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Montag, 24. Juli 201713:11  -     facebook     LINKS       ARCHIV      BDS      THEMEN

 

 

Mahmud Darwish – der palästinensische Dichter  des Exils -  Mahmoud Darwish ist der wesentliche Atem des palästinensischen Volkes, der eloquente Zeuge des Exils und der Zugehörigkeit… seine Stimme ist äußerst notwendig, unvergesslich , wenn man ihn einmal entdeckt hat -  Naomi Shihab

Mahmoud Darwish (1941 – 2008) ist der  unübertroffene Dichter seiner Zeit und zwar ein palästinensisch-arabischer Dichter aus dem galiläischen Dorf von Barweh, das  von Israelis während der Nakba (Katastrophe) von 1948 mit Hunderten anderer palästinensischer Dörfer bis auf den Boden zerstört wurde. Wie hundert-Tausende von Palästinensern wurde Darwish mit seiner Familie ein Flüchtling, weil das Dorf seiner Vorfahren  zerstört worden ist. Der Titel seines ersten Buches, „Wingless Sparrows“ (Flügellose Sperlinge) spricht Bände. Es wurde veröffentlicht, als er neunzehn war. 

Und noch weist Darwish den Antisemitismus  zurück  und sagt: Die Anklage lautet, dass ich Juden hasse. Es ist nicht angenehm, mich als Teufel und als Feind hinzustellen. Ich liebe Israel natürlich nicht. Ich habe keinen Grund dafür.  Aber ich hasse die Juden nicht.

Als junger Mann erlebte er wegen seiner politischen Aktivität Hausarrest und Gefangenschaft. 1971 verließ er Palästina und studierte kurz an der Universität von Moskau; danach arbeitete er für eine Zeitung in Kairo, dann in Beirut als Herausgeber der Palästinensischen  Aspekte. Als er sich 1973 der PLO anschloss,  wurde ihm nicht erlaubt, Palästina wieder zu betreten. Noch immer erkannte er die Menschlichkeit der Juden; einige waren seine Unterdrücker, andere seine Freunde:

Ich werde auch die Juden weiter als Menschen ansehen … Der erste Lehrer, bei dem ich Hebräisch lernte, war ein Jude. Meine erste Liebesgeschichte meines Lebens war mit einem jüdischen Mädchen. Der erste Richter, der mich ins Gefängnis steckte, war eine jüdische Frau. Also von Anfang an, sah ich Juden nicht als Teufel oder Engel an – sie waren für mich menschliche Wesen.

 Darwish lebte länger als 20 Jahre im Exil, zuerst in Beirut und Paris bis es ihm 1996  erlaubt wurde, in Ramallah zu leben. Aber selbst dann sprach er davon, als würde sein Exil andauern, da er die Westbank  nicht als seine persönliche Heimat ansah. Ein zentrales Thema in Darwishs Dichtung ist watan oder Heimat:

Seine Dichtung verdient internationale Anerkennung und wurde in 35 Sprachen übersetzt. Er gründete auch den repräsentablen Literatur-Überblick „Al-Karmel“ 1998 veröffentlichte er  Sareer el Ghariba ( Bed of the Stranger) seine  erste  Sammlung von Liebes-Gedichten. 2000 veröffentlichte er Jidariyya (Mural), 1997  ein  langes Gedicht über seine nahe Todes-Erfahrung. Durch sein eloquentes Reden für sich und seine palästinensischen Kumpel machte er es für die Geschichte unmöglich, ihn zu ignorieren.

Wir haben über den Plan, uns aus der Geschichte zu vertreiben, triumphiert. Darwish‘s  Einflüsse schließen die arabischen Dichter Abd al-Wahhab al- Bayati und  Badr Shakir al-Sayyab mit Rimbaud und Ginsberg ein. Er bewunderte auch den hebräischen Dichter  Yehuda Amichai, aber er beschreibt in seiner Dichtkunst  - als  Herausforderung an mich  denselben Ort.  Er wünscht die Landschaft und Geschichte zu seinem eigenen Nutzen, der sich auf meine eigene zerstörte Identität gründet. So leben wir in einem Wettbewerb: Wer ist der Besitzer der Sprache dieses Landes? Wer liebt es mehr? Wer schreibt besser?“ Darwish wurde zu einer Stimme  des Mitgefühls und der Vernunft, wenn er für die jungen Männer sprach, die verzweifelt ins Martyrium getrieben wurden.

Wir sollten Selbstmordbomber nicht rechtfertigen. Wir sind gegen Selbstmord-Bomber. Doch müssen wir verstehen, was diese jungen Leute zu solchen Aktionen treibt. Sie wollen sich aus solch einem dunklen Leben selbst befreien. Es hat nichts mit Ideologie zu tun, es ist Verzweiflung. Wir müssen verstehen – nicht rechtfertigen, was zu dieser Tragödie führt. Es geht nicht darum, dass sie schöne Jungfrauen  im Himmel sehen, wie Orientalisten dies porträtieren. Das palästinensische Volk  liebt das Leben. Wenn wir ihm Hoffnung geben – eine politische Lösung – werden sie aufhören, sich selbst zu töten.

Im März 2000 schlug der Minister für Bildung Yossi Sarid vor, zwei  Gedichte von Darwish auch in israelischen Gymnasien zu lehren. Doch Ministerpräsident Ehud Barak wies den Vorschlag zurück, auf Grund dessen, dass Israel noch nicht „fertig sei“. Dies klingt verdächtig wie weiße Verfechter der Vorherrschaft ihren Kindern sagen, sie „seien nicht bereit/fertig“ wie die Worte von Dr. Martin Luther King jun. oder Langston Hughes heißen. Zweifellos hatte der Vorfall mehr mit Israels Politik und Rassismus zu tun als mit Dichtung. Mit dem Tod von Darwish ist die Debatte über ihn und seine Dichtung in den israelischen Schulen wieder eröffnet worden.  (dt. Ellen Rohlfs)
 

Gedichte von Mahmoud Darwish - >>>
Gedichte von Mahmoud Darwish - pdf - >>>

Oben das Original

unten Veränderungen

Bild unten, die Umsetzung von Carlos Latuff

Das Internet "kleidet neu - " Miri Regevs  Abendkleid in Cannes mit dem Thema "Eroberung von Jerusalem" - 18.05.2017 - Allison Deger -  Nachdem die israelische Kulturministerin Miri Regev zur Feier der Eroberung von Jerusalem gestern in Cannes ein Abendkleid trug, haben es soziale Medien mit Parodien aufgehübscht. Zur Überarbeitung gehören eine zusätzliche Trennungsmauer in die Altstadtszene, Luftangriffe über Gaza, Soldaten bei einer Razzia in einem palästinensischen Haus sowie eine Hommage an den Anführer des Hungerstreiks der palästinensischen Gefangenen, Marwan Barghouti.

Das Originalabendkleid hat am unteren Rockteil ein Bild von Jerusalem, das die Altstadt mit dem symbolträchtigen muslimischen Ort des Felsendoms. Es war von dem schwedisch-israelischen Designer Aviad Arik Herman geschaffen worden. Herman postete die Bilder von Regev in Cannes auf seinem instagram-account (Copyright der Originalfotos bei Eli Sabati) und reagierte mit einigen davon   kritisch auf das Design. Israel betrachtet Jerusalem als seine Hauptstadt, aber das Völkerrecht anerkennt die Eroberung eines Territoriums durch Kriegshandlungen nicht. Ost-Jerusalem, der Teil der Stadt, der auf dem Abendkleid gezeichnet ist, gilt als besetztes Territorium.

Regev verteidigte das Konzept hinter dem Abendkleid, das die israelische Eroberung von Jerusalem im Krieg von 1967 markiert. "In diesem Jahr feiern wir 50 Jahre nach der Befreiung und Wiedervereinigung von Jerusalem", sagte Regev entsprechend der jüdischen Chronik. "Ich bin stolz, dieses historische Datum mit Kunst und Mode zu feiern, und ich bin glücklich, dass diese Arbeit ... so berührend ist und den schönen Status unserer ewigen Hauptstadt Jerusalem würdigt", fuhr sie fort.

Reaktionen überschwemmten Twitter mit sozialen Medien, die über Regev spotteten, indem sie ihr Kleid mit Schnappschüssen von der israelischen Besatzung von Jerusalem, der Westbank und des Gazastreifens veränderten.

Regevs Erscheinen in Cannes erfolgt mitten im Streit zwischen der Trump Administration und dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu über den Status von Jerusalem. Das israelische Fernsehen identifizierte den Mitarbeiter des US-Konsulats in Jerusalem, David Berns, als den der Anfang der Woche Netanyahus Mitarbeitern sagte, die Klagemauer in der Altstadt "ist nicht euer Territorium, sie ist Teil der Westbank", wie der Forward berichtete.

Die Klagemauer nimmt einen breiten Streifen am unteren Teil von Regevs Kleid ein. Die jüdische heilige Stätte wurde Gegenstand einer Debatte, nachdem israelische Beamte auf das US-Konsulat in Jerusalem Druck ausgeübt hatten, damit auf der bevorstehenden Reise Trumps in die Region ein Stop an der Klagemauer organisiert würde. Da Trump die Klagemauer wahrscheinlich nicht besuchen wird, wurde der neue US-Botschafter David Friedman an seinem ersten Tag im Land zu Beginn der Woche an der Mauer fotografiert. Merkwürdigerweise war der Strohmann von Aerosmith Steven Tyler zur selben Zeit an dem Ort.

Nach seiner Abfahrt von der Altstadt traf sich Friedman mit Netanyahu, der diesem brisanten (umstrittenen) Besuch (an der Klagemauer, Ü.) Beifall spendete. "Willkommen. Es ist eine Freude Sie zu sehen und Sie in Jerusalem, unserer ewigen Hauptstadt, zu begrüßen. Ich weiß, Sie sind zur Kotel (der Klagemauer) gegangen. Das wird von unserem ganzen Volk zutiefst anerkannt", sagte Netanyahu zu Friedman laut einer Erklärung seines Büros. "Es gab keinen anderen Platz, wohin ich hätte gehen können", antwortete Friedman, worauf Netanyahu hinzufügte: "Es war eine starke Geste der Solidarität. Wir freuen uns darauf Präsident Trump zu empfangen, und wir wollen in den kommenden Jahren mit Ihnen und dem Präsidenten (zusammen)arbeiten, um unser großes Bündnis zu festigen."   - Quelle   Übersetzung: K. Nebauer 

Parlamentarisches Gesindel - Uri Avnery - 20.Mai 2017 - ALS ICH das erste Mal die Knesset betrat, war ich  über den niedrigen Standard ihrer Debatten schockiert.  Die Reden waren voller Clichés, Platituden und Partei- Slogans, der intellektuelle Inhalt war fast Null. Das war vor 52 Jahren. Unter den Mitgliedern waren David Ben-Gurion, Menachim Begin, Levi Eshkol und mehrere andere ihrer Art.

Diese Knesset sieht heute im Rückblick wie ein Olymp aus, verglichen mit der  gegenwärtigen Zusammensetzung dieser nicht-illustren  Körperschaft. EINE INTELLIGENTE Debatte in der heutigen Knesset  würde wie ein Vaterunser in einer Synagoge wirken.


Setzen wir uns damit auseinander: die gegenwärtige Knesset ist voll von dem, was ich parlamentarisches Gesindel nennen würde. Männer und Frauen, mit denen ich keine Tasse Kaffee trinken würde.  Einige von ihnen sehen aus und benehmen sich wie laufende Scherze. Einer steht unter den  Verdacht, dass er ein Bordell in Ost-Europa habe. Mehrere würden von jedem respektablen privaten Unternehmer zurück-gewiesen werden.


Diese Leute sind jetzt in einem beispiellosen Wettbewerb  ungeheuerlicher „privater“ Gesetzesvorlagen – Gesetzesvorlagen, die von individuellen Knessetmitgledern, aber nicht von der Regierung zur Abstimmung vorgeschlagen werden.  Ich habe schon  vor kurzem   diese Gesetzesvorlagen erwähnt – wie die Gesetzesvorlage, Israel als „Nationalstaat des jüdischen Volkes“ anzuerkennen - und sie vervielfältigen sich pro Woche.  Sie  erwecken kein spezielles Interesse, weil die Gesetzesvorlagen, die von der Regierung eingeführt werden, kaum sinnvoller sind.


Die Frage, die sich notwendiger Weise erhebt: Wie wurden diese Leute überhaupt gewählt. In den alten Parteien, wie der Likud und das Zionistische Lager (auch als  der Labor-Partei bekannt) gibt es Vorwahlen. Diese sind interne Wahlen, in denen  die Partei Mitglieder die Kandidaten wählen. Zum Beispiel hat der Chef des Arbeiter-Komitees eines großen öffentlichen  Unternehmens alle Beschäftigten und ihre Familien in der Likud registriert und sie setzten ihn auf die Partei-Liste für die allgemeinen Wahlen. Jetzt ist er Minister.


Neuere „Parteien“  kommen ohne all diesen Unsinn aus. Der Gründer der Partei wählt nach Lust und Laune die Kandidaten der Partei persönlich aus. Die Mitglieder sind  völlig von ihm abhängig. Wenn sie dem Führer nicht gefallen, stößt er sie einfach bei den nächsten Wahlen hinaus und ersetzt sie durch  fügsamere Lakaien.


DAS ISRAELISCHE System erlaubt es jeder Gruppe von Bürgern eine Wahlliste aufzustellen. Wenn sie die Minimumschwelle  überschreiten, kommen sie in die Knesset. Bei den ersten Wahlen war das Minimum 1%. So kam ich selbst dreimal  in die Knesset. Seit damals hat sich die Schwelle erhöht und steht jetzt bei 3,25% der gültigen Stimmen.


Natürlich war ich ein großer Unterstützer dieses ursprünglichen Systems. Es hat tatsächlich einige  auffallende Vorteile. Die israelische Öffentlichkeit hat viele Gruppen – Juden  und Araber, westliche Juden und östliche Juden, neue Immigranten und Old-Timers,  religiöse (verschiedener) Arten und säkulare, reiche und arme  und noch mehr.  Das System erlaubt all diesen, vertreten zu sein. Der Ministerpräsident und die Regierung werden von der Knesset gewählt. Da keine Partei bei den Wahlen jemals eine absolute Mehrheit erhalten hat, gründen  sich die Regierungen  auf Koalitionen.


Ein Mal wurde das Gesetz verändert und der Ministerpräsident  wurde direkt  gewählt. Das Publikum wurde  schnell desillusioniert und das alte System wurde wieder eingesetzt. Seit ich jetzt das Gesindel gesehen habe , das  in die Knesset kam, habe ich meine Meinung geändert.  Offensichtlich  läuft  im bestehenden System  etwas äußerst falsch.. >>>

 

Massen-Hungerstreik geht in zweiten Monat - Aus Protest gegen die Bedingungen ihrer Haft in Israel verweigern 1000 palästinensische Gefangene die Nahrungsaufnahme. Der Hungerstreik dauert bereits 32 Tage. Bei Solidaritätsdemos wurden bisher zwei Menschen getötet.
Mehr als einen Monat nach Beginn eines Massen-Hungerstreiks wächst die Sorge um die Gesundheit von rund 1000 palästinensischen Häftlingen. Israel habe die Hungerstreikenden in Gefängnisse in der Nähe medizinischer Einrichtungen verlegt, sagte der palästinensische Häftlingsbeauftragte Issa Karake. Es gibt allerdings bisher keine Berichte über Häftlinge in lebensbedrohlichem Zustand.

Die Gefangenen verweigern seit dem 17. April aus Protest gegen ihre Bedingungen in israelischer Haft die Nahrungsaufnahme. (...) Die Palästinenser protestieren mit dem Hungerstreik unter anderem gegen die sogenannte Administrativhaft. Dabei werden die Betroffenen für Zeiträume von jeweils sechs Monaten, die beliebig oft verlängert werden können, ohne Anklage „aus Sicherheitsgründen“ festgehalten. >>>

 

Dokumentation - Massen-Hungerstreik gefangener Palästinenser - ab 17. April 2017 >>>

Trump brings nothing to Palestinians - Omar Karmi - 19. 5. 2017 - Misdirection is the way of magic and conmanship. Control people’s attention and lead them on a merry dance. Have them hand over their wallets or change your clothes in front of a roomful of people without anyone noticing.

It works just as well in politics. Uncomfortable with the public narrative? Don’t answer the question; change the topic; resort to the passive voice or just bomb somewhere, (aka, diversionary war theory).

As Donald Trump embarks on his first foreign trip – reportedly with some reluctance – his entire short tenure as president is beginning to look like one giant diversion, a misdirection so big you find yourself looking everywhere to find out what the “real” story is and checking for that wallet.

Is Trump a master manipulator of the media? Perhaps. But when the 45th US president touches down in the Saudi capital Riyadh for the first leg of a trip that will see him also visit Jerusalem, the Vatican and Brussels – where NATO officials are preparing talking points tailored to a short attention span – it might be worth paying attention to some of the other things that could happen in the fog of pageantry, arms deals and the cloud of accusations swirling around Trump that in the last week alone include obstructing justice and leaking sensitive intelligence to Russia.  >>>


 

Beyond the 50th anniversary of the occupation: marking the 100-70-50-10 anniversaries with ‘Together We Rise’ curriculum - Anna Baltzer - There has been much talk about 2017 as the 50th anniversary since Israel occupied the Palestinian Gaza Strip and West Bank, including East Jerusalem. Fifty years of illegal, Jewish-only settlements; 50 years of military checkpoints; 50 years of home demolitions; more than one million olive trees uprooted; 50 years of murder with impunity; 50 years of Judaizing Jerusalem; 50 years of mass imprisonment and targeting of children. That’s why we’re organizing a week of action June 5-10 for all to join to say Enough! and stress the urgency of ending Israeli oppressions to communities nationwide.

But the 50th anniversary can only be understood within a broader context of other key anniversaries this year. 2017 marks:


100 years since the Nov. 2, 1917 Balfour Declaration supporting a Jewish state in historic Palestine in support of the budding Zionist movement.

70 years since the UN’s Nov. 29, 1947 partition allotting 54% of historic Palestine for a Jewish state, which began the Nakba across 78% of Palestine.

50 years since Israel occupied all remaining Palestinian lands June 5-10, 1967 — a brutal military occupation that continues to this day.


10 years since Israel made permanent a crippling blockade of the Gaza Strip on June 15, 2007, creating an open-air prison subject to monstrous bombing to further Israel’s containment and ethnic cleansing of the Palestinian people. >>>

19. 5. 2017

Palästinenser in Jerusalem stehen vor größter Vertreibung durch Siedler
Charlotte Silver - 17.05.2017

Eine private Siedlerorganisation plant "das umfangreichste Vertreibungsprogramm der letzten Jahre" im Ortsteil Batan al-Hawa von Silwan im besetzten Ostjerusalem, warnt die israelische Menschenrechtsgruppe B'Tselem. Die Siedlergruppe, Ateret Cohanim, behauptet in dem dicht bewohnten Ortsteil in der Nähe der Al Aqsa-Moschee etwa einen Morgen Land zu besitzen.
Die Gruppe hat gegen 81 palästinsensische Familien, die dort leben, Räumungsklagen eingereicht.


B'Tselem sagt, diese Konzentration von Zwangsräumungen entspreche 45% aller Palästinenser, die mit "Enteignungen auf Grund ethnischer Zugehörigkeit" in Ostjerusalem konfrontiert sind.

"Wohin sollen wir gehen?"
- Die Familien kämpfen gegen die Räumungsklagen vor Gericht, aber der Einwohner Zuheir al-Rajabi sagte B'Tselem, Ateret Cohanim befände sich in einer "starken Offensive".


Sechs Gebäude sind bereits von der Organisation übernommen worden und von den Palästinensern, die dort gelebt haben, frei gemacht worden. Die israelischen Siedler, die eingezogen sind, werden von privaten und städtischen Wachmännern geschützt, die regelmäßig Palästinenser, vor allem Jugendliche belästigen.


Najah al-Rajabi lebt seit 12 Jahren in Angst, seit die Nachbargebäude übernommen worden sind.

 

VIDEO - Um Nasser of Batan al-Hawa, East Jerusalem, fights to keep her home


"Jetzt fürchte ich mich abends zum Gebet hinaus zu gehen", sagt sie zu B'Tselem in dem Video (das im engl. Originalartikel aufgerufen werden kann, Ü.).


B'Tselem hat eine interaktive Webseite eingerichtet und eine Reihe neuer Videos gedreht, um die Lebensbedingungen der Palästinenser in Batan al-Hawa aufzuzeigen.


Najahs Wohnung ist klein und hat nur einen Schlafraum. Sie bewahrt ihre Sachen in einer Veranda mit Blick auf das Kidrontal auf. (Die Wohnung) schaut auch auf die schwer bewachten Nachbarn.


"Wo sollen wir hingehen? Sie werfen uns hinaus. Es ist eine Vertreibung. Schlicht und einfach."

"Als ob wir unter Hausarrest wären"

 

VIDEO - Zuheir a-Rajabi won’t bow to settlers’ takeover of Batan al-Hawa


Nicht alle Bewohner sehen ihrer Räumung mit so großer Angst entgegen. Zuheir al-Rajabi, der mit seiner Frau und vier Kindern in Batan al-Hawa lebt, sagt voll Zuversicht, dass Ateret Cohanim nicht erfolgreich sein werde.


"Ich bin in diesem Haus geboren. Ich werde weiter in diesem Haus leben und werde in diesem Haus sterben. Und ich werde es meinen Kindern lassen, die auch so lange darin bleiben werden wie sie leben", sagt Rajabi zu B'Tselem in einem Video.


Er sagt, er besitze die Urkunden, die beweisen, dass seine Familie das Haus 1966 gekauft habe. Dennoch leben die, die geblieben sind, in schrecklicher Angst vor den Siedlern und ihren Wachmännern.


Al-Rajabi sagt, Eltern seien sehr auf der Hut, ihre Kinder hinaus zu lassen. "Wir sind gezwungen zu Hause zu bleiben, als wären wir unter Hausarrest",  sagt er. >>>

 

 

 

 

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Nachrichten - Berichte

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‘No End in Sight’- UN Officials Deliver Statements on Recent Killing of Palestinian by Israeli Settler, Peace Process, Hunger Strike

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Would Israel`s Knesset support a Trump Mideast deal

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19. 5. 2017

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17. 5. 2017

Here we go again! Netanyahu disputes Trump administration, urges him to ‘shatter Palestinian fantasy’ about Jerusalem
Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu released his harshest statement yet to the Trump administration yesterday, correcting the president on Jerusalem and urging him to shatter “the Palestinian fantasy that Jerusalem is not the capital of Israel.”


Offener Streit an der Klagemauer
Nein, das hatte man im Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu nicht erwartet. Am kommenden Montag wird US-Präsident Donald Trump nach Israel und Palästina reisen und Israels Regierungschef hatte dafür etwas Besonderes geplant. Als erster israelischer Regierungschef wollte er einen US-Präsidenten durch Ost-Jerusalem begleiten.

Doch als am Sonntag Mitarbeiter Netanjahus mit Vertretern des US-Konsulats, die den Besuch vorbereiten, darüber sprechen wollten, kam es an der Klagemauer zum offenen Streit. Die Diplomaten forderten, alleine gelassen zu werden, wiesen darauf hin, dass man sich auf Gebiet befindet, das nach internationaler Lesart durch Israel besetzt ist.


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Ausgeplauderte Informationen stammen offenbar aus Israel

Donald Trump soll hochsensible Geheimdienst-Informationen an Russland verraten haben. Laut US-Medien stammen sie ursprünglich aus Israel.

 

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‘Volunteer’ Israeli Police Officer Sentenced to 7 Months for Killing Young Palestinian in 2013

200 New Settlement Units Approved near Jerusalem

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16. 5. 2017

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Nach Angaben aus dem Europaparlament zeichnet sich ab, dass die Abgeordneten am Donnerstag eine neue kritische Erklärung zum Nahostkonflikt verabschieden werden

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