United States of Earth

14.10.2001 - Ein Beitrag zu einem Thyla Projekt: - texte diesen inhalts unterliegen dem wechselnden veränderungen in der welt. die sieht man bei diesem text. es ändert nichts an seinem inhalt 22.10.2002

es gibt themen,  bei denen liegt es in natur des menschen sich immer wieder damit auseinandersetzen,  sei es wissenschaftlich, seien es visionen von einer denkbaren, wünschbaren  zukunft, sie beinhalten unserer sehnsucht nach dem von dem wir wissen das es sein könnte ....

das thema USE hat in unseren tagen durch die die schrecklichen geschehnisse in amerika am 11.09.2001  eine gespenstische aktualität bekommen.  nicht zuletzt die erkennbar gemeinsame bedrohungen, die verletzlichkeit aller zivilisierter staaten gegen diese art von terror könnte alle kulturen ein stück mehr zusammenschweißen.

sich diesem thema zu stellen ist für einen künstler schon die antwort auf die frage , was können kunst und literatur  dazu beitragen. wahrnehmen.......realitäten, die für andere scheinbar unerfüllbare visionen  sind aufzuzeigen.........

staaten, von denen man es nicht glauben würden, reden zur zeit miteinander, bilden eine allianz. was die geheimdiplomatie dabei leistet ist noch unbekannt. konfliktherde, (palästina z.b.) die man bei uns im westen bisher sehr einseitig beurteilte, rücken ins das rechte licht der geschichte. seien die gründe auch nicht immer nur ehrenhaft (man möchte neue bündnissgemeinschaften nicht belasten) das verständniss für jeweils die andere seite bekommt neue bedeutung und notwendigkeit. es ist nicht nur die eine  seite böse, die andere gut. hätte man dies früher wahrgenommen und danach gehandelt............vieleicht hätte es die ereignisse in new york nicht gegeben.

wir versuchen andere kulturen wahrzunehmen,.........wer sind sie?. kann man nicht manches von ihrer welt aus gesehen ihr denken, ihre ängst, ihre wut  verstehen?.........
die grenzen der wahrnehmungsfähigkeit kann man auch gleich erkennen.  wie kann man ein land das hungert, das weizen, nahrung die ihren nahrungsgewohnheiten entspricht benötigt mit erdnussbutter und marmelade befriedigt werden.
schnell wird auch deutlich das verständnis für andere kulturen und  humanität oft eher an eine PR aktion denken läßt. was ist ein tag nahrung im leben eines verhungernden der 365 tage im jahr leben möchte.

ja, wir haben genug regierungen der klassischen form, zu viele und milliarden von menschen mußten darunger leiden, sterben.  wir brauchen eine  eine weltregierung die die moralische qualität hat eine welt zu ordnen. eine ordnugsmacht, die einzig  und allein das machtmonopol hat um frieden zu halten.  ja, wir brauchen eine weltbank , die nicht nur schöne worte, die ebenso wie die konzerne ein soziales gewissen und verantwortung für die gesamte erde hat. eine gesellschaft in der kein mensch, kein kind verhungern muss und in der nicht anderseits menschen sterben weil  sie überernährt sind und so wie es bei uns geschieht sich krank fressen.
 

wieder die frage was können künstler, literaten tun? eines sicherlich, aus  respekt dem schrecklichen geschehen gegenüber angemessen denken, reden, schreiben oder schweigen wenn sie nicht bereit sind ernsthaft über dieses thema nachzudenken, dies geschehen sie nicht berührt. die opfer auf allen seiten verdienen ein angemessenes verhalten. das andere ist, das es immer wieder künstler gab die visionen aufzeigten, kritiker ihrer gesellschaft waren, ihr einen spiegel vorhielten, die unruhe wie in einer uhr. diese künstler gab es und gibt es.

so wie wir in der brd leben, viele bundesländer unter einem dach. so wie wir in einer stadt leben haus neben haus können auch alles staaten der erde nebeneinander leben. so wie nicht jeder von uns ein waffenarsenal benötigt um mit seinem nachbarn zusammenzuleben, so müssten auch die staaten entwaffnet werden, sie brauchen keine waffen. es sollte eine weltpolizei geben mit unterschiedlichen funktionen. ein weltgerichtshof der notfalls mit hilfe dieser weltpolizei konflikte löst und regelt. kein staat hat das recht mit waffengewalt seine einseitigen interessen durchzusetzen. kein staat hat das recht in durchsetzung seiner interessen auch nicht der rache oder vergeltung  unschuldige menschen zu töten.
ja, es bedarf auch gesetze die es verhindern, das man als spekulant mit dem unglück anderer geld verdient, sei es ein bin laden oder einer der vielen spekulanten die verantwortungslos handeln. es  bedarf gesetze die es verhindern das man verantwortungslos gewinne einstreicht und umweltbelastungen, arbeitslosigkeit und anderes der gesellschaft überläßt.

sind dies alles utopien?  unserem thema gibt gerade in den letzten tagen dem eine besondere bedeutung. das kofi annan, der generalsekretär der UN den friedennobelpreis bekommen hat demonstriert auch die hoffnung der welt.  kofi annan als kopf der UN hat demonstriert, das die weltgemeinschaft gemeinsam handeln kann.  es gibt doch blauhelme, die mögliche weltpolizei (und nur sie sollte waffen besitzen),  werden nicht schon jetzt im namen der menschheit und nicht eines staates staatsverbrecher  (milosevic) (hoffenlich) zur rechenschaft gezogen.  es ist alles möglich, realität.

nur eine weltregierung, weltpolizei kann nicht  eine einzelne weltmacht die usa sein, dies ist staatliche arroganz, weckt wiederstand, zeigt das ein staat alle gelegenheiten benutzt um die welt zu dominieren, ihrem wirschaftlichen einfluss zu unterwerfen.  amerika kann im auftrag der UN handeln. mit welchem recht kann es aber nun ein volk (afghanistan) wie schon geschehen (irak) als geißel vergewaltigen. diktatoren, terroristen sind die verbrecher, nicht das volk das man noch mehr ins unglück stürzet. hunderttausende werden verhungern, erfrieren. nichts rechtfertigt die verbrechen in new york, die amerikaner müssen sich aber schon sagen lasse, das vieles was geschieht ausdruck ihrer falschen politik war und ist. wer macht hat muss nicht immer recht haben.

wieviel tote afghanen ist ein mensch der im
 world trade center  gestorben ist mehr wert. ab wieviel tote menschen in afghanistan verlieren die amerikaner die rechtferigung für diesen krieg.
die islamische welt die sich größtenteils auch gegen diesen terror, für amerika, die "freie welt" ausgesprochen hat werden das barometer sein.  kritische stimmen in aller welt (auch in amerika) sind es schon jetzt.

eine alte tibetanische weisheit sagt: "ein baum der fällt macht mehr krach als ein wald der wächst". alle loben die besonnenheit der amerikaner. welches gericht hat bin landen verurteilt? hat gesagt schickt ein ganzes volk ins unglück dafür. wo ist die besonnenheit die die taliban die  überall die anerkennung verloren haben weiter zu isolieren. zerstört dieser krieg nicht wieder die neuen bündnismöglichweiten die sich international bieten und eine neue chance die welt zu einen wird vertan?
der krieg gegen afghanistan solisarisiert  menschen in islamischen ländern die in ihrer existentiellen not islamismus und islam nicht  unterscheiden wollen undkönnen. sie stellen sich gegen ihren alten feind amerika der wieder einmal (so denken sie) zeigt wer er ist.  die gefahr besteht, das amerika wieder einmal das richtige will und das falsche macht.

was hat das mit unserem thema zu tun? nur wenn man die schuhe des anderen anzieht und weiß wie man darin läuft kann man ihn verstehen, mit ihm in frieden leben. wir müssen aufhören (steuber) arrogant von einer deutschen leitkultur zu reden. wieviel kultur haben wir den wenn wir unser sozialverhalten sehen. wenn hier einer auf der strasse schreit, weint gehen allte schnell vorbei, meine frau (moslem) konnte das nicht verstehen, sie sagte "bei uns gehen dann die leute hin und fragen, was ist mit dir". erkulturen können nur nebeneinander leben keine kultur kann dominieren, beherrschen. jede kultur braucht aber ihren freiraum in dem sie leben kann. außerdem haben wir noch keulen geschwungen als andere kulturen in ihrer blüte standen.

die "United States of Earth" können sicher nicht die usa sein, es könnte, wenn wir wollen und dafür einsetzen die UN sein und werden. als erstes müssen wir dann aber akzeptieren, das man nicht mit keulenschwingen konflikte löst.sowie wir in unseren städten, haus an haus, jeder mit seinem individuellen leben relativ friedlich zusammenleben können, so könnten auch die unterschiedliche nationen und kulturen friedlich auf einer erde zusammenleben.

"United States of Earth" das muss keine utopie sein und bleiben, es ist schon viel mehr wirklichkeit als utopie, wir müssen es nur leben.
  konflikte kann man anders lösen als das man sich im urzeitlichen verhalten die köpfe einschlägt, den anderen vernichten will.  kulturen, religionen, staaten können mit oder nebeneinander leben. es verbindet uns alle viel mehr als das es uns trennt. die grauen des terrors die wir erlebten und wohl noch erleben werden sind einer der beweise dafür.

es muss nur allen bewusst werden, das wir gemeinsam auf dem raumschiff erde leben, gemeinsam dafür verantwortlich sind und nur gemeinsam das schiff steuern können... gerade kofi annan hat demonstriert, es kann eine weltmeinung, eine weltregierung geben. im internet bewege ich mich von einem land zum anderen, weiß oft nicht wo ich bin. wir leben immer mehr in einem globalen dorf, lernen wir auch danach zu handeln.

was hat das alles mit kunst, literatur zu tun.

die zeit der nur "kunst um der kunst willen" sollte vorbei sein. nutzen wir künstler unsere fähigkeiten, gestalten wir, jeder in seinem bereich mit seinen künstlerischen mitteln die zukunft mit. wir sind betroffen wie alle, hören wir auf wie kleine kinder auf der strasse zu spielen, gestalten wir. unsere nachbarn (überall auf der welt, z.b. afghanistan) hungern. leben in unfreiheit. ihnen begegnet staatsterror, wird die würde genommen (palästina), sie sind opfer von terror (israel)

kunst hat nicht nur eine form, sie kann auch einen inhalt haben. über 50 jahre lang haben wir künstler "spielerisch" kreativ unsere gestalterischen möglichkeiten erprobt. nutzen wir sie um künstlerisch gestaltend unsere fähigkeiten zu nutzen, einzusetzen für eine bessere welt. lange haben wir unsere welt sonst nicht mehr.

 wenn nicht wir, wer hat mehr die fähigkeit utopien, träume zu erleben, aufzuzeigen und zu leben. die unruhe der gesellschaft sein, sie bewegen. haben wir den mut anstöße zu geben, anstößig zu sein. begegnen wir den gefahren in unserer welt, leben wir die hoffnungen. stellen wir uns den themen der zeit. es heißt immer ein einzelner, ein künstler kann nichts bewegen, mein leben hat mich anderes gelernt. gehen wir in politsche veranstaltungen, fordern wir, zwingen wir die politiker über ihren politischen alltag, die nächste wahl, das wiedergewählt werden hinauszudenken. das können wir als künstler, als menschen.
 

natürlich soll die kunst nicht wie im 3. reich, oder in der ehemaligen ddr vergewaltig werden. es gibt aber genügend außergewöhnliche beispiele in der bildenden kunst, der darstellenden kunst die zeigen wie man aufrührend, aufklärend, bewegend, künstlerisch  man inhalte vermitteln kann.

unsere täglichen freuden,  die freude zu leben, zu erleben, miterleben zu lassen, die schöpfung wahrzunehmen, es  ist und soll unser thema bleiben unser lebensgefühl ausdrücken. die, auch bei allem schrecken vorhandene leichtigkeit des lebens ist zu erleben, zu beschreiben. auch im den größten schrecken brauchen wir die freude, die hoffnung, die vermittlung es kann auch liebe geben.

geben wir aber auch den schrecken des lebens  in der kunst, der literatur ihre bedeutung nehmen wir sie wahr.

 es gab eine  zeit, lang lang ist es her, im alten chinesischen reich. da stand der künstler an der spitze der gesellschaft. der kaufmann, man sagte: " kaufen verkaufen kann doch jeder" 
 

in dem gefühl das ich als künstler habe: "mich braucht ja eigentlich keiner". in der jetzigen gesellschaft, dem alltag stehe ich ganz unten, bin "dekoratives beiwerk" demonstriert sich auch die schwächen der gesellschaft...............eine gesellschaft die sich nicht DER, ihrer,  kulture anderer kulturen bewußt ist, die gestaltungsfähigkeit und notwendigkeit wahrnimmt, sie  ist krank....

 ein künstler ist ein gestalter, er gestaltet, drückt seine innere welt aus, lebt, erlebt sie. wenn er gut ist erleben andere mit.......wenn er sehr gut ist ist er nicht nur ein egozentriker.  unsere welt unser bedarf DRINGEND der gestaltung , des bewussten lebens, erlebens. ja natürlich auch des genießens, frei sein, schweben, leicht sein, lustvoll sein, leben, erleben.
 für mich ist es kein unterschied, zu erleben wie zwei menschen, gesellschaften oder staaten miteinander umgehen und wie ich ein bild gestalte. wenn es "in ordnung ist" hat es  einen inneren aufbau, eine struktur. ein gute bild, ein gutes gespräch ist gleichzusetzen mit der fähigkeit " das absolute gehör" zu haben. entwickeln wir in uns, in der gesellschaft ein "absolutes gehör" für uns und  unser soziales verhalten.

träume graben ein tunnel
durch den berg
den man eigentlich
ersteigen möchte
und dann umgeht

träume sind ahnungen
von möglichen wirklichkeiten
werden wir wach
leben wir sie
ersteigen wir sie

 

also: "United States of Earth"  - die UN als hoffnungsträger, die geschehnisse der letzten wochen in ihrem schrecken auch als hoffnung. ein friedenspreisträger kofi annan (auch ein gestalter) ist ein symbol es kann sein und eine der hoffnungen die mich leben lässt ist die es sein wird ...... .

wir künstler in gemeinschaft mit den  geistesschaffenden, den politikern die visionen leben können, den menschen die mehr als nur guten willens sind. in verbindung mit den menschen die die fähigkeit haben macht zu verstehen und im guten sinne einzusetzen  haben wir mehr den je die chance  unsere aller träume, wünsche und hoffnungen ein stück mehr wirklichkeit sein zu lassen.