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Montag, 24. Juli 201713:11  -     facebook     LINKS       ARCHIV      BDS      THEMEN

 

 

Über Gaza und den Horror der Blockade - Haidar Eid - 25.05.2017 - "Wir gehorchen nur Befehlen!" "Man kann sich nicht damit verteidigen, dass man Befehlen gehorcht hat. Denken Sie an Nürnberg?!" (fiktiver Dialog mit einem israelischen Offizier)

Mitte Mai warnte das Internationale Komitee des Roten Kreuzes vor einem unmittelbar bevorstehenden Kollaps des Gazastreifens in einem düsteren Statement: "Der Mangel an Energie und die starke Verknappung von Treibstoff in Gaza haben alle Lebensbereiche im Gazastreifen geschädigt..." Das Statement warnte vor einer "drohenden Krise" auf dem Gebiet des Gesundheitswesens und der Umwelt wegen des Mangels an Energie.

Im September 2015 warnte die UNO, Gaza könnte bis 2020 "unbewohnbar" sein. Während der ganzen Zeit machte der Report klar, dass 2014 das Bruttoinlandsprodukt um 15% gesunken ist und die Arbeitslosigkeit das Rekordhoch von 44% erreicht hat, 72% der Haushalte leben in Nahrungsunsicherheit! Der Report kam zu dem Ergebnis, dass die Rückentwicklung (de-development) von Gaza durch den israelischen Angriff auf Gaza 2014 beschleunigt worden ist.
Vor einigen Jahren haben die israelischen Medien aufgedeckt, dass das israelische Militär die Zahl der Kalorien berechnet hat, die die Einwohner von Gaza zum bloßen Überleben bei Vermeidung einer Mangelernährung zu sich nehmen müssten.

Und einige Jahre vorher fasste Dov Weissglass, der Berater des israelischen Premierministers die israelische Politik gegenüber dem dichtest bewohnten Gebiet der Erde (so) zusammen: "Die Idee ist, die Palästinenser auf Diät zu setzen, sie aber nicht Hungers sterben zu lassen."

Jahrzehntelange Dämonisierung der Palästinenser im allgemeinen und der Gazaner im besonderen haben zu ihrer Entmenschlichung und zur Verbreitung von Stereotypen und pauschalen Verallgemeinerungen über sie geführt: "sie sind schwach, krank, gefährlich, Fundamentalisten, Terroristen, häßlich, schwarz, hinterwäldlerisch, arm, unzivilisiert usw. Der jahrzehntelange schleichende Genozid, der ihnen zugefügt wird, und ihr zunehmendes Sterben aus diesem Grund, werden vom Gewissen der Welt NICHT registriert!

So wie das Apartheid-Israel versucht diesen "zunehmenden Genozid" zu normalisieren und jede mögliche Maßnahme ergreift, um ihn zu rechtfertigen, so muss die Welt dagegen aufstehen und den Ruf der palästinensischen Zivilgesellschaft zu BDS ernst nehmen. Wir verstehen sehr gut, dass das absichtliche Zurückhalten von Nahrung oder von Mitteln, Nahrung wachsen zu lassen oder den Zugang zu Nahrung in welcher Form auch immer, nur eine andere Strategie der israelischen Besatzung, Kolonisierung und Apartheid in Palästina ist und deshalb als Abnormalität und sogar als Pogrom angesehen werden müsste!

Und was wir in Gaza nicht begreifen können: Warum darf das geschehen?    Quelle     Übersetzung: K. Nebauer

Rechte und Verantwortlichkeit - 16. März 2017 - Ali Abunimah - Gaza ist am Rand eines „systematischen Kollaps“, da  die elektrische Krisis immer schlimmer wird, warnt das  Internationale Komitee des Roten Kreuzes.

Schwere Strom- und Brennstoff-Kürzung hat  einen kritischen Punkt in Gaza erreicht und gefährdet wesentliche Dienste einschließlich Gesundheitsfürsorge, Abwässer beseitigung und Behandlung der Wasser-Vorräte.“  sagte ICRC am Dienstag.


„ICRC  veröffentlicht  nicht oft einen Bericht“ sagt Omar Shakir der Menschenrechts- Direktor  für Human Rights  von Israel und Palästina. ICRC fügt hinzu, dass ohne unmittelbare Intervention  eine öffentliche Gesundheits- und Umwelt-Krise lauert.


Die Bewohner von Gaza haben jetzt  täglich nur  6 Stunden Strom, da das einzige  funktionierende Elektrizitätswerk keinen sicheren Brennstoffmaterial als Vorrat hat.


Im letzten Monat sagte die UN, dass Gazas Krankenhäuser schon  mit minimaler Kapazität arbeiten und die Weltgesundheitsorganisation warnt, dass alle öffentlichen Krankenhäuser gezwungen werden könnten .  wichtige Dienste zu suspendieren,  was für tausende Leben ein Risiko darstellt.


Jetzt sagt das ICRC, dass  ein systematischer Kollaps einer schon  schwer geschlagenen Infrastruktur und Wirtschaft bevorsteht.


Die Belagerung wird immer enger - Gaza hat seit Jahren mit einem sehr ernsten Energie-Defizit funktioniert. sein Vorrat von Strom aus Israel, Ägypten und sein einziges nur teilweise funktionierendes  Kraftwerk  genügt nur zur Hälfte seiner zwei Millionen Bewohnern.


Die Krise hat sich im Letzten  Monat verschärft, als die PA in Ramallah entschied, Israel  die Stromrechnung  für Gaza zu bezahlen.


Der Schritt ist wahrscheinlich Teil einer PA-Jahrzehnten  Bemühung, die Hamas zu zwingen, die Kontrolle über den Gazastreifen aufzugeben. Die PA , von Mahmoud Abbas arbeitet eng  mit Israels  Besatzungsmächten zusammen, während Hamas sich weiter  mit bewaffneten Widerstand befasst – ein fundamentaler Unterschied, der  mitten in ihrer weitergehenden Teilung liegt. >>>

Hunderte Palästinenser in Haft beenden Hungerstreik - Mit dem sechswöchigen Streik wollten die Insassen israelischer Gefängnisse bessere Haftbedingungen erreichen - sie hatten zumindest teilweise Erfolg.

Nach fast sechs Wochen haben Hunderte palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen ihren Hungerstreik beendet. Die Protestaktion wurde nach einer Vereinbarung zwischen Vertretern der Gefangenen und den israelischen Behörden gestoppt, teilte der Leiter des Vereins der palästinensischen Gefangenen, Kaddura Fares, mit.

Eine Sprecherin der israelischen Gefängnisbehörde bestätigte das Ende des Hungerstreiks, mit dem ursprünglich etwa 1300 Insassen bessere Haftbedingungen erreichen wollten. Der Sprecherin zufolge sollen die Gefangenen künftig Anspruch auf zwei Angehörigen-Besuche pro Monat haben - bisher war nur ein Besuch erlaubt. Damit wurde eine zentrale Forderung der Häftlinge erfüllt. >>>

 

 

Hungerstreik der palästinensischen Gefangenen -  22 5. 17 - Tamara   Nassar, 20.5.17 - Als sich Präsident Trump  auf seinen Besuch in Israel – nächste Woche – vorbereitete,  waren zig der palästinensischen Gefangene   im Krankenhaus, weil sie ernste  Gesundheitsprobleme hatten. Es war inzwischen der 34. Tag des „Freiheit- und Würde“-Hungerstreiks.

Um dies in  einen historischen Zusammenhang zu setzen:  Mahatma Ghandi’s  Hungerstreik dauerte21 Tage.


Als jemand, der die ersten israelischen Antworten zum Beginn des Streiks äußerten,  erinnere ich mich an die Macht, die  in dem zerbrechlichen menschlichen Körper liegt, um die Welt an ihren Schultern zu rütteln. Heute am 34. Tag dieses historischen Massen-Widerstandes gegen  koloniale Siedlermaschine, würde ich gerne diese Macht feiern, soweit man sie feiern kann.
Die erste öffentliche  Reaktion der israelischen Regierung auf den Hungerstreik kam von  seinem Außenministerium. Es veröffentlichte eine Erklärung: „Die palästinensischen  Gefangenen sind keine politischen Gefangenen. Sie sind  verurteilte Terroristen und Mörder. Sie wurden vor Gericht gebracht und  genau nach dem Internationalen Recht verurteilt. Die Taktik war von Anfang an klar.  Die Forderungen der Gefangene n durch delegitimieren des Widerstands durch  umfassendes Verteilen aller Gefangenen als Terroristen und Mörder …


In Wirklichkeit ist jeder palästinensische Gefangene ein Palästinenser, ein politisches Wesen.


Die  in der Westbank lebenden Palästinenser sind Subjekte der vollen  Wucht der Macht  des Apartheidsystems: eines, das schon  Produkt einer politischen Macht--Verschiedenheit ist, die von  Israel durch Kriminalisieren und  Marginalisieren der Palästinenser in  eine Zwangsvollstreckung setzt. Die Westbank selbst ist ein Gefängnis mit der Apartheidmauer, die  die Zellenwände darstellt. Und dann ist da der Gazastreifen: belagert, ghettoisiert und bombardiert, kontrolliert von der einen Seite der Grenze von Israel  und seinem ägyptischen Verbündeten – ein open Air-Gefängnis.


Ob im Exil, in den besetzten Gebieten, oder auf ethnisch gereinigtem Land – der Palästinenser ist ein Gefangener von Israels politischer Maschine. Da gibt es kein Entfliehen   von einer Seite der Zelle und  da gibt es keinen Ort, wo ein Palästinenser  als eine nicht politische  Person existieren kann -  außer im israelischen Gefängnis.


Innerhalb der Zelle hat der palästinensische Gefangen wenig  bis  keine  Vertretung. Die Entscheidung mit dem  unbegrenzten Hungerstreik bis seine Rechte wieder hergestellt werden, ist die Entscheidung die kleine Kontrolle, die man über seinen Körper  hat, jene Rechte zu verlangen . Dies ist besonders wahr, wenn kein anderer Ausdruck der Verzweiflung und Ungerechtigkeit  den Unterdrücker  bewegt.


Die Wahl, hungrig zu sein, ist die Wahl unter  der Folter seines eigenen Widerstandes dieser universalen  biologischen Notwendigkeit zu sein. Es ist  wie Elaine Scarry  in ihrem Buch  „Der Körper in Schmerzen“  beschreibt, noch ein Akt von Selbstbetrug, den  der Gefangene gezwungen ist, zu Hoffnung  zu machen.  >>>

Die Visitation - Uri Avnery, 26.Mai 2017  - DANK SEI GOTT für Oren Hazan. - Ohne ihn würde dies ein äußerst langweiliger Besuch gewesen sein. Israels Kabinettminister standen aufgereiht in der brennenden Sonne am Fuß des  Flugzeugs zum offiziellen Empfang des Präsidenten Donald Trump.

Es war sehr heiß, es gab keine Schatten-  dunkle Anzüge für die Männer waren obligatorisch.


Viele Kabinett-Minister wollten nicht kommen. Der Ministerpräsident hatte sie mit schweren Drohungen gezwungen.


Aber siehe da, als Trump aus der Präsidenten-Maschine ausstieg, stand da eine  Riesenschlange von Empfängern. Nicht nur alle Kabinettminister standen da aufgereiht, sondern auch eine große Zahl von Infiltranten. Es war zu spät, sie  zu entfernen.


Der prominenteste unter ihnen war Oren Hazan. Ein einfaches Mitglied der Knesset mit einer offenkundigen Gabe von Anstößigkeit, drängte er sich in die Reihe der  Kabinettminister. Als Präsident Trump sich seiner ausgestreckten Hand näherte,  machte Hazan sein Mobiltelefon startbereit und nahm ein Bild von sich und dem Präsidenten, der vollkommen überrascht, bedröppelt kooperierte.


Innerhalb von Sekunden war das Foto in aller Welt und auf vielen Webseiten. Es scheint, es habe in Amerika wenig Eindruck gemacht. Aber Oren war stolz. Es  erhöhte sein Image sogar noch mehr, als der Gerichtsfall, in dem entschieden wurde,  dass es keinen Beweis gibt, dass er Prostituierte für seine Kunden in seinem Casino in Bulgarien lieferte. Es war als ob jemand darauf aus war, meine Behauptung der letzten Woche zu beweisen, dass die gegenwärtige Knesset voll "parlamentarischen Gesindels" sei. Oren Hazan passte bewunderswerter Weise zu dieser Beschreibung.


ES GAB zwei Trumps in dieser Woche. Der eine reiste durch den Nahen Osten und wurde überall gefeiert. Der zweite war in Washington, wo er von allen Seiten ramponierte wurde, wegen Inkompetenz angeklagt und sogar von allen Seiten mit Amtsenthabung in der Zukunft bedroht wurde.


Verglichen mit seinen Problemen zu Hause, waren seine arabischen Nächte phantastisch.


Sein erster Halt war in Saudi-Arabien. Das Wüstenkönigreich zeigte sich von seiner besten Seite. Die königliche Familie, die aus ein paar Hundert Prinzen besteht (Prinzessinnen zählen nicht) sah wie die Verwirklichung all seiner geheimen Träume  aus. Er wurde wie ein Geschenk Allahs empfangen. Sogar Melanie, sittsam und still wie gewöhnlich, wurde es erlaubt, präsent zu sein (und das in einem Königreich, in dem es Frauen nicht erlaubt ist, Auto zu fahren.)


Wie üblich unter orientalischen Königen wurden Geschenke ausgetauscht. Das Geschenk für Trump war ein Vertrag über die Lieferung von Waffen im Wert von 110 Milliarden, das  Arbeit für eine Menge amerikanischer Arbeiter bringt, als auch eine Investition in amerikanische Unternehmen. >>>

Esther Schapira und Georg M. Hafner: Berufszionisten als Oberlehrer - 26. Mai 2017 - Ludwig Watzal - Im Zentralorgan des Zentralrates der Juden in Deutschland (Jüdische Allgemeine) haben zwei Berufszionisten (Sayanim), Esther Schapira und Georg M. Hafner, sich als „Oberlehrer“ versucht. Besser als diese beiden hätte niemand diesen Auftrag erledigen können. Mit erhobenem Zeigefinger zu hantieren, ist eine deutsche Charaktereigenschaft, darin unterscheiden sich deutsche Zionisten nicht von den „gewöhnlichen“ Deutschen. Da beide von fürstlichen Gehältern im durch Zwangsgebühren alimentierten Öffentlich-Rechtlichen Propaganda-Fernsehfunk tätig sind bzw. waren, brauchen sie keine Skrupel zu haben, um Andersdenkende zu belehren, da ihnen die „Bundesbesoldungsordnung“ zur zweiten Natur geworden zu sein scheint.

Es geht den beiden wieder einmal um die Inkriminierung der Haltung einiger kritischer Deutscher zum Nahostkonflikt und deren Kritik an Israel. Dieser Artikel entspricht dem Niveau ihres gemeinsam verfassten Pamphlets „Israel ist an allem schuld. Warum der Judenstaat so gehasst“. Beide Elaborate sind unterirdisch. So offenbart der Artikel im „Zentralorgan“, mit welchen Vorurteilen und Komplexen zionistische „Broderlinge“ krampfhaft versuchen, den Deutschen etwas einzureden, das in ihren eigenen Köpfen herumgeistert, nämlich eine abartige Ideologie überfrachtet mit Vorurteilen.

Der Vorzeige-Zionist aus Berlin hätte es nicht treffender formulieren können. „Warum müssen ausgerechnet die Kinder und Kindeskinder derer, die Juden planmäßig auszulöschen versuchten, den Überlebenden und ihren Familien Ratschläge erteilen, wie sie sich anständig verhalten sollen?“ Haben vielleicht die Kinder und Kindeskinder der Täter mehr aus der Vergangenheit gelernt, als die Kinder und Kindeskinder der Opfer? Wer die israelische Gesellschaft nicht mit einer rosaroten oder sogar schwarzen Brille betrachten, kann sich nur von dem offenen Rassismus und der Menschenverachtung der Siedler und weiten Teilen des Polit-Establishments gegenüber den Palästinensern indigniert abwenden. Reden etwa Schapira und Hafner immer nur mit Ihresgleichen, den Funktionären des Zentralrates oder der rechtsextremistischen Israellobby?

Dass die israelische Besatzungsmacht im besetzten Palästina „Ghettos“ geschaffen hat, bestreitet niemand. Der Gaza-Streifen ist ein Ghetto, einige Nennen es „Freiluftgefängnis“, über das Israel die Schlüsselgewalt besitzt. Dass >>>

Nur kritisch oder schon antisemitisch? Umstrittener Gast im Gasteig - Ein Auftritt des israelischen Journalisten Gideon Levy löst heftige Proteste aus. Kritiker argumentieren, mit der Veranstaltung ziehe Antisemitismus in städtische Räume ein. - Heiner Effern und Jakob Wetzel

Gideon Levy darf sprechen, er kann seinen Vortrag im Gasteig halten, und schon deshalb gibt es Streit. Der israelische Journalist tritt in seinen Artikeln für die gegen Israel gerichtete Kampagne "Boycott, Divestment and Sanctions" (BDS) ein. Und nicht nur, dass Kritiker die Kampagne für antisemitisch halten. Auch die Münchner Stadtspitze hat sich eigentlich festgelegt: Nachdem im November 2015 ebenfalls im Gasteig ein Vortrag über jenen Boykottaufruf zu tumultartigen Szenen geführt hatte, erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), die Stadt werde "solche Veranstaltungen" künftig nicht mehr unterstützen. Wiederholt wurden seitdem Vorträge in städtischen Räumen abgesagt oder unterbunden. >>>

 


Reiner Bernstein schreibt dazu
: Sehr geehrte Damen und Herren, am Mittwoch, den 24. Mai, fand im Gasteig der Vortrag des „Haaretz“-Redakteurs Gideon Levy „50 Years of Occupation. How Is It Possible?“ vor rund 150 Besucher*innen statt; die Moderation lag bei meiner Frau Judith, bei der sich viele ausdrücklich für ihre Einführung des Referenten und ihre ruhige Übersicht bedankt haben.

Zu dem Abend erschien im Münchner Teil der heutigen Süddeutschen Zeitung als Aufmacher der verzerrende Bericht von Heiner Effern und Jakob Wetzel. Dazu habe ich heute einen Leserbrief abgeschickt, den ich Ihnen gern zur Kenntnis gebe. Auf einen ähnlichen Bericht in der Münchner Abendzeitung bin ich nicht gewillt zu reagieren.

Mit freundlichen Grüßen,
Reiner Bernstein

Leserbrief an die SZ

Ich bin erstaunt, dass die Lokalredaktion eine Doppelvertretung in den Gasteig entsandt hat, dem das simple journalistische Handwerkszeug fehlt. Anders ist nicht zu erklären, dass Ihre Mitarbeiter mit den vermeintlichen Argumenten der gegnerischen Stichwortlieferanten („Gideon Levy darf sprechen…“) beginnen, statt zunächst auf das Referat selbst einzugehen. Beiden ist zudem nicht aufgefallen, dass der israelische Publizist, dessen Eltern knapp dem Holocaust entronnen sind, nur auf Nachfrage zu den internationalen BDS-Kampagnen Stellung bezogen hat, denen er im Übrigen keine nachhaltige Wirkung auf die Wirtschaft seines Landes zubilligt. Auch ist ihnen entgangen, dass sich Levy scharf von antisemitischen Untertönen distanziert hat. Stattdessen lassen sie einen politisch verwirrten Araber („Rothschild von 1913“) zu Wort kommen. Effern und Wetzel finden nicht einmal die Zeit, die Berichte des SZ-Korrespondenten Peter Münch aus Israel und Palästina zu rezipieren. Schließlich muss sich ihre ideologische Fixierung auf die heile israelische Welt nicht um gegenläufige Fakten kümmern. Reiner Bernstein
Quelle

 


Gideon Levy: "50 years to the occupation: how is it possible", Gasteig München, 24.05.2017 - May 27, 2017 -
Einführung von Judith Bernstein - Im Namen der Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe begrüße ich Sie zur heutigen Veranstaltung. Zunächst möchte ich mich bei Frau Di Gennaro bedanken, dass wir in der Black Box tagen dürfen, bei Frau Tiedemann der Petra-Kelly-Stiftung für ihre Unterstützung und bei der Rose-Luxemburg für die Planung der Reise von Herrn Levy. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, Gideon Levy auch nach München einzuladen.

50 Jahre Besatzung – wie ist das möglich. Diese Frage muss sich jeder von uns stellen.

Den Sechs-Tage-Krieg habe ich als Studentin in München erlebt. Ich erinnere mich, wie stolz viele von uns auf den kleinen Staat Israel waren, der innerhalb sechs Tagen einen so großen Sieg errungen hat. Die Palästinenser interessierten die meisten von uns nicht. Wenn man sie überhaupt wahrnahm, dann nur durch die Augen der Israelis.

Diese Haltung änderte sich nur sehr langsam. Auch die Medien, die in den Anfangsjahren nur aus israelischer Sicht berichteten, haben erst spät begonnen, auch über die Palästinenser zu schreiben. Hinzu kamen die Selbstmordattentate, die die Palästinenser darstellten, als ob sie einen genetischen Defekt haben und als Selbstmörder auf die Welt kommen – als ob es keine Vorgeschichte gab. >>>

ICO: Bereits 800.000 israelische Siedler in Palästinensergebieten - Generelsekretärin der "Initiative Christlicher Orient", Kugler: Israelis schaffen mit Siedlungspolitik Fakten - Keine Aussicht auf eigenen Palästinenserstaat - Menschen haben resigniert -  (KAP) Bis zu 800.000 israelische Siedler sollen bereits laut inoffiziellen Zahlen in Palästina leben; mit sehr negativen Auswirkungen auf die palästinensische Bevölkerung. Das hat die Generalsekretärin der "Initiative Christlicher Orient" (ICO), Romana Kugler, betont. "Die Menschen wirken sehr deprimiert. Viele haben resigniert", so Kugler wörtlich. Von einer Zwei-Staaten-Lösung und damit einem eigenen Palästinenserstaat sei kaum mehr was übrig. Dazu hätten die Israelis mit ihrer massiven Siedlungspolitik einfach schon zu deutliche Fakten geschaffen, so Kugler: "Es gibt schon mehr als 400 Siedlungen in den Palästinensergebieten, mit offiziell 650.000 Siedlern. Inoffiziell werden Zahlen von bis zu 800.000 genannt. Das lässt sich meines Erachtens nicht mehr trennen."

Kugler äußerte sich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Information Christlicher Orient" der ICO. Die Generalsekretärin ist vor kurzem von einem Lokalaugenschein in Israel und im Westjordanland zurückgekommen. >>>

Why the Palestinian Authority Should Be Shuttered - Dialna Buttumay - President Trump’s meeting this week with the president of the Palestinian Authority, Mahmoud Abbas, was pitched as an effort by the author of “The Art of the Deal” to restart the United States-sponsored peace process, long stalled. But as next month’s 50th anniversary of the Israeli occupation approaches, this much is certain: The process is worse than stalled. In the face of an intransigent right-wing government in Israel, which doesn’t believe Palestinians should have full rights, negotiations are futile.

Where does this leave Mr. Trump and the American policy of propping up the Palestinian Authority and Mr. Abbas? Given the abject failure of talks built on a bankrupt framework that heavily favors Israel, more and more Palestinians are debating the need for new leadership and a new strategy. >>>

The Invention of „New“ Anti-Semitism to silence Critics of Israel’s Crimes against Humanity - Alison Weir - Anti-Semitism: A strategy to immunize Israeli war crimes against criticism!

An anti-Semitism is a form of racism. It’s prejudice against Jewish people by the mere fact of being Jewish. All other forms of so-called „new“ anti-Semitism are inventions by the Zionist Israel Lobby to immunize the different Israeli governments against any criticism of its brutal, oppressive policy against the People of Palestine.

The late Shulamit Aloni, a former member of the Israeli Parliament, set the record straight about the accusation of „anti-Semitism“ in an interview in 2002 with Amy Goodman from „Democracy Now“ saying: “It’s a trick. We always use it. When from Europe somebody is criticizing Israel, then we bring up the Holocaust. When in this country people are criticizing Israel, then they are ‘anti-Semitic.'“

About the Israel Lobby, Aloni said: “It’s strong and has a lot of money. Ties between Israel and the American Jewish establishment are very strong (…) their attitude is ‘Israel, my country right or wrong.’” “It’s very easy, to blame people who criticize certain acts of the Israeli government as ‘anti-Semitic’ and use that claim to justify everything Israel does to the Palestinians.” >>>

 

 

 

 

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Nachrichten - Berichte


Hunderte inhaftierte Palästinenser beenden Hungerstreik
Fast sechs Wochen lang haben palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen mit einem Hungerstreik für bessere Haftbedingungen protestiert. Nach einer Einigung mit den Behörden ist das Massenhungern beendet.


Hunderte Palästinenser in Haft beenden Hungerstreik


After 41 days of hunger strike: Palestinian prisoners end strike victorious


After 40 days, Palestinians suspend mass hunger strike in Israeli prisons

Israel treats prisoners worse than apartheid, says Robben Island veteran

Baby 'Aya' is only 2 months old, and she’s already a victim of home demolition

A Palestinian’s first-class seat next to Naftali Bennett

The Israeli Left must show up to protest 50 years of occupation

Triumphalist light show in Jerusalem weaponizes the city walls to celebrate 50th anniversary of Jewish conquest

WATCH- Palestinians mark Nakba on both sides of Green Line

Hamas warns Israel of 'consequences' if electricity supply is reduced

Israeli settlers throw garbage, rocks at Palestinian shops in Hebron

EU condemns execution of suspected assassins of Mazen Fuqahaa in Gaza

In Photos- Cities across France hold solidarity sit-ins in support of hunger strike

Rights group demands Israel cancel tenders opened in illegal West Bank settlements

26. 5. 2017

Nahost-Konflikt - US-Gesandter Greenblatt setzt Gespräche fort

Israel treats prisoners worse than apartheid, says Robben Island veteran
 

Fears of death loom as Palestinian prisoners enter 39th day of hunger strike


The message of the hunger strike: No power can break us

A Palestinian’s first-class seat next to Naftali Bennett

The message of the Orb

MADA- 33 Israeli Violations against Media Freedoms in April

Army Abducts Six Palestinians In Tulkarem

Israeli Soldiers Abduct Seven Palestinians In Qalqilia, Jenin, and Bethlehem

Four Palestinian Youth Assaulted and Detained by Israeli Army

Update- Israeli Forces Assault and Detain Al-Aqsa Mosque Guards as Israeli Settlers Overtake Holy Site (VIDEO)

IDF jails conscientious objector for fourth time

Israeli cops assault American Jewish activists

4 year-old Palestinian child injured after being hit by Israeli settler vehcile

25. 5. 2017


 

Trump skips Nativity Church during brief visit to Bethlehem as Palestinians protest potential renewal of US-led ‘peace process’

 

Letter to US President Donald Trump from families of Palestinian prisoners in Israeli jails

 

'Unexpectable' Trump makes Netanyahu, and Adelson, very happy

 

Donald Trumps seltsamer Gästebuch-Eintrag in Yad Vashem



Kritik in Israel: Historiker rügt Trumps Eintrag in Yad Vashem-Gästebuch



Donald Trump Forced to Change Travel Plans after Palestinians Protest in Bethlehem

Zeid urges Israel to respect the human rights of detainees
Report
from UN Office of the High Commissioner for Human Rights -  UN High Commissioner for Human Rights Zeid Ra’ad Al Hussein on Wednesday expressed serious concern as the mass hunger strike by Palestinian prisoners in Israeli prisons entered its 38th day without resolution, and the health of hundreds of participating prisoners began to deteriorate significantly.




Israel Transfers 20 Hunger-Striking Detainees To Hospital

 

Protesters hold sit-ins in Ukraine, France in support of Palestinian hunger strikeMay 24, 2017

 

Sit-in staged in front of ICRC building in support of Palestinian hunger strikers

 

On 38th day, hunger strikers threaten individual action to pressure Israel

 

Israeli forces fire tear gas at demonstration in solidarity with prisoner hunger strike



Israel jails writer Ahmad Qatamesh without charges

Clashes erupt as Mike Huckabee leads 2 a.m. rush of 4,000 right-wing Israelis to pray in West Bank

Billion-dollar Israeli lawsuit against Facebook thrown out

Four Palestinian Youth Assaulted and Detained by Israeli Army

UPDATE- Israeli Forces Assault and Detain Al-Aqsa Mosque Guards as Israeli Settlers Overtake Holy Site

Israeli Soldiers Invade Bilin, Ransack Homes And Confiscate Laptop

Israeli Soldiers Abduct Five Palestinians In Hebron

Israeli cops assault American Jewish activists in J'lm Day protest

J'lm Day- Businesses shut in solidarity with Palestinians

Gaza fisherman sentenced to 3 years in prison for providing Hamas with diving gear

Israeli Statistics Do Not Give Real Number of Palestinians in Jerusalem

The one day Jerusalem`s Palestinians fear the most

24. 5. 2017

Donald Trumps seltsamer Gästebuch-Eintrag in Yad Vashem
 

Trumps Auftritt und Abgang in Nahost im Schatten des Terrors
 

Trump bekräftigt Rolle der USA als Schutzmacht Israels
 

What can Trump really do in the face of a 50-year occupation-

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