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Montag, 24. Juli 201713:10  -     LINKS      facebook      ARCHIV     THEMEN

 

 

 

Internationalen Filmfestspiele Berlin 2017 - PREISTRÄGER 2017 - Dokumentarfilmpreis - Der Film «Ghost Hunting» («Istiyad Ashbah») des palästinensischen Regisseur Raed Andoni hat bei der Berlinale den erstmals verliehenen Silbernen Bären für die beste Dokumentation bekommen.

"Istiyad Ashbah" (Ghost Hunting) von Raed Andoni - Knut Elstermann begrüßte die Preisträger des Glashütte Original Dokumentarfilmpreises: den Regisseur Raed Andoni, die Produzentin Palmyre Badinier und den Protagonisten Wadee Hanani. >>>


Glashütte Original Dokumentarfilmpreis -  (...) Die Auszeichnung für den besten Dokumentarfilm ist mit einem Preisgeld von € 50.000 dotiert, das von Glashütte Original gestiftet wird. (...) Die Auszeichnung wird im Rahmen der offiziellen Preisverleihung im Berlinale Palast am 18. Februar verliehen. >>>

 

Istiyad Ashbah - In Ramallah sucht Regisseur Raed Andoni per Zeitungsanzeige ehemalige palästinensische Insassen des Moskobiya-Verhörzentrums in Jerusalem, die zudem Erfahrung als Handwerker, Architekten oder Schauspieler haben. Nach dem Casting, das fast wie ein Rollenspiel wirkt, lässt er in einer leeren Halle Verhörräume und Zellen der Gefangenen maßstabsgetreu nachbauen – immer in enger Abstimmung mit den Männern und basierend auf ihren Erinnerungen an den Ort. In dem realistisch anmutenden Setting spielen sie zusammen Verhörsituationen nach, diskutieren Details der Einrichtung und sprechen über die Erniedrigungen, die sie während der Haft erlebt haben. Mit Techniken, die an das sogenannte Theater der Unterdrückten erinnern, wird eine Re-Inszenierung von real Erlebtem erarbeitet. Die Rekonstruktion bringt lange unterdrückte Gefühle und unverarbeitete Traumata zum Vorschein, die Arbeit an dem Film laugt die Männer körperlich wie seelisch aus. Auch der Regisseur agiert vor der Kamera. Er schafft nicht nur eine Bühne für seine Protagonisten, er verarbeitet auch die eigenen bruchstückhaften Erinnerungen an seine Haft in Moskobiya vor über 30 Jahren.  mehr über den Film >>>


 

Raed Andonis "Ghost Hunting" auf der Berlinale - Am Boden - Raed Andonis Film hat die Chance als Traumatherapie zu funktionieren oder kann einen Anlass zu bieten, um über das politische Problem der Gefangenen zu diskutieren. Vor allem aber funktioniert er als eindrücklicher Kinofilm über Grundfragen der Conditio Humana. Von René Wildangel - Die eigentlich völlig unglaublichen Zahlen nennt der Film erst im Abspann: Derzeit sitzen ca. 7.000 Palästinenserinnen und Palästinenser in israelischen Gefängnissen. Und: 750.000 waren es seit 1967, dem Beginn der israelischen Besatzung Gazas, der Westbank und Ost-Jerusalems in Gefängnissen. Die meisten wurden von Militärgerichten verurteilt, andere werden als so genannte "Sicherheitsgefangene" ohne Urteil festgehalten. Es gibt praktisch keine palästinensische Familie ohne Gefängniserfahrung.

Es ist nicht Raed Andonis Mission, Fakten zu sammeln oder zu belegen. Das tun internationale, israelische und palästinensische Menschenrechtsorganisationen. Andoni nähert sich dem Thema auf seine eigene, filmerische, künstlerische Weise. Ihm geht es um das Freilegen der Traumata, der Emotionen, der "Geister" die in den ehemaligen Häftlingen bis heute spuken. Ihm geht es um die kollektive palästinensische, vor allem aber die individuelle menschliche Erfahrung der Haft, der dort erlebten Gewalt und Erniedrigung sowie ihrer Folgen. >>>

 

 

Palestinian Wins Berlinale Award With Documentary on Israeli Prison - Haaretz - In Raed Andoni's 'Ghost Hunting,' which won the first-ever Silver Bear for best documentary, former inmates discuss prison life at Israel's main interrogation center. >>>
 

 

Die "Jüdische Allgemeine" kommentiert auf ihrem "Niveau": "Hauptsache kritisch - Die israelischen Filme auf dem Festival erzählen zumeist Geschichten mit plakativer politischer Botschaft - Georg M. Hafner >>>

Zum Bericht gehören dann Sprüche wie: "Produziert hat den Kurzfilm die umstrittene Menschenrechtsorganisation B’Tselem aus Israel, auf deren Gehaltsliste auch die Regisseurin Yanovsky steht."

Kunst in Israel - Von der Gefahr der Selbstzensur - Freie Meinungsäußerungen von Künstlern sind von der israelischen Regierung nicht gern gesehen. Kulturelle Einrichtungen, die sich kritisch mit Politik auseinandersetzen, müssen mit der Kürzung staatlicher Subventionen rechnen. Die Solidarität unter den Künstlern ist allerdings groß. -  Ruth Kinet

Es war Ende Juli 2016 als die Präsidentin des renommierten Shenkar College für Technik, Design und Kunst in Tel Aviv, Yuli Tamir, ein Bildelement einer zwölf Meter langen Werkserie abhängen ließ. Das Gemälde zeigte einen Frauenakt, dessen Gesicht manche Ausstellungsbesucher an die Justizministerin Ayelet Shaked erinnerte. Nachdem die Werkserie zuvor alle akademischen Instanzen und Prüfungskommissionen passiert hatte, fiel einem Journalisten die Ähnlichkeit auf. Er stellte eine Anfrage an die Präsidentin des Colleges und den Sprecher des Justizministeriums.

Mit einem Mal sah die Präsidentin Yuli Tamir die Würde der Frau verletzt und ließ das Bild entfernen. Der Kunst-Professor Larry Abramson war entsetzt. Er war damals Leiter des Fachbereichs Kunst am Shenkar College:

"Hier prallten unterschiedliche Prinzipien und Werte aufeinander: Sie sah die Würde der Frauen verletzt und berief sich bei der Begründung ihrer Entscheidung, das Bild aus der Ausstellung zu nehmen, auf den Schutz der Frauenrechte. Ich berief mich auf die Wahrung der Meinungsfreiheit, die meiner Ansicht nach von grundsätzlicherer Bedeutung ist. Als die Präsidentin der Hochschule darauf bestand, das Bild zu zensieren, habe ich mein Amt als Leiter des Fachbereichs Freie Kunst an der Hochschule niedergelegt." >>>


Meinungsfreiheit - Lücken + Zensur - Manipulation im Nahostkonflikt - Die Hasbara Abteilungen Israels >>>

Frühere US-Botschafter in Israel nennen Trump-Kandidaten "ungeeignet" - Fünf ehemalige US-Botschafter in Israel haben in einem Brief ihren von US-Präsident Donald Trump benannten Nachfolger David Friedman als ungeeignet kritisiert. "Wir denken, er ist unqualifiziert für die Position", schrieben die fünf Männer, wie israelische Medien berichten. Die ehemaligen Diplomaten wandten sich an den US-Senat, der laut der Zeitung "Haaretz" mit Anhörungen Friedmans für seine Ernennung beginnen soll.

Friedman gilt als ausgesprochen siedlerfreundlich. In dem Brief kritisieren die Ex-Botschafter seine "extremen, radikalen Positionen". "Er hat Unterstützer von J Street, einer liberalen jüdisch-amerikanischen Organisation, als "Kapos" charakterisiert, die Juden, die während des Holocausts mit den Nazis kooperiert haben", heißt es in dem Brief. >>>

Vor einem Jahr trafen sich USA, Israel, Jordanien und Ägypten geheim für den 'Frieden' - 19.02.2017 - Palästinensischer Präsident Mahmud Abbas nahm an dem Treffen in Aqaba nicht teil, wurde aber vom US-Außenminister auf dem Laufenden gehalten.

Premierminister Benjamin Netanyahu traf sich vor einem Jahr geheim mit der ägyptischen und der jordanischen Führung; es war ein gescheiterter Versuch der Obama-Administration ein größeres regionales Gipfeltreffen für einen israelisch-palästinensischen Frieden einzuberufen, wie Ha'aretz heute berichtet.

Im Weissen Haus hatte Netanyahu auf einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump die Möglichkeit einer, wie er es nannte, "regionalen Annäherung" für einen israelisch-palästinensischen Frieden ins Gespräch gebracht; Trump schien diese Idee zu begrüßen. Ha'aretz zitierte ungenannte hohe Beamte der Administration des früheren US-Präsidenten Barack Obama, wonach sich Netanyahu, der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi, der jordanische König Abdullah und US-Außenminister John Kerry am 21. Februar 2016 im jordanischen Aqaba trafen.

Die Initiative andere arabische Staaten an der Suche nach einem Frieden mit den Palästinensern zu beteiligen, mißglückte jedoch, sagte die Zeitung, da Netanyahu seine anfängliche Befürwortung unter Hinweis auf die Opposition in seiner rechtsgerichteten Regierung zurückzog.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nahm an dem Treffen in Aqaba nicht teil, wurde aber von Kerry auf dem Laufenden gehalten, sagte Ha'aretz.

Bei einem Treffen mit Ministern seiner Likudpartei bestätigte Netanyahu, dass das Treffen stattgefunden hatte; er sagte, es sei seine eigene Initiative gewesen - in Übereinstimmung mit einem anwesenden Kabinettmitglied, das nicht genannt werden wollte - ein regionales Gipfeltreffen zu versuchen und zustande zu bringen. Ein Sprecher von Netanyahu lehnte es ab, sich zu dem Bericht zu äußern. Von Ägypten und Jordanien war keine sofortige Stellungsnahme zu erhalten.

Kerry hatte seine letzte Friedensvermittlung nach dem Scheitern der von den USA unterstützten Gespräche 2014 gestartet mit Themen wie u.a. der israelische Siedlungsbau in den besetzten Gebieten und die palästinensische Weigerung Israels Forderung seiner Anerkennung als jüdischem Staat nachzukommen.

Die Chancen für einen neuen Anstoß zum Frieden scheinen mit Netanyahu schwach zu sein; er ist zu Hause in einer politischen Klemme, außerdem gibt es polizeiliche Ermittlungen gegen ihn wegen Mißbrauchs im Amt, den er aber leugnet. Weit rechts stehende Mitglieder von Netanyahus Koalition fühlen sich ermutigt durch Trumps Andeutung, er sei offen für neue Wege für einen Frieden, der nicht unbedingt einen palästinensischen Staat beinhaltet, was über Jahrzehnte ein Richtwert für die Politik der USA war. Trump sagte:  Ich schaue mir zwei Staaten und einen Staat an, und ich mag den, den beide Parteien mögen. Am Donnerstag sagte allerdings Nikki Haley, US-Botschafterin bei den UN, die USA würden die Zwei-Staaten-Lösung noch befürworten.

Der saudische Außenminister Adel al-Jubeir sagte am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz, er glaube, dass ein Vorstoß für einen Frieden in Nahost möglich sei. "Mein Land ist gemeinsam mit anderen arabischen Ländern bereit, zu arbeiten und zu schauen, wie wir das fördern können", sagte al-Jubeir.

Der israelische Verteidigungsminister Avigdor Lieberman war ebenfalls bei der Münchner Konferenz und sagte, er unterstütze die Schaffung eines palästinensischen Staates. "Das Endspiel (end game) ist ohne Zweifel eine Zwei-Staaten-Lösung", sagte Lieberman, Frieden sollte im Rahmen eines regionalen Abkommens zustande kommen. Auf die Frage, ob Lieberman in München einen hohen arabischen Beamten treffen würde, lehnte sein Sprecher einen Kommentar ab.  
Quelle   Übersetzung: K. Nebauer

 


USA organisierten geheimen Friedensgipfel - Die Pläne für eine regionale Friedenslösung im Nahost-Konflikt unter US-Vermittlung waren offenbar deutlich weiter gediehen als bisher bekannt: Laut einem Bericht der israelischen Tageszeitung «Haaretz» hatte Kerry Netanyahu 2016 einen regionalen Friedensplan angeboten.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat laut einem Medienbericht vor einem Jahr einen Vorschlag der USA für eine regionale Friedenslösung im Nahen Osten ausgeschlagen. Netanyahu habe damals an einem geheimen Gipfeltreffen in der jordanischen Küstenstadt Akaba teilgenommen, hiess es in einem Bericht der Zeitung «Haaretz» vom Sonntag. Auch der ägyptische Präsident Abdel Fatah al-Sisi und Jordaniens König Abdullah II. seien bei den Beratungen im Februar vergangenen Jahres anwesend gewesen.

Demnach hatte der damalige amerikanische Aussenminister John Kerry Netanyahu ein Angebot für eine regionale Friedensinitiative unterbreitet, die auch eine Anerkennung Israels als jüdischen Staat vorsah. Dabei handelt es sich um eine Kernforderung Netanyahus an die Palästinenser, die diese bisher zurückgewiesen haben. Kerrys Vorschlag habe neue Friedensgespräche mit den Palästinensern mit Unterstützung arabischer Staaten vorgesehen.

Netanyahu sei letztlich nicht auf Kerrys Angebot eingegangen, mit der Begründung, er könne dafür innerhalb seiner rechtsorientierten Regierung keine Mehrheit sichern >>>

Die israelische Zukunftsvision ist erschreckend - Ramzy Baroud - 15.02.2017 - Die empirischen historischen Belege in Kombination mit gesundem Menschenverstand genügen, um uns zu sagen, welche Ansichten Israel von einer Zukunft im Hinblick auf das palästinensische Volk hat: dauerhafte Apartheid oder eine ethnische Säuberung oder eine Kombination von beidem.

Die Verabschiedung des "Regulierungsgesetzes" am 6. Februar genügt, um uns die israelische Vision der Zukunft vorzustellen. Das neue Gesetz erlaubt der israelischen Regierung rückwirkend die israelischen Außenposten, die ohne offizielle Genehmigung auf palästinensischem Privatland errichtet worden sind, anzuerkennen.


Alle Siedlungen – die offiziell anerkannten und die nicht genehmigten – sind nach dem internationalen Recht illegal. Dieses Veredikt wurde verschiedene Male von den UN verabschiedet  und ist vor kurzem vom UN-Sicherheitsrat in unmißverständlicher Klarheit in der Resolution 2334 ausgesprochen worden.


Israel reagierte darauf mit der Ankündigung des Baus von mehr als 6.000 neuen Wohneinheiten in den besetzten palästinensischen Gebieten, dem Bau einer neuen Siedlung (der ersten seit 20 Jahren) und der Verabschiedung eines neuen Gesetzes, das den Weg für die Annexion großer Teile der Westbank ebnet.


Ohne Zweifel ist dieses Gesetz "der letzte Nagel am Sarg der Zwei-Staaten-Lösung", aber das ist egal. Für Israel war das niemals wichtig. Die Sondierung einer Lösung war nur reine Schöntuerei, zumindest für Israel. Alle "Friedensgespräche" und der "Friedensprozess" ganz allgemein haben die israelischen Bulldozer, den Bau 'jüdischer Heime' oder die ethnische Säuberung der Palästinenser nur selten gebremst.


Diana Buttu hat in Newsweek beschrieben, wie der Prozess des Siedlungsbaus immer von der Zerstörung palästinensischer Wohnungen begleitet war. Seit Anfang 2017 sind 140 palästinensische Strukturen laut OCHA in den besetzten palästinensischen Gebieten zerstört worden. Seit Donald Trump zum Präsidenten der USA ernannt worden ist, sieht sich Israel von seiner Pflicht befreit sich zu zwei Positionen zu äußern: Jahrzehnte lang haben viele israelische Amtsträger passioniert vom Frieden gesprochen und alles getan, was in ihrer Macht stand, ihn zu verhindern. Jetzt ist ihnen das egal. Punktum. >>>

Nach 50 Jahren Besatzung muss gehandelt werden - Hirtenbrief von Msgr. Joan E. Vives - 17.02.2017 - Ein weiteres Jahr sind Bischöfe verschiedener Bischofskonferenzen aus aller Welt im Januar in das Heilige Land gepilgert, um die Christen zu unterstützen und denen, die sich nach einem gerechten Frieden sehnen, eine Stimme zu geben. Von dort haben sie ein Schlusskomuniquee herausgegeben, das ich für euch zusammenfassen will. Seit dem Krieg von 1967, dem "Sechs-Tage-Krieg", der bald 50 Jahre her ist, leiden die Menschen im Westjordanland, in Ost-Jerusalem und Gaza unter der israelischen Besatzung, die die Menschenwürde sowohl der Palästinenser als auch der Israelis verletzt. Das ist ein Skandal, an den wir uns niemals gewöhnen dürfen, schon weil das Leiden andauert.

Es wäre notwendig, dass wir Christen der westlichen Länder unsere eigene Verantwortung im Gebet, der Bildung des Bewußtseins und im Handeln erkennen. Viele Menschen im Heiligen Land haben ihr ganzes Leben unter der Besatzung mit ihrer polarisierenden sozialen Spaltung verbracht. Aber sie bekennen sich noch immer zu Hoffnung und zum Ringen um Versöhnung. Heute, mehr denn je, verdienen sie unsere Solidarität.

Wir haben die Verpflichtung uns gegen den Bau von Siedlungen und immer noch mehr israelischen Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten zu stellen. Diese 'de facto'-Annexion des Landes untergräbt nicht nur die Rechte der Palästinenser in Regionen wie Hebron und Ost-Jerusalem, sondern gefährdet, wie die UNO kürzlich anerkannte, auch die Möglichkeit eines Friedens.

Ebenso gibt es die Pflicht zur Hilfeleistung für die Bevölkerung des Gazastreifens, die in einer von Menschen geschaffenen humanitären Katastrophe lebt. Sie leben seit einem Jahrzehnt unter der Blockade, die durch den politischen Stillstand noch verschärft wird, den der mangelnde gute Willen  aller Parteien verursacht ist.

Und wir können weiterhin den gewaltfreien Widerstand unterstützen, der, wie Papst Franzskus in seiner letzten Friedensbotschaft  erinnert, große Veränderungen in der ganzen Welt zustande gebracht hat.

Bischöfe und Heiliger Stuhl befürworten mit der internationalen Gemeinschaft eine Zwei-Staaten-Lösung – eines israelischen und eines palästinensischen Staates – mit einer Nachbarschaft in Frieden, Respekt und Kooperation, so schwierig das auch erscheinen mag. Der Heilige Stuhl betont, dass "wenn Israel und Palästina mit einer Existenz Seite an Seite, versöhnt und souverän innerhalb gegenseitig zugestandener und international anerkannter Grenzen zu existieren, nicht einverstanden sind, wird Frieden ein ferner Traum und Sicherheit eine Illusion bleiben".

Vor allem haben wir Christen die Pflicht, der lokalen Kirche im Heiligen Land, ihren Büros (Agenturen), Volontären und NGOs zu helfen. Unter schwersten Bedingungen haben sie sich bewährt, ihre große Fähigkeit zur Erholung und gezeigt und eine Arbeit getan, die das Leben verändert. Es ist unser Glaube an Gott, der uns Hoffnung gibt. Das Zeugnis der Christen im Heiligen Land und besonders der jungen Menschen sollen uns inspirieren und uns helfen beharrlich zu bleiben. Die Bibel sagt uns: "Erklärt das 50. Jahr zu einem heiligen und verkündet im Land die Freilassung all seiner Bewohner" (Lev. 25,10). In diesem Jahr, in dem sich die Besatzung zum 50. Mal jährt, müssen wir für die Freiheit aller im Heiligen Land beten und alle, die sich für die Schaffung eines gerechten Friedens einsetzen, effizient unterstützen. - Joan E. Vives, Erzbischof von Urgell        Quelle   Übersetzung: K. Nebauer

Israels Verteidigungsminister für Zweistaatenlösung - Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman hat sich für eine Zweistaatenlösung zur Beilegung des Nahost-Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern ausgesprochen. An diesem Konzept habe er keinen Zweifel, sagte Lieberman heute auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Allerdings habe er mit dem vorliegenden Modell ein großes Problem.

Dieses sehe einen homogenen Staat für die Palästinenser vor, ohne einen einzigen Juden. Auf der anderen Seite solle Israel ein binationaler Staat mit einem Anteil von 20 Prozent palästinensischer Bevölkerung werden. Er sei deshalb dafür >>>



Ein Staat, zwei Staaten, drei Fragezeichen - Der israelische Verteidigungsminister Lieberman hat sich bei der Münchner Sicherheitskonferenz für eine Zweistaatenlösung ausgesprochen. Doch das Ringen um diese Lösung ist ohne die amerikanische Nahost-Politik undenkbar: Wofür steht Präsident Trump eigentlich bei dieser Frage? - Jochen Stahnke >>>

Zurück zum Einheitsstaat? -  Wolfgang Taus - Religion und Gewalt in der arabischen Welt: Autor Aref Hajjaj setzt im Palästinenserkonflikt auf das Modell des Einheitsstaates.

Der langlebige israelisch-palästinensische Konflikt ist lösbar, aber nicht in Form der bisher international favorisierten Zwei-Staaten-Lösung. Vielmehr müsse man zurückkehren zum Lösungsmodell eines gemeinsamen demokratischen Rechtsstaates für Israelis und Palästinenser - sei es als Einheitsstaat, föderativer Staat oder als Föderation zweier Staaten. >>>

Quelle facebook >>>

Alsharq-Veranstaltung: Gewaltfrei und gemeinsam gegen die Besatzung - Widerstand gegen Israels Besetzung des Westjordanlands, ohne sich auf den Teufelskreis der Gewalt einzulassen – zwei Initiativen erklärten bei einer Alsharq-Veranstaltung, wie das geht. Ein Teilnehmer nannte Gewaltfreiheit „fast schon etwas Spirituelles“. - Team Alsharq

Um den israelisch-palästinensischen Konflikt ist es in letzter Zeit medial ruhiger geworden – die Kriege in den Nachbarländern, Flüchtlingskrise und Populismus in Europa und den USA haben das langjährige mediale Dauerthema in die Kurznachrichten verdrängt. Dabei findet 2017 ein denkwürdiges Jubiläum statt: Im Sechstagekrieg 1967 eroberte Israel das Westjordanland, das seither unter israelischer Militärverwaltung steht. Seit 50 Jahren leben die Palästinenser*innen dort unter israelischer Besatzung, mit Checkpoints, Siedlungen und Baubeschränkungen, mit Erniedrigungen und Gewalt. >>

Blumen zwischen Trümmern – Zwischen Gewalt und Hoffnung in Gaza - Seit 15 Jahren reisen die Psychoanalytikerin Ursula Hauser und die Ärztin Maja Hess regelmässig nach Gaza. Dort unterstützen die beiden Schweizerinnen ihre palästinensischen Kolleginnen in der therapeutischen Arbeit, die permanent zunimmt: Krieg und Isolation sorgen für einen grossen Leidensdruck. - Ein Film von Franziska Schaffner

Zwei Jahre nach dem letzten Krieg von 2014 ist es zwar ruhig geworden um Gaza. Doch das Leben der Einwohner verschlechtert sich zunehmend. Rund 1.9 Millionen Menschen wohnen hier, abgeschirmt von der Aussenwelt, in einem der dichtest besiedelten Gebiete der Welt. Seit 2007 umgibt eine israelische Mauer den Gazastreifen. Aber auch die ägyptische Grenze ist dicht. Niemand kann das Land verlassen. Die Bevölkerung erlebte drei Kriege, ohne die Möglichkeit zu fliehen. Dies hat nicht nur wirtschaftliche, sondern auch tiefe seelische Wunden hinterlassen.

Die Schweizer Psychoanalytikerin Ursula Hauser und ihre Co-Therapeutin Maja Hess können dank der Hilfsorganisation Medico International Schweiz ortsansässige Psychologinnen in Psychodrama ausbilden, eine Gruppentherapie-Methode, welche die Aufarbeitung von Traumata ermöglicht.

Die Dokumentarfilmerin Franziska Schaffner begleitet die beiden Schweizerinnen in den Gazastreifen, wohin niemand ohne israelische Erlaubnis einreisen darf, und zeigt die Zusammenarbeit mit den palästinensischen Kolleginnen. >>>

 

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Expel and Exploit The Israeli Practice of Taking over Rural Palestinian Land - pdf

Contents
Introduction ............................................................................................................................................. 3
Chapter 1: The region ............................................................................................................................. 5
Chapter 2: Israel’s official takeover of village land .................................................................................. 9
Chapter 3: Development of the privatized land-grab system ............................................................... 17
Chapter 4: Resultant hardships suffered by the Palestinian villagers .................................................. 29
Conclusions .......................................................................................................................................... 36

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Aktuelle  Kurznachrichten

Frühere US-Botschafter in Israel nennen Trump-Kandidaten "ungeeignet"
 Fünf ehemalige US-Botschafter in Israel haben in einem Brief ihren von US-Präsident Donald Trump benannten Nachfolger David Friedman als ungeeignet kritisiert.

Jordanian king- 2-state-solution only way to end Israeli-Palestinian conflict

Palestinian family of 13 displaced after being forced to demolish their own home

Palestinian, 25, dies after being shot by Israeli troops on his way to his last chemo session

Bil’in Marks Twelve Years Of Ongoing Struggle Against the Israeli Annexation Wall, Colonies

Many Injured After Israeli Soldiers Attack Weekly Nonviolent Procession In Ni’lin

PCHR Weekly Report: One civilian dead, 4 wounded by Israeli forces this week

Israel Confiscates Palestinian Land In Silwan

How I dealt with masked men with guns pounding on my door

I was IDF property for three years — today I'm traumatized

Taking protests to the frontline in the U.S. and Israel-Palestine

Hunger striker Muhammad al-Qiq held in 'grave-like' prison cell, lawyer says

19. 2. 2017

'Settlers are free to take what they want': Palestinian landowners fear for the worst as land-grab law is passed
 

Germany says building more Israeli settlements may end two-state solution

How both Trump and Netanyahu whitewashed anti-semitism with 'love'

Trump's dim view of Palestine-Israel
 

Trump plans to keep Palestinians stateless forever

Gazans could not cope with heavy rains due to Israeli siege

Palestinians Rally against Israel’s Settlements, Separation Wall in West Bank

UN: Two-state solution the ‘only way’

French FM says US position on Mideast peace 'confusing'

Fayyad rejects any deal with Israel over with UN appointment

BDS heckles Israeli speaker at Colombia University

13-year-old Palestinian 'Spider Boy' sets contortion world record

Israel and the Palestinians: What are alternatives to a two-state solution?

Palestine Calls for Global Efforts to End Israeli Occupation

BBC impartiality questioned over map of Israel which erased Gaza

Israel allows entry of diesel into Gaza

Gaza barber plays with fire

Cuba Rejects Israeli Threats Over Two-State Solution

Bil’in Marks Twelve Years Of Ongoing Struggle Against the Israeli Annexation Wall, Colonies

Many Injured After Israeli Soldiers Attack Weekly Nonviolent Procession In Ni’lin

Israeli Soldiers Attack The Weekly Procession In Kufur Qaddoum

Weekly marches against Israeli settlements launched in Bilin, Nilin, and Kafr Qaddum

Scores Join the Freedom March

Israel Confiscates Palestinian Land In Silwan

Israeli Soldiers Abduct A Young Palestinian Woman In Silwan

One state- Two states- Israeli Jews aren't the ones to decide

Palestinian family in East Jerusalem forced to demolish their own home

Police opened fire on Umm al-Hiran driver before he started driving, video shows

18. 2. 2017

Überprüft Netanjahu seine Siedlungspolitik?

 

Trump says he's 'happy' with one-state outcome, ringing in a new era


100,000 Palestinians write to Donald Trump asking him to support two-state solution

 

Nebulöse Vorstellungen von Frieden
 


Nicht ohne Schmeichelei - Netanjahu trifft Trump
 

Totengräber in Washington
 

Trump lässt Netanjahu freie Hand
 


Trumps "viel größerer Deal" mit den Arabern

EU hält an Zwei-Staaten-Lösung im Nahostkonflikt fest


EU hält an Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt fest
 

Aus für Zwei-Staaten-Lösung? Israel denkt Zukunft neu
 

Israels Siedler feiern, in Ramallah herrscht Katerstimmung


Trump and Netanyahu Acknowledge the Death of the Two-State Solution
 

US and Israel join forces to bury Palestinian statehood
 

Trump’s One-State Option
 

Has Trump Killed The Two-State Solution For Israel-Palestine – And What Are The Alternatives?

Israel tells Gaza heart patient: Spy for us or die

Activists disrupt Israeli ambassador's talk at Columbia University

'Two bigoted peas in a hateful pod': Palestinians and advocates protest Trump's White House meeting with Netanyahu

Palestine Calls for Global Efforts to End Israeli Occupation

Egypt denies plan to resettle Palestinians in Sinai 

Egypt's foreign ministry denies reports of proposal to establish Palestinian state in Sinai

Video: Protests disrupt Vienna talk by Israeli genocide advocate Ayelet Shaked

Palestine: IFJ welcomes “long-awaited breakthrough” following adoption of media reform policy

Trudeau's pro-Israel stance offside with Canadians -- and hampers bid for UN seat

Controversy Over Pro-Palestinian Speaker at Main Line Quaker School

Canadians at odds with their government on Israel

Israeli stance hinders Trudeau’s chances of getting seat on UN security council

Vatican Embassy Opened By Palestinians As Part Of Statehood Bid

'Israel is Moving Rapidly Towards Apartheid State'

Israeli Soldiers Abduct A Young Palestinian Woman In Silwan

Kevin Rudd calls for Australia to formally recognise Palestinian state

Dr. Mustafa Barghouti: The proposed Israeli apartheid state is not a one-state solution

France and Germany frown at Trump’s Middle East policy

Netanyahu wants a war that he knows he can’t win

Israeli soldier commits suicide near Gaza border

Israeli trooper takes own life near border with Gaza Strip

17. 2. 2017

So kommentiert Deutschland: Trump und Nahost
"Trump gießt kübelweise Öl ins Feuer"
 

Trump's radical message to Israel
 

Donald Trump and the 'ultimate deal'


Trump and Netanyahu's 'deal' for separate peace between Israel and Arab countries is a fantasy
 

Trump says he's 'happy' with one-state outcome, ringing in a new era
 

Trump: Two-state solution not only way to achieve peace
 

US President meets with Netanyahu, Changes US Stance on Two-State Solution


The Trump-Bibi-Murdoch Love Triangle Puts Us All at Risk | The Nation

IKEA issues catalog for Haredim — with no photos of women

Israel imposes punitive measures on Bethlehem-area village after stone-throwing

Police opened fire on Umm al-Hiran driver before he started driving, video shows

Israel interferes in our politics all the time, and it's never a scandal

Two Detainees Announce Hunger Strike

Israeli forces raid Nablus-area village, set up checkpoints, deploy snipers

2 Palestinians held in Israeli prison without charge or trial declare hunger strike

Netanyahu denies reports of plans for Palestinian state in Gaza, Sinai Peninsula

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