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Mittwoch, 09. August 201719:29  -     facebook     LINKS       ARCHIV      BDS      THEMEN

 

Abdullah und Abbas vereint durch Tempelbergkrise - Der Ärger über Israels Premier Netanjahu eint Jordaniens König Abdullah und PLO-Chef Abbas. Beim Staatsbesuch in Ramallah vereinbaren sie ein gemeinsames Krisenkomitee. - Inge Günther

Roter Teppich, strahlende Sonne, aufgeräumte Stimmung – beim Empfang des jordanischen Königs am Montagmittag in der palästinensischen Mukata, dem Präsidentensitz in Ramallah, bot sich ein ungetrübtes Bild. Seit der jüngsten Krise um den Jerusalemer Tempelberg, von Moslems Haram al-Scharif (erhabenes Heiligtum) genannt, scheinen König Abdullah und PLO-Chef Mahmud Abbas besonders gut miteinander zu können. Was nicht zuletzt daran liegt, dass beider Verhältnis zur israelischen Regierung derzeit besonders im Argen liegt.

Nach außen hin demonstrierte die königliche Blitzvisite im Westjordanland – die erste seit fünf Jahren –, dass man in der Jerusalem-Frage zusammensteht und sich entsprechend koordiniert. Bei den Beratungen hinter verschlossenen Türen ging es aber noch um mehr, vor allem um den darniederliegenden Nahost-Friedensprozess. Zumal US-Präsident Donald Trump seine vollmundigen Lösungsversprechen über diverse hausgemachte Debakel offenbar vergessen hat. >>>

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, wie die meisten von Ihnen/Euch bereits wissen, hat arte am 22.  Juli eine kurze Reportage mit dem Titel  Gaza: Ist das ein Leben?  aus Gaza gesendet.

Diese Reportage veranlasste die deutschen "Freunde Israels" zu einem erneuten Angriff -
Offener Brief an Arte - auf den Sender und die Autorin Anne Paq. Ein Brief mit vollkommen schamlosen, rassistischen Lügen zur Rechtfertigung des israelischen Gaza-Massakers aus dem Jahr 2014,  der von der ersten Garde der hiesigen Anbeter der israelischen Staatsraison unterzeichnet wurde.

Arte hat auf diesen erneuten Angriff auf Pressefreiheit bislang vergleichsweise souverän reagiert - Pressestatement zur Kritik an der ARTE Reportage vom 22. Juli 2017 - aber die weiterlaufende Kampagne lässt vermuten, dass es dabei nicht bleiben wird.

Um arte den Rücken zu stärken, haben wir diesen Brief verfasst und am Montag an arte versandt - der von siebenundsiebzig Personen (und siebzehn Organisationen) unterzeichnet wurde, bei denen wir uns hiermit noch einmal bedanken möchten.

Jetzt möchten wir Sie/Euch um zwei Dinge bitten:

1. Den Brief (hier oder hier) auf Ihren/Euren Webseiten (inkl. facebook) zu veröffentlichen -  denn anderenfalls wird ihn niemand wahrnehmen.

2. Ihn zu unterzeichnen (als Person oder Organisation) wenn Sie/Ihr das bisher nicht getan habt - oder ihre/eure Freunde darum zu bitten.

    Bitte teilt uns dazu mit, ob ihr Euren vollständigen Namen veröffentlicht sehen möchtet - oder lieber nur ihre/eure Initialen.
    Wir werden die Liste der Unterzeichner einmal am Tag (hier und hier) aktualisieren. (Daher solltet ihr diesen oder diesen Link auf eurer Seite einflechten.)

Mit solidarischen Grüßen - Thomas Siemon - Institut für Palästinakunde e.V., Bonn - siemon@ipk-bonn.de

 

Gaza: Ist das ein Leben? - ARTE Reportage

Odyssee von Ikhlas Schumacher aus Düsseldorf beim Versuch ihrer Einreise in Israel !!! - P. R. Liebe Ikhlas, jetzt hast Du am eigenen Leib die Unverschämtheit und Willkür der sogenannten "einzigen Demokratie" des Nahen Ostens erfahren und gleichzeitig die Ohnmacht, die dieses politische Willkürsystem anstellt. Danke, dass Du Deine Odisee öffentlich gemacht hast. Viele sollen lesen, was Israel für ein politsches System ist. Schließlich bist Du ja nicht die einzige, der das passiert, sondern befindest Dich in endlosen Schlange von Gleichbehandelten. Als gebürtigte Palästinenserin zählst Du halt nur als "Verbrecher" in welcher Schattierung auch immer, aber nicht als Mensch und freier Bürger. Ich wünsche Dir viel Kraft und hoffe, dass Du bei einem weiteren Anflug über A. endlich zum Wiedersehen mit Deiner Famile und zum Urlaub kommst! Nicht AUFGEBEN !!!!!! Viele Grüsse Abuna Quelle

To whom this may concern!

Liebe Freunde,
so spannend kann das Leben einer Deutsch-Palästinenserin sein.
Am Ben Gurion Flughafen  in Tel Aviv wurde mir heute die Einreise nach Israel trotz meines Transitvisums verweigert. Grund: mein palästinensischer Pass ist seit 3 Wochen bereits abgelaufen. Mein Deutscher Pass ist gültig - wie ihr wisst habe ich zwei Pässe, trotzdem zählt das nicht für die israelische Behörde. Nach langer Investigation letzter Nacht, bin schließlich nach Italien deportiert worden. Warum Italien? Weil ich mit Alitalia geflogen war.

Vor der Deportation durfte ich allerdings ein Tag im Gefängnis sitzen. Ja, im Gefängnis! Als ich verlangte mit Vorgesetzten zu sprechen, sagten sie in 10 Minuten käme Jemand. Aber es kam keiner. Auch später nicht und ich sollte nun schweigen, denn hier bin ich im Gefängnis und nicht im 5-Sterne-Hotel, sagte mir ein afrikanischer Israeli, der nur gebrochen Hebräisch konnte. Ich wurde wie eine kriminelle behandelt und in einer dunklen und schmutzigen Zelle mit 9 anderen Frauen aus Russland, Ukraine, Georgien abgeschlossen. Eine schmutzige Toilette war im Zimmer und ein Waschbecken, das gleichzeitig als Ablage für Waschmittel, und Serviertisch für Essen Essen und Wasser diente. Alles lag auf einander. Auf einem schmutzigen Hochbett, wo ich oben nur liegen konnte, durfte ich mich entspannen  -sitzen war unmöglich weil mein Kopf gegen die Decke stößte, eine andere Sitzmöglichkeit gab es im Zimmer nicht.

Am Ende wurde ich mit Sicherheitskräfte im Sicherheitwagen zum Flugzeug gebracht. Die Israelis buchten mir die Rückreise und eine Stunde vor Abflug wusste ich erst wohin die Reise für mich gehen sollte. Zumindest musste ich das Ticket nicht selber zahlen.

Meine Reisedokumente erhielt ich nicht, sondern ein Steward, der sie und mich in Rom an die italienische Polizei liefern musste.
In Rom empfing mich ein Polizeiwagen und brachte mich zur Polizeistation. Auch da gab es eine Investigation sowie Aufnahme meiner ganzen Information und Fingerabdrücke. Zum Schluss wurde ich vom Polizieichef bemitleidend mit "Welcome in Italy signora" entlassen: "You can go signora! Welcome. Welcome. Enjoy yourself! Fügte er hinzu.

Die ganze Zeit war ich stark. Glaubt mir. Ich wollte nichts persönlich nehmen. Aber am Flieger plötzlich erlitt ich einen Nervenzusammenbruch. Ich musste heulen und schluchzen. Ich war alleine ohne meine Kinder mit dem Sicherheitsmann und die anderen Passagiere huschten an mir ins Flugzeug rein. Die Kinder mussten nach Israel rein, denn wollten sie mit ihrer Mama bleiben und zurückfliegen, hätten sie einen Deporationsbefehl erhalten mit 10 Jahre Verbot wieder nach Israel zu fliegen.

Und nun? Die Kinder sind bei meiner Familie und ich? Ich bin alleine in Rom.

Der italienische Steward mit meinen Dokumenten fragte mich was ich wohl verbrochen haben. Als er den Fall verstand, holte er mich in die business class und bat mir mich zu beruhigen.....

Obwohl ich stark bin, ist meine Seele sehr angekratzt.... Alles ergibt einfach keinen Sinn.

Also: was ist denn mein Verbrechen? Mein palästinensischer Pass ist vor nicht einmal 3 Wochen abgelaufen.  
Quelle

 


Al Dschazira verurteilt Israels geplante Büroschließung - Der israelischen Regierung ist Al Dschazira ein Dorn im Auge. Die Berichterstattung des arabischen Senders mit Sitz in Qatar schüre Gewalt, so Netanjahu. In Doha weist man die Vorwürfe zurück. - 07.08.2017

Al Dschazira hat die Entscheidung Israels verurteilt, den arabischen Nachrichtensender zu schließen. Die Erklärungen des israelischen Kommunikationsminister Ayoub Kara für den Schritt seien „seltsam und unausgewogen“, hieß es am Montag in einer Stellungnahme des Senders. Der Schritt folge ähnlichen Aktionen arabischer Staaten in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrein, Ägypten und Jordanien gegen Al Dschazira.

„Der Minister konnte seine Kommentare nicht mit einer einzigen Nachrichtensendung oder Situation begründen, die bewiesen hätten, dass Al Dschazira während seiner Berichterstattung in Jerusalem nicht objektiv war“, hieß es weiter. Ausgerechnet ein Land, „das behauptet, die einzige Demokratie im Nahen Osten zu sein“, wolle den Sender mundtot machen. >>>

Mohammad Dahlan’s plan to take over Gaza and Ramallah - Ten years after leaving Gaza, the former head of the Palestinian Preventive Security Force may return to the strip a leader, as part of a move being devised by Egypt, Saudi Arabia, the UAE, Bahrain, the US and Israel. The plan, an Israeli expert says, is Dahlan’s dress rehearsal, as he strives to conquer the Muqata’a and take Abbas’s seat.

It’s incredible to see how the events around the terror attack at the Al-Aqsa Mosque compound actually improve the chances of implementing “the plan of the century”—a complex, ambitious plan taking shape behind the scenes, which focuses on the highly controversial figure of Mohammad Dahlan (Abu Fadi).

The leaders involved in the plan include Egyptian President Abdel Fattah al-Sisi and his intelligence chief Khaled Fawzy, as well as the Saudi king and crown prince, the ruler of the United Arab Emirates in the Persian Gulf and his deputy, the king of Bahrain, Prime Minister Benjamin Netanyahu and Defense Minister Avigdor Lieberman, and US President Donald Trump. Nevertheless, it may collapse at any moment. It’s quite convenient for everyone, at this stage, that the attention has been diverted from Gaza to the mosque, which is sacred to a billion and a half Muslims.

“The plan of the century” would be carried out in 10 stages. Hamas’s leader in Gaza, Yahya Sanwar, was summoned in the first week of June with four of his close assistants to a marathon of meetings at the Egyptian intelligence headquarters in Cairo. On the second day, Mohammad Dahlan showed up. After 10 years of estrangement, the childhood friends from the Khan Younis refugee camp met at the intelligence headquarters in Cairo. >>>

Zionism is apartheid, and worse - Jonathan - Sometimes confronting the naked truth is shocking – yet sobering. Israeli historian Benny Morris was alas right, when he concluded that

“[T]ransfer was inevitable and inbuilt in Zionism – because it sought to transform a land which was ‘Arab’ into a Jewish state and a Jewish state could not have arisen without a major displacement of Arab population”.

I believe every Zionist knows this, even if they have not meticulously scrutinized the history of Zionism as Morris and many others had done. They know it because their logic tells them that they should not reverse the results of this ethnic cleansing (which occurred in various waves, mainly 1948, 1967, in between, thereafter and currently), because it would endanger the ‘Jewish and democratic’ state that is a ‘must’ for them.

Everything that results from this logic is an extension of it. How to deal with the dispossessed, how to close them in, how to deal with their ‘aggression and violence’.

It was the late General Rafael Eitan who said in 1983, when he was Chief of Staff, that >>>

Palestinian activists launch initiative to save homes at risk of demolition in al-Walaja - Sheren Khalel - Fifteen children in tattered clothing gathered, one on top of the other, on an old couch outside their family home in al-Walaja, a small village just outside Bethlehem city. The kids were between the ages of two and 10, laughing and playing among themselves, excited for the group of visitors that had just arrived. The adults came together to discuss “the problem,” while the kids seemed oblivious there was one.

All 15 children and a dozen other adults live together in the modestly built two-story home. There was another home in the yard nearby, but it was previously demolished by Israeli forces under the pretext of having not been granted a building permit before it was constructed.

Now the home all thirty family members have been forced to live in together has been issued a home demolition order as well. The family’s lawyer will represent them in court on August 9. If they lose the fight in court, all thirty family members will be homeless. >>>

8. 8. 2017

 

Israel will das Büro von Al Jazeera schließen und seine Journalisten ausweisen - 07.08.2017 - Al Jazeera - Das Sendernetz mit Sitz in Doha verurteilt die Entscheidung, die Akkreditierung seiner Journalisten zu widerrufen und seine Büros in Jerusalem zu schließen.

Israel plant die Medien-Ausweise der Journalisten von Al Jazeera zu widerrufen und das Büro des Netzwerks in Jerusalem zu schließen, kündigte der Kommunikationsminister des Landes an.


Ayoub Kara machte die Ankündigung am Sonntag während einer Pressekonferenz in Jerusalem, an der Al Jazeera nicht teilnehmen durfte. "Unsere Entscheidung basiert auf dem Schritt der arabisch-sunnitischen  Länder die Büros von Al Jazeera zu schließen und ihnen zu verbieten zu arbeiten", sagte Kara und fügte hinzu, der Sender werde von Gruppen zur "Anstiftung zur Gewalt" benutzt– eine Beschuldigung, die das Netzwerk zurückgewiesen hat. Kara sagte, er erwarte, dass Israels Parlament, die Knesset, seinen Antrag auf ihrer nächsten Sitzung prüfen werde. "Ich werde durch den (legislatorischen) Mechanismus gehen, um eine Ermächtigung zu schaffen, unter der ich frei agieren kann. Wir wollen das so schnell wie möglich beenden."


Al Jazeera verurteilt die Maßnahmen - In einer Erklärung verurteilte das Mediennetzwerk mit Sitz in Doha die Maßnahmen des Landes, das von sich behauptet die einzige Demokratie im Nahen Osten zu sein. "Al Jazeera betont, dass es die Entwicklungen, die sich aus der israelischen Entscheidung ergeben, genau verfolgen wird und die nötige rechtliche Maßnahme dagegen ergreifen wird", heißt es in der Erklärung.


Al Jazeera weist auch die Anschuldigung zurück, seine Berichterstattung über die Unruhen am Tempelberg sei unprofessionell gewesen. "Al Jazeera wird weiterhin professionell und genau über die Vorfälle in den besetzten palästinensischen Gebieten berichten, entsprechend den Standards, die internationale Agenturen wie das britische Office of Communications (Ofcom) gesetzt haben."


Die Büros des pan-arabischen Netzwerks in den palästinensischen Gebieten von Gaza und Ramallah in der besetzten Westbank werden von der gegenwärtigen Maßnahme nicht betroffen sein.


Das Juristische Zentrum für die Rechte der arabischen Minderheit in Israel (Adalah) hat den Plan angefochten und sagt, er würde vom Obersten Gerichtshof geprüft und "würde die Prüfung auf Gesetzmäßigkeit (wohl) nicht bestehen".


Scott Heidler von Al-Jazeera berichtete am Sonntag aus Jerusalem und sagte, der Antrag auf Widerruf der Akkreditierung betreffe alle Journalisten des Netzwerks sowohl der arabischen wie der englischen Kanäle.


Es war noch unklar, wie die Regierung auf den Antrag reagieren wird.


Unser Korrespondent berichtet, Israel suche auch die Kabel- und Satellit-Übertragungen im Land abzuschalten.


Während der Pressekonferenz sagte Kara, auch der Innenminister sei an der Schließung der Büros von Al Jazeera in Jerusalem beteiligt.


Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu hat wiederholt gedroht die Arbeiten von Al Jazeera im Land abzustellen, und beschuldigte das Netzwerk zu Gewalt gegen Israel aufzustacheln. Sein jüngster Angriff vom 27.7. beschuldigte das Netzwerk "zu Gewalt aufzurufen" (inciting violence).


Marwan Bishara, leitender politischer Analyst von Al Jazeera, sagte, der jüngste Schritt Israels zeige ein "Zusammenwirken" von "Diktaturen" in der arabischen Welt mit der Diktatur der Militärbesatzung in Palästina". "Als ob das Schließen eines Netzwerks Gewalt vermindern würde, wo jeder weiss, dass Repression, militärische Besatzung und Aggression der Grund für die Gewalt in der Region ist. Und nicht, dass darüber berichtet wird", sagte er. >>>

 


 

 

Israelische Regierung drängt auf Schließung des Al-Jazeera-Büros - Spiegel online - Israel macht Ernst: Kommunikationsminister Kara will das Büro des TV-Senders Al Jazeera schließen - der Kanal aus Katar habe die Tempelberg-Unruhe angeheizt. Tatsächlich geht es um mehr.

Israels Premier Benjamin Netanyahu hatte zuletzt scharfe Kritik am Nachrichtensender Al Jazeera geübt - nun erhöht sein Kommunikationsminister Ayoob Kara den Druck: Er will das Büro des TV-Senders Al Jazeera im Land schließen lassen. Der Grund: Der Sender mit Hauptsitz im Golfemirat Katar stachele mit seiner Berichterstattung die Gewalt an.

Kara beschuldigte den Sender, ein "Werkzeug" der sunnitischen Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), des Irans, der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah sowie der radikalislamischen Palästinenserbewegung Hamas zu sein. Er fügte hinzu, Staaten wie Saudi-Arabien und Ägypten seien "zu dem Schluss gekommen, dass Al Jazeera zu Terrorismus und religiösem Extremismus" aufrufe.

Den Korrespondenten des Senders solle die Arbeitserlaubnis in Israel entzogen werden. Kabel- und Satellitenbetreiber sollen die Übertragung der Sendungen von Al Jazeera stoppen. >>>

 


Nach dem Vorbild der Golfstaaten will nun auch Israel Al Jazeera schließen -  Florian Rötzer - Der Konflikt mit Katar weitet sich zu einem Medienkrieg aus

Der Streit der Golfstaaten mit Katar, das vor allem wegen Kontakten mit dem saudi-arabischen Widersacher Iran und der Unterstützung der Muslimbrüder mit ambivalenter Unterstützung der USA durch Boykotte auf Linie gebracht werden soll, ist auch zu einem Medienkrieg ausgeufert, dem sich nun auch Israel anschließt. Es geht um den katarischen Sender Al Jazeera (al-Dschasira), der 1996 seinen Betrieb aufnahm, die arabische Öffentlichkeit veränderte und schon 2001 den Unwillen der USA hervorrief.

Allen voran haben Saudi-Arabien, das 2003 mit Al-Arabiya einen Gegensender zu Al Jazeera eingerichtet hat, und Jordanien kürzlich die Redaktionen in ihren Ländern geschlossen, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Ägypten haben den Sender und seine Websites blockiert. >>>


 


WICHTIGE MANIPULATOREN

2017 - Film -Der Hass auf Juden in Europa
2017 - Lobbyarbeit in Großbritannien
Über die Hasbara Aktivisten
+972 - Brief über Zensur
NZZ - auf Israel Kurs
Jagd auf die Linke
Bremer Friedensfreunde
Israelische Märchenstunden

JAGDOBJEKTE IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM - ÜBERSICHT


GEDENKABEND FÜR REUVEN MOSKOVITZ
 



Dieser Abend, an dem wir Reuvens Leben und Werk gedenken,
findet statt am 2. September, ab 19 Uhr in der Gethsemanekirche
Stargarder Str. 77 - 10437 Berlin
(S+U-Bhf. Schönh. Allee, Tram M1, 12).

Pfr. Christian Zeiske und seine Frau Dorele, gute Freunde von Reuven,  haben sich gerne bereit erklärt diesen Raum zur Verfügung zu stellen. Jede Wortmeldung über das Leben von Reuven und jeder musikalische, literarische Beitrag ist sehr willkommen. Um den Zeitrahmen nicht zu weit auszudehnen, sollten die Beitragen 3 Minuten nicht überschreiten. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sich bei mir vorher melden würden, damit ich  etwas ordnen kann – aber nach der Fasson von Reuven können wir selbstverständlich auch etwas improvisieren.  hanja.vandyck@t-online.de

 

 

Gesine Janssen - 5. 8. 2017 - Gestern Morgen erreichte mich die Nachricht des Todes von Reuven Moskovitz – ein ungewöhnlicher Mensch, der schon früh nach der Gründung des Staates Israel erkannte, dass die zionistische Politik mit der Vertreibung der arabischen Bevölkerung verbunden war. Trotz seiner Erfahrungen im Holocaust, bekannte er in den siebziger Jahren: Es gibt ein Deutschland dass ich liebe. Fortan schrieb und stritt er für einen Weg des Friedens für Palästina und Israel und versuchte uns/die deutsche Politik aufzurütteln.

Die Regierungspolitik Israels ließ ihn manchmal fast verzweifeln und dennoch sagte er am Ende jeden Gespräches: Dennoch geben wir nicht auf und kämpfen weiter.

Nach einer Erkrankung war Reuven vor zehn Tagen wieder voller Tatendrang und plante sein zweites Buch noch einmal drucken zu lassen. Ich wartete nur auf die letzte Beantwortung einer Frage, um dann der Druckerei, die schon ein Angebot abgegeben hatte, den Druckauftrag zu erteilen. (...)

Als Arafat gestorben war, hielt Reuven einen Vortrag in der voll besetzten Schweizer Kirche in Emden. Am Ende seines Vortrages erklärte er einiges zu Arafat und seinem Sterben und bat die Zuhörerinnen und Zuhörer aufzustehen zum Gedenken an Arafat, während er dazu mit seiner Mundharmonika einige Psalmen spielte. UND ALLE standen auf! Mit stillem Gruß Gesine und Alke Janssen




Faten Mukarker - 4. 8. 2018 - Liebe Gesine, was für eine traurige Nachricht. Ich bin so voller Trauer. Die Welt und Israel/Palästina hat einen Menschen verloren der seinesgleichen sucht. Er kämpfte für Werte die er in seiner Heimat vermisste.

Wie oft hat er die Menschen in Deutschland aufgerüttelt aus Liebe zu Israel, Israels Besatzungspolitik zu kritisieren, doch mit wenig Erfolg. Wenn man sieht was in Deutschland alles verboten wird, was mit Kritik an Israel zu tun hat.

Er sagte mir einmal wenn man uns in Deutschland wirklich Lieben würde wie man sagt, würde man nicht dabei zuschauen wie wir mit dieser Politik zugrunde gehen. Eines seiner wichtigsten Aussagen für mich war, als ich ihn eines Morgens anrief, nachdem so viele Menschen im Gazastreifen getötet worden waren, es war nicht mal im einem der Kriege.

Ich sagte ihm Reuven, ich habe keine Kraft mehr zu hoffen. Er sagte mir: Wenn man Geld verliert, dann hat man etwas verloren.
Wenn man einen Freund verliert, dann hat man viel verloren. Wenn man die Hoffnung verliert, dann hat man alles verloren. In seinem Sinne werde auch ich weitermachen. Gott sei seiner Seele gnädig. Salam Faten


 

Reuven Moskovitz erhielt 2011 Amos-Preis, Felicia Langer sagte in ihrer Laudatio: "Er organisierte Studienreisen durch Israel, mit denen er sich sowohl um die jüdisch-palästinensische Aussöhnung wie auch um die deutsch-israelische Aussöhnung bemühte. Er initiierte das Projekt „Versöhnungsräume und Versöhnungswege“ in Neve Shalom/Wahat al Salam, hielt in Deutschland Vorträge in Kirchengemeinden und engagierte sich bei Kirchentagen, auch bei besonderen Anlässen wie zum Beispiel beim Hungerstreik von Firas Maraghy vor der israelischen Botschaft in Berlin (August 2010) sowie für ein Schiff der „European Jews for Just Peace“ gegen die Blockade von Gaza (September 2010).

Vorbildlich, so die Jury, sei Moskovitz darin, „Wege zu suchen und zu gehen, um Feinde zu Freunden zu machen“.

Diejenigen, die ihn kennen, sagen, dass er ein lieber und engagierter Mensch ist. 2001 wurde Moskovitz mit dem „Mount Zion Award“ und 2003 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Er hat das Buch „Der lange Weg zum Frieden. Deutschland – Israel – Palästina. Episoden aus dem Leben eines Friedensabenteurers“ veröffentlicht.

Die freie Enzyklopädie Wikipedia schreibt, dass Moskovitz die israelische Politik gegenüber den Palästinensern für verfehlt hält. Demütigungen und Gewaltanwendung seitens der Israelis, so Moskovitz, müssten seiner Meinung nach immer mehr palästinensische Gewalt provozieren. Bis heute bekämpft er diese Politik als menschenrechtswidrig und gefährlich. Er engagierte sich früh in der israelischen Friedensbewegung und wurde nach dem Sechstagekrieg Sekretär der neu entstandenen „Bewegung für Frieden und Sicherheit“.

Reuven Moskovietz erzählt in seinem Rundbrief über seine Entscheidung, sich an der Bootsfahrt nach Gaza zu beteiligen, um die Gaza-Blockade zu durchbrechen. Er schreibt, dass ihm klar war, dass ein kleines Boot mit einer Handvoll Menschen die politischen Umstände nicht ändern wird. „Ich habe meine Hoffnung nur darauf gesetzt, dass nach dem mörderischen Piraterie-Drama auf der Mavi Marmara meine israelische Regierung sich siebenmal überlegen würde, ein kleines Boot, hauptsächlich mit Juden besetzt, ebenso zu überfallen.“  
Die vollständige Laudatio >>>


Texte von Reuven Moskovitz >>>

 

 

 

 

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Nachrichten - Berichte

Sara Netanyahu to be indicted

Racist Israeli court revokes citizenship of Arab driver

In Gaza, my child died before my eyes

‘Fuck it, wipe out Gaza,’ says speaker for EU campaign

Israel to permit Jerusalem Palestinians to visit Gaza

Israel has stripped 15,000 Palestinians of their right to live in Jerusalem since 1967

Gaza doctors protest retirements imposed by Ramallah

Palestinians condemn Israel’s closure of Al Jazeera office

HRW: Israeli Forced Deportation of Palestinians from Jerusalem Maybe ‘War Crime’

Elizabeth Warren opposes Israel Anti-Boycott Act

‘Brazen attack on media freedom’: Amnesty International blasts Israeli move to close Al Jazeera

Roger Waters: ‘On the Altar of Zionism, They Want to Tear Up the Constitution’

Israel to Demolish Palestinians' School, Commercial Structures Northeast of Ramallah

Israeli Forces Detain Nearly 880 Palestinians in July - Palestinian NGOs

Palestinian-American denied entry to West Bank for summer skateboard program

Army Abducts Nine Palestinians In Jenin

Israeli Soldiers Abduct Two Palestinians, Confiscate A Truck, In Nablus

BDS Conference in Australia to End Complicity with Israeli Apartheid (Video Link)

East Jerusalem family fights Israeli ruling to evict them from their home of 53 years

PA says won’t resume security coordination with Israel unless demands are met

Projectile lands in southern Israel, as army denies having shelled Gaza

The Trumpeter and Violinist Can`t Leave Gaza for the West Bank (for Jordan no problem!)

Israel committed76 violations against journalists alone in July

8. 8. 2017

Israel will das Büro von Al Jazeera schließen und seine Journalisten ausweisen
 

Israel: Al Dschazira will trotz Büro-Schließung weiter berichten
 

Israelische Regierung drängt auf Schließung des Al-Jazeera-Büros
 

Der Deal, der Netanjahu zu Fall bringen könnte
 

Federation of Arab Journalists condemns Israeli campaign against Al Jazeera

Abbas pledges to ramp up sanctions against Gaza | Middle East Eye

Army Abducts A Young Palestinian Woman In Hebron

Israeli Soldiers Injure Two Palestinians In Nablus, Abduct Two In Salfit

Army Abducts Seven Palestinian Children In Bethlehem

Israeli Soldiers Attack And Abduct Eleven Palestinians Near Al-Aqsa In Jerusalem

Israeli Soldiers Isolated Al-‘Arroub Refugee Camp

Demolition Orders Strike al-Walaja as Separation Wall Stretches through Hebron

When Arabs are deemed predisposed to violence

Hamas delegation meets with Iranian foreign minister in Tehran

Abbas, King Abdullah meet in Ramallah

Clashes break out during Israeli settler visit to Joseph’s Tomb

Palestine in Pictures- July 2017

Power to the People- Why Palestinian Victory in Jerusalem is a Pivotal Moment

Demolition orders strike al-Walaja as Separation Wall stretches through Hebron

Halamish settlers raid Kobar village, Israeli forces intervene, injure 1 Palestinian, escorting the fleeing settlers

7. 8. 2017

Al Dschasira soll in Israel schweigen


Schließung von Al-Dschasira


Israel moves to close Al Jazeera, ban its journalists


Israel plans to shut down local Al-Jazeera offices

Israel- Opposition fordert den Rücktritt Netanjahus


Für Netanjahu wird es eng

Demolition Orders Strike al-Walaja as Separation Wall Stretches through Hebron

Navy Fires on Homes and Fishermen in Gaza

Palestinians cannot exit with food, toiletries or electronic devices at Erez Crossing

Mandela’s grandson urges Israeli envoy’s expulsion from S Africa, cutting off of all ties

South African MPs turn down meeting with Israeli group

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Arrests in the city of Jerusalem

The End of This Road: The Decline of the Palestinian National Movement
 

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PCHR Weekly Report On Israeli Human Rights Violations in the Occupied Palestinian Territory (27 July – 02 August 2017)

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'I will not be bullied, intimidated threatened over my unshakeable support for Palestinian liberation' -- Linda Sarsour

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Israeli Soldiers Attack Nonviolent Protesters in Ni’lin

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Army Abducts A Child And A Man In Hebron; Colonists And Soldiers Injure Three Palestinians

Halamish settlers raid Kobar village, Israeli forces intervene, injure 1 Palestinian, escorting the fleeing settlers

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In leaked transcript of White House call, Trump lauds Israel's wall

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‘Disappointed’ AIPAC targets Gillibrand for removing her name from boycott bill

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Anklage gegen Netanjahu möglich

 

Korruptionsvorwürfe gegen Netanjahu erhärten sich

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