Montag, 24. Juli 201713:09  -     LINKS      facebook       ARCHIV     THEMEN

 

Sehr geehrte Damen & Herren, liebe Freundinnen & Freunde, heute möchten wir Ihnen/Euch eine neue Plattform für Informationen, Analysen und Debatten vorstellen, deren Ziel es ist, die Vielfalt an emanzipatorischen Stimmen in Israel einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Auf der neuen Webseite des Israel-Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung und im dazugehörigen Newsletter kann eine interessierte deutschsprachige Öffentlichkeit Innenansichten von der Verfasstheit der hiesigen Gesellschaft und innerisraelischen Diskursen erhalten, ergänzt durch beispielhafte Berichte über ungerechte Verhältnisse im Land sowie erfolgreiche und weniger erfolgreiche Kämpfe um eine bessere Welt.

Folglich stehen hier nicht unsere eigenen Positionen im Vordergrund, vielmehr können Sie/könnt Ihr hier eine Auswahl von israelischen AutorInnen kennen lernen, die die Pluralität des progressiven Israel widerspiegeln. Es sind zentrale und etablierte Figuren der israelischen Linken, junge PublizistInnen, angesehene Intellektuelle und AktivistInnen, die über eine möglichst breite Palette von Themen reflektieren. Sie schreiben über die ganz großen politischen und ökonomischen Fragen, aber auch über Gewerkschaftsarbeit und über lokale Kämpfe in Israel, über Alltagskultur, über reflektierende Kunst, über Geschichte und die Art, wie diese diskutiert wird. Sie berichten über diese Themen kompetent und umfassend, ohne auf einen eigenen Standpunkt zu verzichten.

Der erste Beitrag ist der neu gegründeten Gemeinsamen Liste gewidmet. Diese ist eine parlamentarische Plattform, die sehr unterschiedliche politische Positionen – von sozialistischen bis zu liberalen und islamisch-konservativen – einschließt und deren Mitglieder unterschiedlichen ethnischen Gruppen angehören. Dies ist ein spannendes politisches Projekt und nicht nur für die israelische Politik von Bedeutung, sondern potenziell für die gesamte Region. Daher dokumentieren wir auf der Webseite auch das Wahlprogramm der Gemeinsamen Liste.

Gemeinsam anders - Die Gemeinsame Liste und progressive Politik in Israel - Die neugegründete Gemeinsame Liste, eine parlamentarische Plattform, die sehr unterschiedliche politische Positionen – von sozialistischen bis zu liberalen und islamisch-konservativen – einschließt und deren Mitglieder unterschiedlichen ethnischen Gruppen angehören, ist ein spannendes politisches Projekt und nicht nur für die israelische Politik von Bedeutung, sondern potenziell auch für die gesamte Region.- Hana Amoury, Yossi Bartal, Tsafrir Cohen

Alarmiert von Meinungsumfragen, die dem Likud eine Niederlage prophezeiten, beschloss Premierminister Benjamin Netanjahu am 17. März 2015, dem Tag der Knesset-Wahlen, jüdische WählerInnen mit antiarabischer Rhetorik zu mobilisieren. Im Kontext einer massiven Messaging-Kampagne warnte er am Wahltag auf seiner Facebook-Seite: „Arabische Wähler gehen in Massen in die Wahllokale, linksorientierte Organisationen bringen sie in Bussen dorthin.“[1] Damit wollte er bei der jüdischen Bevölkerungsmehrheit Angst vor der arabisch-palästinensischen Minderheit schüren. Mit Erfolg: Viele bis dahin unentschlossene rechte WählerInnen gingen letztendlich doch an die Wahlurnen, und der Likud ging als eindeutiger Gewinner aus den Wahlen hervor.

Netanjahus Äußerungen sind Teil einer umfassenderen Kampagne der Aufwiegelung und einer Reihe von Gesetzesinitiativen, die darauf abzielen, die palästinensischen BürgerInnen Israels und ihre gewählten VertreterInnen zu delegitimieren. Seit dem Jahr 2009 setzt die Regierung Netanjahu alles daran, die politische Redefreiheit der Linken im Allgemeinen und der palästinensischen Israelis im Besonderen zu beschneiden. Es wurden mehrere Gesetze verabschiedet, die Aufrufe zum politischen Boykott oder zu Veranstaltungen zum Gedenken an die Nakba, die massenhafte Flucht und Vertreibung der PalästinenserInnen zwischen 1947 und 1949, unter Strafe stellen. Wiederholten Versuchen, ein direktes Verbot von arabischen Parteien durchzusetzen, konnte nur durch den Obersten Gerichtshof Einhalt geboten werden. >>>

Mit solidarischem Gruß - Filme über Die Linke in Israel und in Palästina - Seit 20 Jahren begleitet der Filmmacher Eran Torbiner ältere LinksaktivistInnen aus Israel und Palästina und dokumentiert in zahlreichen Filmen und Interviews ihr politisches Vermächtnis. Die Erfahrung der vergangenen Kämpfe für die gegenwärtigen Bewegungen bleibt höchst relevant. >>>

1967: Die lange, lange Besatzung - Im Juni 1967 überschritt Israel seine provisorischen Grenzen und machte sich unter dem Schutz einer militärischen Besatzung an ein weitreichendes koloniales Projekt in den neu eroberten Gebieten. - Gadi Algazi

Zwei Beiträge beschäftigen sich mit dem historischen Kontext der Besatzung in Folge des Krieges von 1967 und den Faktoren, die deren Fortsetzung für bald ein halbes Jahrhundert ermöglicht haben.

Zeev Sternhell sieht den Zionismus als Projekt der Eroberung von Land zwecks Besiedlung und Errichtung eines eigenen Staats – ein Projekt, das angesichts der katastrophalen Entwicklungen in Europa seit dem Ende des 19. Jahrhunderts für Juden bzw. Jüdinnen existenziell notwendig und folglich gerechtfertigt war. Dieses Ziel wurde mit der Staatsgründung (1948) und dem Ende des Krieges (1949) jedoch erreicht, und Israel hätte sich dann ganz neu definieren und der Staat aller seiner BürgerInnen – einschließlich der im Land verbliebenen PalästinenserInnen – werden müssen, statt sich als der Staat einer einzigen Ethnie beziehungsweise Religion zu definieren. Dies ist aber nicht geschehen – was Sternhell als Israels größte Schwäche bezeichnet. Dieses stammesmäßige, und zunehmend auch religiös aufgeladene Verständnis ließ den Krieg von 1967 als natürliche Fortsetzung des Krieges von 1948 und als Vollendung der Befreiung der alten Heimat verstehen, die es zu besiedeln gilt. >>> zum Artikel

Gadi Algazis Beitrag analysiert den Zionismus als eine Form des Siedler-Kolonialismus, ohne zugleich die Notwendigkeit zu negieren, die Rechte von jüdischen MigrantInnen, die auf Grund der Katastrophen in Europa fliehen mussten, zu sichern. Algazi erklärt detaillierter die, auf dem nach der Staatsgründung 1948 fortgesetzten kolonialen Ansatz beruhende, Ausgrenzung der palästinensischen StaatsbürgerInnen Israels, um die Parallelen zu der in den besetzen Gebieten nach 1967 verfolgten Politik aufzuzeigen, ohne zugleich die Unterschiede aus den Augen zu verlieren. Aus Algazis Sicht wäre es verkürzt, die Rolle der Religion überzubewerten, denn die Enteignungs- und Siedlungspolitik führte ursprünglich die Arbeitspartei. Da diese aber auch ihre eigene >>>

Nicht wirklich eine Start-up-Nation - Gerne sieht sich Israel als hoch entwickeltes Land – die soziale Kluft und die wachsende Armut zeigen jedoch ein anderes Bild. - Shlomo Swirski

Israel, das im Jahr 1948 gegründet wurde und dessen Bevölkerung heute 8,5 Millionen Menschen umfasst,[1] gehört zu der Gruppe von Ländern, die sich selbst als entwickelt definieren. Im Jahr 2010 wurde Israel in die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), den renommierten „Club der reichen Länder“, aufgenommen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf von 33.200 US-Dollar landete es im Jahr 2014 auf Platz 21 unter den 34 OECD-Mitgliedern (Deutschland nahm mit 46.394 US-Dollar Platz 8 ein).[2] Nach dem Human-Development-Index der Vereinten Nationen, der nicht nur die wirtschaftliche Leistung, sondern auch Leistungen in den Bereichen Gesundheit sowie Bildung misst und die Gleichstellung der Geschlechter berücksichtigt, schnitt Israel sogar noch besser ab. Im Vergleich mit 188 anderen Ländern lag es auf Platz 19 (Deutschland auf Platz 6).[3]

Israel hat technologisch hochmoderne Industrien und Dienstleistungsunternehmen, was dem >>>

Unangenehm bleiben - Ein Überblick über die Geschichte des politischen Protests in Israel aus der Perspektive der außerparlamentarischen Bewegungen - Hedva Isachar

Hintergrund - Ein Überblick über die Geschichte des gesellschaftlichen und politischen Protests in Israel aus der Perspektive der Bewegungen und Organisationen, die daraus hervorgingen, erfordert zunächst einen kurzen Blick auf die Grundlagen der politischen Infrastruktur und Kultur Israels seit der Staatsgründung im Jahr 1948.

Bis zur politischen Wende im Jahr 1977, in der eine Likud-geführte rechte Regierung an die Macht kam und die Parteien der Arbeiterbewegung – geführt vom Ma’arach – ablöste, regierte im Land eine aus Osteuropa stammende aschkenasische Elite, die die Politik, die Industrie, den Arbeitsmarkt, die Landwirtschaft und das Gesundheitswesen fest in ihrem Griff hatte. Bis 1977 wurde die junge israelische Demokratie von der Vorherrschaft einer Partei (Mapai, und später Ma’arach), die einen säkular-jüdischen, zionistischen und sozialdemokratischen Charakter hatte, geprägt. Um allgemeine Zustimmung unter den in Israel und in der Diaspora lebenden Jüdinnen und Juden für die politische zionistische Vision zu finden, wurden Staat und Religion nicht getrennt und die Rechte der bzw. des Einzelnen dem unterstellt, was als vorteilhaft für das im Land sich formende zionistische Kollektiv gesehen wurde. Von Anfang an, in der Konstituierenden Versammlung der Knesset, wurde beschlossen, dem neuen Staat keine Verfassung zu geben, sondern sich auf eine Reihe von grundlegenden Gesetzen, die nach und nach verabschiedet werden können, zu stützen. Das >>>

Ohne Erinnerung keine Zukunft. Die Nakba auf Hebräisch - Wie geht die israelische Öffentlichkeit mit der Geschichte der Vertreibung der PalästinenserInnen um? - Eitan Bronstein Aparicio

In diesem Artikel zeichne ich den israelischen Diskurs über die Nakba (hauptsächlich als Thema, aber auch als historisches Ereignis) nach. Wann ist die Nakba im israelischen Diskurs aufgetaucht? Wann ging die Beschäftigung mit diesem Thema zurück? Wann wurde sie unterdrückt? Was waren die Gründe für diese Veränderungen? Im Folgenden werde ich versuchen, die verschiedenen Phasen in der Geschichte Israels seit der Staatsgründung nachzuzeichnen, um das jeweils spezifische Verhältnis zur Nakba und die im Laufe der Zeit eingetretenen Veränderungen zu untersuchen. Dieser Artikel beschäftigt sich fast ausschließlich mit dem hebräischen Diskurs über das Thema und nicht mit dem Diskurs darüber in arabischer Sprache und in der arabischen Welt. >>>

Sozialistischer Universalismus oder nationales Projekt? Ein Blick auf die Geschichte linker Parteien in Israel - Die Kluft zwischen zionistischen und nicht-zionistischen linken Parteien war in der Geschichte der israelischen Linken schon immer die wichtigste Spaltungslinie. Angesicht des Rechtsrucks in Israel benötigen wir mehr denn je eine Vision, die die linken Kräfte verbindet. - Noam Sheizaf >>>

Antisemitismus heute -  Abi Melzer - Dass Juden ein traumatisches Verhältnis zum Begriff Antisemitismus haben, ist mir besonders deutlich geworden, als ich die Buchvorstellung des russisch-jüdischen Autors Dimitrij Belkin besucht habe und im Verlauf des Abends, ein Zuhörer von irgend einem jüdischen Intendanten erzählte, der gesagt haben soll, dass er als Jude alles sagen könne und dürfe. Es klang fast so, als ob er als Jude in diesem Land Narrenfreiheit hätte. Ich erlaubte mir einen Zwischenruf: „Wenn das so war, dann zeigt es nur, dass es auch dumme Juden gibt-“ Eine blonde, russische Jüdin, die vor mir saß, drehte sich um und zischte giftig: „Es gibt auch Antisemiten-“ Worauf ich überrascht und instinktiv antwortete: „Antisemiten sind nicht das Gegenteil von dumme Juden. Dann eher kluge Juden.“

Mir wurde klar, dass manche Leute so sehr traumatisiert sind, dass sie für jede Unsicherheit, für alles, was sie nicht verstehen oder nicht billigen, den Antisemitismus verantwortlich machen, ohne zu bemerken, dass es gar nichts mit Antisemitismus zu tun hat. Dumme Juden darf es nicht geben, das empfand man als persönliche Beleidigung und deshalb eine solche „dumme“ Reaktion, aus der nicht klar war, ob sie nicht am Ende mich meinte, weil ich es gewagt habe zu behaupten, dass es auch dumme Juden gibt. Wer einen Juden dumm nennt, auch wenn es objektiv stimmt, ist ein Antisemit. Das zeigt wo wir mit dem Vorwurf des Antisemitismus inzwischen gelandet sind, beim absolut Absurden. Antisemitismus heute hat mit Judenhass, mit dem Wunsch nach „Juda verrecke!“, mit dem Plan alle Juden zu vernichten, nichts mehr zu tun. Man benutzt diese ungeheure und heute fast schon existenzbedrohende Verleumdung inflationär bei Nichtigkeiten und gewöhnlichen Streitigkeiten. Antisemit ist fast schon jeder, der, wie gesagt, einen Juden dumm nennt. >>>

10. 10. 2016

Der Triumph des Sisyphus
Uri Avnery, 8.Oktober 2016


DAVID BEN GURION wurde nicht bei den Großen der Nation auf dem nationalen Friedhof in Jerusalem beerdigt, sondern neben des Grabes seiner Frau  in Sdeh-Boker, der Negev Siedlung, die er liebte. Simon Peres, sein Schüler und Nachfolger wurde nicht neben dem Grab seiner Frau in Ben Shemen, dem Platz, den sie liebte, beerdigt. Sondern bei den Großen der Nation.
Das ist der ganze Unterschied.
 
ICH NAHM nicht an dem Gedöns teil, das die Beerdigung begleitete. Alles in allem war es ziemlich lächerlich. Jeder, der einmal seine Hand geschüttelt hat oder mit ihm ein paar Worte wechselte, fühlte sich verpflichtet, etwas über ihn in aller Länge, zu schreiben und tiefe Ansichten auszudrücken. Das meiste war reiner Unsinn


Ich bin gern im TV. Aber diesmal weigerte ich mich. Dutzende Einladungen zum TV, dem Radio und sonst noch was. Ich  wünschte nur, nicht mich dem Chor dort anzuschließen.


Abgesehen von andern Dingen, gab es dort auch das Paradox: Die Hunderte von  Lobreden, einschließlich Dutzender, die aus dem Ausland kamen, um den Mann des Friedens zu loben, Doch das ganze Ereignis war Propaganda für die Netanjahu-Regierung, die Regierung der Besatzung.


Die Sintflut von Artikeln über den Entschlafenen erinnerte mich an die alte, griechische Geschichte über  einen Haufen blinder Männer, die an einem Elefanten vorbeikamen  „der Elefant ist wie ein Rohr“  berichtete der eine, der seinen Rüssel hielt. Der Elefant ist rund und scharf,“ sagte ein anderer, der die Stoßzähne hielt. „Er ist wie ein Teppich,“  sagte der eine, der das Ohr hielt“ u.s.w.


Shimon Peres hatte viele Facetten. Nur alle zusammen machen den richtigen Mann, der nicht von einem der Lobredner gesehen wurde. Fast alle sagten und schrieben Quatsch.


Und alle ignorierten den wirklichen Elefanten, der in der Mitte des Raumes  stand: die Besatzung.
 
ALS ER  einen Schlaganfall bekam, schrieb ich einen Artikel. Ich habe mich entschlossen, diesen von neu zu schreiben, mit mehreren Zusätzen, von denen ich denke, dass sie wichtig sind oder wenigstens interessant. Es tut mir leid, dass er ein bisschen lang wurde.


Shimon Peres war ein Genie. Ein genialer Poseur.
Sein ganzes Leben lang hat er an seinen öffentlichen Person gearbeitet. Fast alle Lobrednern  ging es um dieses Image dieser Person. Der wirkliche Mann wurde  beerdigt. Möge seine Seele in Frieden  ruhen. Der imaginierte Mann  wird noch  generationen lang im Gedächtnis bleiben. AN DER Oberfläche gab es ein paar Ähnlichkeiten zwischen ihm und mir. Er war nur 39 Tage älter als ich. Er kam einige Monate  später als ich in dieses Land, als wir beide 10 Jahre alt waren. Ich wurde >>>

Israel strahlt seine Version der Geschichte in einem satirischen Video aus - Juan Carlos Sanz/Jerusalem - 08.10.2016 - [...] Ein Video über die Geschichte des Landes, das seit Freitag auf der Facebook-Seite des israelischen Außenministeriums veröffentlicht wird, schlug Freitag Nacht mit mehr als 300.000 Besuchern Rekorde. "Willkommen im Heim des jüdischen Volkes" ist der Titel eines Clips, der in wenig mehr als drei Minuten 3 Jahrtausende durchgeht. "Ganz gleich, wer kommt und an die Türe klopft, die Juden sind in ihrem Heim, ihrem süßen Heim, dem Land Israel während 3.000 Jahren geblieben", erläutert das post des Ministeriums. Der Streifen hat weithin zu Polemik geführt, mit negativen und positiven Kommentaren wie: "Es ist eine Erzählung der Ignoranz, wir sind als Juden schon eine Minderheit", "Ich bin hingerissen. Es ist fantastisch. Es zeigt die Geschichte auf eine unterhaltsame und kreative Art." oder absurde wie: "Stop dem jüdischen Terrorismus gegen die Römer." Alle drehen sich um diesen merkwürdigen Gang durch die Geschichte mit aufeinanderfolgenden Wellen von Invasoren in ein Territorium, das heute als Heiliges Land bekannt ist.

Am Anfang wird ein Keramiktäfelchen an der Tür einer typischen israelischen Wohnung gezeigt: "Jakob und Rachel, Land Israel", liest man auf Englisch. Im Wohnzimmer erscheint ein junges, modernes jüdisches Paar – er ohne Kippa, sie ohne die Perücke verheirateter orthodoxer Frauen – mit einen Baby. Jemand klopft an die Tür. "Es sind zwei Hipster mit gepflegtem Bart", sagt der Ehemann. "Wetten, dass sie mir eine Encykopädie verkaufen wollen? "Während er die Tontäfelchen mit Keilschrift betrachtet, fragt er sie: "Noch nichts von Wikipedia gehört?" Es handelt sich um zwei mit Schwertern bewaffnete Assyrer, die das Haus in Besitz nehmen und die Familie im Schlafzimmer einsperren.


"Na gut. Wir sind im Jahr 750 vor Christus", versucht Jakob Rachel zu beruhigen. "Noch 2.250 Jahre lang werden wir hier keine Ruhe haben."  Babylonier von Nabukadnezar, Mazedonier von Alexander dem Großen, Römer ...  >>>

EVERYONE wants Jacob & Rachel's home in Israel

Palästina: Flüchtlingslager ohne Recht auf medizinische Versorgung - Antonietta Chiodo - Ich befinden mich in einem Flüchtlingslager, das 1948 erbaut wurde, dem Al Amari Camp in Palästina, vor den Toren der Stadt Ramallah. Ich teile meinen Alltag mit den Flüchtlingen und wie sie wache auch ich jeden Morgen mit dem Geruch des überall in den Straßen umher liegenden Abfalls in der Nase auf. Der wird täglich von Kindern „benutzt“, um damit zu spielen, bevor sie mit Besen versuchen, ihn soweit wie möglich vom Camp wegzufegen. Aber der Geruch bleibt, säuerlich und Übel erregend, zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Die Straßen sind eng und verbinden weite Ansammlungen von Häusern, zwischen Gassen die so klein sind, dass in den Regenperioden das Wasser bis zu den Knien reicht, was ein nicht unerhebliches Problem vor allem für die Kleinsten darstellt. Die Bevölkerung ist komplett auf sich alleine gestellt und nichts ist umsonst, noch nicht einmal Strom oder medizinische Versorgung. Es drängt sich die Frage auf, warum die von Vereinigungen gesammelten Gelder und die Mittel der Europäischen Gemeinschaft für Flüchtlinge, bereit gestellt auch für das Internationale Rote Kreuz, nie im Inneren dieser Flüchtlingslager ankommen.

Allein in der Zone von Ramallah gibt es 4 Flüchtlingslager mit einem Durchschnitt von mindestens 300 Familien pro Camp. >>>

9. 10. 2016

NEU - IN DEUTSCHER ÜBERSETZUNG

ILAN PAPPE - WAS IST LOS MIT ISRAEL?
- Die zehn Hauptmythen des Zionismus

Aus dem Englischen übersetzt von Michael M. Schiffmann -
Lektorat: Dr. Ludwig Watzal
ISBN: 978-3-9817922-6-3     www.Cosmics-Verlag.de

Vorwort - Jeder Versuch zur Lösung eines Konflikts muss sich zu allererst mit dessen Kern auseinandersetzen und dieser Kern findet sich meistens in seiner Geschichte. Eine verfälschte oder manipulierte Geschichte erklärt oft gut, warum ein Konflikt nicht beendet wurde, während eine wahrhaftige, umfassende Betrachtung der Vergangenheit zu einem dauerhaften Frieden und einer bleibenden Lösung beitragen kann.

Wie die Untersuchung des Falls Israel/Palästina zeigt, kann eine falsch verstandene Geschichte der jüngeren oder ferneren Vergangenheit sogar noch direkteren Schaden anrichten: Sie kann die Unterdrückung, Kolonisierung und Besatzung von heute rechtfertigen. Es überrascht nicht, dass in solchen Fällen auch die Gegenwart verfälscht wird, ist sie doch Teil der Geschichte, deren Vergangenheit bereits entstellt wurde. Diese Täuschungen über Vergangenheit und Gegenwart verhindern das Verständnis des fraglichen Konfliktes, erlauben eine Manipulation der Fakten und richten sich gegen die Interessen all jener, die Opfer des Konfliktes sind.

Die Tatsache, dass die israelische und zionistische Version der Geschichte des umstrittenen Landes in Deutschland weitgehend akzeptiert wird, basiert  auf einer ganzen Ansammlung von Mythen, die alle darin münden, das moralische Recht und das ethische Verhalten der Palästinenser ins Zwielicht zu rücken, was allerdings jede Chance auf einen zukünftigen gerechten Frieden enorm verringert. Dass dies funktioniert, liegt daran, dass diese Mythen von den Mainstreammedien und politischen Eliten in Deutschland – wie im Westen überhaupt – als die Wahrheit akzeptiert werden. Damit dienen sie dann der Rechtfertigung des israelischen Handelns, aber noch viel mehr der Weigerung Deutschlands, sich auf sinnvolle Art in diesem Konflikt zu engagieren. Und sie erlauben der deutschen Regierung außerdem, das israelische Militär ohne große moralische Skrupel mit immer neuen Waffen und sonstigem  Zubehör aufzurüsten. Das vorliegende Buch zerlegt seine im Titel  -     mehr  lesen Sie, wenn sie das Buch kaufen >>>

MELDUNGEN ANDERER Tage  im  Archiv >>>

Aktuelle  Kurznachrichten

Israeli forces arrest 13-year-old Palestinian weeks after shooting him in both legs

'I will not move. This is my car, this is my land.' So -- Israeli soldiers arrest man and take car

When bombs drop, Gazans joke...and pray

After Detaining Her Grandfather And Two Uncles, Army Arrests Abu Sbeih’s Daughter

Undercover Israeli forces detain 8 Palestinian children from Aida refugee camp

Israeli forces detain 56 Palestinians in massive detention campaign

Israeli forces raid homes belonging to family of Jerusalem gunman, take measurements

Israeli forces raid homes belonging to family of Jerusalem gunman, take measurements

Israeli forces shoot, injure AP photographer during al-Ram clashes

Israeli settlers attack Palestinian family picking olives in Nablus area

Israeli forces raid Jerusalem high school, accuse students of throwing glass

Israeli forces detain Jerusalem director of Palestinian prisoners rights group

Israeli forces detain 39 Palestinians, including 9 minors, in extensive Jerusalem raids

Palestinian man dies in smuggling tunnel between Egypt and GazaOct.

Al-Maliki- the PA is not targeting diaspora Palestinians critical of Abbas

Israeli Army Detains 5 Palestinians In Jerusalem, 21 Since Jerusalem Shooting

Israeli forces invade home of gunman, clash with stone-throwing Palestinian youth

Clashes erupt as 1,200 Israelis pray at Joseph's Tomb near Nablus

Watch- Construction on the Gaza border barrier

NDA- arrest of party members reeks of political persecution

`Journalism is a dangerous job for Palestinians`

Gunman told Ma`an of plans to turn himself in day before shooting

The Settlements vs. the Peace Process

10. 10. 2016

Minister Bennett calls to pardon Hebron shooter if convicted

Israeli forces invade home of alleged gunman, clash with stone-throwing Palestinian youth

Gunman told Ma`an of plans to turn himself in day before shooting

Israeli Army Kidnaps 10 Palestinians In The West Bank

One Palestinian Killed After Killing An Israeli Police Officer, And A Woman

At least 52 student protesters injured by Israeli forces in Abu Dis

Israeli Soldiers Invade Deheishe Refugee Camp, In Bethlehem

Israeli Soldiers, Police, Demolishes Al-Araqeeb Bedouin Village

The Israeli gov’t must stop threatening to defund media outlets

Colombia's Israel connection- Peacemaking and the Peace Prize

Gunman told Ma'an of plans to turn himself in, one day before deadly attack

Israel demolishes homes, water pipes, and agricultural structures in Jordan Valley

Committee- 150 children in Ofer prison fined a total of $12,300 in September

Israel sentences Palestinian astrophysicist to 7 months in prison for 'incitement'

Israel demolishes eight homes in Jerusalem-area Bedouin village of Khan al-Ahmar

The Settlements vs. the Peace Process

9. 10. 2016

'Attack, attack, attack' -- Leaked emails show panicked Netanyahu rallying Clinton and US Jews against BDS

Israeli Soldiers Invade Deheishe Refugee Camp, In Bethlehem

Israeli Soldiers, Police, Demolishes Al-Araqeeb Bedouin Village

Army Attacks The Weekly Procession In Kufur Qaddoum

Israeli troops block non-violent demonstration in Bil’in, abduct organizer

Israeli Soldiers Injure Three Palestinians In Gaza

Army Kidnaps Two Children In Bethlehem, A Young Man Near Hebron

Freedom March “Stop drying out Palestine, Water is a Right for All”

The crisis of Israel's anti-occupation Left

More than 50 Palestinians injured during clashes with Israeli forces near al-Quds University

It’s not the flotilla, it’s Gaza

Netanyahu at the UN General Assembly- an exercise in absurdity

8. 10. 2016

'An attack on local democracy': UK gov't and Spanish High Court issue decisions against municipalities endorsing BDS

Israel begins deporting women who tried to sail to Gaza Israel/Palestine

West Bank Settlers Prepare for Clash, With Israeli Government

Bill and Hillary Clinton both opposed his invitation from AIPAC in 2010

A rare journey from Gaza to Jerusalem stirs memories for elderly Palestinians

Freedom March “Stop drying out Palestine, Water is a Right for All”

The Empire Files- Inside Palestine’s Refugee Camps

Soldiers Kidnap Two Palestinians, Injure Three Others, Near Tubas

PCHR Weekly Report- One Palestinian killed, 7 wounded, including 4 children, by Israeli troops this week

Israeli Navy Kidnaps Two Fishes In Gaza Waters

Army Shells Gaza after “Rocket” Reportedly Lands in Southern Israel

BBC 4 Touts War Criminals who Beheaded Palestinian Child as “Moderate Syrian Rebels”

Outrage as Ireland Palestine Solidarity Campaign Bank Accounts Closed

One Year Later, a Tip About a Border Crossing Pays Off

Army Razes Lands Near Hebron and Rafah

Unprecedented Decision- Woman Sentenced to Death Penalty in Khan Younis; PCHR Reiterates Rejection of Death Penalty and Calls for its Abolishment

EU joins the US in condemning Israel's new settlement plans in Palestinian territory

Israeli forces close stores in Huwwara village, Nablus after rock-throwing incident

‘An attack on local democracy’- UK gov’t and Spanish High Court issue decisions against BDS

Netanyahu at the UN General Assembly- an exercise in absurdity

At the Boiling Point With Israel

8. 10. 2016

Palästina: Mahmud Abbas ins Krankenhaus eingewiesen

 

Palestinian President Mahmoud Abbas admitted to hospital for heart tests

Israeli Navy Intercepts Women’s Boat to Gaza

'Perpetual occupation' -- White House slams latest settlement

Unprecedented Decision: Woman Sentenced to Death Penalty in Khan Younis; PCHR Reiterates Rejection of Death Penalty and Calls for its Abolishment

» Israeli Soldiers Uproot 40 Dunams Of Palestinian Agricultural Lands Near Hebron

Army Kidnaps Eight Palestinians In Ramallah, 36 Palestinians In Different Parts Of the West Bank

Updated- Israeli Soldiers Kidnap 16 Palestinians In Jerusalem

Israeli Soldiers Kidnap Seven Palestinians Near Tulkarem

ARCHIV  >>>

Zurück | Weiter
 

Kontakt  |  Impressum  | Haftungsausschluss  |  Arendt Art  |  Nach oben  |  facebook | Das Palästina Portal gibt es seit dem 10.4.2002