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Montag, 24. Juli 2017 - 13:09  -  THEMEN   -   LINKS   -  facebook   -   ARCHIV

 


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Palästinatag an der Landesakademie Esslingen - Unter Federführung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg stand Palästina im Mittelpunkt eines umfangreichen Programmes an der Landesakademie Esslingen. Für die Palästinensische Mission nahm Botschaftsrat Abdelhadi Abusharekh teil.

Die 1,5 tätige Veranstaltung zielte darauf ab, Palästina als Wirtschaftsstandort vorzustellen, aber auch die Lebensumstände und den Alltag der palästinensischen Bevölkerung näher zu beleuchten. In den Gesprächsrunden wurden die Umsetzungsmöglichkeiten in der Aus- und Fortbildung sowie für den Unterricht diskutiert. Im Focus standen ebenso der Auf- und Ausbau von Schulpartnerschaften zwischen dem College in Bethlehem und verschiedenen Schulen in Baden-Württemberg in den Bereichen Gastronomie, Schmuck, Photovoltaik und Film.

In einem Grußwort zur Eröffnung betonte Botschaftsrat Abdelhadi Abusharekh die enorme Bedeutung von Bildung, die entscheidend für eine  >>>

 Ekkehart Drost: - Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kommilitonen, mit großer Verwunderung habe ich Ihre Stellungnahme gegen eine Informationsveranstaltung der ESG Oldenburg zum Thema BDS gelesen (s. PDF).

Dass Sie als akademische Lehrer die nach Art. 5 des GG garantierte Meinungsfreiheit derartig malträtieren, erfüllt mich als Alumni der Georg-August-Universität Göttingen mit Entsetzen - ein Verhalten, das an meiner Universität nicht denkbar ist.

Vielmehr veranstaltet das Seminar für Arabistik und Islamwissenschaft (Prof. Irene Schneider) zusammen mit dem Institut für Internationales Strafrecht (Prof. Kai Ambos) im WS 2016/17 folgende Veranstaltungsreihe: „Naher Osten- Ferner Frieden? Rechtliche, historische und politische Aspekte“ mit internationalen Wissenschaftlern von Rang wie Prof. Udo Steinbach, Prof. Moshe Zimmermann, Prof. Rolf Verleger, Prof Helga Baumgarten, Dr. Alaa Tartir. Begleitet wird die Reihe mit der NAKBA-Ausstellung sowie der Ausstellung "Kunst und Kultur in Palästina".

Ich selbst war 40 Jahre lang Lehrer an einem Gymnasium in Einbeck für die Fächer Politik/Wirtschaft und Sport, habe mit meinen Schülern intensiv das Thema Israel/Palästina bearbeitet, Projekttage zum Thema durchgeführt und auch den damaligen israelischen Botschafter nach Einbeck eingeladen. Immer ging es - wenn auch unter Schmerzen und oft mit erheblichem Widerstand durch jüdisch-israelische Verbände - um eine Darstellung auch der anderen, der palästinensischen Seite, die nach Alfred Grosser, dem großen jüdisch-französischen Humanisten, "die letzten Opfer des Holocaust" sind. Einen Maulkorb habe ich weder mir noch meinen Schülern bei ihren Referaten umgehängt.

Seit dem Jahr 2010 bin ich sechsmal in Israel/Palästina gewesen, davon zweimal für jeweils drei Monate als Menschenrechtsbeobachter auf Einladung des Weltkirchenrates. Über meine Tätigkeit habe ich eine Vielzahl von Vorträgen gehalten und zwei Bücher geschrieben. Bereits nach wenigen Wochen in Palästina war ich erschrocken über das Unrechtsregime, das in Palästina vom israelischen Militär in Zusammenarbeit mit den Siedlerorganisationen herrscht.

Mehrfach war ich Zeuge von Militärgerichtsprozessen gegen Kinder und Jugendliche und kann die Ergebnisse des UNICEF-Reports aus dem März 2013 und von 2015 über "Palästinensische Kinder und Jugendliche in israelischer Militärhaft" nur bestätigen:
http://www.unicef.org/oPt/Children_in_Israeli_Military_Detention_-_Observations_and_Recommendations_-_Bulletin_No._2_-_February_2015.pdf

Meine Beobachtungen dort im Militärgericht Salem haben mich zutiefst erschüttert: 14jährige Knaben, wegen des Verdachts auf Steinewerfen, seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft, werden an Händen und Füßen gefesselt und von zwei bewaffneten Soldaten bewacht, in einen Verhandlungsraum geführt.

Sehr geehrte Damen und Herren, wenn Sie derartige Bilder im Kopf haben, können Sie nur fassungslos Ihr Schreiben zur Kenntnis nehmen und angesichts dieser Ignoranz menschlichem Leiden gegenüber verzweifeln. Sie können aber davon ausgehen, dass dies für die vielen Mitstreiter vor allem in Israel/Palästina keine Lösung ist. "To exist is to resist" - ein Slogan, der die palästinensische Standfestigkeit ("Sumud") charakterisiert und der ich bei meinen vielen Reisen nach Palästina immer wieder mit großer Achtung begegnet bin.

Aus Ihrem Drohbrief an die ESG muss ich entnehmen, dass Sie sich entweder vor den Karren der sog. Antideutschen in Ihrer Fachschaft haben spannen lassen oder aber selbst bar jeder Kenntnis der Situation in Israel sowie in den von Israel völkerrechtswidrig besetzten Gebieten sind. Israel, das nach offizieller deutscher Lesart mit der Bundesrepublik eine "Wertegemeinschaft" bildet, ist weltweit die einzige Demokratie, die ein anderes Volk einer brutalen Besatzung unterwirft - seit fast 50 Jahren! - und der Bevölkerung nahezu alle Menschenrechte wie Bewegungsfreiheit, Recht auf Eigentum, Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit vorenthält, und zwar nicht durch einzelne verwirrte Soldaten oder Siedler, sondern systematisch durch die Regierung - allein mit dem Ziel der ethnischen Säuberung, wie es Ilan Pappe, jüdisch-israelischer Historiker in seinem wichtigen Buch beschreibt.

Zu Ihrer Information habe ich einige (wenige) Stimmen über BDS und die aktuelle Situation in Israel/Palästina zusammengestellt. Ich hoffe, dass Sie so redlich sind, wie man das von Wissenschaftlern erwartet, und sich wenigstens mit diesen Texten auseinandersetzen. Sie werden diese kaum als "antisemitisch" diffamieren können, handelt es sich doch um Autoren, deren internationaler Rang unbestritten ist. >>>



Avraham Burg, ehem. Sprecher der Knesset und Autor des wichtigen Buches „Hitler besiegen. Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss“ (Ffm. 2009) in Haaretz vom 3.Februar 2014 über Boykott, Desinvestment und Sanktionen (BDS) gegen Israel - „What´s wrong with BDS, after all?“ - doc - >>>

Boycott is the only way to stop the Israeli occupation  - doc - Gideon Levy >>>

Noch nie haben so viele Leute solch einem gemeinen Mörder zugejubelt - doc - Gideon Levy  31.3.16 >>>

„Wir sind abgestumpft“ -  Die Soziologin Eva Illouz über eine in ihrer Angst gefangene Gesellschaft, die auf Stärke setzt, sich zunehmend auf jüdische Werte beruft – und das Leiden der Palästinenser nicht mehr wahrnimmt  >>>

04.08.2014 - „Wir sind abgestumpft“ - Die Soziologin Eva Illouz über eine in ihrer Angst gefangene Gesellschaft, die auf Stärke setzt, sich zunehmend auf jüdische Werte beruft - und das Leiden der Palästinenser nicht mehr wahrnimmt

Illouz, 53, geboren in Marokko und aufgewachsen in Sarcelles bei Paris, ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Sie erforscht die Beziehungen von Emotion, Ökonomie und Kommunikation und hat mehrere Bücher verfasst, 2011 erschien von ihr bei Suhrkamp "Warum Liebe weh tut". Illouz schreibt zudem regelmäßig Kolumnen und Essays, in denen sie sich mit der Natur des israelisch-palästinensischen Konflikts und seinen Folgen für ihre eigene Gesellschaft beschäftigt.

SPIEGEL:
Warum befürworten so viele Israelis diesen Krieg im Gaza-Streifen, in dem schon Hunderte Kinder gestorben sind?

Illouz:
Wir Israelis haben eine schizophrene Selbstwahrnehmung. Wir kultivieren ständig die eigene Stärke, hören aber zugleich nicht auf, uns als schwach und bedroht wahrzunehmen. Immer geht es um unsere Sicherheit, sowohl in der Gesellschaft als auch in der Politik. Und viele Israelis sehen den Gaza-Streifen eben vor allem als Bastion des Terrors, weil er die Heimat der Radikalislamisten von der Hamas ist. Es ist schwierig, Mitleid mit denen zu empfinden, die einen bedrohen.

SPIEGEL: Liegt das auch daran, dass die Gesellschaft zunehmend militaristisch ist?
- Illouz: Israel ist beides zugleich: eine militärische Kolonialmacht, aber auch eine Demokratie. Die Armee kontrolliert die Palästinenser mithilfe von Checkpoints und Militärgerichten; für sie gilt ein anderes Recht als für Israelis. Die Armee entscheidet, ob ein Palästinenser eine Arbeitsgenehmigung bekommt oder sein Haus zerstört wird. Und auch die israelische Zivilgesellschaft ist militarisiert, aus fast jeder Familie ist jemand in der Armee.

SPIEGEL
: Es scheint in diesem Krieg, als hätte Israel bei seiner Selbstverteidigung das Gefühl für Verhältnismäßigkeit verloren.

Illouz:
Ich glaube, viele Israelis haben etwas verloren, was ich "humanitäre Sensibilität" nennen möchte. Die Fähigkeit, sich in das Leiden des anderen hineinzuversetzen. >>>

#########Nach dem Gebet die Gasmaske - Palästinenser protestieren, Israelis antworten mit Tränengas: In Bil'in in der Westbank geschieht das jeden Freitag – seit über zehn Jahren. Ein Besuch vor Ort - .Hannes von Wyl

«One, two, three, four, occupation no more!» Der Demonstrationszug setzt sich in Bewegung, eine bunte Truppe aus Dorfbewohnern, israelischen Aktivisten und Reisenden aus der Schweiz, Deutschland und den USA. Wenige Hundert Meter entfernt, zwischen dem Dorf und der Mauer, warten die israelischen Soldaten mit Tränengaswerfern und Gummischrot.

Es ist Freitagnachmittag Mitte April, in Bil’in, einem kleinen Dorf ein paar Kilometer westlich von Ramallah. Dort protestieren die Palästinenser gegen die israelische Besetzung, gegen die jüdische Siedlung, die auf ihrem Land steht. Nach dem Freitagsgebet, das für die überwiegend muslimischen Dorfbewohner den Beginn des Wochenendes markiert, sammeln sich die Demonstranten am Dorfausgang, entfalten palästinensische Flaggen, ziehen Gasmasken über und machen sich auf in Richtung der Mauer, die das Westjordanland im Westen von Israel abgrenzt. Jeden Freitag, seit elf Jahren. >>>


Friedlicher Widerstand gegen die Besatzung, gegen Landraub >>> >>>

UN official humiliates Netanyahu over history lesson - Netanyahu was angry with UNESCO decision that Al-Aqsa Mosque is a unique Islamic site - UN senior official in Jerusalem has humiliated Israeli PM Benjamin Netanyahu over proposing to deliver history lesson to UN officials. Mladenov reiterated: "The UN personnel in Jerusalem knows very well the history of the region, of its people and of its religions."

Days of Palestine, Jerusalem -UN senior official in Jerusalem has humiliated Israeli PM Benjamin Netanyahu over proposing to deliver history lesson to UN officials.

In the wake of the UNESCO call for Israeli occupation to respect Muslim freedom of religion in a document that recognised no historical connection between Israel and Jerusalem, Netanyahu proposed to deliver a history lesson to all UN officials and foreign diplomat in Israel.

“The UNESCO strongly condemned the Israeli aggressions and illegal measures against the freedom of worship and Muslims’ access to their Holy Site Al-Aqsa Mosque/Al-Haram Al Sharif -the third holiest site in Islam,” the document said.

Netanyahu was furious that the Jewish term for the site was not even mentioned in the document and termed the resolution “absurd” and stated that it “ignores the unique historic connection of Judaism to the “Temple Mount.”

On Friday, he proposed to “personally organise” what he termed “a seminar on Jewish history for all UN personnel in Israel and for diplomats.” >>>

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