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Offener Brief des WCC - ÖRK Genf, Schweiz 31. März 2005

Offener Brief über den Status von Jerusalem

 

Peter Weiderud, Direktor der Kommission für Internationale Angelegenheiten des Ökum. Rates der Kirchen.

Der Ökumenische Rat der Kirchen ist sehr besorgt über Aktionen der israelischen Regierung, die das Abkommen über einen gerechten Frieden sowohl für Israel als auch für Palästina bedrohen, durch vor Verhandlungen über den endgültige Status Jerusalems im Rahmen des Internationalen Rechts geschaffene Fakten. Dieser Brief wiederholt die Position des WCC – ÖRK in einer Sache von entscheidender Bedeutung.

Während die Aufmerksamkeit der Welt sich auf die Abzugspläne im Gazastreifen konzentriert, intensiviert die Regierung von Israel einseitige Programme, die die Kontrolle über Jerusalem und andere Teile des besetzten Gebietes verstärken.

Diese schließen folgendes ein:

·        Durch den Bau der Mauer auf palästinensischem Gebiet wird de facto eine neue Grenze geschaffen, die das annektierte Jerusalem von der Westbank abschneidet, was im Gegensatz zum Internationalen Recht und dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofes (Den Haag), 2004 steht.

·        Indem Maale Adumin 3500 Wohneinheiten hinzufügt werden, wird die Westbank in zwei Teile getrennt. Diese Entscheidung verhöhnt die Aussicht auf einen lebensfähigen, zusammenhängenden palästinensischen Staates mit Jerusalem als seiner gemeinsam genutzten Hauptstadt.

·        Wiederholte Erklärungen der obersten Regierungsvertreter, dass große illegale Westbanksiedlungen und ganz Jerusalem im Endabkommen zu Israel gehören werden.

·        Andauernde Verletzungen der Menschen- und Bürgerrechte der Palästinenser in Jerusalem: Illegale jüdische Siedlungen werden in deren Stadtteilen errichtet, während Palästinensern das Bauen verboten wird, Wohnungen werden zerstört und Anträge auf Familienzusammenführung verweigert.

·        Eine Bedrohung nach der anderen, einschließlich eines Gesetzes, das den Besitz „Abwesender“ regelt und dadurch die Enteignung von palästinensischem Besitz in Jerusalem erlaubt. Außerdem eine neue Verordnung, die besondere Genehmigungen für Bewohner Jerusalems erforderlich macht, um die Westbank zu besuchen.

Das WCC - ÖRK hat seit langem klar gemacht, dass der endgültige Status von Jerusalem Teil eines umfassenden Friedensabkommens sein und ohne Verzögerung verhandelt werden müsste; dass die einseitige Annexion Jerusalems durch die Regierung Israels den regionalen und weltweiten Frieden gefährdet; dass Veränderungen der Grenzen, der Bevölkerung und Siedlungen, die ohne Einverständnis der betroffenen Parteien und der Billigung der internationalen Gemeinschaft den religiösen, kulturellen oder historischen Charakter der Stadt verändern, Verletzungen der Vierten Genfer Konvention sind.

Ungesetzliche Übertragung von kirchlichem Landbesitz von einer zur anderen Seite alarmiert nur jene, die sich auf Gerechtigkeit verlassen wollen. All dieser Transfer muss rückgängig gemacht werden.

Der WCC - ÖRK setzt sich für ein offenes und ein alle einschließendes Jerusalem ein, für eine Stadt mit geteilter Souveränität und Staatsbürgerschaft, für eine Stadt zweier Völker und dreier Religionen, für Christen, Muslime und Juden. Es ist höchste Zeit, mit Aktionen aufzuhören, die den Frieden in Jerusalem beeinträchtigen, und mit Verhandlungen über den endgültigen Status Jerusalems im Rahmen des Internationalen Rechtes zu beginnen.

Übermittelt von: Samuel Martin, Caritas Jerusalem, Tel. +972 2 628 7574; communication(at)caritasjr.org


(dt. Ellen Rohlfs)
 

 

 

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