TÄGLICH NEUE INFORMATIONEN - Donnerstag, 01. März 2018 18:38 -  HELFEN     BDS     facebook    LINKS     ARCHIV    THEMEN

 


 

Getrieben von Verlogenheit behauptet israelischer Beamter der 15-jährige Mohammed Tamimi sei nicht in den Kopf geschossen worden - Jonathan Ofir -  27.02.2018 - Die israelische Armee nutzt alle Mittel, um sich an den Tamimis und an Nabi Saleh für deren Resilienz und Widerstand, verkörpert in dem inhaftierten Mädchen Ahed Tamimi, die einen Soldaten geohrfeigt hat, zu rächen.

Gestern morgen, noch vor Tagesanbruch, überfielen israelische Soldaten das besetzte Dorf Nabi Saleh und verhafteten 10 Mitglieder der Großfamilie Tamimi – die Hälfte davon Kinder.

Die Soldaten setzten auch das so genannte 'Stinkwasser' ein, [...] das zur "Kontrolle von Massen" bestimmt ist, nur dass es hier keine Massen gibt. Die israelische Armee setzt die stinkende Flüssigkeit, die von einem Laster aus versprüht wird, ein, um Palästinenser kollektiv zu bestrafen, indem sie es auf Wohnhäuser und Schulen sprüht, wie in der Vergangenheit dokumentiert wurde.

Unter den während der nächtlichen Razzia Verhafteten war der 15-j. Mohammed Tamimi, dem aus kurzer Entfernung mit einem Gummi ummantelten Geschoss in den Kopf geschossen worden war, kurz vor Aheds berühmter Ohrfeige, vor 2 1/2 Monaten. Mohammed wurde in ein künstliches Koma versetzt und ein Teil seines Schädels wurde entfernt, wodurch sein Schädel verformt wurde. Seine Situation ist unglaublich heikel, man kann sich nur fragen, wieso er von der Gewalt in dieser Razziennacht nicht verschont wurde. Es wurde wenige Stunden nach der Verhaftung freigelassen, nach einem relativ kurzen Verhör.

Und dann kam heute Morgen die "Neuigkeit".

Generalmajor Yoav Mordechai, der Koordinator für Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten, behauptete in einem Facebook-Post, Mohammed sei nicht von einer Kugen getroffen worden, sondern von seinem Fahrrad gefallen. Mordechai ist die höchste direkte Autorität der israelischen Besatzung; er schrieb dies auf seiner offiziellen arabischen Facebookseite von COGAT:

"Eine Kultur von Lügen und Hetze geht bei jungen Menschen und Erwachsenen der Tamimi-Familie weiter", schrieb er.

 

Das Post trug einen roten Stempel mit "fake news" in Arabisch.

Haaretz berichtete über sein Post, und staunte darüber, dass Mordechais Behauptung "ärztlichen Dokumenten, Augenzeugenberichten und Bilder von der aus seinem Kopf entfernten Kugel, die Haaretz bekommen hatte," widerspricht. Sogar die offizielle Antwort der Armee für Haaretz scheint Mordechais Gewissheit zu widersprechen: es werden Armeequellen zitiert, die sagen, dass Tamimi von der Polizei verhört worden ist, und sie die Herkunft seiner Verletzung nicht bestätigen können".

Wer die Verhörkultur des israelischen Sicherheitsapparates, wenn es sich um Palästinenser handelt, kennt, wird nicht überrascht sein. Israelische Vernehmungsbeamte können von Palästinensern oft alles erzwingen, was sie wollen, insbesondere von Kindern, und so kann sich die Armee einer Verurteilungsrate von 99,74% brüsten. Oft werden Kinder gezwungen in Hebräisch geschriebene Dokumente zu unterschreiben, die sie nicht einmal lesen können, und es wird so gut wie systematisch die Anwesenheit von Familie oder eines Anwalts während dem Verhör verweigert.

Also behauptet Mordechai, er habe ein 'Geständnis' von Mohammed bekommen. >>>

 

 

Wie die israelische Armee einen Jungen, dem in den Kopf geschossen dazu bringt zu sagen, er sei vom Fahrrad gefallen - Amira Hass - 27.02.2018 - Generalmajor Yoav Mordechai, der Koordinator von Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten, erwartet, dass wir glauben, dass dutzende Palästinenser und ein paar Israelis sich zusammengetan haben, um eine riesige Lüge zu fabrizieren, um die Israelischen Verteidigungskräfte schlecht zu machen.

Nach ihm ist nicht nur der 15-j. Mohammed Tamimi ein Lügner. Lügner sind auch seine Eltern, Mitglieder der Großfamilie im Dorf Nabi Saleh, Freunde und  der israelische linke Aktivist Jonathan Pollak. Letzterer war mit Tamimi zusammen, als dieser am 15. Dezember auf eine Leiter kletterte, um zu sehen, was die Soldaten vorhätten, die sich in einem leeren Haus in seinem Dorf versteckt hatten. Dem Teenager wurde in den Kopf geschossen, und er fiel zu Boden in seine eigene Blutlache.

In seinem Facebook-Post von Dienstag behauptet Mordechai tatsächlich, dass die Palästinenser dumm wären, weil so viele von ihnen zusammengearbeitet hätten, um eine Lüge zu schaffen, die so leicht zu entlarven ist.

Er glaubt Dinge, die Tamimi seinen Vernehmungspolizisten am Montag erzählt hat, gerade Stunden nachdem ein großer Militärtrupp vor Tagesanbruch in Nabi Saleh und in sein Elternhaus eingedrungen waren und ihn aus seinem Schlaf gerissen und verhaftet hatten. Fünf weitere Minderjährige und fünf Erwachsene waren zugleich mit ihm unter ähnlichen Umständen verhaftet worden.

Noch im Dunkeln, halb im Schlaf, geschüttelt, umgeben von auf ihn gerichteten Gewehren, während die Luft nach Tränengas und dem eklig riechenden Stinkwasser riecht, das von den Truppen versprüht worden ist – wird Mohammed Tamimi zum Verhör geholt. Man kann leicht erraten, was dem verletzten Jungen durch den Kopf ging, der sich in den kommenden Wochen einer weiteren Operation unterziehen soll zur Rekonstruktion seines Schädels.

Er muss gedacht haben: Ich werde mehrere Wochen im Gefängnis sein. Vielleicht wird mein Gesundheitszustand schlechter. Vielleicht werde ich nicht einmal vor der Operation freigelassen werden.

Was an der Behauptung von COGAT, dass Mohammed Tamimi "von seinem Fahrrad gefallen" sei, nicht ins Gesicht geschossen, so ungeheuerlich ist, ist nicht, was für eine riesige Lüge das ist: Wir haben Orwell'sche Lügen schon früher gesehen (Beitunia 2014). Aber so leicht entlarvte Lügen zeigen, dass das einzige Publikum, an das sie gerichtet ist, die israelische Rechte ist.    Quelle        Übersetzung: K. Nebauer

 

VIDEO - Israel: Verletzter palästinensischer Teenager verhaftet >>>


 

Ich setze mich mit meinem jüdischen Rassismus auseinander -  der Aufruf eines Absolventen zu jüdischen Studenten zur israelischen Apartheidswoche - Robert Cohen - 19.Februar 2018 - Ein Aufruf an jüdische Studenten für die israelische Apartheidwoche 2018. Wir müssen über  jüdischen Rassismus reden. Ich weiß, was du denkst. Wie kann ich es wagen , uns  ein Volk, das so viel Vorurteile, Hass und Verfolgung durchlitten hat und selbst  rassistische Haltung eingenommen hat. Aber es kommt heraus, dass unsere vergangenen Erfahrungen  uns keinen  Schutz liefern und unser Gemeinschaftsgedächtnis uns hindern aber nicht helfen kann. Dieses besondere Gespräch ist dabei, dringender zu werden, wenn du ein jüdischer Student in einer Universität in England  oder West-Europa, Nord- Amerika oder Australien bist.

Die 14.  jährliche israelische Apartheid- Woche findet in aller Welt statt von Ende Februar bis  Mitte April. Es finden Gespräche statt und Filme werden gezeigt und um die West Bank   zu verhöhnen, an den Sicherheit-Checkpoints,  und der Trennungsmauer, um die täglichen Unwürdigkeiten für die Palästinenser in den besetzten Gebieten herauszustreichen. 30 Jahre nach denen ich den Schulabschluss  gemacht hatte, bin ich eingeladen worden, um mit Studenten der Manchester-Universität in England über die besetzten Gebiete zu sprechen. Es würde  eine Art Heimkommen sein oder etwas Ähnliches. Aber ich bin eine sehr andere Art von Jude geworden,  im Vergleich  zu dem Juden, der  1988 von hier wegging.

Die Intensität der LAW-Aktivitäten werden einen Höhepunkt mit dem 70jährigen Jahrestag der palästinensischen Nakba  und der Schaffung des Staates Israel haben. Noch einmal: jüdische Studenten werden sich selbst unangenehm unter dem Zionismus fühlen. Sie werden sich eindeutig unangenehm fühlen, da der Zionismus und der jüdische Staat als rassistisches Unternehmen dargestellt wird.

Aber ist es fair, euch zu  brandmarken – junge Juden, die ihr Israel unterstützt – als Förderer und Verteidiger des Rassismus. >>>
 


Siedlungen zu legitimieren
- Oliver Holmes - pdf -  Exklusiv: Laut Botschaftern der Europäischen Union werden »toüristische Siedlungen" zu politischen Zwecken benutzt Israel entwickelt archäologische und touristische Stätten, um illegale Siedlungen in palästinensischen Vierteln von Jerusalem zu legitimieren, sagen Diplomaten der Europäischen Union.

,,Ostjerusalem ist der einzige Ort wo israelische Nationalparks in bewohnten Vierteln ausgewiesen werden" heißt es in dem Bericht.  Ein durchgesickerter Bericht, der dem Guardian vorliegt, führt Projekte, im seit 1967 von Israel besetzten Ostjerusalem auf, die dazu benutzt werden, das historische Narrativ zu verändern und Siedlungen zu legitimisieren und auszuweiten.

Der Bericht beschreibt von Siedlern betriebene Ausgrabungsstätten, die im Herzen der zumeist von Arabern bewohnten Bezirke liegen, ein geplantes Seilbahnprojekt mit Haltestellen auf konfisziertem Land und die Ausweisung von bebauten städtischen Gebieten als Nationalparks. »Ostjerusalem ist der einzige Ort wo israelische Nationalparks in bewohnten Vierteln ausgewiesen werden" heißt es in dem Bericht.   >>>
 


Ich war am Samstag, den 24. Februar 2018 Zeuge einer kafkaesken Teufelsaustreibung bei KoPI.
- Abi Melzer  - Es wurde über mich debattiert und ich wurde verurteilt, ohne, dass ich etwas zu meiner Verteidigung vorbringen konnte und durfte, was jedem Beschuldigten bei deutschen Gerichten (und auch anderswo) nicht nur zusteht, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben ist. Ich wurde in Abwesenheit verurteilt, was in der Regel in autoritären Regimen passiert. Ich durfte dazu nichts sagen und wäre dazu auch gar nicht in der Lage gewesen, da ich ja nicht wusste, weswegen man mich abgelehnt hat. Die lupenreinen Demokraten vom KoPI-Sprecherkreis haben alles getan, um es zu verhindern.

Inzwischen habe ich erfahren, was der Grund war. Eigentlich ein rein formaler, und darüber hätte man mit mir offen sprechen können, so wie im folgenden Brief des Sprecherkreises an mich vorgeschlagen. Ich war vorbereitet, ihnen eine Erklärung abzugeben und war auch bereit, den Namen meines „Vereins“ (SEMIT – die andere jüdische Stimme), den ich ihn schon seit immerhin 30 Jahren führe, zu ändern, damit keine Verwechselungsgefahr besteht. Aber offensichtlich war das nur ein vorgeschobener Grund. In Wirklichkeit ging es um etwas ganz anderes. Da ich aber nicht an den Diskussionen teilnehmen konnte, weiß ich immer noch nicht genau, worum.

Aber vielleicht waren die Abschiedsworte die ich vernehmen durfte, als ich den Saal verließ, der wahre Grund. Matthias Jocheim rief mir zu, dass man die Jüdische Stimme für gerechten Frieden als jüdischen Verein dabei habe, und das müsse reichen.  >>>
 

28. 2. 2018




 

Einseitige Pro-Israel Berichte über die Okkupation sind (oft) Rassismus und Lügen

Palestine Update Nr. 115, 19.2.2018 – Pro-Israel Berichterstattung - Meinung - Ranjan Solomon

Ray Hanania ist ein preisgekrönter amerikanisch-arabischer Journalist und Autor. Er lebt in Chicago. Sein Vater kommt aus Jerusalem, seine Mutter aus Bethlehem. Er ist Christ, seine Frau Alison, Jüdin. Er ist Chef-Herausgeber von The Arab Daily News. In diesem Artikel (siehe unten) beschreibt Hanaia, wie voreingenommene Nachrichten-Medien zu Komplizen werden, indem sie der israelischen Regierung erlauben, Wahrheiten zu verbergen und andere zu übertreiben in der Richtung, dass man die palästinensischen Opfer von Siedlern und  Sicherheitskräften als „Terroristen in der ganzen Welt“ ansehen müsse.

Von westlichen Zionisten kontrollierte Medien sind voll rassistisch. Sie überleben, indem sie ihren Spielführern mit einem gemeinsamen Niedermachen der arabischen Völker gefallen. Israel unterstützen heißt bestätigen, dass Blut dicker ist als Wasser, und die rassistischen Medien werden den rassistisch-kolonialistischen Stamm unterstützen, bis der Tod ihn hinwegrafft. Primär postulieren sie, dass die Palästinenser die Übeltäter sind, obwohl sie sich in der Tat im Widerstand gegen einen Tyrannen befinden. Es liegt in der Natur des Untiers in den Medien, seitwärts vorbei an der Wahrheit zu vertrauen und stattdessen schamlos Hass und Falschinformation zu verbreiten.

Bedankt seien die sozialen Medien dafür, dass sie alternative Perspektiven anbieten und die Narrativen des  Mainstream herausfordern. Die grauslichen Neuigkeiten, die die Mainstream-Quellen ausspucken, arbeiten schrittweise gegen die zionistischen Unternehmen. Das, was wie Wahrheit ausschauen soll, schaut mehr und mehr verkehrt aus. Die Leute haben sich hinüber bewegt zu den sozialen Medienquellen, die „die seltener gesagten Wahrheiten“ anbieten als ihre Quelle der Wahrheit über zionistische Übeltaten und berechtigte Forderungen und Widerstandsmuster der Palästinenser.

Ray Hanania’s „Israels Krieg gegen die Palästinenser ist ein Krieg gegen Tatsachen“ analysiert die Trends und auftauchenden Veränderungen.

 

 

Israels Krieg gegen Palästinenser ist ein Krieg gegen Fakten

Für die Welt war Ahmad Jarrar ein „Terrorist“, der den „unschuldigen“ Rabbi Raziel Shevach im vergangenen Monat in der Nähe seiner Siedlung außerhalb von Nablus ermordet hat. In den israelischen und amerikanischen Nachrichtensendungen erinnerte man sich an Shevach als an einen „gutherzigen Familienmann“ und den „Vater von sechs Kindern“, der ruhig in seinem Haus in der israelischen Siedlung Havat Gilad lebte.

Was sie uns aber nicht erzählen, ist, dass Shevach für eine Hassbewegung steht, die sich in der besetzten Westbank durch illegal auf den von den Palästinensern gestohlenem Land gebauten Siedlungen ausbreitet. Man erinnert sich an Shevach als den Führer der israelischen Siedlerbewegung, die für die Zerstörung von Millionen Dunum Bauernland verantwortlich ist, das von den palästinensischen Zivilpersonen gewaltsam konfisziert – gestohlen – wurde.

Viele Siedler sind schwer bewaffnet und dürfen automatische Waffen tragen. Wenn israelische Siedler

Palästinenser töten, die gegen den Diebstahl ihres Farmlandes – auch friedlich – protestieren, werden die Siedler von der israelischen Regierung, israelischen Medien und einigen amerikanischen Nachrichtenstationen als Helden gefeiert. Die Palästinenser, die sie ermordet haben, werden als „Terroristen“, „Judenhasser“, „Antisemiten“ und „Friedensbekämpfer“ dämonisiert.

Aber außerhalb von den schiefen, pro-israelischen Zeitungsberichten lauert eine hässliche Wahrheit über die Siedler, die Regierung Israels und die schrägen Nachrichtensender. Sie lügen, um ihre eigenen Verbrechen zuzudecken. Sie haben nicht gesagt, dass Jarrar, der 22jährige, den man für die Tötung von Shevach angeklagt hat, im Jahr 2000 zur Waise wurde, weil Israel seinen Vater ermordete. Und ganz sicher haben sie euch nicht gesagt, dass man israelischen Soldaten in den Wochen nach Shevach‘s Tod die Erlaubnis gegeben hat, jeden zu überfallen, der ihnen während der Suche nach Shevach’s Mörder über den Weg laufen würde.

Die schiefen israelischen und amerikanischen Nachrichtensender haben euch nicht gesagt, dass Israels Regierung in der Vergangenheit mehrmals versucht hat, Jarrar umzubringen, und dass vielleicht – ich sage:  vielleicht - Jarrar auf deren Gewalt gegen ihn reagierte, als er Shevach tötete, und alles das ist grauslich in der israelischen Politik in der Westbank,

Ich unterstütze Gewalt nicht. Ich unterstütze kein Töten, keinen Mord. Ich unterstütze Gewaltlosigkeit. Aber ich fordere Genauigkeit und Verantwortlichkeit. Jarrar hätte man gefangen nehmen und vor Gericht bringen sollen; und ebenso hätte man gegen die Israelis vorgehen müssen, die seinen Vater getötet und die anderen palästinensischen Zivilisten ermordet haben – die israelischen Soldaten und die bewaffneten Siedler wie Shevach, die illegal in der besetzten Westbank leben.

Was mich ärgert, ist, wie leicht Israel Tatsachen verbirgt und andere übertreibt, und dass die israelische und die amerikanische Nachrichten-Übermittlung mitschuldig ist an dieser schiefen Berichterstattung.

 

War Shevach beteiligt an der Ausdehnung der israelischen Siedlungen auf dem Land, das man palästinensischen Zivilpersonen gestohlen hat? Man hätte ihn zur Verantwortung ziehen müssen, nicht umbringen. Aber Israel zieht seine „besonderen“ Bürger nicht zur Verantwortung, wie wir es in wiederholten Fällen gesehen haben, wo israelische Soldaten palästinensische Zivilpersonen ermordeten; und nur wenige wurden weggezerrt, wenn sie vom Video eingefangen wurden.

Israelis fragen mich auf Twitter, wieso ich keine Menschlichkeit zeige, wenn ich den Mord an Shevach hinterfrage. Aber ich frage zurück, beweisen sie Menschlichkeit, wenn sie den Mord von palästinensischen Bürgern ignorieren?  Während der letzten paar Monate wurden viele Palästinenser während israelischer Überfälle in palästinensischen Städten, Dörfern und Kleinstädten getötet. Und trotzdem sehen die Israelis keine Verantwortung, nur die Propagandapresse bringt die Beteuerung der Regierung, dass die Opfer Terroristen waren.

 

Es gibt kein „habeas corpus“ (ein gerichtlicher Terminus für die Forderung der demokratischen Rechtsprechung, dass Verdächtige öffentlich vor einen Richter gebracht werden müssen, um ihren Klägern gegenüber gestellt zu werden. Sie müssen ihre eigenen unabhängigen Rechtsanwälte erhalten, wenn sie mit Anklagen konfrontiert werden.) Indem sie dieses verweigert, kann die Regierung Israels von jedem Palästinenser fälschlicher Weise behaupten, dass sie einen „Terroristen“ tötet.  

Schlimmer, denn Palästinenser und Araber haben im Westen keine wirkliche Öffentlichkeitsarbeit für Kampagnen, um sich gegen die israelische Propaganda stark zu machen – viele Menschen akzeptieren einfach das Wort der israelischen Regierung ohne es zu hinterfragen.

Es tut mir leid für den getöteten Rabbi und ich drücke der Familie mein Beileid aus. Sie wurden der Gehirnwäsche unterzogen zu glauben, dass die Unterdrückung von christlichen und muslimischen Palästinensern und der Diebstahl ihres Landes für rassistische „nur für Juden“-Siedlungen eine akzeptierbare Lebensart ist. Ist sie nicht!

Die wirklichen Opfer sind die Palästinenser, die diesem Übel der Unterdrückung durch israelische Siedler ohne Stimme gegenüberstehen, ohne Zugang zu gesetzlichen Regeln, und mit wenig Hoffnung auf Veränderungen der Politik Israels.

Ray Hanania ist preisgekrönter palästinensisch-amerikanischer Kolumnist. Schicken Sie ihm eine Botschaft unter rghanania@gmail.com (mailto:rghanania@gmail.com) oder Twitter: @rayhanania  -  Übers.: Gerhilde Merz  

 

Dokumentation - Presse - Hürden, Lücken, Manipulation, Zensur + Meinungsfreiheit in Israel >>>
Dokumentation - Wichtige Manipulatoren  >>>

 


VIDEO - Heiligste Stätte der Christenheit aus Protest geschlossen
Harry Fawcett - Kirchenführer der Grabeskirche, die für die Stääte von Christi Kreuzigung und Auferstehung gehalten wird, sind über die Pläne für die Versteuerung von Kircheneigentum verärgert.

 




Kirchenführer im besetzten Ost-Jerusalem haben die heiligste Stätte der Christenheit geschlossen in Reaktion auf die Diskriminierung, wie sie es nennen, durch die israelische Regierung. [...]   Quelle          Übersetzung: K. Nebauer

 




Grabeskirche in Jerusalem geschlossen - Es geht um viel Geld und noch mehr Land
: Israel und die Kirchenoberhäupter Jerusalems liegen im Streit. Aus Protest haben die Christen nun die Grabeskirche geschlossen - eine der heiligsten Stätten ihrer Religion. - Dominik Peters - 27.02.2018

Hier soll Jesus begraben worden und auferstanden sein - die Grabeskirche in Jerusalem. Heute beten nicht nur sechs verschiedene christliche Konfessionen in dem Sakralbau, sondern bekämpfen sich auch oft. Die Streitereien und Schlägereien zwischen Kopten und Armeniern, Syrern und Äthiopiern, Katholiken und orthodoxen Griechen sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Meistens geht es dabei um die Frage, wer wo wann beten darf.

Nun haben sich die Männer Gottes zusammengerauft - und die Grabeskirche bis auf Weiteres geschlossen. Der Grund: Ärger mit den israelischen Behörden. Seit Sonntag protestieren die Kirchenführer mit diesem beispiellosen Schritt gegen zwei voneinander unabhängige Beschlüsse:
◾Die Stadt Jerusalem fordert nachträglich Steuern in Höhe von 152 Millionen Dollar von den eigentlich steuerbefreiten Kirchen. Diese sollen das Geld mit Geschäften eingenommen haben, die als kommerziell eingestuft werden, wie etwa Hotels und Geschäfte. Zwar erklärte Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat am Dienstagmittag, er nehme doch Abstand von der Forderung. Die Kirchen haben sich bislang aber noch nicht geäußert. Zum anderen plant die Regierung ein neues Bodenrechtsgesetz, das dem Staat >>>

 

 


Jordanien fordert Israel auf, seine Entscheidungen bezüglich der Kirchen in Jerusalem 'unverzüglich' zurückzunehmen
- 25.02.2018 - Jordanien verurteilte am Sonntag die Entscheidung der israelischen Besatzungsbehörden gegen Jerusalemer Kirchen und (deren) Eigentum in Verletzung des Völkerrechts und forderte Israel auf seine Entscheidungen 'unverzüglich' zurückzunehmen.

Mohammad al-Momani, Sprecher der jordanischen Regierung, wiederholte Jordaniens Zurückweisung der systematischen Maßnahmen israelischer Behörden, um den historischen und rechtlichen status quo der heiligen Stätten in Ost-Jerusalem einschließlich des islamischen und christlichen Eigentums und der Stiftungen zu verändern.

Der Regierungssprecher wies darauf hin, dass diese Maßnahmen internationales Recht und humanitäres Völkerrecht verletzen sowie Vereinbarungen bezüglich der historischen Situation, die seit vielen Jahren diesbezüglich existieren, und betonte, dass Kirchen von diesen Steuerzahlungen an die existierenden Zivilbehörden in der Stadt immer ausgenommen waren.

Er sagte, diese Maßnahmen seien eindeutig gegen die historische christliche Präsenz in Jerusalem gerichtet, die ein wesentlicher Teil der Geschichte der Heiligen Stadt und ihres historischen, menschlichen, religiösen und zivilisatorischen Erbes ist und die Werte interreligiöser Koexistenz in seiner vollsten Form verkörpert.

Er forderte Israel auf "unverzüglich die gegen Kirchen ergriffenen Entscheidungen zurückzunehmen und seinen Verpflichtungen als Besatzungsmacht in Ost-Jerusalem entsprechend dem Völkerrecht nachzukommen.
Quelle      Übersetzung: K. Nebauer
 


GÖAB-Newsletter Analysen/Dokumente Nr. 15/2018 - Fritz Edlinger - 27.02.2018 - Jerusalem - Die Entscheidung von Präsident Donald Trump, die US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, ist inzwischen ausreichend kommentiert worden und zwar nahezu ausschließlich negativ. Die USA ist nun offensichtlich entschlossen, die letzten Hoffnungen auf eine Revitalisierung des seit Jahren stillgelegten Nahostfriedensprozesses zu zerstören. Anders kann die Ankündigung, die Übersiedlung der Botschaft im kommenden Mai durchzuführen, nicht interpretiert werden. Auch, wenn es durchaus vorstellbar ist, dass Präsident Trump die Ereignisse im Mai 1948 nicht hinlänglich bekannt sind, so sollte es doch in seinem Umfeld Berater geben, welche die Brisanz dieses Termines erkennen. Am 14.5.1948 lief das Völkerbundsmandat für Palästina aus und der Staat Israel wurde gegründet. Am 15. Mai erklärten Ägypten, Transjordanien, Syrien, Libanon und der Irak dem Israelischen Staat den Krieg, welcher offiziell bis zum 20.7.1949 andauerte. Dieser endete mit einer kapitalen Niederlage der arabischen Armeen und mit der Eroberung von Gebieten durch die israelische Armee, welche nach dem Teilungsplan der Vereinten Nationen für den Palästinensischen Staat vorgesehen waren. Als Folge dieses ersten Palästinakrieges wurden zwei Drittel der palästinensischen Bevölkerung (ca. 750 000) aus ihrer Heimat vertrieben und ca. 440 palästinensische Städte und Dörfer zerstört. Während also der 14.5. zum israelischen Staatsfeiertag erklärt wurde, stellt dieser für die Palästinenser den Beginn von „Al Nakba“ (die Katastrophe) dar. Es könnte also kein weniger provokantes Datum für die Eröffnung der US-amerikanischen Botschaft in Jerusalem geben als den Monat Mai und schon ganz besonders den Mai 2018, in dem Israel mit Pomp seinen 70-jährigen Bestand feiert.

Mit unserem heutigen Newsletter übermittle ich eine umfassende Dokumentation der Palästinensischen Befreiungsorganisation, die sich mit der Situation in Jerusalem befasst („The Resilience of Occupied Jerusalem. Israeli Violations in 2017“) und eine einschlägige Erklärung des Chefverhandlers der PLO Dr. Saeb Erekat sowie auch einen Bericht der Jerusalem Post zum gleichen Thema.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch die jüngste Erklärung des palästinensischen Präsidenten Mahmut Abbas vor dem UN-Sicherheitsrat in Erinnerung rufen, der die Übersiedlung der US-Botschaft nach Jerusalem als endgültiges Scheitern des in Oslo begonnenen „Nahostfriedensprozesses“ bezeichnet und eine weitere Rolle der USA als Vermittler zurückgewiesen hat. Für die Palästinenser haben die USA nunmehr im israelisch-palästinensischen Konflikt eindeutig Stellung bezogen und zwar auf Seiten Israels. Mahmoud Abbas hat bei dieser Gelegenheit die Durchführung einer internationalen Nahostfriedenskonferenz vorgeschlagen. Dies ist übrigens eine alte Forderung, welche von Israel und den USA immer wieder vehement abgelehnt und torpediert worden ist. Verschiedene Versuche, zuletzt 1991 in Madrid, wurden dann auch regelmäßig von Israel „erfolgreich“ zum Scheitern gebracht. Angesichts der kompromisslosen Haltung Israels und der bedingungslosen Unterstützung durch die USA stellt eine Internationalisierung des israelisch-palästinensischen Konfliktes im Moment sicherlich die einzige Alternative zu einer weiteren Eskalation von Gewalt und Gegengewalt dar. Die zahlreichen weiteren Konflikte im Nahen Osten sind leider kein ideales Umfeld für eine derartige Initiative, man sollte es aus meiner Sicht aber auf jeden Fall versuchen. Ob Europa dafür der geeignete Initiator sein kann, wie es viele meinen, muss sich erst noch erweisen. In der EU gibt es bekannterweise zum israelisch-palästinensischen Konflikt durchaus unterschiedliche Meinungen, bei denen die israelfreundlichen (siehe beispielsweise auch die überraschende Haltung der neuen österreichischen Bundesregierung) zuletzt sogar noch stärker geworden zu sein scheinen. Alles in allem keine besonders günstigen Voraussetzungen dafür, die legitimen Rechte des palästinensischen Volkes endlich ernsthaft zu berücksichtigen. Es scheint aber keine anderen Möglichkeiten – außer Fortsetzung des unhaltbaren Status quo – zu geben.
 



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Abbas fordert Konferenz für Palästinenserstaat Israels Uno-Botschafter Danny Danon kommentierte den raschen Abschied des palästinensischen Präsidenten mit dem Vorwurf, Abbas laufe wieder einmal vor einem Dialog davon. Bereits Ende Januar hatte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, Abbas scharf attackiert. Sie warf ihm vor, Trump «beleidigt» zu haben. Für einen Frieden seien «mutige Anführer» >>>

 

`If they wanted to go to the bathroom, in their own home, they needed my permission' >>>

 

Asylum seekers begin hunger strike to protest deportation deadline >>>

 




 

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