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Palästina Portal


Israelische + Jüdische Stimmen

 

Charta des Internationalen Jüdischen Anti-Zionistischen Netzwerks (IJSN)  (Oktober 2008)
www.ijsn.net

 

Wir sind ein internationales Netzwerk von Juden, die kompromisslos dem Kampf für menschliche Emanzipation verpflichtet sind, wovon die Befreiung des palästinensischen Volkes und Landes ein untrennbarer Teil ist. Unser Engagement gilt dem Abbau der israelischen Apartheid, der Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge und der Beendigung der israelischen Kolonisation des historischen Palästina.

Von Polen bis Irak, von Argentinien bis Südafrika, von Brooklyn bis Mississippi haben Juden ihre Suche nach Gerechtigkeit und ihr Verlangen nach einer gerechteren Welt aufgenommen, indem sie am Kampf anderer teilnahmen. Juden nahmen prominent teil im Kampf der Arbeiter in der Zeit der Depression, in der Bürgerrechtsbewegung, im Kampf gegen die südafrikanische Apartheid, im Kampf gegen Faschismus in Europa und in vielen anderen Bewegungen für sozialen und politischen Wandel. Des Staates Israel historische und andauernde ethnische Säuberung des palästinensischen Volkes und Land widerspricht dem und verrät diese lange Geschichte jüdischer Teilnahme an kollektiven Befreiungskämpfen.

Zionismus – die grundlegende und gegenwärtige Ideologie, manifestiert im Staat Israel, – wurzelt in der Zeit des europäischen Kolonialismus und verbreitete sich im Gefolge des Völkermord der Nazis. Zionismus wurde genährt durch die äußerst gewalttätige und unterdrückerische Geschichte des 19. Jahrhunderts auf Kosten vieler Anstrengungen jüdischen Freiheitsengagements. Um für sie einen Platz in den dynamischen Volksbewegungen einzufordern, muss Zionismus in all seinen Formen gestoppt werden.

Dies ist entscheidend, zuerst und vor allem, wegen der Folgen für das palästinensische Volk und die weitere Region. Zionismus entehrt auch die Verfolgung und Völkermord Europäischer Juden, indem man ihr Gedenken nützt, um den Europäischen Rassismus und Kolonialismus zu rechtfertigen. Er ist verantwortlich für die umfangreiche Umsiedlung und Entfremdung von Mazrahi-Juden (Juden afrikanischer und asiatischer Abstammung) aus deren verschiedenen Geschichten, Sprachen, Traditionen und Kulturen. Mizrahi-Juden haben in dieser Region eine Geschichte von über 2000 Jahren. Als Zionismus Wurzeln schlug, wurden diese jüdischen Geschichten aus ihrem eigenen Kurs in den Dienst der Segregation von Juden, auferlegt vom Staat Israel gezwungen.

Zionismus als solcher verstrickt uns in die Unterdrückung des palästinensischen Volkes und in die Entwürdigung unseres eigenen Erbes, des Kampfes für Gerechtigkeit und Verbundenheit mit unseren Mitmenschen.

Wir verpflichten uns: dem Zionismus und dem Staat Israel zu widerstehen.

Zionismus ist rassistisch. Er fordert politische, rechtliche und ökonomische Macht für Juden, europäische Menschen und Kulturen über einheimische Menschen und Kulturen. Zionismus ist nicht nur rassistisch, sondern anti-semitisch. Er billigt die sexistische Darstellung des verweichlichten und schwachen „Diaspora-Juden“ und setzt dem einen gewalttätigen und militaristischen „neuen Juden“ entgegen – einen, der eher ein Täter als ein Opfer rassistischer Gewalt ist.

Zionismus sucht also Juden ‚weiß’ zu machen, indem er weißen Rassismus gegen das palästinensische Volk richtet. Trotz der Notwendigkeit, Mizrahis zu integrieren, um die jüdische Mehrheit zu halten, zeigt dieser Rassismus sich auch in der Marginalisierung und wirtschaftlichen Ausbeutung der sozial benachteiligten Mizrahi-Bevölkerung. Diese rassistische Gewalt schließt auch die Fremdarbeiter ein.

Zionismus verbreitet den Mythos, dass Israel eine Demokratie ist. In Wahrheit, hat Israel interne Politiken und Praktiken etabliert und forciert, die Juden mit Mizrahi-Herkunft zu diskriminieren und Palästinenser einzuschränken. Darüber hinaus unterminiert Israel, in Kollaboration mit den USA, jegliche arabische Bewegungen für sozialen Wandel und Befreiung.

Zionismus verewigt jüdische Einmaligkeit. Zur Verteidigung seiner Verbrechen erzählt Zionismus eine Version jüdischer Geschichte, die sich von der Geschichte und den Erfahrungen anderer Völker trennt. Er verbreitet die Narrative, dass der Nazi-Holocaust einmalig in der Geschichte sei – trotz dessen, dass er einer der zahlreichen Holocausts Eingeborener ist von Nord- und Süd-Amerikanern bis zu Armenien und Ruanda. Er trennt Juden von den Opfern und Überlebenden anderer Völkermorde, statt uns mit ihnen zu vereinen.

Durch eine allgemeine Islamophobie und das Verlangen nach Kontrolle über den Mittelosten und das weitere West-Asien macht Israel gemeinsame Sache mit christlichen Fundamentalisten und anderen, die jüdische Zerstörung fordern. Zusammen mit ihnen fordern sie die Verfolgung der Muslime. Diese gemeinsame Förderung von Islamophobie dient dazu, den Widerstand gegen westliche ökonomische und militärische Dominanz zu dämonisieren. Damit wird eine lange Geschichte zionistischer Zusammenarbeit mit unterdrückerischen und gewalttätigen Regimen fortgesetzt, von Nazi-Deutschland bis zum südafrikanischen Apartheid-Regime, bis zu reaktionären Diktaturen quer durch Lateinamerika.

Zionismus behauptet, dass jüdische Sicherheit von einem militarisierten jüdischen Staat abhängt. Doch Israel macht Juden nicht sicher. Seine Gewalt garantiert Instabilität und Angst für jene in seiner Einflusssphäre und bedroht die Sicherheit aller Menschen, Juden eingeschlossen, weit über seine Grenzen hinaus. Zionismus arbeitet bewusst zusammen in der Schaffung von Voraussetzungen, die zu Gewalt gegen Juden in arabischen Staaten führen. Die Abscheu, die durch israelische Gewalt und militärische Übermacht sich gegen Juden in Israel und sonst wo erhebt, wird genützt, um weitere zionistische Gewalt zu rechtfertigen.

Wir verpflichten uns: das koloniale Erbe und die fortgesetzte koloniale Expansion zurückzuweisen.

In der Zeit, als die zionistische Bewegung entschied, einen Jüdischen Staat in Palästina aufzubauen, wurde sie eine Eroberungsbewegung. Wie die imperialen Eroberungs- und genozidalen Ideologien Amerikas oder Afrikas so ist der Zionismus angewiesen auf Trennung von Menschen und die Konfiszierung von Land, was ethnische Säuberung mit sich bringt und mit unerbittlicher militärischer Gewalt verbunden ist.

Zionisten arbeiteten Hand in Hand mit der britischen Kolonialverwaltung gegen die einheimische Bevölkerung der Region und deren legitime Hoffnungen auf Freiheit und Selbstbestimmung. Der Zionist, der sich Palästina als „leer“ und desolat vorstellte, rechtfertigte die Zerstörung palästinensischen Lebens in derselben Weise, wie solcher Rassismus die Auslöschung von Indianern, den atlantischen Sklavenhandel und viele andere Verbrechen rechtfertigte.

Von den sich weiter ausweitenden Siedlungen bis zur Apartheid-Mauer hinterlässt Israels Bemühen um koloniale Herrschaft seine Spuren in Umweltzerstörung und der physischen Landschaft Palästinas. Das Versagen dieser Politik, den palästinensischen Widerstand zu beenden, treibt Israel zu immer stärkeren Gewaltanwendung und zu Vorgehen, die, wenn bis zum Letzten ausgeführt, in Völkermord enden. In Gaza entzieht der israelische Staat Zugang zu Lebensmittel, Wasser, Elektrizität, humanitärer und medizinischer Hilfe als eine Waffe, die auf die Grundlagen menschlichen Lebens zielt.

Israel, einst ein Werkzeug für den Anschlag auf arabische Einheit und Unabhängigkeit, ist nun der Junior-Partner in der US-verbündeten Strategie für weltweite militärische, ökonomische und politische Kontrolle, besonders zur Dominanz der strategischen Mittelost/Südwestasien Region. Die Gefahr eines Atomkriegs durch einen US/Israel-Angriff auf Iran erinnert uns, dass Israel eine Atombombe ist, die dringend demontiert werden muss – um die Leben all seiner jetzigen und potentiellen Opfer zu retten.

Wir verpflichten uns: die zionistischen Organisation herauszufordern.

Über die Gestaltung Israels hinaus bestimmte der Zionismus seine internationale Politik militärischer Dominanz und Feindschaft gegenüber seinen Nachbarn, und errichtete ein hochentwickeltes globales Netzwerk von Organisationen, politischen Lobbies, PR-Firmen, Uni-Klubs und Schulen, um zionistische Ideen in jüdischen Gemeinden und der allgemeinen Öffentlichkeit zu erhalten und zu verewigen.

Milliarden von US-Dollars flossen jährlich nach Israel, um die Besatzung und Israels hochentwickelte und brutale Armee aufrecht zu erhalten. Die Kriegsmaschine, die sie unterstützten, ist führend in der weltweiten Rüstungsindustrie, die Mittel verschwendet, die in einer Welt verzweifelt für Wasser, Nahrung, Gesundheits-fürsorge, Wohnen und Bildung gebraucht werden. Europa, Kanada und die Vereinten Nationen stützen inzwischen die Infrastruktur der Besatzung unter dem Vorwand humanitärer Hilfe für das palästinensische Volk. Gemeinsam arbeiten die USA und ihre Verbündeten zusammen bei der Vertiefung der regionalen Vorherrschaft und der Unterdrückung von Volksbewegungen.

Ein internationales Netzwerk zionistischer Institutionen und Organisationen unterstützt die israelischen militärischen und militanten jüdischen Siedlungen mit direkten Fonds. Diese Organisationen sorgen auch für die politische Unterstützung, die nötig ist zur Legitimierung und zur Fortführung der Politiken und Hilfs-lieferungen. In einzelnen Ländern zensieren diese Organisationen Kritik an Israel und zielen auf Personen und Organisationen mit Schwarzen Listen, Gewalt, Gefängnis, Deportation, Arbeitslosigkeit und andere wirtschaftlichen Maßnahmen.

Diese Organisationen erleichtern die Verbreitung der Islamophobie. Sie schlagen die Kriegstrommeln im Ausland und drücken repressive Gesetze durch. In den USA und Kanada halfen zionistische Organisationen bei „anti-terroristischer“ Gesetzgebung, machten das Organisieren von Boykott, Disinvestment und Sanktionen gegen Israel und für Palästina, Iran, Irak, libanesische und muslimische Organisationen zum Verfolgungsgrund als Beihilfe für Terrorismus und Landesverrat. In beiden, Europa und den USA, sind angeblich „jüdische“ Organisationen nun an der Front, auf Krieg mit Iran zu drängen.

Risse zeigen sich allerdings in dem Zionismus-Gebäude wie bei der weltweiten US-Dominanz selbst. In der Region hat sich außerordentlicher Widerstand von Palästina und Südlibanon gegen israelische und US-Aggression und Besatzung gehalten trotz begrenzter Mittel und vielen Verrats. Über die Welt hin gewinnt die Solidaritätsbewegung mit dem palästinensischen Volk und gegen die US- und israelische Politik Impulse. In Israel können diese Veränderungen gesehen werden in dem brodelnden Widerstand, der neue Möglichkeiten schafft, zwei Vermächtnisse der 60-er-Jahre einzuklagen: Matzpen, eine israelisch-palästinensische anti-zionistische Organisation und die Mizrahi Black Panter Party. In Israel wächst auch die Weigerung der Jugend, sich an der Zwangseinberufung in die Armee zu beteiligen.

Innerhalb der Regierungen und öffentlichen Diskussionen in den USA und Europa werden zunehmend die Kosten der bedingungslosen Unterstützung Israels hinterfragt. Israel und die USA suchen neue Verbündete im globalen Süden, um sich mit ihnen in ihren ökonomischen und militärischen Eroberungen zusammenzutun. Die wachsenden Beziehungen zwischen Israel und Indien sind ein deutliches Anzeichen dafür. Ein Interesse an politischer Kontrolle und Kapitalgewinn für die Wenigen auf Kosten der Vielen, der Elite in Indien wie auch in Ländern quer durch Mittelost und das weitere Westasien kollidiert mit der westlichen ökonomischen und militärischen Agenda in der Region.

Die Propaganda des westlichen Globalen Kriegs gegen Terror stimmt zusammen mit der Islamophobie, die nötig ist und gefördert wird durch die indische Elite, hat eine Gelegenheit bereitet für die strenge Repression Andersdenkender durch Regime über den Mittelosten, Süd- und Westasien hin. Trotz dessen erheben sich Volksbewegungen, gegründet in reicher Geschichte antikolonialen Kampfes, der diese Allianz herausfordert und am Ende besiegen wird.

Zusammen mit unseren Verbündeten zielen wir darauf, jene Risse zu vergrößern, bis die Mauer fällt und Israel isoliert ist, wie es mit Apartheid-Südafrika war. Wir verpflichten uns, den Kampf gegen diese Organisationen, die vorgeben für uns zu sprechen, aufzunehmen und sie zu besiegen.

Wir verpflichten uns: unserer Solidarität und dem Eintreten für Gerechtigkeit nachzukommen.

Wir übergeben unsre Herzen, Gedanken und unsere politische Energie, um die verschiedenen und dynamischen Widerstandbewegungen des palästinensischen Volkes zu unterstützen und die Ungerechtig-keiten zu konfrontieren, wofür die Länder, in denen wir leben, verantwortlich sind.

Wir unterstützen unmissverständlich das palästinensische Rückkehrrecht. Wir rufen zu einer Beendigung des rassistischen israelischen Rückkehrrechts auf, das die Rechte irgendwelcher Personen privilegiert, die der Staat Israel als Juden betrachtet, um in Palästina zu siedeln, während Palästinenser ausgeschlossen und zu Flüchtlingen gemacht werden.

Wir antworten voll und ganz auf den Aufruf von Palästina für Boykott, Divestment und Sanktionen gegen Israel.

Wir unterstützen die Forderung nach Freilassung palästinensischer politischer Gefangener und ein Ende der Einkerkerung palästinensischer politischer Führer, von Frauen, Kindern und Männern, als eine Methode von Kontrolle und Terror.

Es ist nicht unsere Aufgabe, vorzuschreiben, welchen Weg das palästinensische Volk nehmen soll, seine Zukunft zu gestalten. Wir erdreisten uns nicht, unsere Stimme für ihre zu nehmen. Unsere Strategien und Aktionen werden erwachsen aus unserer aktiven Beziehung mit jenen, die in unmittelbarer Nähe der Befreiungskämpfe engagiert sind - mitten in Palästina und in der weiteren Region. Wir werden ihren Überlebenskampf unterstützen, um das Erreichte zu halten und ihre Bewegung voranzubringen, so gut sie es aus ihren eigenen Sicht können.

Wir sind Partner in den dynamischen, vom Volk getragenen Widerstandsbewegungen unserer Zeit, welche das Leben aller Menschen und des Planeten selbst verteidigen und hoch halten. Wir sind Partner bei Bewegungen, die angeführt werden von jenen, die am meisten betroffen sind von imperialer Eroberung, Besatzung. Rassismus und der globalen Kontrolle und Ausbeutung von Menschen und Bodenschätzen. Wir stehen für den Schutz der natürlichen Welt. Wir treten ein für die Rechte einheimischer Völker auf ihr Land und Souveränität. Wir stehen ein für die Rechte von Wandervölkern und Menschen, die Flüchtlinge sind, um frei und sicher sich über Grenzen zu bewegen. Wir treten ein für die Rechte der Arbeiter – einschließlich der Fremdarbeiter, die nach Israel gebracht wurden, um beide, Palästinenser und Mizrahi-Arbeiter zu ersetzen – für wirtschaftliche Gerechtigkeit und Selbstbestimmung. Wir treten ein für Rechte rassischer Gleichheit und kultureller Gestaltung. Wir treten ein für die Rechte von Frauen und Kindern und allen ausgebeuteten Gruppen, frei von Unterjochung zu sein. Und wir treten ein für das universelle Recht auf Wasser, Nahrung, Wohnung, Bildung, Gesundheitsfürsorge und Freiheit von Gewalt – die einzige Basis, auf der menschliche Gesellschaft überleben und gedeihen kann.

Wir verpflichten uns, Gerechtigkeit zu unterstützen, sodass Heilung wachsen kann. Vieles ist zu heilen: an Wunden, die geschlagen wurden durch Auferlegung und Durchführung kolonialer Herrschaft in Palästina und der weiteren Region; die Traumata europäischer Unterdrückung von Juden, die das zionistische Projekt ausbeutet; die Ängste und Entbehrungen, erlitten in Jahren des Blutvergießens; die Manipulationen der Kultur und Bodenschätze, die gebraucht wurden, um Misrahi-Juden auszubeuten und sie von Palästinensern zu trennen; und die andauernden Massaker an, Vergewaltigungen und Enteignungen von Palästinensern.

Die Gerechtigkeit, für die wir uns einsetzen, muss aufgebaut werden durch jene in ganz Palästina, einschließlich Israel, und durch die palästinensischen Flüchtlinge, deren Kampf um Selbstbestimmung zu Gleichberechtigung und Freiheit für alle führen kann, die dort und in den Nachbarländern leben.

Wir rufen Euch auf, sich mit uns zu vereinigen.

Diese Verpflichtung braucht den Aufbau einer vereinten internationalen Jüdischen Bewegung, welche den Zionismus und seinen Anspruch, für alle Juden zu sprechen, herausfordert. Angesichts eines internationalen Gegners genügt es nicht, nur örtlich oder selbst nur national zu handeln. Wir müssen Wege zur Zusammenarbeit finden über Grenzen, Entfernungen, Gruppen und Sprachen hinweg. Dabei ist Raum für viele Initiativen und Organisationen, vorhandene und neue, um unabhängig und gemeinsam, in gegenseitiger Unterstützung und Kooperation zu handeln.

Steht Ihr gegen Rassismus in all seinen Formen? Dann rufen wir Euch auf, Euch mit uns zu vereinigen – zur Beendigung der israelischen Apartheid.

Unterstützt Ihr die Souveränität und Land-Rechte einheimischer Völker? Dann rufen wir Euch auf, Euch mit uns zu vereinigen – zur Verteidigung der Souveränität und Landrechte der Palästinenser.

Glaubt Ihr, dass unsere aller Leben von wirtschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeit abhängt? Seid Ihr wütend über den Raub und die Zerstörung der Welt-Resourcen? Dann rufen wir Euch auf, Euch mit uns zu vereinigen – Einhalt zu gebieten der Zerstörung palästinensischen Landbaus und Landes, dem Raub von Land und Wasser und der Einebnung von Ortschaft und Wälder.

Sucht Ihr eine Ende der endlosen Kriege um Öl und militärische Überlegenheit der USA und ihrer Verbündeten? Wünscht Ihr eine Ende herbei der militarisierten Kulturen, der Einberufung unserer jungen Leute und die Plünderung von Mittteln, die Armeen finanzieren anstatt Lebensnotwendiges? Dann rufen wir Euch auf, Euch mit uns zu vereinigen – einen gefährlichen Teil der globalen Kriegsmaschine abzubauen.

Wollt Ihr Euch distanzieren von der israelischen ethnischen Säuberung Palästinas und der Vernichtung seiner Geschichte, Kultur und Selbstregierung? Glaubt Ihr, dass es dort keinen Frieden ohne Gerechtigkeit geben wird? Seid Ihr aufgebracht und traurig, dass der Holocaust gegen jüdische Menschen genutzt wird, gegen andere Verbrechen zu begehen? Dann rufen wir Euch auf, Euch mit uns zu vereinigen – bei der Beendigung des Zionistischen Kolonialismus.

Für Menschen dieses Planeten, in Sicherheit, Gerechtigkeit und Frieden zu leben, muss das israelische Kolonialprojekt zu einem Ende gebracht werden. Wir nehmen gerne diese gemeinsame Aufgabe auf, ein System von Eroberung und Plünderung zu unterminieren, das unsere Welt plagte – schon all zu lang.

 

(Übersetzt von Karl Schmidt, Saumweg 21, 70192 Stuttgart – kpo.schmidt@t-online.de)

For more information or to get involved, visit us at www.ijsn.net

 

Report on the UK launch of the IJAN Charter 
24 October 2008


A hundred people came together for a historic occasion -- the public launch in the UK of the Charter of the International Jewish Anti-Zionist Network (IJAN).
  The meeting was to say how the Charter could be of use for different sectors; and to propose direct action that could be taken together. 


L to r: Tahrir Swift, Dr. Ghada Karmi, Michael Kalmanovitz, Selma James, Professor Moshé Machover, Dr. Mike Berry, Cristel Amiss, Yael Kahn

Selma James (IJAN) from the Chair opened by pointing out the amazing greetings that IJAN had received from "Jews, Palestinians and many others".  She referred to Early Day Motion 2332 welcoming IJAN, tabled in Parliament by John McDonnell MP. 

 
 

Michael Kalmanovitz (IJAN) quoting the Charter said: "Our commitment is to the dismantling of Israeli apartheid, the return of Palestinian refugees, and the ending of the Israeli colonization of historic Palestine."  The Charter was not a plan but a basis for a relationship with the Palestinian movement.

 
 

Professor Moshé Machover, co-founder of the Israeli Socialist Organisation Matzpen sent greetings from comrades in Israel, both Jewish and Palestinian who had long fought against Zionism.  He said it was very important for civil unrest to exert pressure on Israel and for a Jewish civil network to oppose the ethnic cleansing of Palestinian people.

                                                                                 
 

Dr. Ghada Karmi, Palestinian doctor of medicine and author of Married to Another Man, gave complete support to Jewish colleagues who were prepared to confront the "evil" of Zionism; she said that Palestinians always hoped Jewish people would turn against it.  She told about the WHO mental health conference due to be held in Gaza to which she and other medical practitioners from all over the world had been invited - until Israel refused them all entry into Gaza at the last minute. To great applause, she said many of the doctors were going to mount a public protest there.

 
 

Yael Kahn, of Women's Organization for Political Prisoners (WOFPP) and Islington Friends of Yibna, spoke about support and protests for women political prisoners - those who resist the Israeli occupation, including Palestinian citizens of Israel, women kidnapped from Lebanon, and Israeli refuseniks.  WOFPP began because women prisoners were moved frequently, no-one knew where they were, no-one could visit, giving a free hand to the Israeli forces to torture them.  Currently there are 16-year-olds in administrative detention - that is, there are no charges against them yet their imprisonment is indeterminate.  WOFPP organise demonstrations to release all women prisoners including minors.

 
 

Dr. Mike Berry, co-author of the acclaimed Bad News from Israel (Glasgow University Media Unit) spoke about his research into how the media discusses the conflict and how this affects beliefs.  Reporting concentrates on current violence with little reference to the history of the conflict in the region; editors claim people have 'low attention spans' and do not want too much bad news!  The result is that people are unaware why there is fighting and who the refugees are; there is no discussion of human rights abuses, military occupation, deprivation of water, that Palestinians are not allowed to move freely, etc.

 
 

Cristel Amiss, of Black Women's Rape Action Project, said the Charter was a tool for all in the anti-racist movement - to help defend ourselves against false charges of anti-Semitism.  Ms Amiss compared Zionist NGOs and other NGOs which assist repressive governments, wars and occupations (Haiti, Iraq, and Darfur, and NGOs in the UK which implement brutal government immigration policy - for example, the Refugee Council which implemented Section 55 of the Nationality, Immigration and Asylum Act.

 
 

Tahrir Swift, of Solidarity for an Independent and Unified Iraq, enthusiastically welcoming the Charter said Iraqi Jews had opposed Zionism for a long time, mentioning the League for Combating Zionism, established in 1945.  The bombing of Iraqi synagogues in 1951, making Israel seem like a safe haven in comparison, was in fact orchestrated by Mossad (Israel's notorious secret service).  Ms Swift said the 'illegal' war with Iraq made Israel a super-power in the region in the interests of US and Europe.  Israelis were openly involved in the conflict, even training US marines.  Now there was pressure on the Iraqi government to normalise relations with Israel. 

 
 

Maggie Ronayne, National University of Ireland, Galway, raised that there was already a National Boycott Day, the Irish Congress of Trade Unions had voted for a boycott, and peace activists had smashed up Raytheon, the arms manufacturer based in Derry, suppliers of weapons to Israel during the Lebanon war.  She connected the struggle of the Palestinian people to the 800-year struggle of the Irish people against 'savage colonialism'.  She warned against separatism and nationalism which had led to the defeat of the Irish revolution.  She highlighted women's role in the Irish revolution, only now beginning to be recognised, and urged that it not take so long for Palestinian women's experience and struggle to be acknowledged.

 
 

Michele Hanson, Guardian columnist, said she had no intention of returning to Israel: young Israelis were rude; she was policed everywhere by Israeli soldiers; and she very aware of the ill-treatment of Palestinians.  Ms Hanson said she would like to write more about the Palestinian struggle but was 'censored from writing seriously'.  She pointed out that press coverage often says that Israelis are 'killed', while Palestinians 'die'.

 
 

There was discussion about whether some known Zionists with a history of intimidation should be asked to leave, the meeting resolved to continue with the Q&A and there was no further disruption.  There was a suggestion to protest against Shimon Peres if he comes to London to receive an honorary knighthood.  The Chair pointed out that an anti-Zionist activist had travelled from Liverpool to attend this meeting, that also present was Ayo Omotade who'd been arrested for standing up for a man being violently deported on a British Airways plane, and Omar Deghayes who had been held in Guantamano and was asked if he wanted to speak - he said he was very impressed and gave his support.

 
 

The collective action proposed was a regular protest against the Jewish National Fund while attacking its charitable status.  Tony Greenstein was invited to give a brief history of the JNF.  It has bought up land for exclusive Jewish ownership to the point that it now owns 93% of the land in Israel.  The JNF has played a crucial role in the ethnic cleansing of Palestine - initially in the planning and now by the fact that its "forests" cover up the ruins of Palestinian villages and towns.  Last year's JNF Bill prompted even the Israeli press to speak about "a racist Jewish state".  The chair proposed, to great interest, an organising meeting to which people will come with their own proposals to be discussed and collectively agreed on.

 
 

And finally the chair read out messages of support for IJAN from Joel Kovel, author of Overcoming Zionism; Owen Manda, one of the South African signatories to We fought apartheid; we see no reason to celebrate it in Israel now!; and Phil Shiner, Public Interest Lawyers and Lawyers for Palestinian Human Rights.


Ask your MP to sign EDM 2332 tabled by John McDonnell MP.  Currently there are 22 signatures: John McDonnell, David Drew, Lynne Jones, Neil Gerrard, Katy Clark, Colin Breed Kelvin Hopkins, Bob Russell, Alan Simpson, Brian Iddon, Mark Durkan, Robert N Wareing, Angus MacNeil, Dai Davies, Frank Cook, Ann Cryer, Janet Anderson, Linda Riordan, Simon Hughes, Brian Jenkins, Elfyn Llwyd & John Hemming.

 
 

INTERNATIONAL JEWISH ANTI-ZIONIST NETWORK

22.10.2008

That this House welcomes the launch of the International Jewish Anti-Zionist Network (IJAN) and its founding Charter which gives voice to the great and growing number of Jewish people worldwide who refuse to allow the Israeli state to act in their name and who condemn Israel's ethnic cleansing of Palestinian people, including the murder of 64 children in 2008 alone, its apartheid laws, its expropriation of Palestinians' land and resources, its militarism and nuclear weapons, and its trade in arms (the fourth largest in the world); and notes that by speaking out IJAN discredits Israel's attempts to suppress criticism with false accusations of anti-Semitism.

 

 

 

 

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