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United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs - occupied Palestinian territory

United Nations -  The Monthly Humanitarian Bulletin

Weekly Reports 2009-2013
Palestinian Centre for Human Rights

Visualizing Palestine

 

 

 

Montag, 20. Februar 2017 - 13:13

Reuven Moskovitz – Liebe Israel- und Palästina-Interessierte, ich schreibe diese Zeilen in einer Stimmung, die Zorn und Verzweiflung ganz nahe kommt. Nun bin ich in einem Zustand vom Propheten Jona, der nicht an seinem Auftrag Gottes – die Menschen von Ninive zu mahnen - glaubte. Trotz seines Unglaubens taten die Menschen von Ninive doch Buße, und Gott ließ sein Erbarmen gelten. Ich bin kein Prophet sondern ein alt gewordener Mensch am Ende der achtziger Jahre, der das ganze Unheil des 20. Jahrhunderts und die ersten Jahre des 21 Jahrhunderts erlebte. Ich kann nicht glauben, dass unter den Umständen, welche hier in Israel/Palästina herrschen, so ein Wunder wie in Nineve passieren würde.

Geboren in einer jüdisch-orthodoxen Familie, oft heimgesucht von Armut, Verfolgung, Vertreibung und die schreckliche Shoah überlebt habend, glaubte ich als Kind an Gott und betete für Gottes Gesundheit. Ich habe mit Inbrunst an das geglaubt, was meine Eltern und meine religiöse Erziehung, die schon mit 4 Jahren anfing, lehrten. Da kamen die Ereignisse, die zu der schrecklichen Shoah führten – eine Shoah die das Überlebensrecht der Juden in Frage stellte. Kurz nach meiner frühzeitigen Einschulung, 1933, hörte ich erschreckende Gespräche über einen Adolf Hitler und ein Deutschland, was die meisten Juden verehrten, das das jüdische Volk vernichten will. Die Gebete unserer kleinen jüdischen Gemeinde, meiner Eltern und Verwandten haben nicht im Geringsten geholfen. Man hat gehofft, es wurde gefastet, Almosen für arme Menschen wurden gesammelt, man war sicher, dass das von den meisten Menschen bewunderte Volk, Deutschland, einen Schurken wie Adolf Hitler nicht langfristig dulden würde. Nichts außer Vertreibung, Demütigungen und Hoffnungslosigkeit haben meine ersten Lebensjahre gekennzeichnet. Da kam die unerwartete Befreiung. Der Glaube an die Heilige Schrift, die Gebete, die feste Sicherheit, dass die Niederlage Deutschlands ein Gottes-Urteil ist, sind unter einer faszinierenden Welle von Glauben an Vernunft, Gerechtigkeit und Frieden untergegangen. Diese Werte haben als Ziel, die Welt zu befreien. Außer der Liebe zu Menschen und zum Leben war für mich nichts wichtiger zu glauben, dass nicht Gott, sondern der Mensch beauftragt ist, eine Welt zu schaffen, die frei ist von Not, Hunger, Hass, Verfolgung und zerstörerische Kriege ist. (...)

Ich war unter den ersten Überlebenden und Verfolgten, die gewagt haben, über ein "Deutschland, das ich liebe" zu schreiben. Ich liebe noch immer das Deutschland, egal wie zahlreich diejenigen sind, die wahrhaftig der Gerechtigkeit, dem Frieden und der Versöhnung, dienen. Leider sind die meisten durch das Trauma, als Antisemiten verunglimpft zu werden, gelähmt.

Nach der schrecklichen Vergangenheit darf sich das gegenwärtige Deutschland auf keinen Fall leisten, die Hände in Unschuld unter dem Schirm der Staatsraison zu waschen. Wir Juden sind nicht die einzigen Opfer des NS Regimes, und das einzige noch leidende Opfer von dieser Vergangenheit sind die Palästinenser, denen der Begriff, Nakba (Vertreibung), von Deutschland verweigert wird.
(...)

Es scheint aber, dass ich ein Rufer in der Wüste bleibe. - Seit Jahren habe ich mich mit der Hoffnung getröstet, dass ich ein Rufer in einer kleiner aber sehr fruchtbaren und friedensliebenden deutsche Oase bin. Ich fühle mich aber zutiefst enttäuscht und hoffnungslos. Dieser Satz betrifft nicht die Hunderte oder Tausende Deutsche, die mich noch ernst nehmen.

Es ist vielleicht vielen Regierenden nicht klar, dass Israel nicht nur faschistische Züge zeigt, sondern schwer und gefährlich unter den Einfluss eines nationalistischen Klerikalismus gerät. Es mag sein, dass bei vielen in Deutschland noch nicht das Signal angekommen ist, dass nicht nur die Palästinenser und die noch gebliebenen politischen Widerständler auch von nationalistischem Klerikalismus ins Visier genommen sind. Im Wirbel der besorgniserregenden Entwicklungen sind jedoch auch die christlichen Kirchen angegriffen >>>

„Gott schütze das arme Israel“ vor verlogenen Philosemiten - Abi Melzer - Schon wieder hat ein treuer Philosemit und Israel-Beschützer, oder wäre nicht eine treffendere Bezeichnung, wie zum Beispiel “Sayanim=Inoffizieller Mitarbeiter des Mossad” passender für Georg M. Hafner, der im Kampfblatt des Zentralrates der Juden, „Jüdische Allgemeine“, zugeschlagen hat und uns zu belehren versucht, was Treue zum verlogenen und rassistischen Zionismus sein kann: Selbstgerechtigkeit und Dummheit.

Wenn heute auch von manchen zionistischen und rechtsradikalen Juden der Begriff „Lügenpresse“ in den Mund und in die Feder genommen wird, so zeigen uns die „Jüdische Allgemeine“ und der Mitarbeiter des Hessischen Rundfunks, Hafner, dass sie mit der Wahrheit manchmal auf Kriegsfuss stehen, und dies mit einer solchen Selbstgerechtigkeit, dass man fast geneigt ist zu glauben, dass es ihnen tatsächlich um das Wohl der „armen“ palästinensischen Arbeiter gehe, die durch die böswillige BDS-Kampagne arbeitslos werden, da als Erfolg dieser Aktionen der Sprudelhersteller SodaStream aus dem Industriepark bei Maale Adumim im besetzten Westjordanland umzog in die Negev-Wüste. Als ob es der BDS-Kampagne darum ging, dass SodaStream wegzieht. Ganz Maale Adumim sollte wegziehen, erst dann kann man die Kampagne beenden. Die Palästinenser wollen keine geringerer Fremdherrschaft, sondern gar keine.

Hafner bedauert in seiner zynischen Art, dass die palästinensischen Arbeiter, die nun statt rund 1 200 Euro, „die sie bei SodaStream verdienten“ nur noch 325 Euro Arbeitslosenunterstützung erhalten. >>>

BDS Hamburg, Germany - ABGESAGT! Vortrag und Diskussion mit Salah Al- Khawaja - 10. März

P R E S S E M I T T E I L U N G - Die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e.V. (DPG) protestiert auf das Schärfste dagegen, dass die GEW Hamburg und die Ruhruniversität Bochum, entgegen fester Vereinbarungen, Vorträge des Palästinensers Salah-Al-Khawaja ohne Begründung kurzfristig abgesagt haben.

Er sollte über den gewaltfreien Widerstand im von Israel besetzten Palästina berichten. Die UNO, die EU und der Internationale Gerichtshof haben diese Besatzung durch Israel, die seit fast 50 Jahren besteht, für völkerrechtswidrig und die israelischen Siedlungen für illegal erklärt. Die DPG unterstützt uneingeschränkt die Einhaltung des internationalen Rechts und der Menschenrechte. Der Friedensaktivist Salah Al-Khawaja setzt sich für BDS (Boykott, De-Investitionen und Sanktionen) ein. Die internationale BDS-Kampagne ist eine ausdrücklich gewaltfreie Bewegung, die die Beendigung der seit 1967 bestehenden Besatzung anstrebt.

Die Verhinderung von Veranstaltungen mit gewaltfrei agierenden Aktivisten widerspricht der im Grundgesetz garantierten Meinungsfreiheit. Die DPG stellt fest, dass sich derartige Vorfälle in der letzten Zeit häufen. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Öffentlichkeit erfährt, unter welchen Umständen die Palästinenser gewaltfreien Widerstand in den besetzten palästinensischen Gebieten leisten.

Darüber hinaus hat der Staat Israel, der sich als Demokratie versteht, Salah Al-Khawaja die Ausreise verweigert, obwohl er im Besitz eines gültigen Schengenvisums ist. Als Begründung wurde ihm mitgeteilt, dass dies aufgrund von Entscheidungen des israelischen Geheimdienstes geschehe.

Die DPG sieht hier einen direkten Zusammenhang zwischen dem Reiseverbot für Salah Al-Khawaja und der Absage der Veranstaltungen.
Bad Iburg, den 6.3.2016 gez. Nazih Musharbash

 Israelisches Textbuch 'schlecht für Araber, schlecht für Juden' - Das aktuelle Textbuch beschreibt Araber als Immigranten im eigenen Land - Jonathan Cook - 10.03.2016  - Führende Persönlichkeiten der großen palästinensischen Minderheit in Israel haben begonnen an einem alternativen Lehrplan für arabische Schulen zu arbeiten, was sie als einen "revolutionären" Schritt zur Unterrichtsautonomie bezeichnen.

Es ist das erste Mal in der Geschichte Israels, dass die palästinensische Minderheit versucht hat, die Kontrolle über das Curriculum des israelischen Unterrichtsministeriums zu erringen, das an arabischen Schulen gelehrt wird.


Dieser Schritt ist eine Reaktion auf die Entscheidung des israelischen Unterrichtsministeriums das Textbuch für Staatsbürgerkunde zu revidieren, das einen zentralen Bestandteil des Matrikulationsexamens darstellt.
Traditionell ist Staatsbürgerkunde das einzige Fach, in dem das selbe Textbuch für jüdische und arabische Schulen benützt wird.

Die Änderungen haben eine Protestwelle von israelischen Verbänden der Staatsbürgerkundelehrer ausgelöst. Sie haben ihre Mitglieder gedrängt, das neue Textbuch zu boykottieren, das in wenigen Wochen herausgegeben werden soll.


Der Schritt wird wahrscheinlich auf hartnäckigen Widerstand der israelischen Beamten stoßen. Aufeinanderfolgende Regierungen haben eine Förderung der Lehrautonomie für die palästinensischen Bürger Israels abgelehnt.


Die 1,6 Millionen israelischen Palästinenser sind ein Fünftel der Bevölkerung. Beamte des Unterricht(sministeriums) wurden beschuldigt, demokratische Werte niedriger einzustufen, um den jüdischen Charakter stärker zu betonen. Mohammes Barakeh, Chef des High Follow-up Committees, einer Koalition der größten politischen palästinensischen Fraktionen in Israel, sagte gegenüber Al-Jazeera, er habe die Entscheidung, den Lehrern an arabischen Schulen einen alternativen Staatsbürgerkundekurs zu geben, gut geheißen.


Er sagte, das neue Textbuch des Ministeriums habe das arabische Unterrichtssystem auf einen "kritischen Punkt" getrieben. "Unsere Lehrer sind jetzt gezwungen, uns als Einwanderer in unserem eigenen Land darzustellen. Und unseren Schülern wird beigebracht, dass die jüdische Identität des Staates weit wichtiger sei als seine demokratische,"  >>>

Israel's education minister wants to reduce Jewish history to pogroms - A new committee is tasked with exposing Israeli students to Mizrahi and Sephardic Jewish history. The problem? There is more than one narrative. - Gil Gertel

A committee in Israel’s Education Ministry meant to “expose Israeli students to the cultural, philosophical, social, and historical wealth of Jewish communities of the East and Spain” began its work last week. The Bitton Committee, appointed by Education Minister Naftali Bennett, is headed by poet and Israel Prize winner Erez Bitton. It is supposed to find ways for integrating content on this topic in the existing school curriculum. So far the plan sounds great.

The education minister is very proud of his work. “I am proud to fix an historical injustice,” and, “the revolution has begun,” were just two tidbits of praise he lavished on himself last week on social media.

Bennett could not seem to wait for the Bitton Committee to finish its work, it seems, as he hurriedly deliniated the path toward redress in a Facebook status published on Sunday: “A short history text: Have you heard about the Kishinev pogroms? About the 1929 Palestine riots? And what about the riots on Oujda and Jerada in Morocco? Forty-one Jews were murdered in these riots.” >>>

Video: Meet Ahmad Dawabshe, the five-year-old survivor of the Duma firebombing
 Dan Cohen on March 9, 2016 26 - Eight months after the firebombing that killed five-year-old Ahmad Dawabshe’s baby brother and parents in the occupied West Bank village of Duma, he is still undergoing treatment in the Sheba Medical Center in Ramat Gan. Ahmad is energetic and enthralled with car-racing video games, like any child his age. “People see that he’s coming and going and playing and laughing. But his health situation now – he has serious injuries and will need a long time to heal,” his maternal grandfather and caretaker Hussein Dawabshe told me in the hospital lobby. Having suffered second-degree burns, Ahmad wears a special hooded layer 23 hours per day to treat scarring, only removing it to bathe. The Palestinian Authority is paying for Ahmad’s medical expenses, after Israel refused to recognize him as a victim of terror. >>>

OFFENER BRIEF AN DEN AUSSENMINISTER STENMEIER - 12. März 2016 - Sehr geehrter Herr Außenminister Steinmeier, am 9.3.2016, erhielten wir von Ihrem Amt den folgenden Text:

Außenminister Steinmeier anlässlich der Messerangriffe gegen Zivilisten in Israel - 09.03.2016
Zu den jüngsten Messerangriffen gegen Zivilisten in Israel sagte Außenminister Steinmeier heute (09.03.) in Berlin:

Wir verurteilen die abscheulichen Angriffe auf Zivilisten, die sich gestern in Tel Aviv-Jaffa, Petah Tikva und heute Morgen in Jerusalem ereignet haben, auf das Schärfste. Für solche Mordtaten gibt es keine Rechtfertigung. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten den Opfern und ihren Angehörigen. Die seit Mitte September andauernde Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern, die nahezu täglich Menschenleben fordert, muss ein Ende finden. Beide Seiten müssen helfen, zu einer Deeskalation zu kommen. Es reicht nicht, an den Symptomen des Konflikts zu arbeiten, sondern es muss den Ursachen begegnet werden. Hoffnung auf Frieden für Israelis und Palästinenser bietet nur die Wiederaufnahme ernsthafter Bemühungen hin zu einer fairen Zweistaatenlösung.

Sehr geehrter Herr Steinmeier,

selbstverständlich ist es richtig und gut, dass Sie Gewalt, menschenverachtende, tödliche Gewalt verurteilen und sich öffentlich dagegen aussprechen. Aber warum geschieht das so einseitig, so ausschließlich dann, wenn Israelis Opfer von Gewalttaten wurden. Warum schweigen Sie zu all der alltäglichen Gewalt, die die israelische Besatzungsmacht gegen Palästinenser ausübt.

Ich zitiere aus dem Wochenbericht des Palestinean Centre for Human Rights (Weekly Report On Israeli Human Rights Violations in the Occupied Palestinian Territory (25 February – 02 March 2016), dem jüngsten Bericht der uns vorliegt:
… Israeli forces have continued to commit crimes, inflicting civilian casualties. They have also continued to use excessive force against Palestinian civilians participating in peaceful protests in the West Bank and Gaza Strip, the majority of whom were youngsters. During the reporting period, Israeli forces killed 4 Palestinian civilians, including 3 children, in the West Bank. One of them was killed in Qalandya refugee camp, north of occupied Jerusalem, another was killed at “Beit Eil” military checkpoint, north of Ramallah, while the 2 others were killed in “Eli” settlement, south of Nablus. Moreover, they wounded 20 civilians, including 3 children. Thirteen of them, including a child, were in the West Bank, and the 7 others, including 2 children, were in the Gaza Strip. Concerning the nature of injuries, 11 civilians were hit with live bullets, 6 were hit with rubber-coated metal bullets and 3 others were hit with sound bombs.
In the West Bank, Israeli forces killed 4 Palestinian civilians, including 3 children, and wounded 13 others, including a child. Seven of them were hit with live bullets and 6 others were hit with a rubber-coated metal bullet. …
(mehr unter http://pchrgaza.org/en/?p=7895 )

Es ist uns nicht verständlich, warum Sie durch öffentliche Erklärungen den Eindruck von Einseitigkeit verstärken, der seit Jahren das Erscheinungsbild der deutschen Nahostpolitik bestimmt. Wenn Sie schon nicht umhin konnten, die schlimmen Messerattacken auf Israelis zu kommentieren, warum kommentieren Sie dann nicht auch die Attacken der IDF, einer der bestgerüsteten Armeen der Welt, auf die Bevölkerung des Westjordanlandes und des Gazastreifens. Sie wissen doch über die Lage der Palästinenser Bescheid, die sich seit 1968 einer arroganten, ihre Menschenrechte mit Füßen tretenden Besatzungsmacht gegenüber sehen, die ihnen ihre Rechte verweigert, auch das Recht auf freie Meinungsäußerung, wie gerade in diesen Tagen wieder geschehen durch die Weigerung des IDF, den palästinensischen Menschenrechtler und Friedensaktivisten Salah Al-Khawaja nach Deutschland zu einer Reihe von Vorträgen (in Hamburg und Berlin) ausreisen zu lassen. Ein ebenso beredtes Schweigen Ihres Hauses herrscht in Bezug auf die unerträgliche Situation der Menschen im Gazastreifen, denen durch die andauernde Blockade durch Israel jegliche geordnete Wiederherstellung ihrer Lebensgrundlagen verweigert wird.

Eine der vielen minutiösen Faktensammlungen durch das PCHR, die Übersicht über die Umstände von 135 Tötungen von Palästinensern im vierten Quartal 2015 http://pchrgaza.org/en/?p=7492 lässt uns sprachlos. Ihre Reaktion auf diese Aufstellung interessiert uns sehr!

Herr Steinmeier, Sie sind führendes Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, einer Partei, zu deren Traditionen die Solidarität mit den Schwachen, den Unterdrückten, den Entrechteten gehört. Wie gelingt es Ihnen, diese Tradition, die ja an manchen Stellen in der SPD noch durchscheint, zu harmonisieren mit Ihrer „Realpolitik“?

Der letzte Absatz Ihrer Verlautbarung lässt uns rätseln, was damit wohl gemeint sei:
Beide Seiten müssen helfen, zu einer Deeskalation zu kommen. Es reicht nicht, an den Symptomen des Konflikts zu arbeiten, sondern es muss den Ursachen begegnet werden. Hoffnung auf Frieden für Israelis und Palästinenser bietet nur die Wiederaufnahme ernsthafter Bemühungen hin zu einer fairen Zweistaatenlösung.

Ist dies die verschlüsselte Aufforderung an die israelische Seite, die Besatzung der seit 1968 okkupierten (und zum Teil widerrechtlich annektierten) Gebiete zu beenden und den Palästinensern ihre Hoffnung auf eine irgendwie geartete Zukunft wiederzugeben? Und/Oder ist dies die Aufforderung an die Palästinenser, sich jeglichen Widerstandes gegen die Besatzung zu enthalten und sich mit der Situation der fortschreitenden Enteignung und ethnischen Säuberung abzufinden? Was ist Ihrer Meinung nach denn eine „faire Zweistaatenlösung“? Ihre Verlautbarung vom 9.3. lässt uns ratlos.

In der Hoffnung auf eine klärende Antwort grüßen Sie Renate Dörfel-Kelletat und Frank Dörfel

P.S. Wir senden diesen Brief als "Offenen Brief", da wir von mehreren Bekannten auf genau diese Frage angesprochen wurden. Ihre Antwort, auf die wir hoffen, werden wir selbstverständlich an den selben Adressatenkreis weiterleiten, wenn Sie dies wünschen. Renate und Frank Dörfel

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Aktuelle  Kurznachrichten

Gaza- Fateh Committee to Submit Resignation to Abbas

Israelische Luftangriffe töten zwei Kinder im Gaza-Streifen
Bei einem israelischen Luftangriff auf militärische Übungsstätten im nördlichen Gazastreifen ist ein zehnjähriger Junge getötet worden. Seine sechsjährige Schwester sei später ihren Verletzungen erlegen


Gaza: Angriff aus Israel tötet zwei Kinder

Psychological warfare: Society for Psychotherapy Research shills for Israeli occupation

Israelische Blockade von Palästina
Zivilgesellschaft ruft in Wien zum Boykott von Israel auf.

Army Shuts Down "Palestine Today TV" In Ramallah, Kidnaps Three Journalists

France- Another Palestinian TV Station Shut Down

Hours After Her Brother Was Killed In Israeli Bombardment; Child Dies Of Her Wounds In Gaza

Child Killed, His Sister And Brother Seriously Injured, As Israeli Air Force Bombards Gaza

Ashrawi Meets with Washington Officials

Navy Attacks Fishermen Off Gaza Shore

Soldiers Injure Many Palestinians Near Ramallah, Kidnap Two Near Jenin

Palestinian teachers to suspend strike for a week after Abbas speech

Arab League labels Hezbollah 'terrorist group'

Hamas delegation arrives in Cairo to mend ties with Egyptian government

11. 3. 2016

Israel schliesst palästinensischen Fernsehsender

How Palestinian women are enlisting traditional dresses into the struggle

Israeli Soldiers Attack The Weekly Nonviolent Protest In Bil’in

PCHR Weekly Report- 6 Palestinian Civilians Killed, 8 Wounded by Israeli Forces This Week

WATCH- BDS hits the main stage

Army Kidnaps Five Palestinians In The West Bank

Israeli textbook `bad for Arabs, bad for Jews`

Two Children Injured, Dozens Suffer Effects Of Teargas Inhalation, In Nabi Saleh

Hundreds demand integrated, bilingual education in Jaffa

Palestinian Journalists Syndicate Denounces Israel’s Closure Of "Palestine Today" TV

Army Shuts Down "Palestine Today TV" In Ramallah, Kidnaps Three Journalists

US VP Joe Biden- Israel Cannot Stop Violence through Physical Force Alone

Tamimi to be Released under Conditions and $1,000 Fine

Galant Supports Establishing Gaza Seaport

No, Israel doesn't give Gaza electricity for free

Ethnic cleansing poll a dangerous sign for Israel

60 Palestinians without Permits Detained inside Israel

PA condemns Israeli clampdown on Palestinian media

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