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Rassismus und Zionismus

 Joshuaseraphim

 

Ich habe den Eindruck, dass Israel heute das einzige Land auf Erden ist, wo  allgemein bekannte und berühmte Persönlichkeiten  Entschuldigungen aussprechen müssen, wenn sie nicht genügend rassistisch sind…..

 Aber eine sorgfältige und einfache Untersuchung der Situation deckt die traurige Wahrheit auf, dass das zionistische Programm – die Entfernung der einheimischen arabischen Bevölkerung für die Errichtung eines ethnisch reinen Staates –  von Natur aus und grundsätzlich ein rassistisches ist.

 

Bei einer vor kurzem abgehaltenen  National Campus Konferenz ( 2009) zu Boykott, Divestment und Sanktionen am Hampshire College in Amherst Massachusetts gab Ali Abumina, Gründer der Elektronic Intifada die Geschichte einen berühmten Fußballspielers wieder: er war gemaßregelt worden, und später entschuldigte er sich bei seinen Fans für seine Offenheit, dass er in seinem Team sogar einen arabischen Spieler habe. Er machte dazu folgenden Kommentar: „Ich habe den Eindruck ( s. Anfang)…“ Herrn Abuminahs Antwort dazu war ergreifend und machte die Absurdität  der Situation im heutigen Israel/Palästina deutlich.

 

Meine Vermutung ist, dass diese Ausdrucksweise jene verletzt, die vorsichtig gegen die Besatzung sind, mit dem Konflikt aber nicht genügend vertraut sind entweder aus Verzweiflung oder wegen seiner zu großen Komplexität. Diese Reaktion wird weiter durch die Tatsache abgestützt, dass während unserer Lebenszeit   Medien und Politiker  das Mantra verbreiten, dass diejenigen die Rassisten sind, die gegen die israelische Nation sind. Aber eine ….( s.o.)

Man beachte eine Geschichte die bei Mondoweiss veröffentlich war, einer neuen website, die sich mit amerikanischer Außenpolitik im Nahen Osten befasst, hauptsächlich aus einer progressiven jüdischen Perspektive. Sie beschreibt den gewalttätigen Einbruch und Überfall auf das Haus einer arabisch-israelischen Familie in Jerusalem durch Siedler, eine leider allzu bekannte Geschichte. Ein  bemerkenswerter – wenn auch nicht überraschender Aspekt der Geschichte ist die  Mittäterschaft, mit der die Polizei die Siedler unterstützt. Ein anderer bemerkenswerter Aspekt und einer der ungeheuerlich für amerikanische Ohren klingen sollte ist folgender:

Ich hörte einen Jungen schreien. Ich ging zu ihm und sah, warum er weinte. Zu seinen Füßen lag ein anderer Junge von etwa 12 Jahren auf dem Boden. Auch er war geschlagen worden und verletzt. Mindestens konnte ich sehen, dass er an den Knöcheln blutete. Es muss aber eine größere Verletzung  gewesen sein, weil er nicht aufstand.  Er weinte  und schrie nicht.  Er lag nur da und wartete auf Hilfe.

Dann hörte ich etwas, das kaum zu glauben ist …ehrlich gesagt, man liest schon mal so etwas. Man nimmt es aber erst ernst, wenn man es selbst hört. Der Polizist rief nach einem Ambulanzwagen. Der Sanitäter fragte über das Radio auf hebräisch :

„ Ist es ein Araber oder ein Jude?“ 

Natürlich sollte die Gegen-Frage sein: „Ist das denn jetzt wichtig?“ Ist das die normale Frage für einen Sanitäter in einer  fortschrittlichen, westlich-freundlichen, lebendigen demokratischen Gesellschaft, für die die  Rechte allen Menschen gelten, egal zu welcher Rasse, Religion, Hautfarbe oder Glauben  sie gehören.

 

Die Frage an uns lautet:  wie viele Beispiele von offensichtlichem Rassismus benötigen wir noch, bevor uns der Ernst der Lage  bewusst wird? Wie viele Fotos von Siedlerkindern, die Wein auf alte  ( arab.) Frauen schütten oder Geschichten von kleinen Mädchen in Gaza, die erschossen werden, während sie Schularbeiten machen ….Wie viele Videos von Soldaten müssen wir noch sehen, die Kindern  mit Steinen  die Arme brechen  oder einen Gefangenen mit verbundenen Augen aus nächster Nähe beschießen?

Von der Liste der Fragen zur rassistischen Realität des Zionismus  … ist vielleicht die relevanteste für uns : „Wo bleibt die Empörung?“

  4.1.10  Mondoweiss ….

( dt und gekürzt:  Ellen Rohlfs)

 

 

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