Freitag, 01. Dezember 201701:22   -    HELFEN     BDS     facebook    LINKS     ARCHIV    THEMEN

 

 

Dystopie (negative Utopie) im Gazastreifen   -  09.11.2017  - Gideon Levy - Kinder in Gaza leben in einer Hölle: ein Psychologe spricht über um sich gre

ifenden sexuellen Mißbrauch, über Drogen und Verzweiflung. Das Interview mit dem israelischen Psychologen Mohammed Mansour ist eines der schockierendsten, erschreckendsten und erschütternsten Dokumente , die hier in letzter Zeit veröffentlicht wurden.

Wäre Israel eine moralische Gesellschaft und nicht eine nationalistische und gehirngewaschene, würden ihre Fundamente wackeln. Es hätte Tagesgespräch sein müssen, ein Tagessturm. Gerade eine Stunde entfernt gibt es eine humanitäre Katastrophe; ein humantäres Desaster, ein Horror, für den Israel die Hauptschuld trägt – und Israel ist mit den angeblichen sexuellen Übergriffen von TV-Vorstand Alex Gilady beschäftigt.

Mansour kam von einem Besuch im Gazastreifen mit den Ärzten für Menschenrechte-Israel zurück. Er ist Experte in Traumatherapie - und niemand kann von seinen Beobachtungen während seiner zwei letzten Besuche unberührt bleiben. Rechte oder Linke, es spielt keine Rolle, jeder Mensch mit einem Fünkchen Menschlichkeit muss schockiert sein.

Mehr als ein Drittel der Kinder, die er im Jabalia-Flüchtlingslager getroffen hat,  haben berichtet, sexuell mißbraucht worden zu sein. Ihre Eltern, im Kampf ums Überleben gefangen und selbst unter Depressionen leidend, sind nicht in der Lage sie zu schützen. In Gaza ist es nicht möglich die Kinder und ihre Eltern von den Quellen des Traumas wegzubringen, denn das Trauma hat kein Ende und wird keines haben; Erwachsene und Kinder leben in einer schrecklichen Qual. Niemand in Gaza ist psychisch gesund. Chaos, das ist das richtige Wort.

Mansour beschreibt eine Dystopie, eine zerfallende Gesellschaft. Verwüstung. Die Menschen in Gaza beweisen ein erstaunliches Durchhaltevermögen, Zusammenhalt und Solidarität in ihren Familien, Dörfern, Wohnvierteln und Flüchtlingslagern - nach all den Plagen, die sie erlitten haben: Flüchtlinge, Kinder von Flüchtlingen, Enkel von Flüchtlingen, Urenkel von Flüchtlingen, sie fallen auseinander.

Mansour beschrieb einen äußersten Kampf ums nackte Überleben, mit der Abhängigkeit von Schmerzmitteln als letzter Zuflucht. Nichts, was wir von Gaza kannten, ist übrig geblieben, Nichts erinnert uns an das Gaza, das wir liebten. "Es wird schwierig sein, Gazas Menschlichkeit wieder herzustellen", sagt Mansour.

Die Schilderung von Mansour, so brutal sie sind, sollten niemanden überraschen. Alles ist nach Buch durchgeführt worden, nach dem größten Buch der Experimente an Menschen. Das ist die einzig mögliche Konsequenz aus der Gefangennahme von zwei Millionen Menschen in einem riesigen Käfig für über zehn Jahre, ohne irgend einen Ausweg und ohne irgendeine Hoffnung. 

Die Blockade des Gazastreifens ist das größte Kriegsverbrechen, das Israel jemals begangen hat. Das ist die zweite Nakba, noch grauenvoller als ihr Vorgänger. Dieses Mal kann sich Israel nicht mit Krieg und fliehenden Arabern ausreden. Nicht einmal die maßlosen Sicherheitsausreden können noch irgendjemanden überzeugen, außer den Israelis, die gegen Gaza aufgehetzt sind.  Einzig sie haben kein moralisches Problem mit einem Menschenkäfig an ihrer Grenze. Einzig sie haben tausend Ausreden und Schuldzuweisungen gegen die ganze Welt, darunter falsche wie die Behauptung Hamas sei durch Gewaltanwendung an die Macht gekommen; oder dass die Qassam-Raketen nach dem Rückzug Israels aus dem Gazastreifen 2005 angefangen hätten – um damit das ohnehin immer ruhige Gewissen zum Schweigen zu bringen – und schließlich sind das ja Araber.

Wir sprechen über Gaza. Wir sprechen über menschliche Wesen. Zehntausende Kinder und Babys ohne Gegenwart und ohne Zukunft. Menschliche Opfer, deren Schicksal niemanden interessiert.

In der Pause zwischen einem brutalen israelischen Angriff und einem anderen, in den Ruinen, die Israel ohne Sinn verursacht hat, und die noch nicht wiederaufgebaut sind, steht Gaza sogar vor der elendesten Prognose (für die Zukunft, Ü.). Die Vereinten Nationen haben gewarnt, dass der Gazastreifen 2020 "unbewohnbar" sein könnte. 2017 ist er bereits eine Hölle.

Israel hat im Lauf eines Jahrzehnts keinem israelischen Journalisten erlaubt in den Gazastreifen zu fahren – um den Israelis auch das kleinste Unbehagen zu ersparen, das das, was man dort zu sehen bekommt, auslösen könnte. Freiwillige von den Ärzten für Menschenrechte, alle von ihnen Araber, sind die einzigen Israelis, die  es schaffen nach Gaza einzureisen. Mansours Bericht ist ein Bericht, der aus einem Ghetto herausgeschmuggelt wurde. Der Gazastreifen kann mit einem Ghetto verglichen werden. Mit gesenktem Kopf und lautem Aufschrei müssen wir beide vergleichen. Gaza ist ein Ghetto, und die Welt schweigt.    Quelle              Übersetzung: K. Nebauer


 


 

Neue Spannungen zwischen Fatah und Hamas - 27. November 2017 - Gaza-Übergabe verzögert – Hamas verweigert Entwaffnung -  Wenige Tage vor der vereinbarten Übergabe der Kontrolle im Gazastreifen an die gemäßigte Palästinenserbehörde droht der Konflikt mit der radikal-islamischen Hamas erneut zu eskalieren. Der ranghohe Hamas-Führer Khalil al-Haja bekräftigte am Montag, Hamas werde keinesfalls die Waffen niederlegen. Eine Entwaffnung sei für Hamas eine "rote Linie", betonte er.

Vor Journalisten in Gaza kündigte er sogar an, man werde Hamas-Aktivisten im Westjordanland bewaffnen, damit diese die israelischen Truppen bekämpfen können. "Es ist unser Recht, die Besatzung zu bekämpfen, bis diese endet", sagte al-Haja. >>>


 

 

Volkshochschule Heidelberg - Antisemitismus-Vorwurf "abstrus" - Junges Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft übt Kritik an Jeff Halpers Auftritt - Er unterstütze anti-israelische Kampagne - VHS weist Vorwürfe zurück - 27.11.2017

Friedensaktivist Jeff Halper kämpft gegen Hauszerstörungen in Palästina - Anica Edinger - Heidelberg. Das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Heidelberg hat der Volkshochschule (VHS) ein Ultimatum gestellt: Bis zum vergangenen Donnerstag, 15 Uhr, hatten die Verantwortlichen Zeit, eine Veranstaltung am Montag abzusagen: Um 19.30 Uhr referiert Jeff Halper, israelischer Friedensaktivist und Gründer des Israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen (ICAHD), auf Einladung der Heidelberger Palästina-/Nahost-Initiative in der VHS. Dass Halper dort spricht, ist laut dem Jungen Forum "erschreckend und enttäuschend", wie sie in einem offenen Brief schreiben. Der Referent sei ein bekannter Vertreter der BDS-Kampagne - BDS steht für Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen - gegen Israel. Diese "richtet sich gegen die israelische Gesellschaft als Ganzes und hat das Ziel, Israels Existenzberechtigung als souveränen Staat infrage zu stellen", heißt es.

"BDS knüpft gewollt oder ungewollt an die antisemitischen Aktionen gegen Juden vor und während der NS-Zeit an." Da die Kampagne, die Halper unterstütze, klar antisemitisch sei, müsse die VHS die Veranstaltung absagen.

Nur: Die Volkshochschule denkt gar nicht daran. Für Direktorin Silke Reck handelt es sich bei dem Brief des Forums um den Versuch, die VHS inhaltlich in einen Konflikt hineinzuzwingen, der auf ganz anderer Ebene spiele. Durch den laut Reck abstrusen Antisemitismus-Vorwurf an die VHS versuche das Forum, Druck auszuüben. Aber: "Das Spiel spiele ich nicht mit." Zumal die VHS nicht einmal als Veranstalter auftrete, sie habe die Räume lediglich an die Palästina-/Nahostinitiative vermietet. "Wir sind als Volkshochschule religiöser und weltanschaulicher Neutralität verpflichtet", so Reck.

Darunter verstehe sie aber nicht, sich scheinbar moralischem Druck zu beugen. "Durch den offenen Brief, die Setzung eines Ultimatums und die versuchte Diskreditierung der VHS wird versucht, eine Meinungsäußerung zu verhindern - das ist nicht demokratisch, weil eine diskursive Auseinandersetzung gar nicht mehr stattfinden soll." Daher habe die VHS auch nicht auf den Brief reagiert - zumal er nicht einmal eine Kontaktadresse enthalten habe oder direkt an Reck als Direktorin adressiert gewesen sei.

Winfried Belz von der Palästina/Nahost-Initiative ist wenig überrascht von dem offenen Brief. "Das ist die übliche Diffamierung", sagt er. Für ihn handle es sich bei der BDS-Kampagne um einen Versuch der palästinensischen Zivilgesellschaft, "Israel auf gewaltfreiem Weg dazu zu bringen, seine Politik gegenüber den Palästinensern an Völker- und Menschenrechten auszurichten", so Belz. Überhaupt: Referent Halper, der 2006 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde und selbst Jude sowie israelischer Staatsbürger ist, trete nicht für die Kampagne auf. >>>

 



 


"Lockheed Martin Waffen spielten eine wichtige Rolle bei den israelischen Angriffen auf Gaza in den Jahren 2008-2009 und 2014.
- The Institute for Palestine Studies - Eine umfangreiche Untersuchung von Amnesty International zur Operation Cast Lead in den Jahren 2008-2009, bei der 1.394 Palästinenser, darunter 345 Kinder, getötet wurden, ergab, dass Israels Angriffe mit Lockheed Martin F-16 Kampfflugzeugen, Apache-Hubschraubern und Hellfire-Raketen oft nicht zwischen Zivilisten und Kombattanten unterschieden werden konnten. In einigen Fällen gab es sogar Hinweise darauf, dass Zivilisten und zivile Räume gezielt angegriffen wurden. Eine Untersuchungsmission der UNO zu dem Anschlag hat die Möglichkeit aufgeworfen, dass Israel Kriegsverbrechen im Sinne des Völkerrechts begangen hat.

Im April 2014, kurz vor Beginn der Operation Protective Edge, erweiterte Lockheed Martin sein Büro in Tel Aviv und eröffnete ein Büro in Be'er Sheva, Israel. Sie kündigten an, dass mit der Eröffnung des Büros Lockheed Martins Engagement für die Unterstützung der israelischen Verteidigungsstreitkräfte und ihre Kampagne "Move to the South" demonstriert werden sollte. Nur wenige Monate nach der Eröffnung des neuen Lockheed Martin-Büros startete Israel die Operation Protective Edge. Der Angriff tötete über 2.100 Gazaner und verwundete Tausende weitere. Eine Studie von Defense for Children International ergab, dass mindestens 225 der 550 Kinder, die während der 50 Tage getötet wurden, an israelischen Kampfflugzeugangriffen starben. Eine unabhängige Untersuchungsmission in den Angriff dokumentierte zahlreiche Vorfälle, bei denen Israel eine oder mehrere Raketen von F-16-Flugzeugen auf zivile Häuser fallen ließ, während sie wussten, dass dort Familien sich versammeln würden, wobei sie oft die ganze Familie töteten und verletzen".   Quelle - übersetzt mit DeepL


 

 

 

Palestine Update Nr. 89 – 21. Nov. 2017 - Ein Kommentar zu Indiens Entscheidung, Israel aus dem Waffengeschäft zu werfen. - Meinung - Ranjan Solomon, Redakteur  - Kampagne-Betreiber für den Boykott von indisch-israelischen militärischen Beziehungen haben etwas Größeres zu feiern. Das indische Verteidigungsministerium brachte eine Kauf-Vereinbarung über 500 Millionen $ für seine Raketensysteme mit dem israelischen Waffenfabrikanten Rafael Advanced Defense Systems zu Fall. Jahre nach der Vereinbarung des Geschäfts wurde dieses nach dem Besuch von Premierminister Narendra Modi in Israel im Juli aufgegeben. Gerade wurde eine Fabrik in Hyderabad geöffnet, die diese Raketensysteme produzieren kann. Zur angenehmen Überraschung der BDS-Kampagnemacher wurde das Geschäft storniert, nachdem Indiens staatliches Defense Research Development Institut (=Verteidigungs-Forschungsentwicklung) die israelische Technologie abgelehnt hatte.

Ob die Entscheidung, das Geschäft zu stornieren auf Mängel in der Qualität der israelischen Technologie zurückzuführen ist, steht nicht zur Debatte. Für viele war es beunruhigend, dass mit dem Geschäft die israelische Waffenindustrie angekurbelt würde, die so schwer in Kriegsverbrechen gegenüber dem palästinensischen Volk verwickelt ist. Das macht Schluss mit dem Mythos, dass israelische Technologie notwendig sei für die Entwicklung und Modernisierung Indiens. Aktivisten fragen, warum Israel unpassende und mindere militärische und landwirtschaftliche Technologien in Indien verkaufen und damit eine unnötige Abhängigkeit Indiens von Israel schaffen soll.

Diese Entscheidung bricht mit einem Trend. Sie sagt, Indien wird nicht euer Apartheid-System bezahlen. Omar Barghouti, der Mitbegründer des BNC (= Pal. BDS Nationalkomitee), sagte: „Wir hoffen, dass dies der Anfang des Endes von Indiens Komplizenschaft mit Israels enormer Verletzung des Völkerrechts und der Menschenrechte der Palästinenser ist. Als Palästinenser bitten wir das indische Volk, bei seinem stolzen Vermächtnis zum Stehens zu Unabhängigkeit, zu wachsender Kompetenz am Ort und zum Respekt vor den Kämpfen anderer Völker um Selbstbestimmung zu bleiben“. Wir hoffen, dass dies der Fall sein wird.

An dieser Stelle machen wir Sie aufmerksam auf ein wertvolles Video zum Thema BDS-Kampagne. Omar Barghouti spricht  zu BDS: „Wie wirksam ist es“.

 

Boycott, Divestment and Sanctions Against Israel: How Effective Is It?


 

Text - Omar Barghouti on BDS: How Effective Is It?

 

Indien storniert 500 Millionen Dollar Waffengeschäft mit Israel mitten in wachsender öffentlicher Betroffenheit über Indiens Mitschuld an den Verbrechen Israels. - Am 20. November berichtete „Media“, dass das indische Verteidigungsministerium das 500 Millionen Dollar Geschäft mit der israelischen Waffenfabrik Rafael Advanced Defense Systems für Raketensysteme gestoppt hat. Jahrelang war man damit beschäftigt, das Geschäft in internationalen Medien zu feiern und dann wurde es bei dem Besuch von Premierminister Narendra Modi im Juli/August beendet. Im August eröffneten Rafael Advanced Defense Systems und sein indischer Partner Kalyani Strategic Systems ein Werk in Hyderabad, um die Raketensysteme zu produzieren. Das Geschäft wurde jedoch storniert, nachdem Indiens staatliche Defense Research Development Organisation feststellte, dass Indien diese israelische Technologie nicht importieren sollte.

Jamal Juma, Koordinator der palästinensischen „Stop the Wall“-Kampagne und Mitglied des BNC-Sekretariats, sagte: „Indiens Entscheidung, dieses riesige Waffengeschäft mit Israel zu stornieren ist ein massiver Schlag für die israelische Waffenindustrie. Dieser 500 Millionen Dollars Deal hätte die Waffenindustrie Israels aufblühen lassen, das zutiefst in Kriegsverbrechen  gegenüber dem Volk von Palästina steckt. Es ist auch ein enormer Rückschlag für die Marketingstrategie Israels, dass diese Technologie unverzichtbar sei für die Entwicklung und Modernisierung Indiens. Wie viele Inder feststellen, vertreibt Israel in Indien militärische und landwirtschaftliche Technologien und versucht, die Abhängigkeit Indiens von Israel zu zementieren. Israel versucht, für seinen eigenen Profit die Finanzen Indiens zu nutzen, und damit seine verbrecherischen Kriege und sein Apartheidsystem finanzieren zu helfen“.

Indien ist bei weitem der größte Importeur von israelischen Waffen und Israel erfreut sich eines Einflusses auf das Militärsystems nahezu ohne Parallelen. Israel rüstet die indische Armee mit israelischen Feuerwaffen aus, die indische Luftwaffe und Marine mit israelischen Flugzeugen und Raketen, und sorgt auch für Kommunikationssysteme und Technologie auf allen Gebieten des indischen Militärs.

Während der beiden vergangenen Jahrzehnte haben die indisch-israelischen Militärbeziehungen ständig zugenommen – trotz verschiedener Korruptionsfälle  Skandale und technischem Versagen. Ähnliche Muster sind auch in anderen Sektoren ans Licht gekommen.

Die 16 Millionen starke Bauernverbindung (AIKS) ist der Aufforderung Palästinas zu BDS gefolgt, „um sich einzusetzen für die Rechte des palästinensischen Volkes und um Widerstand zu leisten gegen die Aneignung des indischen Landwirtschaftssektors durch israelische Firmen“ (siehe Facebook). Mitglieder der staatlichen Versammlung des Staates Telengana haben letzte Woche vom Staat gesponserte Reisen indischer Bauern nach Israel als „Geldverschwendung“ abgelehnt.

Omar Barghouti, Mitbegründer von BNC, sagte: „Wir hoffen, dass dieses der Anfang vom Ende der indischen Mitschuld an den enormen israelischen Verletzungen des Völkerrechts und der Menschenrechte der Palästinenser ist. Als Palästinenser bitten wir das indische Volk, bei seinem stolzen Festhalten an seiner Verpflichtung zur Unabhängigkeit, zur wachsenden

Bildungsbereitschaft und dem Respekt vor dem Kampf anderer Völker zur Selbstbestimmung zu bleiben.

Israels Unterdrückungsregime kann nie ein Modell für die große indische Nation sein, die einst die blockfreie Bewegung anführte und am Recht aller Nationen zu Selbstbestimmung und Freiheit festhielt. Israel exportiert nach Indien, was es am besten kann – Technologie, die unterdrückt, militarisiert und den Menschen ihre Land- und Wasserrechte wegnimmt. Indien ist besser dran ohne dem zu folgen.

Vergangene Woche wurde angekündet, dass indische Öl- und Erdgas-Gesellschaften um die Bohrrechte in von Israel beanspruchten Gasfeldern angesucht haben, trotz der vielen damit verbundenen Kontroversen in territorialen Streitigkeiten um solche Felder. Im August unterschrieb die indische Adventz Gruppe ein Memorandum des Einverständnisses  um die israelische Jerusalem Light Rail, zu entwickeln, die den israelischen Siedlungen in und rund um des besetzte Ostjerusalem in Verletzung des Völkerrechts dienen soll.

Omar Barghouti sagte: „Weil große Multinationale zunehmend von ihren illegalen Projekten in Israel Abstand nehmen aufgrund eines wirksamen BDS-Drucks, hat Israel angefangen, Indien in Geschäfte hineinzuziehen, die mit gesetzlichen und politischen Problemen beladen sind. Indische Firmen wären gut beraten, sich nicht in israelische Menschenrechts-verletzungen hineinziehen zu lassen, nachdem mehr und mehr internationale Gesellschaften sich weigern, an einer solchen Mitschuld teilzuhaben“.

Das palästinensische BDS-Nationalkomitee (BNC) ist die größte Koalition in der palästinensischen Zivilgesellschaft. Sie leitet und unterstützt die globale BDS-Bewegung für die Rechte der Palästinenser.
 Die Quelle dieses Artikels              
Über.: Gerhilde Merz  
 

 



 

Liebe Nahost-Interessierte, liebe FreundInnen, gerade ist unser Weihnachtsrundbrief 2017 fertig gestellt. Ihr findet ihn hier >>>

Auf zwei Dinge aus dem Rundbrief möchte ich extra hinweisen. Auf unseren jahresunabhängigen Geburtstagskalender mit palästinensischen Rezepten und auf unsere Werbeaktion für Kinderpatenschaften:


Leider müssen wir hier seit einigen Monaten einen langsamen, aber stetigen Rückgang verzeichnen. Wir möchten deshalb heute besonders dafür werben. Tatsächlich sind diese Patenschaften unseren Partnern im Libanon ein ganz besonderes Anliegen. Sie helfen den unterstützten Familien nicht nur bei der finanziellen Bewältigung ihres Alltags, sondern ermöglichen es unseren Partnern erst, die Familien nachhaltig in all ihre Projekte von den Kindergärten bis zur medizinischen und psychologischen Betreuung einzubinden. Nur wer einen vertrauensvollen Zugang zuden Familien hat und sie regelmäßig aufsucht, kann zudem Probleme rechtzeitig erkennen und lösen helfen. Ein wichtiges Anliegen ist es, die Kinder auf einem erfolgreichen Bildungs- und Ausbildungsweg zu begleiten und zu unterstützen. Hinzu kommen Gesundheits-, Erziehungs- und Lebensberatung sowie ein vielfältiges Freizeitprogramm für die ganze Familie, z.B. mit kulturellen, kreativen und Sportangeboten. All dies istdie Aufgabe der SozialarbeiterInnen unserer Partner. Mit einem Teil des Patenbetrages (10$) wird deshalb auch deren unersetzliche Sozialarbeit finanziert.

Bitte werben Sie im Freundes-, Bekannten- und Familienkreis für diese Patenschaftenoder werden Sie selbst Pate/Patin!  >>>


Ingrid Rumpf - irumpf@lib-hilfe.de - Flüchtlingskinder im Libanon e.V. - www.lib-hilfe.de



 

27. 11. 2017


 

 


Nach 70 Jahren Teilung von Palästina - Am 29. November sind 70 Jahre Teilung Palästinas vergangen, die zur Sondergründung des Pseudostaates Israel führte, was wiederholte Aggressionen und Kriege im Nahen Osten mit sich brachte. - Teilung Palästinas eine große Fehlentscheidung - Luz María De Stéfano Zuloaga de Lenkait - Der sogenannte Staat Israel entstand gegen den Willen der arabischen Staaten, gegen den Willen der einheimischen Bevölkerung Palästinas. Diese überrumpelnde Staatsgründung, ungewollt von der einheimischen Bevölkerung, führte seitdem zu endlosen Kriegen, Krisen und Destabilisierung der ganzen Region. Bis heute noch.

Ein kurzer Blick auf die sogenannte Staatsgründung Israels genügt, das heutige Problem Israel zu begreifen: Washington beauftragte die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN), sich weiter mit dem Problem Palästina zu befassen. Am 29. November 1947 billigten die Vereinten Nationen die Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat. Am Tag zuvor legte Großbritannien sein Palästina-Mandat offiziell nieder. Wenige Wochen danach sah Washington ein, dass die Teilung eine große Fehlentscheidung war, angesichts der Ablehnung und wachsender Unruhe unter den in der Region lebenden Arabern, die die Mehrheit der ansässigen Bevölkerung darstellten. Die arabischen Staaten lehnten den Teilungsplan offiziell ab. Folgerichtig beauftragte Washington die UN-Vollversammlung, sich weiter mit dem Problem Palästina zu befassen. Die USA zogen ihre Zustimmung zum Teilungsplan zurück (19.3.1948). US-Präsident Harry Truman schlug vor, Palästina unter den Schutz der Vereinten Nationen (UN) zu stellen, sollte Großbritannien abziehen. Schlimmerweise kam Israel den USA in die Quere und setzte sich über den Willen der Weltstaatengemeinschaft hinweg: Israel wurde als unabhängiger und souveräner Staat (14. Mai 1948) ausgerufen trotz der speziellen Démarche der UN, die Unabhängigkeitserklärung zu verschieben.

Terrorattentate seitens extremistischer zionistischer Banden im Kontext der Staatsgründung Israels
- Zu beachten ist, dass Israel gerade dann gegründet wird, als die UN-Vollversammlung auf ausdrücklichem Wunsch der USA sich weiter mit dem Problem Palästina befassen wollte und sollte, denn Washington revidierte seine Position und erklärte sich gegen die Teilung (30.3.1948), als es offensichtlich war, dass sie einen Bürgerkrieg in Palästina hervorbringen würde, was dann auch eintraf. US-amerikanische und britische Delegationen in Jerusalem erlitten sogar Terrorattentate seitens extremistischer zionistischer Banden.  >>>

 

 


50 Jahre nach 1967: Wie die Besatzung aus dem Bewusstsein verschwindet - | 26.11.17 . Wenig veranschaulicht die Realität der Besatzung klarer als der israelische „Schutzwall“ der quer durch die Westbank verlauft.

Das Narrativ der israelischen Besatzung palästinensischen Gebiets gehört fest zum globalen Verständnis des Konfliktes. In Israel war der Diskurs vor allem im linken politischen Spektrum lange prominent. Doch nach fünfzig Jahren ist das Narrativ vom Aussterben bedroht. Was als schleichender Krieg der Worte begann, ist seit einiger Zeit offizielle Staatspraxis. Von Julius Rogenhofer

Es gibt zwei Hauptquellen des Völkerrechts, in denen festgelegt ist, unter welchen Umständen von Besatzung die Rede ist: Die Haager Abkommen (1907) und die vier Genfer Konventionen von 1949. Die Haager Abkommen erklären: „Ein Gebiet gilt als [b]esetzt, wenn es sich tatsächlich in der Gewalt des feindlichen Heeres befindet. Die Besetzung erstreckt sich nur auf die Gebiete, wo diese Gewalt hergestellt ist und ausgeübt werden kann.“

Während die Teilverwaltung der Westbank und des Gazastreifens durch die Palästinensische Autonomiebehörde einige Unklarheiten bezüglich dieser Definition auslöst, bieten die vier Genfer Konventionen Klarheit: Jedes Gebiet, das auf Grund internationaler Feindseligkeiten eingenommen wurde, gilt als besetzt. Die Konventionen schützen Personen „die sich im Falle eines Konflikts oder einer Besetzung zu irgendeinem Zeitpunkt und gleichgültig auf welche Weise in der Gewalt einer am Konflikt beteiligten Partei oder einer Besetzungsmacht befinden, deren Staatsangehörige sie nicht sind.“ Infolge des Kriegs von 1967 ist die Westbank nach der Genfer Konvention ein von Israel besetztes Gebiet, und die palästinensischen Einwohner der Westbank sind Personen, die unter der Besatzung leben (da sie keine israelische Staatsbürgerschaft haben).

Diese Einschätzung wird von den Vereinten Nationen, dem Internationalen Gerichtshof, der Europäischen Union und dem US-Außenministerium geteilt. Selbst Israels Oberster Gerichtshof stellte im Jahr 2004 fest, dass die Westbank durch Israel „kriegführend besetzt“ ist  >>>

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurznachrichten BERICHTE

 

Neue Spannungen zwischen Fatah und Hamas

 

Congress won't allow Palestinians their day in court

 

Antisemitismus-Vorwürfe gegen Pink-Floyd-Star ARD-Sender verzichten auf Konzerte von Roger Waters

 

Soldiers Dig Palestinian Graveyard In Kafr ‘Aqab

 

Israeli Soldiers Attack Detainees In Ramon Prison

 

PPS: “Israeli Soldiers Abduct 21 Palestinians, Including Children, In The West Bank”

 

Hotovely Under Fire for Comments on Jewish-American Military Service

 

65 Settlers Storm Al-Aqsa Mosque

 

Soldiers Dump Civilian Outside Refugee Camp, After Shooting And Abducting Him From Ambulance

 

The Holot detention facility was a moral failure from day one

 

Israel `doing everything they can` with Trump to suppress UN list of companies operating in West Bank settlements

 

65 Settlers Storm Al-Aqsa Mosque

 

Israel `doing everything they can` with Trump to suppress UN list of companies operating in West Bank settlements

 

US senator meets with Palestinian students at Al-Quds University

 

Explained: Why many on the Left are furious at new Labor leader Avi Gabbay

 

Palestinian factions leave Cairo with little reconciliation progress

 

27. 11. 2017

 

Israel has more legitimacy than US because the bible mentions Jerusalem, not New York — says David Harris

 

Army Injures Two Palestinians, Abducts One Of Them, In Hebron

 

Israeli Soldiers Abduct Four Palestinians In West Bank

 

Susiya Under Renewed Demolition Threat

 

Britain to Contribute £20 Million to Palestinian Budget

 

Israeli Soldiers Abduct A Palestinian Near Jenin


Shutting PLO office in DC could shut down Kushner-Greenblatt peace effort, Palestinian official warns

 

Ex-Netanjahu-Berater: Saudis wollen Israels Hilfe gegen Iran, Palästinenser sind ihnen egal
 

26. 11. 2017


Premier Netanjahu bestätigt: Israel unterhält "verdeckte" Beziehungen zu arabischen Staaten

 

BDS Gulf Holds its First Regional Anti-normalisation Conference

 

Israeli Soldiers Abduct A Palestinian Near Jenin

 

Rabbi Urges Israeli Military to ‘Finish Off’ Wounded Palestinians

 

Three Sanabel Radio Journalists Sentenced by Israeli Occupation Military Court

 

Palestinian Petition to Return Jordan Valley Farmlands Denied

 

Israeli Soldiers Attack The Weekly Procession In Bil’in, Injure German Activist

 

 

Draft-dodger Tzipi Hotovely comes out as an anti-Semite

 

Palestinian factions leave Cairo with little reconciliation progress

 

26. 11. 2017


Israeli Soldiers Attack The Weekly Procession In Bil’in, Injure German Activist
 

Army Attacks The Weekly Procession In Kufur Qaddoum
 

Soldiers Attack A Nonviolent Protest In Hebron


PCHR Weekly Report On Israeli Human Rights Violations in the Occupied Palestinian Territory (16 – 22 November 2017)

 

The Greatest Dangers in the Middle East Today are Jared Kushner and Mohamed bin Salman

 

Former Dutch PM: Israel is the Most Dangerous Country in the Middle East

 

Law Expropriating Private Palestinian Land Violates International Law say Rights Groups

 

Bennett: It’s time to recognize the West Bank as ‘Israel’

 

Palestinians in Jabal al-Baba protest Israeli expulsion order
 


Saudi crown prince calls Iran`s supreme leader `Hitler of Middle East`

 

US senator meets with Palestinian students at Al-Quds University

 

24. 11. 2017

 

US Palestinians Start Campaign in Protest against Closure of PLO Office

 

US State Department Confirms Rapport with Palestinian Authority

 

 Saudi-Arabien und Israel In Feindschaft gegen den schiitischen Halbmond vereint

Im Nahen Osten bröckelt ein altes Feindbild: Saudi-Arabien und Israel machen aus ihrer immer engeren Zusammenarbeit kein Geheimnis mehr. Denn sie haben einen gemeinsamen Freund - und einen gemeinsamen Rivalen.

 

The strategic interests behind Eisenkot’s Saudi interview

 

Israel`s threats could push it into unnecessary war with Iran

 

Unter ihrem neuen Vorsitzenden Avi Gabbay driftet Israels Linke nach rechts und trägt sogar die Massenabschiebungen mit.

 

Türkei könnte US-Radarstation abschalten und Israel iranischen Raketen aussetzen

 

Soldiers Injure Several Palestinians In Hebron

 

Army Confiscates A Garbage Collection Truck Near Nablus

 

Israeli Soldiers Abduct Nine Palestinians In The West Bank

 

Rebuilding homes in the U.S. while destroying homes in Palestine

 

Women speak out against harassment in Gaza

 

Why many on the Left are furious at Labor's new leader

 

The colour-coded Israeli ID system for Palestinians

 

Netanyahu is Redefining Ethnic Cleansing, Not Pursuing Genuine Peace

 

23. 11. 2017

 

Palästinenser wollen 2018 Präsidentschaft- und Parlament wählen

 

Sisis Drei-Stufen-Plan für Palästina

 

Palestinians Will Suspend US Ties If Trump Closes PLO Office

 

The colour-coded Israeli ID system for Palestinians

 

Updated: “Israeli Soldiers Demolish Two Palestinian Homes In Jerusalem”

 

India Scraps $500M Military Deal With Israel Amid Rising Popular Concern About India’s Complicity in Israeli Crimes

 

US to Probe Kushner’s Relations with Israel

 

Israeli Culture Minister wants to fine Nakba Film Festival venue

 

PPS: “Israeli Soldiers Abduct 16 Palestinians In The West Bank”

 

Israeli Soldiers Abduct Two Palestinians In Northern Gaza; Navy Fires At Fishing Boats

 

Israel Delays Court Session Of Senior Nonviolent Activist Abdullah Abu Rahma

 

Israeli Soldiers Invade Residential Towers Slated For Demolition Near Qalandia Terminal

 

Israeli forces raid Hebron committee headquarters

 

New footage shows police assaulting Arab MK at deadly home demolition

 

Women speak out against harassment in Gaza

 

Hundreds of Palestinians on the brink of expulsion

 

Israeli diplomats get cold shoulder from UK students

 

Global medical watchdog complicit with Israeli abuses

 

Netanyahu is Redefining Ethnic Cleansing, Not Pursuing Genuine Peace

 

The strategic interests behind Eisenkot’s Saudi interview

 

Struggle for basic rights within binational state has begun and we will win’ –Shulman in ‘NYRB’

 

Gazans worried as Rafah crossing to close

 

22. 11. 2017


Netanjahu wird erneut zu Korruptionsvorwürfen befragt

 

Israeli Soldiers Invade Residential Towers Slated For Demolition Near Qalandia Terminal

 

Soldiers Abduct Four Palestinians in Ramallah And Nablus

 

Army Abducts A Teenage Boy Near Hebron

 

Updated: Israeli Soldiers Abduct Fourteen Palestinians, Including Five Young Women, In Jerusalem

 

India Scraps $500M Military Deal With Israel Amid Rising Popular Concern About India’s Complicity With Israeli Crimes

 

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