Montag, 24. Juli 201713:11  -     facebook     LINKS       ARCHIV      BDS      THEMEN

Polizei befragt Breaking the Silence nach Beschwerde der Justizministerin - Revital Hovel - 26.06.2017 - Breaking the Silence - Ayelet Shaked, warum haben Sie sich für Ermittlungen nur eines Mitglieds von Breaking the Silence entschieden? Kommen Sie und verhören Sie auch uns, hunderte andere Soldaten, Männer und Frauen, die ihr Schweigen öffentlich gebrochen haben. Wir werden Ihnen erzählen, was wir in in den besetzten Gebieten gemacht haben und über die tägliche Gewalt, die wir gegen die Palästinenser angewandt haben.

Vor zwei Wochen hat Justizministerin Ayelet Shaked den Generalstaatsanwalt ersucht, Ermittlungen zu den Handlungen eines Mitglieds von Breaking the Silence zu eröffnen, nachdem er eine Zeugenaussage über die Gewalt abgegeben hat, die er als Offizier in Hebron gegen Palästinenser angewandt hat. Vergangenen Donnerstag wurde er von der israelischen Polizei in Hebron für eine Befragung vorgeladen.


Aber ernst: Das letzte, worum sich Ayelet Shaked kümmert, sind die Menschenrechte der Palästinenser. Die Demütigung, Unterdrückung und Gewalt, die die Palästinenser in den letzten 50 Jahren täglich erlitten haben, ist nichts, was Ayelet Shaked oder der Regierung Sorgen bereitet, noch kümmert es sie, dass die, die geschickt werden, um diese schmutzige Arbeit zu tun, Soldaten der israelischen Armee sind. All das geschieht seit Jahrzehnten, damit sie mit der Besatzung und dem Siedlungsausbau fortfahren können.


Was wirklich auf Shakeds Agenda steht, ist, jeden, der sich gegen die Besatzung stellt und ihr und ihren Freunde am Vorantreiben ihrer gefährlichen Politik entgegenwirkt, einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen. Das ist der einzige Grund dafür, dass sie Breaking the Silence durchleuchten und versuchen uns zu schaden. Das ist auch der Grund, warum Shaked, Bennett, Regev und andere ihre Regierungsbehörden zu Instrumenten der politischen Verfolgung von Bürgern machen, die an Menschenrechte und Demokratie glauben und sich gegen die Besatzung stellen.


Hier die Fakten:
Seit der Gründung von Breaking the Silence 2004 haben wir Zeugenaussagen über tausende Gewalttaten gegen Palästinenser veröffentlicht. Jeder der meint, Besatzung könne ohne Gewaltanwendung durchgeführt werden, ist in einem Wahn befangen.
Shaked und Co. wollen nicht, dass Sie die Wahrheit über die Besatzung kennen,  weil sie Angst haben. Aber zu ihrem Entsetzen ist es genau das, was wir tun – sie und uns alle daran erinnern, dass es keine Besatzung ohne Gewaltanwendung gibt, und dass Besatzung nicht "moralisch" betrieben werden kann.


Seit zwei Jahren versuchen Minister ohne Hemmungen Breaking the Slence zum Schweigen zu bringen und scheitern immer wieder. Jetzt brüten sie ein neues System aus: einen einzigen, der eine Zeugenaussage gemacht hat, zu einer einzigen Zeugenaussage zu verhören. Sie denken, dass sie auf Kosten eines Soldaten in der Lage sind 50 Jahre Ungerechtigkeit, Zerstörung, Töten, Gewalt, Rassismus usw. zu vertuschen.


Ayelet, verzeihen Sie, dass wir Ihre Spielverderber sind – aber es geht diesmal nicht anders. (Was Sie wollen) wird nicht funktionieren, weil unser  Schweigen brechen genau das beabsichtigt: die Realität der Besatzung zu beenden. Unser Schweigen zu brechen bedeutet eine moralische Position zu beziehen  >>>

Angriff der Justizministerin auf Breaking the Silence könnte ins Auge gehen - Orly Noy - 24.06.2017 - Der letzte Kreuzzug von Justizministerin Aylet Shaked hat dazu geführt, dass ein Sprecher von Breaking the Silence verhört wird. Wenn Sie wegen der Übergriffe der Armee auf die Palästinenser besorgt wäre, warum ordnet sie dann nicht eine Ermittlung zu der Serie rechtswidriger Tötungen an, die von Soldaten ausgeführt wurden?

Zuletz hat Shaked die Befragung eines Sprechers von Breaking the Silence, von Dean Issacharoff, veranlasst, nachdem er bei einer Gruppenführung gesagt hatte, dass er während seines Armeedienstes einen Palästinenser tätlich angegriffen hat.


Es hat keinen Sinn zu versuchen daran herumzudrehen: Das, was die Mitglieder von Breaking the Silence tun, ist genau das: Sie bezeugen vor der israelischen Publikum – in dem Maße sie das angesichts der Methoden, sie zum Schweigen zu bringen, können -  über die tägliche Realität der Besatzung und darüber, was passiert, wenn Soldaten, die geschickt werden, um dem Streben nach Überlegenheit nachzukommen, auf die Palästinenser treffen, die dann den Preis zahlen müssen.


Bleiben wir kurz bei Shakeds Argumentation in ihrem Appell an den Generalstaatsanwalt: "Angesichts der großen Bedeutung, die ich auf die Bewahrung des guten Namens des Staates Israel und der Soldaten der israelischen Armee lege, dachte ich, dass es richtig ist Sie zu ersuchen, sich diesen Vorfall näher anzuschauen. Sollte sich herausstellen, dass die Berichte stimmen, müsste die Justiz unverzüglich tätig werden."


Der gute Name der Staates Israel und der Armee, das ist erhaltenswert. Das Leben von Millionen wehrloser Palästinenser unter einer gewalttätigen Besatzung ist für die Justizministerin ohne Interesse, wie wir seit einiger Zeit wissen. Es wird auch nicht überraschen, dass die Ministerin, die sofortige gerichtliche Schritte gegen einen linken Aktivisten fordert, dieselbe ist, die für Elor Azaria, einen Soldaten, der jemanden erschossen hat, der sterbend auf dem Boden lag, Gnade verlangte.


Vielleicht sollten Sie, Frau Justizministerin, neben Ihrer obsessiven Hetzjagd gegen Linke die Anwendung derselben ethischen Standard in den dutzenden Fallakten gegen Soldaten der IDF in Betracht ziehen, die in das Töten unbewaffneter Palästinenser involviert sind. Diese Akte sind schnell zugedeckt und geschlossen worden, weit weg von den Augen der Öffentlichkeit. Auch sie tun wenig für den guten Namen des Landes und der Armee.


Vielleicht könnten Sie zum Beispiel anordnen, dass die Ermittlung im Fall der beiden Zwillinge Maram Abu Ismail und Salim Taha wiederaufzunehmen, die letztes Jahr am Qalandia-Checkpoint von einem zivilen Sicherheitsdienst erschossen wurden. Oder die Akte über Useid und Muhammad Qadus, die von einem Offizier der Armee erschossen wurden, um deren Namen Sie sich so sorgen. Sie könnten sich auch den  >>>

Präsident Rivlin: „Zeit zuzugeben, dass Israel eine kranke Gesellschaft ist, die der Behandlung bedarf“- 26. Juni 2017 - Rivlin sprach auf der Eröffnungssitzung einer Konferenz mit dem Titel „Vom Hass gegen den Fremden zur Akzeptanz des Anderen“, über die Eskalation der Spannungen zwischen Juden und Arabern.

„Die Zeit ist gekommen, zuzugeben, dass Israel eine kranke Gesellschaft ist, mit einer Krankheit, die einer Behandlung bedarf“, sagte Präsident Rivlin bei der Eröffnungssitzung einer Konferenz mit dem Thema  „From Hatred of the Stranger to Acceptance of the Other“ (Vom Hass gegen Fremde zur Akzeptanz des Anderen).

Sowohl Rivlin, als auch Prof. Ruth Arnon, Präsidentin der Israel-Akademie für Wissenschaft und Geisteswissenschaft, die die Konferenz in ihren Räumlichkeiten in der Jabotinsky-Straße der Hauptstadt organisiert hat, sprachen über den leidvollen und blutigen Sommer und die daraus folgende Wiederbelebung der Feindschaft zwischen Arabern und Juden, die zu neuen Höhen eskaliert waren.

Bezugnehmend auf die gegenseitigen Ausdrücke von Hass und Aufhetzung, sagte Arnon, dass Juden, die in der Diaspora dem Antisemitismus und der Verfolgung ausgesetzt waren, (eigentlich) sensibler gegenüber den Gefahren der Aufhetzung sein sollten. “Aber, sind wir es?”, fragte sie.

Rivlin wunderte sich laut, dass Juden und Araber das Geheimnis des Dialogs aufgegeben hätten. Im Hinblick auf die Juden sagte er: „Ich frage nicht, ob sie vergessen haben, was es bedeutet, Jude zu sein, sondern ob sie vergessen haben, was es bedeutet, anständige Menschen zu sein. Haben sie vergessen, wie man ein Gespräch führt? In Rivlins Augen hat die Akademie die wichtige Aufgabe, Gewalt in der israelischen Gesellschaft zu reduzieren, indem sie zum Dialog und zum Studium verschiedener Kulturen und Sprachen ermutigt, mit dem Ziel, das gegenseitige Verständnis zu fördern, so dass zivilisierte Treffen zwischen den Gesellschaftsbereichen stattfinden können.

Er drängte die Akademie, diese Herausforderung anzunehmen und die Gewalt auszurotten, die Narben auf Israels Ansehen hinterlässt.

Der Bildungsminister, Shai Piron, war zuversichtlich, dass Differenzen überwunden werden können und zitierte seine eigene Familie als Beispiel. Er wuchs in einem Zuhause (einer Familie) auf, wo sein Vater Sephardi und politisch rechts war, hingegen seine Mutter Aschkenasin und politisch links war. Und trotzdem spürte er niemals irgendeinen Antagonismus. Bis er erwachsen war und in die Welt hinaus ging, habe er nicht realisiert, inwieweit Differenzen Chaos verursachen könnten, sagte er.

Das Bildungsministerium wird ein Kulturerbe-Projekt starten, wobei jüdische und arabische Jugendliche, sowohl religiöse, als auch säkulare, Seite an Seite studieren und jeweils die Traditionen des anderen erlernen, sagte Piron.

Der Professor für Holocaust-Studien, Yehuda Bauer, von der Hebräischen Universität sagte, in Israel sei der Rassismus, der auf der (Haut)Farbe beruhe, grenzwertig. Rassismus in Israel habe im Allgemeinen einen nationalistischen Charakter, sagte er. Am meisten besorgt sei er über den religiösen Rassismus und die Aufhetzung, die üblicherweise von extremistischen Randelementen ausgehe, weil diese Menschen oft die gewalttätigsten und gefährlichsten seien, erklärte er.

Die schwierigste Aufgabe, mit der die Akademie konfrontiert sei, sagte Bauer, sei, wie die Aufhetzung im Verhältnis zur Redefreiheit zu definieren sei. Er ermahnte, dass die Redefreiheit niemals auf dem Altar der Aufhetzung geopfert werden müsse. Seine eigene Definition von Aufhetzung sei, wenn eine Person oder Gruppe mit einer Rede oder einem Schriftgut eine andere Person oder Gruppe schädige und diskriminiere, indem sie andere aufhetze, sich an physischer oder körperlicher Gewalt gegen diese zu beteiligen und sogar soweit gehen, sie zu töten.    Quelle (Aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt v. Inga Gelsdorf)

„Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“: Ein Machwerk  - Veröffentlicht am 26. Juni 2017 von Gastbeitrag -  Ludwig Watzal - Bereits nach den ersten Sekunden war klar, dass hier keine „Dokumentation“ sondern ein zionistischer Propagandastreifen gesendet wurde. Ich konnte es zu Beginn nicht fassen, dass solch eine wüste und einseitige Propaganda in der ARD überhaupt gesendet würde. Dies hatte nichts, aber auch gar nichts mit Journalismus zu tun, geschweige denn mit seriösem. Die Macher dieser desinformierenden Propaganda-Doku folgten einer Agenda, zu der sie sich die passenden Statements, und zwar zum Teil von rechtsnationalistischen Zionisten eingeholt haben.

In bester Stürmer-Manier ging es weiter: Die Rede von Mahmoud Abbas, dem Präsidenten der mit Israel kollaborierenden Palästinensischen Behörde wurde eine direkte Verbindung zum Mufti von Jerusalem, al-Husseini, unterstellt, der sich seit 1941 in Berlin aufhielt und angeblich die Vernichtung der Juden in Palästina organisieren sollte. Als „Krönung“ dieser Manipulation wurde dann noch Julius Streicher eingeblendet: „Ohne eine Lösung der Judenfrage, keine Erlösung der Menschheit.“ Hatte nicht Abbas so etwas Ähnliches über das Ende der Besatzung für die Lösung des Nahostkonfliktes in seiner Rede gesagt?

Folgen die Macher hier nicht einem Muster, das ein bekannter Propagandist so formuliert hat: „Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates.“

Angeblich war man dem Antisemitismus in Europa auf der Spur. Zu diesem Zweck trieb sich das Team lange in Israel und dem Gaza-Streifen herum, um Israel von seiner Vertreibungspolitik während der Staatsgründung freizusprechen. Treuherzig erzählte Rafael „Rafi“ Eitan wie hilfsbereit die Zionisten doch mit den Palästinensern umgegangen seien. Seine Statements waren herzerweichend, wenn sie nicht so zynisch geklungen hätten. Bis auf den Fehler, der im King-David-Hotel gemacht worden sei, „gab es keine Opfer“. Angeblich haben die Zionisten in dieser Zeit nichts gegen die Araber unternommen.

„In Haifa und Jaffa sind die Araber freiwillig gegangen. Sie gingen, niemand hat sie gezwungen.“ Ihre Anführer hätten sie aufgefordert zu gehen. Eitan kennt bestimmt das Buch von Simcha Flapan, der die Legenden um den Gründungsmythos Israels alle zurückgewiesen hat. Dass die Propagandafilmer das Buch nicht unbedingt kennen müssen, sei ihnen nachgesehen. Anscheinend hatte Eitan von den Massakern, die die zionistischen Terrororganisationen begangenen hatten, nie etwas gehört. Oder war es ihm ob seinen hohen Alters einfach nur entfallen? Ganz harmlos wurde dann kommentiert: „Im Zuge des Krieges verlassen ungefähr 700 000 Araber die Gebiete. Die Araber, die in ihren Dörfer blieben, sind heute längst israelische Staatsbürger.“ Damit wird den Flüchtlingen und den mit Gewalt Vertriebenen noch nachträglich Dummheit attestiert und die israelischen Verbrechen verniedlicht.

Vielleicht lesen die Macher einmal bei David Ben-Gurion nach: „Wir müssen alles tun, um sicher zu gehen, dass sie (Palästinenser) nie wieder in ihre Häuser zurückkehren“, versicherte Ben Gurion gegenüber seinen zionistischen Kollegen. „Die Alten werden sterben, und die Jungen werden es vergessen.“ Die systematischen Vertreibungen waren von ihm angeordnet.

Bevor man sich auf antisemitische Spurensuche nach Nahost begeben hatte, um den Muslimen Antisemitismus anzuhängen, mussten noch kirchliche Gruppen,  >>>


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Dieser Feind steht rechts - Die Dokumentation über Judenhass in Europa verwechselt Israelkritik und Judenfeindlichkeit. Damit verfehlt sie das eigentliche Problem: den klassischen Antisemitismus. - Ein Gastbeitrag von Shimon Stein  - 26. Juni 2017 - Der Auftrag, einen Dokumentarfilm über den Antisemitismus in Deutschland zu produzieren, endete mit einer Entgleisung, ja mit einem Etikettenschwindel. Im Mittelpunkt der umstrittenen Dokumentation Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa steht nicht der deutsche oder europäische Antisemitismus, sondern der Streit um Zionismus, Israel, Palästina, den muslimischen Terror. Damit positionierten sich die Filmemacher als Vertreter einer dubiösen Botschaft: Der Antisemitismus ist den Autoren zufolge eher bei Arabern, Muslimen und Linken (in Europa wie auch in Israel) zu finden, Israelkritik resultiert allein aus Antisemitismus.

Mehr noch: Weil das Endprodukt nicht dem Auftrag entsprach und der Auftraggeber den Film deshalb nicht zeigen wollte, entgleiste die öffentliche Aufregung. Die Diskussion kreiste nun um den Begriff Zensur und um den Verdacht, die Medien wollten mal wieder die Wahrheit unterdrücken. Die zentrale Frage wurde marginalisiert: Was hat der Film eigentlich mit dem deutschen Antisemitismus zu tun?

Die Dokumentation beginnt gleich mit einem Totschlagargument: Der Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wird mit Julius Streicher gleichgesetzt. Gesucht wurden also von Beginn an nicht die Deutschen, die die alte Stürmer-Tradition des Antisemitismus fortsetzen, sondern Nichtdeutsche, die von den Deutschen die Rolle der Verkünder antisemitischer Botschaften übernommen haben.

Ohne Zweifel benutzte Abbas ein eindeutig antisemitisches Klischee, das er später aufgrund der immensen und berechtigten Kritik zurücknehmen musste. Hätte er auf die abscheuliche Schrift israelischer Rabbiner hingewiesen, die das israelische oberste Gericht als rassistische Hetze gegen Nicht-Juden bezeichnete, anstatt sich dem Vorurteil über Juden als Brunnenvergifter zu bedienen, wäre gegen seine Rede nichts einzuwenden gewesen. >>>

 


 

Dokumentation - Ein Filmmachwerk, "Meisterwerk" der deutschen Hasbaraabteilung - "Auserwählt und ausgegrenzt Der Hass auf Juden in Europa" >>>

Palestine Update Nr. 51 - 16. Juni 2017 - Palästinensisches Leben wird Verbrauchsgut für Israel - Meinung - Ranjan Solomon - Palästinensisches Leben Verbrauchsgut für Israel – die internationale Gemeinschaft fordert Israel zunehmen heraus  - Es muss sehr hart sein, Palästinenser zu sein und Ermutigung in Aktionen zu finden, die jene von außerhalb als Zeichen der Hoffnung bezeichnen; es kann nicht einfach sein, unter einer Besetzung zu leben, deren Brutalität zunehmend ihresgleichen sucht.     

In einem Artikel beschreibt Neve Gordon („The Nation“, 5. Juni 2017) die folgende Episode: „Bei einem Treffen der Labor Party nicht lange nach dem Krieg im Juni 1967 wandte sich Golda Meir um zum Premierminister Levi Eshkol und fragte: „Was sollen wir tun mit einer Million Araber?“ Eshkol stutzte für einen Augenblick und antwortete dann: „Ich hab‘s: Du willst die Mitgift, aber du magst die Braut nicht!“ Diese Anekdote zeigt, dass vom Anfang an Israel eine klare Unterscheidung machte zwischen dem Land, das es besetzt hatte – die Mitgift – und den Palästinensern, die es bewohnten – die Braut. Die Unterscheidung zwischen dem Volk und ihrem Land wurde rasch zur alles überspannenden Logik in Israels Kolonialprojekt. Es ist vielleicht eine Ironie, dass diese Logik während der letzten 50 Jahre nur sehr wenig modifiziert wurde, obwohl die Kontrollpraktiken, die Israel anwandte, um seine Kolonialisierung zu verstecken sich im Kontrast dazu dramatisch veränderten.

Wie anders sollte man die Erneuerung des kontroversiellen „Bürgerschaft und Eintritt nach Israel“-Gesetzes der Knesset einordnen und verstehen? Das Gesetz überschreitet alles, was im Menschenrechtsgesetz festgeschrieben ist. In der Tat legt es seit 14 Jahren schwer zu überwindende Grenzen für Palästinenser in den besetzten palästinensischen Gebieten fest, die mit israelischen Bürgern verheiratet sind. Das Gesetz ist eine unverhüllte Illustration von Rassismus, und eine Illustration der „Apartheid“-Praktiken gegen palästinensische Bürger von Israel. Das Gesetz findet signifikante Unterstützung (57 für, 16 gegen). Das Gesetz bezieht sich hauptsächlich auf Palästinenser in der besetzten Westbank und den belagerten Gazastreifen, bringt aber auch Menschen fremder Nationalitäten aus dem Libanon, Syrien, Irak unter Kontrolle und kann einseitig ausgedehnt werden auf andere Nationalitäten, die aus anderen Ländern kommen und die die israelische Regierung als Sicherheitsrisiko einstuft.

Eine selbst auferlegte Belagerung, wie sie Israel herstellt, kann nur dauern, bis sie unter ihrem eigenen Gewicht zusammenfällt. Internationaler Widerstand hat auf die Höhe der Unterdrückung durch Israel nicht zufriedenstellend geantwortet. Aber es ist nicht zu leugnen: an jedem Tag, der vorübergeht, steigt der Widerstand. Unterstützer von BDS breiten sich weit und breit aus. Israel kommt durch sein Wachstumspotential von einem Murren zu einem gefährlichen Beißen. Die Besetzung fängt an nach allen Standards abscheulich auszusehen und zu klingen.

Und das wird begleitet durch den Mut, den der gerade vergangene Gefangenenstreik sichtbar gemacht hat. Die Palästinenser haben gesagt: „Genug ist genug!“ – und die Welt hört zu. Israels verzweifeltes Gebot, an der Besetzung festzuhalten und noch mehr zu verlangen, ist ein letztes taktisches Gebot, ehe es aufgibt. Wenn schon Südafrika so plötzlich kollabieren konnte, wird dies auch Israel passieren. Die Frage ist: Wie bald? Zeit und Geduld laufen aus.

In dieser Ausgabe von Palestine Update schauen wir auf wachsende Aktionen internationaler Solidarität gegen die Besetzung und ihre Nachwirkungen. Meinungsmacher stellen die Wahrnehmung der Öffentlichkeit gegen die israelische Besetzung in Richtungen, die Raum schaffen für Hoffnung.

Lesen Sie und verteilen Sie die nachstehenden Berichte. Nehmen Sie auch teil an BDS-Kampagnen. Jede einzelne Stimme und Unterschrift zählt, besonders, wenn Sie mehr Leute bewegen können, an Ihrem Kampf mitzumachen. - In Solidarität Ranjan Solomon, Redakteur
 

 


„Ihr gehört dort nicht hin“ – Zum Radiohead-Auftritt im Apartheid-Israel - Kniet nicht vor der israelischen Apartheid!
- In einem Interview mit „Rolling Stone“ beschreibt der Radiohead-Sänger Thom Yorke Anrufe, er solle die palästinensischen Aussagen als „trennend“ respektieren. Was in Wirklichkeit trennend ist, ist Israels Regime der Siedlerkolonisierung und Apartheid.

Die britische Rockgruppe Radiohead plant die israelische Apartheid mit einem Konzert in Tel Aviv am 19. Juli 2017 zu unterhalten. Helft, die Botschaft an Radiohead zu geben: „Ihr gehört dort nicht hin“.

Palästinenser, tausende Fans von Radiohead, Erzbischof Desmond Tutu, Ken Loach, Roger Waters, „Die jungen Väter“ und Mengen von renovierten Künstlern haben von Radiohead gefordert, ihren Israelauftritt abzusagen. Und während der US-Tour der Band haben Radiohead-Fans bei Konzerten Banner geschwenkt und in der Presse Artikel veröffentlicht, um Radiohead abzuhalten, in der Apartheid aufzutreten.

Der Sänger Thom Yorke von Radiohead brach das Schweigen der Band in einem Interview in „Rolling Stone“, wo er Aufforderungen beschrieb, die palästinensische Aktionslinie nicht als „trennend“ zu bezeichnen. Roger Waters, Ken Loach und andere haben auf Yorkes Kommentare geantwortet.

Radiohead muss die Botschaft der Öffentlichkeit laut und klar während ihrer Tour vernehmen. Tun Sie mit: - Schaffen Sie in Sozial Media ein Forum. Sie können auch Vorhandenes weiterverwenden! (Link auf Facebook)   - Machen Sie mit oder organisieren Sie bei Radiohead-Einsätzen in Norwegen, Schweden, Dänemark, Italien, den Niederlanden, Irland, UK, Polen, Belgien und Frankreich eine kreative Aktion. Entrollen Sie Banner entlang der Route zum Konzert, verteilen Sie am Eingang Info-Zettel oder händigen Sie Konzertbesuchern Zeichen aus, mit denen Sie ein Selfie von innen fordern. Fotografieren Sie oder machen Sie Videos, die Sie mit pacbi.coord@bdsmovement.net teilen.  Unterzeichnen Sie die Petition an Radiohead >>>
 

 

Schweizer Parlament blockiert Versuch, Israel-Boykott zu kriminalisieren - Electronic Intifada berichtet, dass der „Schweizer Bundesrat“ den Versuch, eine BDS (Boykott, Divestment, Sanktionen) Kampagne zu kriminalisieren, abgeschmettert hat. Der Schweizer Außenminister kritisierte die ursprüngliche Anti-BDS-Motivation mit der Aussage, sie bedrohe das wesentliche Recht der Zivilgesellschaft, Regierungen zu kritisieren. Der Schweizer Außenminister beschreibt, es seien genügend Kontrollen über die Finanzierung ausländischer Organisationen am Ort. „Schweizer Werte dürfen nicht fallen gelassen werden, besonders, wenn Demokratie und die Zivilgesellschaft unterstützt werden, in Übereinstimmung mit der Konstitution, die allgemeine Unterstützung für Frieden, Demokratie und Zivilgesellschaft vorsieht.“

Die Regierung antwortete und wies Forderungen der rechten Partei damit zurück: „Das Recht der Bürger, BDS zu unterstützen, ist Teil und Inhalt der Grundfreiheiten, geschützt durch die internationale Konvention über zivile und politische Rechte“; Robert Kolb, Professor für Internationales Recht an der Universität Genf, begrüßte in einer Presseaussendung von BDS Schweiz die Zurückweisung der Anti-BDS-Sprache durch das Parlament. Die Schweiz tritt damit an die Seite der EU, Irlands, der Niederlande und Schwedens bei der Zurückweisung des Drucks für eine Beschränkung von BDS als Werkzeug, die Rechte des palästinensischen Volkes zu verteidigen.
Bericht der Electronic Intifada >>>

 

 

Amos Trust macht sich auf den Weg von London nach Jerusalem in Solidarität mit den Palästinensern - Justin Butcher, ein Stückeschreiber und schöpferischer (Theater)Direktor beschreibt eine Begegnung mit einer Familie in der kleinen Stadt nahe Bethlehem, die ihm ihre Wirklichkeit als besetzte Palästinenser erzählt. Butcher verließ das Haus mit ihrer Botschaft: „Wenn Du weggehst, vergiss uns nicht! Erzähle den Leuten unsere Geschichte.“ Das hat ihn so elektrisiert, dass er daranging, die Initiative „Nur nach Jerusalem gehen“ (siehe Facebook) in die Wege zu leiten, um sie mit der 100. Wiederkehr der Balfour-Deklaration zu kombinieren. Die Reise über 2000 Meilen von London nach Jerusalem ist ein Zeichen der Solidarität mit den Palästinensern und beleuchtet die Rolle Britanniens in dem Leiden.

Der Fußmarsch über fünf Monate wird durch Frankreich, die Schweiz, Italien, Griechenland, Türkei, Jordanien gehen; von dort folgen sie einem alten Pilgerweg nach Jerusalem und werden dort am 2. November eintreffen. „100 Jahre nach der Balfour-Deklaration“, erklärt Butcher, eine Art umgekehrter Fluchtweg, und gleichzeitig zeigt er das Recht auf Rückkehr, das so vielen Palästinensern verweigert wird.

Der Marsch wird von Amos Trust organisiert (siehe Facebook), welches damit aussagt: „Es ist Zeit, den Leuten die ungeschminkte Wahrheit zu sagen; 100 Jahre sind viel zu lang für die Fortführung einer Ungerechtigkeit, und die meisten Leute haben überhaupt nicht kapiert, welche Rolle in der Geschichte wir einnehmen“ (Garth Hewitt, Gründer von Amos Trust)
Einen gekürzten Bericht finden Sie in Middle East Eye >>>

 

 

Eine Stimme für Gerechtigkeit – eine Stimme für Gaza - (Auszüge aus einem Artikel von Richard Falk) - Richard Falk stellt das Leben des vor einigen Tagen verstorbenen Pater Miguel d’Escoto Brockman, dem früheren Präsidenten der UN-Generalversammlung, dar. Pater Miguel war katholischer Priester. Der Diplomat aus Nicaragua war auch eine führende Stimme des Gewissens für den Frieden im Mittleren Osten.

Pater Miguel hat diese Rolle angenommen, die in der Tradition eher zum großen Teil mit Zeremonien belastet und zu oft als Randfigur im UNO-System betrachtet wird, und er kam in kürzester Zeit heraus als einflussreiche globale Stimme, die sich kräftig für die Unterstützung der Rechte der Palästinenser unter internationalem Gesetz einsetzte. Er setzte sich mutig ein gegen Israels brutale militärische Operation „Cast Lead“ und stellte sich dem immer präsenten geopolitischen Druck aus Washington zugunsten von Israel entgegen. Sein Ziel war, die Generalversammlung in eine wirksame Form globaler Gerechtigkeit umzuwandeln.

Innerhalb der Stunden der ersten Luftangriffe gegen Gaza verurteilte Pater Miguel Israels Aktionen als „übermütige Aggression durch einen sehr mächtigen Staat gegen ein Gebiet, das er illegal besetzt hält“. … Er nannte Israels Krieg eine „Monstrosität“.

Pater Miguel erklärte, „unter Angriff und von illegaler israelischer Blockade gehemmt, haben sie (die Gazaer) keine Möglichkeiten zu entkommen“. … In solchen Zeiten liegt es in der Verantwortung der internationalen Gemeinschaft als ganzer, hier repräsentiert durch die Vereinten Nationen, diesen Schutz zu liefern …   DIESEN ARTIKEL MÜSSEN SIE LESEN - Lesen Sie den ganzen Artikel >>>

 

 

Palästina in Bewegung - Ein Bericht von Palestine Chronicle - Al Jazeera English Online hat „Palästina in Bewegung“ lanciert, eine Technik des Geschichtenerzählens von Leuten aus Palästina - „Palestine in Motion“ erlaubt dem Benutzer, persönliche Geschichten von Palästinensern zu finden, die durch unterschiedliche Themen und Schlüsselwörtern in einer neuen und einzigartigen Art zusammenhängen. Es wird die Geschichte Palästinas dadurch wieder erzählt, dass man die Vergangenheit und die Gegenwart miteinander verlinkt und den ganzen palästinensischen Diskurs durch anscheinend „gewöhnliche Geschichten gewöhnlicher Leute“ sichtbar macht.

„Die 19 Geschichten des Projektes erzählen die Geschichte Palästinas aus der persönlichen Erfahrung von Leuten, die in verschiedenen Perioden der Geschichte Palästinas gelebt haben. Zusätzlich wird erzählt, was es heute bedeutet, Palästinenser zu sein“, sagte Imad Musa, der Manager von Al Jazeera English Online. (Quelle auf Facebook)

 

 

Diaspora-Juden teilen Solidaritäts „Summud“-Camp in der Westbank - In dem Blättchen „Jews for Justice for Palestinians“ genauer gelesen von G.M.) - Vor zwei Wochen unternahm eine Delegation von 130 Juden in der Westbank aus dem „Centre for Jewish Nonviolence“ (Zentrum für jüdische Gewaltlosigkeit) ein Solidaritätsprojekt mit palästinensischen lokalen Gemeinden. Es war eine historische Koalition von israelischen, palästinensischen und internationalen Aktivisten, die das Summud Freiheits-Camp einrichteten.

Das Dorf Sarura in den Hügeln südlich von Hebron war in den späten 1990ern abgesiedelt worden, nachdem IDF (Israeli Defence Forces) das Gebiet zu einem israelischen Truppen-Übungsplatz deklariert hatten. Auf dem Hügel gegenüber von unserem Camp liegt der Siedlungs-Außenposten von Ma’on. Jüdisch-sein oder einen internationalen Status haben bringt Privilegien von Sicherheit und Bewegungsfreiheit. Durch die Arbeit mit und die Führung durch unsere palästinensischen Partner vor Ort wurde die Gruppe in die Lage versetzt, Solidarität und Unterstützung zu demonstrieren, was in unseren Heimatgemeinden die Art des Zugehens auf dieses Thema verändert und unseren Aktivismus verständlich gemacht hat.

Der IDF und die zivile Administration haben häufig versucht, das Lager zu schließen, und trotzdem gibt es dieses immer noch. Um es klar auszudrücken: Es geht nicht um Hass gegen Isralis und nicht um Hass gegen Palästinenser. Am Ende des Tages geht es um Systeme. Die Besetzung ist ein System. Sie benötigt die tägliche Entwürdigung und Gewalt gegenüber Palästinensern, um den status quo zu erhalten, der sie bevorzugt.

In jüdischen Texten gibt es die Idee, dass Gerechtigkeit im Herzen dessen liegt, was es heißt, Teil dieser Welt zu sein: „In der Torah lernen wir: „Tzedak tzedak tirof – Gerechtigkeit, Gerechtigkeit musst du befolgen““ Die Besetzung wurde zu einer jüdischen Tragödie. Teil zu sein eines Beschlusses, der auf einer geteilten Menschlichkeit und Würde von Palästinensern und Israelis beruht? Das ist auch unsere jüdische Verantwortung.    Quelle

(Die Texte wurden einem Artikel von Emily Hilton, The Independance, entnommen und stark gekürzt. Es wird empfohlen, den ganzen Text im o.a. angegebenen Blättchen auf Facebook zu lesen. Dort ist auch eine lange Liste von jüdischen und jüdisch-israelischen Friedensgruppen angegeben!)

 

 

Der südafrikanische Kirchenrat (SACC) bestätigt Solidarität mit palästinensischem Kampf für Gerechtigkeit und Beendigung der Besetzung - In seiner kürzlich zu Ende gegangenen Konferenz hat der SACC u.a. Solidarität mit dem Kampf der Palästinenser in folgender Stellungnahme verabschiedet:

1.Im Lichte der derzeit weit verbreiteten Mobilisierung von Christen für eine Pro-Israel-Reise wird beschlossen, dass die Exekutive von SACC zu alternativen Touristenreisen und Pilgerfahrten durch Kirchen und Touristengruppen ermutigt. Solche Touren und Pilgerfahrten sollen ein klares Bild der militärischen Besatzung von Palästina durch Israel vermitteln.

2. Im Lichte der Unwilligkeit vieler westlicher Länder, besonders der USA, auf Israel Druck auszuüben, damit es sich dem internationalen Recht unterwirft, wird empfohlen, dass wir Christen in diesen Ländern einladen, eine prophetische Rolle in ihren Machtzentren zu erfüllen. Solch eine prophetische Rolle bedeutet die klare Forderung nach struktureller Gerechtigkeit in Palästina/Israel.

3. Die Idee ist abzuwehren, dass gegen die Ungerechtigkeit Israels zu sprechen bedeutet, Antisemit zu sein.

4. Christliche Gemeinden in Südafrika müssen die Information erhalten können über die Lebenssituation in Israel und Palästina. Es wird dringend empfohlen, mehr Information bei EAPPI und anderen Quellen einzuholen.

5. Empfehlung von BDS an Christen als gewaltlose Form, Israel zu einer Veränderung zu drängen. Darüber hinaus: dringende Forderung an RSA (Republik Südafrika), Handel mit Israel einzustellen.

6. Einrichtung einer Studiengruppe zur Entwicklung theologischer Unterlagen, um christliche Unterstützung von säkularem Zionismus anzusprechen; darüber hinaus, um klar zu unterscheiden zwischen Zionismus, wie dieser von dem säkularen politischen und kulturellen Programm des israelischen Zionismus in Afrikanischen indigenen Kirchen in Südafrika angewandt wird.

7. Den WCC ermutigen, ein Programm für die Bekämpfung des Rassismus bezüglich der  Apartheid Israels zu überlegen, wie es im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika hilfreich gewesen war.

Kursiv Gedrucktes sind Überlegungen der Übersetzerin. Der letzte Punkt ist eine direkte Reaktion von SACC auf den als Palestine Update Nr. 50 versandten Aufruf der Christen in Bethlehem und Jerusalem. Gerhilde Merz

Israel und Juden aller Welt in tiefster Krise seit 1948 - Gil Yaron, Tel Aviv (...) „Wir repräsentieren das jüdische Volk, nicht Israels Regierung“, sagte Michael Siegal, der frisch gewählte Vorstandsvorsitzende der Jewish Agency – eine staatliche Organisation, die für die Beziehungen zwischen Israel und der Diaspora und für die Einwanderung von Juden ins Land verantwortlich ist. Die Beschlüsse des Kabinetts „bedrohen das jüdische Volk, und wir wollen, dass unsere Gemeinden daheim verstehen, dass Unterstützung für Israel nicht unbedingt bedeutet, auch die Regierung zu unterstützen“, so Siegal. Noch nie hat ein offizieller Vertreter der Diaspora sich derart vom Judenstaat distanziert.

Ultraorthodoxe als Königsmacher - Nathan Scharansky, Vorsitzender des Exekutivrats der Jewish Agency, erklärte: „Wir widmen uns fortan nur noch der Anstrengung, alle Parlamentsabgeordneten zu treffen, um ihnen klarzumachen, wie verheerend die Entscheidungen der Regierung sind.“ Die hätten Juden in aller Welt die Botschaft übermittelt: „Ihr seid nicht Teil von uns.“

Uriel Reichmann, Mitglied im Vorstand der Jewish Agency, forderte, alle Beziehungen zum Staat abzubrechen, denn „die Beschlüsse des israelischen Kabinetts kommen einer Kriegserklärung gegen den Zionismus gleich“. Das American Jewish Committee, eine wichtige jüdische Dachorganisation in den USA, sprach von einem „Rückschlag für die jüdische Einigkeit und die grundlegenden Beziehungen, die Israel und Amerikas Juden verbinden“. >>>

Liberale Juden sind erbost - Die israelische Regierung wollte Frauen und Männern gemeinsame Gebete an der Klagemauer ermöglichen. Doch jetzt zieht sie den Plan zurück. - Peter Münch - Israels rechts-religiöse Regierung hat einen heftigen Streit mit liberaleren jüdischen Gruppierungen weltweit provoziert. Grund ist die plötzliche Abkehr von einem Plan, an der Klagemauer in Jerusalem künftig auch Männer und Frauen gemeinsam beten zu lassen. Die Ultra-Orthodoxen waren dagegen Sturm gelaufen und hatten eine Rücknahme der entsprechenden Regierungsentscheidung vom Januar 2016 verlangt. Nun bekamen sie ihren Willen, weil Premierminister Benjamin Netanjahu unter dem Druck der religiösen Parteien um den Fortbestand seiner Koalition fürchten musste.

Der innerjüdische Streit um den heiligsten Ort tobt seit Jahrzehnten und verweist auf einen tiefergehenden Konflikt im Judentum, das in viele Strömungen verzweigt ist. In Israel haben sich die orthodoxen Rabbiner das Monopol gesichert auf die Auslegung aller Glaubensfragen. In aller Strenge bestimmen sie die Regeln von der Hochzeit bis zur Konversion - und auch an der Klagemauer haben sie das alleinige Sagen. >>>

 

 

 

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Nachrichten - Berichte

Israeli Warplanes Strike Hamas Targets in Gaza After Rocket Fire


Hamas accuses Israel of fabricating rocket claim to justify airstrikes in Gaza

Leaked document says Muhammad Dahlan to become leader in Gaza Strip

U.S. Jews can’t expect Israel to be liberal only where they want it to

PCHR Weekly Report- 4 Palestinians killed, 12 wounded, by Israeli forces this week

Injured Gazan Teen Denied Exit Permit for Medical Treatment

7,000 Settler Housing Units Approved for Jerusalem

PHROC Calling on International Community to Ensure Israel’s Cooperation with UN Missions

Israeli Colonist Stabs A Palestinian Near Bethlehem

Israeli Colonists Uproot Dozens of Olive Saplings Near Nablus

U.S. Jews can’t expect Israel to be liberal only where they want it to

Former IDF soldiers- Investigate us for occupation abuses

I was taught to hate Palestinians — until I met one

NGO- Israel practices 'systematic torture' on Palestinian detainees

PA suppresses sit-in in Ramallah held by former political prisoners of Israel

Israeli settlers storm Jenin-area town and shout racist epitaphs at Palestinians

Claims of Israeli settlement freeze an 'attempt to fool the public'

Indignation and horror- 26 writers visit Palestine

IDF commander refutes Breaking the Silence testimony

Gaza residents abandoned by Hamas, Abbas and Israel

After Abbas and Kushner Meet, Palestinians Disappointed With Trump Over Settlements

26. 6. 2017

Israel approves 7,000 housing units in Jerusalem settlements

'Israel is becoming a fascist state, US can't save the day'

Army Attacks The Weekly Procession In Ni’lin

After Ramadan, back to your regularly scheduled occupation

A wave of protests that gives us reason to be optimistic

Shaked's attacks on Breaking the Silence may backfire

Israeli forces detain 6 Palestinians in overnight raids on eve of Eid al-Fitr

Human rights groups denounce investigation of Breaking the Silence spokesman

Assailants destroy 45 olive trees and spray paint 'revenge' on Palestinian land

Israeli authorities indict 3 Palestinian Jerusalemite youths for assault

Trump reportedly considering pulling out of Israeli-Palestinian peace talks

Israel attacks positions in Syrian Golan Heights for 2nd day in a row

Lawyer who says Palestinians don't exist sues San Francisco university

Life in a septic tank

Video- Ramadan at an Israeli military checkpoint

25. 6. 2017

Im Zuhör-Stadium  Informativer Kurz-Besuch: Trumps Gesandter und Schwiegersohn Kushner auf Lern-Visite in Nahost.


After Abbas and Kushner Meet, Palestinians Disappointed With Trump Over Settlements

Israelische Luftwaffe greift Ziele in Syrien an

Dutch citizen files suit against Israeli commanders for attack on family home during 2014 Gaza war

Start ‘Birthright’ earlier and hire conservative professors– to stem ‘national security issue’ of Jewish kids abandoning Israel

Israeli Soldiers Injure A Teen In Kufur Qaddoum

Largest Israeli Public Transportation Company Loses Netherlands Contract Worth 190 Million Euros Following Campaign by BDS Activists for Palestinian Rights

Justice minister's attacks on Breaking the Silence may just backfire

Settlers and Mizrahim are key to ending the occupation

Fuel imported from Egypt averts full collapse in Gaza Strip

Report- Netanyahu to partially freeze plans for settler homes until end of 2017

B'Tselem- Israel's killing of Palestinian fisherman last month in Gaza 'unjustifiable'

Qaraqe- 'Israel may be able to take our money, but it cannot take our dignity'

Lieberman- Not a single Palestinian refugee will return to their lands in Israel

Israel’s NSO Group Permits Foreign Intelligence Agencies to Spy on Human Rights Activists

24. 6. 2017

Largest Israeli Public Transportation Company Loses Netherlands Contract Worth 190 Million Euros Following Campaign by BDS Activists for Palestinian Rights

Lieberman- No Return to Israel for Palestinian Refugees

After Abbas and Kushner Meet, Palestinians Disappointed With Trump Over Settlements

Israel’s NSO Group Permits Foreign Intelligence Agencies to Spy on Human Rights Activists

Israel`s new `security strategy` at Damascus Gate to further control Palestinian movement

Israel's new 'security strategy' at Damascus Gate to further control Palestinian movement

EU washes its hands of Gaza

Attacks on Israeli police in East Jerusalem are not terrorism

In order to change Israel activists must disrupt Zionist space

Mondoweiss is necessary—so Israel can’t silence me and other Palestinian journalists

Israel dreht Palästina den Strom ab - UN warnen vor humanitärer Krise - Ägypten liefert Treibstoff zur Linderung der Energiekrise

In order to change Israel activists must disrupt Zionist space

Fluglinie El Al muss wegen Diskriminierung Entschädigung zahlen - Israel

Israeli President: Time to admit that Israel is a sick society,the Israeli Holocaust against the Palestinians is worse than Nazis

Rafah Crossing Still Closed after 100 Days

Israeli Soldiers Abduct Four Palestinians In The West Bank

Israeli Soldiers Invade And Uproot Palestinian Lands In Northern Gaza

Army Injures 29 Palestinians Near Jerusalem, Abduct One Near Jenin

Mexico used Israeli software to spy on journalists, activists

On 4th day of power cuts, Israel reduces electricity to Gaza by 60 percent

Abbas meets with Kushner, US envoy to discuss reviving peace process

Israeli forces level lands east of Jabaliya refugee camp in Gaza

23. 6. 2017

Israel dreht Palästina den Strom ab - UN warnen vor humanitärer Krise - Ägypten liefert Treibstoff zur Linderung der Energiekrise

Jared Kushner fired me over Israel ten years ago  - Philip Weiss

Gaza- Electricity Supply Cut for 3rd Day as Egypt Provides Fuel

Palestinian Detainee Subject to Medical Neglect, Suffering from Kidney Failure

Iftar on the rubble

Report- Settlement Expansion Unprecedented amidst International Failure to End It

In Preparation For New Illegal Colony, Israeli Soldiers Bulldoze Palestinian lands In Nablus

Israeli Soldiers Abduct Four Palestinians In Hebron And Salfit

Army Abducts A Palestinian From Bethlehem

BNC Welcomes Call by Christian Organizations Urging the World Council of Churches to Support the BDS Movement for Palestinian Human Rights

Israeli police arrest Israeli man for 'racially-motivated' assault of Palestinian

Israel continues leveling private Palestinian lands for illegal settlement expansion

US says settlements 'not helpful' to peace process as Jared Kushner arrives in Israel

Lawyer- Eid holidays especially difficult time for Palestinian mothers in Israeli prison

Israeli man arrested in connection with graffiti of swastikas on Jerusalem synagogue

Israel razes lands near Nablus in preparation for a new settlement

Israel`s `Ethics Code` to Formally Suppress Academic Freedom, Palestinians Urge Intensifying BDS

21. 6. 2017

» Jericho School Served with Demolition Notice

West Bank settlement will build medical school, named after Adelsons

I was born ideologically, politically, and spiritually in June 1967 — settler/ambassador Dani Dayan

BNC Welcomes Call by Christian Organizations Urging the World Council of Churches to Support the BDS Movement for Palestinian Human Rights

Total Collapse in Gaza due to Electricity Crisis
 

Humanitarian crisis looms as Israel cuts Gaza's electricity

UNRWA- Devastating Psychological Effects for 2014 War Victims

Report- Israel Expands Surveillance Network in the West Bank

PCHR Report On Israeli Human Rights Violations in the Occupied Palestinian Territory (08 – 14 June 2017)

On World Refugee Day, estimates show 66% of Palestinians became refugees in 1948

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