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Montag, 24. Juli 201713:10  -     LINKS      facebook      ARCHIV      BDS      THEMEN

 

 

 


Nahost-Konflikt - UN-Sondergesandter kritisiert Israel für weiteren Siedlungsbau - Der UN-Sondergesandte für den Nahen Osten wirft der israelischen Regierung mangelnde Kooperation vor. Sie habe nichts getan, um den Siedlungsbau wie gefordert zu stoppen.

Der UN-Sondergesandte für den Nahen Osten, Nickolaj Mladenow, wirft Israel vor, die Forderung des UN-Sicherheitsrats nach einem Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland und in Ost-Jerusalem zu ignorieren. Seit der Resolution vor drei Monaten habe Israel "keine Schritte" unternommen, um der Forderung nachzukommen, sagte Mladenow am Freitag bei einem Treffen des Gremiums. Die jüngsten Pläne Israels, die "illegalen" Siedlungsaktivitäten in den Palästinensergebieten deutlich auszubauen, bezeichnete er als besorgniserregend.

Der Sicherheitsrat hatte im Dezember ein sofortiges Ende israelischer Siedlungsbauten in den Palästinensergebieten gefordert. Die Mitglieder hatten sich erstmals seit 1979 auf eine solche Forderung einigen können; dies wurde möglich, weil die USA unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama bei der Abstimmung nicht wie sonst ihr Veto einlegten, >>>



 

Israel ist ein Apartheidstaat. -  Ein Meilenstein-UN-Bericht verurteilte die israelische Besatzung Palästinas als „Apartheid" – und wurde dann kassiert. Die Realität vor Ort spricht eine klare Sprache. - Jakob Reimann - „Israel ist des internationalen Verbrechens der Apartheid schuldig,“ mit diesen Worten stellte Richard Falk vergangene Woche einen frisch erschienenen UN-Bericht vor, während seine Kollegin Virginia Tilley klarstellt: „Wir reden nicht länger vom Risiko der Apartheid, sondern von der Anwendung von Apartheid.“

Ein folgenschwerer Bericht - Die beiden international renommierten US-Wissenschaftler leiteten für die UN-Organisation „Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien“ (ESCWA) die Untersuchung über die Behandlung der Palästinenser durch Israel, die zu dem Schluss kommt: „Fern jedes vernünftigen Zweifels, belegen die Beweise, dass Israel schuldig ist, ein Apartheidregime gegen das palästinensische Volk errichtet zu haben.“ Der Bericht räumt ein, dass es jedoch eines ordentlichen internationalen Gerichtsverfahrens bedarf, um diesen Schlussfolgerungen die nötige Autorität zu verleihen und regt daher an, UN-Gerichte sollten diese Aufgabe übernehmen. In all seiner Brisanz ist der Bericht ein historischer Meilenstein, denn es ist das erste Mal, dass eine UN-Organisation die permanenten Verbrechen Israels als „Apartheid“ bezeichnet. >>>

„Öl. Religion. Besatzung --- eine brandgefährliche Mischung - Victor Kattan , 12.8. 2012 - Ein Antrag an das britische Außenministerium unter Berufung auf Informations-Freiheit von Al-Shabaka hat zu einer Freigabe neuer Dokumente über Gazas Erdgasfelder und überraschender Weise auch neue Informationen über ÖL-Felder in der Westbank geführt. Die freigegebenen Dokumente unterstützen Al-Shabakas vorherige Stellungnahme; „Sind die Gasfelder von Gaza: ein Geschenk oder ein Fluch?“, die behauptete, das Haupthindernis der Entwicklung von Gazas Gasfeldern sei Israels Weigerung , den Marktpreis für das Gas zu bezahlen. Folgende  Dokumente werden von Shabaka bereitgestellt, um die folgende Stellungnahme zu ergänzen: „ Öl. Religion. Besatzung --- eine brandgefährliche Mischung.“

Ein Antrag bei dem britischen Außenministerium (FCO) aufgrund der Informationsfreiheit durch Al-Shabaka hat zu einer Veröffentlichung eines neuen  Dokuments über Gazas Gasfelder geführt und zu überraschend neuen Informationen über die Möglichkeit von Gas-Feldern in der West-Bank. Die veröffentlichten Dokumente unterstützen Al-Shabakas vorherigen politischen Kurzbericht: „Die Gasfelder von Gaza. Ein Geschenk oder ein Fluch?“, der besagte, dass das Haupthindernis für die Entwicklung der Gasfelder in Gasa Israels Weigerung sei, den Marktpreis für das Gas zu zahlen. Diese Dokumente werden hier von Al-Shabaka mitgeliefert, um den strategischen Kurzbericht zu begleiten:„Öl. Religion. Besatzung – eine brandgefährliche Mischung.“ Von Victor Kattan-
 
Die neuen Dokumente enthüllen, dass Israel zusätzlich ein Ölfeld bei Ramallah innerhalb der besetzten palästinensischen Gebiete erschließen will. Die Dokumente beschäftigen sich auch mit Gerüchten, dass es noch zwei andere Felder nahe Qalqilya und eines nahe Hebron gibt. Al-Shabaka-Programm Direktor Viktor Kattan analysiert die Korrespondenz und ihre Folgen. >>>

» „Palästinenser werden als Bombenleger abgestempelt“ - Elisabeth Zoll - Solche Bilder wie hier diese Demonstration im Zentrum von Ramallah verbindet man in Deutschland mit Palästinensern, womöglich noch garniert mit dem Vorurteil, dass die Menschen dort sich vor allem als Steinewerfer oder Attentäter engagieren, sagt Unternehmer Frank Müller.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) besucht kommende Woche im Rahmen einer Delegationsreise nach Israel in Begleitung von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) und Wirtschaftsvertretern unter anderem eine Niederlassung des Stuttgarter IT-Unternehmens Axsos im palästinensischen Ramallah. Dessen Vorstandschef Frank Müller erzählt im Interview mit unserer Zeitung, wie es zur Gründung dieser Niederlassung kam – und wie es sich anfühlt, dort zu arbeiten.

Warum haben Sie ausgerechnet Ramallah als Standort für Ihre Niederlassung gewählt? >>>

Hamas-Anhänger fordern Rache nach Tod eines Anführers -  Nach der Tötung eines führenden Vertreters der radikalislamischen Hamas-Bewegung im Gazastreifen haben am Samstag tausende Anhänger "Rache" geschworen. "Rache, Rache!", riefen die Teilnehmer der Beerdigungsprozession für Mazen Faqha in dem palästinensischen Küstenstreifen. Verschiedene Hamas-Vertreter machten Israel für den Tod Faqhas verantwortlich. Der 38-Jährige war am Freitag im Gazastreifen erschossen worden >>>

2015 – Solidaritätserklärung der Schwarzen mit Palästina - 22. August 2015 - Die Palästina-Solidarität der Schwarzen ist seit einem Jahr in bemerkenswerter Weise gewachsen. Der gegen uns gerichtete Terror – von den zahlreichen Anschlägen auf unser Leben als Schwarze bis zu Israels brutalem Krieg gegen Gaza und seiner Strangulierung der Westbank – stärkte unsere Widerstandskraft und brachte unsere Bewegungen im gemeinsamen Kampf zusammen. Palästinenser waren die ersten, die den Demonstranten in Ferguson über Twitter internationale Unterstützung zukommen ließen und Palästinenser, die in St. Louis leben, halfen uns vor Ort. Im vergangenen November besuchte eine Delegation palästinensischer Studenten schwarze Organisatoren u. a. in St. Louis, Atlanta und Detroit, nur einige Monate bevor die „Dream Defenders“ mit Vertretern von „Black Lives Matter“ aus Ferguson und anderen anti-rassistischen Gruppen Palästina besuchten. Im Laufe des Jahres, während der Proteste in Ferguson, New York und Baltimore, übermittelten uns Palästinenser zahlreiche Solidaritätsbotschaften. Unsere Erklärung soll den Dialog zwischen unseren Bewegungen fortsetzen:

Am ersten Jahrestag des Gaza Massakers, im 48. Jahr der israelischen Besatzung, im 67. Jahr der anhaltenden Nakba (arabischer Begriff für Israels ethnische Säuberung) – und im vierten Jahrhundert der Unterdrückung der Schwarzen in den heutigen USA – bekräftigen wir, die unterzeichnenden schwarzen Aktivisten, Künstler, Wissenschaftler, Schriftsteller und politischen Gefangenen, mit dieser Erklärung unsere Solidarität mit dem palästinensischen Kampf und unser Engagement für die Befreiung Palästinas, seines Landes und seiner Bevölkerung.

Wir können die Gewalt des letzten Sommers weder vergeben noch vergessen. Wir sind empört über Israels Brutalität gegen Gaza mit seiner Belagerung zu Land, Luft und Wasser und seine drei Militäraggressionen innerhalb von sechs Jahren. Wir sind entsetzt über Israels Angriffe auf Wohnhäuser, Schulen, UN-Unterkünfte, Moscheen, Rettungswagen und Krankenhäuser. Es bricht unser Herz und wir sind bestürzt über die Anzahl der Kinder, die Israel in einer sogenannten „defensiven“ Operation tötete. Wir weisen Israels Selbstdarstellung als Opfer zurück. Jeder, der sich ehrlich mit der Zerstörung von Leben und Eigentum in Gaza befasst, wird erkennen, dass das Gemetzel einseitig von Israel ausging. Immer noch sind in Gaza Hunderttausend obdachlos. Das Massaker hat verheerende Folgen in Gaza, heute und noch in vielen Jahren.

Israels Unrecht und Grausamkeit gegenüber den Palästinensern sind nicht auf Gaza begrenzt und sein Problem nicht auf eine bestimmte palästinensische Partei. Israel unterdrückt die Palästinenser in allen besetzten Gebieten innerhalb seiner Grenzen von 1948, bis in Nachbarländer hinein. Die israelischen Besatzungstruppen töten weiterhin Demonstranten – einschließlich Kinder – verüben nächtliche Angriffe auf Zivilisten, inhaftieren Hunderte von Menschen auf unbegrenzte Zeit und demolieren Häuser während immer mehr illegale Siedlungen „nur für Juden“ entstehen. Israelische Politiker, einschließlich Benjamin Netanjahu, hetzen gegen palästinensische Bürger innerhalb Israels anerkannter Grenzen und es gibt dort über 50 Gesetze, die Nicht-Juden diskriminieren. >>>

Bearing witness: a review of Alice Rothchild’s book ‘Condition Critical’ - Hatim Kanaaneh - ch 2“And a witness of her household bore witness ”– In her book, “Condition Critical: Life and Death in Israel/Palestine” (Just World Books, 2017) Dr. Alice Rothchild emotes courage and sincerity to a degree that begs analysis: Who is she addressing and to what end? The book’s title answers the latter of the two interrelated questions: All those who are genuinely concerned with Israel/Palestine should better rush to resuscitate their critically ill charge before it is too late because “the Israeli government is on a suicide mission.” All through her book Dr. Rothchild bears witness to how critical and unjust the condition is.

In her preface the author answers my first question as well. This is an American Jewish book: author, subject matter and intended audience:

“I found I had to re-examine the meaning of my own Jewishness in light of the uncomfortable consequences of Zionism, and I started to grapple with my own personal responsibility as a Jew and a US citizen in a world rife with contradiction, fear, and conflict.”

Ultimately, that is her target readership to which she addresses herself. As she goes on she stands her moral ground courageously. In the epilogue she even dares justify and defend the Palestinian-led Boycott, Divestment and Sanctions campaign against Israel:

“As a Jewish person, I find this history shameful, immoral, and profoundly unrelated to what I learned as ‘Jewish values’ and the legacy of Jews in a variety of progressive and intellectual movements. … I suspect, in the tradition stretching from the Quaker-led fight against slavery to the anti-apartheid struggles in South Africa, this nonviolent resistance movement may be the most promising and productive international effort to date.” >>>

Bildergebnis für BDSBNC Statement on Israel’s Ongoing Campaign to Silence Omar Barghouti & Repress BDS - Palestinian BDS National Committee - A prominent Palestinian human rights defender and co-founder of the BDS movement, Omar Barghouti, has for years been subjected to intense threats, intimidation and repression by various arms of the far-right Israeli government

March 22, 2017 — On the morning of Sunday, March 19, Israeli tax authorities barged into the home of Omar Barghouti, the prominent Palestinian human rights defender and co-founder of the Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) movement for the freedom, justice and equality of the Palestinian people. They detained and interrogated Omar and his wife Safa for 16 hours that first day. Omar is currently enduring a fourth day of interrogation.

Below is the Palestinian Boycott, Divestment and Sanctions National Committee’s (BNC) response to these developments and the Israeli government’s systematic efforts to criminalize the BDS movement, intimidate activists and stop free speech:

A prominent Palestinian human rights defender and co-founder of the BDS movement, Omar Barghouti, has for years been subjected to intense threats, intimidation and repression by various arms of the far-right Israeli government, particularly after it considered the movement a “strategic threat” to its entire system of injustice against Palestinians. >>
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26. 3. 2017

VIDEO - Palästinenserpräsident Abbas sucht Unterstützung bei Merkel

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Die wichtigsten Fragen im Nahost-Friedensprozess - Im Nahost-Friedensprozess bewegt sich schon länger nichts mehr. Palästinenserpräsident Abbas gilt als Politiker von gestern. Israel freut sich über den pro-israelischen Kurs Trumps. Doch der gilt auch als unberechenbar. Deshalb hofft Abbas auf die Europäer.

Die Schaffung eines friedlichen palästinensischen Staates an der Seite Israels ist nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trotz aller Rückschläge immer noch der beste Weg, den Nahost-Konflikt zu beenden. „Ich sehe nach wie vor keine vernünftige Alternative für das Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung“, sagte die Kanzlerin am Freitag bei einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Berlin.

Die neue US-Regierung ist, was den Nahost-Konflikt angeht, noch eine große Unbekannte. Präsident Donald Trump gilt als stark pro-israelisch. Vollmundig hat er einen „großartigen Deal“ für Nahost angekündigt. Gleichzeitig stellt Trump die Zwei-Staaten-Lösung als Grundlage für Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern infrage. Doch der deutsche Einfluss auf diesen Prozess ist begrenzt. >>>

 

 

Deutschlands falsche Bescheidenheit in Israel - Die Bundesrepublik genießt bei Israelis und Palästinensern größtes Ansehen. Trotzdem scheut Berlin jeden Versuch, sich vermittelnd einzusetzen. Das ist verständlich - aber nicht zeitgemäß. - Kommentar von Stefan Braun - An deutlichen Worten zum Nahostkonflikt hat es Angela Merkel am Freitag nicht fehlen lassen. Sie hat Israels Siedlungsbau kritisiert und von "sehr besorgniserregenden Entwicklungen" gesprochen. Sie hat die Zwei-Staaten-Lösung als einzig vernünftige Alternative gepriesen und den engen Verbündeten Israel gemahnt, den derzeit eingeschlagenen Weg mit immer neuen Siedlungen aufzugeben. >>>

 


Der Nationalstaat ist kein Zukunftsmodell - Es sei richtig, dass die Bundesregierung nicht Hals über Kopf Palästina einseitig anerkenne. Aber sie und ihre Verbündeten müssten die gebetsmühlenartige Wiederholung des Begriffs Zwei-Staaten-Lösung überdenken, kommentiert Sebastian Engelbrecht. Der Nationalstaat sei kein Zukunftsmodell. - Sebastian Engelbrecht - Vor bald 50 Jahren hat Israel im Sechs-Tage-Krieg das Westjordanland besetzt. Dieser Zustand ist aus palästinensischer Sicht unerträglich. Es ist verständlich, dass Palästinenserpräsident Abbas die deutsche Regierung auffordert zu handeln. >>>

 



Merkel und Abbas werben für Zweistaatenlösung - Der Palästinenserpräsident wünscht sich von der Kanzlerin bei einem Treffen in Berlin eine Vermittlerrolle im Nahostkonflikt. Beide kritisieren Israels Siedlungspolitik. Ein friedlicher palästinensischer Staat an der Seite Israels ist nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trotz aller Rückschläge immer noch der beste Weg, den Nahostkonflikt zu beenden. "Ich sehe nach wie vor keine vernünftige Alternative für das Ziel einer Zweistaatenlösung", sagte die Kanzlerin vor einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Berlin. Der Ausbau der jüdischen Siedlungen im Westjordanland führe zu einer "Erosion der Zweistaatenlösung". Israels Zukunft als "ein jüdischer und ein demokratischer Staat" sei auf diesem Weg auf Dauer nicht zu erhalten, warnte Merkel. An die Adresse der Palästinenser sagte sie, wenn diese Frieden wollten, sei es falsch, Israel in internationalen Gremien, "einseitig anzuprangern". >>>
 

 

Junge Erwachsene in Palästina - Die vernachlässigte Generation - Junge Erwachsene in den Palästinensergebieten fühlen sich von der Politik vernachlässigt. Ihre Wut richtet sich inzwischen auch gegen die eigene Regierung. - Lissy Kaufmann - Palästinenserpräsident Mahmut Abbas in Deutschland? Bei Kanzlerin Angela Merkel? Wenn Saed Karzoun mit seinen Kommilitonen an der Birzeit-Universität darüber spricht, schütteln die nur den Kopf. „Nichts von gehört“, heißt es dann. Saed hält das für wenig überraschend: „Es besteht eine große Kluft zwischen der Bevölkerung und der politischen Führung.“ Vor allem die jungen Palästinenser fühlten sich nicht repräsentiert von einer Regierung, in der die meisten Politiker über 60 sind, während die Generation der 15- bis 29-Jährigen 30 Prozent der Gesellschaft im Westjordanland ausmacht. Insgesamt sind sogar rund 70 Prozent der Bevölkerung jünger als 29 Jahre. >>>
 

 

Die Zukunft der Zweistaatenlösung - Rede von Mahmud Abbas


 

Abbas forderte Israel auf, den Bau von Siedlungen auf palästinensischem Gebiet zu stoppen. Solange die Enteignung privaten Bodens und die nachträgliche Legitimierung illegal entstandener Siedlungen nicht rückgängig gemacht werde, könne kein Frieden erreicht werden. Gleichzeitig betonte Abbas seinen Willen zur Versöhnung. Trotz aller nicht genutzter Chancen - wie etwa dem Abkommen von Oslo - und trotz allem, was geschehen sei, werde er weiterhin allen, die Frieden wollen, die Hand reichen, damit Palästinenser in Sicherheit und Frieden an der Seite Israels in den Grenzen von 1967 leben könnten. „Palästina ist eine Tatsache“, sagte Abbas und verwies darauf, dass mittlerweile 138 Staaten weltweit sein Land anerkannt haben. Die Flagge Palästinas weht vor den Vereinten Nationen in New York. „Es ist an Israel, das zu akzeptieren“, so Abbas weiter.

Deutschland als Vermittler?
- Angesprochen auf eine mögliche deutsche Vermittlerrolle im Nahostkonflikt, zeigte Abbas sich aufgeschlossen und betonte die guten Beziehungen Deutschlands zu beiden Seiten einerseits und das hohe Ansehen Deutschlands in Palästina andererseits. Eine Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung belegt, dass 58 Prozent der Palästinenser glauben, der „durchschnittliche Deutsche“ unterstütze die palästinensischen Anliegen. Fast jeder zweite Palästinenser ist überzeugt, die Beziehungen zu Deutschland befänden sich auf einer vertrauensvollen Ebene. Vielleicht sagte Abbas auch deswegen, dass er es sich gut vorstellen kann, dass „Deutschland eine aktivere politische Rolle übernimmt“. >>>




Textsammlung - Einstaatenlösung - Zweistaatenlösung >>>

Wie lange noch wegschauen? - 24. 3. 2017 - Reiner Bernstein - Im Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ am heutigen 23. März 2017 lesen wir unter der Überschrift „Baum der Vertreibung“ einen erschütternden Bericht über die systematische Entwurzelung der beduinischen Bevölkerung im Negev. Einmal davon abgesehen, dass die Reportage mit einer falschen Interpretation des „Jüdischen Nationalfonds“ (KKL) als größter Umweltorganisation Israels (!) und dessen fehlerhafter deutschen Übersetzung behaftet ist, mögen für manche auswärtigen Beobachter die bestürzenden Erkundungen der Autoren nicht überraschend sein. Schließlich sind diese Prozesse seit Jahr und Tag notorisch.

Was jedoch dem Fass den Boden auszuschlagen droht, ist dies: Deutsche Parteien, Bundesländer und sogar eine öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt sind daran beteiligt, dass im Negev durch Zuwendungen und Spenden Tausende Hektar „aufgeforstet“ werden, damit die Beduinen zwangsweise aus ihren Dörfern, von ihren Feldern und Weideflächen sowie aus ihren Baumkulturen vertrieben werden können, um für neue jüdische Bewohner Platz zu machen.

Wie lange soll die deutsche Behauptung noch gelten, dass die Gelder auch dazu dienen, durch sie würde der Erinnerung an die Opfer der „Shoah“ ein angemessener Tribut gezollt? Wann endlich wird verstanden, dass die israelische Politik hier mit der Erinnerung an die Millionen Ermordeten übles Schindluder treibt?

Wenn sich die Bundesregierung über ihr Mantra der Zwei-Staaten-Lösung hinaus auch dem politischen und rechtsförmigen Ausgleich der Beziehungen zwischen Mehrheit und Minderheit in Israel selbst verpflichtet sieht, muss sie hier endlich an die Stelle der üblichen rhetorischen Bedenkenträgerei und vermeintlicher Unkenntnis der Vorgänge unzweideutige Zeichen des politischen Widerstandes setzen. >>>

 

Dokumentation - 2012 Unterstützt SPD „Judaisierung“ Negev-Wüste? >>>

Wo Dörfer waren, sollen Bäume wachsen - Marc Schürmann - Als Zeichen des Friedens werden mit Spenden aus Deutschland in Israel Wälder gepflanzt. Aber das Projekt hat eine Schattenseite, wie eine Reportage von SZ-Magazin-Autor Michael Obert zeigt.

Und dann muss Awad Abu-Freih schnell weg. Ein befreundeter Nachbar hat ihn gerade auf dem Handy angerufen: Die Leute vom Jüdischen Nationalfonds seien im Anmarsch. Abu-Freih fürchtet, dass sie ihn ins Gefängnis stecken, sollten sie ihn hier erwischen. Dabei steht er gerade auf seinem eigenen Grundstück, aber darum geht es ja.

Awad Abu-Freih ist ein Oberhaupt arabischer Beduinen, einer muslimischen Minderheit, die in der israelischen Wüste Negev als Halbnomaden lebt. Die Beduinen sind israelische Staatsbürger, laut demokratischer Bürgerrechte gleichberechtigt mit den israelischen Juden. Doch rund 60.000 Beduinen leben in Dörfern, die der israelische Staat nicht anerkennt. Die Bewohner dieser Dörfer leben mit der täglichen Bedrohung, dass der israelische Staat seine Bagger schickt und ihre Häuser abreißen lässt, um stattdessen jüdische Siedlungen zu errichten. Oder riesige Wälder.

Der Ort, an dem Awad Abu-Freih steht, als sein Nachbar ihn warnt, ist ein solcher Wald – der Wald der deutschen Länder. Deutsche Institutionen, Städte, Regionen haben hier Bäume pflanzen lassen als Mahnmale, um der Opfer des Holocaust zu gedenken. Nur: Awad Abu-Freih zeigt eine Reihe von Kaufurkunden, die belegen, dass der Boden, auf dem nun der Wald der deutschen Länder sich ausbreitet, seiner Familie gehört. Auch viele andere Grundstücke, die der israelische Staat wie sein Eigentum nutzt, gehören offenbar eigentlich Beduinen.  >>>

 


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nachrichten + BERICHTE

Diplomatischer Krach zwischen Israel und Belgien

President of settler group who called left-wing Jews 'kapos' confirmed as US ambassador to Israel

"Israel ignoriert Forderung nach Stopp von Siedlungsbau"


Merkel warnt Israel vor Siedlungsbau im Westjordanland

 

Vereinte Nationen werfen Israel Siedlungsbau vor

Führender Hamas-Vertreter getötet
 

Israel tötet ein führendes Hamas-Mitglied


Israel 'assassinates' senior Hamas official in Gaza

Gaza-Wiederaufbau vor dem Scheitern

Jordanian protesters urge government to scrap gas deals with Israel

Israeli Army Kills 15-Year-Old Palestinian in Gaza Attack

Failed Plan to Reconstruct Gaza Fuels Water, Sanitation Crisis

Israel takes a swipe at Sweden over Israel-Palestine peace envoy

Israeli policeman caught on video beating Palestinian truck driver

Border Police pursue and assault women and girls watching clashes in village of Sa’ir

Demolition of vegetable stand, Furush Beit Dajan, the Jordan Valley

Military sprays herbicides along Gaza border, destroying crops in 200 hectares

Stop-work orders served in Khan al-Ahmar

Israel Markedly Increased Settlement Construction, Decisions in Last Three Months, Middle East Special Coordinator Tells Security Council

UN Special Coordinator: All Israeli Settlement Activities Are Illegal

UN: Israel didn't comply with UN call to stop settlements

Dr. Ashrawi on the adoption of four UNHRC resolutions

Palestine: “There’s No Conflict, There’s An Illegal Occupation”

video: The Gaza doctor suing Israel for killing his daughters

Gazan calls for justice for daughters killed in 2009 war
 

Palestinian doctor urges justice for murdered daughters in Israeli war

Stop blaming sick Palestinians for Israel's healthcare problems

FIFA must take action on Israeli settlement clubs
 


Tell the FIFA president to show Israel the red card
 

FIFA slammed for failing to tackle Israeli settler clubs

25. 3. 2017

'No alternative to two-state solution', said Merkel


Palästinenserpräsident Abbas Bei Merkel


Die wichtigsten Fragen im Nahost-Friedensprozess

Deutschland setzt auf Zwei-Staaten-Lösung

Merkel und Abbas werben für Zweistaatenlösung

Trump macht Siedlungsbefürworter zum US-Botschafter in Israel – und verhandelt über die Eindämmung des Siedlungsbaus


Der rechtsgerichtete David Friedman wird amerikanischer Botschafter in Israel.
Der Senat in Washington stimmte am Donnerstag der Nominierung des jüdischen Rechtsanwalts zu. Für ihn stimmten 52 Senatoren, 46 votierten gegen ihn. Der von Präsident Donald Trump ernannte Friedman steht mit seinen Positionen zum Nahost-Konflikt der israelischen Rechten nahe. Er wird nicht nur von den oppositionellen Demokraten, sondern auch linksgerichteten jüdischen Gruppierungen in den Vereinigen Staaten heftig kritisiert. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zeigte sich hingegen erfreut über die Bestätigung von Friedmans Nominierung. Dieser werde als „enger Freund Israels“ herzlich empfangen werden


Senat bestätigt David Friedman als Botschafter in Israel

 

Trumps "Sorge" und Israels Siedlungen

Israeli Soldiers Abduct One Palestinian In Qalqilia

PCHR Weekly Report On Israeli Human Rights Violations in the Occupied Palestinian Territory (16 – 22 March 2017)

Delivery of Carbon Dioxide for Gaza Hospitals Banned by Israeli Government

IDF recognizes female refuser as conscientious objector

Israeli police are a danger to Palestinian public safety

Police suppress Haredi demo against arrest of IDF deserter

Thousands mourn slain Palestinian teen in Ramallah's al-Jalazun refugee camp

Fatah-affiiated prisoners held in Israeli custody prepare for mass hunger strike in April

2 Palestinians killed, 4 injured after clashes erupt in Lebanon's Ain al-Hilweh refugee camp

Gazan fishermen detained by Israel reported injured

Israel`s human rights spies- Manipulating the discourse

After 115 Days in Jail, Conscientious Objector Tamar Zeevi Released From Israeli Army

Israel and Hamas need each other — now more than ever

Israel-funded “infiltrators” behind London campus “provocation”

IDF soldiers grab 8yo Palestinian boy, drag him away ‘to find stone-throwers’ (VIDEO)

Israeli soldiers drag shoeless Palestinian eight-year-old from house to house in shocking video from Hebron

BDS Committee boycotts Jerusalem Spring Festival

Israel ignores U.N. demand for end to settlement building: U.N.

Israeli forces murder 2 Palestinians, wound 2 others

Preparing to strike Gaza, Israel to hold largest ever areal drills

Israeli settler runs over elderly Palestinian woman

Israel, Palästina & Trump: Interview mit Vertretern der Jüdischen Gemeinde Gießen

10-year journalist takes Palestine message to world

Meet Janna The 10-Year-Old Who Does Amazing Things With Her Camera

25. 3. 2017

Abbas wünscht aktivere deutsche Rolle im Friedensprozess

Open Letter to Theresa May: On 100th anniversary of Balfour Declaration recognize an independent Palestinian state

Will we ever know the truth about World Vision and Hamas?

PHOTOS- Palestinian village protests 17 years of military closure

Delivery of Carbon Dioxide for Gaza Hospitals Banned by Israeli Government

Collective punishment- IOF close down Palestinian’s family house with cement

Islamic Bank Signs $40m Agreement with UNRWA for Gaza Homes

BNC Responds to New Israeli Database Targeting Israeli Citizens Who Support BDS

Trump Envoy Asks Israel to Halt Construction Outside Settlement Blocs

Israeli Soldiers Abduct 17 Palestinians In The West Bank

Israeli Soldiers Abduct Seven Palestinians In Qalqilia, Two In Hebron

Army Abducts Two Palestinians In Kufur Qaddoum, Confiscates Contents Of Two Print Shops In Tulkarem

Israeli Soldiers Abduct A Legislator, Confiscate His Car, In Jenin

Richard Gere on segregation in Hebron- It's like the Old South

Israeli Navy Abducts Two Fishermen In Gaza

Did AIPAC help fund attack-ad on J Street

Several Palestinians Injured In Bethlehem After Israeli Soldiers Assaulted Nonviolent Protest

WATCH- How does the conflict affect regular Israelis

IDF Chief’s Disinformation Seeks to Obscure Mossad Assassination of Hezbollah Commander

Palestinians ID checked and searched during early morning incursion in Hebron souk

24. 3. 2017

Staatsbesuch: Präsident Abbas zu offiziellen Gesprächen in Deutschland

Israeli Soldiers Fill Palestinian Home With Concrete

Israel - Wachsende Sorge vor einem Krieg im Norden

Israel-funded “infiltrators” behind London campus “provocation”

National Bureau- Israel Continues Settlement Activities, Further Establishing Apartheid Regime (Report)

In Excessive Use of Lethal Force, Israeli forces Kill Child and Wound Young Man in Southern Gaza Strip

Two Detainees Holding Hunger Strikes Protesting Administrative Detention

Israeli Soldiers Abduct Sixteen Palestinians

Israeli Army Invades Palestinian Lands in Southern Gaza

Israeli Army Kills A Palestinian Child, Injures Two Others, In Gaza

Gazans bid final farewell to 15-year-old Palestinian killed by Israeli artillery fire

Israeli Supreme Court once again rules not to release slain Palestinians' bodies

Australian probe 'finds no evidence' of misconduct by World Vision in Gaza

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