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Montag, 24. Juli 201713:10  -     LINKS      facebook      ARCHIV      BDS      THEMEN

 

 

 

Israelische Luftwaffe und Artillerie bombardieren wieder Gaza - 03.03.2017 - Israelische Kampfflugzeuge und Panzer haben heute Ziele im Gazastreifen angegriffen. Wie ein Komuniquee der israelischen Streitkräfte angibt, beschossen ein Flugzeug und ein Panzer zwei mutmaßliche Stellungen der Hamas in Gaza.

Die israelische Armee hat ihren Angriff als Reaktion auf den Abschuss (einer Rakete) auf ihre Grenztruppen gerechtfertigt; (die Rakete) hatte keinen Personenschaden verursacht. Eine Sicherheitsquelle der Hamas hat bekannt gegeben, dass die israelische Artillerie vier Geschosse von einem im Norden des Gazastreifens stehenden Panzer abgeschossen hat, ebenfalls ohne dass es Opfer gegeben habe.

Laut einem Bericht der lokalen Tageszeitung Pal Today sind Bereiche der Stadt Beit Lahia im Norden des Gazastreifens bombardiert worden.

Die israelische Armee greift den Gazastreifen immer wieder an. Bei dem letzten israelische Angriff, der am vergangenen Montag (27.2.) erfolgte, drangen Jagdbomber mehrfach in den Luftraum über Gaza ein und verletzten mindestens 4 Personen.

Im Februar äußerte sich das Menschenrechtszentrum Al-Mezan mit Sitz im Gazastreifen besorgt über die ständigen israelischen Offensiven und warnte davor, dass sie wieder einen großen Krieg zwischen beiden Seiten entfesseln könnten. Das Zentrum rief auch die internationale Gemeinschaft auf 'unverzüglich etwas gegen die militärische israelische Eskalation zu tun'.        Quelle       Übersetzung: K. Nebauer

Israel liebt Kriege - Gideon Levy, 2.3.17 - Es gibt keinen anderen Weg, als den Bericht über den  Gaza Krieg  2014 des Rechnungsprüfers zu lesen  und es gibt keine bedeutendere Schlussfolgerung, die daraus folgt.

Israel liebt Kriege. Benötigt sie. Tut nichts, das sie verhindert, und  manchmal stiftet es dazu an. Da gibt es keinen anderen Weg als den Bericht des Rechnungsprüfers über den Gaza-Krieg 2014 zu lesen. Es gibt keine wichtigere Schlussfolgerung. All der Rest – die Tunnels, der nationale  Sicherheitsrat, das Kabinett, und die Intelligenz – sind Bagatellen. Nichts mehr, als die Bemühungen, uns davon abzulenken. Die Hauptsache ist, dass Israel den Krieg wünscht. Es  lehnt  alle Alternativen ab, ohne sie zu diskutieren, ohne Interessedaran, seine Wünsche  zu erfüllen


Israel wünschte auch in der Vergangenheit Kriege. Seit dem 1948er –Krieg hätten alle Kriege vermieden werden können. Klar, es gab auch Kriege der Wahl, obwohl die meisten von ihnen sinnlos waren und einige von ihnen sogar irreparablen Schaden anrichteten. Gewöhnlich begann Israel sie, manche Kriege wurden sogar erzwungen. Aber selbst dann hätten sie vermieden werden können, wie den  von 1973.


Einige der Kriege beendeten die Kariere derer, die ihn angefangen haben und doch -- ein übers andere Mal --wählte Israel den Krieg als die erste  und bevorzugte Option. Es ist zweifelhaft, ob  eine rationale Erklärung  für das Phänomen  gefunden wird.  Es ist  jedoch Tatsache, dass Israel jedes Mal  in den Krieg zieht. Es ist nicht nur, dass die Regierung und die Armee den Krieg lieben, alle in Israel lieben den Krieg.Dies wird von der Tatsache bewiesen, dass Untersuchungs-Komitees fast identische Berichte nach jedem Krieg geben – der Bericht von Gaza ist ist, mit dem Bericht  der Winograd Kommission nach dem 2. Libanon-Krieg  2006 fast gleich („Der Krieg wurde  hastig und unverantwortlich angefangen“) Wenn nichts davon gelernt und alle wieder vergessen ist, dann ist klar, dass etwas Starkes Israel in den Krieg zieht.


So war es auch im Sommer der Operation Protective Edge, als es dort überhaupt keinen Grund für einen Krieg gab. Und so wird es auch beim nächsten Krieg sein, der um die Ecke lauert. Wie schade, dass der „rote Alarm“-Knopf  am Dienstag im Süden ein falscher Alarm gewesen ist. Es war fast die Gelegenheit gewesen, einen  unverhältnismäßigen Schlag auf Gaza auszuüben, die Art, die Verteidigungs-Minister Avigdor Lieberman und Israel lieben, die Art, die Israel in den nächsten Krieg zum nächsten Krieg hinunter führt. >>>

Was folgt auf die harsche Kritik? - Jacques Ungar - 3. März 2017 - Wer die Quintessenz des von Staatskontrolleur Joseph Shapira veröffentlichten 200 Seiten starken Berichts über den Gaza-Krieg vom Sommer 2014 zusammenfasst, gelangt rasch zu einigen für die Betroffenen mehr als peinlichen Schlussfolgerungen. Zwar empfiehlt Shapira keine persönlichen Konsequenzen für die vor bald drei Jahren (und teils heute noch) an der politischen und militärischen Spitze Israels schaltenden und waltenden Persönlichkeiten, doch die Erkenntnisse des Staatskontrolleurs lassen effektiv für die Verantwortlichen nur wenige Alternativen übrig. Kurze Zeit nach der Publikation des Berichts ist eines bereits klar: Politiker, die mit Hilfe des Berichts über den Gaza-Krieg von 2014 eine Regierungskrise mit anschliessendem Sturz der heutigen Koalition provozieren wollen, haben die schlagenden Argumente dazu auf einem silbernen Tablett serviert erhalten. Fragt sich nur, ob sie verstehen, dieses «Geschenk» sachdienlich zu nutzen, und ob sie über den nötig langen politischen Atem verfügen, um nicht nur eine Regierung zu stürzen, sondern auch eine bessere Alternative auf die Beine zu stellen. >>>

Menschenrechtsexperten der UNO fordern Israel auf Aktivisten, die in Palästina arbeiten, zu respektieren - 03.03.2017 - Zwei Experten der UNO forderten heute von der israelische Regierung, "die volle Respektierung der Grundrechte und Freiheiten der Verteidiger (dieser Rechte) in den besetzten palästinensischen Gebieten"; (Aktivisten) sehen ihre Aktivitäten immer mehr eingeschränkt.

"Wir sind sehr alarmiert wegen der letzten Beschränkungen der unschätzbaren Arbeit von Aktivisten, seien es Palästinenser, Israelis oder aus anderen Ländern, die für die Respektierung der Menschenrechte in den besetzten Gebieten recherchieren und sich einsetzen", sagte sie in einem gemeinsamen Komuniquee.

Die Experten – Michael Lynk für die Situation der Palästinenser und Michel Forst für die Verteidigung der Menschenrechte – betonten, dass Israel die Pflicht habe, die Arbeit der Aktivisten zu schützen und zu fördern, dabei deute aber alles darauf hin, dass sie sie zu untergraben suchen.  

Konkret kritisierten sie, dass die israelische Armee vergangene Woche eine friedliche Demonstration von palästinensischen und israelischen Menschenrechtsorganisationen mit Tränengas und Gummigeschossen zerstreut habe.

Außerdem zeigten sie sich beunruhigt von einem Gesetzesentwurf im israelischen Parlament, der vorsieht, dass alle israelischen Nicht-Regierungsorganisationen, die mehr als die Hälfte ihrer finanziellen Mittel aus dem Ausland erhalten, für Anträge auf Informationen von offiziellen Instanzen zahlen müssen, die laut Gesetz öffentlich sind.    Quelle  - Übersetzung: K. Nebauer

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Bansky eröffnet Hotel in Palästina - 03.03.2017 - Der Strassenkünstler Bansky hat die 10 Zimmer des Walled Off Hotels (des eingemauerten Hotels), das heute in Bethlehem für die Medien eröffnet wird, (mit seinen Wandgemälden) geschmückt. Die Arbeiten des Künstlers kreisen um die umstrittene Mauer, die Israel von den palästinensischen Gebieten trennt. Das Haus möchte auf diese Weise Arbeiter und Reisende in die Stadt locken, deren Wirtschaft vor allem auf Pilgern und Tourismus beruht und von den immer größeren israelischen Kontrollen geschädigt worden ist. Daneben möchte Bansky die Aufmerksamkeit seiner tausenden Fans und besonders der jungen Israelis wecken, die ihre Wochenenden in den Diskotheken von Tel Aviv verbringen.

Bethlehem ist für Israelis per Gesetz verboten, aber das Walled Off Hotel befindet sich außerhalb der Stadt in der von Israel vollständig kontrollierten Zone, weshalb sie es besuchen dürfen.

Das Hotel möchte zum Dialog aufrufen und wird palästinensische Ausstellungen aufnehmen, um auf diese Weise Künstlern die Gelegenheit zu geben zu reisen und internationale Resonanz zu bekommen.   Quelle   Übersetzung (leicht gekürzt): K. Nebauer


Banksy-Hotel in Bethlehem - "Der schlechteste Ausblick der Welt" - Der Streetart-Künstler Banksy hat ein Hotel in den Palästinensergebieten gestaltet. An den Wänden hängen Videokameras und Steinschleudern, als Portier dient ein Schimpanse. Wenn ein Hotel mit dem "schlechtesten Ausblick der Welt" wirbt, ist das entweder auf charmante Art ehrlich, ziemlich dumm oder die Fanfare für das neueste Werk des Künstlers Banksy: Ein Hotel in Bethlehem, direkt an der Mauer zu Israel. >>>
 

Weitere Fotos >>>

Streetart-Künstler Banksy eröffnet Hotel in Bethlehem - Das "Walled Off Hotel" habe den "hässlichsten Ausblick der Welt", nämlich den auf die Mauer zwischen Israel und Palästina, sagt das Management. Aber es ist auch voll mit der Kunst seines Gründers. Wegen des Ausblicks wird in diesem Hotel wohl niemand ein Zimmer buchen: Seine Fenster gehen hinaus auf eine schmale Straße, gegenüber ragt eine meterhohe Mauer aus Beton auf. Es ist die Mauer, die Israel von den Palästinensergebieten trennt. Von der "Präsidentensuite", sagt das Management, habe man den "hässlichsten Ausblick der Welt".

Andererseits: Vielleicht wird es gerade dieser deprimierende Ausblick sein, für den die Leute sich in einem der neun Zimmer des "Walled Off Hotel" einmieten. Sein Gründer jedenfalls hat sowohl den Standort als auch den Namen seines Hotels sehr bewusst ausgewählt. Er bedeutet "abgeschottet", erinnert aber auch an das Luxushotel Waldorf Astoria in New York. >>>


Bilder von Banksys Werke >>>

Auschwitzüberlebender:“  Ich kann mich gut mit der palästinensischen Jugend identifizieren“ - Interview  zwischen Hajo Meyer und AdriNieuwhof (AN) 1.6.09 - Hajo Meyer, Autor des Buches: „Ende des Judentums“ wurde 1924  in Bielefeld geboren. Er floh allein  im Alter von 14 in die Niederlande, um den Nazis zu entfliehen. So konnte er die Schule nicht zu Ende besuchen. Ein Jahr später, als die Deutschen die Niederlande besetzten, lebte er in einem Versteck mit einem schlecht gefälschten  Ausweis. Hajo wurde im März 1944 von der Gestapo gefangen und eine  Woche später und nach  Auschwitz ins KZ deportiert. Er ist  einer der letzten Überlebenden.


AN : Was  würden Sie gern von sich sagen, um sich selbst den Lesern von EI vorzustellen?


Hajo:  Ich musste das Gymnasium in Bielefeld nach der Kristallnacht(das zweitägige Pogrom gegen die Juden( 9.Nov 1938.) verlassen.. Es war eine schreckliche Erfahrung für einen wissbegierigen Jungen und seine Eltern. Deshalb kann ich  mich voll mit der palästinensischen Jugend identifizieren, die auch nicht ihre Ausbildung fertig machen können.


AN: was motivierte Sie, ihr Buch  „Das Ende des Judentums“ zu schreiben?


Hajo: In der Vergangenheit haben europäische Medien aufwendig über extreme rechte Politiker wie Joerg Haider in Österreich und Jean-Marie Le-Pen in Frankreich gesprochen. Aber als Ariel Sharon  in Israel 2001 zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, blieben die Medien still. Doch in den 80ern verstand ich das zutiefst faschistische Denken dieser Politiker. Mit dem Buch wollte ich selbst Abstand nehmen. Ich selbst wurde im Judentum erzogen, auch mit der Gleichheit der Beziehungen unter allen menschlichen Wesen als ein Kern-Wert. Ich lernte erst das nationalistische Judentum kennen, als ich hörte, wie die Siedler ihre Bedrohung der Palästinenser in Interviews verteidigen. Als ein Verleger mich darum bat, über meine Vergangenheit zu schreiben, entschied ich mich, dieses Buch zu schreiben und zwar in einer Weise, dass ich auch über meine Vergangenheit schrieb. Ein Volk, das  ein anderes Volk entmenschlicht kann dies tun, weil es dies entweder von seinen Eltern gelernt hat oder  von ihren politischen Führern gehirngewaschen worden sind. Seit Jahrzehnten  ist in Israel geschehen:  sie missbrauchen den Holocaust für ihre politischen Ziele.  Auf die Dauer zerstört sich das Land selbst, indem es auf seine  jüdischen  Bürger einwirkt und sie paranoid werden lässt.  2005 illustrierte Sharon, der damalige Ministerpräsident,  dies  in der Knesset, wo er sagte: >>>

Facebook blockiert Seite der Fatah, der Partei des palästinensischen Präsidenten - 03.03.2017 - Während die Palästinser der Meinung sind, dass sie nicht gegen die Normen des sozialen Netzes verstossen haben, beschuldigen die Israelis sie in ihren Veröffentlichen zu Gewalt aufzuhetzen.

Facebook ist beschuldigt worden Zensur auszuüben, nachdem es die Webseite der Fatah, der Partei des palästinensischen Präsidenten, blockiert hat. Außerdem hat das populäre soziale Netz die Accounts der 12 Administratoren der Seite für die Dauer eines Monats eingefroren, berichtet das Portal Gulfnews, das die Nachrichtenagentur AFP zitiert.

Der Grund für diese restriktiven Maßnahmen liegt in der Publikation einer alten Fotografie des ehemaligen palästinensischen Führers Yasser Arafat mit einer Waffe in der Hand, die offensichtlich einem israelischen Soldaten gehörte, der in den 1980er Jahren im Libanon entführt worden war.

Die Palästinenser interpretieren die Aktionen von Facebook als Provokation und Druck und klagen, dass es pro-palästinensische Seiten ohne klare Gründe zu blockieren pflegt. Sie sind der Meinung, dass das Netz von Mark Zuckerberg  in Absprache mit der israelischen Regierung handelt und deren Forderungen immer nachkommt.

Israel beschuldigt die Palästinenser seinerseits, dass sie in den sozialen Netzen zu Gewalt aufhetzen und die Normen für die Nutzung der Webseiten verletzen.

Laut einem israelischen Medium kommt Facebook 95% der Anträge von Tel Aviv nach, während die Video-Plattform YouTube das in etwa 80% der Fälle getan hat.   Quelle   Übersetzung: K. Nebauer

Israelische Truppen erobern den Felsendom und al-Aqsa-Moschee am Ende des Krieges 1967 - Die Eroberung endete 1948 - Kann sich Israel aus den Fesseln der Geschichte und Religion lösen und seine vorherrschende Ideologie der Besatzung und Unterdrückung ablegen? - Zeev Sternhell

THEMEN SCHWERPUNKT: BESATZUNG - Zwei Beiträge beschäftigen sich mit dem historischen Kontext der Besatzung in Folge des Krieges von 1967 und den Faktoren, die deren Fortsetzung für bald ein halbes Jahrhundert ermöglicht haben.

Zeev Sternhell sieht den Zionismus als Projekt der Eroberung von Land zwecks Besiedlung und Errichtung eines eigenen Staats – ein Projekt, das angesichts der katastrophalen Entwicklungen in Europa seit dem Ende des 19. Jahrhunderts für Juden bzw. Jüdinnen existenziell notwendig und folglich gerechtfertigt war. Dieses Ziel wurde mit der Staatsgründung (1948) und dem Ende des Krieges (1949) jedoch erreicht, und Israel hätte sich dann ganz neu definieren und der Staat aller seiner BürgerInnen – einschließlich der im Land verbliebenen PalästinenserInnen – werden müssen, statt sich als der Staat einer einzigen Ethnie beziehungsweise Religion zu definieren. Dies ist aber nicht geschehen – was Sternhell als Israels größte Schwäche bezeichnet. Dieses stammesmäßige, und zunehmend auch religiös aufgeladene Verständnis ließ den Krieg von 1967 als natürliche Fortsetzung des Krieges von 1948 und als Vollendung der Befreiung der alten Heimat verstehen, die es zu besiedeln gilt.

Gadi Algazis Beitrag analysiert den Zionismus als eine Form des Siedler-Kolonialismus, ohne zugleich die Notwendigkeit zu negieren, die Rechte von jüdischen MigrantInnen, die auf Grund der Katastrophen in Europa fliehen mussten, zu sichern. Algazi erklärt detaillierter die auf dem nach der Staatsgründung 1948 fortgesetzten kolonialen Ansatz beruhende Ausgrenzung der palästinensischen StaatsbürgerInnen Israels, um die Parallelen zu der in den besetzen Gebieten nach 1967 verfolgten Politik aufzuzeigen, ohne zugleich die Unterschiede aus den Augen zu verlieren. Aus Algazis Sicht wäre es verkürzt, die Rolle der Religion über zu bewerten, denn die Enteignungs- und Siedlungspolitik führte ursprünglich die Arbeitspartei. Da diese aber auch ihre eigene Führungsposition in der israelischen Gesellschaft untergrub, führten der Krieg von 1967 und seine Folgen zum Aufstieg neuer Eliten und zu einer verheerenden Kombination von Neoliberalismus und Siedlungspolitik. >>>

"Saat des Friedens" - Jugendliche schließen Nahost-Abkommen - Seit Jahrzehnten können sich Israelis und Palästinenser nicht auf einen Frieden einigen. Nun zeigen ein paar Dutzend Jugendliche den Erwachsenen, dass es doch möglich ist - auch wenn die Realität hoffnungslos erscheint.

"Wir sind die Saat des Friedens", sagt ein 16-jähriger Palästinenser aus dem Gazastreifen und lächelt. Mit gleichaltrigen israelischen Mitschülern hat der Jugendliche in intensiven Friedensgesprächen ein symbolisches Abkommen im Nahost-Konflikt ausgehandelt, das den Weg in eine bessere Zukunft weisen soll.

Am Donnerstagabend unterzeichnen beide Seiten in einem Jugenddorf nördlich von Tel Aviv in einer feierlichen Zeremonie einen virtuellen Friedensvertrag. Er gibt Lösungen für die schwierigsten Knackpunkte >>>>

„Antisemitismus ist dämlich“ - Kollegah gehört zu den erfolgreichsten Rappern Deutschlands. Vor seiner Show in Hannover spricht er über die Uni-Zeit, Kritiker und seine Zukunftspläne. - (...)  Du solltest beim Hessentag auftreten. Das Konzert wurde aber abgesagt, nachdem dir unter anderem der Zentralrat der Juden neben Frauenfeindlichkeit auch Antisemitismus vorgeworfen hat. Auf Facebook hast du dich gegen die Vorwürfe gewehrt und dich gewundert, dass sie kurz nach Veröffentlichung einer Dokumentation aufkamen, in der du zeigst, wie du eine Schule in Palästina mit aufbaust. Hast du mit einer derartigen Reaktion gerechnet?

Ich will den Leuten nicht unterstellen, welche Ursachen das gehabt haben könnte. Der Verdacht muss mir aber gestattet sein, dass das in einem Kontext steht. Mir wurde bis dahin noch nie vorgeworfen, dass ich antisemitisch sei. Es wurde noch nie ein einziges Konzert abgesagt. Nicht einmal basierend auf der Behauptung, meine Texte seien frauenfeindlich – was ja viel naheliegender wäre. Deswegen ist es schon überraschend für mich. Ich habe aber damit gerechnet. Das ist auch einfach schon häufig so gewesen, wenn Leute Kritik am Staat Israel geübt haben. >>>

Israels Hauszerstörungen im Westjordanland – das „Rekordjahr“ 2016 - Jakob Reimann in Naher Osten - Dieser Artikel erschien zuerst auf den Seiten von B’Tselem und wurde von Jakob Reimann übersetzt – 2016 kam es zu einer deutlichen Zunahme der Zahl palästinensischer Häuser, die von israelischen Behörden im gesamten Westjordanland zerstört wurden, einschließlich Ost-Jerusalem. Fehlende Baugenehmigungen werden als Vorwand vorgeschoben. Seit B’Tselem 2004 mit der systematischen Dokumentation begann, kam es in keinem Jahr zu mehr Hauszerstörungen als im vergangenen.

In Ost-Jerusalem haben die Behörden 88 Wohnhäuser und 48 andere Gebäude abgerissen. Andernorts im Westjordanland zerstörten die Behörden weitere 274 Wohnhäuser und 372 andere Gebäude. Diese Hauszerstörungen belegen die israelischen Bemühungen, die Anwesenheit von Palästinensern in solchen Gebieten einzuschränken, die Israel annektieren will. Die Behörden ziehen für dieses Vorgehen Nutzen aus perfiden bürokratischen Verwaltungsinstrumenten.

Das Westjordanland (ohne Ost-Jerusalem)
- Im August 2015 führten die israelischen Behörden im gesamten Westjordanland eine beispiellose Kampagne von Hauszerstörungen durch und zerstörten dabei etwa 100 Gebäude – die Hälfte davon Wohnhäuser, in denen über 200 Menschen lebten, darunter etwa 100 Minderjährige. Die damals als ungewöhnlich umfangreich angesehene Welle der Zerstörung wurde Ende 2015 wegen der jüdischen und muslimischen Feiertage inoffiziell gestoppt. Anfang 2016 nahmen die Behörden die Zerstörungen wieder auf. Als die Monate verstrichen wurde das, was Ende 2015 noch als übertrieben maßloses Ausmaß der Zerstörung erschien, zur Norm und Teil der offiziellen israelischen Politik in der gesamten C-Area des Westjordanlands.

Als Teil dieser Politik zerstörte Israel im Jahr 2016 insgesamt 274 Häuser im Westjordanland (ohne Ost-Jerusalem), wodurch 1.134 Menschen obdachlos wurden, darunter 591 Kinder. Das Ausmaß der von Israel herbeigeführten Zerstörung von 2016 überstieg gar die Zahlen abgerissenen Häuser aus 2014 und 2015 zusammengerechnet. >>>

Israel: Neither Democratic or Jewish - Dr. Ludwig Watzal - The Zionist regime in Israel is trampling around its self-proclaimed democratic and Jewish values. To call this regime democratic or Jewish is a yoke. Israel is turning into a right-wing, nationalistic ethnocracy where the policy of the country and its authorities are controlled by one ethnic group; the Jews. Almost all criminal acts, committed by the political class or the security establishment against the colonized Palestinians are legitimized or whitewashed by the courts. Racist laws are implemented and land grab becomes the norm. The Israeli state and its institutions have been hijacked by colonialist, i. e. the settlers. They are in the process of capturing the High Court in Israel. Ran HaCohen provides an important but only a limited insight into a much broader phenomenon that should arise harsh protest >>>

 


Israel: Neither Democratic or Jewish - Ran HaCohen - For decades, much of the political struggle within Israel could be traced back to the fundamental conflict anchored in its Janus-faced self-definition – coined in the 1980s and legally formalized in 1992 – as a “Jewish and democratic” state. While centrist politicians have always emphasized the harmony of these two sets of values, the political wings have stressed their conflicts, with the left wing demanding to enhance democratic values against the Jewish values promoted predominantly by the right. This conflict has now ended in a clear, though somewhat unexpected result: celebrating 50 years of Occupation, Israel has become neither democratic, nor Jewish.

“The Only Democracy in the Middle East”? - Israel’s vanishing democracy stands out even while the entire world is drifting away from democratic values. Netanyahu’s coalition government is systematically emptying the country’s democracy, passing a new law every other day aimed at intimidating and silencing any dissent voice. >>>

Against the Israeli Right's state of war - Despite the fallout from the State Comptroller’s report on the 2014 Gaza war, we must remember that the violent atmosphere it created was a boon for an Israeli Right that fosters nationalism, racism and persecution of the Left.  - Alon Mizrahi

1. Throughout my life, I have witnessed Israel take part in a long list of military operations and wars. I have also seen a great deal of terrorism. There was the First Lebanon War, the First Intifada, the Gulf War, the Oslo Accords, the Second Intifada, Operation Defensive Shield, Operation Cast Lead, and Operation Pillar of Defense. Like every Israeli, I was raised in an atmosphere in which war could break out any moment — and, in fact, that happened fairly often.

But never in my life has my society frightened me as it did in the days of Operation Protective Edge. Even today, every time I recall that period, that familiar feeling of dread comes back. The thirst for revenge and the mass funerals, the desire by top government officials for more blood and killing, the violence in the streets, an apocalyptic feeling on social media. The call by Jews to take the law into their own hands and begin the slaughter. >>>


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Child Rights Briefing- February 2017 - News and updates on the situation of Palestinian children living in the occupied West Bank, including East Jerusalem, and the Gaza Strip

Trump Administration Seeks to End UNHRC “Obsession with Israel”

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Bernie at J Street: "end this 50-year-long occupation"


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Settler leaders should have been put on trial, not Azaria

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