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Das Morden von Babys ist „erlaubt“ , wenn es palästinensische Babys sind.

 Alison Weir, “If Americans know”, März.11.

 

Die US-Medien haben weit und breit von dem schrecklichen Mord von 3 kleinen Kindern und ihren Eltern am 11. März berichtet. Weil bis jetzt noch keiner weiß, wer diese Tat begangen hat, vermutet man, dass Palästinenser den Mord begangen haben. Und aus diesem Grund erhält dieser Vorfall große Aufmerksamkeit. Verschiedene Staatsoberhäupter, einschließlich Präsident Obama haben dies verurteilt.

Wenn herauskommen sollte, dass der oder die Mörder Israelis wären, wie einige vor kurzem vermuteten, dass dies „Terroristen“ seien oder   ein „Fremdarbeiter“, der vor kurzem die Familie wegen nicht bezahltem Lohn bedrohte, wie einige Berichte aus dem Gebiet vermuteten,  dann ist es wahrscheinlich, dass Berichte über den Vorfall schnell aus den US-Schlagzeilen verschwinden

Bis jetzt fahren US-Nachrichten fort, entsetzliche Details über die Brutalität zu liefern . angesichts der Menge von Berichten ist es da nicht überraschend, wie viel wichtige Informationen einfach vergessen werden?

Z.B.  erwähnt keiner der Berichte, dass der Ort des Mordes Itamar (nahe Nablus) eine illegale Siedlung  ( nur für Juden)  auf gestohlenem palästinensischem Land ist, inmitten von Flüchtlingen, die Israel vom Land ihrer Vorfahren  durch Massaker  und rohe, gnadenlose militärische  Akte vertrieben hat .

Die Berichte erwähnen auch nicht , mit welcher Häufigkeit israelische Siedler schlagen , gelegentlich auch foltern, zuweilen Palästinenser, egal welchen Alters auch umbringen, ihre Ernten verbrennen und ihre Olivenbäume abhacken, der Lebensunterhalt vieler palästinensischer Dörfer. Mindestens Hunderte dieser Bäume sind von randalierenden   Siedlern zerstört worden.

 

Religiöser Extremismus

Selbst lange Artikel über den tragischen Vorfall versäumen die extrem relevante und ironische Tatsache zu erwähnen, dass Itamar von fanatischen jüdischen  Extremisten gegründet und zum großen Teil auch bewohnt wird.  Viele von ihnen glauben, dass das Töten von nicht-jüdischen Kindern aus religiösen Gründen erlaubt sei und zuweilen sogar in Auftrag gegeben wird, wie in dem Bestseller Buch „The Kings Thora“, das von Autoren dieser Gegend geschrieben und von zahlreichen Rabbinern und religiösen Schulen  unterstützt wurde ( aber auch von  vielen Israels abgelehnt wird) .

In ihren ausführlichen Beschreibungen der Mordszene versäumten auch US-Artikel zu erwähnen, dass das benachbarte Haus dem Chabad Lubawitsch gehört, Vertreter einer chassidischen Bewegung im orthodoxen Judentum und  ein Foto des verstorbenen Lubawitzer Rabbiner Menachem Schneerson zeigt, der für seine erstaunliche Lehre der Überlegenheit bekannt ist.

Schneersohn wird von solchem Siedlern ( und seinen Anhängern in den USA) verehrt. Viele glaubten ihm,  er sei der Messias gewesen. In ihrem Buch „Jüdischer Fundamentalismus“  in Israel zitieren Prof. Israel Shahak und Norton Mezvinsky Schneersons Lehren über den Unterschied zwischen Juden und Nichtjuden:

„…wir haben nicht einen Fall von tiefer Veränderung, bei der eine Person sich nur auf einer höheren/ überlegenen Ebene  befindet. Es ist eher so, dass wir unterscheiden zwischen total verschiedenen Arten ( von Menschen). Deswegen ist es nötig, auch über den Körper zu reden. Der Körper einer  jüdischen Person hat eine völlig andere Qualität  als die eines Mitgliedes einer anderen Nation der Welt. Die ganze Realität eines nicht-Juden ist immer nur Eitelkeit. Die ganze Schöpfung der Nicht-Juden besteht nur um der Juden willen…“

 

Was die Kinder betrifft/ um welche Kinder geht’s?

Schließlich versäumen die Nachrichten bei dem schrecklichen Itamar-Mord zu erwähnen, dass häufige, tragische und genau  so schreckliche Töten einer großen Anzahl palästinensischer Kinder durch Israelis.

z. B. berichtet Los Angeles Times, dass der Itamar-Vorfall der  tödliche Akt gegen jüdische Siedler in diesem Gebiet seit 2002 der schlimmste war, aber berichtet nicht, dass es genau in diesem Gebiet in den vergangenen Jahren zahllose tödliche Angriffe auf Palästinenser  gab, dass Dutzende von Minderjährigen getötet, viele verletzt und verstümmelt wurden und noch mehr palästinensische Mütter, Väter, Großeltern getötet wurden.

Es ist der typische Gesichtspunkt  der US-Medien – wie statistische Studien zeigen – dass in den Haupt- TV-Zeiten über den Tod israelischer Kinder 14 mal mehr berichtet wird als über den Tod pal. Kinder; regionale Zeitungen berichten sogar noch ungenauer. Der Tod von Palästinensern ist deshalb in den US-Nachrichten noch unsichtbarer für die Zuschauer, obwohl sie viel häufiger und in größerer Zahl vorkommen.

In der Gewaltrunde, die im Herbst 2000 begann, wurden  über 90 pal. Kinder getötet, bevor ein einziges isr. Kind getötet wurde – im ganzen wurden fast 1500 pal. Kinder von Israelis getötet und etwa 130 isr. Kinder sind während dieser Zeit von Palästinensern getötet worden.

 

Da die amerikanischen Medien in starkem Kontrast über die Itamaropfer berichteten und so wenig über die palästinensischen Opfer und ihre trauernden Familien und wenig Details über ihren schrecklichen Tod, wird am Ende dieses Artikels eine teilweise Liste ( 3 Seiten , die ich nicht übersetzt habe. ER) dieser jungen weithin verschwundenen Opfer mit Namen stehen. Während diese sehr unvollständige Liste wenig dazu beiträgt, eine Balance herzustellen zu den Berichten über tote israelische Kinder in den US-Medien, die die viel größere Zahl der pal, Kinder  ignoriert, die um ihre  vom israelischen Militär  getöteten Eltern trauert …

Vor ein paar Jahren schoss ein israelischer Armeeoffizier  aus nächster Nähe das Magazin  seiner automatischen Waffe in den Körper eines 13 jährigen palästinensischen Mädchens leer. Danach sagte er, er würde das auch getan haben, wenn das Kind drei Jahre alt gewesen wäre. Weil so viele seiner Untergebenen diesen besonderen Vorfall berichteten, wurde er schließlich von einem israel. Militärgericht verurteilt – aber nur wegen einer kleinen Straftat, nicht wegen Mord. Er wurde von allen Anklagen freigesprochen.

Man kann sich kaum die Gefühle der Amerikaner vorstellen, wenn dies unsere Kinder wären und wenn wir in diesem Grad einen so unerträglichen Verlust erleiden müssten. Die Bevölkerung in den palästinensischen Gebieten ist weniger als 1/90 der Bevölkerung der USA. Da gibt es kaum eine pal. Familie, die nicht eine Tragödie durchlitten hat.

 

Weil israelische Partisanen ständig die Menge bedeutsamer Informationen über dieses Ereignis ausstrahlen und andere Editoren vielleicht aus Ignoranz, Nachlässigkeit und/ oder Furchtsamkeit sich anschließen, erhalten Amerikaner den sehr gefilterten, von Lügen durchsetzen Journalismus, der so effektiv Angst, Hass, Ignoranz gegenüber den Palästinensern, Arabern, Muslimen schafft und so den einzigartigen Fluss amerikanischen Geldes nach Israel aufrecht erhält : mit über 8 Millionen $ pro Tag unterstützt Israel  eine Bevölkerung von 7 Millionen und bittet  - nach Berichten – um zusätzliche 20 Milliarden.

Nachdem bis jetzt noch nicht erwiesen ist, wer den Mord an den 3 Kindern in Itamar begangen hat, sagte Obama: „Es gibt keine Rechtfertigung und keine Entschuldigung oder kein Vergeben für den Mord an den Kindern. Ich erwarte und verlange  eine ähnliche Verurteilung von der palästinensischen Behörde.“

Vielleicht hat Präsident Obama eines Tages die Redlichkeit und den Mut, dasselbe auszusprechen über den Mord an palästinensischen Kindern und wendet sich dabei an die israelische Regierung.

……..

 

(dt. Ellen Rohlfs – ich bitte Fehler  zu übersehen – ich war in dieser Woche  zu sehr unter Druck ….)

 

 

 

 

 

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