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Sonntag, 27. August 201720:20  -     facebook     LINKS       ARCHIV      BDS      THEMEN

 

Generationen palästinensischer Kinder sehen sich einer schlechter werdenden Krise gegenüber  - Zum Welt-Humanitarian-Tag  drückte die Direktorin von Save the Children  im besetzten Palästina Jennifer Moorehead ihre große Sorge  für die Kinder in Palästina  aus. Sie  erklärte, dass ihre Grundrechte, einschließlich Sicherheit wegen der israelischen Politik in der Westbank, in Gaza und sogar in Israel selbst sehr gefährdet seien.

„In den besetzten palästinensischen Gebieten stehen wir vor einer schlechter werdenden Kinderschutz-Krise, was die Gesundheit, die Bildung, die Ernährung und die Sicherheit betreffen.

Nach 50 Jahren Besatzung bleiben Generationen von palästinensischer Kinder in einem  Kreis von Gewalt und weniger werdenden Menschenrechten gefangen,“ sagte Moorehead.

Sie fügte hinzu, dass mehr als zwei Millionen Kinder, deren Leben gefährdet ist, eine Folge  israelischer Hauszerstörungen, Siedlungen, willkürlicher Verhaftungen sind   Sie werden auch  von israelischen Soldaten an den Checkpoints  schikaniert.

Im Gazastreifen, wo das Durchschnittsalter 18 Jahre  ist  und gerade  45 % der Bevölkerung unter 14 Jahre alt ist, werden Kinder Opfer einer von Israel, Ägypten und der palästinensischen Behörde auferlegten brutalen Belagerung.

Im Gazastreifen von  heute wird die humanitäre Krise  durch Mangel an Strom verschärft. Mit kaum mehr als drei bis vier Stunden  Strom am Tag  hat der Koordinator für Humanitäres Robert Piper davor gewarnt, dass  weitere  Stromsperren wahrscheinlich zu einem Total-Kollaps der Grundbedürfnisse führen würden  einschließlich  wichtiger Funktionen im Gesundheitswesen, im Wasser- und Abwässer-Sektor,“ sagte Moorehead.

Save the Children  rief alle Verantwortlichen und Weltführer auf, sich mit dem zunehmenden  Risiko  des Schutzes der Kinder im Bildungssektor zu befassen.

„Es liegt in ihrer Verantwortung, die Safe Schools-Declaration und die damit in Beziehung stehenden Richtlinien zum Schutz von Schulen und Universitäten  vor militärischer Nutzung zu unterstützen und konkrete und schnelle Schritte zur Entmilitarisierung  von Schulbereichen  unternehmen, damit die Kinder  einen sicheren Zugang  zur Bildung haben,“ sagte die Organisation Safe the Children.        Quelle          (dt.Ellen Rohlfs)

Die hebräischen Neo-Nazis - Gideon Levy, 20. August 2017  - Warum sagen Israelis nicht zu US-Präsident Donald Trumps Kommentaren über „viele feine Leute“ , die  an der Rally der weißen Supremazisten in Charlotteville teil genommen haben?

Israel hat kein moralisches Recht, den US-Präsidenten Donald Trump wegen seiner  verzeihenden Bemerkungen über die Neo-Nazis in seinem Land zu machen.  Zunächst war Israel nicht wirklich geschockt von dem, was er sagte. Schließlich ist es bereit alles von jedem zu akzeptieren, der die israelische Besatzung unterstützt. Das geschieht hier  grundsätzlich. Ob das  ein ungarischer  Faschist ist oder ein amerikanischer Neo-Nazi – solange sie die Besatzung unterstützen – selbst wenn sie im Geheimen Juden hassen -  werden als Freunde  Israels und  moralische Leute angesehen.


Die besten „Freunde Israels“ sind heute  Faschisten und Evangelikale, Fremdenfeinde und Moslemfeinde. Was am wichtigsten ist: sie unterstützen die Besatzung. Nur die  Gegner der Besatzung sind Antisemiten, und wir werden  uns besonders darum  bemühen, sie zu bekämpfen. Wir werden  jedem andern vergeben.


Doch da gibt es noch einen anderen Grund für das Schweigen  der Israelis. Es erinnert  an das jiddische Sprichwort über den Betrug der eigenen Schuld – dass der Dieb denkt, sein eigener Hut  brennt. Neo-Nazis? Wir haben eine Menge eigenen „Made in Israel“, hebräische  Äquivalente von Neo-Nazis. Eine entschlossene Gegen-Demonstration wurde von Liberalen angesichts dieses Marsches  in Charlottesville gemacht.  Wie verlief dies hier?


Die heilige Symmetrie, die  Trump versucht hier zu schaffen zwischen den  Angreifern und den Angegriffenen, zwischen  Angreifer und dem Verteidiger, zwischen  Anstachlung und Protest, zwischen  Gerechtigkeit und Bösem, das in Israel erfunden wurde. Hier habe wir den Besatzer und die Besetzten, einen brutalen und zuweilen sogar mörderischen rechten Flügel und einen linken Flügel, der nie gemordet hat , aber  als gleichwertig angesehen wird.


Jeder Angriff von Siedler-Rowdys auf palästinensische  Bauern auf deren eigenem Land wird als  „Streit“ angesehen. Jeder palästinensische Protest gegen die Gewalt der Besatzer wird als  „Störung des Friedens“ betrachtet. Es ist eine symmetrische  Schlägerei  zwischen den Hirten der beiden Völker.  Schließlich  gibt es zwischen den Siedlern gute und  schlechte Leute   - genau  wie Trump im Hinblick auf  seine Rechts-Radikalen. >>>

Die israelische Polizei versperrt Büchern den Weg in die Al-Aqsa - Am Dienstag hat die israelische Polizei, die vor dem Eingang zur Al-Aqsa stationiert war, verboten, dass Schulbücher in die Al-Aqsa  Moschee mit hinein genommen werden.  Sie waren für drei palästinensische Schulen, zwei Oberschulen und einen Kindergarten,  gedacht, die auf dem Compound  der Al-Aqsa liegen.  

Die Polizei verhinderte  den Zugang für die Bücher, weil sie das Signum der Palästinenserbehörde tragen.

Das palästinensische Schuljahr begann am Donnerstag.

Die meisten palästinensischen Schulen in Ost-Jerusalem unterrichten nach dem palästinensischen Lehrplan. Das israelische Bildungsministerium, das  vom Extremisten des rechten Flügels Naftali Bennet geleitet wird, versucht, die Verwendung der palästinensischen Schulbücher zu verhindern und sie durch  von Israel veröffentlichte Bücher zu ersetzen,  die die Palästinenser ablehnen, weil sie die palästinensische Geschichte und Kultur verdrehen  und nicht richtig darstellen.

Nach WAFA  zwingt die West-Jerusalemer  Stadtvertretung auch, die Ost-Jerusalemer  Schulen, nicht nach dem palästinensischen Lehrplan zu lehren. Wo dies geschieht, erhält die Schule keinen finanziellen Zuschuss, den die Schulen erhalten, die nach dem israelischen Curriculum unterrichten. Ihnen würde „hefty portions“  finanzieller Unterstützung gewährt.   Quelle      (dt. Ellen Rohlfs)

Ein führender-Archäologe der Tel Aviver Universität zweifelt am jüdischen Erbe Jerusalems - Am angeblichen jüdischen  Erbe Jerusalems hat Professor  Israel Finkenstein  seine großen Zweifel.  Seine Behauptungen sind angesichts  der offiziellen israelischen und biblischen  Behauptungen gegenüber der besetzten Stadt gemacht worden. 

Professor Finkelstein, der als der „Vater der biblischen Archäologie“ bekannt ist , erzählte der Jerusalem Post, dass jüdische Archäologen keinen historischen oder archäologischen  Beweis für die biblische Geschichte  des Exodus , die jüdische Wanderung  im Sinai oder Josuas  Eroberung von Kanaan  gefunden hat . Über den angeblichen Tempel von Salomo, sagte Finkelstein, dass es keinen archäologischen  Beweis gibt, dass er wirklich existiert habe.

Nach Finkelsteins Universitätskollegen, dem Archäologie-Professor Rafi Greenberg meint Israel etwas zu finden, wenn  es sechs Wochen  ( an einer Stelle) graben würde .  Aber Greenberg sagte zur Jerusalem Post: Die Israelis  haben  in der sog. City von David, im besetzten Jerusalemer Vorort Silwan, zwei Jahre lang ohne Ergebnis  gegraben .

Prof. Yoni Mizrahi, ein unabhängiger  Archäologe, der mit der Internationalen  Atom-Energie-Agentur zusammen arbeitete, stimmte  mit Israel Finkelstein überein. Er sagte, dass die Elad-Vereinigung vom rechten Flügel nichts gefunden hat, das man als „Davids Palast“ begrüßen könnte, obgleich  dies von Elad eingeräumt wurde, als ob sich die Gruppe von biblisch-schriftlichen Texten in ihrer Arbeit leiten lassen würde.           Quelle            (dt. Ellen Rohlfs)

Kaya, der Hund - Uri Avnery, 26. August 2017 - DAS SPEKTAKEL ist fast bizarr: eine politische Partei weigert sich, neue Mitglieder aufzunehmen. Und nicht nur ein paar Individuen, sondern zehntausende. Und nicht nur irgendeine Partei, sondern der Likud („Vereinigung“), die Hauptkraft in Israels Regierungskoalition.

Seltsam?  Doch in diesem Wahnsinn liegt Methode. Sie mag bald vor Israels Oberstes Gericht kommen.
Die gegenwärtigen Führer der Partei, Benjamin Netanjahu und seine Genossen fürchten, dass die Leute, die sich jetzt bemühen, sich als Likud-Mitglieder zu registrieren, wirklich Siedler in den besetzten Gebieten sind. Sie wollen den Likud übernehmen, während sie tatsächlich ihren eigenen Parteien gegenüber treu bleiben, die sogar noch extremistischer sind.


Einer der jetzigen Likud-Mitglieder der Knesset hat eine Gesetzesvorlage eingereicht, die einzigartig in der Welt sein mag. Es bedeutet, die Möglichkeit entgegen zu halten, dass diese neuen Likud-Mitglieder bei den allgemeinen Wahlen nicht den Likud wählen. Um diese Möglichkeit unmöglich zu machen, sagt die Gesetzesvorlage, dass wenn ein neues Mitglied sich in der Likud-Partei anmeldet,  ihre Namen von der allgemeinen Wahlliste gestrichen und sie eingetragen werden, als hätten sie  den Likud gewählt.


Dies ist offenkundig  nicht verfassungsmäßig, da es die Geheimhaltung der Wahl leugnet. Der Rechtsberater der Knesset wird dies wahrscheinlich blockieren. Falls nicht, wird es zum Obersten Gericht gehen.


Dies alles zeigt, dass der Likud ein seltsamer Vogel ist. Und nicht erst seit heute. VOR EINIGEN Jahren kam ein führender französischer Journalist während der israelischen Wahlkampagne zu mir. Ich wies ihn an, eine Wahlkundgebung von Menachem Begin zu besuchen.


Als er zurückkam, war er verblüfft. „Ich versteh dies nicht“, erklärte er. „Als er über die Araber sprach, klang er wie ein fanatischer Faschist. Als er über soziale Angelegenheiten sprach, klang er wie ein moderater Liberaler. Wie passt das zusammen?


„Begin ist kein großer Denker,“ erklärte ich ihm. „Die ganze Ideologie des Likud geht auf Vladimir Jabotinsky zurück.“ >>>

Während Kushner zur Friedensvermittlung gesandt ist, sagt State Departement, es sei parteilich sich auf eine Zwei-Staaten-Lösung zu verpflichten - Allison Deger - 25.08.2017 - Donald Trumps Schwiegersohn und Chefberater Jared Kushner trifft sich auf einer Mission zur Friedensvermittlung mit Führern in Israel und der Westbank, aber sein Besuch erfolgt, nachdem sich eine Sprecherin des State Departement weigerte zu bestätigen, dass die USA sich noch auf eine Zwei-Staaten-Lösung verpflichtet.

Die Sprecherin des State Departements Heather Nauert sagte am Dienstag gegenüber Reportern, wenn sie die Agenda des Präsidenten bekannt geben würde, und ob er einen palästinensischen Staat anstrebe oder ausrangiere, wäre es "wirklich die Bevorzugung einer Seite gegenüber der anderen". Als ein Reporter die Verwirrung des palästinensischen Präsidenten über die Ziele der USA anführte und fragte: "Warum sind Sie so abgeneigt ... sich wieder auf die Zwei-Staaten-Lösung zu verpflichten?", antwortete Nauert: "Wir werden nicht erklären, was herauskommen muss. Es muss für beide praktikabel sein. Und ich denke wirklich, dass es der beste Standpunkt ist, nicht eine Seite gegenüber der anderen zu bevorzugen, um sicherzustellen, dass sie das durcharbeiten können."


In Jerusalem gab Kushner nach dem Treffen mit Netanyahu gestern Morgen ein warmes, aber vages Statement ab. Er sagte, die Beziehungen zwischen den USA und Israel seien "enger als jemals" und ging nicht näher auf einen palästinensischen Staat ein.


"Der Präsident ist sehr bemüht hier eine Lösung zu finden, die allen Menschen in diesem Gebiet Wohlstand und Frieden bringen kann", sagte Kushner, "und wir schätzen wirklich das sehr umsichtige und respektvolle Engagement des Premierministers und seines Teams, so wie der Präsident sie gebeten hatte zu tun."


Ein Video von Kushner und Netanyahu wurde auf das instagram-account von Präsident Trump gepostet, auf die der Präsident begeistert die Worte Netanyahus: Friede, Sicherheit, Wohlstand wiederholte.


"Danke Ihnen, Premierminister B.Netanyahu und Jared. Lassen Sie uns #Frieden, #Wohlstand, #Sicherheit in dem Gebiet voranbringen. Es gibt keinen Zweifel, dass unsere Beziehung enger ist als jemals. Bis bald."


Im Vergleich dazu werden die Beziehungen zwischen Trump und den Palästinensern zunehmend schwächer.

Anfang der Woche sagte Abbas israelischen Politikern, er habe sich mit Trumps Friedensgesandten seit der Amtsübernahme des Präsidenten im Januar 20 mal getroffen. Und trotz der häufigen Sitzungen war Abbas verwirrt darüber, ob die USA beabsichtige die Schaffung eines palästinensischen Staates zu befördern und die israelischen Siedlungen als Hindernis zu diesem Ziel zu verurteilen, wie Haaretz über ein Gespräch zwischen Abbas und einer Delegation der linksorienterten Partei Meretz bemerkte.

Abbas sagte angeblich unverblümt: "Jedes Mal betonen sie wieder, wie sehr sie daran glauben und engagiert sind für eine Zwei-Staaten-Lösung und einen Stopp des Siedlungsbaus. Ich habe sie inständig gebeten, dasselbe Netanyahu zu sagen, aber das haben sie unterlassen. >>>

Von Freiheit bis Frömmigkeit - von Ulrich Schmid -  26.8.2017 - In Israel, im Westjordanland und in Gaza ist die Haartracht nicht nur eine Sache der Mode, sondern oft auch politisches Statement. - (...) Wie in Israel gibt es auch in Gaza eine Verwechslungsgefahr. Mit langem Haar und Bart geht der junge «Hippie» (der sich nicht so nennt), mit langem Haar und Bart geht auch der Salafist. Manchmal wären sie kaum zu unterscheiden, wäre da nicht der «man bun», das Zöpfchen des Hippies, das der Salafist nicht kennt und nicht kennen will. Die Hamas mag langes Haar nur, wenn es salafistisches ist, Zöpfchen mag sie gar nicht. Ahmed Rezek, 25, ein agiler, freiheitsliebender Startup-Unternehmer, weiss davon Lieder zu singen, was in seinem Fall besonders sinnträchtig ist, da er lange Jahre Rapper war und die islamistischen Herrscher in Gaza mit gescheiten, frechen Texten nervte. Ahmed hatte üble Rencontres mit der Hamas. Einmal brach ihm ein Polizist mit dem Knüppel den Ellbogen; dass er heute wieder geheilt ist, grenzt an ein Wunder. Seine Freiheitsliebe zeigt Ahmed mit vielem, unter anderem mit seinem Haar. Im Jahre 2009 trug er einen schwarzen Mohawk nach dem Vorbild von Mr. T im Film «Rocky III» von Sylvester Stallone, 2014 ein Zöpfchen, flankiert von rasierten Schläfen und gehalten von einer roten Spange. Das war zu viel für die Hamas, die ihn auf dem Polizeiposten verhörte und erst laufen liess, als er die rote Spange entfernte.

Viel Aufhebens um ihr Haar machen die Ultraorthodoxen. Doch anders als die Säkularen, denen es meist um Schönheit oder politische Statements geht, folgen die Haredim religiösen Regeln, und bei denen kommt die Ästhetik bestenfalls an zweiter Stelle. Zwar heisst es im Talmud, die Schönheit des Mannes finde ihren Ausdruck im Bart. Doch darüber lässt sich streiten. Und es soll Menschen geben, die finden, sie hätten schon Hübscheres gesehen als diese orthodoxen Jungs mit den rasierten Köpfen und Schläfenlocken. >>>

FOTOS + TEXT - At Home in Gaza - Text By paul moakley -  Photographs by Wissam Nassar - Wissam Nassar, a Gaza-born photojournalist who has worked in the coastal enclave for the past eight years, has seen it all. He lives a life surrounded by war and reconstruction but finds the most authentic images he makes as a photographer in the subtler moments of reprieve.

“My family and I are refugees,” Nassar tells TIME, as he recalls growing up in Gaza as one of eight children from what he calls a very “working class family.” Nassar was first inspired to begin documenting Gaza’s most turbulent times while in college. He began his professional career covering the past three Israeli-Hamas wars in 2008, 2012 and 2014.

Nassar’s photographs show his homeland mired in a slow-motion recovery from the weekslong conflict that started July 8, 2014, and formally ended with an Aug. 26 ceasefire that has largely held since. Even so, daily existence is like life during wartime: This summer, Gazans have electricity only two to four hours a day, their power supply caught between rival governments in Israel, Egypt and the West Bank. In this surreal landscape, Nassar finds familial scenes; a young father bathing his kids, children playing, families sharing a meal.

“I focus on how the people want to live normal lives,” he says, “spending time at parks, beaches and coffee shops despite the rubble scattered everywhere.” >>>

26. 8. 2017

Das Jubiläum des Grauens
Felicia Langer

Israel feiert 50 Jahre „rechtmäßige“ Siedlungspolitik. Die erste Veranstaltung Netanyahus wird am 28. August im Industriepark von Barkan, im Norden der besetzten Gebiete stattfinden, und das in Begleitung einer großen Zahl von Ministern und Abgeordneten der israelischen Rechten. (Palästina Portal, 23.8.2017)

Ich muss gestehen, für mich war das wie ein Schlag ins Gesicht. Hanan Ashrawi, Mitglied des Exekutivkomitees der PLO sagte u.a.:

»Nachdem Israels illegale Siedlungspolitik und Praktiken eindeutig ein Kriegsverbrechen nach dem Rom Statut des Internationalen Strafgerichtshofs sind und das internationale Recht (Völkerrecht) und Konventionen einschließlich der Resolutionen des UN-Sicherheitsrates Nr. 446 (1979), 452 (1979), 465 (1980) und 2334 (2016) direkt verletzen, wird jedes Unternehmen, das versucht Geschäfte in den illegalen Siedlungen zu machen, zum Komplizen des Verbrechens und ist daher dafür vor Gericht verantwortlich.« (Palästina Portal, 23.8.2017)

Meine Vergangenheit kommt zu mir zurück. Als ich zum ersten Mal ins Gefängnis von Hebron kam, das war Ende 1969, bemerkte ich auf dem großen Hof eine Frau mit einem kleinen Kind und einige „Yeshiva“-Studenten. Neben ihnen lag diverser Hausrat. Auf meine Frage, was sie dort machen, antwortete mir einer der Soldaten: „Das sind die Siedler von Hebron. Das sind die, die nicht arbeiten, aber garantiert viel Geld kriegen“.

Ich zitiere aus meinem Buch „Zorn und Hoffnung“: »Das war meine erste Begegnung mit den Angehörigen der neuen Siedlung in der „Stadt der Väter“. Danach sah ich sie öfters im dortigen Militärgericht versammelt, wo sie die Verhandlungen verfolgten. Sie verhehlten ihre Freude nicht, wenn einer der „Eingeborenen“ bestraft wurde, deren Gefängniszellen nur wenige Schritte von den Räumen entfernt lagen, in denen sie untergebracht waren.

Ich beobachtete dort einmal eine Szene, die sich in mein Gedächtnis einbrannte: Im Gefängnishof standen lange Tische, beladen mit Delikatessen, um die herum sich die Siedler niederließen. Ich bahnte mir einen Weg durch die fröhlichen Reihen, und ein Gefängniswärter erklärte mir, daß sie eine Hochzeit feierten, und da seien sie eben glücklich. Die Stimmen der Feiernden drangen durch die Gitterstäbe.

Ich konnte mich nur wundern, wie sie hier fröhlich sein konnten, zwischen den Gefängnismauern, und was die Einwohner von Hebron, eingezwängt in ihren finsteren Zellen, beim Klang der heiteren Lieder wohl fühlen mochten. Ich fragte mich auch, wie die Siedler seelenruhig im Schutz unserer Panzer leben konnten, mit der militärischen Stärke des Regimes als Garantie für ihre Existenz vor Ort. Wie erklärten die Kindergärtnerinnen und die Lehrerinnen den Kindern diese Nachbarn, die Häftlinge, mit den gelblichen Gesichtern denen ein täglicher Spaziergang von einer Viertelstunde vergönnt war?

Und was sagten die Erzieherinnen, wenn sie zusammen mit ihren Schützlingen auf Massen von Frauen und Kindern stießen, die ihre Verwandten besuchten? Wie brachten sie den Kindern die Begriffe von Gut und Böse bei, um sie sicher durchs Leben zu geleiten? Und was für eine Schule konnte das sein, der der Gefängnishof als Spielplatz diente?«

Ich bin Zeugin von vielen Enteignungen palästinensischen Landes gewesen und bin gegen viele juristisch vorgegangen, aber meistens vergebens. Die Gerichtsverfahren sind zu einer Farce geworden. Ich weiß, wie die Bauern empfinden, wenn der Bulldozer das Land zerstört, und mit ihm alles, was über Generationen aufgebaut und gepflegt wurde. Ich werde nie die Worte einer meiner Mandanten vergessen, im Jahre 1980:

»Sagen Sie ihnen, daß wir hier seit Beginn der Zeit leben. Dieser Boden stammt aus dem Staub unserer verstorbenen Lieben. Wir haben das Land mit unserem Schweiß begossen und mit unserem Blut getränkt. Unsere Toten haben wir hier begraben. Wir sind tief mit ihm verwurzelt und sind durch seine große Güte ernährt worden. Selbst die Steine auf ihm gehören uns.« (Zeit der Steine, F.L.)

So denken die Enteigneten und die Entwurzelten bis zum heutigen Tag, und kein unverschämtes Grauens-Jubiläum wird das ändern.

Das Völkerrecht, die Gerechtigkeit werden das letzte Wort haben, und die Menschen mit Gewissen überall, auch in Israel, den Kriegsverbrechern zum Trotz.
 

Die wunderbare Geschichte des ersten Universitäts-Krankenhauses in der Westbank und sein „sehr israelisches“  CEO -  Gideon Levy und Alex Levac - 19.August  2017 - Dies ist das ruhigste Krankenhaus, in dem ich jemals gewesen bin,  wahrscheinlich auch das sauberste. Besuchsstunden enden  um 12 Uhr mittags und in den Korridoren herrscht Ruhe. Poster  über obligatorisches Hände-waschen  hängen an jeder Wand.  Nur ein  einziger Patient  ist in der  Herz-Intensiv-Station,  der als Kind  mit dem palästinensischen  Ministerpräsidenten  Rami Hamdallah zur Schule ging, der jetzt fragt, wie es dem Mann geht, nachdem er Berichte gehört hätte, dass er gestorben sei. Es war auch Hamdallah als Vorsitzender des Direktoren-Vorstands  des Krankenhauses, der auch  den CEO des Instituts rekrutierte,  Saleem Haj-Yahia.

Die Geschichte von Prof. Haj-Yahia und die des  An-Najah-National-Universitäts-Krankenhauses, dem ersten  Universitäts-Krankenhaus in den (besetzten) Gebieten ist eine einzigartige, ja,  wunderbare  Geschichte, die in Nablus auf dem Gipfel des Mount Ebal geschieht. Als das  Krankenhaus vor 3 ein halb Jahren eingeweiht wurde, hatte es 217 Betten und über 100 Ärzte.  Nun sind die Bulldozer  am Werk, um den 4. Abschnitt, einen 15stöckigen  Turm zu bauen der etwa $ 100 Millionen kosten wird. Wenn er-- hoffentlich in fünf Jahren eröffnet wird - wird das Krankenhaus 800 Betten haben.


Augenblicklich  rühmt sich  das An-Najah –Krankenhaus eine hypermoderne medizinische Einrichtung zu sein von MRI Scanner  bis zu künstlichen Herzen. Die einzige  wichtige  Einrichtung, die fehlt, ist ein  PET/CT-Scanner, der zur Behandlung und Diagnose für Krebs benützt wird. Die finanziellen Mittel für seine Anschaffung sind aufgebracht worden, aber Israel  sperrt seinen Import.


„Die Israelis denken, dass wir so talentiert sind, dass wir  dies verwenden, um eine Atombombe zu bauen,“ witzelt  Haj-Yahia mit ironischem Lächeln.


Die Geschichte des Krankenhauses, wie die seines  CEO zerbricht  Stereotypen und vorgefasste Auffassungen, besonders  jene, die von  Israelis gedacht werden – ultra-raffinierte medizinische Technik in Nablus und einen welt-bekannten  Herzmediziner aus Taibeh im zentralen Israel.


Haj-Yahia, ein Mann um die 50, studierte  zwei Jahre lang  Jura an der Uni in Tel Aviv, bevor er zur medizinischen Fakultät am Technion in Haifa wechselte. Sein Vater  hat ein Ph.D in Kriminologie; sein Bruder Samar ist im Vorstand der Bank Leumi. Am  Sheba-Medical-Center, Tel Hashomer bei Tel Aiviv praktiziert  Haj-Yahia Herz- und Thoraxmedizin .  Der jetzige Direktor des Instituts Prof. Zeev Rotstein nannte ihn  den „arabischen Prinzen“. Er gehörte  etwa seit einem Jahr  als Mitarbeiter  zum Sheba –Personal, bis einer in der Welt führenden Herzchirurgen und Herz-Transplanteure, der in Ägypten geborene  Sir  Magdi Habib Yacoub ihn einlud,- mit ihm  am  Londoner Imperial-Kolleg zu arbeiten.


Das war das  Springbrett zur internationalen Karriere des jungen Arztes aus Taibeh, in der er  Herz-Operationen und Transplantationen ausführte und  menschliche und künstliche Organe verwendete – von Riad bis Johannesburg (wo einer seiner Patienten ein Rabbiner war.).


„ Ich habe  Transplantationen gemacht, so wie ihr Hummus  esst! sagte Haj-Yahia.
In diesen Tagen  hält er auch Vorlesungen an der Universität von Bristol, zusätzlich zu seiner  Arbeit  in der >>>

 

 

 

 

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