidentschaft der Türkei für religiöse Angelegenheiten bezeichnete das Gesetz als „unannehmbar“ und setzte hinzu, dass die Muslime in Jerusalem gemeinsam zu Trotz den Ruf zum Gebet wahrnehmen würden.

Palästinenser machen 20 % der Bevölkerung Israels aus – geschätzte 1,7 Millionen Palästinenser, Christen, Muslime und Drusen. Der Ruf zum Gebet war Teil der muslimischen Kultur, seitdem es den Islam gibt, und ist Teil von Jerusalem, seitdem die Gegenwart der Araber zur Region gehört.

Israel hatte gedacht, die Auswirkung der sozialen und politischen Konsequenzen besänftigen zu können und argumentierte, die Beschränkung bezöge sich nur auf den Gebetsruf im Morgengrauen, bekannt als „fajr“. Es war geplant worden, den Ruf während der anderen Gebetszeiten durchführen zu lassen. Es wurde stiller in der Debatte, als „Haredi“-Parteien (ein breites Spektrum von Gruppen innerhalb des orthodoxen Judentums, die sich gegen die postmoderne säkulare Kultur wehren) feststellten, dass gerade dieses Gesetz auch angewandt werden könne, um die Sabbath-Sirenen ruhig zu stellen, die den Sabbath-Anfang an jedem Freitag ankündigen. Die einzige anzuwendende Ausnahme ist das Gelände rund um die Al-Aqsa-Moschee, das dritt-wichtigste Heiligtum im Islam, das in einem Viertel in der von Mauern umgebenen Altstadt Jerusalems liegt. Aber eine Verletzung des Gesetzes außerhalb dieser definierten Flächen würde zu einer Strafe von 10.000 Shekel (2,700 $) führen.

Palästinenser haben ihre Absicht bekundet, das Gesetz zurückzuweisen. Hamas warnte vor: „Ungebeugter Widerstand… Unser Volk und unsere Nation werden den Azan (?) über die ganze Welt ausbreiten.“ Auch die Palestinian Authority (PA) hat ihre Ablehnung ausgedrückt. Der Vorsitzende Mahmoud Abbas warnt, der Gesetzesentwurf „würde das Gebiet in ein Desaster ziehen.“ Ahmed Tibi („Joint List“), ein arabisch-muslimischer israelischer Politiker und Führer des „Arab Movement for Change (Ta’al), einer arabischen Partei in Israel, hat das Volk aufgerufen, das Gesetz nicht anzuerkennen.

 
 

Das Arabische Parlament fordert Großbritannien auf, die Feiern zu 100 Jahre Balfour abzusagen. - Der Sprecher des „Arabischen Parlaments“, Dr. Mishaal bin Fam Al-Salami wird einen Brief an das britische House of Commons senden, Abstand zu nehmen von der Erinnerung an 100 Jahre Balfour Deklaration, weil dies die arabische Welt provoziert, besonders inmitten von ständigen Ablehnungen Israels für eine friedliche Lösung der Sache Palästinas und die Schaffung eines Staates Palästina. Es wird auch die Forderung unterbreitet werden, Israels Mitgliedschaft im Internationalen Parlament ruhend zu stellen. Er warnt auch vor den Gefahren, die arabische nationale Sicherheit wegen der Konflikte und Kriege in einigen Ländern zu bedrohen, vor allem in Syrien, Libyen und Jemen, weil damit die Stabilität und Sicherheit der arabischen Welt angegriffen werden kann. Quelle

 
 

Zwei Reiseverbote und Gründe für/wider die Demokratie - Demokratie unter dem Gewehrlauf - Als einen der Eckpunkte seiner Initiativen bannte Donald Trump Flüchtlinge und Bewohner einiger Nationen mit muslimischer Mehrheit. „Um Amerika sicherer zu machen“ behauptete er. Fast zur gleichen Zeit stimmte die Knesset einem Gesetz zu, durch welches Unterstützern der BDS-Bewegung der Zutritt nach Israel verboten wird. Das israelische Parlament stimmte für ein Eintrittsverbot für Nicht-Israelis, wenn diese oder irgendeine Organisation, der sie angehören, die Boykott-Bewegung unterstützen. Eine Botschaft von dieser Seite: „In den vergangenen Jahren haben Aufrufe, Israel zu boykottieren, zugenommen. Es scheint, als wäre dies eine neue Front im Krieg gegen Israel, auf die das Land bis jetzt nicht entsprechend vorbereitet gewesen ist.“ Quelle

 

 

Es ist Zeit für zivilen Ungehorsam: Der als Pensionist in Ramallah lebende christliche Priester Monsignore Manuel Musallam (früher Gaza) kritisierte gestern massiv die Zusammenarbeit der PA mit Israel in Sicherheitsangelegenheiten, was zum Tod von zahlreichen palästinensischen Widerstandskämpfern in der Westbank geführt hat. Musallam erklärte: „Die PA möge sich von ihrer Sicherheitszusammenarbeit entfernen und von den Osloer Abkommen, die dazu führten … „Akzeptiert die euch zugewiesene Rolle nicht und beginnt mit praktischen Maßnahmen, um zu begreifen, dass ihr auf dem Weg seid zu Kollaboration mit der Tyrannei“. Quelle

 

 

Die PA muss den Palästinensern dienen, nicht auf der internationalen Bühne spielen: Die Palästinensische Autorität, Präsident Mahmoud Abbas, hielt in dieser Woche eine Rede vor dem UN Menschenrechtsrat (UNHRC), die ein Beispiel ist für leere Rhetorik und dazu dient, jeden Versuch der Befreiung von den Schienen zu bringen. Zu einer Zeit, wenn die Beilegung einer Zweistaatenlösung kollektiv hinterfragt wird, distanziert sich Abbas von der kollektiven palästinensischen Meinung und akzeptiert permanent koloniale Zugänge durch allgemeine Stellungnahmen, die leer sind von genauen Analysen. Quelle

 

 

Wenn Koexistenz zur demographischen Bedrohung wird: „Ana mish politi“ – ich bin nicht politisch. So erklärt „Kareem“, ein palästinensischer Rapper und Hauptfigur des Films „Junction 48. Für Palästinenser erklärt Kareem, politisch zu sein ist keine Wahl. Tamer Nafar, der zum Musiker gewandelte Schauspieler, der 2016  Kareem in dem preisgekrönten Film verkörperte  (der Ophir-Preis ist das israelische Gegenüber zum Oscar), wurde berühmt mit dem Lied „Ana mish politi“. „Hummus, Salat, Chips Seite an Seite – ihr esst gern in unseren Restaurants – das ist Koexistenz“ sang er. „Aber wenn ich zu viele von uns in das Restaurant bringe, wird aus der Koexistenz eine demographische Bedrohung“. Nafar beschloss seine kraftvolle Darstellung mit einer geballten Faust, hochgestreckt nach der Art des Grußes von Black Power. Der Rapper las auch ein Gedicht des legendären palästinensischen Dichters Mahmoud Darwish. Die weit rechts liegende Regierung von Israel war wütend. Der extrem rechte Kulturminister Miri Regev stürmte zornentbrannt aus der Feier. Quelle


 

Ashrawi trifft sich mit der Delegation der internationalen Arbeiterorganisation (ILO). - Eine ILO-Fact-Finding-Kommission besuchte Palästina, um Forschungsergebnisse und Informationen für den Jahresbericht des ILO-Generaldirektors zu sammeln. Dr. Hanan Ashrawi lieferte eine „tiefschürfende Aufstellung zu den jüngsten politischen Entwicklungen und Israels fortgesetzte Bemühungen, selbst die Grundlagen für die Zweistaatenlösung mittels des illegalen Siedlungsprojekts, der überlegten demographischen, kulturellen, religiösen und politischen Umwandlung von Jerusalem zu zerstören; unter anderem brachte sie auch die ständigen Demolierungen von Wohnungen und kulturellen Institutionen, und die abscheulichen Verletzungen des internationalen Rechts und der palästinensischen Menschenrechte zur Sprache“. Die Delegation wurde überzeugt von der „harten wirtschaftlichen Situation in Palästina“ und stimmte zu, dass der Aufbau der Institutionen und der Nation nicht gelingen konnte ohne die ursprünglichen Gründe und erforderlichen  Maßnahmen zu bearbeiten, um die militärische Besetzung zu beenden. Quelle

 

Militante und Moderate in der Hamas stoßen zusammen an der Narrative „vom Fluss bis zum Meer“  - Von allen an dem verzwickten und bitteren Konflikt im Mittleren Osten beteiligten Mitspielern würden wenige die Hamas als den Champion im Finden von Kompromissen sehen. Seit Beginn ihres Bestehens 1987 hat die palästinensische islamistische Gruppe alle Verhandlungen mit Israel und die Errichtung eines palästinensischen Staates „vom Fluss bis zum Meer“ ausgeschlossen (?). Aber Ashraf al-Ajami, ein früherer Minister für Angelegenheiten der Gefangenen in der Palästinensischen Autorität, schlug vergangene Woche vor, die Hamas möge doch ihr Gründungsdokument von 1988 neu schreiben und einen Palästinenserstaat innerhalb der sogenannten Grenzen von 1967 unterstützen, der Demarkationslinie zwischen israelischem und palästinensischem Land, die vor dem Sechs-Tage-Krieg existierte.     Quelle            (Übersetzung: Gerhilde Merz)

KenFM im Gespräch mit: Petra Wild ("Die Krise des Zionismus und die Ein-Staat-Lösung")


Textsammlung - Einstaaten- Zweistaatenlösung >>>


KenFM im Gespräch mit: Petra Wild (Teil 1) - 27. 9. 2013




KenFM im Gespräch mit: Petra Wild (Teil 2)

 

#########Petra Wild
Die Krise des Zionismus und die Ein-Staat-Lösung

Zur Zukunft eines demokratischen Palästinas

 

ISBN 978-3-85371-386-0, br., ca. 224 Seiten, ca. 17,90 Euro, mit Landkarten

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Petra Wild Zionismus Palästina Israel KolonialismusPetra Wild
Zionismus Palästina Israel Kolonialismus

ISBN 978-3-85371-355-6, br., 240 Seiten, 15,90 Euro, mit Landkarten

 

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Dialog mit dem politischen Islam III
Reihe «Materialien», Nr. 20 von Peter Schäfer und Tanja Tabbara (Hrsg.)

Die Reihe «Dialog mit dem politischen Islam» befasst sich mit der Frage, welche Rolle der Islam für die politische Verfasstheit und demokratische Entwicklung ausgewählter Regionen spielt. Sie begann im Dezember 2014 mit der Darstellung von zwei unterschiedlichen linken Positionen, die sich jeweils für und gegen einen Dialog mit moderaten islamistischen Kräften aussprachen. In der zweiten Veröffentlichung vom Juni 2016 beschrieben AutorInnen, die sich seit Jahren mit dem Thema Islamismus beschäftigen, warum Linke mit denjenigen islamistischen Kräften, die heute zum Teil linke Kernthemen wie soziale Gerechtigkeit besetzen und verhandeln, in einen kritischen Dialog treten sollten.

Diese dritte Ausgabe nun befasst sich mit drei Ländern – Israel, Senegal und Tunesien –, in denen Religion eine große gesellschaftliche und politische Bedeutung hat. Eine Positionierung innerhalb des religiösen Kontexts ist hier Teil des politischen Geschäfts. Für die Linke und andere Kräfte, die für Säkularismus bzw. Laizismus eintreten, war die Vernachlässigung der gesellschaftlichen Funktion und Rolle von Religion einer der Gründe für schwindende Popularität in Ländern der arabischen Welt und darüber hinaus. Religiöse Kräfte sind in vielen sozialen Bereichen aktiv und vertreten zum Teil Positionen, die auch Linke befürworten.

Der erste Beitrag befasst sich mit der Gemeinsamen Liste in Israel, einer Wahlallianz aus Linken und IslamistInnen. Hana Amoury und Tsafrir Cohen beschreiben in ihrem Artikel, dass politische Zugehörigkeit nicht nur auf Überzeugung beruht, sondern oft innerhalb der Familie «vererbt» wird. So kommen politische Zusammenhänge und Koalitionen zustande, deren Mitglieder in Bezug auf Ideologie, Werte oder spezifische Positionen hochgradig heterogen sind. Menschen nach Parteizugehörigkeit einzuteilen erweist sich hierbei als eine eingeschränkte Sicht der Dinge. Dazu kommt, dass Parteien und zivilgesellschaftliche Organisationen, die in religiös-konservativ dominierten Gegenden arbeiten wollen, dies nur mit der Zustimmung örtlicher anerkannter Autoritäten tun können. Der Text über die Gemeinsame Liste in Israel zeigt am Beispiel einer Solidaritätsdemonstration für Frauenrechte, dass Koalitionen mit islamischen Würdenträgern die Bündnis- und Mobilisierungsfähigkeit erhöhen. >>>

 

Dialog mit dem politischen Islam II >>>
Dialog mit dem Politischen Islam >>>

Hundert Kinder - Eva Menasse über die Grüne Linie zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten, über Hebron und das Dorf Walaja – und den Krieg der kommenden Generation. Eine Erzählung. - Diese Kurzgeschichte recherchierte sie im vergangenen Jahr in Israel und den palästinensischen Gebieten, inspiriert von ihren amerikanischen Kollegen Michael Chabon und Ayelet Waldman. Das Autorenpaar hatte Menasse und andere Autoren (darunter Dave Eggers, Colm Tóibín und Mario Vargas Llosa) gebeten, Essays und Kurzgeschichten über die besetzten Gebiete zu verfassen. Vor Ort half den Autoren die Menschenrechtsorganisation Breaking the Silence, eine Gruppe ehemaliger israelischer Armeeangehöriger, die seit Jahren die Besatzungspolitik der Regierung Benjamin Netanyahu kritisiert. Die deutsche Ausgabe der Textsammlung erscheint im Herbst unter dem Titel „Oliven und Asche“ im Verlag Kiepenheuer & Witsch. - Ich stelle mir Aya vor, ein Kind, acht Jahre alt, wie es zwischen >>>

UN bowed to ‘fearmongering and threats’ from powerful governments to cover up ‘painful truth’ of Israeli apartheid — UN official’s resignation letter - Yesterday Rima Khalaf resigned as executive secretary of the United Nations Economic and Social Commission for Western Asia after the agency was forced to retract a report stating that Israel is an “apartheid regime.” Khalaf’s letter of resignation to UN Secretary-General Antonio Guterres was translated and posted by poet Lena Khalaf Tuffaha today on her Facebook page. Here is that translation:

Honorable Secretary General,

I have given a great deal of consideration to the letter I received from your office, and I assure you that I in no way question your right to issue instructions to remove the report from the ESCWA web site, as I do not question that as employees of the United Nations, we must all execute the orders of our Secretary General.

I know very well your commitment to the principles of human rights in general and your position on the rights of the Palestinian people specifically. And I also understand the anxiety you must have in these difficult times that leave you with few good choices.

It is clear to me the kinds of pressures and threats to which the United Nations and you personally are subjected by states with authority and influence, because of the publication of the ESCWA report (Israeli Practices towards the Palestinian People and the Question of Apartheid)[still available here]. I am unsurprised that these states, which are run today by governments with little concern for international principles and human rights, should resort to tactics of fearmongering and threats when they fail to defend their policies and practices which violate the law. It makes sense that a criminal would attack those who defend the cause of his victims, but I find myself incapable of bowing to such pressures, and not because of my role as an employee of the United Nations, but simply as a sane human being. For I believe—as you do—in the values and noble principles that have always represented the forces of good throughout history, and upon which our organization, the United Nations, was founded. And, like you, I also believe that discrimination against any human being on the basis of religion or skin color or gender or ethnicity is absolutely unacceptable, and cannot be made acceptable by political maneuvering or brute force. And I believe that to speak truth to power is not only a human right, it is our obligation. >>>

Ihr Brief auch hier >>>

Der Bericht >>>

Apartheid wears a veil - Jonathan Ofir - A report commissioned by the UN agency ESCWA (Economic and Social Comission for Western Asia), released Wednesday, concluded unequivocally that Israel practices Apartheid policy. It saw official daylight for two days.

The spokesperson for Israel’s Ministry of Foreign Affairs, Emmanuel Nahshon tweeted “#UN #ESCWA has issued today a ‘Der Stürmer’ like report, NOT endorsed by @UNSG. Friendly advice- dont read it without anti nausea pills….” He was referring to the Nazi propaganda outlet, Der Stürmer.

The report, authored by Richard Falk, Professor Emeritus of International Law at Princeton and former UN Special Rapporteur, as well as Virginia Tilley, professor of political science at Southern Illinois University, was taken down, under harsh pressure from Israel and USA, by order of UN Secretary-General Antonio Guterres. Under-Secretary General Rima Khalaf, who also heads the Beirut-based ESCWA, refused to remove the report and resigned in protest. “I resigned because it is my duty not to conceal a clear crime, and I stand by all the conclusions of the report,” said Khalaf. Fortunately, the report is available by many outlets who have saved it and reproduced it, including here.

Let me first address the ‘Nazi’ comparison.
Now, I admit I have not read Der Stürmer, and have no special intention of doing so. What I can say, nonetheless, is that I have read every word and footnote of the 74-page report. If ‘anti-nausea’ pills were necessary, as Emmanuel Nahshon suggests, it would only have been to quell the nausea arising from the reality which this report describes – in a remarkably lucid manner.

It would appear, that the typical ‘Nazi’ and ‘anti-Semitic’ accusations are a smoke-screen to avoid discussion about the actual issues brought forth in the report. The synthesis of the report is not merely an innovative intellectual exercise. As Nelson Mandela noted, the issue of Palestine is “the greatest moral issue of our time”. >>>

 

Der Bericht >>>

Quelle facebook

Feel-good co-existence story on NPR fails to point out that one side lives under occupation - Philip Weiss - How strange that just as an international controversy is boiling over whether Israel practices apartheid toward Palestinians, and veils its practice, National Public Radio airs a Cant-we-all-just-get-along report from occupied East Jerusalem that never uses the words occupy, occupation, settlers, annex, or illegal. Quite an achievement.

The story was about dialogue efforts between Jews and Palestinians living in Abu Tor, a Jerusalem neighborhood divided by the Green Line until 1967, when Israel captured East Jerusalem and the West Bank. Host Scott Simon announced it hopefully: A small neighborhood in Jerusalem is home to both Israelis and Palestinians, Jews and Arabs. Their relations have often been tense or often non-existent. But over the years, a few people have tried to break that cycle.

Reporter Joanna Kakissis then told us about Alisa Maier Epstein’s efforts to teach her neighbors in Abu Tor Arabic and Hebrew, so that they can relate to one another. Epstein appears to live on the Israeli side of the road that once formed the 1949 armistice line. But all the Palestinians she is addressing live under an occupation/annexation not recognized by the >>>


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nachrichten + BERICHTE

Syrien-Angriffe: Russland bestellt israelischen Botschafter ein
Russland hat sich in den Streit um israelische Luftangriffe in Syrien eingeschaltet.
 

Syrischer UN-Gesandter: Russland hat Israel jegliche Angriffe in Syrien untersagt

USA boykottieren Israel-Debatte

Banksys Hotel im Westjordanland hieß erste Gäste willkommen

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Life under siege- Child’s Wartime Memories

Thousands attend funeral of Basil al-Araj, fugitive activist killed by Israeli forces

Israeli Soldiers Abduct Thirteen Palestinians In The West Bank

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International Conference on Palestinian Children and Israeli Detention Policies- Report

PCHR- “In Serious Precedent Portending Militarization of Gaza Strip- Military Court in Gaza Issues 2 Death Sentences on Drug Charges in Gaza”

Group- 500 Palestinian prisoners now serving life sentences in Israeli custody

Palestinian officer killed, 2 gunmen injured during armed clashes in Balata

Protesters in Ramallah denounce Swiss anti-BDS bill

Committee investigating anti-PA protests to submit results in coming days

Israeli Supreme Court to hold session over release of slain Palestinians’ bodies

Israel prosecutes 2 Palestinians, including journalist for alleged ‘Facebook incitement’

Locals in al-Duheisha refugee camp warn of escalating violence by Israeli forces

FIFA delay on Israeli settlement decision fuels concern

Red Rag column - the State Comptroller`s report on the Gaza war

20. 3. 2017

Arab MK: Israel must 'pay a price' for occupation

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Israeli Soldiers Abduct Fifteen Palestinians In The West Bank

PHOTOS- Palestinian village protests 17 years of closure

Palestinian Resistance Attacks Israeli Military Post

In bid to expel Arab MK, Israel breaks its own record
 

Ghattas signs plea deal, resigns from Knesset over smuggled phones case

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Israeli Soldiers Fire Shells Into Northern Gaza

Israeli power line feeding southern Gaza Strip damaged

19. 3. 2017

NGO-Bericht: Nur 8% der Angriffe gegen Palästinenser kommen zur Anklage

UN agency labels Israel ‘apartheid regime’– and Israel likens organization to Nazis

Israelische Armee greift Hamas im Gazastreifen an


Israeli Soldiers Fire Shells Into Northern Gaza

Israeli settler bulldozers level Palestinian land in Deir Balout

Gerald Kaufman – From Labour Zionist to Israel's bitterest critic

Israeli Soldiers Invade Two Villages Near Jenin

Palestinian protesters in Bil’in commemorate 14th anniversary of death of Rachel Corrie

Israeli Soldiers Injure Two Israeli Activists, Cause Many Protesters To Suffer Effects Of Teargas Inhalation, In Kufur Qaddoum

Army Kills Palestinian Child, Injures Another, In Hebron

Stop blaming sick Palestinians for Israel's healthcare problems

Clashes after funeral for slain Palestinian teen leave 8 injured by Israeli fire

Report- Israeli-issued exit permits for Gazans sees drastic drop

Palestinian prisoner enters 22nd day of hunger strike

UNRWA halts program in Tulkarem-area refugee camp, popular committee

Issawiya residents inaugurate 'tallest minaret in Jerusalem'

Palestinian slain by Israeli settler laid to rest in Hebron-area village

Erekat slams Lieberman for designating Palestinian National Fund as a 'terror' group

Israeli navy fires at fishermen off northern Gaza coast

In Precedent-setting Ruling, Israel`s Top Court Recognizes East Jerusalem Arabs as `Native-born Residents`

Israeli Practices towards the Palestinian People and the Question of Apartheid

Apartheid Israel- Public Broadcasting Suspends, Demotes Palestinian News Anchor for “Terror Retweet”

18. 3. 2017

Head of UN agency resigns after refusing to retract report calling Israel an 'apartheid regime'
 

Arab Diplomat Resigns UN Post Amid Pressure to Pull Report Accusing Israel of `Apartheid`
 

Damning ESCWA report says Israel guilty `beyond a reasonable doubt` of apartheid

Netanyahu “Will Keep His Word” to Amona Settlers through Expected US Deal

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