Samstag, 28. Oktober 201719:27   -    HELFEN     BDS     facebook    LINKS     ARCHIV    THEMEN

 

Mohamed Jarara ein palästinensischer Polizist  ist Opfer eines Terrorangriffs von drei Siedlern - Gideon Levy - Er liegt auf einem eisernen Bett im Wohnzimmer seiner Wohnung in der Westbank-Stadt  Asir ASH-Sharmaliya; ein weißes Licht beleuchtet seine schwarze Kappe  auf de Kopf. Die Kappe verdeckt eine frische Narbe, die mit 42 Stichen quer über den Kopf genäht wurde. Es gibt auch eine tiefe Wunde über seiner Augenbraue über dem rechten Auge, das mit einem Verband zugedeckt ist. Er ist noch immer schwach. Er hat Schwierigkeiten vom Bett aufzustehen und zu sprechen ist eine große Belastung.

Mohammed Jarara ist das Opfer eines feindseligen Aktes, eines Terroraktes.  Zu Beginn des Sukkot-Feiertages griffen drei Israelis seinen Wagen an, in dem er saß. Sie hielten den Wagen an und warfen Steine in ihn. Ein großer Stein aus wenigen Meter Entfernung geworfen verletzte Jararas Kopf schwer. In dieser Woche kehrte er nach zwei Kopf-Operationen und 10 Tagen im Krankenhaus nach Hause zurück.


Jarara ein 25jähriger Junggeselle ist Polizist bei den palästinensischen National-Sicherheitskräften. Er hat abwechselnd eine Woche Dienst und eine Woche ist er zu Hause. Seit vielen Jahren ist sein Vater an Parkinson erkrank und Mohamed hatte geholfen, seine Familie zu unterstützen, in der es noch vier Brüder und vier Schwestern gibt. Ihre kleine Stadt liegt nicht weit von Nablus entfernt und die Srtaße dorthin geht durch Olivenhaine, wo in dieser Woche die Ernte begann. Die Ernte ist ein Familien-Ereignis in der Westbank. Jeder  kommt und hilft, klettert auf Leitern, schlägt die Bäume mit Stöcken und schüttelt die Zweige, damit die Oliven auf unten ausgebreiteten Plastikplanen fallen.


Am 5. Oktober war Jarara ein Passagier in einem Wagen, der zu seiner Dienststelle in Bethlehem fuhr, nachdem er an der Hochzeitsfeier eines Freundes in Bruqin, nahe Jenin teilgenommen hatte. Zusammen mit ihm waren noch zwei seiner Kollegen von den Sicherheitsdiensten: Thair Abeidi,43 und Ghassan Qasrawi,23. Nach 9 Uhr verließen sie die Hochzeit und fuhren zu ihrer Polizeistation zurück. Sie fuhren in Qasrawis Wagen, einem weißen 1010 Kia uns Qasrawi fuhr ihn. Abeidi saß neben ihm und Jarara saß hinten auf der rechten Seite mit einem offenen Fenster. Die drei waren in guter Laune. Für Juden war dies der erste Abend des Sukkot-Feiertages.


Kurz vor der Kreuzung mit der Nebenstraße, die zur Siedlung Shiloh führt auf der Schnellstraße 60 sahen sie aus der Ferne drei Personen am Straßenrand stehen Einer von ihnen machte  eine Taschenlampe an und aus um ihnen zu sagen, dass sie anhalten sollen. Davon überzeugt, dass dies ein ad hoc-Armee oder ein Polizei-checkpoint sei, fuhren sie langsamer.  Abeidi dachte an Salma a-Debi, einem Mitarbeiter von B’tselem, der Menschenrechtsorganisation. >>>

 

 

 

 

 

Hamas-Sicherheitschef bei Anschlag verletzt - 27. 10. 2017 - Hintergründe der Tat waren zunächst unklar - Gaza/Jerusalem – Der Sicherheitschef der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas, Taufik Abu Neem, ist am Freitag bei einem Anschlag im Gazastreifen verletzt worden. Unter seinem Auto sei ein Sprengsatz explodiert, teilten Sicherheitskreise in Gaza mit. >>>

 

 

 

 

 

 


 

Christa Zubaidi - Die Wahrheit ist meine einzige Waffe. - Man kann nicht vergessen... wenn man etwas Abstand bekommt, kommen die Ungerechtigkeiten, die die Palästinenser durch Israel und den versprechen durch die westliche Welt, die nicht eingehalten werden, erlebt haben und erleben, erst richtig hoch. Juden, die den 2.Weltkrieg überlebt haben, konnten auch erst später darüber reden. Es gibt viele Juden, die auch gegen das Unrecht sind, dass den Palästinenser widerfährt. Sie werden in Deutschland auch Mundtot gemacht.

Als wir mit unseren Sohn im April 2000 nach Palästina gingen, waren wir so voller Hoffnungen. Wir dachten, es braucht noch etwas Zeit, denn nach dem Oslo-Abkommen sollten alle Vereinbarungen 1999,die Israel und die Palästinenser vor der Weltöffentlichkeit ausgehandelt haben, umgesetzt werden. Palästinenser und Israelis arbeiteten bis 2000 in Verwaltungs- und Sicherheitsfragen zusammen. Es war und ist aber von Seitens Israel eine hinhalte Taktik und die Regierungen der westlichen Welt machen mit und belohnen Israel mit Waffen und Geld, sodass jetzt Israel die viert Stärkste Militärmacht der Welt ist. Israel hat nie vorgehabt die Besatzung aufzugeben und zu zulassen, dass Palästina ein gleichberechtigter Staat neben Israel ist. Sie wollen ganz Palästina und frei von Palästinensern. Die zionistischen Israelis provozieren die Palästinenser, wo sie nur können.

Es erinnert mich an meine kleine Schwester, als wir Kinder waren. Sie trat mich unter unserem Tisch an meine Beine, was sehr schmerzhaft war. Ich knallte ihr, vor den Augen meines Vaters, eine Handschelle ins Gesicht und mein Vater bestrafte mich. Genauso geht es den Palästinensern, wo gesehen wird, was die Palästinenser machen, aber was Israel macht, was viel schlimmer ist, wird nicht gesehen oder es wird zugelassen, wie das bauen von israelischen Siedlungen auf palästinensischen Land und wie Israel ihre Macht den Palästinensern gegenüber demonstriert.

So fing die 2.Intifada an .Die Palästinenser wehren sich, mit den Mittel, die ihnen zur Verfügung stehen. Sie werden dadurch als Terroristen bezeichnet. Selbst wenn sie mit friedlichen Mitteln kämpfen, ist es der westliche Welt nicht recht. Viele wissen gar nicht, wie viel Leid palästinensische Familien, durch Israel ertragen müssen. Die Wut und der Hass auf Israel, kommt durch Israel selber und nicht, wie Martin Schulz sagt, die Palästinenser, die nach Deutschland kommen, werden von ihren Familien dazu erzogen.

Ich spüre die Wut und den Hass, denn ich habe israelische Soldaten hautnah miterlebt. Wir wurden in der Intifada fast jeden Abend von einer israelischen Siedlung aus beschossen. Wir lagen auf den Boden unserer Wohnung, unseren Sohn in unserer Mitte und hatten Angst, um unser Leben. Wenn mein Mann auf Arbeit ging, wussten wir nicht, ob er von einem Geschoss der Israelis nicht wieder nach Hause kam. Wir hatten wochenlang Ausgangssperre. Die Wasserleitungen und Stromleitungen wurden von den Israelis zerstört. Ein Palästinenser wagte sich auf einen Strommasten und wollte die Stromleitung reparieren, er wurde von der israelische Armee erschossen.

Ich habe von den Israelis erschossene Menschen, zerstörte Häuser und die zerstörten Olivenbäume, die die Lebensgrundlage der Palästinenser sind, gesehen. Ich weiß, wie israelische Soldaten sich bei Hausdurchsuchungen verhalten. Wie sie Palästinenser, an den Checkpoints behandeln. Ich habe keine israelischen Soldaten auf palästinensischen Boden menschlich gesehen. Sie sind überheblich, zeigen immer, dass sie die Stärkeren sind und das für sie, die Palästinenser primitive Menschen sind. Man kann sich gar nicht vorstellen, wenn man es nicht selber erlebt hat, wo zu Menschen fähig sind, anderen Menschen leid zu zufügen.

Jetzt bin ich wieder in Deutschland. In den deutschen Nachrichten kommt nur, wenn die Palästinenser etwas machen, nicht warum es die Palästinenser machen. Die deutsche Regierung fühlt sich laut ihrer Geschichte, den zionistischen Israel verpflichtet und begehen neues Unrecht. Sie wollen die Menschen Mundtot machen, die die Wahrheit über Israel  berichten. Die Wahrheit ist meine einstige Waffe.

Hier oberhalb unseres Hauses wurde 2014 ein 22 jähriger junger Mann von den israelischen Soldaten ermordet und das Haus seiner Familie zerstört.       
Quelle

 

 

 

A.B.Yehoshua  - Israelpreis-Gewinner:   über die Ärzte für Menschenrechte in Israel - PHR in Israel - Liebe Freunde und Unterstützer, die medizinischen Beziehungen zwischen den Palästinensern und Israel, als auch innerhalb Israel zwischen den israelischen Arabern und den Juden sind die besten. Und man kann sagen, dass sich hier die beiden Völker auf intimste Weise treffen. Wenn man in ein Krankenhaus geht, geht man  an die Orte und sieht, wie Araber und Juden zusammen sind/arbeiten. Ich weiß nicht, ob es da zwei Staaten gibt oder irgendwann einen Staat. Dies  muss der Zukunft gesagt werden. Doch die Arbeit, die von den Ärzten für Menschenrechten getan wird, die hierher kommen … ist unglaublich und von größter Bedeutung. Besonders, wenn sie in einem Flüchtlingslager mit einer so hohen Krankheitsrate getan wird. Und die medizinischen Bedürfnisse sind enorm und müssen behandelt werden … Aber die Mobile Klinik muss nicht  nur jeden Samstag hinausfahren, sondern fast jeden Tag.“

Die Mobile Klinik der Ärzte für Menschenrechte (PHRI) ist in der Westbank und im Gazastreifen seit der ersten Intifada 1988 aktiv. Jede Woche werden Gesundheits-Teams einschließlich Ärzten, Krankenpflegern und Apothekern von Dolmetschern und Studenten in die Westbank begleitet und sie behandeln Hunderte von Patienten.

Allein während des letzten Jahres fuhren wir an 46 Tagen  hinaus, an denen wir allgemeine und  spezielle Krankenbehandlung in 36 Städten und Dörfern in der Westbank ausübten. Im Laufe  des Jahres  behandelten die PHRI etwa 10 000 Patienten, einschließlich 1500 Kinder . Die PHRI-Aktivisten verbrachten 246 Arbeitstage, einschließlich 6 Besuchen in Gaza. Neun Arbeitstage wurden ausschließlich gynäkologisch, also  bei der Geburtshilfe genützt. Im Ganzen verbrachten unsere Freiwilligen 2300 Stunden bei medizinischen Behandlungen, 810 Stunden in der Krankenpflege und viel mehr Stunden  bei  physiotherapeutischen Behandlungen. Außerdem brachten wir medizinische Geräte und lebensrettende Medikamente mit, die hundert Tausende Dollar wert waren.

Der Staat Israel drückt sich vor der Verantwortung für Patienten unter Besatzung und ignoriert ihr Recht auf Gesundheit. Bei unsern medizinischen Aktivitäten bieten wir nicht nur humanitäre Hilfe, sondern geben auch Bescheinigungen/ Berichte ab. Das Leben, das der Staat verleugnet hat, ist ein Leben, das lebenswert ist.  Unsere medizinischen Handlungen sind so gleichzeitig politische Handlungen, die gegen die  vom Staat gesetzten Grenzen der medizinischen Ethik und dem menschlichen Mitleid protestieren. Wir schreien gegen die Sperranlagen, die uns von jenen trennen, denen wir durch unsern medizinischen Eid zu helfen verpflichtet sind. Und auf Grund dieser Sperranlagen  ist unsere Hilfe dort am nötigsten. Helfen Sie uns, dass wir die Arbeit mit der Mobil-Klinik auch weiter fortführen können. Unterstützen Sie uns jetzt.         (dt. Ellen Rohlfs)

 

 

 


Hoffnungslos kriminalisiertes BDS vergrößert nur seine Wirkung
- Gideon Levy, Haaretz - 26.10. 17 - Israel helfen oder ihm Probleme schaffen? Als Folge von Texas anti-BDS-Vorfall sind US- jüdische Gruppen wegen der Boykott-Gesetze geteilt. Man stelle sich nur eine Naturkatastrophe in Israel vor, nach der Stadtangestellte fordern, dass Opfer ein Formular unterschreiben, in dem sie unterschreiben, niemals Island zu boykottieren, sonst würden sie . keine Hilfe bekommen. Menschen in Not, die nie davon träumten, Island zu boykottieren unterschreiben alles. Nun hassen sie die nordische Island-Nation.

Dieses lächerliche Szenarium ist genau das, was sich in Dickinson, Texas, nach dem Hurricane Harvey  tut. Indem sie unterschreiben, Israel nicht zu boykottieren, erfüllen sie eine Vorbedingung , um Hilfe zu erhalten. Dickinsons 20 000  Einwohner, die wahrscheinlich nie etwas von Israel gehört haben und nie daran dachten,  es zu boykottieren, sind jetzt neue und eifrige Unterstützer der BDS-Bewegung. . so wurde „Hurricane Israel“ in den Worten des Bürgermeisters Julie Masters geboren.

Gierig nach Macht und Kontrolle und mit grenzenloser Begeisterung versuchen „Freunde“ Israels, diese Bewegung irgendwie zu bekämpfen.  Tatsächlich vermehren sie nur seine Wirkung. Jeder, der versucht zu verstehen, wie Antisemitismus entsteht und wie die Saat seiner Gewalt verbreitet wird, wird eingeladen, Dickinson zu besuchen. Die Verpflichtung, Israel nicht zu boykottieren, ist die Essenz jeder antisemitischen Behauptung: Juden kontrollieren überall das Geld, die Macht und den Einfluss. Wir brauchen die „Protokolle der Älteren von Zion“ nicht. Wir haben Dickinson.

Der Prozess der Kriminalisierung der BDS-Bewegung wird in den USA und Europa intensiviert. Gesetze, die nie gegen andere  Protestbewegungen verabschiedet wurden, sind dagegen  erlassen worden. Jeder der Israel boykottiert ist ein Krimineller. Jeder der  seinem Gewissen gehorcht, ist ein Übertreter. Israels Propagandisten, falsche Freunde und Diplomaten reden über Erfolge, über einen und den anderen, doch das sind falsche  Gewinne. Die aggressive  Kampagne wird in ihr Gesicht zurückschlagen. Dickinson verkörpert  den Höhepunkt einer Farce. Solch eine Rechtsprechung ist überall ein Skandal. Es ist schwer zu ergründen, wie Demokraten in aller Welt angesichts solch drakonischer und anti-demokratischer Kriminalisierung, die in ihren Ländern stattfinden, ruhig bleiben. Man muss einen Boykott Israels  nicht unterstützen, um gegen seine Kriminalisierung zu sein. Jeder Demokrat weiß, dass Boykott ein legitimes Mittel ist,  für die zivile Gesellschaft eine gewaltfreie und demokratische Art, um Protest auszudrücken. Was könnte für Bürger  inspirierender sein, als ihrem Gewissen zu folgen. Aktivisten von Tier-Rechten boykottieren Metzgerläden, religiöse Juden boykottieren nicht koschere Läden, Verfechter von  sozialer Gerechtigkeit boykottieren  Süßwarengeschäfte, Agenturen des Gesetzvollzugs beschlagnahmen gestohlene Güter und Unterstützer des Völkerrechts boykottieren den israelischen Besatzer. Könnte noch etwas anderes großartiger sein?

Am Donnerstag berichteten Chaim Levinson und Barak Ravid in Haaretz von einem geheimen juristischen Unternehmen, das der Staat in Übersee gegen die BDS-Bewegung  beschäftigt. Dieser lächerliche geheime  Apparat ist damit beauftragt, Geheimdienstliches zu sammeln und anzugreifen, nicht weniger. Millionen Schekel werden in dieses Abenteuer investiert . Auf diese Weise wird Israel immer  mehr wie sein Vorgänger Südafrika. Jetzt ist es nicht nur ein Apartheidregime in den besetzten Gebieten, es ist ein Krieg, der von jenen begonnen wird, die für die Kritik dieses Regimes in aller Welt verantwortlich sind. Israel ist schon dort und wirbelt den Staub im Ausland auf, als ob es dort einen Auftrag hätte. Vielleicht ist es  indirekt für den Wahnsinn von Dickinson verantwortlich.

Rechtsprechung, Geheimdienst-Sammelei, Angriffe, Propaganda, Anwälte, Überwachung – eine verzweifelte und hoffnungslose Schlacht. Dieser furchtlosen Kampagne fehlt nur ein Bestandteil: Gerechtigkeit. Glaubt Jerusalem wirklich, dass durch Drohungen und gewaltsame Taktiken Israel die Meinung der Welt ändern wird? Denkt  der Führer dieser Kampagne, Israels Minister für Information, öffentliche Sicherheit und strategische Angelegenheiten Gilad Erdan, dass Israel durch  juristische Aktionen Freunde gewinnen wird? Anstelle  all dieser Propaganda-Brigaden und Horden juristischer Experten würde es vielleicht einfacher sein, über einen Politikwandel nachzudenken, über den einen, der am Ursprung all dieser Attacken liegt. Schließlich haben wir von Südafrika gelernt, dass ohne einen Regime-Wechsel diese Schlacht verloren ist. Vielleicht sollten wir statt kämpfen, in den (besetzten) Gebieten  das Regime ändern. Oop! Keiner hat in Jerusalem daran gedacht.         Quelle          (dt. Ellen Rohlfs)

Texas city drops Israel boycott ban for individuals but says businesses must still reject BDS to get hurricane aid – >>>

 

 

 

Erste Schritte der UNO für ein Ende der israelischen Straflosigkeit - 22.10.2017 - „Nach Jahrzehnten der Enteignung von Palästinenser_innen, der israelischen Militärbesatzung und Apartheid haben die Vereinten Nationen einen ersten konkreten und praktischen Schritt getan, um die Rechenschaftspflicht Israels für die andauernden Verletzungen palästinensischer Menschenrechte zu gewährleisten. Von palästinensischer Seite wird dieser Schritt herzlich begrüsst.“

Omar Barghouti, Mitgründer der Bewegung für Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS)

Das Büro des UN-Kommissars für Menschenrechte hat rund 150 Firmen auf der ganzen Welt schriftlich gewarnt, dass sie in eine Datenbank von Firmen aufgenommen werden könnten, die Geschäftsbeziehungen in und mit israelischen Siedlungen im besetzten Gebiet inklusive Ostjerusalem unterhalten. Dies berichtete die israelische Tageszeitung Haaretz am 28. September 2017.

Nickolay Mladenov, der verantwortliche UN-Beamte in Jerusalem, informierte kurze Zeit später den UN-Sicherheitsrat, dass ungeachtet diverser UN-Resolutionen „die illegalen israelischen Siedlungsaktivitäten mit hohem Tempo weitergehen“.

Auf juristischer Ebene herrscht zunehmend ein Konsens, dass Regierungen durch internationales Recht verpflichtet sind, jeglichen Handel mit Siedlungen zu verbieten.

Möglicher Dominoeffekt - Israelische Behörden haben bestätigt, dass viele Firmen – ohne konkrete Namen zu nennen – bereits auf das Schreiben reagiert haben, indem sie dem UN-Menschenrechtsbüro versicherten, sie würden alte Verträge in Israel nicht erneuern und keine neuen anstreben. >>>

Die Israellobby reagiert immer hysterischer:

Das ärgerliche Traktandum 7 >>>

Israeli Companies added to the UN Black List >>>

 

 

 

From HP to Ahava: The UN Blacklist of Companies Doing Business in Israeli Settlements - Settlement blacklist of 25 firms published by Israeli paper includes Israel Aerospace Industries, telecom giants, international tech firms, banks, and even cafes

An Israeli newspaper has revealed the names of 25 companies who could find themselves on a UN blacklist of firms doing business in Israeli settlements in the West Bank and in East Jerusalem.

The list includes Israel Aerospace Industries, the Israeli branches of Motorola and HP, the Dead Sea cosmetics firm Ahava, as well as other firms like Israel's Bank Leumi or gas supplier Paz.

In the past, Haaretz reported that about 150 companies in Israel and around the world had received letters from the UN human rights commission warning them that they are about to be added to the database, senior Israeli officials and Western diplomats involved in the matter told Haaretz's Barak Ravid at the time.

The Israeli official, who requested to stay anonymous due to the sensitivity of the issue, noted that the letters sent by Zeid Ra'ad Al Hussein said these firms were doing business in the "occupied Palestinian territories" and could thus find themselves on the UN blacklist for companies acting in violation of "internal law and UN decisions." >>>

 

 

 

Schließt euch ADALAH-NY (New York) an und protestiert gegen  das israelische Philharmonische Orchester (IPO) - Das israelische philharmonische Orchester ist keine unpolitische kulturelle Institution.  Es dient als kultureller Botschafter dem Staat Israel und spielt eine öffentliche Rolle in der offiziellen israelischen Propaganda-Kampagne.  Das Brandzeichen Israel, das Kunst und Musik  verwenden, um die Aufmerksamkeit von Israels Menschenrechtsverletzungen und der ethnischen Säuberung des palästinensischen Volkes abzuziehen. Das Orchesterbehauptet, dass es den Staat Israel in aller Welt vertritt.

Die Vorstellung am 25. Oktober ist Teil einer IPO-Veranstaltungsreise in den USA und Kanada. Proteste werden auch in anderen Städten gehalten werden.

Wir reagieren auf den Aufruf der palästinensischen zivilen Gesellschaft, die kulturellen Institutionen zu boykottieren, die sich an Israels systematischer militärischer Unterdrückung des palästinensischen Volkes in der Westbank und  im Gazastreifen beteiligen oder den Flüchtlingen das Rückkehr-Recht in ihre Heimat verweigern-

Schließt euch uns am, da wir das IPO wissen lassen, dass Apartheid falsch ist. Musikalische Begleitung wird dem Protestmarsch vom Rude Mechanical Orchester geliefert.

Auf einem Poster stand: „ Ohne Gerechtigkeit gibt es keine Harmonie“ und „Israel fiedelt – während Palästina brennt.“ 

Quelle und  mehr >>>  (dt. Ellen Rohlfs)

 

 

 


 

Postkartenaktion gegen israelische Datteln

Seit einigen Tagen tauchen in den Regalen von Migros und Coop wieder Datteln aus Israel in grossen Mengen auf. Zum Teil sind sie mit dem Knospen-Label von Bio Suisse, mit dem eine faire und nachhaltige Produktion ausgezeichnet wird, zertifiziert. BDS Schweiz weist seit Jahren auf die diskriminierenden Rahmenbedingungen des Dattelanbaus in Israel hin:

  • Datteln aus Israel werden von den Unternehmen Mehadrin und Hadiklaim geliefert,
    die auch in illegalen Siedlungen im besetzten palästinensischen Gebiet tätig sind.

  • Im Aravatal, dem Anbaugebiet der Datteln, können PalästinenserInnen kein Land
    erwerben und keine eigenen landwirtschaftlichen Betriebe aufbauen.

  • Viele palästinensische Gemeinden in der Negev-Wüste sind nicht an öffentliche
    Infrastrukturen (u. a. Wasserversorgung) angeschlossen, während die landwirtschaftlichen Kibbuzim uneingeschränkten Zugang zu Wasserressourcen erhalten.

Helft mit!

Dieses Jahr wollen wir mit einer Postkartenaktion Migros, Coop und Bio Suisse an ihr Versprechen, soziale Verantwortung wahrzunehmen, erinnern. Die Zusammenarbeit mit den israelischen Produzenten und Importeuren muss sofort beendet werden und israelische Produkte müssen aus dem Sortiment verschwinden, bis die palästinensischen Rechte gewährleistet sind.

Voradressierte Postkarten können jetzt per E-Mail oder mit diesem Formular bei uns bestellt werden. Eine Vorschau der Postkarten ist hier zu finden.

Konsumboykott - BDS Schweiz >>>

 

 

 

Die in Gaza ansässige Band Maimas singt für Freiheit - Rofka Al-Amya - 19. Oktober 2017 - Weithin glaubt man, dass Kultur, Kunst und Musik das individuelle und kollektive Bewusstsein gestaltet.

„Maimas“ ist eine neue  palästinensische Band im belagerten Gazastreifen. Der in Gaza ansässige palästinensische Aktivist, Sänger und Intellektuelle Haidar Eid sagt: Lieder sind ein organisiertes Mittel im äußerst beschwerlichen Wirken unter der umstürzenden Besatzung und Apartheid. Sie werden ständig im kollektiven Gedächtnis des Volks von Palästina geätzt (?). wir hoffen, dass unsere Lieder den palästinensischen Wunsch dokumentieren,  von  der Verwüstung der Kolonisierung, Besatzung und Apartheid frei zu  werden.

Warum Maimas? - Haidar Eid und die anderen Band-Mitglieder sagen, Kunst in Gaza ist selbst  unter schrecklicher mittelalterlicher Belagerung,  einer Belagerung, die buchstäblich die Antithese  von Freiheit ist.  Außerdem glauben sie, dass  Maimas eine Rolle als  Anti- Hasbara –Band zu spielen hat, die dahin zielt, die orientalische Falschdarstellung  Palästinas im Allgemeinen und Gazas  im Besonderen aufzuzeigen.

„Durch das Singen, dadurch dass unsere Stimmen gehört werden, benützen wir tatsächlich unsere Stimmen als Mittel des Widerstandes,“ sagt Eid, dessen Lieder während  des israelischen barbarischen Krieges  um Gaza 2014  auf einem Mobil-Telefon aufgezeichnet und dann auf  Video-Clips genommen wurden. Eines von dieses heißt „Lebensboot“, das die letzten Augenblicke des Lebens eines palästinensischen Jugendlichen dokumentiert, der in Shijaya getötet wurde. Ein anderes Video-Clip  , mit dem Titel „Liebe  in der Zeit des Genozids“ berichtet von den schrecklichsten Augenblicken des  Shijaya-Massakers. Das Lied selbst wurde  während das Massaker stattfand, aufgenommen.

Mohamed Akkila, ein Sänger und Oud-Spieler, sagt:  „Kunst ist für uns keine Handelsware, die gebracht und verkauft wird.  So wie Bertold Brecht sagte: „Kunst ist nicht wie ein Spiegel, der der Realität entgegen gehalten wird, sondern ein Hammer, mit  dem sie gestaltet wird.“ Haidar Eid sagt: wie der Rest der palästinensischen Künstler und der südafrikanischen Künstler vor uns streicheln wir die Macht der Kultur gegen die Kultur der Macht, wie Edward Said es gesagt haben würde.

Der Name der Band Maimas ist  angeblich der alte Name des Hafens von Gaza-Stadt, ein kanaanitischer Name des aufgegebenen Hafens, in dem nur Vögel lebten. Zur Band gehörten  fünf Musiker, die verschiedene Instrumente spielen, Oud, Trommel, Keyboard, Naii und Gitarre. Die Band arbeitete an mehreren Projekten. Das erste Projekt ist freie Konzerte in verschiedenen Teilen des Gazastreifens zu geben, besonders in marginalisierten Gebieten, die von Israels Bombardements zerstört wurden. Das zweite Projekt ist eine musikalische Zusammenarbeit mit einer südafrikanischen Band, Mavrix. Die Zusammenarbeit von Maimas in Gaza mit  Mavrix in Johannesburg wird – so hofft die Band – in der Produktion eines gemeinsamen  Video-Clips  ihren Höhepunkt haben  und die Ähnlichkeit zwischen den beiden leidenden Völkern aufzeigen.

Das dritte Projekt ist die Herstellung eines Albums. Maimas hat schon damit angefangen, für ein potentielles Album  (was von der Finanzierung abhängt) zu sammeln: ein neues Beleben der Lieder aus der ersten Intifada und verbotene palästinensische Lieder aus den 70ern und 80ern. Der Titel des Albums „ Lieder der Angst des Tyrannen“ angeregt durch Mahmud Darwish’s Gedicht „Auf dieser Erde“.

Die Band braucht finanzielle Unterstützung, um ihr erstes Album  in einem registrierten Studio in Gaza aufnehmen zu können.  Quelle

Hier ist der Link zu der  fundraising page >>>                     (dt. Ellen Rohlfs)

 

 

 

 

 

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