TÄGLICH NEUE INFORMATIONEN - Montag, 19. März 2018 14:55 -  HELFEN     BDS     facebook    LINKS     ARCHIV    THEMEN

 

 

Freedom Flotilla - Liebe Freunde, ( gaza-request@listsriseup.net - Als Jüdin ist mir sehr bewusst, dass Geschichte mit dem Blut von Individuen gemalt wurde, deren einziges Verbrechen war, als Jude geboren worden zu sein. Das Stigma das Leben in einer Minderheit zu leben hat immer die jüdische Geschichte bestimmt und die Geschichte vieler anderer Völker. Deshalb werde ich immer aus der Fassung gebracht, wenn ich eine Gruppe Leute, die Diskriminierung nicht wegen ihrer Aktionen auf sich nehmen , sondern einfach dafür, dass sie leben.

Ich weiß, dass die jüdische Führung sich abgesichert hat, dass jede Erklärung/Behauptung von Gemeinsamkeit von Juden und Palästinensern geleugnet wird. Aber im Laufe der Geschichte von Polen zum Irak, von Argentinien bis Süd-Afrika, von Brooklyn bis zum Mississippi haben Juden ihre Frage nach Gerechtigkeit aufgenommen und ihren Wunsch nach einer gerechteren Welt, indem sie sich anderen in kollektiven Kämpfen angeschlossen haben. Juden haben herausragend am Kampf der Arbeiter während der Depressionsära, bei der Bürgerrechtsbewegung, im Kampf gegen die südafrikanische Apartheid, im Kampf gegen Faschismus in Europa und bei vielen anderen Bewegungen für sozialen und politischen Wechsel.

Offensichtlich widerspricht Israels historische und weitergehende Unterdrückung und verrät diese lange Geschichte der jüdischen Teilnahme des palästinensischen Volkes an kollektiven Befreiungskämpfen.

Deshalb lade ich euch ein, sich mir bei meiner Unterstützung und seinem Beharren für das Kanadische Boot nach Gaza anzuschließen, um die illegale und unmoralische von Israel auferlegte Blockade über 2 Millionen palästinensische Zivilisten im Gazastreifen.

Fordern wir die Legalität der unmenschlichen Blockade von Gazas 2 Millionen Bewohnern, von denen die meisten Flüchtlinge und Kinder sind.

 

Lasst uns mit diesem Akt kollektiver Strafe von wehrlosen Zivilisten die Mitschuld der kanadischen Regierung bloß stellen.

Lasst uns dem Volk, das unter der Blockade lebt, demonstrieren, dass die Welt es nicht vergessen hat.

Lasst uns in Solidarität mit dem palästinensischen Volk stehen.

 

Unterstützen wir jetzt das Kanadische Boot nach Gaza!

Man kann mehrere Wege finden, etwas zu spenden: http://canadaboatgaza.org/donate

Bitte teilt unsere Botschaft weit in eurem Freundeskreis

In Solidarität Rabbi Lucia Pizarro Spirituelle Gründungsdirektorin - Jüdisches Befreiungstheologie-Institut www. JeLiThin.Ca        (dt. Ellen Rohlfs)
 


Leserbrief 02.03.20018 - an Redaktion der Süddeutschen Zeitung
- Wolfgang Behr - Sehr geehrte Damen und Herren. So wenig man Ihre SZ unter die Lügenpresse einordnen kann, um so mehr steht sie für Lückenpresse.

Denn genauso wichtig ist das, was in der Presse zu lesen ist, wie das, was nicht veröffentlicht wird.

Das kommt deutlich zum Ausdruck, wenn Berichte über die menschen- und völkerrechtlich unhaltbaren Zustände in den von Israel besetzten und blockierten Gebieten, obwohl bestens dokumentiert von diversen UNO-Organisationen, internationalen und israelischen NGOs, auf Ihren Seiten völlig fehlen. Dagegen schreibt in LE MONDE der israelische Professor Zeev Sternhell von der Universität Jerusalem „In Israel wächst ein Rassismus nahe am Nazismus zu seinen Anfängen“, und der Philosoph Christophe Ayad warnt vor der „Israelisierung der Welt“.

Folgerichtig müsste die Israelische Regierung als verbrecherisch bezeichnet werden. Aber das wagen Sie nicht, weil Sie dann als antisemitisch angegriffen würden, obwohl es sich um Tatsachen handelt. Dadurch wird die Wahrheit unterdrückt und Artikel 5 des Grundgesetzes außer Kraft gesetzt, wenn es um Israel geht.

Kritische Kommentare zu Israel/Palästina erscheinen in der SZ nur zur dortigen Regierungspolitik und da haben Ihre Nahost-Korrespondenten Münch und Frau Föderl bisher recht gute Arbeit geleistet.

Dass Sie dagegen der Argumentation der Israellobby immer wieder weiten Raum einräumen, beweisst das im Feuilleton vom 2.März 2018 erschienene Interview von Alex Rühle mit Antisemitismusforscher Samuel Salzborn unter dem Titel „Macht und Ohnmacht“. Unter dem beigefügten Foto eines Demonstranten mit durchaus heftigen israelkritischen Slogans auf seinem Tshirt steht der Satz: „Eine Demonstration für den Frieden in Palästina zeigt vor allem: Hass auf Israel“
Keine einzige Frage von Herrn Rühle nahm Bezug auf die verbrecherische Besatzungspolitik und den von Israel ausgehenden Rassismus gegen Araber. Keine einzige Antwort von Herrn Salzborn versuchte, den von ihm so vehement kritisierten „arabischen Antisemitismus“ zu hinterfragen.

Der Fall Melzer-Handel-Gericke hat ohnehin kein gutes Licht auf die SZ geworfen. In den Sozialen Medien spricht man schon von der „Prantl-Prawda“.

Wenn bei dieser lückenhaften und einseitigen Berichterstattung die Leser von den Printmedien zu den Sozialen Medien abwandern, haben Sie sich das zu einem guten Teil selbst zuzuschreiben.
 

 

 

Gilad Atzmon und sein Freund Horst Mahler - Ich weiß nicht warum, einige die sich scheinbar für die Rechte der Palästinenser einzusetzen glauben jeder der vorgibt auch dieses Ziel zu verfolgen sei ein Freund und Mitstreiter. So auch bei Gilad Atzmon.

Sie vergessen, wenn wir mit Holocaust Relativierern, mit Rechtsradikalen oder deren Freunde paktieren, sie in unseren Reihen dulden, wir zu Recht unglaubwürdig sind und werden.

Horst Mahler (er ist nur einer von vielen fragwürdigen Freunden Atzmons) wurde mehrfach wegen Volksverhetzung, Terrorismus und Raubes verurteilt.

So gibt man den falschen Freunden Israels nachprüfbare Belege mit der die Palästinasolidarität belastet, wirkungslos und ohne Überzeugungskraft macht.

Mit Nazis, Rassisten, mit Holocaustleugnern kann und will ich nicht zusammenarbeiten.


Ob man bei Gilad Atzmon und Horst Mahler, einem  mehrfach verurteilter Neonazi von einer wirklichen Freundschaft reden kann, weiß ich nicht. Eine geistige Freundschaft besteht nachweißlich, ihre schriftlichen Äußerungen belegen es.

Mahler nennt Gilad Atzmon einen verbündeten, nennt ihn Freund.

 

 

Horst Mahler über Gilad Atzmon

Horst Mahler schreibt in einem Vorwort zu einem Text  von Gilad Atzmon über ihn:

"Der im Londoner Exil lebende israelische Künstler, Jazz-Musiker und Schriftsteller Gilad Atzmon bestätigt u.a. die Richtigkeit der „Protokolle“ und kämpft gegen die Holocaust-Lüge. Atzmon sagt, Juden beherrschten die Welt. Das Beispiel von Gilad Atzmon bestätigt, dass es gute Gründe gibt, sich mit guten Juden zu verbünden. Es gibt sie zu Hauf, die guten Juden." >>>
 

Mahler widmet Gilad Atzmon sogar als Ausdruck seiner Freundschaft, seiner Gedankengänge ein Buch:
 



Vorwort: "Es ist ein Buch geworden, was nur ein Brief an einen Freund werden sollte. Das hat seinen Grund. Es geht um die Schrift von Gilad Atzmon „The Wandering Who?“ Diese wird Epoche machen, selbst wenn es heute noch niemand lesen würde. Was ist das Besondere dieses Werkes? Es geht der Frage nach, was denn das Wesen des Judeseins und ob dieses der Grund der Feindschaft gegen Juden sei.

Atzmon erkennt als Jude den Juden von „innen heraus“ und spricht es aus: Die Judenheit ist die Verleiblichung einer „bösen Gottheit“ („evil deity“). Und er zeigt, wie diese Erkenntnis den Staat Israel durch Veränderungen in den Köpfen der jungen Israelis zum Verschwinden bringt. Ein Prozeß, der bereits in vollem Gange ist. Der Geist ist aus der Flasche.

Was eine arische Atombombe nicht bewirken könnte, wird jetzt das Werk von Papier und Druckerschwärze sein. Israel wird von der Landkarte verschwinden und einem freien Palästina Platz machen.

Jetzt kommt alles darauf an , den Schatz zu heben, der in Atzmons Buch noch teilweise verborgen liegt
. Ich versuche, auf diesem Wege die ersten Schritte zu gehen."  >>>

 



Gerne nimmt Horst Mahler, auch hier  in einem, sehr merkwürdigen, recht wirren Text  Bezug auf Gilad Atzmon führt ihn als Beleg an:

Hallo Gideon Levy – 6.02.2018 - >>>


 

 

 

Gilad Atzmon über Horst Mahler

 

 

Ein Artikel von Gilad Atzmon: "Horst Mahler und die Geister der Vergangenheit" - Gilad Atzmon >>>
Auch hier >>>

Zitat Gilad Atzmon: "Die Menschheit braucht ihn, den „deutschen Geist“, sie kann nicht auf ihn verzichten. Gesunde, lebensstarke Gesellschaften tendieren dazu, revolutionäre, kontroverse Anarchisten und Wahrheitssucher wie Mahler mit Argwohn und Dankbarkeit zu betrachten. Deutschland jedoch hat sich dafür entschieden, die „Gefahr“ unter Quarantäne zu stellen, Horst Mahler hinter Gitter zu sperren."

Eine weiteres Zitat: "Ich vermute, dass „das Vollzugsziel“, Mahler für ein Gedankenverbrechen hinter Gitter zu sperren, darin besteht, den Zustand der Verdrängung und Verheimlichung der Schande aufrecht zu erhalten. Worin aber besteht diese Schande, die die deutsche Regierung seit fast sieben Jahrzehnten so eifrig beschweigt? Ich habe eine einfache Antwort. Die Deutschen fürchten Größe, oder sollten wir deutsche Größe sagen: die große Symphonie, die großartigste Philosophie. Es scheint so, als würden es die Deutschen vorziehen, einfach und gewöhnlich zu sein; das „Auserwählt-sein“ überlassen sie den Juden."


 

Gilad Atzmon veröffentlicht als Reaktion auf das Buch Mahlers über ihn: "The known German right-wing extremist veteran Horst Mahler took an especially huge effort writing a (kind of) review that is longer than the Wandering Who itself. In the Brandenburg prison, where he is currently detained for sedition and incitement, Mahler seemed to have had the necessary leisure for this little masterpiece that tapers off to a rhetorical firework: "Cleansed from the traces of Jewish Lies the German Volksgeist will shine in new splendor." And: "Germanity, due to its spiritual substance, is devoted to the world as the apparition of God." This must be the result of a long phase of epiphany and very difficult to capture in words. As the media outlet Die Welt reported, Mahler managed to smuggle this gem into freedom on USB sticks." Quelle

 

"But then I read an essay by Horst Mahler (a lawyer who used to be left and defended some of the German RAF terrorists; now he has changed his views to far right): “Cleansed of all traces of Jewish lies the spirit of the German People will shine in new glory. Freed from the cinders of Jewish thinking it will again intervene into world affairs and – with the irresistible power of reason – show the peoples that the idea of National Socialism provides the remedy for the Jewish-dominated world.” Quelle

 

Zitate von Gilad Atzmon
Reaktionen auf Gilad Atzmon
Rezensionen - Atzmon - The Wandering Who?
Gilad Atzmon + Horst Mahler
Gilad Atzmon + Israel Shamir
Gilad Atzmon - Sein Blog - Seine Freunde
Gilad Atzmon + Ahmadinedschad
Gilad Atzmon + die Stuttgarter Konferenz
Sein größter deutscher Fan und Propagandist - Evelyn Hecht-Galinski
 

 

Ein Deutscher Aktivist ist in Bil‘In heute, bei einer friedlichen Demo, verhaftet worden. Er arbeitet in einem Landwirtschaftlichem. Projekt.


The IDF spreads a lie and the Israeli press plays along
- Facts show that Mohammed Tamimi was shot in the head by Israeli soldiers. But the facts were not enough for the Israeli army, or the journalists who toe the government line.

Mohammed Tamimi, 15, was shot in the head with a rubber-coated bullet by the Israeli army shortly before the video of Ahed and Nur was filmed. (Activestills/Oren Ziv)

Mohammed Tamimi, 15, was shot in the head with a rubber-coated bullet by the Israeli army shortly before the video of Ahed and Nur was filmed. (Activestills/Oren Ziv)

Let’s start with the facts. On December 15, 2017, 15-year-old Mohammed Tamimi sustained a severe head wound during a demonstration in the West Bank village of Nabi Saleh.

Like most Fridays in Nabi Saleh, demonstrators headed toward the village’s spring, which Israeli settlers took over a number of years ago. The Israeli soldiers who came to suppress the protest that day did not make do with just protecting the spring or the nearby settlement of Halamish — instead they invaded the village and commandeered a home, from which they opened fire at young demonstrators who threw stones at them.

Mohammed Tamimi was inside his village at the time. An Israeli army rubber-coated metal bullet struck him in his head, and was hospitalized in serious condition. We know this because the hospital produced a detailed report of the medical procedure, a CT scan of his head showing the bullet lodged inside, a photo of the bullet after it was removed in surgery, and the first-hand testimonies of those who witnessed the incident, including Israeli activists Jonathan Pollak and Oded Yediya.

Pollak and Yediya spent the rest of that afternoon making phone calls attempting to secure the transfer of Mohammed, whose life was in danger, to an Israeli hospital. They failed. The surgery took place at a Palestinian hospital in Ramallah finished only at 4:30 a.m. Mohammed required several more rounds of surgery to fix the damage to his skull. Haaretz’s Amira Hass published a detailed report of the incident at the time. >>>

 

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2. 3. 2018

 

Mohammad Tamimi: 'Sie haben mich geschlagen, damit ich gestehe" - Jaclynn Ashley - 28.02.2018 - Mohammad Tamimi, 15, wurde im Dezember mit einer Gummi ummantelten Stahlkugel ins Gesicht geschossen, nach einem Protest im Dorf Nabi Saleh. Die Kugel, die von Israel in der Westbank als 'nicht-tödliche Waffe' angesehen wird, trat unter seiner Nase in sein Gesicht ein und blieb hinten in seinem Schädel stecken. Er wurde in ein künstliches Koma versetzt und wachte nach mehreren Operationen nach 72 Stunden wieder auf. Die Ärzte waren wegen einer Entzündung in seinem Gehirn gezwungen, einen Teil seiner Schädeldecke zu entfernen. Sein Kopf ist jetzt deformiert und ein Teil seines Gehirns ist ungeschützt.

Manal Tamimi ist eine Verwandte Mohammads und prominente Aktivistin in Nabi Saleh, wo die Bewohner seit Jahren einen gewaltlosen Kampf gegen die israelische Besatzung führen. Sie sah Mohammads Verwundung gleich wenige Minuten nach dem Vorfall. "Sein Gesicht war voll Blut. Wir konnten nicht einmal sagen, dass er das ist. Wir dachten alle, er würde sterben." Die Ärzte, die die Operation durchgeführt hatten, bereiteten die richtigen Worte vor, um die Familie zu benachrichtigen, dass Mohammad sein Leben verloren hätte. "Keiner dachte, dass er es schaffen würde", sagte Manal gegenüber Mondoweiss.

Seit seiner Entlassung aus dem Krankenhaus ist Mohammads Zustand noch immer "sehr schlecht", sagt Fadel Tamimi, Mohammads Vater, zu Mondoweiss. Er ist noch nicht einmal zu 50% wieder hergestellt, sagt er. "Er sieht mit seinem linken Auge nicht gut und seine rechte Hand und sein rechte Bein haben wenig Kraft. Er muss sich schwingen, wenn er geht. Jemand muss immer neben ihm stehen, um sicher zu sein, dass er nicht fällt, wenn er geht", sagte Fadel.

Wegen seinem ungeschützten Schädel darf der Teeager nicht einmal in einem Taxi fahren, fügt Manal hinzu.

Trotzdem haben Mahammads schwere Verletzung das israelische Militär nicht davon abgehalten, am Montag um 3 Uhr morgens in sein Elternhaus zu stürmen und den Teenager zu verhaften, gemeinsam mit neun weiteren Dorfbewohnern - die meisten von ihnen Minderjährige.

Um das Ganze noch schlimmer zu machen, wurde Mohammad, bevor er ein paar Stunden später aus israelischem Gewahrsam freigelassen wurde, gezwungen zu gestehen, dass seine Verletzung nicht von israelischen Soldaten stammt, die auf ihn geschossen hätten, sondern die Folge eines unglücklichen Fahrradunfalls war.
 

Erzwungenes Geständnis - Yoav Mordechai, Israels Koordinator der Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten (COGAT), feierte Mohammads angebliches Geständnis auf der arabischen Facebookseite der Behörde und sagte, der Minderjährige habe selbst zugegeben, dass er sich die Verletzung bei einem Fahrradunfall zugezogen habe.

Diese Erklärung wurde veröffentlicht, obwohl sie Arztberichten, einem Computertomogramm, Augenzeugenberichten und einem Foto der aus Mohammas Schädel entfernten Kugel widerspricht.

Manals erste Reaktion war zu lachen. "Israel wird buchstäblich alles sagen, um uns zu diskreditieren und den Ruf unseres Dorfes zu ruinieren. Sie können es nicht ertragen, dass der Rest der Welt auf unserer Seite steht."

Am Dienstag veröffentlichte COGAT eine weitere Erklärung über den Vorfall, die besagte, dass Mohammad die "Fahrrad-Story mehrmals" israelischen Amtsträgern gegenüber "zum Ausdruck gebracht" habe. "Laut seiner Version hat sich der Junge die Kopfverletzung zugezogen, als er von seinem elektrischen Fahrrad fiel und mit dem Kopf gegen die Lenkstange prallte", heißt es in der Erklärung.

Weiter heißt es in der Erklärung: "Wir werden weiterhin die Wahrheit offen legen, um den palästinensischen Hetzmechanismus aufzuzeigen."

Dagegen sagt Mohammad, er hätte zugegeben, dass er bei einem Fahrradunfall verletzt worden sei, weil die Israelis ihn "geschlagen" hätten, damit er gesteht. "Wir waren in einem Auto auf dem Weg zu den Verhören und dort waren zwei israelische Amtspersonen, die mich ins Gesicht, auf den Rücken und überall schlugen und immer wieder gesagt haben, ich müßte zugeben, dass es ein Fahrradunfall war", sagte Mohammad gegenüber Mondoweiss.

Die israelischen Beamten konfiszierten auch die Medikamente aus Mohammads Tasche, die er für seine Genesung unbedingt braucht. Sie weigerten sich sie ihm zurückzugeben, bevor er zugegeben hätte, dass israelische Soldaten tatsächlich nicht auf ihn geschossen hätten, sagt Mohammad.

"Ich hatte große Angst, und ich wollte nicht, dass sie mich weiter schlagen, also habe ich gestanden", erklärte der 15-Jährige.

Fadel, Mohammads Vater, ist noch unsicher über die Motive, die Israel hat. "Ich weiß nicht, warum sie sich so darauf konzentrieren die Wahrheit zu diskreditieren. Ich denke, sie wollen nur einen Weg finden, um aus der Verantwortung für das, was geschehen ist, herauszukommen – vor allem seit Mohammad so viel Aufmerksamkeit von Medien bekommen hat."

 

Kampagne der 'Entmenschlichung'  - Als die 16-j. Ahed Tamimi, die erlebt hat, wie ihre Eltern bei zahllosen Gelegenheiten von Soldaten weggeschleppt und Angehörige getötet wurden, von Mohammads Verletzung erfuhr, zerbrach etwas in ihr.

Sie verpasste (einem Soldaten, Ü.) einen Schlag, der Wellen in die ganze Welt sandte.

Nach ihrer Verhaftung ein paar Tage später marschierten hunderte Journalisten in das kleine 600 Seelen-Dorf, um Bewohner zu interviewen. "Seit Aheds Verhaftung gab es buchstäblich nur drei Tage, an denen kein Journalist zu uns ins Haus gekommen ist", sagte Manal gegenüber Mondoweiss.

Die internationale Aufmerksamkeit, die die Familie Tamimi nach Aheds Verhaftung erfuhr, hat die israelischen Behörden verärgert. Einige israelische Amtspersonen haben eine harte Haftstrafe für die jetzt 17-j. Ahed befürwortet, andere gingen so weit, zu Gewalt gegen die Teenagerin aufzuhetzen.

Letzten Monat tauchten Berichte auf, dass Michael Oren, ein stellvertretender israelischer Minister und früherer Botschafter in den USA, vor zwei Jahren einen Unterausschuss der Knesset zur Untersuchung geleitet hat, ob die Familie Tamimi wirklich eine reale Familie sei. Die Untersuchung forschte, ob die Familie Tamimi Schauspieler gemietet hätte, die zusammengestellt wurden, um "palästinische Propaganda" voranzutreiben, und fragten, ob sie überhaupt Palästinenser wären mit ihrem blonden Haar, ihrer hellen Haut und ihren blauen Augen.

Fadi Quran, führender Streiter bei der Interessensgruppe Avaaz, sagt, dass Israel solche Taktiken benutzt, um "das Scheinwerferlicht von seinen verabscheuungswürdigen Verletzungen fundamentaler Menschenrechte weg zu schieben". 

Die Familie Tamimi ist zu einem bevorzugten Ziel für das harte Durchgreifen Israels geworden, weil die Dorfbewohner während ihrem inzwischen fast zehnjährigen gewaltlosen Widerstand in der Lage sind "Palästinenser für ein internationales Publikum zu vermenschlichen".

"Die Menschen haben mutige Männer, Frauen und Kinder angesichts scharfer Munition und bewaffneten Soldaten gesehen", gab Quran zu Bedenken. Laut Quran ist aber die "Vermenschlichung" von Palästinensern eine gefährliche Infragestellung der israelischen Politiken in der Westbank. 

"Israels Ziel ist es nicht nur die Familie Tamimi zu delegitimieren, es geht darum sie zu entmenschlichen, damit die Welt nicht zusammenzuckt, wenn ihnen in den Kopf geschossen wird oder ihre Kinder aus dem Bett gezerrt und verhaftet werden", sagte er.

"Das ist nicht neu – Israel verfolgt [eine Kampagne] zur Entmenschlichung der Palästinenser seit Jahrzehnten."

 

Schweigen - Israel führt eine Kampagne zur "Entmenschlichung" der Familie Tamimi auf der internationalen Bühne und führt gleichzeitig seit Monaten ein hartes Vorgehen (Razzien) im Dorf durch. 

Seit Aheds Ohrfeige sind mindestens 19 Einwohner verhaftet worden. Mindestens 13 sind noch in israelischer Haft, einschließlich zweier Söhne von Manal. Die meisten sind während nächtlichen Razzien verhaftet worden.

Laut Mohammad sagten ihm die israelischen Amtspersonen bei seiner Freilassung, er solle seinem Dorf eine Botschaft überbringen: "Wir werden jeden in eurem Dorf verhaften."

Laut Manal rief der israelische Geheimdienst am Montag abend bei sieben Familien in Nabi Saleh an und verlangte, dass ihre Söhne auf die Polizeistation zum Verhör kommen. Sie drohten den Familien, dass das israelische Militär, wenn sich ihre Söhne nicht zum Verhör zeigten, das ganze Dorf überfallen und "jeder einen Preis zahlen werde", sagte Manal gegenüber Mondoweiss.

Das eskalierende harte Vorgehen (Razzien) gegen das Dorf hat die Bewohner gezwungen neue Maßnahmen zu ergreifen, inklusive der Organisation von "Übungen" Anfang des Monats, um Kinder und Jugendliche im Dorf für die israelischen Verhaftungen vorzubereiten. Zu den Übungen gehört, etwa 30 Kindern im Dorf die Augen zu verbinden und sie Scheinverhören zu unterziehen, auf der Grundlage der Erfahrungen anderer Dorfbewohner, die vom israelischen Militär verhaftet worden sind.

Quran war die Person, die die Übungen in Nabi Saleh geleitet hat und das Gleiche mit anderen 2.000 Kindern quer durch die Westbank gemacht hat, von denen man annahm, dass sie das Ziel israelischer Verhaftungsrazzien sein würden. "Unsere Trainings bringen den Kindern wichtige Fähigkeiten für das psychische Wohlbefinden bei, zu schweigen, zu wissen, was sie erwartet, wenn sie verhaftet werden, und Gemeinschaft herzustellen, was ihnen sicherzustellen hilft, dass sie auch härtesten Formen von Verhör und Mißhandlung widerstehen", erklärte Quran.

Das ist notwendig, um die Kinder zu schützen, sagte Quran. Er sagte, die israelischen Amtspersonen zum Beispiel hätten Ahed gedroht, sie würden ihre 11-jährige Cousine Jana verhaften, wenn sie sich weigerte zu gestehen, weswegen sie angeklagt ist.

Die Übungen sollen sie für israelische Verhörmethoden wie diese vorbereiten und sicherzustellen, dass die Kinder verstehen, welche Rechte sie haben, sagt Manal. Da manche den Einsatz solcher Übungen im Dorf kritisiert haben, argumentieren die Einwohner, es sei eben eine unglückliche Realität, dass Israel mit Verhaftungen auf Kinder im Dorf zielt.

Und tatsächlich war einer der Teilnehmer an den Verhaftungsübungen der 13-j. Sohayib Tamimi, einer der 10 Dorfbewohner, die in der nächtlichen Razzia am Montag verhaftet wurden. Die Dorfbewohner hoffen, dass das Training und die Vorbereitung, die er bekommen hat, das was er in der israelischen Haft erlebt, ihn weniger traumatisiert.
Quelle                     Übersetzung: K. Nebauer
 

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Dokumentation - Kinder im Gefängnis - Der Fall Ahed Tamimi
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