DAS PALÄSTINA PORTAL

     ARCHIV        Mittwoch, 15. August 2018 - 17:19    facebook    

 

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Zum Schweigen bringen  - Die NGO "Breaking the Silence" befürchtet, mit einem neuen Gesetz schleichend mundtot gemacht zu werden - 14. 8. 2018 - Das neue „Breaking the Silence“-Gesetz erlaubt es dem Bildungsministerium, NGOs den Besuch an Schulen zu untersagen. Benannt wurde das Gesetz nach jenem Zusammenschluss ehemaliger Soldaten, der sich kritisch mit der Rolle der Armee auseinandersetzt. BR-Reporter Kilian Neuwert war bei einer Tour der NGO durch Hebron dabei.

Auf einer staubigen Straße Hebrons steht eine Gruppe Menschen um eine junge Frau. Fenster und Türen vieler Häuser hier sind vernagelt. “Weiter oben auf der Straße, da wo das Auto steht und der Soldat, ab da ist die Straße sozusagen komplett sterilisiert“, sagt die junge Frau, die sich als Merphie vorstellt. Sie hat in der israelischen Armee gedient und führt heute Touristen und Landsleute durch Hebron. Die Stadt liegt im von Israel besetzen Westjordanland. Bis heute prallen hier Siedler, die mitten in der palästinensischen Stadt wohnen, mit Palästinensern zusammen. Teile Hebrons gleichen einer Geisterstadt.

Die Läden auf beiden Straßenseiten wurden geschlossen, vor allem infolge der zweiten Intifada. Das war hier mal eine Hauptstraße. Im Prinzip dürfen Palästinenser ab ein paar hundert Metern vor uns nicht mehr auf dieser Straße laufen. Familien, die hier leben, können ihre Haustür nicht mehr öffnen. Das Haus können sie nur irgendwie hintenrum verlassen, übers Dach und über Treppen.  >>>

 


 

 

Das Jüdische Museum in Berlin, der israelische Botschafter und die Meinungsfreiheit - Nach Meinung des israelischen Botschafters müssen die Grenzen für Wissenschaftlichkeit und Meinungsfreiheit beim Thema Israel enger gezogen werden - Sönke Hundt

(...) Nach Meinung des israelischen Botschafters Jeremy Issacharoff müssen die Grenzen für Wissenschaftlichkeit und Meinungsfreiheit in allen Fällen, die Israel betreffen, erheblich enger als sonst üblich gezogen werden. Wie eng – das musste jetzt die Museumleitung erfahren, die einen Vortrag des palästinensischen Friedensforschers und Nahost-Experten Sa’ed Atshan per e-mail ("Wegen technischer Probleme im Rahmen der Umbaumaßnahmen") absagte und alle Ankündigungen dazu im Web- und Facebook-Auftritt des Museums löschte.

(...) Sa‘ed Atshan ist Friedensforscher, palästinensischer Christ und LGBT-Aktivist. Geboren 1984, wuchs er in der Westbank auf und besuchte die Ramallah Friends School, eine christliche Quäker-Schule. Heute ist er Professor of Peace and Conflict Studies am Swarthmore College (USA).

Professor Atshan hielt während seines Berlin-Besuchs – ohne weitere Beanstandungen – Vorträge an der Humboldt- und an der Freien Universität. Sein Vortrag konnte schließlich in den Räumen des ICI Institute for Cultural Inquiry stattfinden.

(...)Die Begründung für die Absage ("technische Probleme") war, wie die Süddeutsche Zeitung (v. 15.07.2018)schnell herausfand, eine Lüge. Ihre Recherchen haben folgendes ergeben: "Der Botschafter Israels, Jeremy Issacharoff, hatte dem Direktor des Jüdischen Museums schriftlich mitgeteilt, dass er einen Auftritt Atshans im von öffentlichen Steuergeldern geförderten Museum für untragbar halte. Der SZ bestätigte der Botschafter, dass er wegen Atshan das Museum kontaktiert hat. Er begrüße die Entscheidung des Museums, Atshans Veranstaltung abgesagt zu haben. Dieser sei, so Issacharoff, 'sehr eng verquickt mit der BDS-Bewegung'. Er kenne Atshan zwar nicht persönlich, 'aber er ist kein Mensch, der Brücken der Verständigung mit Israel bauen möchte'. Atshan habe Israel in der Vergangenheit als Apartheid-Staat bezeichnet und behauptet, Israel habe eine palästinensische Gesellschaft kreiert, in der 'Ehrenmorde' an der Tagesordnung seien und Homosexuelle getötet würden."

(...) "Hätte die Botschaft sich ein bisschen mehr Mühe gegeben", so die Süddeutsche Zeitung weiter, "hätte sie in zahlreichen Vorträgen Atshans, die frei zugänglich im Internet zu finden sind, einen sehr ausgewogen argumentierenden palästinensischen Quäker kennenlernen können, der nicht zu Gewalt aufruft gegen Israel, sondern die Notwendigkeit gewaltlosen Protestes betont."  >>>

 

 


Das Jüdische Museum Berlin lädt den palästinensischen Friedensforscher und Nahost-Experten Sa'ed Atshan aus - auf politischen Druck Israels. - 15. Juli 2018 - Thorsten Schmitz  - Die Veranstaltung des Jüdischen Museums Berlin wurde per E-Mail verbreitet, auf Facebook und Twitter, und sie steht bis heute in einer Veranstaltungsbroschüre. Vor einigen Tagen sollte der in Ramallah geborene und in den USA lebende Friedensforscher und Professor für Nahoststudien, Sa'ed Atshan, im Jüdischen Museum einen Vortrag halten zum Thema: "On Being Queer and Palestinian in East-Jerusalem", wie es sich also lebt in Ostjerusalem als schwuler Palästinenser. Das Jüdische Museum konzipiert gerade eine Dauerausstellung, die 2019 eröffnet werden soll. Bis dahin läuft die Ausstellung "Welcome to Jerusalem". Da passte der Vortrag von Sa'ed Atshan gut ins Programm.

Doch dann blies das Jüdische Museum die Veranstaltung per E-Mail ab: "Wegen technischer Probleme im Rahmen der Umbaumaßnahmen für die neue Dauerausstellung im Jüdischen Museum in Berlin wird der Vortrag von Sa'ed Atshan in den Räumen des ICI Institute for Cultural Inquiry stattfinden." Die E-Mail enthält die Unwahrheit.

Das hebräische Online-Magazin Spitz berichtete zuerst über die Verlegung der Veranstaltung. Kurz vor Beginn der Veranstaltung am Alternativstandort in Prenzlauer Berg wies Spitz darauf hin, dass das Jüdische Museum sämtliche Hinweise auf die Veranstaltung auf seinen Internet- und Facebook-Seiten gelöscht hatte. Was das Museum allerdings nicht hat löschen können: den Veranstaltungshinweis in der gedruckten Broschüre.

Recherchen der Süddeutschen Zeitung haben nun ergeben: Der Botschafter Israels, Jeremy Issacharoff, hatte dem Direktor des Jüdischen Museums schriftlich mitgeteilt, dass er einen Auftritt Atshans im von öffentlichen Steuergeldern geförderten Museum für untragbar halte.  >>>

 


Die vergessenen Flüchtlinge aus Palästina - Jordanien hat in den vergangenen 70 Jahren immer wieder Flüchtlinge aus Palästina aufgenommen. Rund die Hälfte der jordanischen Bevölkerung dürfte palästinensische Wurzeln haben. Dennoch spielen die Unterschiede zwischen den Gruppen bis heute eine Rolle. Und es gibt jene Palästinenser, die auf Rückkehr hoffen. - Jörg Kaminski

Es ist Hochzeitssaison in der jordanischen Hauptstadt Amman. Wie immer in den Sommermonaten. In den 5-Sterne Hotels feiern Hunderte, manchmal Tausende das Brautpaar und sich selbst. Wenn die Reichen und Schönen es sich gut gehen lassen, werden riesige Buffets aufgebaut. Mindestens eine Live-Band spielt auf und professionelle Videoteams nehmen jeden Wimpernschlag des Brautpaares auf. Bis in die Nacht hinein wird laut gefeiert.

Nur fünf Kilometer von den Hotels entfernt liegt der Stadtteil Jabal Hussein. Eine mehrspurige Straße führt mitten hindurch. An der Ampel an einer Bergkuppe geht es links ab. Sofort ändert sich das Straßenbild. Jabal Hussein ist ohnehin schon ein ärmerer Stadtteil. Aber diese Straße hier macht sofort einen wirklich desolaten Eindruck. Große Löcher in der Fahrbahn erschweren die Fahrt.

Gedrungene, kleine Geschäfte flankieren die Straße auf beiden Seiten. Einige der Läden sind leer und gleichen eher schmutzigen Ruinen. Der Müll türmt sich am Rande der Straße. Es stinkt in der sengenden Mittagssonne erbärmlich. Willkommen im Palästinenserlager Hussein.

32.000 Flüchtlinge leben im Palästinenserlager Hussein

Das Camp liegt an einem Hügel. Steile und lange gemauerte Treppen führen durch das Häusermeer den Berg hinunter. Das Lager Hussein, eines von zehn offiziellen Palästinensercamps, ist mit 0,4 Quadratkilometern nicht besonders groß. Dicht an dicht leben hier 32.000 registrierte Flüchtlinge. Ausbauen kann man das Lager nicht. Es liegt mitten in Amman und grenzt an andere Stadtteile.  >>>

 


Massenproteste gegen die Rechtsentwicklung der Netanjahu-Regierung - Am Samstag, dem 11. August 2018, demonstrierten zum zweiten Mal innerhalb einer Woche Zehntausende in Tel Aviv gegen das kürzlich mit knapper Mehrheit verabschiedete sogenannte Nationalitätsgesetz der rassistischen und faschistoiden Regierung von Benjamin Netanjahu. In der Kritik steht die ganze Rechtsentwicklung der Regierung. - 14.08.2018 (...)

Bereits am 20. Juli äußerte sich die Palästinensische Botschafterin in Deutschland gegenüber Rote Fahne News zum Nationalitätsgesetz: „Dieses neue Gesetz ist das gefährlichste Gesetz, das Israel seit Beginn der Besatzung verabschiedet hat“, erklärt Dr. Khouloud Daibes. „Es kodifiziert Apartheid, Diskriminierung und Rassismus innerhalb israelischer Legislative."

Der bekannte israelische Friedensaktivist und Journalist Uri Avnery (93), der sich zeitlebens für ein gleichberechtigtes Zusammenleben der jüdischen und der palästinensischen Bevölkerung eingesetzt hat, nannte dieses Gesetz „eindeutig halbfaschistisch“.

Extrem krass ist die Diffamierung afrikanischer Einwanderer. Der heutige Vorsitzende des Innenausschusses, Miri Regev, bezeichnete sudanesische Flüchtlinge als „Krebs“ der Gesellschaft.

Es sind auch keineswegs nur Araber, die auf die Straße gehen. Vergangene Woche demonstrierten viele Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Drusen, die bislang feste Stützen des israelischen Staats waren, gerade auch im Militär. Am Samstag demonstrierten viele israelische Juden mit und forderten „Gleichheit!“. Einmalig war, dass trotz des Verbots israelische und palästinensische Fahnen auf der Demonstration mitgeführt wurden.

Araber und Israelis demonstrieren gemeinsam

Ayman Odeh, ein arabischer Abgeordneter im israelischen Parlament, sagte, zum ersten Mal hätten in diesem Umfang zehntausende Araber gemeinsam mit jüdischen demokratischen Gruppen demonstriert. „Sie sind gekommen, um klarzumachen, dass dies nicht das Ende der Demonstrationen ist, sondern der Auftakt für weitere Proteste.“

Israels Regierungschef Netanjahu hat wohl einen solch breiten Protest nicht erwartet. Das Gesetz ist Teil der gesamten Rechtsentwicklung der Regierung bis hin zur Kriegsvorbereitung - eine bewusste Polarisierung durch die faschistoide zionistische Regierung. Sie will eine feste soziale   >>>

 


Die West Bank und der Gaza-Streifen werden seit 1967 vom israelischen Militär kontrolliert.
Täglich müssen Tausende von Palästinensern die Kontrollpunkte passieren, wenn sie zur Arbeit oder zum Arzt müssen, Verwandte besuchen oder einfach nur wieder nach Hause wollen. Angesichts der Gefahr von Terroranschlägen sind die Soldaten an den Checkpoints schwer bewaffnet, die Kontrollen streng. Die Nervosität der Grenzer ist spürbar. Manche fühlen sich in ihrer Besatzerrolle sichtlich unwohl. Andere genießen ihre Macht, und so kommt es Tag für Tag zu Schikanen gegenüber den Palästinensern. Sie müssen stundenlang im Regen warten oder werden ohne Begründung heimgeschickt. Es sind oft persönliche Faktoren, die den Ausschlag geben, ob sie hinübergehen dürfen oder nicht. Diese Begegnungen zwischen den israelischen Soldaten und der palästinensischen Bevölkerung haben tief greifende politische und gesellschaftliche Auswirkungen. Sie vertiefen den Graben auf beiden Seiten.   Quelle
 


VIDEO - Checkpoint Isreal
Dokumentation GERMAN
 


 


Opinion - Israel, This Is Not Who We Are  - Orthodoxy should be respected, but we cannot allow the politics of a radical minority to alienate millions of Jews worldwide. - Ronald S. Lauder  - Mr. Lauder is president of the World Jewish Congress. - Aug. 13, 2018

For many Israelis, Jews and supporters of Israel, the last year has been a challenging one. In the summer of 2017, Israel’s government withdrew from an agreement that would have created an egalitarian prayer area at the Western Wall and proposed a strict conversion law that impinges on the rights of non-Orthodox Jews. This summer the Knesset passed a law that denies equal rights to same-sex couples. A day later came the nation-state law, which correctly reaffirms that Israel is a Jewish state, but also damages the sense of equality and belonging of Israel’s Druze, Christian and Muslim citizens.

Last month, a Conservative rabbi was detained for the alleged crime of performing a non-Orthodox wedding ceremony in Israel. In several municipalities, attempts were made to disrupt secular life by closing convenience stores on the Sabbath.

These events are creating the impression that the democratic and egalitarian dimensions of the Jewish democratic state are being tested.

Israel is a miracle. The Jews of the diaspora look up to Israel, admire its astonishing achievements and view it as their second home. However, today some wonder if the nation they cherish is losing its way. >>>

 


Beinart’s detention at airport is said to signal new Israeli policy re American Jewish dissenters - Philip Weiss - 13. 8. 2018 - The detention of Peter Beinart for an hour of political questioning at Ben Gurion airport yesterday as he and his family arrived to attend a bat mitzvah is roiling the Jewish world today. Beinart is a strong Zionist. And today the Prime Minister himself rushed out an unusual statement in English saying he had “immediately” looked into Beinart’s detention. (“He was told it was an administrative mistake. Israel is an open society which welcomes all – critics and supporters alike.”)

Of course detentions are nothing new at Israeli ports, and we have reported on countless incidents in which Palestinian activists have been deported. Here a young American schoolteacher denied entry for arbitrary reasons. Last year a young skateboarder was interrogated aggressively for eight hours before being deported.

But Beinart is a Zionist Jewish writer who has become more and more critical of Israel in the last 10 years, and his detention is causing alarm in American Zionist circles about the political culture of the country they love. “This is crazy,” writes a prominent neoconservative. J Street says the Beinart treatment is part of an Israeli government pattern of targeting American Jews, which is politically dangerous for Zionism: the Israeli government is shamefully signaling its contempt for the beliefs of progressive American Jews and for the norms of liberal democracy. As with the recently passed nation-state law, they are alienating supporters of Israel around the world.

Daniel Gordis, a conservative Zionist, shares the concern that Israel is alienating Jewish opinion:  >>>

 

14. 8. 2018

"Er war mit Bandagen bewaffnet": Israelisches Militär tötet zweiten Sanitäter während dem Großen Rückkehrmarsch   - Ahmad Kabariti  - 11.08.2018 - Es scheint, dass die Tötung der Sanitäterin Razan al-Najjar im Juni durch israelische Scharfschützen kein einmaliges tragisches Geschehen war. Ihr Kollege, Abdullah al-Qatati, folgte ihr am Freitag, Stunden, nachdem ein Waffenstillstand, der von Ägypten und dem UN-Gesandten für die Region ausgehandelt worden war, in Gaza verkündet worden war, und nach zwei heißen Nächten, in denen zwei Palästinenser von Israelis erschossen worden war.

Abdullah al-Qatati, 22, (Bild links) wurde in der Nähe von Rafah in die Brust geschossen, als er den 55-j. Ali al-Alloul behandelte, der ebenfalls getötet wurde. Das Gaza Gesundheitsministerium berichtete, dass während der 20. Protestdemonstration des Großen Rückkehrmarsches mehr als 200 Demonstranten verletzt wurden.

"Ja, Abdullah war bewaffnet", sagte sein Kollege Mohammed Sahweel, 27, im Abu Yousef Al-Najjar Krankenhaus in Rafah. "Er war bewaffnet mit Verbandsmaterial und Mundschutz."

"Verdient ein Sanitäter eine Kugel in die Brust, nur weil er zu den verletzten Jungen eilt?", fragt Sahweel unter Tränen.

Laut al-Qabatis Kollegen, die sich vor der Leichenhalle versammelt haben, war er während der Woche außer Freitag Sommercamp-Betreuer (Supervisor); freitags arbeitete er als Sanitäter.

In einem Video von al-Qabatis Mutter, die bei der Nachricht von seinem Tod zusammenbrach und sagte: "Hör auf zu lügen, erzähl doch nicht, dass er getötet wurde, Abdullah muss verletzt sein und wird zu mir zurückkehren, wenn er sich erholt hat... Komm zu mir zurück, Liebling!"

Am 20. Juni war die 20-j. al-Najjar (Bild links) mit einer einzigen Kugel in die Brust geschossen worden, während sie versuchte nahe dem Grenzzaun verletzten Demonstranten zu helfen; die Kugel trat auf ihrem Rücken wieder heraus.

Eine von der israelischen Menschenrechtsorganisation B'Tselem durchgeführte Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass israelische Sicherheitskräfte mit Absicht geschossen und al-Najjar getötet haben, womit sie den Behauptungen der israelischen Armee widerspricht, es sei ein Unfall gewesen.

Letzten Monat berichtete die israelische Tageszeitung Haaretz, dass die interne israelische Untersuchung eingestellt wurde, um das Militär von der Verantwortung für dutzende, mit scharfer Munition getötete unbewaffnete Demonstranten während des Großen Rückkehrmarsch freizusprechen.

Zum 20. wöchentlichen Protest sammelten sich einige tausend Demonstranten, zündeten Autoreifen an und warfen Steine.

Die Demonstranten, die sich jede Woche (versammeln), fordern ein Ende der bereits ein Jahrzehnt andauernden israelische Blockade des Gazastreifens sowie die Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge in ihre angestammte Heimat in Israel, von wo sie während des Krieges um die Zeit der Gründung des Staates Israel 1948 geflohen oder vertrieben worden waren.

Der Protest an diesem Freitag fand nach extensiven israelischen Razzien am Donnerstag im Gazasztreifen statt, nachdem Palästinenser am Mittwoch Nacht mehr als 180 Rateten und Mörser abgefeuert hatten. Es war eine der schwerwiegendsten Eskalationen seit dem Gazakrieg von 2014 und nach Monaten zunehmender Spannungen.

Donnerstag Nacht hat ein israelischer Luftangriff ein fünfstöckiges Gebäude, das ein kulturelles Zentrum in Gaza City beherbergte, dem Erdboden gleichgemacht. Die EU sagte, Israel und Gaza seien "gefährlich nahe" an einem neuen Konflikt und forderte dringend eine "Deeskalation", um Zivilisten von weiteren Gefahren bewahren. Reservegeneral Doron Almog, früherer Chef des israelischen Südkommandos, das für Gaza zuständig ist, sagte Freitag Morgen im Armeeradio, die nächsten 24 Stunden würden entscheidend sein.

Seit die Proteste am 30. März begannen, sind mindestens 172 Palästinenser getötet worden. Die meisten von ihnen wurden während der Proteste von israelischem Beschuss getötet worden, andere starben bei Luftangriffen.

Für viele Menschen in Gaza ist die Lage so katastrophal geworden, dass sie trotz der Gefahr von scharfer Munition der israelischen Soldaten demonstrieren.

Ursprünglich sollten die Proteste bis 15. Mai stattfinden, dem Nakba-Tag, im Gedenken an die Vertreibung von hunderttausenden Palätinensern während der Zeit der Staatsgründung Israels.

Jedenfalls haben viele Palästinenser nach dem Nakba-Tag weiterhin jede Woche demonstriert, (da sie) keine Alternativen (haben).         Quelle                          Übersetzung: K. Nebauer
 


Dokumentation - Razan Al-Najjar wurde ermordet. >>>
 


Israel und Apartheid - Über den widersprüchliche Charakter israelischer Politik - Yossi Bartal - (...) Der widersprüchliche Charakter der Gesamtheit der israelischen Politik erschwert es, den Staat Israel schlicht als Apartheidstaat zu bezeichnen. Innerhalb der Grenzen von 1948 fehlt eine vergleichbar konsequente Umsetzung einer rassistischen Trennung. Die politischen Freiheiten, die die nicht-jüdischen Staatsbürger genießen, sind noch immer weitaus größer als die der schwarzen Südafrikaner zu Zeiten der Apartheid, obwohl unter der Netanjahu-Regierung eine konsequente Verschlechterung zu beobachten ist.

Die Umstände in den besetzten Gebieten entsprechen jedoch – mit der Privilegierung der jüdischen SiedlerInnen durch ein auf Dauer angelegtes militärisches Unterdrückungssystem – weitgehend der juristischen Definition des Apartheidbegriffs. Man könnte Israel daher als Staat mit einem lediglich geographisch begrenzten Apartheidsystem begreifen, in dem auch andere Formen rassistischer Diskriminierung zu finden sind. Allerdings genossen teilweise auch die als Coloured und Inder klassifizierten Gruppen in der südafrikanischen Apartheid, im Gegensatz zu den schwarzen Südafrikanern, eine begrenzte Form der Staatsbürgerschaft und des Wahlrechts. Eine Vielfalt an Diskriminierungsformen war schon damals der Apartheid inhärent.

Deshalb dreht sich die Bestimmung des Apartheidcharakters im Falle Israels vor allem um die Frage, inwieweit es möglich ist, die israelische Innenpolitik von der Besatzungspolitik zu trennen. Von den meisten Mitgliedern der israelischen Regierung wird diese Trennung nicht mehr gemacht; mit der geplanten Annexion von Teilen der besetzten Gebiete an das israelische Kernland wird sie sogar aktiv bekämpft.

Die Versuche hierzulande, Apartheid als analytische Kategorie in Bezug auf Israel als antisemitisch zu diskreditieren oder gar zu sanktionieren, dienen indessen weder dem Kampf gegen Antisemitismus, noch können sie die rege internationale und wissenschaftliche Auseinandersetzung um jenen Begriff verhindern. Für die Ausbreitung dieser kritischen Sicht ist ja in erster Linie die Staatspolitik Israels verantwortlich. Mit jedem verstrichenen Tag, an dem Israel seine Kontrolle über das Westjordanland verfestigt und die juristische Ausgrenzung der palästinensischen Minderheit weiter vorantreibt, wird der Apartheid-Vorwurf zurecht lauter. >>>

 




 

The New Anti-Semitism is a Hoax - The New Anti-Semitism! - Dr. Ludwig Watzal - All over Europe and the US, the Zionist Israel Lobby is creating an anti-Semitic hysteria as if this is the most significant problem the world has. The newest example is the witch-hunt against Jeremy Corbyn, leader of the Labor Party, in Great Britain. Although Corbyn is very popular, the Zionist lobby tries to bully him into submission to accept the non-binding working definition of Anti-Semitism which was made up of Zionist and Jewish pressure groups. It has no value whatsoever.

To sanctify the pressure on Corbyn, 68 Rabbis signed an open letter conjuring Labor’s National Committee to adopt in full IHRA definition. Corbyn is only willing to go along with this charade by excluding four demands because it would criminalize critic of the Zionist occupation regime over the People of Palestine. The Zionist lobby had tasted blood because they have bullied out Ken Livingstone. Jackie Walker and many others from the Labor Party.

In the end, they want to topple Corbyn to replace him with a kind of moldable Tony Blair. The Brits figure out these underhand methods by the Zionist lobby and the media, notably the Guardian. The more they exert pressure on Corbyn, the more popular he becomes.

The following article in German focuses on definitions and the tools of the Zionist lobby to stigmatize criticism on Israel’s oppressive policies against the Palestinian People and to immunize the Zionist regime against any criticism. The immunization of the Zionist regime is the primary focus of the witch-hunt against Corbyn. It should send a clear message to the Brits who call the shots in the United Kingdom. Their mantra: Anti-Zionism = Anti-Semitism. What a joke! Continue Reading >>>

 

frühere  TAGE finden sie im chronologischen Archiv >>>

 

 

 

 

 


Israel öffnet einzigen Warenübergang in den Gazastreifen wieder  >>>

 

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14. 8. 2018

 

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13. 8. 2018

 

Jared Kushner’s sleight of hand
Jared Kushner, the American president’s son-in-law, may be a diplomatic novice (who would have noticed?) but he is not afraid of innovating. As his quest for the Ultimate Deal™ has shown, there is an agility of mind and ability to adapt that is truly mind-boggling. He has been quick to identify obstacles to peace.  >>>

 

 

Why Arab citizens waved Palestinian flags in central Tel Aviv  >>>

 

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11. 8. 2018

 

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10. 8. 2018

 

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9. 8. 2018

 

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9. 8. 2018

 

Klage gegen Nationalitätsgesetz eingereicht
Eine Menschenrechtsorganisation hat vor dem Obersten Gericht in Jerusalem Klage gegen das umstrittene Nationalitätsgesetz eingereicht.

Zur Begründung sagte ein Sprecher, die Regelung verweigere der arabischen Minderheit Bürgerrechte und müsse rückgängig gemacht werden. - Das Gesetz, das im vergangenen Monat vom Parlament verabschiedet wurde, definiert Israel als jüdischen Nationalstaat und erkennt unter anderem Arabisch nicht mehr als zweite Amtssprache an.  >>>

 

Israeli-Arab Committee launches legal steps against Nationality Law  >>>

 

Tel Aviv: Russland sagt Israel Sicherung von Golan Grenzlinie zu  >>>

 

Israel’s Planning Committee approves construction of new Israeli towns in Negev  >>>

 

Israeli Soldier Who Killed Palestinian Teen Promoted  >>>

 

Israeli Army Kills Two Palestinian Fighters In Gaza  >>>

 

Armin Laschet sagt seine Teilnahme an der Ruhrtriennale ab >>>

 

Shot by soldier, neglected in Israeli hospital, Gaza youth is sent home for amputation  >>>

 

The Campaign for One Democratic State – political and organizational perspectives   >>>

 

Israel is ‘killing Palestinian children at record rates,’ group says  >>>

 

We need a communal response to Israeli gov't and Canary Mission attacks on Palestine's advocates  >>>

 

Former 'Foreign Policy' editor calls for boycotts against Israeli government  >>>

 

Eyewitness onboard boat to Gaza says Israeli forces beat passengers and stole thousands of dollars, antibiotics during raid  >>>

 

 

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