TÄGLICH NEUE INFORMATIONEN - Samstag, 10. Februar 2018 15:24 -  HELFEN     BDS     facebook    LINKS     ARCHIV    THEMEN

 



 

Der palästinensische Künstler Mustafa Alhallaj
1981 - Holzschnitt-Druck >>>
 



Siedler malen rassistische Graffiti an Wände in Nabi Saleh
-  2.2.18 - Mor Efrat - Jüdisch-israelische Siedler sprühten frühen Freitag anti-palästinensische Graffiti  an Wände/Mauern in Nabi Saleh, nordwestlich von Ramallah, sagte ein lokaler Aktivist.

Der anti-Mauer- und anti-Siedlungs-Aktivist Mohammad Tamimi sagte, dass Siedler, die ein Auto fuhren, das Dorf spät in der Nacht überfielen und  Graffiti sprayten, die dazu aufriefen, dass die Familie Tamimi ihre Heimatstadt verlassen solle. Andere Graffiti enthielten Drohungen gegen Dorfbewohner.

Nabi Saleh, das eine Bevölkerung von fast 500 Bewohnern hat, hat aktiv friedliche Opposition gegen die israelische  Besatzungspolitik (mit BDS) organisiert und Bewohner organisierten  seit fast 12 Jahren jeden Freitag Protestdemos und wurden oft mit Tränengas und Gummi-Ummantelten Stahlkugeln von israelischem Militär begrüßt.

Siedlergewalt gegen Palästinenser und ihr Eigentum ist in der Westbank  Routine und wird selten von israelischen Behörden verfolgt. Es schließt  Brandstiftung von Eigentum und Moscheen, Steine werfen, Entwurzeln von Ernten und Olivenbäumen ein  und Angriffe auf  Wohnungen u.a. aus.

Nach WAFA leben 500 000 und 600 000 Israelis in nur für Juden-Siedlungen im besetzten Ost-Jerusalem und in der Westbank in Verletzung des Völkerrechts. 

Alle Siedlungen  in der Westbank sind nach dem Völkerrecht, speziell Artikel 49 der Vierten Genfer Konvention illegal. In ihr heißt es, dass die Besatzungsmacht weder eigene Zivilbevölkerung in besetztes Gebiet deportieren noch umsiedeln darf.     Quelle         (dt. E. Rohlfs)


 

Stromgeneratoren in Gazas Gesundheitseinrichtungen geht der Brennstoff aus - Drei Stromerzeuger, die in drei Gesundheitszentren in Gaza arbeiten, wurden abgeschaltet, da ihnen der Treibstoff ausgegangen ist, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium am Montag mit.

Nach Angaben des Ministeriums hat die Zahl der Gesundheitseinrichtungen, die aufgrund der Krise ihre Arbeit eingestellt haben, bis zu 16 Gesundheitszentren und ein Krankenhaus in Gaza erreicht.

Die Stromerzeuger in den Zentren von Al-Zawaydeh, Al-Bureij Central und Al-Baraka haben heute Morgen aufgehört zu arbeiten, sagte der Sprecher des Ministeriums in Gaza, Dr. Ashraf Al-Qedra.

In den letzten Tagen wurden die Stromerzeuger von drei Krankenhäusern und 13 Gesundheitszentren im Gazastreifen wegen des Mangels an Treibstoff, der für ihren Betrieb benötigt wird, abgeschaltet, so Al Ray.

Wir sind mehr besorgt, dass mehr Stromerzeuger jeden Tag gestoppt werden, da wir keine Aussicht haben, die schwere Krise zu lösen“, sagte Al-Qedra.

Im vergangenen Januar kündigte Al-Qedra an, dass der Gesundheitsminister für die Konsens-Regierung sagte, er werde dem Gesundheitsministerium in Gaza eine Million Schekel zur Verfügung stellen, um die Gesundheitseinrichtungen des Gazastreifens mit Treibstoff zu versorgen, sagte aber, dass der Betrag bis heute nicht angekommen sei.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza benötigt das Ministerium (450 Tausend Liter) Dieselkraftstoff pro Monat, wenn die Stromsperre bis zu maximal 12 Stunden pro Tag betragen.

Die Kosten für Treibstoff pro Stunde werden auf etwa 2.000 Dollar pro Stunde geschätzt.    Quelle  übersetzt mit DeepL
 


Wer – zum Kuckuck  bin ich? - Uri Avnery. 10.Februar 2018 - WER ZUM Kuckuck bin ich? - Ein Israeli? Ein Jude? Ein Friedensaktivist? Ein Journalist? Ein Autor? Ein ehemaliger Soldat in der israelischen Armee? Ein Ex-Terrorist? Ein ...

Alles von diesen und mehr.

OK. OK.  Aber in welcher Reihenfolge? Was ist der wichtigste Komponent?

Zu allererst, natürlich, bin ich ein menschliches Wesen mit all den Rechten und Pflichten eines menschlichen Wesens.  Dieser Teil ist leicht. Wenigstens in der Theorie.

Dann bin ich ein Israeli – dann ein Jude. Und so weiter.

EIN AUSTRALIER englischer Herkunft würde kein Problem haben, solch eine Frage zu beantworten. Er ist zuerst und vor allem ein Australier und dann ein Angelsachse. In zwei Weltkriegen eilte er  zur Hilfe Groß-Britannien -  aus keinem  praktischen Grund. Aber im zweiten Weltkrieg, als  seine  eigene Heimat plötzlich in Gefahr war, eilte er nach Hause.

Das war ganz natürlich. Australien wurde hauptsächlich  von Briten  (meistens deportierte Straftäter) geschaffen. Aber die australische geistige Welt wurde von  der geographischen, politischen und  physikalischen  Umwelt Australiens geformt. Im Laufe der Zeit veränderte sich  seine (oder ihre)  körperliche Erscheinung.

EINMAL HATTE ich über dies eine Diskussion  mit Ariel Sharon.

Ich sagte ihm, ich betrachte mich zu allererst als Israeli und als Jude  nur als zweites.

Sharon, der im vor-israelischen  Palästina geboren wurde, entgegnete mir  aufgeregt: „ Ich bin zuerst ein Jude und erst dann ein Israeli!“

Dies scheint wie eine unnützige Diskussion  auszusehen. Doch hat sie eine sehr praktische  Revelanz für unser tägliches Leben.

Zum Beispiel, falls dies ein „jüdischer“ Staat ist, wie kann er ohne die Dominanz der jüdischen Religion  existieren?

Israel wurde von sehr säkularen Idealisten  gegründet. Die  meisten von ihnen schauten auf die Religion als ein Relikt der Vergangenheit, ein Handvoll  lächerlicher  Aberglauben, der ausrangiert werden muss, um  den Weg  für einen gesunden, modernen Nationalismus zu ebnen.

Der Gründungsvater, Theodor Herzl, dessen Bild in jedem israelischen Klassenzimmer hängt, war völlig unreligiös, um nicht anti-religiös zu sagen. In seinem grundlegendem Buch „Der  Judenstaat“  erklärte er , dass in dem zukünftigen zionistischen Staat  die  Rabbiner in den  Synagogen  fest gehalten werden – ohne einen Einfluss auf öffentliche Angelegenheiten zu haben. >>>
 

9. 2. 2018

Die Histadrut

ihre Geschichte und Rolle in Besatzung, Kolonisierung und Apartheid



Gewerkschaft der Freunde Palästinas
Solidaritätskampagne mit dem palästinensischen Volk

 

Die Histadrut - der allgemeine Gewerkschaftsbund in Israel

Zusammenfassung:

Die Histadrut wurde im Dezember 1920 in Palästina unter dem britischen Mandat gegründet. Von Anfang an war ihr Ziel nicht darauf gerichtet, Solidarität unter den Arbeitern zu schaffen oder sie zu repräsentieren, noch sich für die Rechte der Arbeiter einzusetzen; sie wurde als exklusiv jüdische Organisation gegründet, um die Besiedlung Palästina zu fördern. Als solche arbeitete sie mit der Jewish Agency zusammen, um den Ausschluss palästinensischer Arbeit voranzutreiben und zu bewirken und stand an der Spitze der Bewegung, Palästina von einem arabischen Land zu einem zionistischen zu machen. Heute arbeitet sie weiter Hand in Hand mit der israelischen Regierung und fördert und verteidigt Politiken, die die grundlegenden zivilen, politischen und Menschenrechte der Palästinenser verletzen.
 

Die frühe Geschichte der Histadrut

Die Hauptrolle der Histadrut während der Zeit des Britischen Mandats (1920-1948) war es, die jüdische Arbeitskraft unter seine Kontrolle zu bringen, um sicherzustellen, dass keine Solidarität oder Integration zwischen palästinensischen und jüdischen Arbeitern entsteht – eine Strategie, die man "Arbeitszionismus" nannte. Geführt von David Ben Gurion, dem späteren Premierminister und Verantwortlichen für die Vertreibung der Palästinenser 1948-49 forderte sie aktiv rassische Diskriminierung und Boykotte. Als Organisation duldete sie Palästinenser und Juden nicht gemeinsam in derselben Gewerkschaft, wobei Ben Gurion gegen das "Übel der gemischten Arbeit" (1) wetterte. Zu diesem Zweck trennte sie sich aktiv von Gewerkschaften wie der Gewerkschaft der Eisenbahn-, Post- und Telegraphenarbeiter, die eine gemischte jüdisch – arabisch-palästinensische Mitgliedschaft (2) hatte, und ebenso lehnte sie, als sie ihre eigenen Unternehmen gründete und irgendwann der zweitgrößte Arbeitgeber im Land wurde, es ab nicht-Juden zu beschäftigen.

In ähnlicher Weise beeinflusste sie die britischen Behörden unterschiedliche Löhne für Juden und Araber (3) zu zahlen, und obwohl sie Palästinenser selbst ausschloss, tat sie alles, was sie konnte, um palästinensische Gewerkschaften zu schwächen, ironischerweise indem sie sich mit der Begründung politisch gegen sie engagierte, sie wären Separatisten, würden ausgrenzen und gegen den Geist   der Arbeitersolidarität verstoßen. (4)

 





Angehenden jüdischen Einwanderern wurde erzählt: "Palästina ist ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land."

Mit westlicher Technologie würden die Einwanderer "das Land erlösen" und "die Wüste zum Blühen bringen".

 

Abbildung 1: Zionistisches Plakat aus den 1920er Jahren, das osteuropäische Juden ermutigte zu kommen und das Land zu "erlösen".



 

 

In ähnlicher Weise nutzten, als die Palästinenser Kampfmaßnahmen zur Unterstützung einer repräsentativen nationalen Regierung ergriffen, die Jewish Agency und die Histadrut die Gelegenheit und besetzten ihre Plätze, am bekanntesten während des Streiks der Hafenarbeiter von Jaffa 1936, als sie Tel

Aviv als alternativen Hafen neben Jaffa einrichteten. Tatsächlich waren die Aktionen der Histadrut von einer geplanten und strukturierten Diskriminierung durchdrungen, ähnlich der einer Apartheid. Ein führender Arbeitszionist, Haim Arlosoroff, empfahl 1927, der Zionismus sollte  die südafrikanischen Rassenschranken nachahmen, die schwarze Arbeiter von qualifizierter, gewerkschaftlich organisierter Beschäftigung ausschlossen. (5)

Zusätzlich war ein Boykott der palästinensischen Arbeit mit einem Boykott palästinensischer Waren gekoppelt; David HaCohen, ehemaliger Geschäftsführer des Histadrut-Bauunternehmens Solel Boneh beschrieb, was da bedeutete:

Bezüglich des jüdischen Sozialismus musste ich mit meinen Freunden streiten, um die Tatsache zu verteidigen, dass ich in meiner Gewerkschaft, der Histadrut, keine Araber akzeptieren würde; um zu rechtfertigen, dass ich Hausfrauen predigte nicht in arabischen Geschäften zu kaufen; um zu rechtfertigen, dass wir in den Obstplantagen Wache standen, um zu verhindern, dass arabische Arbeiter dort Jobs bekämen... um Kerosin auf arabische Tomaten zu gießen; um auf dem Markt jüdische Hausfrauen anzugreifen und arabische Eier, die sie gekauft hatten, zu zerschmettern... dutzende Dunum Land von einem Araber zu kaufen ist erlaubt, aber einen  jüdischen Dunum, Gott bewahre, an einen Araber zu verkaufen, ist verboten;

Rothschild, die Inkarnation des Kapitalismus, als Sozialisten zu akzeptieren und ihn 'Wohltäter' zu nennen – all das zu tun, war nicht einfach.(6)

Ähnlich dokumentiert der französische Historiker Nathan Weinstock, dass das "bloße Gerücht, dass ein Café in der exklusiv jüdischen Stadt Tel Aviv einige arabische Arbeiter eingestellt hätte, eine wütende Ansammlung von tausenden Demonstranten zur Folge hatte". Ebenso: "Jedes Mitglied der Histadrut hat zwei Pflichtabgaben zu leisten: (1) 'Für jüdische Arbeit' – Geld, um gegen die Beschäftigung arabischer Arbeiter Wachposten etc. organisieren zu können, und (2) 'Für jüdische Produkte' - , um den Boykott arabischer Produkte organisieren zu können. (7)
 


 

 


"um Kerosin auf arabische Tomaten zu gießen; um auf dem Markt jüdische Hausfrauen anzugreifen und arabische Eier, die sie gekauft hatten, zu zerschmettern..."

David HaCohen

 

Abb. 2: Zionistisches Poster aus den 1930er-Jahren ermuntert Einwanderer nur jüdische Produkte zu kaufen (Israel MFA).

 


 

 

Alle diese Aktivitäten waren darauf gerichtet, einen exklusiv jüdischen Staat zu schaffen, und die Histadrut stimmte sich eng mit der Jewish Agency, dem Jewish National Fund und der Jewish Colonial Agency ab. Über die Histadrut wurde Mapai, die von Ben Gurion angeführte israelische Arbeitspartei gegründet, und tatsächlich auch die Hagana, die jüdische paramilitärische Organisation, die später die Israelische Armee wurde. In der Tat wirkte die Histadrut in Zusammenarbeit mit der Jewish Agency während der gesamten Mandatszeit heimlich aktiv mit den Briten zusammen, um den Palästinensern ihr Recht auf Selbstbestimmung zu verweigern; ihr Bauunternehmen Solel Boneh baute viele von den Forts und Grenzzäunen, die die britische Kolonialherrschaft zementierten. (8)     mehr   >>>
 


Premierminister trifft UNO- und EU-Beamte und informiert sie über die neuesten Entwicklungen.
- 8. Februar 2018  - Premierminister Rami Hamdallah traf am Donnerstag mit dem Sonderkoordinator der Vereinten Nationen für den Nahost-Friedensprozess, Nikolay Mladenov, und dem EU-Vertreter für Palästina, Ralph Tarraf, in zwei getrennten Sitzungen in seinem Büro in Ramallah zusammen und diskutierte mit ihnen die neuesten politischen Entwicklungen.

Während der Treffen ging Hamdallah auf die israelische Politik ein, die darauf abzielte, die Zwei-Staaten-Lösung mit ihrer Siedlungstätigkeit zu untergraben und Gesetze zu entwerfen, die den bestehenden rechtlichen und historischen Status, insbesondere in Jerusalem, verändern werden.

Hamdallah rief internationale Organisationen, insbesondere die UNO, dazu auf, ernsthafte Schritte zu unternehmen, um Israel zu zwingen, seine Militär- und Siedlungsaktivitäten einzustellen und den Palästinensern zusammen mit ihren islamischen und christlichen Heiligtümern von der israelischen Armee und den Verletzungen der Siedler internationalen Schutz zu gewähren.

Der Premierminister erörterte mit Tarraf die jüngsten Ergebnisse des AHLC-Treffens der Geberländer, das kürzlich am Hauptsitz der EU in Brüssel stattfand. Er informierte Tarraf über die Notwendigkeit von Geldern der Geberländer für Projekte wie die Entsalzungsanlage in Gaza und eine Gaspipeline, um sie in einem Elektrizitätswerk zu nutzen.

Er würdigte die Position der EU im Friedensprozess und ihre Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung und bekräftigte die Notwendigkeit, einen internationalen Mechanismus zu finden, um Verhandlungen mit Israel auf der Grundlage internationaler Resolutionen zu fördern, um eine gerechte und dauerhafte Lösung zu erreichen und einen unabhängigen palästinensischen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt zu errichten. C.K./M.K.        Quelle
 


Der Blick in den Spiegel  - Vorurteile von und über Juden und Muslime.
- Rolf Verleger - Viel ist in den Medien und in der Politik von Antisemitismus die Rede, wenig von Antiislamismus. Dieser Diskurs entspricht nicht der realen Verbreitung dieser beiden Vorurteilsmuster. Zudem entsteht Respekt für andere am ehesten dann, wenn sich alle Beteiligten ihrerseits respektiert fühlen. Der wirklichkeitsverzerrende Fokus auf Antisemitismus in der öffentlichen Debatte steht einer solchen Respektbalance entgegen und wird daher keine positiven Wirkungen haben.

Vorurteile gegen Juden gehen stetig zurück
- Der Verbreitung von negativen Vorurteilen über Juden schenken Politik und Medien breite Beachtung. Gängiger Ausdruck, unter dem solche Vorurteile subsummiert werden, ist "Antisemitismus" – eine befremdliche Übernahme des positiv, selbstlobend gemeinten Begriffs, den sich die gutbürgerlichen deutschen Fremdenfeinde 1879 gaben, als der jüdische Auswandererstrom aus dem Zarenreich begann, und in dessen Namen die Nazis den industriellen Massenmord an den Juden Europas organisierten.

Der Bundestag beschloss im November 2008 und Dezember 2014 die Berufung jeweils eines Unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus. Der dreihundert Seiten starke aktuelle Bericht des zweiten Expertenkreises vom April 2017 (1) enthält Empfehlungen, wie man dem Antisemitismus besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen könnte, unter anderem durch "ein regelmäßiges, vom Bund finanziertes Monitoring antisemitischer Einstellungen in Form einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung sowie qualitativer Studien unter Berücksichtigung besonderer Bevölkerungsgruppen" ((1), Seite 290).

Diese Empfehlung wird ausgesprochen, obwohl die Verbreitung negativer Vorurteile über Juden seit Jahrzehnten und zusätzlich nochmals in den letzten fünfzehn Jahren immer mehr zurückgegangen ist.

Für die letzten fünfzehn Jahre liegen sehr gut vergleichbare Daten vor, da immer die gleichen Fragebögen benutzt wurden: Solche Vorurteile wurden 2002 von ungefähr 10 Prozent der Befragten geteilt, 2016 nur noch von circa 5 Prozent ((1), Seite 62). Und auch der relativ hohe Ausgangswert von 10 Prozent von 2002 ist offenbar weit niedriger als die Zustimmungsquote zu Vorurteilen gegen Juden in der Weimarer Republik, im Dritten Reich und auch noch in der Nachkriegszeit:  >>>
 


Ashrawi fordert Großbritannien auf, historisches Unrecht zu korrigieren und die israelische Besatzung zu beenden.
- 8. Februar 2018 - PLO-Exekutivkomitee-Mitglied Hanan Ashrawi Donnerstag sagte, dass die Palästinenser erwarten, dass die britische Regierung die historischen Ungerechtigkeiten der Vergangenheit korrigieren und mutige Schritte unternehmen wird, um die militärische Besetzung zu beenden.


Ashrawi empfing den britischen Generalkonsul Philip Hall OBE im PLO-Hauptquartier in Ramallah und dankte dem Vereinigten Königreich dafür, dass es für die Resolution der UNGA gestimmt hat, in der die Entscheidung von US-Präsident Trump, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, sowie die fortgesetzte Unterstützung der Zwei-Staaten-Lösung abgelehnt wurde.

Sie hat die schwierigen Bedingungen vor Ort eingehend analysiert, insbesondere die nachteiligen Schritte Amerikas in Richtung Palästina und seine einseitigen Aktionen, die Israel in die Lage versetzt haben, seine eklatanten Verletzungen und drakonischen Maßnahmen gegen Palästinenser fortzusetzen.

Ashrawi sagte: "Eine solche bewusste Ausrichtung auf Palästina und das palästinensische Volk ist kontraproduktiv und gefährlich."

Sie betonte die Bedeutung des multilateralen Engagements und die Notwendigkeit, dass alle Mitglieder der internationalen Gemeinschaft ihre eigenen Gesetze und Rechtsvorschriften umsetzen, um die Einhaltung des Völkerrechts und des Konsenses durch Israel zu gewährleisten.  M.H.  
Quelle

8. 2. 2018

 

 

 

 


Die EU baut Schulen für palästinensische Kinder. Israel zerstört sie.
- Kate - 6. 2. 2018 - Die Vereinten Nationen warnten davor, dass Palästinenser und Beduinen im Gebiet C von Israel zwangsweise transferiert werden könnten, nachdem die IDF zwei illegal gebaute Grundschulklassenzimmer in der Westjordanland-Beduinen-Gemeinschaft Abu Nuwar vor den Toren Jerusalems abgerissen hatte.

Israel muss "unverzüglich alle Praktiken einstellen, die direkt oder indirekt ein Risiko der gewaltsamen Überführung von Palästinensern in verschiedenen Teilen des Westjordanlandes mit sich bringen, einschließlich der Zerstörung von Schulen und damit zusammenhängendem Eigentum", sagte Roberto Valent, der amtierende humanitäre Koordinator der UNO für das besetzte palästinensische Gebiet. Abu Nuwar ist eine der am stärksten gefährdeten Gemeinschaften, die humanitäre Hilfe im besetzten Westjordanland benötigen", sagte er.

Der Abbruch am Sonntag markierte die sechste IDF-Abbruch- oder Beschlagnahmung in Abu Nuwar in den letzten zwei Jahren, sagte Valent. Eine Kombination aus israelischen Politiken und Praktiken - einschließlich Abriss und eingeschränktem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Bildung - haben ein Zwangsumfeld geschaffen, das die Menschenrechte der Bewohner verletzt", fügte Valent hinzu.

Die beiden modularen Klassenzimmer, in denen 25 Schüler der dritten und vierten Klasse untergebracht waren, wurden im September mit Mitteln der Europäischen Union gebaut. In einem weiteren Gebäude der Schule werden 72 Schülerinnen und Schüler im Kindergarten, in der ersten und zweiten Klasse betreut. Die Spannungen zwischen Israel und der EU über die Finanzierung illegaler palästinensischer und beduinischer modularer Strukturen im Gebiet C des Westjordanlandes sind hoch.….    mehr im englischen Text >>>
 



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8. 2. 2018


Palästina bereitet Beziehungsende mit Israel vor
Die palästinensische Regierung hat den Prozess zum Abbruch der Beziehungen mit Israel gestartet. Ein Ausschuss auf Ministerebene solle errichtet werden, der für den Abbruch der Beziehungen in Politik, Administration, Wirtschaft und Sicherheit verantwortlich sein soll, verkündete die palästinensische Regierung am Dienstag in einem Pressekommuniqué. Zudem solle ein weiterer Ausschuss errichtet werden, der entscheide, wie die gegenwärtige Währung in Palästina, der neue israelische Schekel, durch eine andere oder eine eigene Währung ersetzt werden könne. Alle Maßmaßnahmen sollten dazu beitragen, sich von der Kontrolle Israels in mehreren Bereichen zu befreien, hieß es. >>>

 

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