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Freitag, 11. August 201716:42  -     facebook     LINKS       ARCHIV      BDS      THEMEN

 

Nach dem Stillstand das Chaos - Gil Yaron - Jordaniens König besuchte Präsident Mahmud Abbas in Ramallah, um den gemeinsamen Sieg über Israel am Tempelberg zu feiern. Manche halten das für Abbas’ letzten Erfolg – seine Rivalen stehen schon bereit.

Fünf Jahre enthielt Jordaniens König Abdallah II. dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas diese Ehre vor. Doch nachdem es beiden gemeinsam gelungen war, Israels Regierung am Tempelberg in Jerusalem zum Rückzug zu zwingen, stattete der Monarch Abbas einen Besuch in seinem Regierungssitz in Ramallah ab. Es war eine bescheidene Siegesfeier. Die Visite dauerte nur zwei Stunden. Statt Pressekonferenz gab es Fotos der zwei Staatsmänner und die Information an die Presse, dass der Friedensprozess unbedingt mit amerikanischer Hilfe wieder in Gang gebracht werden müsse. Und dennoch: Für Abbas war es ein seltener Augenblick des Genusses.

Denn zwölf Jahre nach seinem Wahlsieg kann Abbas kaum Erfolge vorweisen. Eigentlich endete seine Amtszeit im Januar 2009. Doch der Bruderkrieg mit der radikal-islamischen Hamas, die nach einem Wahlsieg den Gazastreifen an sich riss, hat das Volk gespalten und seither Wahlen verhindert. Abbas hat das Parlament aufgelöst und regiert per Dekret.

Im Zwist mit der Hamas setzt der Präsident inzwischen sein eigenes Volk in Gaza durch Minderung der Stromzufuhr, der medizinischen Versorgung, Massenentlassungen und Kürzungen von Beamtengehältern unter Druck. Im Westjordanland wurde er zum Autokraten, der Hamas-Mitglieder, politische Gegner und Blogger von seinen Sicherheitsdiensten drangsalieren lässt – gegenüber Israel jedoch hielt er am Prinzip des gewaltlosen Widerstands und der Verhandlung fest. Symbol dafür war die im Volk verhasste Kooperation mit Israels Sicherheitskräften, in deren Rahmen täglich Terrorverdächtige verhaftet wurden. >>>

Kriegsspiele - Israel und die Hisbollah im Libanon rüsten gegeneinander auf. Die Lage kann schnell außer Kontrolle geraten. -  Nora Müller - Elf Jahre lang war es ruhig an der israelischen Nordgrenze. Doch seit einiger Zeit gibt es immer mehr Anzeichen, dass Israel und Hisbollah sich für einen neuen Krieg wappnen. In den vergangenen Monaten hat die Zahl israelischer Militärschläge gegen Ziele der "Partei Gottes" in Syrien zugenommen. Die israelischen Streitkräfte (IDF) halten groß angelegte Manöver ab und verstärken demonstrativ ihre Verteidigungsinfrastruktur. Auch rhetorisch fahren beide Seiten schweres Geschütz auf: Der Kommandeur der israelischen Luftwaffe Amir Eshel warnte, im Falle eines Waffengangs würden die Streitkräfte von Anfang an mit maximaler Härte durchgreifen. Anlässlich des jährlichen Al-Quds-Tages (Al Quds ist der arabische Name für Jerusalem) drohte Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah, der nächste Krieg zwischen Israel und der Partei Gottes werde nicht in Libanon, sondern auf israelischem Boden ausgetragen. Tausende schiitische Kämpfer aus der gesamten islamischen Welt, die zurzeit das Assad-Regime in Syrien unterstützten, stünden bereit, um sich dem Kampf gegen Israel anzuschließen, so Nasrallah.

Auch wenn eine risikoreiche Konfrontation mit unkalkulierbarem Ausgang weder Israel noch der Schiitenmiliz gelegen käme - beide Seiten lassen keinen Zweifel daran, dass sie für einen neuen Konflikt gerüstet sind. Das >>>

Israelis errichten neuen militärischen Beobachtungsturm in Zone A der besetzten Westbank - 9.09.2017 - Susie Kneedler und Mary Yoder - Der Landvermesser Adulhadi Hantash berichtet eine Neuigkeit über die israelische Besatzung von Kharsa bei Dura innerhalb der Zone A in der besetzten Westbank. Zone A soll nach den Oslo-Verträgen gänzlich von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet werden.

Die israelischen Besatzungsbehörden haben mit Militärorder Nr. 22/17 / MD vom 7.7.2017 im Dreieck von Kharsa, einem Dorf südlich von Dura, einen militärischen Beobachtungsturm errichtet. Folgendes zur Klarstellung:

1) Der Ort des Turm liegt in der Zone A, die unter der völlständigen palästinensischen Souveränität ist.
2) Der Ort liegt innerhalb der Grenzen der Gemeinde von Dura und ihrer Souveränität.
3) Die Strasse mit der Bezeichnung 3265 (siehe Karte) erlaubt Israels nur die Durchfahrt, sie dürfen nicht auf dieser Strasse stehen noch ist es einer israelischen Patrouille erlaubt blaue oder rote Bretter (planks) oben auf den Fahrzeugen der Besatzungsarmee anzubringen.
4) Israelis und israelischen Soldaten ist es nicht erlaubt, auf dieser Strasse in Fußpatrouillen zu gehen.
5) Israelis dürfen auf dieser Strasse niemanden verfolgen, nicht einmal wenn sie beschossen werden.
6) Dieser Turm und diese Militärorder sind eine eindeutige Verletzung der Verträge zwischen der Besatzungsmacht und der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Die Konsequenzen aus dieser Militärorder:
1) Vier Tore oder Absperrungen an dieser Weggabelung.
2) Das an Dura angrenzende Gebiet mit den folgenden westlichen Dörfern ist völlig abgetrennt: Ayyoun Abu Saif, Wadi Obaid, Khirbet Salama, Fakees, Beit Awwa, Deir Samet, Sikka, Tawas, Majd, Deir Al Assal, Tahta, Al Tahta – Beit Al-Roush Al-Fawqa – Beit Marsam – Al Borg – Al Bireh.
3) Trennung von folgenden südlichen Dörfern: Kharsa – Abda – Surra – Marish - Alaqa Fawqa - Alaqa Tahta, Karza – Abu Al Ghuzlan – Abu Alasja, Raboud – Abu Ghazlan – Duma – Dhahiriyah.
4) Trennung von der östlichen Region: Taraamah – Deir Razih – Karma – Hadeb – Fawwar.
5) Trennung von der nördlichen Region: von der Stadt Dura und allen umgebenden Dörfern.

Gestern wurde der Militärturm in drei Teilen errichtet: das Gebiet wurde für 24 Stunden zum militärischen Sperrgebiet erklärt, Arbeiter in diesem Gebiet wurden an der Arbeit gehindert und durften sich dort nicht aufhalten. Die Besatzungskräfte werden dort Kameras und andere Beobachtungsinstrumente aufstellen. Die Besatzungskräfte werden an dieser Weggabelung alle Fahrzeuge aus allen Richtungen stoppen und die Fahrer wegen Übertretungen vorladen und möglicherweise verhaften. Sie haben bereits damit begonnen alle Fahrzeuge, die durch das Gebiet fahren, zu stoppen und die  Mitfahrer aus den Autos zu holen, um ihre Identität zu kontrollieren. Ein Jugendlicher wurde bereits verhaftet.

Laut Militärorder geben die israelischen Besatzungsbehörden den Eigentümern der Grundstücke 30 Tage Zeit, um gegen diese Entscheidung Widerspruch einzulegen. Die Besatzungsmacht hat aber sich nicht an diesen Zeitraum gehalten und stattdessen vor dem Ablauf der Frist oder gar dem Abwarten einer Gerichtsentscheidung Fakten geschaffen. Eine so frühe Aktion macht alle Widersprüche der Grundstückseigentümer sinnlos.

(Die Aktion) ist gegen das Recht und das internationale Recht (Völkerrecht). Dieser (Land-)Raub ist nicht das erste Mal, dass das Recht auf diese Weise gebrochen wird. Die Zeit, die Bürgern angeblich zur Erhebung eines Widerspruchs gegeben ist, ist nur eine Show für die Medien, die Besatzung kann vorgeben ein Rechtsstaat zu sein. 

(Hantash bezeichnet alle Palästinenser als Bürger, obwohl Israel allen Palästinensern in den bestzten Gebieten Bürgerschaft abspricht – trotz der UN-Resolution 67/19, die Palästina den Status eines souveränen nicht-Mitglieds-Beobachtungsstaates gewährt.) 

Hochachtungsvoll. Abdulhadi Hantash              Quelle                Übersetzung: K. Nebauer

Ein Aufwach-Ruf an die Kirchen - Meinung - Ranjan Solomon Palestine Update Nr. 61 – Ein Aufwach-Ruf an die Kirchen - Meinung - Ranjan Solomon - Ein Ruf an die Kirchen, der beachtet werden muss!

„Palestine Update“ teilt mit Ihnen/Euch diesen harten aufrüttelnden Artikel von Stuart Littlewood. In diesem Artikel wiederholt er den entsetzten Schrei der Palästinenser in einem Offenen Brief an die Kirchen rund um die Welt, und ist bestürzt über die flaue Wahrnehmung. Er stellt die Frage: Werden die Kirchen in Palästina beeindruckt sein von den bisherigen Antworten? Er erinnert uns, dass der Hilfeschrei der Palästinenser wörtlich aussagte: „Wir stehen vor einem toten Punkt und wir haben den Stillstand erreicht. Trotz aller Versprechen, endloser Gipfeltreffen, UNO-Resolutionen, Aufrufen von religiösen und Laienführern verlangen die Palästinenser immer noch nach ihrer Freiheit und Unabhängigkeit und suchen Gerechtigkeit und Gleichheit.“ Er erinnert die Kirchen, dass der Aufruf sich auf eine „kostbare Solidarität“ richtet. Er fordert die Christenheit im Westen dringend heraus, mehr als nur Worte zu wagen.

 

- Ein Ruf an die Kirchen, der beachtet werden muss!

„Palestine Update“ teilt mit Ihnen/Euch diesen harten aufrüttelnden Artikel von Stuart Littlewood. In diesem Artikel wiederholt er den entsetzten Schrei der Palästinenser in einem Offenen Brief an die Kirchen rund um die Welt, und ist bestürzt über die flaue Wahrnehmung. Er stellt die Frage: Werden die Kirchen in Palästina beeindruckt sein von den bisherigen Antworten? Er erinnert uns, dass der Hilfeschrei der Palästinenser wörtlich aussagte: „Wir stehen vor einem toten Punkt und wir haben den Stillstand erreicht. Trotz aller Versprechen, endloser Gipfeltreffen, UNO-Resolutionen, Aufrufen von religiösen und Laienführern verlangen die Palästinenser immer noch nach ihrer Freiheit und Unabhängigkeit und suchen Gerechtigkeit und Gleichheit.“ Er erinnert die Kirchen, dass der Aufruf sich auf eine „kostbare Solidarität“ richtet. Er fordert die Christenheit im Westen dringend heraus, mehr als nur Worte zu wagen.

Das ist nicht nur einfach ein „Lesen Müssen“. Es ist ein Aufruf, der weit unter diejenigen verteilt werden muss, die die Macht haben, zu Gunsten der Gerechtigkeit zu entscheiden, aber sich fürchten, diese Macht einzusetzen. Die Frage starrt Christen ins Gesicht: „Auf welcher Seite stehen wir?“    

Israel hat das Recht, in Frieden und Sicherheit zu leben. Aber da ist ein anderes Recht parallel zu diesem Recht. Es ist die Gelegenheit, das Risiko für einen authentischen Frieden zu übernehmen, der in Gerechtigkeit wurzelt. Nichts anderes ist wichtig. Leere beratende Maßnahmen wie diese internationalen Mediatoren sind Überredung und halb ausgebackene Stellungnahmen zu wirtschaftlichen Maßnahmen bringen es nicht. Israel muss für die Verbrechen während fast 70 Jahren verantwortlich gemacht werden und gezwungen, seine verirrte Politik zu verändern.

Etliche kirchliche Körperschaften waren mutig in ihrer Antwort. Aber das ist im Großen und Ganzen zu wenig und zu spät. Die Palästinenser drängen: „Die Situation ist mehr als dringend“. Werden die Kirchen das Leiden erkennen und schnell handeln, Vorurteile ablegen und ihre trägen und opportunistischen Optionen überwinden?

Werden die in der Kirchenhierarchie Verantwortlichen  und einfache Laien geltend machen, dass das „Gewählte bekannt werden muss durch ihre Wahl“.  - Ranjan Solomon    >>>

 

Die Christen können die „schale Diplomatie“ im religiösen Krieg gegen die Kirchen im Heiligen Land vergessen -  Stuart Littlewood, 2. August 2017 - Nachdem ich den verzweifelten Hilfeschrei der Nationalen Koalition von christlichen Organisationen in Palästina (NCCOP), der an den Weltkirchenrat gerichtet war, acht Kirchen in meinem lokalen Umfeld angemailt und fragte, ob dieser herz-zerreißende Appell bis in ihre Gemeinden heruntergetröpfelt sei.

Wenn nicht, hoffte ich herauszufinden, wo es denn in der Kommunikation gefehlt hat, da dieses nicht das erste Mal war, dass Kirchen im Heiligen Land Unterstützung beim Christentum im Westen gesucht haben. Frühere Appelle waren im Wesentlichen ignoriert worden und die Aktionen der Zivilgesellschaft überlassen.

„Jetzt“ sagen die Palästinenser, sei die Situation „mehr als dringlich“. Ist also der letzte Schrei der NCCOP gerade auf den Schreibtischen der  Ortspfarrer in meiner Nachbarschaft gelandet? Und wenn, wie haben die Basis-Christen darauf reagiert?

Ich habe einen Link zum aktuellen Krisendokument eingefügt der jeden Kirchenmann zum Aufhorchen zwingen sollte und ein sanfter Hinweis darauf ist, dass ihr Glaube und ihr Arbeitsfeld im Heiligen Land verwurzelt ist. „So, wo sind die Chancen, denke ich, einer gemeinsamen Aktion der Kirchen des Westens, ehe es zu spät ist? Und welche Rolle können lokale Gemeinden einnehmen?

Der Schlüsselpunkt war jener: Es ist mehr als dringend! So: Wo sind unsere geistlichen Führer, die „Leute im Ornat“, die aufstehen und ihre Truppen mobilisieren?

Nur einer der acht Angefragten hat geantwortet – der lokale katholische Generalvikar – der den Gegenstand mit zwei Sätzen abtat. So, das war es dann. Wenn dieser lokale Haufen Repräsentanten der katholischen Kirche in UK sind, geben sie keine gute Note für ihre Brüder und Schwestern in den besetzten palästinensischen Territorien. Und es ist ihnen herzlich egal, dass der Ort, an dem die Christenheit geboren wurde, unter ihren Nasen gestohlen wird!

Wenn das die falsche Interpretation ist, und die Christen im Westen tatsächlich helfen wollen, ist das Anliegen ehrlich genug. Kirchen in Palästina bitten Kirchen hier, die Dinge zu benennen wie sie sind: Israel anerkennen als einen Apartheid-Staat nach der Terminologie des internationalen Rechtes und des UNO-Berichts, der dieser es nennt. Sie sind betroffen, dass Staaten und Kirchen immer noch mit Israel umgehen auf der Basis von „business as usual“ (Geschäft wie immer), als wäre die Situation normal – und ohne die kriminelle Realität der Militärbesetzung zu bedenken.

Die Kirchen haben sich zusammen getan gegen die Apartheid in Südafrika – und sie haben geholfen, dass diese ein Ende fand. Warum tun sie das Gleiche nicht für Palästina?

Sie haben uns gebeten, einstimmig die Balfour-Deklaration als ungerecht zu verurteilen, und mit Recht fordern sie, dass das Vereinigte Königreich (UK) um Vergebung bittet und das Volk von Palästina für ihre Verluste entschädigt. Die Regierung der Theresa May jedoch plant, die hundertste Wiederkehr der Balfour-Deklaration „mit Stolz“ zu feiern und hat Mr. Netanyahu zu dem Spaß eingeladen.

Klar, Ms. May, gottesfürchtige Kirchgängerin, die sie ist, muss die Hitze Seines Zorns fühlen. Die Frau ist so arrogant, dass ihre Regierung sich überlegt, gegen die neueste Entscheidung der Royal Courts of Justice (königl. Gerichtshof) zu berufen, der unser Recht verteidigt Israel zu boykottieren.

Endet den „Ökumenischen Handel“, stellt den interreligiösen Dialog auf den Prüfstand

Die Palästinenser wünschen sich, dass wir die stärkst mögliche Position gegen jede Theologie oder Gruppe einnehmen, die versucht, die Besetzung zu rechtfertigen. Das heißt natürlich >>>

Israelische Regierung drängt auf Schließung des Al-Jazeera-Büros - Israel macht Ernst: Kommunikationsminister Kara will das Büro des TV-Senders Al Jazeera schließen - der Kanal aus Katar habe die Tempelberg-Unruhe angeheizt. Tatsächlich geht es um mehr.

Israels Premier Benjamin Netanyahu hatte zuletzt scharfe Kritik am Nachrichtensender Al Jazeera geübt - nun erhöht sein Kommunikationsminister Ayoob Kara den Druck: Er will das Büro des TV-Senders Al Jazeera im Land schließen lassen. Der Grund: Der Sender mit Hauptsitz im Golfemirat Katar stachele mit seiner Berichterstattung die Gewalt an.

Kara beschuldigte den Sender, ein "Werkzeug" der sunnitischen Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), des Irans, der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah sowie der radikalislamischen Palästinenserbewegung Hamas zu sein. Er fügte hinzu, Staaten wie Saudi-Arabien und Ägypten seien "zu dem Schluss gekommen, dass Al Jazeera zu Terrorismus und religiösem Extremismus" aufrufe. >>>

Das weltweit größte Verzeichnis jüdischer Kunst - Das Institut für jüdische Kunst an der Hebräischen Universität Jerusalem hat die weltweit größte Datenbank für jüdische Kunst online gestellt. Der Bezalel Narkiss Index of Jewish Art ist eine Sammlung digitalisierter Bilder und Informationen über jüdische Kunstwerke weltweit.

Die Online-Sammlung schließt mehr als 260.000 Bilder von Objekten und Artefakten aus 700 Museen, Synagogen und Privatsammlungen in 41 verschiedenen Ländern und Architekturzeichnungen von 1.500 Synagogen und jüdischen Ritualbauten von der Antike bis heute.

„Die jüdische Kultur wird häufig als eine Kultur von Texten und Ideen und weniger als eine von Bildern wahrgenommen“, so Dr. Vladimir Levin, der Direktor des Instituts. „Als das größte virtuelle jüdische Museum der Welt ist der Index of Jewish Art ein intelligentes Instrument zum Studium visueller Aspekte des jüdischen Erbes."

Die Datenbank kann über den Link
http://cja.huji.ac.il/browser.php aufgerufen werden. 

1967 – Als der Zionismus in die eigene Falle ging - Mit dem Krieg von 1967 begann ein Prozess, der den Zionismus von einer säkular-pragmatischen zu einer religiös-messianischen Bewegung wandelte. Statt um einen Teil Palästinas zur Errichtung einer jüdischen Heimat innerhalb des internationalen Rechts ging es zunehmend um die Herrschaft über das gesamte Land. -  Doron Gilad.

Von Beginn an gab es in der zionistischen Bewegung eine innere Spannung zwischen ihrer Legitimation und ihren möglichen Zielen. Der Zionismus strebte nach einem sicheren Zufluchtsort für Juden, einem Ort, an dem sie sich zu Hause fühlen und ein Heimatland aufbauen konnten. Obwohl auch andere Länder vorgeschlagen worden waren, forderten die meisten Zionisten, dass dieses Heimatland im antiken Land der Vorväter entstehen sollte, nämlich in Zion. Dieses hebräische Wort ist ein Synonym für Jerusalem und das gesamte Land Israel, auch bekannt unter dem Namen Palästina.

Zu Beginn waren die Ziele der zionistischen Bewegung nicht besonders klar umrissen. Beim ersten Zionistenkongress im Jahr 1897 wurden die Absichten der zionistischen Bewegung im Basler Programm formuliert: „Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina.“ Dieses Ziel meinte nicht einen ausschließlich jüdischen Nationalstaat und beanspruchte auch nicht das gesamte Land für das jüdische Volk. Ein weiteres wesentliches Element war, dass internationale Zustimmung als notwendig galt, um die politischen Ziele zu erreichen. Der Pragmatismus des zionistischen Projekts kam auch dadurch zum Ausdruck, dass sich die frühen Siedler nicht in den dichter bevölkerten historisch-religiös bedeutsamen Gebieten von Judäa und Samarien niederließen, sondern vor allem an der weniger besiedelten Küste und in den Tälern der Jesreel-Ebene und des Nord-Jordantals.

Obwohl die meisten zionistischen Denker säkular oder gar atheistisch waren, bezogen sie sich in ihrer Rechtfertigung für die Rückkehr nach Zion auf einen religiösen Text: den Tanach, bei Christen das Alte Testament. Dabei schenkten sie dessen religiösen Inhalt keinerlei Beachtung >>>

 

Dieser Text ist Teil einer Serie zum Krieg von 1967. Alle Beiträge der Serie findet Ihr hier. >>>

 

 


»Wir begehen also ein Unrecht!« - Wie der Siedlungsgedanke in die zionistische Ideologie gelangte.
Von Julius H. Schoeps - 07.01.2017 - Zu den großen Illusionen und Irrtümern der frühen zionistischen Bewegung zählte die Vorstellung, die jüdische Wiederbesiedlung Palästinas stieße auf keinen ernstzunehmenden Widerstand. Ein friedliches Miteinander zwischen Muslimen und Juden, zwischen »Mohammedanern« und Juden, wie das Theodor Herzl in seinem Roman »Altneuland« auf romantisch verklärende Weise beschrieben hat, ist bis heute nur ein frommer Wunsch geblieben. Die (Wieder-)Besiedlung der osmanischen Provinz und des späteren britischen Mandatsgebietes Palästina ist nicht konfliktfrei verlaufen und wirft bis heute schwerwiegende Probleme auf.

Die heutigen jüdischen Siedler im seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 von Israel besetzten Westjordanland unterscheiden sich fraglos gravierend von ihren Vorgängern, jenen zionistischen Pionieren, die im Vorfeld der Staatsgründung in erster Linie sich erhofften, durch die Rückkehr zum jüdischen Boden und durch dessen Besiedelung und Kultivierung sich selbst befreien zu können. Die internationale Forschungsliteratur der letzten Jahrzehnte hat sich eingehend mit der Frage befasst, wie der Siedlungsgedanke entstanden ist. Das Thema wird höchst >>>

 

Die Strenggläubigen. Fundamentalismus und die Zukunft der islamischen Welt - Religion ist immer noch sehr wichtig, so könnte eine der zentralen Schlussfolgerungen aus Wilfried Buchtas jüngstem Buch „Die Strenggläubigen“ lauten. Im Gegensatz zu der überwiegenden Zahl der Islamexperten ist Buchtas religionsgeschichtlicher Ansatz überzeugender als die unzähligen Richtigkeiten seiner säkularen Mitkombattanten, die den Zerfall der Staatenordnung erst seit dem Scheitern des so genannten Arabischen Frühlings oder des US-Überfalls auf den Irak beginnen lassen.

Der Autor hingegen geht bis in Frühgeschichte des Islam zurück, und zwar auf das sunnitisch-schiitische Schisma im 7. Jahrhundert. Ein weiteres einschneidendes Datum ist die islamische Revolution in Iran 1979, die das Schah-Regime auf dem Müllhaufen der Geschichte entsorgte. Buchta gehört zu den kompetentesten deutschen Islamkennern, insbesondere auch des Iran („Das politische System Irans“ oder „Who Rules Iran?“) und des Schiismus. Sein enormes historisches Wissen hat er im vorliegenden kompakten Essay für jeden Leser verständlich entfaltet.

Für Buchta stellt das saudi-arabische Regime eine größere Gefahr für den Westen dar als Iran. Über die ganze Welt verstreut, finanzieren die Saudis die radikalste und fundamentalistische Variante des Islam, und zwar die habhabitisch-salafistische. Diese Form des Islam wird auch vom IS vertreten, der u. a. von den Saudis finanziell und militärisch unterstützt wird. Zu 98 Prozent sei die Ideologie des IS mit der der Saudis identisch, so Buchta. >>>

Khashabi Ensemble - Neues palästinensisches Theater in Haifa - Das Khashabi-Ensemble (Khashabi bedeutet Holz oder Bühne) wurde 2011 von einer Gruppe junger palästinensischer TheatermacherInnen in Haifa mit der Absicht gegründet, mit den konventionellen Kunstformen in der Szene zu brechen und etwas Neues auszuprobieren. Nach drei Jahren Arbeit ohne festes Haus konnte das Ensemble 2015 in einem historischen osmanischen Gebäude im Wadi-Salib-Viertel der Haifaer Unterstadt ein eigenes Theater beziehen.

In Haifa mangelt es an Orten und Aktivitäten, die sich dem besonderen kulturellen Erbe der palästinensischen Bevölkerung widmen, deren Identität beleben oder auch bewahren wollen. Das neue Khashabi-Ensemble-Theater bietet nun hierfür Raum, genauso wie für Kreativität und Experimente. Hier können palästinensische KünstlerInnen mit gesellschaftlichen Konventionen spielen und diese brechen, den Kreis ihres Publikums erweitern und ihre „palästinensische Identität“ erforschen.

Dem eigenen Selbstverständnis nach handelt es sich beim Khashabi-Ensemble-Theater um ein „Labor“, in dem nach einer ganzheitlichen dynamischen Methode gearbeitet wird. Im Vordergrund stehen der kreative Prozess und die Einbeziehung der lokalen Community, also von Menschen, die in ihrer Mehrheit normalerweise nicht an künstlerischen Produktionen beteiligt sind. Im „Theaterlabor“ wird viel improvisiert, es werden aber auch Mittel wie Interviews und Studien genutzt und ausgewertet. Daraus entstehen ganz besondere Theaterstücke, deren Ziel es ist, die Zusammenarbeit in der Community und einen kritischen Dialog fördern sowie Vorurteile in der israelischen Gesellschaft abzubauen.

In der ersten Spielzeit im neuen Haus, die Oktober 2015 begann, konzentrierte sich das Ensemble-Khashabi auf das Thema „Haifa – zwischen Geschichte und heutigen Wirklichkeiten“. Damit lenkte das Ensemble die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Entwicklung Haifas als eine wichtige palästinensische Stadt und auf die Schwierigkeiten, mit denen die palästinensische Community heute zu kämpfen hat. >>>

Saudi Arabia and Israel are Best Buddies - That the Zionist and the Saudi regime are cooperating very closely and intensively is all over town. They have a common enemy: Iran. So, Israel doesn’t mind supporting the most radical, anti-democratic, fundamentalist, and repressive regime on the face of the earth. Besides that, both regimes are not that different. In the last decade under the Netanyahu reign, Israel has become so fundamentalist that one can hardly differentiate this government from the Iranian one, not to speak of the Saudi regime. Radical Jewish right-wing extremists infiltrating all ranks of the state, especially the military, and have hijacked the Netanyahu government through the Bennett’s Jewish Home party.

Compared to Saudi Arabia, Iran is a fully fledged Muslim democracy with regular elections on all levels of society. The Saudis have no votes whatsoever and oppress not only its Sunni but especially its Shiite population. Western media do not report on the daily attacks against Saudi installations. The Saudi regime is going to execute 13 Shiites again in the coming days. Western protests: Nil.

Israel, which is the self-proclaimed „only democracy in the Middle East,“ can only fool their Western supports with this slogan. Israel has become a significant liability not only to the US but Western interests across the Middle East. The country is heavily involved in causing havoc in their neighborhood such as Syria, Lebanon, Iraq, Iran, and Kurdistan.

The latest indication of this close cooperation between Israel and Saudi Arabia is Israel’s intent to shut down Al-Jazeera, the Qatari news network that has been a nuisance to the ruling dictators in the Middle East. To silence this network >>>

Quelle facebook - um die Bilder zu vergrößern oder alle zu sehen, auf das Bild klicken

 

 

 

 

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