a

Dienstag, 17. Oktober 201719:26   -    HELFEN     BDS     facebook    LINKS     ARCHIV    THEMEN

 

Palestine Update Nr. 78 – 15. Oktober 2017 – Was war das gewichtige „Women Wage Peace“ wirklich ? - Meinung - Ranjan Solomon - Redakteur - Wie können „Frauen Frieden wagen“, ohne über die Besetzung zu reden, fragt Orly Noy, eine politische Aktivistin, die in der Vergangenheit mit Verbindungen wie „Women’s Coalition for Peace“ und „Mizrahi Democratic Rainboy“ gearbeitet hat.

Palestine Update hat vorige Woche einen Bericht unter dem Thema „Frauen wagen Frieden“ verteilt. In der Retrospektive: Die enormen Zahlen faszinierten auch Palestine Update, um die Wanderung als wichtigen Aspekt der politischen Mobilisierung zu veröffentlichen. Wir lagen falsch: vielleicht war der Bericht „Good News“, ohne analytisch richtig zu sein. Heute hilft uns Orly Noy nachzufragen, wieso die Massen diese Wanderung so kolossal ausschauen ließen. Sie zeigt, dass bei dieser Wanderung – rally - fundamentale Fragen umgangen wurden. Diese Wanderung, setzt sie hinzu, hatte nichts bewirkt, als der Besatzung ihre Referenz zu erweisen.

Noy bemerkt scharf: „Es ist einfältig, um nicht zu sagen, kindisch, ein Viertel Jahrhundert nach dem Oslo-Abkommen von „Verhandlungen“ zu reden und ein „Friedens-Abkommen“ zu fordern. Verhandlungen? Im Gegenteil, Israel würde liebend gern in eine neue endlose Runde von Gesprächen einsteigen, die internationalen Druck hinausschiebt und Enteignungen weiter durchzuführen erlaubt, wie alle anderen bisherigen Verhandlungsrunden. Diese Frauen versuchen in dieses Vakuum hineinzuspringen, füllen es mit immer neuen emotionalen Wörtern und dem verzweifelten Versuch, eine Ähnlichkeit von Symmetrie zwischen Israelis und PalästinenserInnen zu schaffen“. (...)

 

Wie können Frauen Frieden wagen, ohne über die Besetzung zu reden? - Orly Noy*  - Eine von „Women Wage Peace“ organisierte Rally (Wanderung) mag gewichtig  erscheinen, hat jedoch 50 Jahre militärischer Besetzung ignoriert – und immer wieder werden die alten Hüte von „der Rolle der Frauen in gewalttätigen Konflikten“ wiedergekäut.

Ich bin frühzeitig und mit vielen Vorbehalten bei der in der vergangenen Woche von den „Women Wage Peace“ im Independence Park in Jerusalem organisierten Rally angekommen. Es war der Höhepunkt der zwei Wochen dauernden „Wanderung für den Frieden“  bei der tausende israelische und palästinensische Frauen durch Israel und die Westbank gegangen sind, um eine friedliche Lösung des Konflikts zu fordern. Ich bin der Gruppe gefolgt, seit sie sich nach dem Gaza-Krieg von 2014 formiert hatte. Einerseits ist eine Massenbewegung von Frauen zur Unterstützung des Friedens eine begrüßenswerte Veränderung. Andererseits – Was haben sie wirklich gesagt? Und, was wichtiger ist, was haben sie NICHT gesagt? Wie kann es sein, dass das Wort „Besetzung“ absolut fehlt in einer Gruppe, die den Konflikt beenden möchte?

Ich bin frühzeitig gekommen und habe mich entschieden, in einem Café neben der Route für die Rally zu sitzen. Nach einigen Minuten setzten sich zwei Frauen in weißen Kleidern, die arabisch sprachen, in meine nächste Nähe. Ich fragte sie, ob sie zu der Rally gehörten; sie sagten ja. Nach einer kurzen Konversation fragte ich eine der beiden, eine palästinensische Israelin aus Jaffa, ob es sie nicht störe, dass von „Women Wage Peace“ niemals der Begriff „Besetzung“ berührt werde.  

„Das war die Entscheidung, die getroffen wurde“, antwortete sie ausweichend. Als ich nochmals nachfragte, ob oder nicht sie das störe, sagte sie: „Natürlich stört es mich. Es stört mich als Frau, als Palästinenserin, als Israelin, aber so haben sie entschieden. Dass wir über die Zukunft sprechen müssen – wir haben schon genug über die Vergangenheit geredet.“

Aber die Besetzung ist nicht Vergangenheit, hake ich nach. Sie ist ganz genau die Gegenwart. „Sie haben recht, aber was können wir tun? Zu Hause hocken bleiben? Wir müssen irgendetwas tun, um die Realität zu verändern.“

Unsere Konversation wurde durch den Marsch abgeschnitten, der plötzlich ganz nah herankam. Wir zahlten und liefen hinaus. Der Anblick war überwältigend: tausende Frauen – und Männer – ganz in Weiß, marschierten und sangen Friedenslieder mitten in Jerusalem. Das sieht man natürlich nicht alle Tage. Es waren so viele Menschen, dass Vorübergehenden der Mund offen blieb: die gewöhnlichen Lieder der Rechten – sehr gut bekannt von anderen Protesten, die in der Gegend viel kleiner waren, speziell in Jerusalem – waren kaum zu hören. Als Frau aus Jerusalem war es für mich seltsam und aufregend, Teil von allem dem zu sein.

Gebärmutter im Dienst des Friedens! - Ganz locker schlenderten geschätzte 30.000 Frauen – weitaus die Mehrheit jüdische – in den Park hinein, um auf den Beginn der Rally zu warten. Als die Menge sich drängte, setzte sie sich in Bewegung mit der dreisprachigen (Englisch, Hebräisch, Arabisch) Form von Leonard Cohen’s klassischem „Hallelujah“, angeführt von Yael Deckelbaum und dem Ensemble von „Prayers of Mothers“. Sehr schnell hatte ich begriffen, dass „Mothers“ – Mütter – hier das Schlüsselwort war. Fast jede Frau, die während der Rally zu Wort kam  – außer den jungen Mädchen – sprach von Mutterschaft. Adi Altschuler, eine Erziehungsbeauftragte, verwendet das Mantra „Herz zu Herz, Mutterschoß zu Mutterschoß“, was mir zu einem nervösen Schweißausbruch mitten in der Kälte Jerusalems verhalf. Wir leben in einem Land, in dem die Gebärmütter der Frauen vom Regime als Inkubatoren für zukünftige Soldaten anvisiert werden (Altschuler, die erst kürzlich ihr erstes Kind geboren hatte, sprach davon, Mutter eines künftigen Soldaten zu sein), während andererseits unsere Mutterliebe benutzt wird um uns in die Rolle von Müttern zu zwängen, die für den Frieden eintreten. Das ist das Gegenteil von Frauen, die einfach z.B. Gerechtigkeit fordern. Frau zu sein und Mutterschaft gleichzusetzen macht wütend, um es mild auszudrücken.

Ein anderes Wort auf den Tafeln war KULAN – alle Frauen. Die Bewegung, stellte sich heraus, schließt alle Arten von Frauen ein: jüdische und palästinensische, religiöse und sekulare, Mizrahi und Ashkenazi, Städterinnen und diejenigen, die weit weg von wirtschaftlichen Zentren leben, Lesben, Bisexuelle .., Rechtsgerichtete, Linksgerichtete, Zentralistinnen, neue Immigrantinnen und israelisches Urgestein. Alle Typen von Frauen, eine Siedlerin eingeschlossen, die, wie sie sagt, in einem „wunderschönen und blutenden Samaria“ lebt. Ja, sogar sie wünscht sich Frieden. Aber wie sieht sie uns den Frieden erreichen? „Wenn zehntausende Frauen in der Lage sind, über die schwierigen Themen zu reden, kann unsere Führung nicht in der Lage sein uns zu ignorieren.“ Aber was sind denn die schwierigen Themen, über die wir reden müssen? Vielleicht die herausfordernde und wachsende Gegenwart der Siedlungen, wie diejenige, in der sie lebt, und die die Chance verhindern, einen palästinensischen Staat zu errichten. Nein. Also vielleicht die Besetzung und die Checkpoints, durch sie jeden Tag auf ihrem Heimweg gehen muss? Menschenrechts-verletzungen? Kriegsverbrechen? Nein. Eine Siedlerin von der Westbank kann so leicht auf dem Podium stehen und über die Notwendigkeit „über schwierige Fragen zu reden“ sprechen, weil sie weiß, man würde tatsächlich nicht darüber sprechen. Anderenfalls wäre sie vielleicht nicht in der Lage, an einer Bewegung teilzunehmen wie dieser.

Dieses verflixte Wort - In der Tat, die Forderungen der Bewegung sind so unklar, dass sogar Netanyahu mitmachen könnte, wenn er sich dies wünschte. Ihre Forderungen können so zusammengefasst werden: Friedensverhandlungen, die Frauen einschließen. Das ist es! Aber was werden diese Frauen sagen, wenn sie am Verhandlungstisch sitzen? Was sind ihre Forderungen? Ihre roten Linien?

Das ist ein Geheimnis. Sogar die Sprecherin der Palästinenserinnen – die einzige, die aus den besetzten Gebieten, aus Hebron – einer Stadt, die unter Apartheid lebt – kommt, hat nicht einmal das Wort Besetzung gebraucht. Sie hat nicht einmal Arabisch gesprochen – Gott sei Dank! – sondern eher Englisch. Kein Wort über die Checkpoints und die Härten, die sie zu ertragen hat, nur um eine Einreiseerlaubnis nach Israel von der israelischen Armee zu erlangen. Besetzung? Vergiss es! Wir reden über den Konflikt – ein viel hübscheres, viel symmetrischeres Wort als Besetzung. Fast ironisch: Das einzige Mal, dass das Wort „Besetzung“ während der Versammlung gebraucht wurde, kam von dem einzigen Mann, der zum Wort kam, dem früheren Mitglied der Knesset, Shakib Shnaan; sein Sohn Kamil war während des blutigen Angriffs auf dem Tempelberg vor drei Monaten getötet worden. Vielleicht erlaubt ihm das Faktum, dass er ein Mann ist, so zu sprechen. Wir Frauen müssen von der Gebärmutter sprechen, weiß tragen und auf Frieden hoffen. Wie erreichen wir den Frieden? Fragt die Männer.

Ich schreibe diese Worte mit sehr viel Traurigkeit. In der politischen Wirklichkeit der letzten paar Jahrzehnte ist nichts bedeutungslos an der Tatsache, dass zehntausende Frauen fordern, dass sich diese Wirklichkeit ändert, und dass sie willens sind, auf die Straßen jeder kleinen und großen Stadt zu gehen, um ihre Bewegung aufzubauen.  Dass es eine Fraueninitiative ist, gibt ihr sogar ein größeres Potential. Und ja, es gibt so etwas wie eine von Frauen geführte Politik, und sie kann revolutionär sein und machtvoll – eine Politik, die zuerst und vor allem die existierenden Hierarchien und sozialen Strukturen herausfordert.

Die von Frauen geführte Politik, die ich in Jerusalem gesehen habe, war jedoch das komplette Gegenteil. Sie war von der Art, die die vorhandenen Machtstrukturen nur stärkt. Es war die Politik, in der Frausein heißt weiß zu tragen, zu singen und zu tanzen. Es heißt Mutter sein und eine Gebärmutter zu besitzen, zu Hause sitzen und auf unsere Soldatensöhne aufzupassen. Es heißt, Männer freundlich zu bitten, doch Frieden zu machen. Statt einer Revolution der Frauen haben wir Frauen, die Veränderung fordern aber bei ihrem Leben nicht entscheiden können, welche Art von Veränderung sie sehen wollen. Frauen, die nur die Meinung verfestigen, dass Politik ein schmutziges Wort ist, mit dem Frauen nichts am Hut haben sollten – dass sie Männern allein vorbehalten sei.

Keine Symmetrie - Da ist etwas vereinfachendes, sogar kindisches, über „Verhandlungen“ zu reden und ein „Friedensabkommen“ zu verlangen – ein Viertel Jahrhundert nach dem Versagen des Oslo Abkommens. Verhandlungen? Im Gegenteil: Israel würde liebend gern in eine neue endlos lange Gesprächsrunde eintreten, die den internationalen Druck hinausschiebt und ihm neue Enteignungen zugesteht, so wie es bei allen vorhergehenden Verhandlungsrunden der Fall gewesen war. Diese Frauen versuchen in dieses Vakuum zu springen, füllen es mit massenhaft emotionalen Wörtern und dem verzweifelten Versuch, eine Ähnlichkeit zu Symmetrie zwischen Israelinnen und Palästinenserinnen zu schaffen.

Während tausende Frauen am Sonntag in Jerusalem Lieder von Frieden und Schwesterlichkeit sangen, wurde von Gaza eine Rakete nach Israel abgeschossen, worauf Israel mit einem Angriff auf den Streifen antwortete. Können wir überhaupt anfangen mit dieser Realität umzugehen ohne über Belagerung zu sprechen? Ohne das Wort „Besetzung“ zu benutzen?

Ja, von Besetzung zu sprechen ist nicht populär, und es könnte die Anzahl der Teilnehmerinnen beim nächsten Marsch sogar drastisch reduzieren. Aber vielleicht sollten wir auf die Wörter der Siedlerfrau genau hinhorchen: Bis wir in der Lage sind, über die schwierigen Sachen zu reden, ist es zweifelhaft, ob wir irgendetwas in der realen Welt ändern können. Sogar, wenn wir alle weiß tragen und über unsere Gebärmutter reden – in Hebräisch, Arabisch und Englisch.

*) Orly Noy ist politische Aktivistin, die in der Vergangenheit in Netzwerken wie der Frauen-Friedenskoalition (Women’s Coalition for Peace) und Mizrahi Democratic Rainbow (Mizrahi demokratischer Regenbogen) gearbeitet hat.  Quelle       (Übers.: Gerhilde Merz)

Bennet will Abbruch der Beziehungen mit der Palästinensischen Autonomiebehörde fordern - 15.10.2017 - Der rechtsgerichtete israelische Erziehungsminister Naftali Bennet will bei einer Regierungssitzung am Sonntag fordern, angesichts des Versöhnungsabkommen zwischen Hamas und Fatah die Beziehungen zur Palästinensischen Autonomiebehörde abzubrechen, wie der israelische Kanal 2 berichtete.

Bennet will die Annullierung aller mit der PA unterzeichneten Abkommen verlangen, einschließlich der Aufhebung (der Genehmigung für) den Bau eines neuen Wohnviertels am Rand von Ramallah und die Errichtung einer Industriezone in Tarqumia.

Er sagte übereinstimmend mit PNN, dass Israel das Versöhnungsabkommen zwischen Fatah und Hamas nicht akzeptieren könne.

In einem Statement fügte er hinzu: "Ab jetzt ist jede Zusammenarbeit zwischen Israel und Abbas Zusammenarbeit mit Hamas. Wir müssen das klar machen, denn nach dem Abkommen wird es neuen internationalen Druck auf Israel geben die Verhandlungen mit der PA wieder aufzunehmen."              Quelle             Übersetzung: K. Nebauer

EU-Grenzbeobachter wartet seit 10 Jahren auf die Rückkehr nach Gaza - Michael Schaeffer Omer-Man - 13.10.2017 - Gazas Grenzübergang Rafah könnte jetzt, nachdem Fatah und Hamas einem Versöhnungsabkommen zugestimmt haben, bald wieder öffnen. Aber das bedeutet nicht, dass die EU-Mission, die seit 10 Jahren bei jährlichen Unkosten von Millionen Euro in der Nähe von Tel Aviv sitzt und wartet, bald wieder zur ihrer Arbeit zurückkehren kann.

Während der vergangenen 10 Jahre hat eine Gruppe von Grenzbeobachtern der Europäischen Union innerhalb Israel auf den unbestimmten, fernen Augenblick gewartet, an dem sie wieder in den Gazastreifen versetzt wird, um den Grenzübergang zwischen Haza und Ägypten zu überwachen.


Wenn das am Donnerstag in Kairo von Hamas und Fatah unterzeichnete Versöhnungsabkommen überlebt und realisiert wird, könnten die zehn Jahre Wartezeit – und die Millionen Euros, die in dieser Zeit ausgegeben wurden – in der Luft verpuffen.


Die EU Border Assistance Mission Rafah, auch als EUBAM bekannt, wurde 2005 geschaffen, nachdem Israel sein Militär aus dem Gazastreifen abgezogen hatte, um die Umsetzung eines bilateralen Abkommens zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde zu unterstützen. EUBAM sollte den von der PA betriebenen Grenzübergang überwachen, der bis dahin unter Israel angelaufen war, und ein Verbindungszentrum betreiben, wo israelische,  EU- und palästinensische Beamte alles, was am Grenzübergang Rafah vor sich ging, beobachteten.


Theoretisch sollte das Arrangement mit den europäischen Beobachtern das erste Mal in der Geschichte sein, dass Palästinenser eine internationale Grenze für Ein- und Ausreise aus dem palästinensischen Territorium kontrollieren. Tatsächlich behielt aber Israel die letzte Kontrolle des Grenzübergangs. Die israelische Kontrolle wurde beibehalten, indem sie bestimmten, wer passieren konnt,e oder Indivualreisenden die Grenzüberschreitung untersagten, ging aber auch so weit, die Schließung des gesamten Grenzübergangs zu erzwingen, indem Israel es ablehnte die EU-Beobachter von ihrem Wohnsitz in Ashkelon in den Gazastreifen reisen zu lassen.


Dennoch war die Grenze von Rafah während der ersten sieben Monate des Einsatzes von EUBAM außer an zwei Tagen jeden Tag geöffnet; 1.300 Personen passierten täglich die Grenze.


Dann entführte Hamas den israelischen Soldaten Gilad Shalit, Israel besetzte wieder einen Streifen Land in Gaza entlang der Grenze zu Ägypten und der Grenzübergang war im dauffolgenden Jahr weniger als 1/4 der Zeit geöffnet. Als Hamas 2007 die Fatah aus Gaza vertrieb, wurde die Grenze offiziell geschlossen und seither nicht mehr regelmäßig geöffnet.


Aber anstatt nach Hause zurückzukehren, blieben die EU-Beobachter. Für die letzten 10 Jahre hat EUBAM seine Kräfte in Israel beibehalten, erst in Ashqelon, dann in Ramat Gan/Tel Aviv.[...] In den letzten Jahren hat die Mission die europäischen Steuerzahler mehr als eine Million Euro gekostet. Im Juli hat die Europäische Union das Mandat von EUBAM mit einem noch höheren Budget zu 1,98 Mio Euro für Juli 2017 bis Juni 2018 wieder verlängert.


Die Chancen für eine Wiedereinsetzung (in Rafah) sind, auf jeden Fall unter dem derzeitigen Mandat, sehr gering bis null. Exklusiv innerhalb des Rahmens eines bilateralen Abommens zwischen Israel und der PA autorisiert, war die PA laut von Al Jazeera veröffentlichten geleakten Dokumenten (die ein Teil der Palestine Papers sind) von Beginn an unzufrieden. Israel überschritt seine Befugnis und vernachlässigte seine Verpflichtungen, wie palästinensische Beamte bei zahllosen Gelegenheiten schrieben.  >>>

 

Homepage EUBAM Rafah >>>

Abraham Melzer – Die AntisemitenmacherDie Antisemiten-Macher - Dr. Ludwig Watzal - Das Buch des deutsch-jüdischen Publizisten und Verlegers kommt nicht nur zum rechten Zeitpunkt, sondern dieser hat mit dem Titel in ein Wespennest gestochen. Melzer hatte bereits Räumlichkeiten im Saalbau Gallus ordnungsgemäß gemietet, um sein Buch vorzustellen. Die Stadt Frankfurt, die über die Räume wacht, hatte kurzerhand den Mietvertrag wieder gekündigt. Diese Kündigung wurde vom Amtsgericht Frankfurt für rechtswidrig erklärt.

Justament zur Frankfurter Buchmesse, auf der es auch um das Thema Meinungsfreiheit geht, wollte die Stadt Frankfurt einem deutsch-jüdischen Autor sein im Frankfurter Westend-Verlag erschienenes Buch in öffentlichen Räumen vorzustellen, verbieten.

Seit Jahren findet in Deutschland eine Hetzjagd auf alles Israelkritische und so genannte Israelkritiker statt. Diese Kampagnen werden von einer Israellobby und ihren Krawallbrüdern orchestriert, zu der man die Jüdischen Gemeinden, den Zentralrat der Juden in Deutschland, die Israelische Botschaft, die Politsekte der Antideutschen, Honestly Concerned in Frankfurt, den Journalisten Benjamin Weinthal von der Jerusalem Post, Henryk M. Broder und eine Vielzahl von Philosemiten zählen kann, zu denen sich eine nicht geringe Anzahl von Abgeordneten des Deutschen Bundestages, diverser Länderparlamente und Stadtverordnetenversammlungen gesellen.

Diese Lobby übt massiven Druck auf deutsche Parlamentarier aus, nicht nur die BDS-Bewegung als „antisemitisch“ zu kriminalisieren, sondern auch deren Unterstützer. Bisher ist es ihr gelungen, den Frankfurter und Münchner Magistrat dazu zu veranlassen, öffentliche Räumlichkeiten nicht mehr an sogenannte Israelkritiker oder BDS-Unterstützer zu verpachten. Die Stadt Frankfurt mit ihrem CDU-Stadtkämmerer Uwe Becker spielt dabei die unrühmlichste Rolle. Köln und Berlin planen ähnliche Anschläge auf die Meinungsfreiheit. Vorsorglich hat die Israellobby dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Müller, mit der Antisemitismuskeule gedroht. Dank der Unabhängigkeit der Gerichte, ist es bisher immer gelungen, diese grundgesetzlichen Raumverbote zu kippen.

Moshe Zuckermann, der sich immer wieder massiven Anfeindungen durch die Antideutschen ausgesetzt sieht, hat in seinem Vorwort zur Hexenjagd der Antisemiten-Macher das Nötige gesagt. „Ihre Perfidie kontaminiert das, was historisch zum vordringlichen Gegenstand des emanzipativen Kampfes um eine Welt nach Auschwitz avanciert war. Die Antisemiten-Macher sind ausgemachte Feinde dieses Kampfes.“ >>>

 

 

Elisabeth Abendroth - Helga Dieter Herbert Kramm-Abendroth - Edgar Weick - Offener Brief. An den Magistrat der Stadt Frankfurt Herrn Oberbürgermeister Peter Feldmann, Herrn Bürgermeister Uwe Becker - Frau Stadträtin lna Hartwig

An die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung
Sehr geehrte Damen und Herren, 8.10.2017


Die „Saalbau", ein Unternehmen der Stadt Frankfurt, verweigert einem jüdischen Verleger die Vorstellung seines Buches über Antisemitismus zur Buchmesse in Städtischen Räumen. Begründung: ,,Die Inhalte der Buchvorstellung!" Ein Titel oder Zusammenhang wird nicht genannt.


Es handelt sich um eine Neuerscheinung im Frankfurter Westendverlag:
»Die Antisemitenmacher - Wie die neue Rechte Kritik an der Politik Israels verhindert«.


Wie in umstrittenen Artikeln und Vorträgen davor, vertritt der Autor Abraham Melzer darin die These, dass sich in den letzten Jahren nicht der Antisemitismus verstärkt habe, sondern die Etikettierung jeglicher Kritik an der Politik des Staates Israel als Antisemitismus gebrandmarkt würde. Nicht nur ein Klima der Einschüchterung verhindere zunehmend offene Debatten, sondern die massive Einschränkung der Meinungsfreiheit.


Man mag Abraham Melzers Argumente teilen oder ablehnen und seinen emotionalen Stil der Auseinandersetzung für authentisch oder für verletzend halten. Darum geht es hier nicht.


Wir wenden uns entschieden gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Verbote und Schikanen wie die Verweigerung von öffentlichen Räumen oder die Kündigung von Bankkonten oder die Entziehung der Gemeinnützigkeit zur Behinderung von Kritikern der israelischen Besatzungspolitik . Das sind im Einzelfall schwierige Fragen, die debattiert werden sollten. Im Zweifelsfall entscheiden darüber Gerichte und nicht die Verwalter städtischer Räume oder Bankangestellte.
Natürlich geht es auch um Inhalte, denn nachweislich antisemitische Veranstaltungen gehören nicht in öffentliche Räume. Das ist ein schwieriges Problem, das nicht ohne öffentliche Debatte durch Verbote gelöst werden kann. >>>

 


Dokumentation - 2017 - ES WIRD VERSUCHT DIE BUCHVORSTELLUNG DES NEUEN BUCHES VON ABRAHAM MELZER ZU VERHINDERN >>>

Israel genehmigt Siedlungen in Hebron - Erstmals seit 15 Jahren dürfen jüdische Siedler in der palästinensischen Stadt Hebron bauen. Die Regierung Netanjahu gefährde die Zweistaatenlösung, meinen Aktivisten. >>>

 


 

 

 

 

 

#########
Kostenlos  ist nicht  Kostenfrei
 
Sponsern Sie
"Das Palästina Portal"

Kurznachrichten BERICHTE

Much optimism, little confidence in Hamas-Fatah deal

» Extremists Attempt to Burn Hebron Mosque

Nahost-Konflikt: Israel genehmigt Siedlungen in Hebron

 

Jerusalem - Israel nimmt umstrittenes Siedlungsprojekt wieder auf

» Detained Teens in Gaza Highly Vulnerable to Abuse

» Olive Picking in Palestine: Another Form of Solidarity (VIDEO)

The pedagogy of apartheid

Trump's stance on Iran deal is an orgy for Israel and its US friends

Israelische Kampfjets aus Syrien beschossen

Soldiers Abduct Five Palestinians In Ya’bad, Near Jenin

Army Abducts Three Palestinians, Serve Demolition Orders Targeting Five Homes, In Jerusalem

Israeli Soldiers Abduct Six Palestinians In Jenin, Invade Farmlands In Gaza

Many Palestinians Suffer The Effects Of Teargas Inhalation Near Jenin

Children Assaulted by Israeli Settler in Hebron

Hundreds of Settlers Riot In Old City Jerusalem

Palestinian reconciliation could work this time. Israel must support it

Netanyahu compares human rights groups to Russian election interference

Israeli settlers steal olive harvest, attack Palestinian farmers in West Bank

Gaza fishermen union denies reports saying Israel to expand fishing zone

Censorship battle and an antisemitic charge cause anger

Palestinian Children Beaten, Tortured Under Israeli Interrogation

Austria's neo-Nazis find friends in Israel

16. 10. 2017

Updated – PPS- “Israeli Soldiers Abduct Fourteen Palestinians In The West Bank”

Army Abducts A Child In Jerusalem

Israeli Navy Abducts Four Fishermen In Gaza

Soldiers Injure One Palestinian, In Bethlehem

Israeli Soldiers Abduct Three Farmers, Confiscate Agricultural Machines, Near Tubas

11 Palestinians Abducted from West Bank

5 Palestinians Injured, Two Detained along Gaza Borders

Bennett to Demand Cutting Ties with Palestinian Authority

The slow death of Israeli citizenship

The slow death of Israeli citizenship

Palestinian Children Beaten, Tortured Under Israeli Interrogation

EU border monitors have been waiting to go back to Gaza for 10 years

15. 10. 2017

In Ireland, a Palestinian is understood

'The Siege' gets its US premiere at last, in a blow to 'Israeli propaganda machine'

'Looking for Palestine,' a night of storytelling with Palestinians, Live!

Palestinian Children Beaten, Tortured Under Israeli Interrogation

Israeli Airlines being Sued over Intrusive Body Search

PLO Secretary-General Erekat Undergoes Successful Lung Transplant

Israel- Acceptance of Palestinian unity deal contingent on disarming Hamas

Israeli Soldiers Abduct A Palestinian From Hebron

Israeli forces detain 16-year-old Palestinian in overnight raids

5 Palestinians injured during clashes with Israeli forces along Gaza border

14. 10. 2017

US leaves UNESCO over "anti-Israel bias" and Israel follows

Hamas and Fatah sign unity deal, but details remain unclear

Netanyahu announces unprecedented settlement expansion in the West Bank

Israeli Army Jeeps Rams A Palestinian Near Qalqilia

Israeli Soldiers Abduct A Palestinian From Hebron

Israeli Soldiers Injure Five Palestinians In Gaza

Soldiers Attack The Weekly Protest In Kufur Qaddoum

PCHR Weekly Report On Israeli Human Rights Violations in the Occupied Palestinian Territory (05 – 11 October 2017)

Prominent Chefs Urge Colleagues to Withdraw From Tel Aviv “Culinary Propaganda” Festival

EU border monitors have been waiting to go back to Gaza for 10 years

Israel- Acceptance of Palestinian unity deal contingent on disarming Hamas

13. 10. 2017


 

Bundesregierung begrüßt Versöhnungsprozess


Hamas and Fatah sign reconciliation deal, leaving many questions unanswered


Einigung- Hamas und Fatah demonstrieren in Kairo Versöhnung

Fatah und Hamas unterzeichnen Versöhnungsabkommen

Nach den USA tritt auch Israel aus der Unesco aus

The 13 questions on life in Palestine that non-Palestinians always ask me

Media criticism of gun lobby after Vegas massacre would make the Israel lobby blush – Mondoweiss

Israeli Armed Forces use Live Ammunition in Al-Khalil and Detain Two Boys

On my sixth visit, I've never seen Gaza so devastated

Israeli Soldiers Close Roadblock Near Jerusalem, Detain Passengers Of Three Buses

Israeli Soldiers Abduct A Child In Jerusalem

Eight Israeli Soldiers Commit Suicide Within 3 Months

Three Palestinians Wounded at Joseph’s Tomb as Tens of Thousands Storm Holy Sites

Israeli-led “Women’s Peace March” Criticized as Normalization

Israeli Soldiers Abduct Two Palestinians In Tulkarem, Injure One In Nablus

Army Invades Homes In Bethlehem

Israeli Colonists Cause Damage To Twelve Palestinian Cars Near Nablus


frühere texte UND TAGE finden sie  im  Archiv >>>
 

Kontakt  |  Impressum  | Haftungsausschluss  |  Arendt Art  |  Nach oben  |  facebook | Das Palästina Portal gibt es seit dem 10.4.2002