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Montag, 24. Juli 201713:10  -     LINKS      facebook      ARCHIV      BDS      THEMEN

 

 

 

Aufgedeckt: Operationen des zionistischen Regimes in verschiedenen arabischen Ländern - 2.03.2017 - Die innere Krise in verschiedenen arabischen Länder hat unter anderem den Boden für die Infiltrierung der israelischen Armee und seiner Spionagesysteme in diese Staaten bereitet, um dann (militärische) Operationen zu beginnen.
 
Obwohl bereits verschiedene israelische Operationen, deren Ziel das Waffenlager der Islamischen Widerstandsbewegung des Libanon (Hisbollah) in Syrien waren, wurden laut der israelischen Tageszeitung Ma'ariv 99% der Operationen fern der Kommunikationsmedien durchgeführt.

Laut diesem Bericht wissen die meisten Personen, die bei diesen Operationen verletzt worden sind, nicht, dass die Israelis die Organisatoren dieser Operationen sind.

Das zionistische Regime operiert in Syrien frei und noch freier in der Sinairegion, wo es vollständig mit dem ägyptischen Regime von Abdel Fatah al-Sisi kooperiert. (Ma'ariv) wies auch darauf hin, dass die israelischen Angriffe auf Syrien wegen der Krise, in der sich das Land befindet, nicht besonders aufgefallen sind.

Schließlich behauptete (der Artikel in Ma'ariv), dass die "geheimen" Operationen Israels in den arabischen Ländern zu dem Zweck durchgeführt wurden, die Möglichkeit eines Krieges zwischen Israel und den Palästina benachbarten Ländern zu reduzieren.  Quelle    - Übersetzung: K. Nebauer

Alle werden Israelis - Ian Lustick - Israel Donald Trump und Benjamin Netanjahu ziehen gar nicht an einem Strang – selbst dann nicht, wenn es um die Ein-Staaten-Lösung geht. - Eine defekte Uhr zeigt zweimal am Tag die richtige Zeit an. Das trifft auch auf Donald Trump zu. Nach dem Gespräch mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu hatte er jüngst in einer Pressekonferenz gesagt: Die Zwei-Staaten-Lösung sei nicht mehr der „einfachere“ Weg zum Frieden zwischen Israelis und Palästinensern. Damit hatte er recht. Und er lag ebenfalls richtig mit seiner Auffassung, es liege an den Israelis und Palästinensern, zu entscheiden, ob sie in einem oder zwei Staaten zusammenleben wollten. >>>

UNO aufgefordert Israel und Saudi Asrabien auf schwarze Liste zu setzen - 02.03.2017 - Menschenrechts-NGOs haben die UNO gebeten, Saudi Arabien und Israel auf die schwarze Liste zu setzen, die die Rechte der Kinder in bewaffneten Konflikten verletzen.

Die Liste der Beobachter zu 'Kinder und bewaffnete Konflikte' rief am Mittwoch (1.3.) den UN-Generalsekretär Antonio Guterres auf, Saudi Arabien und Israel auf die schwarze Liste zu setzen, auf der sich Terrororganisationen wie Al Qaida und IS (DAESH) befinden, weil sie die Rechte der Kinder in den bewaffneten Konflikten verletzen.

"2015 ermordeten und verstümmelten Saudi Arabien und seine Verbündeten (im Jemen) zahlreiche Kinder und griffen Schulen und Krankenhäuser an, die im UN-Jahresbericht zur Frage Kinder und bewaffnete Konflikte (Leila Zerrougui) dokumentiert sind", ist im Bericht der ONGs zu lesen. Er erinnert daran, dass Saudi Arabien, um außerhalb der schwarzen Liste 2017 zu bleiben, zu dem Kompromiss verpflichtet war, sich Übergriffen auf Kinder zu enthalten. "Es ist klar, dass die von Saudi Arabien angeführte Koalition sich nicht daran gehalten hat", unterstreicht der Text, bevor er eine lange Liste von Grausamkeiten des arabischen Regimes im Jahr 2016 präsentiert.

Der Bericht zählt auch eine Vielzahl von Übergriffen der israelischen Streitkräfte im besetzten Westjordanland und dem belagerten Gazastreifen auf und verlangt den Einschluß Israels in die schwarze Liste, und erinnert daran, dass Israel aufgrund des Drucks, den die USA ausübte, außerhalb der schwarzen Liste geblieben ist.

Er erklärt, dass von September 2015 bis Ende 2016 insgesamt 232 Palästinenser einschließlich 53 Minderjähriger von den israelischen (Streit-/Polizei-)Kräften getötet worden sind.   Quelle          Übersetzung: K. Nebauer

Bericht von einer Reise nach Palästina - Bethlehem – Leben und Medizin hinter Israels Mauer - Udo W. Hombach - Der Autor recherchierte seit 2006 über wilhelminische Kirchen und ihre Mosaiken. Dazu gehören in Jerusalem die evangelische Erlöserkirche, die evangelische Himmelfahrtkirche, die katholische Marienkirche (Dormitio) sowie in Bethlehem die ev. Weihnachtskirche. Über diese 1892/93 von Berlin aus gebaute Kirche, die im Vergleich zur Geburtskirche wenig bekannt ist, schrieb Udo Hombach in der "Rheinische(n) Heimatpflege" in Köln im März 20l6. Auf seinen Reisen nach Jerusalem besuchte er auch Bethlehem. Sein kunsthistorisches Interesse versperrte ihm nicht den Blick auf die politische Gegenwart. Eigene Beobachtungen in dem Zusammenhang beschrieb er in der NRhZ am 13.07.2016 unter dem Titel "Zur Siedlungspolitik in Ost-Jerusalem – Ein Besuch in Silwan".

Seit einigen Jahren bin ich Mitglied im Förderverein für eine Klinik in Beit Sahour, einem Nachbarort von Bethlehem. (In Beit Sahour liegt das so genannte Hirtenfeld, wo der biblischen Erzählung nach den Hirten nächtens Engel erschienen, um ihnen die Geburt des Jesuskinds zu verkünden.) Karin und Qais Mitri aus dem Vorstand haben sich kürzlich in Palästina aufgehalten. Ihr Reisebericht wirft anschaulich Schlaglichter auf die aktuelle Situation im "Heiligen Land". Hier Auszüge daraus: >>>

Zu den vermehrten Fehlmeldungen durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk - 1. 3. 2017 - In der jüngsten Vergangenheit kam es mit Blick auf die Palästina-Berichterstattung vermehrt zu Fehlmeldungen. Die betrifft auch öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten, von denen wir in besonderem Maße erwarten, dass sie durch korrekte Recherche und präzise Berichterstattung ihren Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung leisten.

Auffallend sind in diesem Zusammenhang insbesondere die Verkennung anerkannter Fakten, die fehlende Kontextualisierung des Kräfteungleichgewichtes, die fehlende Unschuldsvermutung, ein unausgewogenes Quellenverhältnis und die mangelnde Wahrung journalistischer Objektivität.

Die Kommunikation falscher Tatsachen und sog. Halbwahrheiten berühren nicht nur palästinensische, sondern auch deutsche Interessen, die mit dem gegenwärtigen Stillstand der Friedensbemühungen nicht vereinbar sind.

Botschafterin Dr. Daibes erklärt hierzu: „Wir begrüßen die Berichterstattung über Palästina, besonders in diesen Zeiten des politischen Stillstandes. Dies gibt mir Anlass all jenen für ihre Wortmeldungen zu danken, die uns ihre Verbundenheit zu Palästina zeigen und überdies alle anderen ausdrücklich zu ermutigen, Palästina ihre stärkere Beachtung zu schenken.

Leider mussten wir zuletzt mehr und mehr Vorfällen unsere Aufmerksamkeit widmen, um Korrekturen irreführender Nachrichtenmeldungen anzustoßen. Ein sensibler Umgang mit historischen und juristischen Sachlagen, und dies hat insbesondere Geltung mit Blick auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ist für die >>>

Werden wir das noch weitere 100 Jahre erlauben? - 01.03.2017 - Maria Landi (blog) - [...]

OCHA (UN-Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten) berichtet, dass Israel 2017 im Westjordanland (bereits) 170 palästinensische Strukturen einschl. 40 Wohnhäuser zerstört, etwa 300 Personen vertrieben und die Mittel zum Lebensunterhalt von weiteren 4.000 Personen beschädigt hat. 2016 zerstörte oder konfiszierte Israel 1.093 palästinensischen Besitztümer, wobei es 1.600 Palästinenser vertrieb – die Hälfte von ihnen Minderjährige – und die Mittel zum Lebensunterhalt von etwa 7.000 Personen schädigte. Das ist beinahe das Doppelte von 2015.

 

In Ost-Jerusalem begann Israel mit dem Bau einer Autobahn, durch die Jabal al-Mukaber in zwei Teile gespalten wird, und wofür es Boden von 12 palästinensischen Stadtteilen konfiszieren und 57 Wohnungen, in denen 500 Personen leben, zerstören wird. Die Autobahn soll jüdische Siedlungen anbinden, während gleichzeitig alle Wege, die die palästinensischen Stadtteile miteinander verbinden, beseitigt werden, diese sind dann geografisch und wirtschaftlich voneinander getrennte Inseln, was es der palästinensischen Bevölkerung noch schwerer macht Schulen, Gesundheits- und religiöse Zentren zu erreichen.

"Wir leben in einem Zustand ständiger Angst", sagt Mohammed al-Sawahra, ein Einwohner des Gebietes. "Es ist als würden in zwei verschiedenen Welten leben. In den palästinensischen Gebieten lebt man wie in der dritten Welt, während den Israelis in den Siedlungen, die auf dem Boden von Jabal al-Mukaber erbaut worden sind, ein komfortables Leben geboten wird wie in den Ländern der ersten Welt."


 

In der Umgebung von Ost-Jerusalem leben Gemeinschaften von Beduinen, die für den Bau der riesigen jüdischen Siedlungsstadt Ma'aleh Adumim vertrieben worden sind. Für den Ausbau der Siedlung droht ihren prekären Gebäuden ständig die Zerstörung und seinen Bewohnern die Vertreibung. Im Februar erhielten sie für insgesamt 40 prekäre Strukturen der Gemeinschaft Khan al-Ahmar (einschließich der kleinen Schule, die mit Mitteln der europäischen Kooperation nach ökologischen Gesichtspunkten errichtet worden ist) Abrißorder; mit dem Abriß würde die Gemeinschaft in diesem Gebiet vollständig ausgelöscht.

 

 خصا بلا مأوى بعد هدم منزلهم في العيساوية - - 30 individuals are without  a shelter
 



 

Am 20. Februar zerstörten die israelischen Behörden zum zweiten Mal in diesem Monat eine 8 1/2 km lange Wasserleitung, die 47 Familien der bescheidenen Hirtengemeinschaften al-Hadidiyya und Ras al-Ahmar im ariden Jordantal mit Wasser versorgte. Die Wasserleitung ist von UNICEF finanziert worden und hat 12.500 Euro gekostet. Nach den israelischen Behörden wurde sie "abgeklemmt, weil sie illegal" ist (d.h.ohne die erforderliche israelische Genehmigung errichtet, die aber in 60% des besetzten Westjordanlandes nicht zu erhalten ist).
 

 

Handelt es sich um Verhaftungen, ist es fast nicht möglich Liste von den dutzenden Festnahmen aufzustellen, die die israelische Armee jede Nacht in verschiedenen Orten und Flüchtlingslagern in Palästina durchführt. Die Organisation Samidoun berichtet täglich über die Jugendlichen, denen wegen Steinewerfens der Prozess gemacht wird, über Gefangene, die, nachdem sie ihre Haftstrafen von 12 und 15 Jahren abgesessen haben, wenige Tage nach ihrer Freilassung erneut verhaftet werden, oder über die zahlreichen willkürlichen Festnahmen.


 

Der Journalist Mohammed al-Qiq, der im vergangenen Jahr nach 94 Tagen Hungerstreik, mit dem er gegen seine Administrativhaft (ohne Anlage und ohne Gerichtsverfahren) protestierte, am Rand des Todes schließlich im Mai freigelassen wurde, ist letzten Monat erneut inhaftiert worden, wieder ohne Anklage. Vor zwei Wochen hat al-Qiq wieder einen Hungerstreik begonnen und wurde wegen der raschen Verschlechterung seines Gesundheitszustand [...] in ein Krankenhaus gebracht. Zur Zeit gibt es mehr als 6.500 politische Gefangene in den israelischen Gefängnissen, mehr als 500 befinden sich in Administrativhaft und mehr als 300 sind minderjährig. Ein jüngster skandalöser Fall ist der des 15-j. Ahmad al-Khadur, der wegen Steinewerfens auf Soldaten zu 3 Monaten Haft und 800 Dollar Geldstrafe verurteilt worden ist, obwohl er chronisch krank ist: er leidet an Epilepsie und seit drei Jahren an Leukämie und wegen seiner schwachen Gesundheit eine spezielle Behandliung benötigt.


 

In Gaza werden die (ohnhin) armen Fischer, die bei dem Versuch den Lebensunterhalt für ihre Familien zu gewinnen, in die ihnen erlaubten wenigen Seemeilen zu fahren, auch dort routinemäßig von der israelischen Marine verfolgt und angegriffen. Diese Woche wurden fünf junge Fischer der Sippe der Bakr festgenommen und ihre Boote konfisziert; einer von ihnen, Mohammad Sabri Bakr, befindet sich nach einem (zusätzlichen) Schuss in den Rücken in einem kritischen Zustand.

Diese Vorfälle ereignen sich zu oft, um als Nachricht in die Medien zu gelangen. Das belagerte, bomabrdierte und nie wieder aufgebaute Gaza, wo sich 2 Millionen Menschen auf 350 qkm drängen, wo Krebspatienten sterben, weil sie nicht für eine Behandlung ausreisen dürfen, wo Babys in Inkubatoren aufhören zu atmen (es gibt nur 4 Stunden täglich Strom), ist nur dann eine Meldung wert, wenn irgendeine selbstgebastelte Rakete, die keinen Schaden anrichtet, auf israelisches Gebiet geworfen wird.

 

Mitten in der unendlichen Folge von Grausamkeiten und den grassierenden Beleidigungen ist in dieser Wochen etwas zum perfekten Symbol des rassistischen Apartheidregimes geworden: die israelische Justiz gab das Urteil über den Soldaten Elor Azaria bekannt, der im März 2016 in Hebron dem nach einem versuchten Messerattentat bereits entwaffneten und auf dem Boden liegenden jungen Palästinenser Abdel Fatah al-Sharif in den Kopf geschossen hatte. Azaria, jetzt ein Nationalheld, wurde wegen Totschlags zu 1 1/2 Jahren Haft verurteilt.

Diese außergerichtliche Exekution wäre wie so viele andere unbemerkt und straflos geblieben, wenn sie nicht von einem palästinensischen Zeugen gefilmt und verbreitet worden wäre (dieser Palästinenser wird von den Siedlern mit dem Tod bedroht). Die Behörden hätten den Soldaten festnehmen und eine Ermittlung einleiten müssen; ein Jahr später stellt das Urteil einen Affront gegen alle palästinensischen Opfer und ihre Familien dar.

Der Fall illustriert, wie radikal verschieden Gesetze, Politik und Praktiken des israelischen Staates je nach ethnisch-religiöser Zugehörigkeit angewandt werden. Während ein Soldat, der Uniform trägt und einen wehrlosen Palästinenser aus nächster Entfernung exekutiert – vor aller Welt und in einem Video dokumentiert – eine Haftstrafe von 1 1/2 Jahren erhält, nur weil er jüdische Nationalität hat, sind vor einem Jahr fünf palästinensische Jugendliche, die Hares-Boys, absolut ohne irgendeinen Beweis oder Zeugen ebenfalls wegen Totschlags zu je 15 Jahren Haft verurteilt worden.

 

Seit diesem Musterfall haben weitere palästinensische Jugendliche im vergangenen Jahr lange Haftstrafen erhalten, weniger weil sie Israelis angegriffen hätten, sondern wegen der Vermutung, sie hätten so etwas beabsichtigt: im Februar wurde der 17-j. Huzaifa  Taha wegen des Versuchs eines Messerattentats auf einen illegal in Ost-Jerusalem lebenden Siedler zu 12 Jahren Haft verurteilt. Der 17-j. Nurhan Awad wurde zu 13 Jahren und der 14-j. Muawiya Alqam zu 6 Jahren Haft verurteilt, beide in Ost-Jerusalem und mit der gleichen Beschuldigung; die Jugendlichen Manar Shweiki (16), Nurhan Awad (17) und Marah Bakir (17) wurden zu 6, 13 und 8,5 Jahren Haft verurteilt – sie wurden beschuldigt Messer bei sich gehabt zu haben mit der Absicht Israelis anzugreifen; die Jugendliche Malak Salman (17) erwartet im März wegen der gleichen Beschuldigung eine ähnliche Strafe; mit derselben Beschuldigung wurden im Januar die 13-jährigen Kinder Shadi Farrah und Ahamd al-Zaatari zu je 3 Jahren Haft verurteilt. Innerhalb von Israel wurde die junge Shatila Abu Aida (23) wegen eines Messerattentats auf einen Israeli zu 16 Jahren Haft verurteilt. 2016 erhielt der 14-j. Ahmad Manasrah eine Haftstrafe von 12 Jahren, da vermutet wurde, dass er, als er 13 Jahre alt war, Siedler in Jerusalem mit einem Messer angreifen hätte wollen; und fünf Jugendliche erhielten längere Haftstrafen als der Mörder Azaria nur weil sie Steine in Richtung israelischer Besatzungssoldaten geworfen hatten: Saleh Ishtayya (16), Muhammad Jaber (14) und Murad Alqam erhielt 3-jährige Haftstrafen; Muhammad Tayeh(17) und Zaid al-Tawil (16) erhielten 2 Jahre und 4 Monate. Und die Liste könnte verlängert werden...

 

Und das wird so weiter gehen, während Regierungen, multilaterale Organe und Menschen, die dabei stehen, Israel erlauben die Menschenrechte systematisch Tag für Tag seit fast sieben Jahrzehnten zu verletzen. Die 'internationale Gemeinschaft' (USA und seine Verbündeten) versteht es Sanktionen zu verhängen, wenn sie möchte, dass in einem Land ein Regimewechsel stattfindet. Aber Israel verurteilt man nur mit Worten. Das jüngste Beispiel ist die Resolution 2334 des UN-Sicherheitsrates (im Dezember verabschiedet), die die ununterbrochene zionistische Kolonisierung (Besiedlung) Palästinas verurteilte, die aber von keinerlei Maßnahmen begleitet war, um sie anwendbar zu machen.

Die Antwort Israels war dieselbe wie immer: den Ländern drohen, die für die Resolution gestimmt haben; ankündigen, dass sie sie nicht beachten und weiterhin auf palästinensischem Territorium Siedlungen ausbauen und neue Siedlungen errichten werden. Und um noch eins drauf zu setzen, verabschiedete die Knesset im Februar ein umstrittenes Gesetz, um die (von Israel) nicht genehmigten Siedlungen im Westjordanland zu legalisieren, was rückwirkend 4.000 Wohneinheiten auf privatem palästinensischem Land betraf. Wie die Chefin der PLO, Hanan Ashrawi erklärte, ist dieses neue Gesetz "die endgültige Annexion des Westjordanlands" und wird den Siedlern die Freiheit geben "um sich in völler Straflosigkeit auf den Landraub einzulassen". 

 

2017 ist ein wichtiges Jahr für das historische palästinensische Gedächtnis wegen mehrerer Jahresgedenken: 100 Jahre Balfour-Erklärung [...], 70 Jahre  UN-Teilungsresolution Nr. 181 [...], 50 Jahre (ein halbes Jahrhundert) Besatzung von Gaza, Westjordanland, Ost-Jerusalem und den syrischen Golanhöhen durch die israelische Kriegsmaschinerie; 10 Jahre unmenschliche Blockade des Gazastreifens; und 30 Jahre nach der ersten Intifada. In der ganzen Welt werden Initiativen vorbereitet, um diese Jahresgedenken mit bedeutenden und effektiven Aktionen zu begehen, die eine Beendigung der Straflosigkeit Israels auf den Weg bringen und sagen sollen: Es reicht! Jeder kann sich den Aktivitäten in seinem Land anschließen.
 

Die erste wird zwischen März und April die 13. Woche gegen die israelische Apartheid sein mit mehr als 200 vorgesehenen Veranstaltungen in fünf Kontinenten zur Stärkung und Verbreitung der BDS-Bewegung, die dazu aufruft Druck auf Israel auszuüben und es zu isolieren, bis es das internationale Recht (Völkerrecht) und die Rechte des palästinensischen Volkes respektiert. In dieser Woche wird es einen besonderen Impuls in Lateinamerika geben: es wird erwartet, dass dies das Jahr für den Senkrechtstart von BDS sein wird, einer Bewegung der palästinensischen Basis und Führung, wo die Hauptrolle die Menschen haben werden und die, die fest daran glauben, dass die dauerhaften Veränderungen von unten gemacht werden. Quelle      Übersetzung: K. Nebauer 

Netanyahu and the `apartheid state` - Akiva Eldar - Al-Monitor - Minister Benjamin Netanyahu has come up with a new, supposedly sophisticated answer for pesky journalists who ask whether he still supports the two-state solution. If Netanyahu responded that he hopes for the establishment of a Palestinian state alongside Israel, he would incur the wrath of his friends in the government, the Likud and the Knesset. On the other hand, if he said the two-state solution is dead in the water, he would face condemnation by the entire international community. He cannot, however, simply ignore the question. So what can he do? Throw out the response, “Rather than deal with labels, I want to deal with substance." >>>

Do Not Let Go of the Green Line: It Is Israel’s Achilles Heel - Nadia Hijab - The poet Dylan Thomas urged his father – and all those approaching death – “Do not go gentle into that good night” but “rage, rage against the dying of the light.” The death of the two-state solution has been foretold for nearly 20 years, after it became clear that Israel had signed on to the Oslo peace process in 1993 with no intention of allowing a sovereign Palestinian state.

And yet the light has refused to die. It has been in every country’s interest, including Israel and the Palestine Liberation Organization/Palestine (PLO/Palestine), to maintain flickers of life in the two-state possibility despite Israel’s relentless colonization of the occupied Palestinian territory (OPT) that has so far planted some 200 settlements and 600,000 settlers there, acts that constitute war crimes under international law.

For Palestinians living in the gray area of occupation the most basic freedoms of life, liberty, movement, health, and access to water, among others, are violated daily. Palestinian refugees and exiles are largely left to their fate, and the Palestinian citizens of Israel are expected to deal with the Israeli state’s discrimination and dispossession as best they can. Overall, the stagnation of the Palestinian body politic prevents effective, collective Palestinian action. >>>

2. 3. 2017

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Elor Azaria: Israelischer Soldat will Revision einlegen - Freiheitsstrafe für Kopfschuss - 18 Monate Gefängnis soll der israelische Soldat Elor Azaria verbüßen, weil er einem verletzten palästinensischen Angreifer in den Kopf schoss. Die Uno kritisierte das Urteil als zu milde - doch Azaria will es dennoch anfechten. - Der Fall beschäftigt Israel seit Monaten, vor einer Woche fiel das Urteil: Der israelische Soldat Elor Azaria wurde von einem Militärgericht wegen Totschlags schuldig gesprochen. 18 Monate Haftstrafe soll er verbüßen. Doch der 21-Jährige will den Richterspruch nicht akzeptieren: Sein Verteidiger Joram Scheftel wolle Urteil und Strafmaß anfechten, berichteten israelische Medien. Er habe auch einen Aufschub des für Sonntag geplanten Haftantritts gefordert. (...) Drei andere Rechtsanwälte des Verteidigungsteams legten nach Medienberichten aus Protest gegen den Revisionsantrag ihr Mandat nieder. >>>

 

Elor Azarias 'normativer' Support für den Genozid - Jonathan Ofir - 27.02.2017 - Letzte Woche wurde der israelische Soldat und Sanitäter Elor Azaria nach einer herabgestuften Anklage wegen 'Totschlags' für den Mord an Abdel fatah Al Sharif in Hebron zu der unverhältnismäßig milden Strafe von 1 1/2 Jahren Haft verurteilt. Als der UN-Menschenrechtsrat dies als unverhältnismäßig milde und 'inakzeptabel' kommentierte, bellten die israelischen Führer sofort zurück mit dem üblichen "Vorurteil", "Hass", "fern der Realität", "antisemitisch" usw.

[...] Das Militärgericht begründete seine Schlußfolgerung wie folgt:
"Nachdem wir die gesamten Umstände geprüft haben, einschließlich des beachtlichen Beitrags dieses Soldaten für die Armee und das Land als Soldat im Kampf, seine positive Persönlichkeit, und dass er bis zur aktuellen Komplikation (Verwicklung) eine normative Person war [sic!], des langen Zeitraums, in dem der Angeklagte im offenen Vollzug war, die Beeinträchtigungen, die wegen der ganzen Affaire dem Angeklagte und seinen Familienmitgliedern zugefügt wurden sowie des Strafregisters, das seine Verurteilung begleitete, sind alle Richter überzeugt, dass die Strafe am unteren Ende der angemessenen Sanktionen angesetzt werden muss." Achten wir uns besonders auf das Urteil "positive Persönlichkeit, und dass er bis zur aktuellen Komplikation (Verwicklung) eine normative Person war".

Nachstehend zwei E-Mails zwischen Elor Azaria und seinen Eltern (Charlie und Oshra) auf Facebook im Juli 2014. Das erste ist vom 15. Juli mit dem Hintergrund eines diskutierten Waffenstillstands mit Hamas mitten im Sturm auf Gaza von 2014. Das zweite ist vom 30. Juli:

(15. Juli)
Elor: Bibi du Transvestit, was für ein Waffenstillstand? Fick ihre Mutter!!!
(23 likes einschl. Adir und Victor Azaria)
Charlie: Wir brauchen alle Kraft, um die Mutter ihrer Mutter zu ficken!
Elor: Ja, bring sie alle um!
(30. Juli)
Elor: Gesegnet sei ihr Andenken... (ironische Referenz auf einen Text der
jüdischen Bestattungszeremonie, ed.)
Kahane hatte Recht! (Referenz auf Rabbiner Meir Kahane, Gründer der
Terrorgruppe Jewish Defense League und Gründer der faschistisch-jüdischen
Kachpartei, nach dem Goldsteinmassaker von Hebron 1994 von der Knesset
geächtet, ed.)
(24 likes, einschl von Adir und Victor Azaria)
Charlie: Kahane der Gerechte (er ist verstorben, ed.) hatte Recht, möge es
nach Kahane eine nächste Generation geben!
Oshra: Tod jedem, der Juden etwas zuleide tut. Genug damit, menschlich zu
sein, auch Frauen und Kinder sollten getötet werden, und die erste sollte
ZUBI sein (abwertend für die palästinensisch-israelische Knesset-
Abgeordnete Haneen Zoabi, wobei 'zubi' auf arabisch 'Schwanz' heißt, ed.)

Das ist also die 'positive Persönlichkeit' und die 'normative Person', auf die sich das Gericht bezieht.

Im Hebrew Local Call fragte John Brown letztes Jahr: "Was würde mit einem Araber passieren, der auf Facebook schreibt: "Bring sie alle um!" wie Elor Azaria?" Er brachte eine Reihe von Beispielen, wie >>>

 

Dokumentation - Exekution eines verwundeten Palästinensers. - Elor Azaria, der Mörder von Abd al-Fatah al-Sharif >>>


Mehr + andere Tage im Archiv >>>
 

 
 

 

 

Aktuelle  Kurznachrichten

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Israel schlägt Golfstaaten Allianz gegen Iran vor

Child Rights Briefing- February 2017 - News and updates on the situation of Palestinian children living in the occupied West Bank, including East Jerusalem, and the Gaza Strip

Trump Administration Seeks to End UNHRC “Obsession with Israel”

WATCH- Trump Israel envoy praises Israeli leftists — for sending kids to the army

Bernie at J Street: "end this 50-year-long occupation"


Bernie Sanders to Israel: End ’50-year occupation’

Settler leaders should have been put on trial, not Azaria

Israeli ministers to introduce bill aiming for annexation of massive Maale Adumim settlement

Interview with Israeli Author Amos Oz Trump 'Doesn't Even Have the Faintest Idea'

Shu’fat refugee Camp- The child Abdullah Anati critically injured after being targeted by a rubber bullet

Breaking the cycle of violence and inequality: an end to individualism and the hope in collaboration

Detainees’ Committee Denounces Israeli Abduction Of Wounded, Disabled, Child In Bethlehem

VIDEO: Israeli comedian slams 'apartheid' state's treatment of Palestinians on live TV

New documentary highlights life of imprisoned Palestinian leader

'We will not go back' in struggle against racism, sexism, xenophobia, homophobia -- Bernie Sanders

Israel defies calls to stop demolition of Palestinian homes

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What will Israeli Apartheid Week look like in 2027?

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Palestinians resort to living in caves to escape Israeli bulldozers

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2. 3. 2017

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