Montag, 24. Juli 201713:11  -     facebook     LINKS       ARCHIV      BDS      THEMEN

Im Juli 2014  (Ramadan) kidnappten und verbrannten bei lebendigem Leib drei Siedler den 17-j. Mohammad Abu Khdeir im Wald von Deir Yassin

 

Quelle facebook >>>

 

Der Mord an einem palästinensischen Jugendlichen - 7. Juli 2014 – Am frühen Mittwochmorgen (2. Juli) wurde Mohammed Abu Khdeir, 16-jähriger Einwohner des Jerusalemer Stadtteils Shuafat, ermordet… Mohammed Abu Khdeir. >>>
 

Tarik Khdeir vor einem Transparent mit dem Bild seines ermordeten Cousins Mohammed Abu Khdeir. -  Josef Ben-David sieht eigentlich ganz harmlos aus. Doch die Aussage des Hauptverdächtigen im Mordfall des 16-jährigen Palästinensers Mohammed Abu Khdeir ist Stoff zum Gruseln >>>


Der Name von Mohammed Abu Khdeir wurde von der israelischen Gedenkstätte entfernt - Der Name von Mohammed Abu Khdeir, der palästinensische Teenager der von Juden entführt und bei lebendigem Leibe verbrannt wurde, ist auf Wunsch seiner Eltern von der nationalen Gedenkstätte Israels entfernt worden. >>>


Diese Woche gab die Polizei Ausschnitte aus dem Verhör zur Veröffentlichung frei.
Im Westjordanland hatte die Nachricht vom Tod des Teenagers eine Welle gewalttätiger Demonstrationen ausgelöst, in deren Verlauf es zu weiteren Toten kam.  >>>



Mord an 16-jährigem Palästinenser - Der Anführer zeigt doch noch Reue - Ben-David, der Hauptangeklagte im Mordfall Mohammed Abu Khdeir, erhält lebenslänglich plus 20 Jahre Haft. >>>

Tötungen und Massaker

Deir Yassin Massaker
Deir Yassin Massaker - Fotos

Das Massaker von Dawayima
Dschenin - Jenin  1
Sabra und Schatila
Sabra und Schatila - Verantwortung Israels
Massaker von Kafr Qassem -
Terror made in Israel
Israel Gericht vergibt Lizenz zum Töten
Terror - Anders Behring Breivik
2016 - Ermordung - Abd al-Fatah al-Sharif
2015 - Mord  im Krankenhaus Hebron
2015 - Ermordung von Hadeel al-Hashlamoun
2015 -Tod von Ali Saad Dawabsha
2014 - Tod von Muatazz Washaha
2014 - Tod des  Minister Ziad Abu Ein
2013 - Tod von Arafat Jaradat
2012 Mustafa Tamimi
2012 Vittorio Arrigoni
2011 Juliano Mer Khamis wurde getötet
2011 - Jawahar Abu Rahmah wurde getötet
2003 Hurndall Tom
2003 Corrie Rachel
2008 - Gaza - "Cast Lead" - "Gegossenes Blei“

Abbas' Belagerung von Gaza: Ziele und finanzielle Vorteile - 30.06.2017 - Dr. Mahmoud Al-Ajrami - Seit Hamas am 25. Januar 2006 die Parlamentswahlen gewonnen hat, hat der Präsident der PLO, Mahmud Abbas, mit der Besatzungsmacht kollaboriert, um Gaza für inzwischen etwa zehn Jahre zu belagern. Dieses Bemühen zielte direkt oder indirekt darauf, den palästinensischen Widerstand sowie jede Möglichkeit einen lebensfähigen und unabhängigen palästinensischen Staat zu schaffen zu ersticken. Abbas' letzte Schritte dazu, zu denen die Kürzung der Bezüge der Familien der Märtyrer und der Verwundeten gehört, sowie (Gehälter) aller Beschäftigten einschließlich derer in Ramallah, die von 50 auf 30% gesunken sind, deuten auf die Absicht, Gaza zu einem Rebellenterritorium zu erklären. Ziel ist es, arabische Regime zu militärischen Aktionen gegen das palästinensische Territorium  anzustiften.

Einen Vorfall in dieser Richtung gab es bereits, nämlich als der ständige palästinensische Vertreter bei der UNO, Riad Mansour, darüber ohne Scham oder Zögern vor der Generalversammlung sprach. Der Schüler von Abbas scheute sich nicht die arabische Koalition, die die Hutis im Jemen bekämpft, aufzurufen ihre Einheiten (dort) wegzunehmen, um den Gazastreifen von der Hamas (der Widerstandsbewegung) zu befreien. Es ist eindeutig, dass sich Abbas den Ländern angeschlossen hat, die dem Gipfel von Riad Loyalität gelobt haben, auf dem angekündigt worden ist, dass der nächste Krieg vorgeblich gegen den "Terrorismus" sein wird, wie er von der Islamischen Republik Iran verkörpert wird. Die Koalition beschrieb Iran als Quelle aller Verbrechen und allen Blutvergiessens in der Region. Dazu haben viele Minister und Führer der am Gipfel von Riad teilnehmenden Länder Hamas als "Terrororganisation" dargestellt. Auf die Folgen, die das für die Partei für die Zukunft haben könnte, wurde nicht eingegangen.

Es ist auch eine bekannte Tatsache, dass Abbas eine klare und direkte Politik der Kollaboration mit Israel und den Besatzungskräften praktiziert. Die Kommunikation (zwischen beiden Seiten) ist jedem klar, der einmal von der PLO festgenommen und anschließend den Besatzungskräften übergeben worden ist. Viele Beobachter haben bemerkt, dass die Zahl der palästinensischen Gefangenen seit Beginn der Intifada von etwa 5.000 auf 7.500 angewachsen ist. Täglich wurden etwa 20 Personen festgenommen, und dies ist ein Ausdruck für die direkte und eindeutige Kommunikation und Kollaboration zwischen der PLO und den Israelis im besetzten Palästina. Kürzlich kam Jason Greenblatt, der für US-Präsident Donald Trump arbeitende geschäftsführende Vizepräsident, mit seinem Schwiegersohn nach Israel, um mit israelischen und palästinensischen Amtsträgern über den Kampf gegen den Terror zu sprechen. Greenblatt traf sich sowohl mit Netanyahu als auch mit Abbas und hat seinen Schwiegersohn mit der Aufgabe betraut, die Erfolge zu überwachen.

Der derzeitige Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, hält an seiner Rolle und deren katastrophalen Auswirkungen fest, seit er die verheerenden Oslo-Verträge ausgeführt hat. Eine der Forderungen Netanyahus war, die Stromversorgung der (besetzten) Gebiete zu kürzen, was sich auch auf die Menge an Elektrizität auswirkte, die Gaza erreicht. Die Stromversorgung für Gaza wurde um 8 Megawatt bzw. 15% gekürzt. Dann wurde sie um weitere 12 Megawatt reduziert, wodurch die Einwohner schätzungsweise ein bis zwei Stunden Strom täglich bekommen. Abbas hat auch angesichts der Expansion der Siedlungen und der Judaisierung von Westbank und dem besetzten (Teil von) Jerusalem geschwiegen. Ganz zu schweigen davon, dass die PLO nichts tut, wenn die Besatzungskräfte die Kontrolle der religiösen Stätten und die zeitweise und räumliche Kontrolle der heiligen Stätten übernimmt. 

Es besteht kein Zweifel, dass die Maßnahmen in der Zukunft noch gravierender und gefährlicher sein werden und eine starke, vereinte nationale Front nötig sein wird, um sich gegen die kommende Unterdrückung zu stellen. Das trifft insbesondere angesichts der jüngsten Erklärungen von Abbas zu, in denen er Khalil Al-Hayya, ein Mitglied des Hamas-Politbüros, als das größte Hindernis für den Frieden beschreibt.

Schließlich muss man sagen, dass die derzeitige Golfkrise und die Belagerung von Qatar, unserem Bruderstaat, das Ergebnis der Dämonisierung durch eine böswillige Achse im Golf gegen Qatar und den Widerstand in Palästina und im Libanon ist. Diese Geschehnisse eskalieren auch die Konflikte in Syrien und im Irak. Der Widerstand, den es im letzten Jahrzehnt gegeben hat, war von bemerkenswerter Stärke. Er hat den Feind gezwungen mit den Kräften des Widerstands zu rechnen. Wenn Gott will, werden die zukünftigen Siege größer sein.  Quelle    Übersetzung: K. Nebauer

Gaza: Israel’s Experiment on Humans in Situations of Extreme Stress and Deprivation - One experiment: What happens to two million human beings when they are deprived of electricity nearly all the time, day and night? - Gideon Levy - One of the biggest experiments involving human subjects ever conducted anywhere is taking place right before our eyes, and the world is silent.

The project is at its peak and the world shows no interest. This experiment on human beings, unsanctioned by any of the international scientific institutions whose oversight is required by the Helsinki Declaration, seeks to examine human behaviour in situations of extreme stress and deprivation. The experimental group does not comprise just a few, nor dozens or hundreds, nor thousands or tens of thousands or even hundreds of thousands of people. The experimental population includes no fewer than two million human beings.

Thus far they have stood the test amazingly well. While some turbulence is evident inside the pressure cooker within which they are confined, it has not yet exploded. The Gaza Strip is being watched to see when and in what form it will ultimately explode. This is apparently only a matter of time.

As presented by Israel, the Palestinian Authority and Egypt: What happens to two million human beings when they are deprived of electricity nearly all the time, day and night? What happens to them in winter, and in spring, and especially now, in the terrible heat of a Middle Eastern summer? This experiment, like all such experiments, is being conducted in a phased manner. The frog is to be cooked in water that will gradually be heated until it boils. >>>

Quelle facebook - um die Bilder zu vergrößern, das Bild anklicken

Netanjahu verprellt Reformjuden - Israels Premier Benjamin Netanjahu drückt Gesetze im Sinne orthodoxer Gläubiger durch. Mit gleich zwei Entscheidungen verprellt er Reformjuden. - Inge Günther - Es hat schon größere Demonstrationen vor der Jerusalemer Premierresidenz gegeben als die tausend Leute, die am Samstagabend dort Protestschilder hochrecken. „Bibi, teile nicht das jüdische Volk“ steht darauf. Ihre Vorwürfe kann Israels Regierungschef, Spitzname „Bibi“, schwerlich ignorieren. Schließlich präsentiert er sich gerne als „Premier aller Juden“. Aber diese Rolle nehmen ihm Millionen Menschen in Israel und noch mehr in der Diaspora nicht mehr ab, seitdem Benjamin Netanjahu mit gleich zwei Entscheidungen die Reformjuden verprellte.

So ausgeprägt sein Machtinstinkt ist, an Gespür hat es ihm diesmal gemangelt. Um die Gunst seiner ultraorthodoxen Koalitionspartner zu erhalten, ließ Netanjahu vor einer Woche einen alten Kabinettsschluss im Sinne eines pluralistischen Judentums auf Eis legen. Dabei hatte er das Vorhaben, an der Fortsetzung der Klagemauer in Jerusalem einen eigenen Abschnitt für Juden aller Glaubensrichtungen zu schaffen, ursprünglich hochgelobt.

Doch die Strengfrommen aus Thora-Partei und religiös-orientalischer Schas hatten Einwänden. Schon die Vorstellung, dass dort Frauen und Männer gemischt beten und sogar Rabbinerinnen Gottesdienste abhalten dürften, versetzte sie in Rage. >>>

2. 7. 2017

 

Wenn Kritik zum Tabu wird - Unterirdisches journalistisches und wissenschaftliches Niveau: Der Film »Auserwählt und ausgegrenzt – der Hass auf Juden in Europa« - Norman Paech - Eine Dokumentation über den Antisemitismus in Europa, die der deutsch-israelische Historiker Michael Wolffsohn als ja wohl »die mit Abstand beste und klügste und historisch tiefste, zugleich leider hochaktuelle und wahre Doku zu diesem Thema« begrüßt, der palästinensisch-israelische Publizist Ahmed Mansour als »großartig und überfällig« lobt und die Frankfurter Rundschau als ganz »hervorragend« preist, muss, könnte man meinen, von außerordentlicher Qualität sein. Es handelt sich um den Film »Auserwählt und ausgegrenzt – der Hass auf Juden in Europa« von Joachim Schröder und Sophie Hafner, den WDR und Arte am 21. und 22. Juni nicht ganz freiwillig ausgestrahlt haben.

Um es vorwegzunehmen: Man kann die beiden Sender nur dazu beglückwünschen, dass sie dieses Machwerk von unterirdischem journalistischen und wissenschaftlichen Niveau nicht unter ihrem Namen freigeben wollten. Doch dank des Versuches der Bild, die Redaktionen der TV-Sender bloßzustellen und ihnen Zensur vorzuwerfen, entstand eine Diskussion, die es unter herkömmlichen Umständen der Ausstrahlung nie gegeben hätte. So sah sich die Redaktion des WDR herausgefordert, mit einem Faktencheck die Sendung zu begleiten, der die unverschämte Vorgehensweise des Filmteams und den ganzen Unsinn seiner Propaganda für Israel entlarvt.

Fehler eingeräumt - Schon die Eingangssequenz signalisiert die Methode und wohin die Reise gehen sollte. Sie zeigt den in der Tat unglücklichen, da falschen Vorwurf von Mahmud Abbas vor dem Europaparlament, dass »einige Rabbiner in Israel ihre Regierung aufgefordert haben, unser Wasser zu vergiften, um Palästinenser zu töten«. Obwohl er die Behauptung zwei Tage später schon zurückgenommen hatte, wird die Szene einer historischen Aufnahme von Julius Streicher gegenübergestellt, dem Herausgeber des antisemitischen Nazihetzblattes Der Stürmer. Jeder weiß, dass eine Anspielung auf die Naziherrschaft bei der Kritik an israelischen Politikern oder Soldaten sofort als »antisemitisch« gebrandmarkt und zurückgewiesen wird. Das hindert das Filmteam aber nicht, diesen antisemitischen Topos nun gegen den Araber Abbas zu wenden. Es legt sogar nach, um den allgemeinen »Antisemitismus« der Palästinenser in die Nähe zum Faschismus zu rücken. >>>




Dokumentation - Ein Filmmachwerk, "Meisterwerk" der deutschen Hasbaraabteilung - "Auserwählt und ausgegrenzt Der Hass auf Juden in Europa" >>>

Streitfrage: Die Politik Israels – Wo hört Kritik auf, wo fängt Antisemitismus an? - Es debattieren: Rolf Verleger und Daniel Dagan - Israel zu einer Position der Verantwortlichkeit bringen - In der jüdischen Gemeinschaft gibt es zu der oben gestellten Frage mindestens zwei Sichtweisen.

Aus einer Position der Verantwortung ist es unsere Pflicht, Kritik zu äußern, wenn israelische Politik gegen ethische Gebote verstößt. Diese Position interpretiert die jüdische Tradition, Gottes auserwähltes Volk zu sein, als eine Verpflichtung: Vorbild für ethisches Handeln zu sein, die Menschenrechte universell zu achten und durch unser Handeln den Zustand der Welt zu verbessern. In Deutschland standen für diese Tradition Moses Mendelssohn, Martin Buber, Leo Baeck.

In der Tat: Wie sind die folgenden Punkte ethisch zu verantworten? • Vertreibung: 700 000 Palästinenser wurden 1948 mit Gewalt und Drohungen aus Israel vertrieben
•Enteignung: Grundbesitz und beweglicher Besitz dieser Vertriebenen wurde vom israelischen Staat beschlagnahmt.
•Verdrängung: Seit der Besetzung 1967 baut Israel im Westjordanland Straßen und Städte (»Siedlungen«) für nun ca. 400 000 Israelis – für Palästinenser gesperrt.
•Missachtung: Die israelische Seite boykottiert seit Jahrzehnten die Vertretung der Palästinenser, aktuell die aus freien, allgemeinen und geheimen Wahlen von der Hamas gebildete Autonomiebehörde.
•Einkesselung: Israel verhindert gewaltsam freien Personen- und Güterverkehr aus und in den Gazastreifen; der Verkehr im Westjordanland, ein Gebiet drei Mal kleiner als Thüringen, quält sich durch über 600 Straßensperren.
•Verstoß gegen Recht und Gesetz: Israel ignoriert ein Gutachten des internationalen Gerichtshofs und ein Urteil des israelischen obersten Gerichts über die Sperrmauer, die die Bewohner des Dorfes Bil'in von ihren Feldern trennt; friedliche Gegendemonstrationen werden gewaltsam unterdrückt.
•Gefangennahme: Tausende Palästinenser sind ohne rechtliche Anhörung in israelischen Gefängnissen interniert.
•Tötung: Im letzten Feldzug gegen Gaza wurden 1400 Menschen umgebracht.
Aus einer Perspektive der Verantwortung beschädigt die Rechtfertigung all dieser Maßnahmen das Judentum in seiner Substanz. Daher müssen diese Maßnahmen kritisiert werden.

Darf sich Israel doch so verhalten?


Nach der Schoah hat in der jüdischen Gemeinschaft eine ganz andere Position die Oberhand gewonnen: Eine Position der Stärke statt der Verantwortung. Diese Position möchte auf alle Fälle verhindern, dass Juden noch einmal zu Opfern werden. Deswegen will sie, dass Israel sich stark verhält. Ob dazu das Recht besteht, hält sie für zweitrangig: In dieser Welt sei der Mensch dem Menschen ein Wolf, und wer nicht gefressen werden wolle, müsse selbst fressen. Daher müsse es einen wehrhaften Staat in einem eigenen Land geben. Kritik am jüdischen Staat gefährdet für Befürworter dieser Position das jüdische Überleben und ist daher nur Ausdruck einer tiefer liegenden Gegnerschaft zum Judentum – Antisemitismus.

Wo sollten die Grenzen einer Kritik liegen?
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"Philosemitismus ist keine Antwort auf die Probleme in Nahost"  - 27. 6. 2015 - Gespräch mit Rolf Verleger über Israelkritik zwischen Antisemitismus und Menschenrechtsidee - Eine soeben unter dem Titel "Israelkritik zwischen Antisemitismus und Menschenrechtsidee. Eine Spurensuche" veröffentlichte Untersuchung des inzwischen emeritierten Professors für Psychologische Methodenlehre und Friedensforschung, Wilhelm Kempf, geht der Frage nach Erscheinungsformen und Ausprägungen des Antisemitismus im Lande nach - und kommt zu überraschenden Ergebnissen. Telepolis sprach hierzu mit Rolf Verleger, der Kempfs von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstütztes Projekt als wissenschaftlicher Berater begleitet hat.

K Herr Verleger, über den Antisemitismus im Land wird viel diskutiert und publiziert. Unlängst forderte Israels Premier Netanjahu die europäischen Juden sogar dazu auf, um ihrer eigenen Sicherheit Willen nach Israel auszuwandern. Es scheint also schlimm bestellt zu sein um die "Judenfeindlichkeit" der Europäer im Allgemeinen und der Deutschen im Besonderen - so schlimm wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr?


Rolf Verleger: Ach, Netanjahu … er spielt sich als Problemlöser auf; dabei ist Israel doch wesentlicher Teil des Problems.

Nein, Vorurteile gegen Juden wie auch gegen Muslime, Ausländer und alles, was irgendwie anders ist, bestehen in Deutschland wie in anderen Ländern stabil in einem Segment der Gesellschaft. Damit >>>>

Neue Mauer um Gaza: Gaza ein „Gefängnis-Territorium“ - 23. 6. 2017 - Die JP kündigt am 23.-Juni  einen neuen  65 km langen Zaun mit Untergrundmauer als „das größte und komplexeste Ingenieur-Projekt Israels an; es sei das einzigartigste auf globaler Ebene.

Die Untergrundmauer wird mit Sensoren ausgerüstet sein, die von der israelischen Verteidigungs-Manufaktur Elbit-System hergestellt werden.

Über der Erde wird ein  sechs – acht Meter  hoher  Drahtzaun mit  Sensoren und Kameras ausgerüstet werden. Beobachtungstürme-, Kontroll- und Kommando-Zentren werden der ganzen Länge überirdisch und unterirdisch gebaut und  online mit einem Kommando-Zentrum mit einer rückseitigen Militärbasis in der Nähe verbunden werden.

Israelische Bau und Ingenieursfirmen werden das Projekt anführen, die von ähnlichen chinesischen, australischen, französischen und süd-koreanischen Firmen unterstützt werden. Mehr als 1000 Ingenieure, Bauarbeiter und Projekt-Management-Personal von Israel und dem Ausland – außer Palästinensern – arbeiten hier.

Kostenvoranschläge für das Projekt, die vom israelischen Verteidigungs-Ministerium in Zusammenarbeit mit den israelischen Verteidigungskräften abgerufen wurden, wurden  im letzten Monat vergeben.

Die soziale und wirtschaftliche Auswirkung dieser neuen und vorgesehenen Mauer werden verheerend sein. Man erinnere sich an das Warschauer Ghetto.            Quelle         (dt. E. Rohlfs)

PHRI, die Ärzte für Menschenrechte in Israel: Humanitäre Krisis im Gazastreifen - Nadav Davidovitch, 27.Juni 2017 - Liebe Freunde, als   Ärzte, Krankenschwestern und anderes Gesundheitspersonal sind wir alle nach dem Hippocrates-Eid berufen, den Kranken zu helfen. Aber  das, was nötig ist, um lebensrettende Behandlung  in evidenter Form  zu leisten – ist Medizin und medizinische Ausrüstung     sie ist aber unerreichbar.

Genau dies  geschieht in Gaza, wo ein Drittel aller notwendigen  Medikamente und mehr als 270 Artikel  von nötiger medizinischer Ausrüstung  zur Behandlung fehlen. Zehntausende Patienten sind davon betroffen, besonders Leidtragende von  Cystic fibrosis, Krebspatienten und Säuglinge mit Entwicklungsproblemen.

Am letzten Donnerstag betrat eine Delegation von fünf unserer Ärzte den Gazastreifen, um für 300 000 NIS notwendige  Ausrüstung zu bringen. Aber dies hatte bei dem riesigen Bedarf der Bewohner des Gazastreifens kaum Wirkung. Unsere Freiwilligen führten auch  Operationen durch – es waren mehr geplant, mussten aber als Folge von  fehlender medizinischer Ausrüstung hinausgeschoben werden. Tatsächlich ging  Fentanyl zu Ende, ein potentes Schmerzmittel, das auch weithin  für Narkose verwendet wird. Salah Haj Yahia, Direktor der  Mobil-Klinik, stellte während  des Besuches der Delegation  im Gazastreifen fest: „Dies ist seit 2014  der schwierigste Besuch gewesen: Die Not ist riesig: dieser Besuch wirft ein Schlaglicht auf  unsere augenblicklich ungenügende Möglichkeit, dieser Not zu begegnen. Es war  äußerst hart  Gaza zu verlassen und  die Ärzte und Patienten, die unsere Hilfe brauchten ohne diese Hilfe hinter uns zu lassen.

Diese Krise ist eine direkte Folge verschiedener Faktoren, einschließlich der 10Jahre langen Blockade  des Gazastreifens und nun dem Kampf zwischen  der Hamas und der palästinensischen Behörde und der Entscheidung der letzteren  das Budget dramatisch zu kürzen, das Gaza gegeben wird, um seine 13 Regierungskranken-häuser und 54  Erste-Hilfe-Zentren  zu verwalten. Im April, als das Budget noch 4 Millionen Dollar betrug,  ist dieses jetzt auf nur eine halbe Million Dollar reduziert worden. Heute veröffentlichten wir auch, dass die palästinensische Behörde die finanzielle Hilfe auch für die Patienten fast völlig reduziert hat, die außerhalb von Gaza hätten medizinische Behandlung bekommen  und nun daran gehindert werden sollen.

Als Folge dieses Machtkampfes sind ganze Regale im zentralen  Kaufhaus, in der Apotheke leer. Diejenigen, die am meisten betroffen sind sind Krebskranke, für die  90% der normal benützten Medikamente unerreichbar sind. - 240 Säuglinge mit  Enzym-Mangel, die dringend  therapeutische Milch benötigen, ist auch nicht zu haben.  Ohne diese werden sie ihr Leben lang an Entwicklungsproblemen leiden.  „ Babies starben schon. - 321 Leute mit Mukoviscidose,  die wegen  ernster  Kürzungen nicht täglich  ihre Behandlung  mit Creon  pills, Zinnat antibiotika  und Vitamine  A und D  … bekommen;  sind nicht in der Lage, Inhalationsgeräte zu benützen, um ihre Atmung zu regulieren -  ist eine Folge  der Stromsperren.

Wir bitten Euch dringend, uns zu helfen, die Krise zu vermindern
Professor Nadav Davidovitch, im Vorstand von PHRI   -   
Physicians for Human Rights Israel

Bennetts Friedensplan: ich werde diktieren, du wirst unterschreiben - Aviad Kleinberg - 14.06.17 - Naftali Bennetts Antwort auf  Arafats „Frieden der Tapferen“ ist ein „Frieden der Rechtsorientierten.“ - Am Montag erklärte der Führer von  Bayit Yehudi das Wesentliche des Friedens, den er und die Rechten (genauso wie die Linken) erhoffen;  der Bildungsminister macht es klar, Frieden  ist die  Abwesenheit von Krieg. Das ist natürlich wahr. „Der Frieden der Rechten – so fügt er hinzu, „ist Frieden, der mit Stärke zusammen hängt .“ Darüber gibt es keinen Zweifel. Wenn die Seite, die ein Abkommen unterzeichnet, machtlos ist, dann ist dies Abkommen ein Kapitulations-Abkommen und kein Friedensabkommen.

In Bennetts Welt jedoch  existiert die andere Seite nicht, auch nicht ihre Bedürfnisse, ihre Wünsche, ihre Stabilität und ihre Rechte – sie existieren nicht. Wir werden die Grenzen und Koexistenz entsprechend  unserer Demographie, Sicherheit und kulturellen Bedürfnissen bestimmen  (Wir werden z.B.  bestimmen, dass Jerusalem  außerhalb der Argumentation und jenseits von Frieden liegt. Wir werden die Grenzen der palästinensischen  Autonomie bestimmen und natürlich die Grenzen des Staates und als Folge davon die Grenzen der palästinensischen „Entität“. Wenn wir stark genug sind, wird die andere Seite gezwungen, dieses Diktat anzunehmen.  Frieden, in andern Worten, ist nicht ein Schritt, in dem wir den andern anerkennen und  versuchen, dass der andere damit einverstanden ist, sondern ein  einseitiger Schritt, der ausschließlich unsere Bedürfnisse reflektiert.
In dieser narzisstischen Vorstellung  von Ko-Existenz liegt etwas sehr Anfechtbares. Das Anerkennen der Bedürfnisse und der Rechte der andern Seite (als   menschliche Wesen, als Bürger, als jemand mit nationalen Wünschen) kommt  natürlich nicht zu uns. Wenn ich die Regel selbst bestimmen kann, warum sollte ich ihre Bedürfnisse  berücksichtigen?. >>>

 

 

 

 

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