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Montag, 20. Februar 201713:14  -     LINKS      facebook      ARCHIV     THEMEN

 

 

 

Die ersten 10 Tage der Ära Trump
Felicia Langer

Etwas vor einigen Monaten noch Unglaubliches ist passiert, Amerika wird von Donald Trump regiert… Der neue Präsident hat sich mit einem äußerst kleinen Kreis von Beratern umgeben, die ihm sehr wichtig sind. Erstaunlicherweise fehlt ihnen jedoch die Qualifikation, die für Trump als Politneuling eigentlich am wichtigsten wäre – politische Erfahrung. So z.B. sein Chefberater Stephen Bannon, Mitbegründer der rechtslastigen Online-Plattform „Breitbart News“, und sein Schwiegersohn Yared Kushner, Immobilienunternehmer und Berater, der für israelische Siedlungen gerne viel Geld spendet; sie sollen seine engsten Vertrauten sein.

Am Tag der „Krönung“  von Donald Trump haben wir einen Vorgeschmack von dem bekommen, was wir von ihm zu erwarten haben. Er hat erklärt, er habe bei seiner Amtseinführung mehr Zuschauer gehabt als Barack Obama…Zwar haben unabhängige Medien und TV-Zuschauer das ganz anders gesehen, Luftbildaufnahmen beweisen das eindeutig, aber Trump blieb bei seiner Aussage und drohte den Medien. Seine Beraterin verteidigte Trumps widerlegte Behauptungen unter Druck als „alternative Fakten“. Auch nach seiner Amtseinführung hetzte Trump gegen seine Kritiker.
Der öffentliche Widerstand der Bürger in Amerika gegen den neuen Präsidenten und den neuen Ton in der Politik ist größer als erwartet. Inzwischen kann man schon von insgesamt Millionen sprechen, die sich öffentlich gegen Trump und seinen Stil aussprechen; viele demonstrieren zum ersten Mal in ihrem Leben. Angesichts der üblichen Schonfrist von 100 Tagen, die einem neuen Amtsträger zugestanden wird, bis er sich in sein Amt eingearbeitet hat, sprechen die Millionen Demonstranten eine deutliche Sprache.

„Das ist die gute Seite an diesem Gräuel. Solch einen massiven demokratischen Willen habe ich schon seit Jahren nicht mehr gespürt“, sagte Gloria Steinem, eine Symbolfigur der amerikanischen Frauenbewegung (TAZ, 23.1.2017).

Auch amerikanische Wissenschaftler fürchten Trump. „Beeinflussen Halbwahrheiten oder  Lügen künftig auch die Wissenschaft? Viele US-Forscher machen sich Sorgen, denn Präsident Trump zeigt für faktenbasierte Forschung wenig Begeisterung oder sogar offene Abneigung.“ (Schwäb. Tagblatt, 28.1.2017)

Trump hat  u.a. sogar  Folter befürwortet, was mich persönlich sehr erschreckt hat.

Die israelische Regierung hingegen feiert. Netanjahu kann seine Glücksgefühle nicht verbergen. Der >>>
 

Andauernde Stromkrise erzürnt Bevölkerung im Gazastreifen - Kim Son Hoang - Seit Wochen gibt es nur vier bis sechs Stunden pro Tag Strom. Ein Psychologe warnt vor einer neuen Intifada - Gaza/Wien – Die Verbindung bricht ab, immer und immer wieder. "Mein Handyakku ist fast leer", entschuldigt sich Ahmed Tawahina. Ihn aufzuladen, dafür fehlt dort, wo er wohnt, gerade der Strom. Seit Wochen hat die ohnehin schon unter widrigsten Bedingungen lebende Bevölkerung im Gazastreifen unter einer Stromkrise zu leiden. Das ging so weit, dass die Menschen auf den Straßen protestierten und so Zusammenstöße mit der Polizei inklusive zahlreicher Festnahmen auslösten. "Der Frust ist groß" >>>

Militärstaatsanwalt will bis zu fünf Jahre für israelischen Soldaten - Asaria erschoss im März 2016 verletzt am Boden liegenden Palästinenser -  Im Fall des israelischen Soldaten, der im März 2016 einen bereits verletzt am Boden liegenden Palästinenser erschoss, hat ein Militärstaatsanwalt eine Haftstrafe zwischen drei und fünf Jahren gefordert. Die Strafe dürfe nicht geringer als drei Jahre Gefängnis sein, sagte Militärstaatsanwalt Nadav Weisman bei einer Anhörung in Tel Aviv. Der israelische Soldat Elor Asaria wurde durch ein Militärgericht bereits wegen Totschlags schuldig gesprochen, es geht jetzt noch um das Strafmaß. >>>


Sonderseite - Exekution eines verwundeten Palästinensers >>>

Palestine Updates Nr. 14, 23. Jänner 2017 - Ranjan Solomon - Kultur-Widerstand ist eine gewaltlose Form von Beständigkeit und Widerstand.

Kommentar des Redakteurs Ranjan Solomon in Solidarität - Tief reichen die Wurzeln einer reichen und vielfältigen Kultur der Palästinenser als Volk, und die Palästinenser entdecken immer neue Ausformungen ihrer kulturellen Tradition und Volkskultur, die neue Hoffnung entfacht in der  Widerstandsbewegung gegen die Besetzung. Diese ist weder neutral noch gewaltsam. Sie ist eine Form von Beständigkeit, die Mut in sich trägt, der sich auf den Stolz auf die palästinensische Kultur bezieht. Das palästinensische Volk ist sicher, dass dieses Land Palästina dasjenige ist,  zu dem es gehört und zu dem es kulturelle Schätze in vielen Formen beigetragen hat. Es steht nicht zum Ausverkauf für eine hässliche Besatzung zur Verfügung, die von Grund auf militaristisch und bösartig ist.

Kultureller Widerstand muss im palästinensischen Kontext gesehen werden als das Einflößen von Facetten von Kunst, Literatur und traditionellem Handwerk zur Herausforderung jedweder Form von Ungerechtigkeit, wie sie von einem unterdrückerischen System aufgepfropft wird. Er bestätigt, dass Widerstand ein Weg ist, um die Humanität der Unterdrückten zu reklamieren, und macht kreative Ausdrucksweisen zum Fest; es ist ihnen damit so ernst – selbst wenn es militante Gesten sind – wie sie ihr Selbstwertgefühl steigern.

Dasselbe trifft zu auf die palästinensischer Musik und Gesang seit der Zwangsvertreibung der palästinensischen Araber aus ihren Dörfern 1948, einer Reihe von Ereignissen, die man als Nakba – Katastrophe – bezeichnet. Für viele Komponisten und Sänger in der größeren arabischen Welt figuriert und wurde in ihrer Arbeit immer als Symbol für das Ringen um die Aufrichtung der politischen Souveränität gesehen, und als Verpflichtung für die Schaffung moderner Formen der arabischen Kultur, die sich absetzt vom Einfluss des Westens.

Musikalischer Widerstand während der Ersten Intifada (1987 – 1993) wurde sowohl durch eine Abstinenz von der Musik wie auch im Erscheinen neuer Richtungen von palästinensischer Musik praktiziert. Für viele, die während der Intifada in der besetzten Westbank und in Gaza lebten, war das Musizieren ein Ausdruck der Freude, der die täglichen Erfahrungen eines Lebens unter Besetzung und die ständigen Verluste im militärischen Widerstand zu überwinden vermochte.   

Palestine Updates teilt mit den LeserInnen einige Formen des kulturellen Ausdrucks, mit dem die Palästinenser Widerstand leisten gegen die Besetzung. Es sind nur einige der Formen, die gebräuchlich sind. Beispielsweise zählen wir Nahrungsmittel oder Tourismus nicht zu Instrumenten  des Widerstands. (Gemeinsames) Essen ist eine Gelegenheit für Gäste und Gastgeber, Zeit miteinander zu verbringen und sich an spezifischen arabischen Gerichten zu erfreuen. Es ist auch eine Zeit für lange und instruktive Gespräche, wenn Palästinenser von ihren Erfahrungen im Leben unter Besetzung erzählen. Das wichtigste dabei ist, dass die Palästinenser dem von westlichen Medien gestalteten Bild und dem Mythos widersprechen, dass die Araber ein rohes Volk sind und keinerlei Kultur besitzen. Das Nahrungs-Lexikon definiert die Kultur der Nahrung als „Praxis, Einstellungen und Glauben wie auch die Netzwerke und Institutionen rund um die Produktion, Verteilung und Konsumierung von Nahrungsmitteln“. Es enthält auch die Definition der Gruppen darüber, was Nahrung sein kann, was schmeckt, was gesund ist und was sozial passt für spezifische Untergruppen und/oder Personen; im Falle von Palästina bedroht Israel die Nahrungssicherheit durch den Raub von fruchtbarem Land und dem Bau von Siedlungen. Israel stiehlt natürliche Ressourcen, rodet Wälder, zerstört lebenswichtige Früchte und verhindert die Ernte von Feldfrüchten, die die Grundlagen für die palästinensische Küche sind. Es ist ein Angriff der Besetzung und beschreibt in einem Aufwaschen, wie das Leben und die Kultur betroffen sind.

Der Alternative Tourismus in Palästina sucht Wege, die Kultur der Palästinenser zu unterstützen und bietet im gleichen Atemzug den Reisenden die Wahrheit über die Realität an. Er lädt die Reisenden oder Pilger ein: „Kommt und seht“ die ganze Wahrheit von Palästina, und was Israel tut, um das palästinensische Volk zu erniedrigen.

 Palestine Updates wird auch in zukünftigen Ausgaben gelegentlich diese Aspekte bringen. In Solidarität Ranjan Solomon, Redakteur

 

Hip-Hop-Gruppe schafft neues Muster für Widerstand.  - Eine Gruppe von 13jährigen schleppen zwei ausgeliehene Lautsprecher und einen MP3-Player durch die engen, mit Graffiti vollgeschmierten Hintergassen des Dheisheh-Flüchtlingslager und rennen vorüber an auf die Mauern gemalten Erinnerungen an von israelischen Streitkräften ermordeten  Palästinensern. Als sie ein verlassenes, halbdemoliertes Gebäude erreicht haben, schließen sie die Lautsprecher an die Steckdose im Nachbarhaus an und beginnen mit ihrem Rap.

Das war vor mehr als einem Jahrzehnt: fünf junge Palästinenser bildeten die erste Hip-Hop-Gruppe in Bethlehem in einem Versuch, ihre Kämpfe in dem größten Flüchtlingslager der Stadt darzustellen. Inzwischen sind sie Mitte 20, und die Gruppe ist bekannt als Palestine Street und hat sich entwickelt zu Lehrern für die Jugend Palästinas, Musik als Waffe zu benutzen:

„Steine auf Soldaten zu werfen ist ein Weg uns auszudrücken, ein Weg, um unsere Frustrationen abzubauen“, sagt der Sprecher der Gruppe. „Wenn du einen Stein auf einen Soldaten wirfst, verlangst du ein besseres Leben. Und als wir Hip-Hop entdeckten, benutzten wir die gleiche Energie, die uns auf die Straße zu ziehen pflegte, um Steine zu werfen.“

Ihre Hip-Hop-Workshops, die sie von Dheisheh hinausgeführt haben in die ganze besetzte Westbank und nach Ostjerusalem, zielen darauf, der palästinensischen Jugend eine Möglichkeit zu geben, ihre Wut und ihre Frustration in Rap-Musik zu kanalisieren und trotzdem für die Rechte Palästinas aufzustehen.

In Partnerschaft mit einer lokalen NGO haben Azni und Milhem (zwei Mitglieder Gruppe) 2013 angefangen, eine Hip-Hop-Gruppe nur für Mädchen im Dheisheh-Lager aufzubauen mit dem Ziel, die Mädchen Ausdruckstanz zu lehren und sie zu ermutigen, ihre individuellen Erfahrungen als junge Mädchen in einem palästinensischen Flüchtlingslager zu teilen. Bevor die Mädchen Al Jazeera in ihrem Mini-Studio eine Einführung in Hip-Hop gaben, erklärten sie, sie seien „wirklich scheu“ – aber die Musik habe ihnen geholfen, sich zu öffnen. (Kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen! GM)    

„Als wir unsere Stimmen durch Hip-Hop finden konnten, fingen wir an, uns auszudrücken und über unsere täglichen Erfahrungen im Lager zu sprechen“, sagte Sopie Aissa, eine 15jährige aus der Gruppe. Aber die Leute haben uns zuerst nicht akzeptiert, es war ihnen zu fremd, dass Mädchen rappen.“

„Jetzt aber wollen die anderen Mädchen aus dem Lager rappen wie wir“, fiel die 16jährige Sireen Khaled mit einem breiten Lächeln ein und Fatoom Shaheen 15 sagte, dass andere Mädchen im Lager ihre Botschaft verstehen: „Wir wollen anderen jungen Mädchen Mut machen an sich zu glauben und zeigen ihnen, dass sie Dinge tun können, die niemand von ihnen erwartet, eben rappen!“     (Palestine Street on .aljazeera.com)
 

 

Ressourcenbewusster Palästinenser macht Ziegel aus Abfallpapier - Mit ganz einfachem Werkzeug verwandelt der 43jährige Mohamed Abu Khamis Abfallpapier in Ziegelsteine, die man zum Bauen – oder Wiederaufbau - von palästinensischen Wohnhäusern verwenden kann. Abu Khamis, der in der Stadt Qalqilya in der Westbank lebt, hat bei palästinensischen Beamten um die Patentierung seiner Ziegel angesucht; nach seiner Angabe hat er eine absolut neue Form von Baumaterial erfunden. Seine bescheidene Werkstatt „hockt“ oben auf dem Dach seines Hauses. Seine Ziegel erfüllen drei verschiedene Zwecke: sie sind eine Möglichkeit, Altpapier zu entsorgen; sie dienen dazu, die stickige Feuchtigkeit des Sommers zu eliminieren; und sie würden – gut vermarktet – für ihn und seine Familie eine neue Einkommensquelle schaffen. anadolu agency website.

 
 

Palästinensische Friedensaktivisten stellen Bab al-Shams wieder auf – israelische Streitkräfte zerstören es.  - Vor kurzem versammelten sich palästinensische Friedensaktivisten zusammen mit Israelis und internationalen Unterstützern in Ostjerusalem, um Zelte zu errichten und zu versuchen, das Friedensdorf Bab al-Shams neu zu schaffen, das 2013 aufgebaut und im gleichen Jahr von israelischen Streitkräften zerstört wurde. Die Aktivisten sagen, sie hätten diesen Tag für die Durchführung ihrer Aktion gewählt, weil es der Inaugurationstag in USA gewesen sei und der neue Präsident geschworen habe, die Botschaft der USA von Tel Aviv nach Jerusalem zu übersiedeln, womit er Dekaden einer US-Politik umzukehren beabsichtige, die anerkannte, dass der Status von Jerusalem bei zukünftigen Friedensgesprächen verhandelt werden solle. Diese Absicht des neuen Präsidenten würde wesentlich alle palästinensischen Ansprüche auf die Stadt Jerusalem negieren. Middle East Monitor website

 

Palästinas neue Generation von kreativem Widerstand - „Ich habe teilgenommen (an der Demonstration), weil ich fürchtete, ich würde jemanden verlieren, den ich liebte“, sagte Ahed Tamimi, ein 15jähriges Mädchen, das sich erhoben hatte und 7 Jahre lang gegen israelische Soldaten im Dorf Nabi Saleh in der Westbank kämpfte.

Auf fast allen Bildern und Videos, die in Nabi Saleh beschlagnahmt worden waren, kann man marschierende Frauen sehen. „Frauen bauen und nähren unsere Gesellschaft. Ohne Frauen würden wir nicht hier sein. Daher ist es wichtig, ihre Stimmen bei jeder Gelegenheit zu hören“, sagte Bassem Tamimi, der Vater von Ahed und einer der Hauptorganisateure des Protests.

„Zuerst habe ich Angst gehabt. Aber jetzt fühle ich mich stark und zuversichtlich. Ich fühle mich niemals schwach, weil ich eine Frau bin, weil ich ein Teil dieser Familie bin. Ich kann gegenüber meinen Rechten nicht schweigen. Meine Würde gestattet mir nicht, Soldaten mein Land stehlen und meine Familie verletzen zu sehen“, fügte Ahed hinzu. Sie fuhr fort und erzählte uns, dass sie plane, Rechte zu studieren und sie ist überzeugt davon, Anwältin zu werden, „weil ich dann meine Familie schützen kann, wenn sie verhaftet werden, und ich kann dann auch mein Land schützen, wenn ich mit internationalem Recht dem Diebstahl durch die Israelis zuvorkommen kann.“ China post website.

 

In Widerstand und Kreativität finden die besetzten Palästinenser Hoffnung - Das Dorf Nabi Saleh ist eine Geschichte des Widerstands angesichts von Diebstahl und Gewalt. Rawabi entwickelt die Vision eines neoliberalen, befriedeten Palästina. Und dann ist da noch Gaza … An einem warmen Frühlingsabend in der besetzten Westbank schaut Bassem Tamimi über seine Sammlung von neuen Pflanzen – Obstbäume, Oleander, Kletterrosen, Jasmin, Mandevillea – und plant genau, wo er jede davon in die frisch geharkte Erde nahe den alten Oliven- und Feigenbäumen neben seinem Haus pflanzen werde. Solch eine stille und  vorausschauende häusliche Lust ist alltägliche Szene überall sonst, aber im Dorf Nabi Saleh ist es eine Geschichte von Widerstand im Angesicht von Diebstahl und Gewalt. Hier weisen die Gärten typische dekorative Bänder zwischen den Bäumen auf, die aus hunderten oder tausenden verschossenen Tränengasbehältern von den wöchentlichen Versuchen der israelischen Armee, die Freitags-Protestmärsche durch das Dorf zu stoppen, erzählen. Diese finden seit sechs Jahren statt.  informed comment website.      

 

Palästinas kreativer Widerstand: Mutig über die Vertreibung erzählen - Die Notwendigkeit, über die Nakba – das arabische Wort für Katastrophe – zu erzählen, die die Einrichtung und das anhaltende Projekt des Koloniestaates Israel als einen ständigen und weitergehenden Prozess darstellt – und nicht als ein Ereignis – wurde Anfang 2016 im Artikel von Dr. Ramzy Baroud in Palestine Chronicle unterstrichen. Nach Baroud ist Nakba „eine weitergehende Geschichte, eine Reise, die nie zu Ende kam, nicht auf psychologischer noch auf praktischer Ebene … Exil für Palästinenser ist nicht eine besondere Zeit oder ein spezieller Ort, sondern ein zyklischer Prozess, den jeder einzelne Palästinenser erfährt“, was sehr oft im Westen unbemerkt und nicht ausgesprochen vor sich geht. Das transformierende Potential vom kreativen Widerstand der Palästinenser ist das Erzählen der weitergehenden Nakba durch das Freedom Theatre (TFT; in Jenin, Palästina. Ein Mittel und einen Raum schaffen, um die kraftvollen Mythen der zionistischen Erzählungen zu unterlaufen, die Narrativen, die punktgetreu die Logik des Siedler-Kolonialismus wiedergeben. Mehr darüber kann man auf der Website der Carleton Universität finden.  Carleton.university website 

 

Es gibt keinen einfachen Weg zur Freiheit - Die „Maia Mural Brigade“ ist ein Multi-Media-Volkskunstprojekt mit Künstlern, Aktivisten und Jugendlichen aus Palästina und rund um die Erde in Gaza, im besetzten Palästina. Durch Partnerschaft mit örtlichen Gruppen von Aktivistenorganisationen in Gaza, zu denen auch die Mittelost-Kinder-Allianz (MECA) gehört, verwendet die MAIA MURAL Brigade Kunst, um konkrete Aktionen für Umweltgerechtigkeit anzufachen. 2011 arbeitete die MAIA MURAL Brigade zusammen mit dem #WaterWrites Projekt der Estria Foundation und MECA. Bis heute wurden quer durch Gaza neun Murals gemalt. Alle außer einer liegen an Orten von  Wasserreinigungs- und Meerwasser-Entsalzungssystemen und wurden von der Mittelost-Kinder-Allianz installiert, um sauberes Wasser für mehr als 50.000 Kinder zu schaffen. Lesen Sie mehr auf der Website zu kreativem Widerstand - creative resistance.website

Zu den Themen „Gaza – Beendet die Blockade“ und „Über die Mauer“ gibt es auf der Website zu kreativem Widerstand noch mehr zu lesen.

 

Prints of Palestine – Palästinensisches Erbe in zeitgenössische Mode einfügen - Die in Jerusalem geborene Designerin Natalie Tahhan hofft, die traditionelle palästinensische Stickerei mit einem modernen Dreh in ihre Kollektion „Prints of Palestine“ einbringen zu können. Durch die Verwendung einzigartiger historischer Muster in elegante moderne Modelle  hofft Natalie Tahhan, die Diversität der palästinensischen traditionellen Stickerei und ihrer Bedeutung für die palästinensische Kultur und Identität zu zeigen.

In ihrer ersten und neuesten Solo-Kollektion „Prints of Palestine“ beschreibt Tahhan historische Motive von Jerusalem, Hebron, Gaza, Jaffa und Ramallah, und definiert damit neu die palästinensische Stickerei in zeitgenössischen Modetrends durch ihre eigene Interpretation von Kunst.

Im Palästina vor 1948 war Sticken ein traditionelles Handwerk und wurde meistens von den Frauen im Dorf als eine Möglichkeit der Erhaltung ihrer Identität praktiziert. Die Mütter pflegten ihre Töchter ihre einmaligen Muster und Techniken zu lehren, und damit Stile zu schaffen, die für gewisse Regionen und Dörfer typisch wurden. Im 19. Und frühen 20. Jahrhundert trugen palästinensische Frauen meistens Kleider mit reicher und vielfärbiger Handstickerei.

Die Muster bauten sich aus geometrischen Grundformen, Quadraten und Dreiecken, auf, oder sie griffen zurück auf die antike Mythologie, die sich bis auf die Kanaaniter zurückführen lässt. Mehr können Sie lesen auf „The new Arab Website“ in new arab website. … usw.  Übersetzung und Übernahme aus Al Jazeera: Gerhilde Merz

Wo soll ich hin? - »Losgelöst von allen Wurzeln …«, eine Dokumentation der Auftritte von Esther Bejarano und Moshe Zuckermann, wird morgen in der jW-Ladengalerie vorgestellt - Susann Witt-Stahl

Filmpremiere von »Losgelöst von allen Wurzeln …« morgen in der jW-Ladengalerie, Torstraße 6, Berlin um 19 Uhr. Die DVD kann für 9,90 ­Euro im jW-Shop bestellt werden.
Die politischen Zionisten behaften den Diaspora-Juden seit jeher mit allerlei Schmähungen. »Schwach« und »unproduktiv« sei er − ein »Nervenjude«. Laut zionistischer Ideologie habe dieser seine Existenzberechtigung nur noch als zu überwindender Gegensatz zum propagierten »Muskeljuden« (Max Nordau), erklärt Moshe Zuckermann. Dabei sei »es gerade das hybride Milieu der Diaspora, das es dem Judentum ermöglichte, besondere Produktivität zu entfalten«, meint der israelische Historiker und verweist auf Heinrich Heine, Karl Marx, Theodor W. Adorno.

Die Verteidigung der von diesen »nervösen Juden« repräsentierten kritisch-humanistischen Denktradition war das zentrale Anliegen der »Wanderung zwischen den jüdischen Welten«, die Zuckermann zusammen mit Esther Bejarano auf Einladung der Kulturzeitschrift Melodie und Rhythmus und der jW im vergangenen Oktober unternahm. Moderiert von dem Schauspieler Rolf Becker sprachen das ehemalige Mitglied des Mädchenorchesters von Auschwitz und der Sohn von Holocaust-Überlebenden unter dem Titel »Losgelöst von allen Wurzeln …« (ein Zitat aus Stefan Zweigs »Die Welt von Gestern«) über ihre Erfahrungen als Juden im Land der Täter und ihr kritisches Verhältnis zum zionistischen Staat. Von ihren gemeinsamen Auftritten in Berlin und Hamburg wurde eine Dokumentation gedreht, die morgen abend in der jW-Ladengalerie vorgestellt wird – in Anwesenheit von Rolf Becker. >>>

 

Einladung zur Filmpremiere - mit Rolf Becker
»Losgelöst von allen Wurzeln …‹ Eine Wanderung zwischen den jüdischen Welten«.
Am Donnerstag, den 2. Februar jW-Ladengalerie, Torstraße 6, Berlin um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die DVD kann für 9,90 ­Euro im jW-Shop bestellt werden. Nähere Infos:  melodieundrhythmus.com

Westjordanland: Bauboom in den Siedlungen >>>

MELDUNGEN ANDERER Tage  im  Archiv >>>

 

 

 

Aktuelle  Kurznachrichten

Kommunalwahlen in Palästina

Israelischer Siedlungsbau in Palästina Zwangsenteignungen geplant

Andauernde Stromkrise erzürnt Bevölkerung im Gazastreifen

Netanyahu's endorsement of Trump immigration policies suggests two leaders have cut a deal, says former ambassador

Militärstaatsanwalt will bis zu fünf Jahre für israelischen Soldaten
Asaria erschoss im März 2016 verletzt am Boden liegenden Palästinenser

Zwangsenteignungen geplant
Israels Regierung will ein siedlerfreundliches Gesetz im Schnellverfahren durchsetzen. Die linksliberale Opposition versucht, die Regelung aufzuhalten.

Israeli committee approves outpost 'Legalization bill,' paving way for final vote

12-year-old Circus Student Kidnapped by Israeli Forces

Eviction of ِAmona Settlement Ordered within 48 Hours

Relatives of Palestinians Slain in 2014 Gaza Offensive Break into Palestine TV

Trump Donated $10,000 to Beit El Settlement

Army Stops Construction of Tubas Home and Water Line

Israeli Forces Raid Aida Camp, Attack Residents (VIDEO)

Army Abducts A Palestinian In Bethlehem, Summons Four For Interrogation

Two Israeli Officers Promoted after Involvement in Two Separate Cases of Soldiers Shooting Palestinians

West Bank demolitions- Building up and tearing down on the way to annexation

Israel Police backtrack over injury to Palestinian MK

31. 1. 2017

Knesset to Pass Bill “Legalizing” Settlements, New Sanctions for Palestinians Building without Permits

Netanyahu Advances Settlement Legalization Bill

Arab Lawyers Union to file court order against new demolition orders in Umm al-Hiran

Settlers Target Palestinian Vehicles with Stones, Injuring One

Dareen Tatour’s Prosecution for Poetry Continues in Nazareth Court

Israeli Forces Raid Palestinian-owned Publishing House

Palestinian Boy Shot in the Knee near Tulkarem

Israeli Army Abducts Eleven Palestinians In The West Bank

Soldiers Abduct Two Former Political Prisoners, North Of Jerusalem

Israeli Soldiers Abduct Five Palestinians In Hebron

Israeli troops detain Palestinian man near Salfit

Settlers Continue to Storm Al-Aqsa

Funeral held for 19-year-old Palestinian killed by Israeli forces in Jenin hours earlier

Gaza- Palestinian Writer Detained, Activists Summoned

Israeli Soldiers, Undercover Officers, Invade Jenin

Bedouin protest government's forced relocation plan

OCHA- One in Two Palestinians to Need Humanitarian Assistance in 2017

Attorney general tells PM he won`t defend the Regulation Bill or Amona policy

Alternative farming on the rise in besieged Gaza

30. 1. 2017

Israel will Siedlungen auf Palästinenserland legalisieren

Netanyahu- All embassies to Israel should move to Jerusalem

Army Fires At Homes, Lands, East Of Gaza

Army Abducts Two Palestinians In Northern Plains, Summon Three From Bethlehem

Two and a Half Years On, the Gaza War Claims Another Child Victim

Hamdallah Calls on Apple and Google to Include Palestinian Communities in Online Maps

WATCH- Palestinians and Israelis fight West Bank land grab

Netanyahu pushing for speedy passage of outpost 'Legalization bill'

Groups warn of deteriorating health of Palestinian prisoners in Israeli custody

Hamas accuses PA security forces of targeting its members

Gaza security forces detain Palestinian writer, summon activists

29. 1. 2017

Hamdallah Calls on Apple and Google to Include Palestinian Communities in Online Maps

Palestinian MK- Trump and Netanyahu “separated at birth”

Female Detainee Continues Hunger Strike For Fifth Day

Two and a Half Years On, the Gaza War Claims Another Child Victim

Seven Months After Killing Her, Army Transfers Majd’s Body To Her Family

Israel issuing building permits to further land grab

Israeli state ordered by Supreme Court to prove stone-throwing law not discriminatory

Israeli forces attempt to obstruct Youth Against Settlements event in Hebron

Campaign to rebuild Palestinian community in Umm al-Hiran begins

28. 1. 2018

Netanyahu erneut von Polizei befragt


Israel: Polizei befragt Netanjahu erneut wegen Korruptionsvorwürfen

Trump says its 'too early' to discuss controversial embassy move to Jerusalem

After Court Ordered Removal Of Nine Illegal Colonist Units, Netanyahu Decides To Build 68

Israel issuing Palestinian building permits to further West Bank land grab

Extremist Israeli Colonists Uproot And Steel Palestinian Olive Saplings, Grapevines, In Bethlehem

Weekly Protest Held In Bil’in

Dozens Participate In The Weekly Protest In Ni’lin

Israeli Soldiers Detain Fifteen Palestinians, Cause Damage To Homes, In Azzoun

Kufur Qaddoum Protesters Demand International Protection

PCHR Weekly Report- One Palestinian civilian killed, 5 wounded by Israeli forces this week

Israeli Soldiers Invade Homes Of Two Nonviolent Figures In Bil’in, Confiscate A Computer

4 Palestinians injured by Israeli forces during clashes in Jenin refugee camp

PPS- Palestinian wounded by Israeli forces on Wednesday in stable condition

27. 1. 2017

UK backs Trump's vision for Palestine

Trump to slash aid to UN agencies engaging PLO as full member

Israeli Aircraft Continues to Sprays Toxins over Palestinian Farms

Netanyahu thinks a ‘state-minus’ is enough for the Palestinians

Palestinian Foreign Ministry Condemns Accelerated Israeli Colonization of Jerusalem


PLO: We'll de-recognize Israel if embassy moves
 

EU and Swiss Missions to Jerusalem, Ramallah condemn death sentences issued in Gaza

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