Mittwoch, 10. Januar 201818:20   -    HELFEN     BDS     facebook    LINKS     ARCHIV    THEMEN

 

 

Terrorisierung von Kindern wohlüberlegte Politik Israels - Kamel Hawwash - 04.01.2018 - Ben Gurion, der Gründungsvater Israels, sagte einmal über die Palästinenser: "Die Alten werden sterben, und die Jungen werden vergessen." Wie sehr hat er sich über das palästinensische Volk geirrt.

Zu Beginn der Zweiten Intifada, 2000, tauchte ein symbolträchtiges Bild von Muhammad al-Durra, einem 12-jährigen Jungen auf, wie er sein Vater ihn vor den israelischen Schüssen schützte, und der die Soldaten anflehte mit dem Schießen aufzuhören. Aber die Kugeln (flogen) weiter und al-Durra starb an den Verletzungen.

Fares Odeh, 14, wurde fotografiert, als er im Gazastreifen furchtlos Steine auf einen israelischen Panzer warf. Odeh wurde von den israelischen Streitkräften am 8. November desselben Jahres getötet.

Blanker Hass
- Am Dienstag tötete die israelische Armee den 17-j. Musab Firas al-Tamimi aus dem Dorf Deir Nitham in der Westbank; er war der erste Palästinenser, der 2018 von israelischen Streitkräften erschossen wurde.
Israels Grausamkeit, und was Palästinenser als blanken Hass auf ihre Kinder sehen, wurde versinnbildlicht durch den Mord an der 13-j. Iman Darweesh al-Hams. 2004 schossen Soldaten der israelischen Armee von einem Beobachtungsosten aus in dem von Israel beanspruchten "Niemandsland" nahe der Phildadelfi-Strasse in Rafah auf sie. Als ob das nicht genug wäre, feuerte der Kommandeur der Soldaten das ganze Magazin seines automatischen Gewehrs in Hams Körper. Ein Jahr später, während dem Gerichtsprozess, äußerte der Kommandeur kein Bedauern über seine Handlung und sagte, er hätte das gleiche "getan, wenn das Mädchen drei Jahre alt gewesen wäre".
Er wurde in allen Anklagepunkten freigesprochen.

Laut Defence for Children International Palestine (DCIP) wurden 595 Kinder während der zweiten Intifada getötet, in dieser Zeit fanden auch die oben erwähnten Morde statt.

In den vergangenen Jahren haben Gazas Kinder immer wieder unter der Armee gelitten, vor allem in den letzten drei größeren Kriegen. Im Krieg von 2008/09 kamen 280 Kinder zu Tode, im Krieg von 2012 waren es 33 und 2014 490 Kinder, die durch israelische Schüsse getötet wurden.

DCIP berichtet, das zwischen 2000 und 2017 2.022 palästinensische Kinder ihr Leben durch die israelischen Streitkräfte verloren, ein Durchschnitt von 25 pro Monat. Während derselben Periode wurden 137 israelische Kinder von Palästinensern getötet.

Natürlich geht es nicht um Zahlen, aber es gibt einen Hinweis auf die schrecklichen Auswirkungen der israelischen Besatzung und der wiederholten (israelischen) Kriege gegen die Palästinenser, speziell gegen die Kinder.

Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass anders als israelische Kinder, die in dem Konflikt getötet werden, die meisten von Israel getöteten Kinder namenlos bleiben und nur in einer Todesbilanz erscheinen. Israelische Medien stellen sicher, dass Namen und Fotos toter israelischer Kinder so weit wie möglich verbreitet werden. Palästinenser haben diese Reichweite nicht.

Kinder vor Militärgerichten
- Derzeit werden keine israelischen Kinder von Palästinensern festgehalten. Aber es gibt etwa 450 palästinensische Kinder, die von Israel ins Gefängnis gesteckt wurden. Ihnen wird der Prozess vor Militärgerichten gemacht, sie werden in Fesseln vor die Militärrichter gebracht – wie die Welt gesehen hat, nachdem die 16-j. Ahed Tamimi in den frühen Morgenstunden des vergangenen 20. Dezember abgeführt wurde.

Laut DCIP werden jedes Jahr 500 bis 700 palästinensische Kinder von Israel inhaftiert. Die häufigste Beschuldigung ist Steinewerfen. DCIP sagt jedenfalls, dass seit 2000 mindestens 8.000 palästinensische Kinder von Israel festgenommen und im israelischen Militärgerichtssystem strafrechtlich verfolgt wurden. DCIP berichtet, dass in den zwischen 2012 und 2016 dokumentierten Fällen 72% der palästinensischen Kinderhäftlinge von körperlicher und 66% von verbaler Gewalt und Demütigungen berichteten.

Laut Khaled Quzmar, dem Generaldirektor von DCIP, "fahren trotz des laufenden Engagements von UN-Organistionen und wiederholter Appelle sich an das internationale Recht zu halten, das israelische Militär und die >>>

 

 

 


Das Westjordanland und israelischer Müll
- Benjamin Hammer - Israel verarbeitet zum Teil giftigen Müll im palästinensischen Westjordanland. So zumindest der Vorwurf einer israelischen Menschenrechtsorganisation. Demnach haben die Palästinenser kein Mitspracherecht.

Große Räummaschinen verarbeiten den Schlamm aus den Kläranlagen.

Das Jordantal nördlich des Toten Meeres. Der erste Blick: Wunderschön. Hunderte Störche kreisen über dem Tal. Der zweite Blick: Beinahe ekelerregend. Denn die Störche haben es auf eine riesige Müllhalde abgesehen. Lastwagen fahren die staubige Schotterpiste entlang. Es stinkt. Direkt neben der Müllhalde befindet sich die Firma des Israelis David Reiner. Auch hier riecht es streng. "Compost Or ist ein Recycling-Unternehmen. Wir nehmen Schlamm aus Kläranlagen und verarbeiten den dann hier. Am Ende haben wir Kompost für die Landwirtschaft. Sehr guten Kompost."

Israelischer Klärschlamm in Palästina
- Ein Großteil des Klärschlamms kommt aus Israel. Kritiker nennen diese Praxis illegal. Denn die Anlage von David Reiner befindet sich im von Israel besetzten Westjordanland. Ein Gebiet, das laut Beschlüssen der Vereinten Nationen den Palästinensern gehört. Adam Aloni arbeitet für die israelische >>>


 

 

 

Facebook sagt, es löscht Konten auf Anweisung der US-Regierung und der israelischen Regierung. - Glenn Greenwald - 30. 12. 2017 - Im September letzten Jahres stellten wir fest, dass Facebook-Vertreter mit der israelischen Regierung zusammentrafen, um zu bestimmen, welche Facebook-Konten von Palästinensern gelöscht werden sollten, weil sie eine "Anstiftung" darstellten. Die Versammlungen, die von einem der extremistischsten und autoritärsten israelischen Beamten, dem Justizminister Ayelet Shaked, einberufen und geleitet wurden, fanden statt, nachdem Israel Facebook angedroht hatte, dass sein Versäumnis, freiwillig israelische Löschbefehle zu befolgen, zur Verabschiedung von Gesetzen führen würde, die Facebook dazu verpflichten würden, dies zu tun, und zwar unter Androhung einer schweren Geldstrafe oder sogar einer Blockade im Land.

Die vorhersehbaren Ergebnisse dieser Treffen sind nun klar und gut dokumentiert. Seitdem befindet sich Facebook auf einer Zensuraktion gegen palästinensische Aktivisten, die gegen die jahrzehntelange, illegale israelische Besetzung protestieren, die von israelischen Beamten geleitet und bestimmt wird. Tatsächlich haben israelische Beamte öffentlich damit geprahlt, wie gehorsam Facebook ist, wenn es um israelische Zensuraufträge geht:

Kurz nachdem die Nachrichten Anfang dieses Monats die Vereinbarung zwischen der israelischen Regierung und Facebook bekannt gemacht wurde, sagte die israelische Justizministerin Ayelet Shaked, Tel Aviv habe 158 Anfragen an den Social Media Giganten in den letzten vier Monaten gestellt und ihn gebeten, Inhalte zu entfernen, die er als "Anstiftung" betrachtete.

Sie hat Recht. Die Unterwerfung unter israelische Diktate ist schwer zu überschätzen: Wie es die New York Times im Dezember letzten Jahres formulierte: "Israelische Sicherheitsagenturen überwachen Facebook und senden die Beiträge des Herstellers, die sie als Anstiftung betrachten. Facebook hat reagiert, indem es die meisten davon entfernt hat."

Was diese Zensur besonders folgerichtig macht, ist die Tatsache, dass "96 Prozent der Palästinenser sagten, dass sie Facebook hauptsächlich für die Verfolgung von Nachrichten nutzen". Das bedeutet, dass israelische Beamte praktisch uneingeschränkte Kontrolle über ein wichtiges Kommunikationsforum der Palästinenser haben.

In den Wochen nach diesen Facebook-Israel-Treffen berichtete The Independent, "das aktivistische kollektive palästinensische Informationszentrum berichtete, dass mindestens 10 Konten ihrer Administratoren für ihre arabischen und englischen Facebook-Seiten - gefolgt von mehr als 2 Millionen Menschen - gesperrt wurden, sieben von ihnen dauerhaft, was ihrer Meinung nach das Ergebnis neuer Maßnahmen ist, die nach dem Treffen von Facebook mit Israel ergriffen wurden". Im März letzten Jahres hat Facebook die Facebook-Seite der politischen Partei Fatah kurzzeitig geschlossen, gefolgt von Millionen, "wegen eines alten Fotos, auf dem der frühere Führer Yasser Arafat mit einem Gewehr postiert war".

In einem Bericht des Palästinensischen Zentrums für Entwicklung und Medienfreiheit aus dem Jahr 2016 wurde detailliert dargelegt, wie umfangreich die Facebook-Zensur war:

Seiten und persönliche Konten, die gefiltert und blockiert wurden: Palestinian Dialogue Network (PALDF.net) Gaza jetzt, Jerusalem News Network, Shihab-Agentur, Radio Bethlehem 2000, Orient Radio Network, Seite Mesh Heck, Ramallah News, Journalist Huzaifa Jamous aus Abu Dis, Aktivist Qassam Bedier, Aktivist Mohammed Ghannam, Journalist Kamel Jbeil, Administrative Accounts für Al Quds Page, Administrative Accounts Shihab Agency, Aktivist Abdel-Qader al
net) Gaza jetzt, Jerusalem News Network, Shihab-Agentur, Radio Bethlehem 2000, Orient Radio Network, Seite Mesh Heck, Ramallah News, Journalist Huzaifa Jamous aus Abu Dis, Aktivist Qassam Bedier, Aktivist Mohammed Ghannam, Journalist Kamel Jbeil, Administrative Accounts für Al Quds Page, Administrative Accounts Shihab Agency, Aktivist Abdel-Qader al

Unnötig zu sagen, dass Israelis praktisch freie Hand haben, um über Palästinenser zu posten, was immer sie wollen. Die Aufrufe der Israelis zur Ermordung von Palästinensern sind auf Facebook alltäglich und bleiben weitgehend ungestört.
Quelle - Übersetzt mit DeepL

 

 


 


 

 

 


Die Wut der Heimatlosen
- Bashar ist Palästinenser. In Dresden organisiert er seine Landsleute zum Protest. Warum Judenhass für ihn trotzdem tabu ist. - Allahu Akbar al-Quds!“ hallt es vielstimmig über den Wiener Platz vor dem Dresdner Hauptbahnhof. Ein Pulk hat sich gebildet, um die 200 Menschen. Sie schreien und singen auf Arabisch, tragen Transparente mit der Aufschrift „Stoppt den Krieg in Palästina!“ und „Jerusalem ist die Hauptstadt von Palästina“, dazu Flaggen in den Nationalfarben des umkämpften Landes in Nahost. Passanten huschen vorbei, verschreckte, grimmige Blicke. Mitten im Weihnachts-Shopping holt sie die Weltpolitik ein. „Allahu Akbar!“ – die Worte sind für die meisten Deutschen längst zum Inbegriff islamistischen Terrors geworden. Doch es bleibt friedlich heute. Keine Israel-Fahnen brennen wie unlängst in Berlin. Keine antisemitischen Hass-Tiraden. Und doch ist ihr Zorn deutlich spürbar. Der Zorn über die einseitige Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Donald Trump – ungeachtet ihres völkerrechtlichen Status als besetzte Stadt.

„Wie kann Trump etwas verschenken, das ihm nicht gehört? Sie können mir doch auch nicht einfach etwas schenken, das Ihrem Nachbarn gehört“, ruft Bashar Saleh aufgewühlt. Der 24-Jährige hat die Dresdner Demo organisiert >>>


 

 

 

Unter dem Kürzel EPD versucht die Süddeutsche Zeitung nun schon zwei Tage hintereinander die zionistische Sicht der israelkritischen Demonstrationen vom Dezember 2017 ihren Lesern nahe zu bringen. - W.Behr

Am 8.Januar unter der Überschrift Gegen Antisemitismus (auszugsweise):

Die Union fordert die Ausweisung von Zuwanderern, die antisemitischen Hass verbreiten.
[ ] „Wer jüdisches Leben in Deutschland ablehnt oder das Existenzrecht Israels in Frage stellt, kann keinen Platz in unserem Land haben.“ [ ] Unions-Fraktionsvize Stephan Harbarth(CDU) erklärte:“Wir müssen auch dem Antisemitismus von Migranten mit arabischem Hintergrund und aus den afrikanischen Ländern entschieden entgegentreten.“

Und dann folgt die perfide Umdeutung der verbrannten Israelfahne in eine des Judentums:

Bei antiisraelischen Protesten [ ] hatten propalästinensische Demonstranten [ ] Fahnen mit dem Davidstern verbrannt.

Es handelte sich eindeutig um die Fahne Israels, die nun mal den Davidstern enthält. Das Judentum hat keine Fahne!
Und dann fehlt auch nicht die Gleichsetzung von "antisemitischem Hass" mit "antiisraelischen Protesten."

Zuletzt schlägt die Staatsekretärin Chebli (SPD) vor:

„Besuche eines früheren Konzentrationslagers sollten zum Bestandteil von Integrationskursen werden.“

Wie wäre es denn, wenn bei deutschen Politikern ein Besuch des Westjordanlandes und des Gazastreifens Pflicht würde, um sie vielleicht von ihrer grenzenlosen Ignoranz und Israelhörigkeit zu befreien.


Am 9.Januar unter der Überschrift Gegen den Hass auf Juden
(auszugsweise):

[ ] Vor dem Hintergrund der jüngsten antisemitischen Vorfälle in Deutschland plant die Unionsfraktion mit Blick auf den Gedenktag [gemeint ist die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus] einen überfraktionellen Antrag zur Bekämpfung von Judenhass. Enthalten ist auch die Forderung nach einem Antisemitismusbeauftragten [ ] der von einem unabhängigen Kreis beraten werden soll. Er soll Massnahmen der Bundesregierung sowie von Bund, Ländern und Zivilgesellschaft koordinieren, Ansprechpartner für jüdische Gruppen sein und die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren.

Hier werden auf schamloseste und wahrheitswidrige Weise die berechtigten und vom Grundgesetz gedeckten israelkritischen Demonstrationen umgedeutet zu Hassdemonstrationen gegen Juden und für inquisitorische Massnahmen gegen israelkritische Veranstaltungen instrumentalisiert.   Die israelische Botschaft und der Zentralrat der Juden dürften zufrieden sein.

 

 

 

 

Code Pink sagt, das Einreiseverbot wird Engagement für die Rechte der Palästinenser nur verstärken.

On Sunday, January 7, 2018, the Israeli government published a list of six US organizations, including CODEPINK, and 20 organizations worldwide whose activists will be barred from entering the country because of their support for the boycott, divestment and sanctions movement (BDS) in favor of Palestinian rights.

Join us in calling on influential Senators Chuck Schumer and Ben Cardin to denounce this outrageous ban and tell Israel to lift it immediately. These senators should stand up for the right of US citizens to criticize repressive Israeli policies, especially since Israel gets over $3 billion of our tax dollars every year.

The six banned US groups are:

American Friends Service Committee
American Muslims for Palestine
CODEPINK
Jewish Voice for Peace
National Students for Justice in Palestine
US Campaign for Palestinian Rights

This is a disgraceful attempt to silence global voices working to stop the oppression and violations of international law against the people of Palestine.

CODEPINK takes pride in being recognized as a staunch defender of Palestinian human rights, along with these other wonderful advocacy groups. Our response to the ban will be to increase our efforts to challenge Israeli policies of occupation and apartheid.

Tell Senators Schumer and Cardin that this ban is unacceptable, particularly from a government accepting funds from US taxpayers. Israel must immediately lift the ban on BDS activists. Also, please share this message on Facebook and Twitter!

With justice and determination,
Ann, Ariel, Brienne, Haley, Jodie, Katie, Mariana, Mark, Mary, Medea, Nancy, Paki, Robin, Sarah, Taylor, and Tighe

 

Donate Now!

 

 



 

Video - Quelle facebook

 

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Let the two-state solution die a natural death - Richard Falk - 8. 1. 2018 - Despite all appearances to the contrary, those in the West who do not want to join the premature and ill-considered Israeli victory party, are clinging firmly to the Two-State Solution amid calls to renew direct diplomatic negotiations between the parties so as to reach, in the extravagant language of Donald Trump, ‘the ultimate deal.’

Israel has increasingly indicated by deeds and words, including those of Netanyahu, an unconditional opposition to the establishment of a genuinely independent and sovereign Palestine. The settlement expansion project is accelerating with pledges made by a range of Israel political figures that no settler would ever be ejected from a settlement even if the unlawful dwelling units inhabited by Jews were not located in a settlement bloc that have been conceded as annexable by Israel in the event that agreement is reached on other issues. What is more Netanyahu, although sometimes talking to the West as if he favors a resumption of peace negotiations seems far more authentic when he demands the recognition of Israel as the state of the Jewish people as a precondition for any resumption of talks with the Palestinians or joins in welcoming American pro-Israeli zealots who insist that the conflict is over, and that Israel deserves to be anointed as victor. To top it all off, the Trump decision of December 6, 2017 to recognize Jerusalem as the capital of Israel and to follow this up by soon relocating the U.S. Embassy, effectively withdraws from future negotiations one of the most sensitive issues—the status and sharing of Jerusalem—despite the language accompanying Trump’s statement on recognition that purports to leave to the future, permanent Jerusalem borders and disposition of the city on a permanent basis that is misleadingly declared to remain open for an agreement between the parties to be achieved at a later date of their choosing.

All in all, it seems time to recognize three related conclusions:

(1) The leadership of Israel has rejected the Two-State Solution as the path to conflict resolution;

(2) Israel has created conditions, almost impossible to reverse, that make totally unrealistic to expect the establishment of an independent Palestinian state;

(3) Trump even more than prior presidents has weighted American diplomacy heavily and visibly in favor of whatever Israel’s leaders seek as the endgame for this struggle of decades between these two peoples. >>>


Textsammlung - Ein-Staaten Lösung - Zwei-Staaten Lösung >>>

 

 

9. 1. 2018

 

 

Plädoyer für die Überwindung des Zionismus mit jüdischen Werten

Rolf Verleger unterzieht in seinem neuen Buch Israels Politik einer radikalen Kritik und hofft auf eine Erneuerung des Judentums

Arn Strohmeyer

Der deutsche Mehrheitsdiskurs über den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern leidet vor allem daran, dass jede Kritik an der brutalen und völkerrechtswidrigen Besatzung, der Unterdrückung eines ganzen Volkes und der sich permanent wiederholenden Bombardierung eingeschlossener Bevölkerungsgruppen sofort unter den Antisemitismusvorwurf gestellt wird. Das Ziel eines solchen Vorgehens, das immer mehr inquisitorische, denunziatorische, also rufmörderische Züge annimmt, ist neben der Verschleierung dieser Untaten die Aufrechterhaltung eines Idealbildes von Israel, das mit der Wirklichkeit dieses Staates wenig oder nichts zu tun hat. Einer, der sich seit Jahren darum bemüht, dieses Israelbild zu korrigieren und die Debatte in Deutschland in rationalere Bahnen zu lenken, ist der deutsch-jüdische Neurologe und Publizist Rolf Verleger, einer der mutigsten und kompromisslosesten Kritiker des Zionismus und Streiter für eine humane Lösung der scheinbar unendlichen Tragödie im Nahen Osten.

Rolf Verleger hat nun ein neues Buch vorgelegt, das die extremen Spannbreite des Judentums beleuchtet – eben Werte wie Nächstenliebe und Gerechtigkeit auf der einen und radikaler Nationalismus auf der anderen Seite. Wobei es eben die Tragik Israels ist (und das ist immer wieder Verlegers Thema), dass der israelische Chauvinismus den humanen Anteil, den es im Judentum auch gibt, völlig verdrängt hat. Humanität gibt es im Zionismus nur gegenüber der eigenen Ethnie, nicht aber gegenüber den „Anderen“, den Palästinensern. Es ist der Kampf zweier Linien, die es im Judentum von Anfang an gegeben hat: die Spaltung in die Vertreter eines ethnischen Stammesdenkens (nationalistischer Partikularismus) oder weltoffener Universalismus.

Die jeweiligen Zeitumstände entscheiden darüber, welche Richtung gerade die Oberhand behält. Der deutsch-jüdische Psychoanalytiker Erich Fromm sah noch die universalistische Richtung klar im Vorteil: „Das radikale humanistische Denken kennzeichnet die Hauptentwicklungsstufen der jüdischen Überlieferung, während die konservative nationalistische Richtung das relativ unverändert Relikt aus älterer Zeit ist und nie an der progressiven Evolution des jüdischen Denkens und seinem Beitrag an den universalen menschlichen Werten einen Anteil hatte.“

Historisch stellt sich dieser Vorgang so dar: Im Alten Testament (Hebräische Bibel) überwiegt das ethnisch-politische Element mit einem durchaus kriegerischen Gottesbild im jüdischen Begriff von „Israel“ (so der Theologe Peter Bingel), denn Jahwe befiehlt „seinem Volk“ die gewaltsame Landnahme und die Ausrottung ganzer Völker. Die humanistisch-universalen Werte werden vor allem von den Propheten vertreten, später von Rabbinern wie etwa Hillel. Die politisch-ethnisch-kriegerische Seite des Judentums tritt nach den Niederlagen in den Kämpfen gegen die Römer für viele Jahrhunderte – die Zeit der Gesamtdiaspora von 70 bis etwa 1850 n.u.Z. – in den Hintergrund und erscheint erst unter Berufung auf die Hebräische Bibel mit dem eigentlich säkularen Zionismus und der fortschreitenden Kolonisierung des historischen Palästina und erst recht nach der Gründung des Staates Israel wieder auf der historischen Bühne.

Durch diese Entwicklung – also die partikularistischen Anforderungen des Staates Israel und auch durch das Andenken an den Holocaust – ist der jüdische Universalismus verdrängt worden, der im 19. Jahrhundert durch die Emanzipation der Juden in den europäischen Gesellschaften dominant gewesen war. Die Abwendung vom Universalismus und der Prozess der Bildung eines radikalen Nationalismus ist heute in der israelischen Gesellschaft so weit fortgeschritten, dass Vertreter der Menschenrechte und des Völkerrechts in diesem Staat (ähnlich wie in Deutschland, wenn es um Israels Politik geht) als „Verräter“ an den Pranger gestellt werden, was die israelische Soziologin Eva Illouz in ihrem Buch „Israel“ zu der Bemerkung veranlasst, dass dies den moralischen Bankrott des organisierten Judentums und Israels bedeute. >>>

 

 

 

 

 
 


Kurznachrichten  + BERICHTE
 


Quaker group honored by Yad Vashem for helping Jews during Holocaust is now banned from Israel

One of the special ironies of the weekend’s news that Israel is barring 20 international organizations from entry because they support BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) is the appearance on that list of the venerable American Friends Service Committee, or AFSC, which was founded 101 years ago as an antiwar organization. AFSC earned distinction and a Nobel Prize for helping Jews and other refugees escape the Holocaust. Now it is on that list because it is helping Palestinians! >>>

 

Yesh Din: Israelis Go Unpunished for Assaults on Palestinians >>>

 

Boycott Drive Put Israel on a Blacklist. Now Israel Has One of Its Own. >>>

 

Israel issues BDS blacklist against 20 organizations– ‘badge of honor,’ Munayyer says  >>>

 

Why has Israel banned Jewish leftists but not members of Nazi-linked groups  >>>

 

Erekat- No Negotiations with Jerusalem Decision in Place >>>

 

ICC to Open Full Investigation into Settlements, 2014 War on Gaza >>>

 

Israeli Soldiers Attack Protesters In Bethlehem >>>

 

Open Letter from Academics at Birzeit University in Palestine >>>

 

Army Abducts At Least Thirteen Palestinians In The West Bank >>>

 

Israel Demands Compensation From Family Of Palestinian Crushed To Death Under Army Jeep >>>

 

Settlers Continue to Break into Al Aqsa Courtyards >>>

 

UNRWA says Mandate Comes Only from UN General Assemby >>>

 

Palestinians Breach Apartheid Wall Twice in Two Weeks >>>

 

Military court still mulls jailing of Tamimi teen until end of her trial >>>

 

9. 1. 2018

 


Netanyahu-Sohn plaudert heiklen Deal aus
"Mein Vater hat deinem Vater 20 Milliarden Dollar organisiert": >>>

 

Kampf um jeden Quadratmeter
Einer der größten Landbesitzer in Israel ist das Jerusalemer griechisch-orthodoxe Patriarchat. Die Kirche verkauft jedoch immer mehr Besitz – oft unter dubiosen Umständen. >>>

 


 

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Soldiers Confiscate 2000 Books And Research Documents From Detainees In Hadarim >>>

 

Israeli Soldiers Carry Out A Limited Invasion In Khan Younis >>>

 

Netanyahu Supports “Gradual Cutback” of UNRWA Funding by US >>>

 

Why has Israel banned Jewish leftists but not members of Nazi-linked groups >>>

 

How Israel hopes to make Palestinian refugees disappear >>>

 

8. 1. 2018

 

Palestinians protest visit of Greek Orthodox patriarch accused of selling land to Israel >>>

 

Arabische Länder geschlossen gegen Trumps Jerusalem-Entscheidung  >>>

 

Antrag im Bundestag
Union: Antisemitische Zuwanderer ausweisen  >>>

 

Prosecuting Ahed Tamimi shows the depth of Israeli paranoia >>>

 

OCHA: Trump’s Jerusalem recognition resulted in 56% of 2017 injuries >>>

 

Israel to Restore Electricity to Gaza on Monday After Six-month Cut  >>>

 

Israel Step Closer to Making Jerusalem Jewish-Only City >>>

 

Einreiseverbot: Israel setzt 20 Boykott-Bewegungen auf „schwarze Liste“  >>>

 

 

What’s Behind the ‘Disappearance’ Of 420,000 Palestinians in Lebanon >>>

 

Students Await Judgment in Suit Over Fordham University Banning of Pro-Palestine Club  >>>

 

 

Israel's new death penalty bill 'targets Palestinians' >>>

 

Israel arrested more than 6,000 Palestinians in 2017 >>>

 

Custos of Holy Land Celebrates Baptism of Christ at Jordan River >>>

 

Netanyahu Supports “Gradual Cutback” of UNRWA Funding by US >>>

 

Longest-serving Palestinian prisoner marks 36 years in Israeli custody >>>
 


Arab League to lobby U.N. to recognise Palestinian state >>>



Arab League to lobby U.N. to recognise Palestinian state >>>
 


The harsh reality for Palestinians: The rules of the game in the Middle East are changing >>> 


Israel supports gradual funding cut to U.N. agency for Palestinians - official >>>
 


US freezes $125 million in funding to Palestinian refugees: Report >>>



Israeli forces raid refugee camp in West Bank, injure 10 Palestinians  >>>
 


Tapes reveal Egypt accepts Trump’s Jerusalem move, protests publicly >>>



Egypt hosts 'told to convince viewers' over Jerusalem >>>



Greek Patriarch attacked by Palestinians amid protests against church selling off land >>>


Video: Palestinians Protest Greek Orthodox Patriarch of Jerusalem >>>



Abbas urges Israel to rethink ‘apartheid’ policies before it’s ‘too late’ >>>


Migrants expressing anti-Semitism in Germany could face deportation >>>



Palestinians cautious about Arab League meeting >>>



'It's a war between the Jews and the non-Jews': Henry Kissinger tells Wolff there was a growing rift in the White House between former Trump adviser Steve Bannon and Jared and Ivanka Trump >>>


Peace Now: Israel to approve more than 1,329 illegal settlement units >>>


Trump Cares Nothing for Human Life: Ex-US Government Adviser >>>

 

7. 1. 2018

 

Mehrere führende arabische Staaten wollen sich um die internationale Anerkennung von Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen Palästinenserstaates bemühen. . >>>

 

US-Außenamts-Vertreter dementiert Einfrieren von Palästinenserhilfen >>>

 

Ahed Tamimi's lawyer- Her case is making people see the occupation again >>>

 

Israeli-US Campaign against UNRWA Condemned by Foreign Ministry >>>

 

Israel to Seize Equipment Used on Worksites without Permits >>>

 

6. 1. 2018

 

Israels Parlament stimmt Todesstrafe für Palästinenser zu
 Das israelische Parlament hat am Mittwoch einen Gesetzesentwurf über die Verhängung der Todesstrafe für Palästinenser, die anti-zionistische 'Märtyrer-Operationen' durchführen, mit knapper Mehrheit verabschiedet. 52 Abgeordnete votierten am Mittwoch für den von der Partei "Jisra'el Beitenu" unter Leitung des israelischen Kriegsministers Avigdor Lieberman vorgelegten Gesetzentwurf, 49 Abgeordnete stimmten dagegen. Um Gesetz zu werden, muss der Entwurf noch drei weitere Lesungen im Parlament passieren.
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Israel will Todesstrafe für Palästinenser einführen >>>

 


??? Israel-Hass wird zum Thema im Bundestag ???
Vor dem Holocaust-Gedenktag am 27. Januar wollen CDU und CSU einen Antrag zur Bekämpfung von Antisemitismus in den Bundestag einbringen. "Wer jüdisches Leben in Deutschland ablehnt oder das Existenzrecht Israels infrage stellt, kann keinen Platz in unserem Land haben"
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A foreign leader — Netanyahu — set Trump’s agenda in Middle East, Michael Wolff book says >>>
 

Attacks on Palestinians Increase after Trumps' Decision on Jerusalem  >>>

 

Israel's new death penalty bill 'targets Palestinians' >>>

 

'They came to kill': Palestinian village grieves for 16-year-old Musaab al-Tamimi  >>>

 

Israel Step Closer to Making Jerusalem Jewish-Only City >>>

 

Gaza’s airport, once a symbol of statehood, is now a wasteland >>>

 

Israel prevents Omar Barghouti from accompanying his mother to Jordan for critical surgery >>>

 

Exiled Fatah leader Dahlan planning political comeback >>>

 

Majority of Jewish Israelis back Trump’s Jerusalem declaration  >>>

 

The EU response to Israel’s ‘death penalty for Palestinians’ bill is painfully weak  >>>

 

Lieberman calls meeting on settlement expansion >>>

 

US Halts $125 Million in Funding for Palestinian Refugees - Report >>>

 

Defiant symbol of Palestine >>>

 

Israel approves construction of over 2,200 new settler units in occupied West Bank >>>

 


Terreur israélienne dans toute la Palestine
Nouveaux bombardements sur Gaza, interruption des funérailles de Firas près de Ramallah et invasion du camp de réfugiés de Deishé à Bethléem, tirs à balles réelles, blessés dans un état critique : les ordres sont donnés à l’armée d’occupation pour un maximum de terreur dans toute la Palestine, y compris en l’absence de tout événement. 
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