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Freitag, 24. Februar 201719:44  -     LINKS      facebook      ARCHIV     THEMEN

 

 

 

Henryk M. Broder: Die BDS-Anhänger bereiten die Endlösung der Judenfrage vor – diesmal im Nahen Osten
In der Literaturzeitschrift „Allmende“ warnen Autoren, die Israels Politik befürworten, vor dem „Neuen Antisemitismus“ / Mirna Funks umstrittener Roman „Winternähe“


Arn Strohmeyer

Der britisch-jüdische Philosoph Brian Klug behandelt in einem Essay mit dem Titel „Eine jüdische Herangehensweise an die Menschenrechte und Israel/Palästina“ das Dilemma des gegenwärtigen Judentums. Er spricht dort von einer „binären Spaltung“, die nichts mit der Unterscheidung von religiös und säkular zu tun habe, sie laufe in ihrer Prioritätensetzung auf ein „entweder oder“ hinaus: Entweder ständen Gruppen oder ethnische Interessen an erster Stelle oder die universellen Menschenrechte. Die beiden Sichtweisen seien nicht nur unterschiedlich, sie schlössen sich gegenseitig aus. Und doch beanspruchten beide dieselbe Tradition für sich: das Judentum  oder die Jiddischkeit. Der Gegensatz zwischen beiden Richtungen sei so groß, dass er von einer ernsthaften Krise im Judentum spricht – eine Krise, bei der sich der Staat Israel als Fels herausstellen könnte, an dem das Judentum auseinanderbrechen könne.

Klug nennt die Auseinandersetzung zwischen den Vertretern der universalen Menschenrechte und den Anhängern Israels (also im Wesentlichen die Gefolgsleute des Zionismus) im metaphorischen Sinn eine „Schlacht“, die mit allen Mitteln ausgetragen werde. In den Augen der Verteidiger des Zionismus (Partikularisten) sind die Universalisten „Verräter“ oder „Feiglinge“ (Klug) oder eben „Antisemiten“. Wenn man von einem „neuen Antisemitismus“ spricht, gilt es also zu unterscheiden zwischen dem „alten“ Antisemitismus, der sich vorrangig auf die „Rasse“ gründete und Juden wegen angeblich angeborener negativer Eigenschaften ablehnte, den es natürlich auch noch gibt, und einem vermeintlich „neuen“, der jede Kritik an Israels Politik als „Antisemitismus“ anprangert, weil hier „die Juden“ als Kollektiv (oder eben als jüdischer Staat) attackiert würden.


Wenn eine angesehene deutsche Literaturzeitschrift wie „Allmende“ eine ganze Ausgabe dem „neuen Antisemitismus“ widmet, müsste man eigentlich davon ausgehen, dass sie die Spaltung und die Krise, in der sich das Judentum gegenwärtig befindet, in den veröffentlichten Beiträgen zur Kenntnis nimmt und berücksichtigt. Aber nichts dergleichen – mit keinem Satz wird das Dilemma des Judentums erwähnt. Es existiert offensichtlich gar nicht. Zu Wort kommen – sieht man von den Aufsätzen von Esther Dischereit und Rafael Seligmann ab – nur überzeugte jüdische Anhänger der israelischen Politik, was vermutlich mit der typisch deutschen Angst der Redaktion vor dem Antisemitismus-Vorwurf zu tun hat, womit Klugs oben angeführte Analyse sich auch in diesem Fall bestens bestätigt. “Allmende“ schlägt sich (von den beiden kleinen Ausnahmen abgesehen) vollständig auf die eine Seite – die partikularistisch-zionistische. Im Jahr 2004 hatte der Suhrkamp-Verlag schonen einen Band mit dem Titel „Neuer Antisemitismus?“ herausgegeben, aber immerhin mit Fragezeichen. In dem Buch stammen von 17 Beiträgen wenigstens drei von kritisch, also universalistisch eingestellten Juden: Judith Butler, Dan Diner und Tony Judt.
                                                                      
Nur ein Interview-Beitrag in dem „Allmende“-Heft hebt sich (wie schon erwähnt) von der zum Teil blinden Israel-Loyalität der anderen Autoren/innen ab. Obwohl die an Esther Dischereit gerichteten Fragen die >>>

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#########Botschafterin Palästinas: Kein "Grünes Licht" für außergerichtliche Tötungen - Zur Verhängung des Strafmaßes über einen Besatzungssoldaten erklärt die Botschafterin Palästinas, Dr. Khouloud Daibes: Das geringe Strafmaß des israelischen Gerichtes für die gezielte Tötung des hilflos am Boden liegenden Abd El-Fatah Scharif im März 2016 in Hebron, von B’Tselem filmend dokumentiert, ist zweifellos ein Ausdruck von Missachtung und Wert eines palästinensischen Lebens. Es spiegelt obendrein die wahre Natur dieser Besatzungsregierung mit seinem differenzierten Justizsystem wieder, das außerhalb grundlegender Rechtsnormen, von Moral und gerichtlicher Integrität agiert. In dem Gerichtsurteil zeigt sich sehr deutlich die konträre Rechtsprechung für Israelis und Palästinenser: Vor >>>


Dokumentation - Exekution eines verwundeten Palästinensers. Elor Azaria, der Mörder von Abd al-Fatah al-Sharif >>>

Rechtsruck am Obersten Gericht in Israel - Rechtsruck am Obersten Gerichtshof von Israel in Jerusalem: Vier Richter gehen demnächst in Rente und werden durch konservative Richter ersetzt. - Mit der Ernennung von vier konservativen Richtern gibt es am Obersten Gericht in Israel einen Rechtsruck. Justizministerin Ajelet Schaked verkündete am Mittwoch, wer auf die vier Richter folgen wird, die in den nächsten Monaten in Rente gehen.

Drei davon gelten als erzkonservativ. Einer der neuen Richter ist ein Rabbiner, der in einer jüdischen Siedlung im Westjordanland lebt. Ausserdem hat das Auswahlkomitee die erste jüdisch-orthodoxe Frau zur Richterin beim Obersten Gericht ernannt.

Die Kommentatoren in den nationalen Medien beäugen die Entscheidung des Komitees kritisch. So spricht die israelische Tageszeitung "Jediot Ahronot" von einer "radikalen Veränderung" für das 15-köpfige Gericht, das dadurch "konservativer, religiöser und rechtsgerichteter" werde. >>>

Ansätze zur Lösung des Nahostkonflikts - Im Westen nichts Neues - Wenn Europa eine Politik von zwei Staaten für zwei Völker durchsetzen will, muss es eine von den USA unabhängige Linie verfolgen. Bislang ist der politische Einfluss Europas im Kielwasser der USA jedoch kaum wahrnehmbar. - Sam Bahour und Mousa Jiryis - Sollte Präsident Trump seine Äußerungen zur Abkehr von der Zweistaatenlösung wahr werden lassen, würde er mit einer Maxime der US-Außenpolitik brechen. Nach Meinung der meisten Kommentatoren liefe das auf eine beispiellose Ausweitung des Siedlungsbaus und eine rückwirkende Legalisierung von wilden Außenposten auf palästinensischem Grundbesitz hinaus.

Im Unterschied zu allen bisherigen US-Präsidenten, die die "Siedlungen als Friedenshindernis" bezeichneten, verabschiedet sich Donald Trump von dieser früheren Rhetorik und erklärt nun, Siedlungen seien "möglicherweise nicht hilfreich" für den Frieden. Dies bedeutet aber auch, dass Siedlungen auf unbestimmte Zeit weiter gebaut werden können.

Angesichts dieser Lage muss Europa erkennen, dass der US-Führungsanspruch zur Lösung des Konflikts zum Scheitern verurteilt ist. Die Aussichten auf Frieden während der Präsidentschaft von Trump dürften gleich null sein. Im Rückblick diente der Führungsanspruch der USA doch nur dazu, dem israelischen Siedlungsbau mehr Zeit und Raum zu verleihen. So wurden Tatsachen geschaffen, die eine Umsetzung einer Zweistaatenlösung immer schwerer machen.

Angesichts von zwei Jahrzehnten erfolgloser Verhandlungen unter US-Schirmherrschaft ist heute klar, dass die Führungsrolle der USA zur Lösung des Nahostkonflikts eher zwecklos, ja kontraproduktiv ist.

Auf das falsche Pferd gesetzt

Europa hat viel zu lange auf das falsche Pferd gesetzt. Dieser tragische Fehler kostet die europäischen Steuerzahler nicht nur Milliardensummen, sondern bewirkte das diametrale Gegenteil dessen, was europäische Politiker bezwecken wollten. >>>

Zerstörung eines Beduinen-Dorfs in der Naqab/Negev-Wüste - eine Chronologie - In Israel gibt es 35 so genannte „nicht anerkannte“ Beduinen-Dörfer mit zehntausenden Einwohner_innen, die von erzwungener Verdrängung gefährdet sind. So auch das Beduinen-Dorf Umm al-Ḥīrān in der Naqab/Negev-Wüste.

Von Anfang an berichteten wir über die Geschehnisse im Beduinen-Dorf Umm al-Ḥīrān: Der geplante Abriss, die gewaltvolle Räumung, welche zwei Todesfälle zur Folge hatte, und die darauffolgende mediale Darstellung des Vorfalls als „Terror“. Für den Polizeipräsidenten und den Minister für Innere Sicherheit war sofort klar: Beim toten Bewohner handele es sich um einen Terroristen der ISIS. Jetzt berichtet Israels Qualitätszeitung Haaretz, dass die tödlichen Vorfälle keinesfalls Resultat eines terroristischen Akts waren und fordert den Rücktritt des Ministers.

Lest die Chronologie der Ereignisse, die Israels Linke seit Monaten beschäftigt: >>>

OCHA-Bericht: Häuserzerstörungen auf neuem Rekordhoch - Der humanitäre Bericht des Koordinationsbüros der Vereinten Nationen für humanitäre Hilfe (OCHA) beklagt mit 1.100 Fällen einen Rekordstand an Häuserzerstörungen in 2016 (Tendenz steigend), einen Rückgang in medizinischen Ausreiseerlaubnissen aus Gaza und die verheerenden humanitären Konsequenzen der Siedlungspolitik.

Während im Vergleichsmonat Januar 2016 noch 91 Häuser von israelischen Bulldozern zerstört wurden, sind es im Januar 2017 bereits erschreckende 139; ein Anstieg um 65%.

Im Vergleich zum Vorjahr 2015 verzeichnete das Jahr 2016 einen Rückgang von 13% im Gesamtumfang der Ausreiseerlaubnisse aus dem umzingelten Gaza-Streifen nach Israel. Ebenfalls beklagt der OCHA-Bericht trotz eines Anstieges an Anträgen einen Rückgang der aufgrund medizinischer Gründe bewilligten Erlaubnisse um 13% >>>

Luxemburg, den 22. Februar 2017 - Betrifft Nakba Ausstellung an der Universität Göttingen - Sehr geehrter Herr Dr. Wilhelm Krull, Volkswagenstiftung - Unsere Organisation, das Comité pour une Paix Juste au Proche-Orient, eine von Regierungsseite anerkannter Luxemburger NGO, hat die Ereignisse um eine geplante Ausstellung an der Uni Göttingen im letzten Herbst zur Kenntnis genommen und erlaubt sich, jetzt nachdem sich die Fronten etwas geglättet haben, noch einmal darauf zurückzukommen. Um es vorwegzunehmen, unser Erstaunen, ja unser Unverständnis war groß über die wiederholte Verhinderung und Verschiebung dieser historischen Ausstellung zum Thema Nakba. Und dies umso mehr da wir die Ausstellung gut kennen, denn sie wurde vor drei Jahren gleich zwei Mal in Luxemburg gezeigt, im Rahmen einer kirchlichen Institution (Erwuessene Bildung) sowie einer Sekundarschule (Lycée Ermesinde). Im Lycée Ermisinde war sie gleichzeitig Teil eines Unterrichtsprojektes in Geschichte. Sie wurde vor allem aber im UNO Hauptgebäude in Genf sowie im Europa Parlament in Straßburg gezeigt.

Wir alle hoffen, dass nach 70 Jahren endlich Freiheit und Gerechtigkeit im Nahen Osten Fuß fassen, und dass zwei Völker in Friede koexistieren werden. Dies wird aber nicht möglich sein, wenn man die Augen schließt vor einer Facette, einem Teil der Geschichte. Und dazu trägt diese Ausstellung bei: die Geschichte der damals einheimischen Bevölkerung zu beleuchten. Die Ausstellung beruht auf Fakten, sie hat keinerlei aggressiven Unterton gegenüber Israel, sie wird von namhaften Historikern unterstützt die für ihre Wahrhaftigkeit bürgen.

Die schrecklichen Verbrechen am jüdischen Volk sind glücklicherweise heute bekannt und werden gebührend kommemoriert. Es kann aber nicht sein, dass ein anderes Verbrechen, das zwar in einem ganz anderen Rahmen verübt wurde, jedoch auch eine Katastrophe für ein ganzes Volk darstellt, einfach verschwiegen wird. Und dies, weil eine Lobby, in diesem Fall eine sehr effizient operierende Israel-Lobby, Druck ausübt. Diese Form von Einmischung ist nicht förderlich für den Frieden dort, ist gefährlich für Demokratie hier, und gerade eine Institution wie die Universität Göttingen sollte diesem Druck standhalten und freie Meinungsäußerung garantieren. Anderenfalls muss man fürchten, dass die Unterdrückung welche Israel tagtäglich den Palästinenser gegenüber ausübt ihren Schatten bis nach Europa wirft. Die rechtsextreme Regierung, welche im Augenblick in Israel regiert hat kürzlich ein neues Gesetz abgesegnet welches der arabischen Minderheit, den Palästinensern mit israelischem Pass verbietet, ihre eigene Geschichte, namentlich die Nakba, zu kommemorieren. Dies sollte nicht zum Beispiel werden für Europa.

Der von uns allen ersehnte wahre Frieden im Nahen Osten kann nur entstehen, wenn beide Volksgruppen das Recht auf eine eigene Identität und Geschichte haben. Und genau darum hätten wir gewünscht, dass diese Ausstellung an der Universität Göttingen gezeigt würde.

In der Hoffnung, dass sie unser Anliegen verstehen und womöglich in Zukunft einem gewissen Druck standhalten werden, senden wir freundliche Grüße, Martine Kleinberg, Präsidentin des CPJPO, Claude Grégoire, ehemaliger Präsident des CPJPO

Kopie dieses Briefes wurde gesandt an die Präsidentin der Uni Göttingen Frau Prof. Ulrike Beisiegel sowie an Prof. Dr. Irene Schneider, an Prof. Dr. Kai Ambos so wie an Frau Lara-Lauren Goudarzi-Gereke


Dokumentation - Zur Kampagne gegen die Nakba-Ausstellung „Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ in Göttingen >>>

Wie die Verteidiger Israels die Wirklichkeit verdrehen, Unwahrheiten verbreiten  und "alternative Fakten" präsentieren:

Heidi Mücks Boykott und Hetze gegen Israel
- Ein Offener Brief an die Basler BastA!-Regierungsratskandidatin Heidi Mück zu ihrer Haltung gegenüber Israel und den Juden. - David Klein >>>

New Report: The Palestinian Periphery (pdf and ebook) - Palestinian Grassroots Anti-apartheid Wall Campaign - 22. 2. 2017 - The report The Palestinian Periphery is being published at a time when Israel’s settlement policy is once again in the headlines and condemned and lamented by governments and politicians across the world. This report is about the communities that are being displaced and dispossessed by Israel’s settlement project and its overall framework of colonization. It is about our people and the way Israeli policies have shaped our lives and social and political geographies.
The Palestinian Periphery shows the multifaceted methods of Israeli policies of ethnic cleansing and their impacts on our struggle, demonstrating that the people in what has become the ‘periphery’ are neither weak nor have they been historically marginalised. In fact, they have been pushed by Israel into isolation and are resisting under constant attack.

This report points at the forms of resistance - from the politics of delay to the politics of liberation - that the communities have adopted. Far from being helpless victims, they are the stronghold in our daily resistance. But time is running out for these communities.
Unfortunately, the international community and the Palestinian National Authority have acquiesed to the status quo of Israeli created bantustans while the ‘rest’, the communities in area C,have been turned into dispensable ‘peripheries’ at the mercy of Israeli expulsion.
With this effort we try to explain to ourselves and to people around the world these strategies of power and of resistance and we launch an urgent appeal to the Palestinian leadership and to the international community to change policies before it is too late. >>>

To download this report in PDF form >>>
To download this report as ebook >>>

Who are real losers of US veto at UN against former Palestine PM? - Daoud Kuttab - The strong reaction to blocking the secretary-general from appointing a qualified Palestinian has left a mark on the Trump administration and has inadvertently resurrected the profile of a Palestinian leader the world had forgotten. It even brought about agreement within Palestinian society and its leadership. Fayyad and Palestinians are not the real losers in this case. Rather, that distinction belongs, unfortunately, to the people of Libya, who have been denied a competent, Arabic-speaking world class talent to help bring their splintered society together. >>>

The Trump-Netanyahu summit may have actually made things worse - Zvi Schuldiner - For Israel, the meeting makes the situation worse. The Israeli right now believes it can sell citizens on the annexation so dear to the nationalist and fundamentalist coalition that dominates the country. But polls surprisingly indicate that a majority of Israelis support the two-state solution. In this context, the ultra-right wants to use the apparent sympathy of racist Trump to continue with the advance of the settlements in the occupied territories. The settlements are not only a way to gain control of Palestinian lands, they are also a source of new obstacles to a possible or theoretical peace. They also increase the possibility of bloodshed. >>>

Donald Trump`s abandonment of the two-state solution descended into dark comedy very quickly - Robert Fisk - It was almost as funny to listen to the “experts” on US channels trying to summarise Donald Trump’s ravings on the Middle East as it was to listen to his original gobbledegook at his press conference with Bibi Netanyahu. Unable to understand what the President’s inanities actually meant, the lads and lasses of the satellite channels were telling us that he was not as committed as his predecessor to the “two-state” solution but might favour a “one-state” solution – yet wasn’t ruling out a “two-state” solution. Oh yes, and he’d like Bibi to “hold back” on settlements. Most of the “experts” chose to leave out the pathetic Trump addendum – “for a little bit” – because they had no more idea than Trump what this actually meant. >>>

Benjamin Netanyahu’s Art of Avoidance - Bernard Avishai - Things did not work out as planned. On Monday night, Michael Flynn, Trump’s national-security adviser, who was expected to amplify Netanyahu’s claims of an Iranian threat, resigned. Washington was in tumult over reports of Flynn and other Trump advisers’ communications with Russian intelligence officials. Netanyahu himself arrived compromised by personal scandal and political strain. He is the target of three criminal investigations, and an indictment in any of them could force his resignation, much as corruption allegations forced the resignation of his predecessor and rival Ehud Olmert, in 2008. The most serious of these accusations has undermined his support in Israel’s security establishment, which he purports to represent. Meanwhile, Netanyahu has been cornered by zealots in his coalition, who had assumed, with his encouragement, that Trump’s election would allow them to freely pursue the settlement project, unhindered by talk of a Palestinian state.>>>

How both Trump and Netanyahu whitewashed antisemitism with ‘love’ - Jonathan Ofir - In this conference, a question was asked at a point by one reporter: “Mr. President, since your election campaign and even after your victory, we’ve seen a sharp rise in anti-Semitic — anti- Semitic incidents across the United States. And I wonder, what do you say to those among the Jewish community in the states and in Israel and maybe around the world who believe and feel that your administration is playing with xenophobia and maybe racist tones?” >>>

Lost Time: Palestinian prisoners in Israel : The poignant stories of Palestinian prisoners in Israel and the effects of imprisonment on them and their families. - Aljazeera World - There are an estimated 7,000 Palestinian prisoners in Israeli jails. Since 1967, around 750,000 Palestinians have been in custody. Lost Time hears the deeply personal stories of some of the prisoners and their families, exploring the social, emotional, financial, physical, and psychological effects of long-term imprisonment. >>>

Hanan Ashrawi: “We Are Seriously Worried” - Hanan Ashrawi - The problem is not negotiations. We’ve been negotiating since 1991. The problem is the commitment and the political will to respect international law and to have genuine negotiations that would really lead to ending the occupation and a peaceful solution. And [Israeli Prime Minister Benjamin] Netanyahu would like nothing better than an endless process of negotiations in order to buy more time to create more facts to destroy the two-state solution. So what we need would be a positive engagement and an involvement that would, on the one hand, curb Israeli violations, lead Israel to compliance with international law and create a system of accountability for Israel, but, at the same time, create a system of protections for the Palestinians and ensure that whatever negotiations that will emerge will be based on international law and will have clear objectives and a clear timeline. >>>

23. 2. 2017

Die düstere Trump-Ära

Felicia Langer

Im „Palästina-Portal“ habe ich am 2. 2. versucht, die ersten 10 Tage der „Ära Trump“ zu beschreiben. Ich wußte noch nicht, dass uns die Zukunft noch mehr Bösartigkeit bringt.

Donald Trump hat seine ersten vier Wochen als US-Präsident positiv bewertet und sich erneut mit Reportern angelegt. Er sagte, es mache ihm Spaß (Pressekonferenz, Schwäbisches Tagblatt, 18. 2.). Er sagte noch, seine Regierung arbeite wie eine fein abgestimmte Maschine. Er sagte auch: „Ich bin der Beste!“ Die Presse, die er hasst, ist anderer Meinung: Die Münchener Sicherheitskonferenz wurde als „Unsicherheitskonferenz“ bezeichnet. „Es gibt einfach keine Klarheit. Es gibt so viele vermeintliche Klarheiten, jeden Tag eine andere, dass man nicht weiß, woran die Welt ist“ (taz, 16. 2., Dominique Jonson).

Und was sagen die Republikaner? Sie wenden sich ab. John McCaine, Senator der Republikaner sagte: „Die Fehltritte verschlagen einem die Sprache“ (Schwäbisches Tagblatt, 18. 2., Peter De Thier). Die Engländer berichten, dass es schon circa zwei Millionen Unterschriften gegen einen Besuch von Trump in England gibt. Die ARD berichtete über Trumps Kundgebung in Florida, wo er über einen vermeintlichen Vorfall in Schweden gesprochen hat. „Würdet ihr das glauben!?“ Was er konkret gemeint hat, blieb unklar. Das Wichtigste ist, dass in Schweden nichts passiert war. Geblieben ist Verwunderung und Spott in Schweden, über einen Anschlag, den es nie gab.

Die Palästinafrage (nicht die 50 Jahre israelischer Besatzung) war ein Thema, Benjamin Netanyahu, Trump nennt ihn liebevoll bei seinem Kosenamen „Bibi“, hat Genugtuung gezeigt. Sein Lächeln hat so viel Glück ausgestrahlt! Endlich klare Worte, keine Erwähnung der Besatzung, keine dem Völkerrecht entsprechende Räumung der Gebiete, keine Zwei-Staaten-Lösung.

Susanne Knaul schrieb (taz, 17. 2.), dass das Musik in den Ohren der Siedlungsfanatiker ist… Ein paar Siedlungen weniger wünschte sich der US-Präsident Trump im Verlauf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Netanyahu. Keine Vorbedingung für einen Frieden. Die Besatzung, das Völkerrecht ist kein Thema. Susanne Knaul schrieb weiter: „Das bedeutet grünes Licht für die Israelis in den besetzten palästinensischen Gebieten, fast ohne den mahnenden Zeigefinger aus Washington fürchten zu müssen.“ Deshalb die Super-Laune von Netanyahu und den Siedlern!

Friedensbewegten Menschen in Israel und überall sprechen klare Worte gegen die Besatzung, gegen Apartheid. Man kann sie auch in Deutschland hören: Jürgen Todenhöfer, ein langjähriger Politiker und Friedenskämpfer, schrieb u.a. (facebook, 8. 2.): «Liebe Freunde, Netanyahu bereitet die totale Annexion des Westjordanlandes vor. Schon jetzt ist es mit völkerrechtswidrigen israelischen Siedlungen übersät. Wissenschaftsminister Akunin triumphierte: „Das ganze Land gehört uns. Dieses Recht ist ewig und kann nicht angefochten werden.“ Nein, Herr Wissenschaftsminister. das Westjordanland gehört nicht Ihnen. Nicht ein Quadratmeter. Es gehört den Palästinensern!»

Das palästinensische Volk wird nicht kapitulieren. Auch nicht die Menschen mit Gewissen überall. Auch nicht in den USA oder in Israel.
 

Five children who got longer sentences for throwing stones than Israeli soldier who shot incapacitated Palestinian dead - 'If [a Palestinian] kills an animal... he would have gotten more time,' family of deceased man says - Bethan McKernan

An 18-month jail sentence handed down to an Israel Defence Force (IDF) recruit for the killing of a wounded Palestinian has prompted for widespread criticism for its apparent leniency in light of the severity of his crime. Then 19-year-old medic Elor Azaria was found guilty of manslaughter for fatally shooting 21-year-old Palestinian knife attacker Abdel Fattah al-Sharif in the head after the assailant had already been disarmed and injured in an incident in Hebron last year. (...)


Just a handful of people imprisoned under the new stone-throwing legislation who were handed down longer sentences than Azaria, include five boys from east Jerusalem who were sentenced in March last year for throwing stones at cars:

Saleh Ashraf Ishtayya, 16: three years and three months in prison
Muhammad Ahmad Jaber, 14: three years in prison
Murad Raed Alqam, 14: three years in prison
Muhammad Na’el Tayeh, 17: two years and four months in prison
Zaid Ayed al-Taweel, 16: two years and four months in prison

In addition to the above five, in the same trial, 14-year-old Omar Rani Yaseen received a one-year sentence, and Yazan Hani Ayoub, whose age was not given, was given one year and two months in prison. >>>

 

Israeli pop legend sings for “hero” who executed injured Palestinian - Ali Abunimah

Amnesty International added its voice to the outrage over the slap on the wrist given to an Israeli army medic who executed a seriously injured Palestinian last March. On Tuesday, Elor Azarya was sentenced to 18 months in prison for firing a fatal shot to the head of 21-year-old Abd al-Fattah Yusri al-Sharif who lay incapacitated on a Hebron street, in what Israeli judges found beyond any doubt was an act purely motivated by revenge.

Israel claims that al-Sharif, whose slaying was caught on video, and Ramzi Aziz al-Qasrawi, another youth who was also shot dead in the same incident, had earlier stabbed a soldier at a military checkpoint in the occupied West Bank city. Amnesty said Azarya’s sentence showed that Israelis who commit violations are “protected by the system” >>>

 

Dokumentation - Exekution eines verwundeten Palästinensers. - Elor Azaria, der Mörder von Abd al-Fatah al-Sharif >>>

Sammlung - Tötungen - Massaker in Palästina >>>


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Aktuelle  Kurznachrichten

Donald Trump`s abandonment of the two-state solution descended into dark comedy very quickly

Israeli Soldiers Destroy UNICEF Drinking Water Pipeline

» Israeli High Court Allows Demolition Of Al-Qanbar Family Home In Jerusalem

Die Sippenhaftung, oft auch Sippenhaft genannt, obwohl es sich nicht notwendigerweise um eine Haft handelt, ist eine Form der Kollektivhaftung. Sie bezeichnet das Einstehenmüssen der Familienmitglieder für Taten ihrer Angehörigen. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Sippenhaft als Terrormaßnahme gegen politische Gegner und deren Familien angewandt. Bis heute besteht sie in Nordkorea und wird in Russland und Tschetschenien angewendet. - Quelle Wikipedia - Israel wurde vergessen.

Rechtsruck am Obersten Gericht in Israel

Reports- Israeli Supreme Court rules in favor of punitive demolition of slain Palestinian's home

Israel closes Jerusalem-area Palestinian boys school for ‘incitement’

Palestinian lawyer signs plea bargain as NGO slams Israeli 'persecution of rights defenders'

UN officials visit Bedouin village slated for demolition, call situation 'unacceptable'

Israeli forces deliver 30 demolition orders in Hebron-area village

Israeli forces shoot at fishermen, enter Gaza border area

23. 2. 2017

Amnesty alarmed by health condition of hunger-striking prisoner Muhammad al-Qiq

Palestinian Child With Epilepsy And Leukemia Sentenced To 90 Days In Israeli Prison

Israeli Naval Forces Continue to Chase Palestinian Fishermen in Gaza Sea; 5 fishermen arrested, including a boy, 1 fisherman wounded and fishing boat confiscated

After 15 Years In Prison, Palestinian Detainee Rearrested Just Before His Scheduled Release

Army Abducts A Palestinian And His Sister Near Bethlehem

American anti-Semitism rises, and the Israeli Right remains silent

Longest-serving Palestinian prisoner resentenced to life in prison plus 18 years

The Trump-Netanyahu circus- Now, no one can save Israel from itself

PA court sentences 3 Palestinians to prison for trading Israeli settlement products

EU missions condemn Israeli demolitions of Palestinian structures in Area C

Israel orders Palestinians in Nablus-area village to evacuate homes for military drills

22. 2. 2017

Hamas and Hezbollah no longer terror organizations, says Lieberman

Israel creates fake Jewish tombs around al-Aqsa Mosque

102 Israeli settlers storm al-Aqsa under police protection

How the Israel lobby is using Owen Jones

BDS activists score a first victory in Ecuador

PCHR- “Military Courts Issue 7 Death Sentences in Gaza in One Day”

Israeli Soldiers Destroy An Internationally-Funded Drinking Water Pipeline

Israel imposes heightened security measures in Ramallah district

Army Abducts A Palestinian And His Sister Near Bethlehem

Prominent Australians write open letter opposing Benjamin Netanyahu`s visit

Israeli Navy Abducts Five Fishers From The Same Family In Gaza
 

Gazan fisherman in critical condition after being shot in back by Israeli forces

Including Three Siblings, Israeli Soldiers Abduct Five Palestinians In Jerusalem

Film about Israeli imprisonment of Palestinians wins top award in Berlin

Event involving Israeli Ambassador to Ireland cancelled following BDS protests

Israel approves bill obligating businesses to publicly state refusal to serve illegal settlements

Israeli minister moves to revoke citizenship of Palestinian charged with murder

Israeli forces assault, detain Palestinian man hours after being released from PA prison

Israeli forces detain 20 Palestinians in overnight raids

Israeli authorities move to demolish entire Bedouin community

Knesset Enacts Law That Would Force Labeling of Israeli Businesses That Refuse Service to Settlements

21. 2. 2017

Israeli court sentences Palestinian boy with leukemia to 3 months in prison

Israelischer Soldat Azaria zu (nur) 18 Monaten Gefängnis verurteilt

Der israelische Soldat Elor Azaria muss wegen Totschlags eineinhalb Jahre ins Gefängnis. Azaria hatte im Dienst einen am Boden liegenden palästinensischen Angreifer erschossen. Der Fall hatte auch international für Aufsehen gesorgt, weil Videoaufnahmen zeigen, dass der Palästinenser offensichtlich bewusstlos ist. Ein israelisches Militärgericht hat das Strafmaß für Elor Azaria verkündet: Der 21-jährige Soldat muss für 18 Monate ins Gefängnis. Die Anklage hatte die Höchststrafe von 20 Jahren gefordert.


Er erschoss einen verletzt am Boden liegenden palästinensischen Angreifer. Dafür ist ein israelischer Soldat nun zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der 21-Jährige zeigte sich erleichtert über das Strafmaß.

Der palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah hat EU-Staaten erneut zur Anerkennung des palästinensischen Staates aufgerufen. Hamdallah empfing in seinem Büro im besetzten Westjordanland eine EU-Delegation unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden des Palästina-Ausschusses des Europaparlaments, Nyuklas Celikiotis und den Leiters der EU-Delegation für das Westjordanland und den Gazastreifen, Ralph Tarraf.

Nach heftiger Kritik hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sein zusätzliches Amt als Kommunikationsminister abgegeben.

Israeli Soldiers Destroy An Internationally-Funded Drinking Water Pipeline

Israeli Soldiers abduct 22 Palestinians In The West Bank

Israeli Soldiers Invade Homes In Hebron

WATCH- IDF soldiers arrest Palestinian for filming them

Taking protests to the frontline in the U.S. and Israel-Palestine

How I dealt with masked men with guns pounding on my door

'We want our children back'- Mother of slain Palestinian fights for his body to be returned

Palestinian journalist Omar Nazzal released from prison as Gazans stage solidarity sit-in

Palestinian children attend vigil marking anniversary of Ibrahimi mosque massacre

Dozens of right-wing Israelis tour Al-Aqsa Mosque compound under armed protection

The Middle East `peace process` was a myth. Donald Trump ended it

Prominent Australians write open letter opposing Benjamin Netanyahu`s visit

Netanyahu says Trump’s settlement moratorium request may preclude Amona resettlement

Israel imposes heightened security measures in Ramallah district

Reform Judaism Movement Opposes David Friedman’s Nomination for U.S. Ambassador to Israel

20. 2. 2017

Frühere US-Botschafter in Israel nennen Trump-Kandidaten "ungeeignet"
 Fünf ehemalige US-Botschafter in Israel haben in einem Brief ihren von US-Präsident Donald Trump benannten Nachfolger David Friedman als ungeeignet kritisiert.

Jordanian king- 2-state-solution only way to end Israeli-Palestinian conflict

Palestinian family of 13 displaced after being forced to demolish their own home

Palestinian, 25, dies after being shot by Israeli troops on his way to his last chemo session

Bil’in Marks Twelve Years Of Ongoing Struggle Against the Israeli Annexation Wall, Colonies

Many Injured After Israeli Soldiers Attack Weekly Nonviolent Procession In Ni’lin

PCHR Weekly Report: One civilian dead, 4 wounded by Israeli forces this week

Israel Confiscates Palestinian Land In Silwan

How I dealt with masked men with guns pounding on my door

I was IDF property for three years — today I'm traumatized

Taking protests to the frontline in the U.S. and Israel-Palestine

Hunger striker Muhammad al-Qiq held in 'grave-like' prison cell, lawyer says

19. 2. 2017

'Settlers are free to take what they want': Palestinian landowners fear for the worst as land-grab law is passed
 

Germany says building more Israeli settlements may end two-state solution

How both Trump and Netanyahu whitewashed anti-semitism with 'love'

Trump's dim view of Palestine-Israel
 

Trump plans to keep Palestinians stateless forever

Gazans could not cope with heavy rains due to Israeli siege

Palestinians Rally against Israel’s Settlements, Separation Wall in West Bank

UN: Two-state solution the ‘only way’

French FM says US position on Mideast peace 'confusing'

Fayyad rejects any deal with Israel over with UN appointment

BDS heckles Israeli speaker at Colombia University

13-year-old Palestinian 'Spider Boy' sets contortion world record

Israel and the Palestinians: What are alternatives to a two-state solution?

Palestine Calls for Global Efforts to End Israeli Occupation

BBC impartiality questioned over map of Israel which erased Gaza

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