Montag, 22. Januar 201809:53   -    HELFEN     BDS     facebook    LINKS     ARCHIV    THEMEN

 


 

 

 


US-Vizepräsident vor Nahost-Reise - Mike Pence, der unerwünschte Christ
- Die Nummer zwei der USA besucht den Nahen Osten. Israel empfängt Mike Pence wie einen Helden. Doch die Christen im Heiligen Land wollen den evangelikalen Hardliner nicht in ihren Kirchen haben. - Christoph Sydow

"Ich bin Christ, Konservativer und Republikaner - in dieser Reihenfolge" - das sagt US-Vizepräsident Mike Pence selbst über sich. Die christlichen Rechte, allen voran die evangelikale Bewegung, preist ihn als den Mann, der ihre konservativen Werte ins Weiße Haus zurückgebracht hat. Pence gilt auch als die treibende Kraft hinter Donald Trumps Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Am Sonntagabend kommt Pence nun als erster Vertreter der US-Regierung seit der Hauptstadtentscheidung zu einem Besuch nach Israel. Zuvor wird er am Samstag in Kairo mit dem ägyptischen Staatschef Abdel Fattah el-Sisi und einen Tag später in Amman mit Jordaniens König Abdullah II. zusammentreffen. Eigentlich hätte Trumps Stellvertreter schon im Dezember kurz nach der Jerusalem-Verkündung in den Nahen Osten reisen sollen. Wegen der Abstimmung über die Steuerreform im US-Kongress hatte das Weiße Haus die Visite jedoch mehrfach kurzfristig verschoben.

Premierminister Benjamin Netanyahu wird den Vizepräsidenten wie einen Helden empfangen, weil er maßgeblich dafür gesorgt hat, dass der langgehegte Wunsch Israels nach der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt endlich erfüllt wird. Am Montag redet Pence vor der Knesset in Jerusalem, kritische Töne muss die israelische Regierung nicht fürchten. >>>

 

"Christliche" Fundamentalisten -  ".....Wenn also die Kampagne Juden zu Jesus zu bringen ihr erklärtes Ziel erreichen würde und jeder Jude Christ werden würde, dann wäre das Endergebnis als hätte Hitler den Krieg gewonnen. Es gäbe keine Juden mehr......" - Rabbiner Dr. Chaim Z. Rozwaski, liberaler Gemeinderabbiner Berlin Quelle

Der Vorsitzende der Rabbinerkonferenz in Deutschland, Henry G. Brandt erwähnte das heikle Thema "Judenmission". Sie sei ein "feindlicher Akt, eine Fortsetzung des Wirkens Hitlers auf anderer Basis". -Quelle

 

Dokumentation -  Die "Christlichen Freunde Israels" - Fundamentalistische Christen - Christlicher Zionismus - Messianische Juden >>>

Unter anderem die göttlichen Erleuchtungen des Hans Jürgen Krug >>>

 

 

 

 

 



 

 

Meinung: Die Zwei-Staaten-Lösung hat immer nur ein Groß-Israel bedeutet, das über ein palästinensisches Bantustan herrscht. Lasst sie los. - 18.01.2018 - Jeff Halper - In seinem op-ed Artikel in Haaretz ('Was die "Ein Staat-Lösung" wirklich bedeutet: Von Israel genehmigte Apartheid oder ewiger, blutiger Bürgerkrieg") fragt Eric Yoffie: "Gibt es keine 'vernünftigen' Israelis – linke, rechte und vor allem Mitte -, die die Gefahren (einer Ein-Staat-Lösung) verstehen?"

Diese Frage könnte man ebensogut anders herum stellen: Was muss noch passieren, bis die Israelis, linke, rechte, von der Mitte, endlich begreifen, dass ihre Regierung die Zwei-Staaten-Lösung absichtlich, systematisch und effektiv bereits beseitigt hat.

Yoffie schlägt eine falsche Symmetrie vor: beide, eine radikale Linke und eine radikale Rechte unterstützten de facto oder ausdrücklich einen einzigen bi-nationalen Staat, während eine angebliche zukünftige israelische Regierung wieder einmal eine "stolze, liberale und demokratische jüdische Heimat" verkörpern wird, die friedlich neben einem palästinensischen Nachbarn in einer Zwei-Staaten-Lösung lebt.

Das ist gelinde gesagt eine zugespitzte Sicht. Tatsächlich hat es jede israelische Regierung seit 1967 versäumt, diese stolzen liberalen Werte zu leben, indem sie ein erweitertes Israel verfolgten, das über ein entwurzeltes palästinensischen Bantustan herrscht und hat das sogar unter dem Deckmantel einer "Zwei-Staaten-Lösung" getan.

Binnen Wochen nach Beginn der Besatzung 1967 empfahl der Allon-Plan (unter Premier Levi Eshkol von der Arbeitspartei) bereits Territorium rund um die palästinensischen Zentren zu annektieren und sie zu isolieren.

Dieser Plan hat die israelische Siedlungspolitik in diesen 50 Jahren geleitet und ist heute ein irreversibles fait accompli. Als der "Oslo-Prozess" begann, gab es 200.000 Siedler (und ich beziehe Ost-Jerusalem mit ein, das besetzt ist, gleichgültig, was Israel und die Trump Administration behaupten).

Zu Oslos Ende 2000 gab es 400.000 Siedler in massiven "Siedlungsblöcken", die das palästinensische Territorium in 70 winzige Enklaven in den Zonen A und B fragmentierten, plus das Gefängnis, das Gaza ist. Heute nähert sich die Siedlerbevölkerung den 800.000.

Wenn die Zwei-Staaten-Lösung tot ist, dann wegen der aufeinander folgenden "vernünftigen" Israelis an der Regierung, vor allem der von Golda Meir und Ehud Barak, ebenso wie von Likud und Kadima und der religiösen Rechten und der zionistischen Linken, der radikalen Rechten und der immer geschmeidigen Mitte, die sie ins Amt gebracht hat.

Netanyahu und die religiöse Rechte verkünden das Ende der Zwei-Staaten-Lösung von den Dächern, während die beiden Parteien der zionistischen Linken, Arbeitspartei und Meretz, den Kampf für den Frieden effektiv aufgegeben und sich selbst zu "sozialdemokratischen" Parteien erklärt haben und sich in erster Linie um innere Angelegenheiten Israels kümmern. Besonders Führer der Arbeitspartei stimmten mehrere Jahre lang ausdrücklich mit Likud überein, dass  "die Zeit nicht reif für eine Zwei-Staaten-Lösung" sei. >>>


Stimmen zur Ein-Staaten Lösung, zur Zwei-Staaten Lösung
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EU im Schlepptau der USA und Israels kein Vermittler im Nahen Osten - Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait - Ein illegaler Besatzer verdient keine Anerkennung. „Sicherheitskooperation“ mit einem wiederholten Aggressor ist der größte Humbug. Von Vergeltung und Eskalation zu schreiben, wenn es sich um eine konsistente palästinensische Entscheidung handelt, ist eine irrige Ansicht in der Süddeutschen Zeitung, sowohl in der Notiz „Eskalation in Nahost“ als auch im Leitartikel „Nahost – Prinzip Vergeltung“ (SZ 17.1.). Eine kontinuierliche Politik der Vergeltung hat Israel über 70 Jahre lang betrieben. Dieser Tatbestand darf nicht öffentlich verkehrt werden.

Palästinenser seit über 70 Jahren nicht mehr Herr in ihrem Haus
- Der Nahost-Friedensprozess ist tot. Die SZ-Journalistin Alexandra Föderl-Schmid hat diesbezüglich Recht (SZ-Leitartikel „Nahost – Prinzip Vergeltung“, 17.1.). Aber die Idee, neben Israel einen palästinensischen Staat zu konzipieren, ist ebenso tot, obsolet und unanwendbar, solange die Teilung Palästinas noch gilt, denn es gibt keinen Raum für einen solchen Staat in einem Land, das okkupiert und unter voller Kontrolle des Besatzers ist, und das seit Jahrzehnten. Schon mit der Gründung Israels vor über 70 Jahren waren die Palästinenser nicht mehr Herren in ihrem Haus. Redaktionen und Politiker müssen diese Realität zuerst erkennen, um sich mit dem Problem Palästina versus Israel sachlich zu befassen.

Rechtsstaatliche, völkerrechtmäßige Haltung gegenüber einem Rechtsbrecher und illegalen Besatzer im Bundestag statt Antisemitismusdebatte
- Diese Erkenntnis verpflichtet auch den Bundestag, nämlich die rechtsstaatliche, völkerrechtmäßige Haltung Deutschlands gegenüber einem Rechtsbrecher und illegalen Besatzer einzunehmen, der über siebzig Jahre lang einen dauerhaften Konflikt immer wieder verschärft und zugespitzt hat. Aber anstatt sich mit diesem gravierenden politischen Problem zu befassen, umgeht der Bundestag dieses vordringliche Anliegen mit einer Debatte über Antisemitismus (18.1.), als ob die zornigen Demonstrationen von Israel-Gegnern Juden-Hass äußerten. >>>

 


 

 



Von Ohrfeigen und Gefängnis - Wer seinem Gegenüber eine runter haut, handelt selten richtig. Jemanden deshalb zu inhaftieren ist nicht souverän.
Die Kolumne. - 19.01.2018 - Inge Günther - Von der Straße in meinem sonst so ruhigen Berliner Wohnviertel gellen Schreie hoch. Unten tobt eine heftige Auseinandersetzung zwischen einem bulligen Mann und einer hysterischen Frau. Ich verharre auf dem Balkon, unschlüssig, ob ein Eingreifen geboten ist. Im Geiste sehe ich ihn schon ausrasten, als sie, von eher zierlicher Statur, ihm noch eine Backpfeife verpasst. Aber nein, er wendet sich ab, steigt ins Auto und fährt davon. Was immer ihren Beziehungskrach ausgelöst hat, in dieser Situation erweist sich der Stärkere auch als der Klügere.

Mir fallen die beiden israelischen Soldaten ein, die kürzlich ebenfalls ein paar Ohrfeigen ungerührt wegsteckten, was im Nachklapp allerdings erst recht die Gemüter in Wallung brachte. Dabei bewiesen die zwei Uniformierten eigentlich nur einen kühlen Kopf, den wiederum einige Entscheidungsträger vermissen ließen. Inzwischen haben sich auch Amnesty International sowie Vertreter der Europäischen Union besorgt zu Wort gemeldet, weil eine 16-Jährige, die es wagte, Soldaten zu watschen, nun seit einem Monat in einem Militärgefängnis sitzt.

Die Palästinenser verklären derweil die blondgelockte Ahed Tamimi zu ihrer „Jeanne d’Arc“, die sich unerschrocken mit bloßen Händen der Besatzungsmacht entgegengestellt habe. Dass Stunden zuvor ihr 15-jähriger Vetter bei Protesten gegen Trumps Jerusalementscheidung von einem Armeegeschoss mitten ins Gesicht getroffen worden war, lässt sie in palästinensischen Augen noch heldenhafter erscheinen. >>>

 

 

 


ONLINE-PETITION
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Bitte verbreitet die Solidaritätsbotschaften oder teilt die digitale Aktion und die aktualisierte Pressemitteilung auf Facebook und Twitter unter Verwendung der vorgeschlagenen Hashtags:
#FreiheitFürAhedTamimi #FreiheitFürAhed #GerechtigkeitFürAhed #SolidaritätMitNabiSaleh #GerechtigkeitFürNabiSaleh
#FreeAhedTamimi #FreeAhed #Justice4Ahed #SolidarityWithNabiSaleh #Justice4NabiSaleh (...)


TWITTER ZIELADRESSEN

.@IsraeliPM
.@AvigdorLiberman

VORSCHLÄGE FÜR TWITTER-BOTSCHAFTEN - DEUTSCH


- Ahed Tamimis Inhaftierung löst globale Entrüstung aus. Aber es sind gerade DREIHUNDERFÜNFZIG palästinensische Kinder – manche erst 12 Jahre alt - in israelischen Gefängnissen und Haftzentren. #FreiheitFürAhedTamimi

- Sagt #Israel: Stoppt den systematischen Missbrauch von Kindern durch Militärhaft @IsraeliPM @AvigdorLiberman

- #Israel muss 16-jährige Ahed Tamimi unverzüglich freilassen. #FreiheitFürAhedTamimi

- Sagt @IsraeliPM @AvigdorLiberman: NICHTS, das sie getan hat, rechtfertigt Inhaftierung und mögliche Gefängnisstrafe für ein Kind.

- #Nichts, das Ahed Tamimi getan hat, kann ihre Inhaftierung und mögliche Haftstrafe rechtfertigen. #FreiheitFürAhedTamimi

- #350 palästinensische Kinder befinden sich aktuell in #Israelischen Gefängnissen und Haftanstalten.

- #Palästinensische Kinder werden bei Festnahmen und Verhören durch #Israelische Truppen routinemäßig Misshandlungen unterzogen.

VORSCHLÄGE FÜR FACEBOOK-BOTSCHAFTEN - DEUTSCH
: Ahed Tamimis fortlaufende Haft und ihr Verfahren vor einem Militärgerichtshof ist ein Beispiel für die institutionelle Diskriminierung, die für die Behandlung palästinensischer Minderjähriger, die sich am Aktivismus beteiligen, typisch ist ... und das zeigt, wie Israel seine internationalen menschenrechtlichen Verpflichtungen Kindern gegenüber verletzt. Die 16-jährige Ahed Tamimi ist eine von geschätzt 350 palästinensischen Minderjährigen, die gegenwärtig in israelischen Gefängnissen und Haftzentren festgehalten werden. Jedes Jahr verhaften israelische Truppen rund 500-700 palästinensische Kinder, die durch den Prozess der Jugendmilitärhaft systematisch missbraucht werden, und stellen sie vor Gericht. Einmal festgenommen, werden Minderjährige systematisch Folter und anderen Misshandlungen unterzogen wie etwa durch das Verbinden der Augen, Drohungen, barsche Befragungen in Abwesenheit von Anwälten oder Eltern, Einzelhaft und in manchen Fällen körperliche Gewalt. Eine Inhaftierung von Minderjährigen sollte immer nur das Mittel der letzten Wahl sein. Deshalb - #Israel muss Ahed Tamimi unverzüglich freilassen.

 

 

 

 

 


GÖAB-Newsletter Analysen/Dokumente Nr. 2/2018 - 18.01.2018 -
  Beiträge zum UN-Palästinahilfswerk UNRWA: Die USA verfälschen die Realitäten  - US-Präsident Trump hat also einen Teil des Beitrages der USA zum UN-Palästinahilfswerk UNRWA zurückgehalten. Er will damit die Palästinenser zurück an den Verhandlungstisch zwingen, wie er das in seiner Deal-Maker-Mentalität ausgeführt hat. Er hat dabei aber auch – leider weitgehend unwidersprochen und unkorrigiert – den Eindruck vermittelt, als ob die USA der „big spender“ für UNRWA wären. Dem ist nämlich absolut nicht so und das sollte man entsprechend registrieren. Die letzten verfügbaren Zahlen über die tatsächlich für UNRWA ausgegeben Gelder aus dem Jahr 2016 sehen folgendermaßen aus:

1. Europa1 USD 468.898.698
2. USA USD 368.429.712
3. Saudi Arabien USD 148.000.000
4. Japan USD 44.497.634
5. Kanada USD 18.477.458
6. Islamic Dev. Bank USD 17.500.000
7. VAE USD 16.800.000
8. Australien USD 15.001.493
9. UAERCS2 USD 9.935.051
10. Palästina USD 6.096.193
(Österreich lag mit USD 1.977.610 weltweit an der 31. Position)

Fasst man also die zehn größten Einzelspender zusammen so befinden sich darunter sieben Europäer (inklusive EU), die USA, Saudi Arabien und Japan. Wenn man also vom „big spender“ sprechen möchte, so ist dies – wie auch in anderen Bereichen – Europa! Die europäischen Zahlungen lagen weit höher als ursprünglich vorgesehen, Europa springt oft in aktuellen Krisensituationen mit spontanen Zahlungen ein. Übrigens ist dies bei den Zahlungen an die Palästinensische Autonomieverwaltung in noch weitaus größerem Ausmaß der Fall.

Diese aktuelle Krise wirft wieder einmal ein bezeichnendes Licht auf die reale Situation: Die USA dominieren die Politik, obwohl sie längst kein neutraler Vermittler sondern der bedingungslose Unterstützer der israelischen Besatzungs- und Vertreibungspolitik sind. Gerade jetzt stellt sich – wieder einmal die Frage – wann Europa endlich einen ernsthaften Versuch unternimmt, nicht mehr alleine der Zahler sondern auch ein wesentlicher politischer Akteur zu werden. Bei den Iran-Atom-Verhandlungen hat man bereits einmal bewiesen, dass hier durchaus einiges möglich ist.

In der Beilage übermitteln wir einen aktuellen Aufruf des UNRWA-Generalkommissars, die exakten UNRWA-Statistiken sowie auch einen zusammenfassenden Tätigkeitsbericht der UNRWA.

Palästina liegt in unmittelbarer Nachbarschaft Europas, Europa ist auch der primäre Verursacher des israelisch-palästinensischen Konfliktes (der Antisemitismus ist eine europäische „Erfindung“, der Holocaust war ein europäisches Verbrechen und die Konflikte in Palästina haben nicht zuletzt ihre Wurzeln in der britischen Kolonialverwaltung) und es ist auch alleine von den Folgen (z.B. Flüchtlingsbewegungen, Terrorismus) betroffen. Es ist also wahrlich höchste Zeit, dass sich Europa aufrafft und eine führende Rolle im Nahen Osten übernimmt.

Fritz Edlinger Generalsekretär
[1]Hier sind die EU, sämtliche EU-Mitgliedsstaaten sowie Norwegen und Schweiz berücksichtig)
2United Arab Emirates Red Crescent Society
 


 

 



Die neue Waffe gegen die israelische Besetzung ist das Internet
- Palästinensische Online-Aktivisten haben zwei Gegner. Der eine ist Israel, das jahrelang die 3G- und 4G-Dienste im Westjordanland blockiert hat. Wer der andere ist, wird viele überraschen - Ulrich Schmid - 19.1.2018

Izzadine Mustafa kämpft gegen die israelische Besetzung des Westjordanlandes, und seine Waffe ist das Internet. Der 26-Jährige kommt aus Brooklyn, hat einen palästinensischen Vater, glaubt an die emanzipative Macht eines neutralen Internets, an die Mobilisierungskraft der sozialen Netzwerke und natürlich an die palästinensische Sache, denn «unser Narrativ ist besser». Auch gegen die kleine nette Prise Pathos hat er nichts: «Unser Schlachtfeld ist das Internet.»

Für mehr Online-Tempo
- Mustafa ist am Mittwoch mit knapp 300 andern Online-Aktivisten aus der ganzen Welt nach Ramallah gekommen, um am «Palestine Digital Activism Forum» teilzunehmen, an dem die «Herausforderungen und Trends in der digitalen Aktivität ergründet und angesprochen» werden sollten, wie es offiziell hiess. Das klang vielen der Teilnehmer jedoch etwas matt, denn ihr Hauptinteresse gilt dem politischen Kampf. Mustafa zum Beispiel ist als Vertreter des «Institute for Middle East Understanding» nach Ramallah gekommen, einer Organisation, die die palästinensische Sache durch Internet-Aktivismus vor allem in den USA befördern will, weil dort, so erklärt Mustafa, in manchen Milieus die Auffassung herrsche, «wir seien allesamt Terroristen».

Mustafa hat vieles an Israel zu kritisieren, nicht zuletzt, dass die Regierung Netanyahu die Einführung des flächendeckenden Hochgeschwindigkeits-Internets der dritten und vierten Generation (3G und 4G) für Palästina jahrelang blockiert hat und erst jetzt, auf Ende Januar 2018, einführen will. Der Schritt kommt zehn Jahre nachdem Mobilfunkanbieter wie Wataniya and Jawwal die israelischen Behörden um Lizenzen ersucht haben, da sie sich in heftiger Konkurrenz sehen nicht nur zu Anbietern aus dem arabischen Raum, die längst auf 4G umgestellt haben >>>

 

 

 

 

Heiliges Land: Zwischen Hoffnung und Verzweiflung - Wut, Ratlosigkeit, Angst - und ein bisschen Hoffnung: Das internationale Bischofstreffen im Heiligen Land ist beendet. Was bleibt? Wie steht es um die Christen? Und hat der Frieden überhaupt eine Chance? - 18.01.2018

Sie drückten Schulbänke, diskutierten mit Schülern, standen Studierenden Rede und Antwort: Das Gespräch und der Austausch mit der jungen Generation auf zwei Seiten eines anhaltenden Konflikts stand im Zentrum des 18. internationalen Solidaritätsbesuchs katholischer Bischöfe im Heiligen Land.

Fünf Tage lang hörten die Kirchenvertreter aus Europa, den USA und Südafrika der muslimischen und christlichen Jugend Palästinas und ihren jüdisch-israelischen Altersgenossen zu, sahen ähnliche Hoffnungen und grundverschiedene Rahmenbedingungen. Der Wunsch nach einer friedlicheren Zukunft prägten die Gespräche ebenso wie Wut, Enttäuschung, Ratlosigkeit und Angst.

Gespräche mit Schülern und Studenten
- Besuche in Schulen in Beit Dschallah, Beit Sahour, Jerusalem und Modi'in, Gespräche mit Studierenden der Hebräischen Universität Jerusalem und der Krankenpflegeschule in Emmaus-Qubeibeh, ein Gottesdienst mit der kleinen katholischen Gemeinde in Gaza: Nur ganz am Rande standen in diesem Jahr Treffen mit der örtlichen Kirchenführung. Die Bischöfe wollten stattdessen die Stimme der Jungen hören, einer Generation, der, so die Abschlusserklärung des Treffens, "eine grundlegende Rolle" im Friedensprozess zukommt". Zugleich sei aber "die Aussicht auf Frieden erneut in weite Ferne gerückt, durch moralisch und rechtlich inakzeptable Entscheidungen" der politisch Verantwortlichen im eigenen Land und in der Welt.

Fehlende Arbeitsplätze, anhaltende Verletzung der Würde, mangelnde Perspektiven: Die Frustration der jungen Palästinenser ist ebenso real wie die Angst auf beiden >>>

 

 


 

 


 


Netanyahu kritisiert über Bollywood Selfie' (Selbstmord)
- BDS-Mitglieder in Indien haben Israel beschuldigt, Bollywood zur Verbesserung seines globalen Images ausgenutzt zu haben, nachdem der israelische Premierminister mit dem legendären Filmstar Amitabh Bachchan auf der Bühne stand, während er Mumbai besuchte.

Aktivisten stellten die Behauptungen auf, nachdem die israelische Regierung am Donnerstag ein Outreach-Event mit dem Titel "Shalom Bollywood" veranstaltet hatte, um indische Regisseure und Produzenten dazu zu bewegen, ihre Filme in Israel zu drehen. An der Veranstaltung nahmen hochrangige Persönlichkeiten der indischen Filmindustrie teil, darunter Bachchan und seine Schwiegertochter Aishwarya Rai.

Proteste fanden außerhalb der Veranstaltung in Mumbai statt, der Heimat der indischen Kinobranche. Apoorva Gautam, die die Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionskampagne in Südasien leitet, sagte, dass Israels Appell an Bollywood eine breitere "ideologische Verschiebung" im Land seit der Wahl des indischen Premierministers Narendra Modi im Jahr 2014 widerspiegelt.

Indiens Filmindustrie ist die größte der Welt und hat einen Wert von mehreren Milliarden Dollar.

Nach Angaben von Days of Palestine hat Israel ähnliche Filmkooperationen mit anderen Ländern durchgeführt, um sein globales Image zu verbessern, einschließlich einer Initiative mit dem chinesischen Kino, als seine Tourismusindustrie nach dem Überfall auf Gaza gelitten hat.

Die Veranstaltung war Teil eines sechstägigen Staatsbesuchs des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu in Indien, bei dem er mehrere Städte im ganzen Land besuchte und mit Modi zusammentraf.

Bachchan behauptet, keine politische Zugehörigkeit zu haben, war aber das Gesicht mehrerer Kampagnen der indischen Regierung. Pläne, Bachchan zum Markenbotschafter von "Incredible India" zu machen, einer globalen Marketingkampagne der indischen Regierung, um Touristen ins Land zu locken, wurden verzögert, nachdem sein Name in den Zeitungen Panamas erschien.

Imtiaz Ali, eine weitere bemerkenswerte Bollywood-Figur, wurde ebenfalls mit Netanyahu am Donnerstag fotografiert. Er führte Regie bei der Bollywood-Filmfahrt, die vom israelischen Tourismusministerium finanziert und in Israel gedreht wurde.

Netanyahu ist der zweite israelische Premierminister, der Indien besucht. Seine Reise kommt, nachdem Modi der erste indische Führer war, der 2017 Israel besuchte. Quelle - übersetzt mit DeepL
 


 

 

 

Ausstellung "Juden, Christen, Muslime" - Das Märchen vom Abendland - Die Berliner Ausstellung "Juden, Christen, Muslime" zeigt die abenteuerlichen Wege des Weltwissens im Mittelalter und demontiert nebenbei die These, es gäbe ein christlich-jüdisches Europa. Von Gustav Seibt

Seit einigen Jahren ist vermehrt von den "jüdisch-christlichen Wurzeln" des "Westens" (oder des "Abendlands") zu hören, vor allem wenn es darum geht, Europa vom Islam abzugrenzen. Das ist schon deshalb ziemlich heuchlerisch, weil es den Eindruck erweckt, das Miteinander von Juden und Christen sei eine zweitausend Jahre lange Woche der Brüderlichkeit gewesen. Zugleich unterschlägt es, dass Juden und ihre Gemeinschaften viele Jahrhunderte lang in den arabisch-osmanischen Reichen mehr Luft zum Atmen hatten als in der vormodernen Christenheit.

Die Verhältnisse waren viel komplizierter und reicher. Das wird am besten sichtbar, wenn man auf die Geschichte des Wissens blickt. Da kann eine nicht untypische Geschichte ungefähr so verlaufen: Im neunten Jahrhundert wurden im "Haus der Weisheit", einer Übersetzerakademie im abbasidischen Bagdad, Texte der antiken Medizin von Hippokrates und Galen aus dem Griechischen ins Arabische übersetzt. Von Bagdad gelangten sie ins muslimische Spanien und von dort in die christlichen Königreiche, und zwar nach Toledo.

Dort wurden diese arabischen Versionen griechischer Wissenschaft in der Mitte des zwölften Jahrhunderts ins Lateinische übersetzt. An der Übersetzung beteiligten sich nicht selten des Arabischen kundige Juden, die (oft nur mündliche) Zwischenversionen in der romanischen Volkssprache erstellten, die danach von gelehrten Geistlichen in die abendländische Wissenschaftssprache Latein übertragen wurden. Damit wurden diese Texte für den Rest Europas zugänglich und konnten in den akademischen Unterricht von Paris oder Köln eingespeist werden.

Gewaltige Transformationen der Wissenschaften
- Der Wissenstransfer verlief also in einer gewaltigen raumzeitlichen Bewegung im Uhrzeigersinn vom Zweistromland über Nordafrika und Spanien nach Mitteleuropa, auf einem Weg, der gern vierhundert Jahre dauern konnte. Dabei wechselten solche Texte bis zu viermal ihre Sprache und mindestens dreimal die Schrift. Und diese gewaltigen Transformationen betrafen selbstverständlich nicht nur die medizinische Wissenschaft. >>>

 


 

 

 

 


 


 

 

 

 

 
 

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15. 1. 2018

 


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